Wr 219. — 17. Jahrgang.
Staffelet Neueste Nachrichten
Sonntag, 18. September 1927.
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Bilderrätsel.
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Vexierbild „Wo ist der Hirte?"
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Schach-Aufgabe.
Schwarz.
!1K. C 3 — D 3 oder 8 5 — B 4 (a).
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Weik.
Weih zieht und setzt mit dem zweiten Zuge matt.
Silbenverschieberätsel.
Aus den nachstehenden Silben sind 9 Wörter zu bilden welche bedeuten: 1. Stadt in Italien 2. Nadelbaum, 3. Küstenformation an der Ostsee, 4. Staat in Nordamerika, 5. Dickhäuter, 6. Leichtmetall, 7. Fluß in Spanien, 8. Staat in Nordamerika, 9. Astronomisches Maß.
Die Wörter sind untereinander zu schreiben und seitlich so zu verschieben daß zwei nebeneinander befindliche Buchstabenreihen einen deutschen Dichter und eines seiner bekanntesten Werke ergeben, a, a, bro, ce, der, di, di, e, c, erd, fant, gon, in, le, lu, mes, mi, na, na, neh, nt, o, ra, re, rung, si, um, us.
n. . . .
2) . . .
3)5.518
Weitz
1) D. D 5 — G 8 .
2) D. G 8 — A 8 .
Schach-Aufgabe.
Schwan.
. . 1) «. »4 — G3
gen wollen, von dem albernen Glauben, lenes Gebot habe etwas mit Inspiration zu tun, ab- zulaffen — ich habe jedesmal kläglichst versagt: Stimmung und Konzentration waren zum Teufel; ich mußte eine Pause von Stunden eintreten lassen.
Ferner will ich verraten, daß ich seit 10 Jahren wie einen Talisman eine alte, total verbrauchte Schreibfeder ausbewahre. Mit dieser
ü) ... 1).........
... 2)K. C 3 — B 4 oder E 7 zieht. A 3 Matt. A) . . . 1) @ 7 — 6 6 (— 6 5)
A BCDEFGH
2).®.».8-»8t
3) D. F 8 — A 3 m____
— A 4 (A 5). 2) D. G 8
Auflösung der Rätsel in Nr. 213.
Berierbild: So ist bet mfiteabe Hund? Bild auf rechte Seile stellen, bann unten zwischen Wurzeln und Stamm des Baumes.
Bilderrätsel. „Besser arm in Ehren, als reich in Schande".
Buchstabenrätsel: Komplott — Kompott.
Krenzrätsel.
Feder schrieb ich einst das Manuskript zu meinem Prosabuch »Potsdamer Platz-, das mich bekannt machte. Heute kann ich mit ihr natürlich kein Manuskript mehr schreiben — das kreischende und spritzende Stahlding würde sich schön weigern. Aber kein Werk von mir ist seitdem zu einem Verleger und danach in die Oeffentlichkeit gewandert, zu dem ich mit eben Lieser Feder nicht wenigstens das Titelblatt ge-
Derbrecherspmen.
Mordaufklärung nach 10 Jahren.
Das rätselhafte Verschwinden eines jungen amerikanischen Leutnants, der seit 1918 vermißt rst, beschäftigt jetzt nach fast 10 Jahren wieder die französischen Behörden. Der junge Offizier, der längere Zeit an der Front seinen militärischen Dienst versehen hatte, erhielt int Juli 1918 einige Tage Urlaub, den er unweit von Paris in der Ortschaft Urbache verbrachte. Der Offizier wohnte hier im Landhaus einer jungen Witwe, die, wie die Ortsbewohner nun behaupten, junge amerikanische Soldaten gern bei sich ausnahm. Zu dieser Zeit tvcilten in Urbach Offiziere und Soldaten desselben Regiments und führten dort ein recht lustiges und feuchtfröhliches Leben. Im Hause der Witwe wurden Sektgelage gefeiert, deren Kosten fast ausschließlich der Leutnant trug, der als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns mit beiden Händen die Dollarnoten vergeudete.
Eines Tages war nun der Leutnant plötzlich verschwunden. Seine Kameraden glaubten zunächst,er sei nach Paris gefahren u. zerbrachen sich über sein Schicksal nicht weiter den Kopf. Erst als der Urlaub verstrichen war und der Leutnant sich auch bei seinem Regiment nickt meldete, wurden sie unruhig und brachten die Angelegenheit den militärischen Behörden zur Kenntnis. Im Trubel der Ereignisse ist jedoch das Verschwinden des Offiziers in Vergessenheit geraten und erst nach Friedcnsschluß, als die Angehörigen des Vermißten die amerikanische Botschaft in Paris in Anspruch nahmen, wurden Erhebungen an Ort und Stelle gepflogen, aller- dinas ohne jeglichen Erfolg.
Vor einigen Wecken erstattete nun ein Ortsbewohner geaen die Witwe die Anzeige, sie habe den Offizier umgebracht. Die Kriminalbeamten, die eine Haussuchung vornahmen, stießen im Keller des Landhauses auf eine etwa zwei Meter lange und ein Meter tiefe Grube. Es erscheint nickt ausgeschlossen, daß die Mörderin dort ihr Opfer begraben und später die Leicke verbrannt hatte. Auch andere Indizien sprechen dafür, daß sie den Amerikaner ermordet und beraubt hat.
Die GwckSfeder.
Ein Kapitel vom Schriiftstellervberglahlben.
Darf man ein wenig aus der Schule und der eigenen Werkstatt plaudern? Nicht wahr, jeder Mensch hat seinen „Tic- — ich sehe nickt ein, warum nicht auch die Schriftsteller im allgemeinen und im besonderen meinen (ganz spgziellen Privattic haben soll. Ich rede hier nicht davon, daß ich die nervöse Angewohnheit habe, ständig dräuend mit den Brauen zu zucken oder in Stadien der Eregung ungezählte Zigaretten zu zerkauen; vielmehr will ick einige Tics des Aberglaubens beichten, dre mit meinen Beruf als Schriftsteller aufs engste zu- sammenhängen. Selbstverständlich weiß ick, wie jeder Halbwegs gebildete Mann in ähnlichem Falle auch, daß es sich um reinen Aberglauben, um mehr oder weniger kindliche Einbildungen dabei handelt; wenn ich dennoch nicht davon loskomme, so beweist das eben, daß ich mit der Bezeichnung „Tic- das Rechte getroffen hat.
Hier wären so einige Kleinigkeiten. In mei- nem Arbeitszimmer liegt ein großer gemusterter Teppich. Nun habe ich, wenn mich die Konzeption eines neuen Wertes beschäftigt, die Angewohnheit, stundenlang wie ein gefangener Löwe rastlos durch mein Zimmer zu laufen — hierbei aber bemühe ich mich krampfhaft, jeweils in die Quadrate meines Teppichs und beileibe nicht auf die Seitenstreisen dieser Quadrate zu treten! Ertappe ick mich dabei, daß ich dieses Gebot gelegentlich nicht gehalten, so ist es mit dem ganzen Fluß der Gedanken radikal vorbei Ich habe ungezählte Male die Probe aufs Erempel gemacht und mich zwin
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Krenzworträtsel.
fertigt habe. Ich bin eben der geheimen lieber- zeugung, daß, wenn ich jene Handlung tnh jener gebet auszuführen unterlassen würde, ich mit dem betreffenden Werk unter allen Umständen Fiasko erleiden würde. Roch mehr —: ich habe auch diesen Aberglauben — denn natürlich handelt es sich um nichts anderes — einmal auf die Protze stellen wollen. Im Jahre 1920 schrieb ich eine Groteske „Familie", die in Berlin ihre Premiere erlebte. Sie entstand teils im Cafs, teils im Eisenbahnabteil, teils während eines Besuches auf dem Lande; jedenfalls wurde weder eine Zeile des Dialogs noch ein Buchstabe -des Titels mit der bewußten Feder geschrieben . . . —: die Uraufführung dieses unglückseligen Stückes gestaltete sich zu einem der solidesten Theaterskandale, welche die Reichshauptstadt während eines Jahrzehnts gesehen hat! Und da soll man nicht abergläubisch werden?! Curt Corrinth.
Hessische Denkwürdigketten.
In zwangloser Folge zusammengestellt
Landgraf Wilhelm der Neunte hob bald nach seinem Regierungsantritt am 9. 12. 1785 das Lottospiel, welches in dem späteren Prinzenhaus in der Königstraße seinen Sitz hatte, auf, und verbot gleichzeitig alle Privat- oder auswärtigen Staatslottos bei Zuchthausstrafe.
Obrist Albrecht von Tettau hatte am 14. 11. 1703 in der Schlacht bei Speierbach durch die Rotten des hessischen Garde-Grenadier-Regi- ments die Losung zum Sterben gerufen und Mann für Mann in Reih und Glied sanken die Helden, aber drei französische Regimenter la Marc, Roi und Navarra nahmen sie in furchtbarem Todesringen zur Reise in die Ewigkeit mit. „Wäre ihre — der Hessen Anzahl so groß als ihr Mut, so könnte ihnen keine Nation der Welt widerstehen-, schreibt ein Oesterreicher.
Heinrich II. der Eiserne, Landgraf von Hessen, vermählte sich 21 Jahre alt mit der schönen Tochter jenes Margrafen Frdr. v. Meißen, dem seine Mutter im übergroßen Schmerz der Treu nung als Kind in die Wange gebissen haben soll, von welcher Verwundung er nicht nur zeitlebens die Spuren trug, sondern die ihm auch für alle Zeiten als „Friedrich mit der gebissenen Wange-, kennzeichneten. — Gustav Wentzell.
RUNdfUNk.
Was uns der Sonntag bringt
8—9,00: Morgenfeier, veranstaltet von den <St)6« ren bet Christuskirchc. Leitung der Chöre: Georg Schweizer. <♦> 11—11,30: Eiternstund« (unter Leitung von Dr. Hans Flesch unb Mittelschulrektor K. Wehrhanl: „DaS unverstanbene Kind-, Vortrag von Mit- telschullehrer P. Grupp. <$> 11,30 bis gegen 15.00 llebertragung von Tannenberg: Einweihungsfeierlich- feiten bes Tannenbergdenkmals. <$> 15—16: Die Stunde bei Jugend: ..Aus beut deutschen Märchen- born", vorgetragen von Lehrer Alberi Schirr. Für Kinder vom 4. Jahre ab. <$> 16—17: Konzert des Sängeranartetts Schmalbach t. T. Dirigent: Jos. Fladung, Sossenheim. -K> 18—19: Stunde bes Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung. 20—20,30 Stunde der Frankfurter Zeitung. <$> 20,30: Der Karneval in Rom. Operette in drei Akten von I. Braun Musik von Job. Strauß. Musik. Leitung: Kapellmeister Reinb. Merten. — Spielleitung: Alois Resni. — Anschließend bis 0,30: Uebertragung aus der Tanzklause: Tan,Programm.
Was uns der Montag bringt.
11,55—12: llebertragung des Glockenspiels aus d. Darmüädter Schloß. <$> 16,30—17,45 Konzert des Hausorchesters: Die Over der Woche. Musik. Leitung Kapellmeister Reinhold Merten. — Mitwirkung: .Herr Friedrich (Bariton». <$> 17,45—18,05: Die Lesestunde: Aus dem Roman „Auch Einer- von Fr. Th. Vischer. <$> 18,1'5—18,30: Vereinsnachrichten und andere Mit- teilungen. <$>-18,45—19,15: ..Die Erzählungen des indischen Leichendämons-, Vortrag von Dr. Ludwig Harald Schütz. <*> 19,15—19,30: Englische Literatur- proben, vorgetragen von Studienrat Paul Olbrich. <$> 19,30—20: Englischer Sprachunterricht, erteilt von Studienrai Paul Olbrich. <$> 20—21,30: llebertragung von Kassel: Klavierabend. Ausführenper: Arthur Shattnck. <K 21.30—22,30: Frankfurter Mundartbich, tung. Aussührende: Hans Nerking und Lene Obermeier vom Frankfurter Schauspielhaus.
Krankheit,
Man wählt je nach Geschmack oder wechselt >
L Lu kuta te-G elee-Früchte, -L- -ÜL- Geachmaduform Mk. 3.60
1 Lukutate-Bouillonwürfel für den, der „süß- ni-tn
mag, sowie für Korpulente und Diabetiker , Mk. MO
1 Lukutate-Mark, Marmelade al» Brotaufstrich etc .. . Mk. 160
4> Lu kutate-Beeren saft, (mit indischem Rohrzucker) .. Mk. 1L60
s. Lukutate-Mark konzentriert, (Loku.ta-te tndti original Hilter)...................Mk. k—
In alten Hpotbeken, Drogerien und Reformhäusern erhältlich.
Literatur durch die Fabrik:
Wilhelm Hiller, Nahrangsmlttel-Werke, Hannover, zugleich Hersteller der Broteila-Darm-Di« nach Prof. Dr. Gewedcc.
Was ist Lukutate?
Sehr geehrter d(errt
Jch danke Thnen herzlichst. Tuku täte hat bet mir schon nach 1* Tagen eine zauberhafte Wirkung ausgeübt. So etwas hätte ich nicht für möglich gehalten.» Dch bin wahrhaft glücklich darüber. Jetzt bin ich Jfeldenmutter; aber wenn das so weiter geht, werde ich wohl noch jfaive werden. Jch fühle mich in Jeder Weise frischer, jünger, lebenslustiger und auch beruflich leistungsfähiger. Jluch mein 82jähriger Vater hat gute Srfoige mit Xukutate erzielt. frau q. Q.
C.» den 18. jfugust 1927. JrfitgHed des städtischen Schauspielhauses.
Die Medizin steht nicht mehr weit von der Erkenntnis, daß alle Krankheiten im Grunde nur Erkrankungen der Drüsen sind, (Schilddrüsen, Keimdrüsen, Pankreas, Neben- nieten, Bauchspeicheldrüse, etc.) Die Drüsen sind verantwortlich für Jugen<\ oder Hlter, für Gesundheit oder Altersschwäche oder Lebenskraft.
Lukutate kann als das Drüsenmittel der Zukunft bezeichnet werden. Es entspricht einem dringenden Bedürfnis, wie Erfolge und Nachfrage beweisen. Ein großes dankbares Publikum empfiehlt Lukutate von Mund zu Mund.