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Rr. 218. 17. Jahrgang.

Kasseler Neueste Nachrichten

Sonnabend, 17. September 1937.

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Geschichte der alten Werrastadt.

Der kunstsinnige und kunstbeflistene Leiter ds

Chinosol

lino. Wir wunfchen deshalb, daß die Beratun­gen des Provinzial-Städtetages besonders an­regend und fruchtbringend sein mögen zum Segen unserer Städte und zum Segen ihrer Bevölkerung. Eingeleitet wurden die Berhand- mngen am Donnerstag Nachmittag mit einer Vorstandssitzung, der ein Begrüßungs- und Festabend im Festsaal des Stadtparkes folgte

Die in Hellem Lichterglanz erstrahlende Fest­halle des Stadtparks ist bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Muskat'sche Kapelle den Abend mit der Raymond-Ouvertüre von Tho­mas eröffnete. Bürgermeister Dr. Stolzen­berg entbietet allen Gästen herzlichen Will­kommensgruß und gibt dem Wunsch Ausdruck, daß stch der erste in den Mauern Eschweges tattfindende Provinzialstädtctag würdig dem an Ende des vorigen Jahrhunderts hier abge­haltenen Kurhessischen Städtetag anreihen mö­ge. Die offiziellen Begrüßungsansprachen sind ür den Beginn der geschäftlichen Verhandlun­gen vorgesehen. Die Gestalt der Eschwegia cr- cheint sodann auf der Bühne, begrüßt in einem von Kreispfarrer Tlermont verfaßten Pro­log die Vertreter von Nah und Fern und schul­der die wechselvolle

Mit dem Provinzial-Städtetag für Hesscn- Naffau und Waldeck wird die Reihe der gro-

Tagungen in Eschwege in diesem Jahre geschloffen. Es ist das erste Mal, daß der Prc- vlnzial-Städtetag sich in den Mauern der schö­nen Werrastadt zu seiner bedeutsamen Tagung veriammelt. Es werden etwa 250 Vertreter von auswärts zu der Tagung erscheinen. Auch die

Regierungspräsidenten von Kaffel und Wiesbaden

Letzte Iepeschen.

Von Flammen umringt.

Sechs Opfer im Warenhaus, Hotel und Fabrik.

_ . London, 16. September.

Beim Brand eines Warenhauses in London- iderry (Nordirland) kamen eine Frau und fünf Kinder, von denen das jüngste vier Monate alt war. in den Flammen um.

Paris, 16. September. (Eigener Drahtbe- richt.) In Franzensbad steht eines der größten und schönsten Hotels des Kurorts in Flammen. Die Feuerwehren, die von allen Seiten herbei­geeilt sind, stehen den Flammen machtlos ge- genüber.

Klagenfurth, 16. September. (Privattele- gramm.) Die Chemischen Werke in Seebach bei Villach sind heute völlig nicdergebrannt. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt.

London, 16. September. (Eigener Drahtbe- richt.) Nach einem Telegramm aus Jerusalem richtete ein ernster Brand in den Materialräu- men der Palästinabahn-Verwaltung in Haifa Schaden an, der auf 25000 Pfund geschätzt wird.

Die Landwirtschaft als Bittstellerin

Aussprache der landwirtschaftl. Genoffenschasten.

Kiel, 16. September.

Die zweitägige Tagung der landwirtschaftli­chen Berufsgenossenschaften steht, wie Landes­hauptmann Pahlke betonte, im Zeichen der N o t der Landwirtschaft. Die Adressen für die vex- schiedcnen Notforderungcn müßten eigentlich die gesetzgebenden Stellen sein, an die sie ver­wiesen wurden. Der Redner erörterte dann die Vorteile der Berufsgenoffenschaften. Nach wei­teren Vorträgen erstattete Landesrat Schrader und Präsident Dr.' Schröder-Kas­sel den Geschäftsbericht. Zum Schluß wurden die Vorstandswahlen erledigt.

Lokalnachrichten vom Tage.

4- Oeffentliche Mahnung der Steuern und Schulgelder. Die Stadt-Steuerkasse erinnert in der heutigen Nummer an die Zahlung der rück­ständigen Steuern und Schulgelder für den Monat September 1927 bis zum 20. d. M. Vor» 21. d. M. ab erfolgt zwangsweise Einziehung der Rückstände nebst Verzugszinsen und Bei­lreibungsgebühren.

-T- Vom Staatlichen Theater. Die Samstag, den 17. September, zur Aufführung gelangende Neueinstudierung von Hermann Bahr's Lust­spiel »Das Konzert", das in einer langen Reihe von Jahren nickt mehr gegeben wurde, ist von Regisseur und Dramaturg Geis insze­niert worden. Den Pianisten Heink spielt Kurl Uhlig, Berta Hermann seine Frau, das Ehe­paar Jura wird von Tilde Maschat und Kurt Lehmann dargestellt. Ferner sind heschäftigk als Ehepaar Pollinger Trude Tandar und Johan­nes Schrader. Die Musikschülerinnen werden von den Damen Hertha Ulrici, Eva Hofmann,

Berlin, 16. Septmcber. (Funkdienst.) Tie schwebenden Lohndissercnzen in der Herrcnbe- kleidungsindustrie' wurden durch eine Vereinba­rung im Reichsarbeitsmtnistcrium beigelegt mit eurer Erhöhung von zirka 10% bis zum Ai. April

3um zwetirnmal den AorcvMe.i en.wrcvt

Rom, 16. September. (Eigene Drahimel- dung.) In Bastia aus Korsika wurden 4 heimlich ausgewanderte italienische Angehörige criremer Parteien verhaftet und sollten nach Italien zu­rückgebracht werden. Drei von ihnen flüchteten und auch der vierte konnte, da eine Volksmeu.ie eine drohende Haltung einnahm, nicht aus das Schiff gebracht werden.

Brrgweiisunruveu in Mexiko

Washington, 16. September. (Durch Funk- spruch.) Im Bergwcrisdist.ikt von Guaninj:r a (Mexiko) ist es erneut zu Unruhen gekommen. Der Amerikaner David Fisher, Leiter des Eifen­bahnbüros wurde getötet. Mehrere Bergwerke wurden von den ausländischen Beamten ver­lassen.

Etn £tf<t)erörama auf dem Binnrn ee.

Berlin, 16. September. (Funktelegramm.) S3ct einem Fischtransport auf dem Madüsee (Pomm.) kenterte ein mit vier Personen besetz­tes Boot. Nur ein Fischer konnte gerettet werden.

^Bauutfrronien als Btttuger.

Wien, 16. September. (Privattelegramm.) *yegcu Betrügereien bei Sandlieferungen für etne gemeinnützige Baugesellschaft ist der Unter- nehmer David Haas mit vier seiner Angestell­ten verhaftet worden. Weitere Verhaftungen stehen bevor.

Gngliitye Arve ter ais eotojet-®ro Manien

London, 16. September. (Eigener Draht- bericht.) Trotz Gewerkschafts-Abbruch mit Mos- kgu will man die Fühlung zwischen den Gewerk- «r?!tlctn 6eiber Länder ausrechterhalten. Eine «el^=Oon Gewerkschaftsführern und anderen Arbeltsvertrekern wollen zum Rovember-Ju- bilaum der Sowejetrepublk ene britische Tele- gaton aus allen Industrien zwecks Kundgebung terinternationalen Solidarität" nach Rußland schicken.

Ursula von Wiese, Anita Fedden, Marke Cle­ver, Gertrud Köditz und Anni Moser gespielt.

-4- Wie wird das Wetter? Der Frankfurter Wetterdienst gibt heute folgende Vorhersage bis Sonnabend abend: Bewölkt, leichte Nie­derschläge, mäßig warm, südwestliche, später westliche Winde.

--- Zur Tannenberg-Feicr. Bei dem sehr regen Vorverkauf für die Tannenberg- Feier am Sonnabend in der St*d't- halle empfiehlt es sich für diejenigen, welche Wert aus besonders günstig gelegene Plätze legen, bald ihren Kartenbedarf zu decken. Der Karlenvorverkauf findet in der Geschäftsstelle des Bürgerbundes Franks. Str. 33 auch am Sonnabend nachmittag von 46 Uhr statt.

4- Bom Kleinen Theater. Für die nächste Inszenierung des Oberspielleiters Erich Fisch (G e s p e n st e r so n a t e") von Strindberg, hat die Leiterin der hiesigen Gymnastikschule, Fräulein Hildegard Dunkel, die Einstüdieruna der pantomimischen Einzel- und Gruppendar­stellungen übernommen. Die Rolle desMilch- mädchen" wird durch Fräulein Ursel Blie- sener, Lehrerin an der Dunkelschen Gymnastik- schule, dargestellt.

4- Die Pofamenten-Ausstellung im Hoff. Landesmuseum am Wilhelmsüöher Platz er­freut sich eines regen Besuches, der beweist, daß es zum Glück noch viele gibt, die in unserem materiellen Zeitalter den Sinn für ein altes vergessenes Kunstgewerbe noch nicht verloren haben. Die Ausstellung ist bei freiem Ein­tritt täglich geöffnet, u. z. Montag 35 Uhr, die anderen Wochentage von 91 Uhr und 3 bis 5 Uhr, Sonntag von 111 Uhr. Am Sonn­abend nachmittag finden von 35 Uhr fach­männische Führungen statt.

-4- Abschied imRest". Im Residenzkasfee gab die Direktion gestern der scheidenden Ka­pelle Joss Schmid einen Ehrenabfchiedsabend. Das mit Blumen geschmückte Kaffee nahm sich wiederum sehr gut aus und an weiß gedeckten Tischen hatten die Gäste Platz genommen. Der für den Abend vorgeschriebene Gesellschaftsan­zug gab dem Ganzen einen feierlichen Rahmen. Fleißig wurde getanzt und Tanzlehrer Koch mit seiner Partnerin Evi Adolph führten die neue­sten Gesellschaftstänze "in bester Technik vor. Am Sjhluß gab es Blumen und nochmals Blumen.

4- Treue Angestellte. Von einem guten Ver­hältnis zwischen Chef und Angestellten darf man bei dem bekannten Kasseler Feinkostgeschäft Gebr. K l i p v e r t sprechen. Heute sind es 25 Jahre, daß der Prokurist Klapp in diesem Hause tätiMist. Wildmeister Martin Dunkel und Kellermeister Engelhard Becker stehen in ,den nächsten Tagen seit 30 Jahren dem Hause treu zur Seite.

4- 50. Geburtstag. Der langjährige Vor­sitzende vom Musikverein der Henschelwerk Fr. K r a tz e n b e r g, beaing am 13. September seinen 50 Geburtstag. An Ehrungen fehlte es dem allseits rührigen und beliebten Manne nicht Die Vereinigung steht bekanntlich unter der Lei­tung des Herrn staatl. Musikdir. Hiege.

4- Festgenommene Bleimarder. Vor einiger Zeit berichteten wir davon, daß wieder einmal in Kaffel Bleimarder an der Arbeit sind. Die Diebe besuchen die Gastwirtschaften in einer 'Zeit wo nicht allzu stiel Betrieb herrscht und

Siegerehrung

im Kasseler Schwimmverein.

In die gemütlichen Räume seines schmucken Klubhauses hatte der Kaffeler^SchWimm­verein * von 1898 die an dem Schwimmen Quer durch Kaffel" beteiligten Vereine.einge­laden, um, wie im Vorjahre .auch diesmal die Sieger aus den einzelnen Vereinen besonders zu ehren. Die98er" hatten die Siegesseie gut aufgezogen. Die Hauskapelle unter Paul manns Leitung konzertierte, Solovorträgen wur de ebenfalls herzlicher Beifall zuteil. Turne und Sportschwimmer saßen zusammen, lerntet einander näher kennen und das sonstTren nende" wurde auf Stunde" vergessen.

Die Vereinsvertreter, Ye anwesend waren, nahmen das Bewußtsein mit nach Hause, , daß dieWer" nicht nur eine schwimmsportliche Ver­anstaltung mustergültig aufziehen können, son­dern daß sie es auch verstehen, den Siegern eine würdige Feier zu bereiten. Der Vorsitzende des Kasseler Schwimmvereins, Kollmann, sand herzliche Worte der Begrüßung, gab feiner Freude Ausdruck über die diesjährige starke Be­teiligung und doch hoffe er, daß im kommenden Jahre das Werbeschwimmen noch eine weitaus größere Besetzung erfahren würde. Turnrat Buckenau wandte sich mit packenden Worten an die Jugend, die ihm ans Herz gewachsen. Der tiefere Sinn der Leistungen, ein tüchtiges Jungvolk dem Vaterland zu erziehen, dies gelie es bei dieser Feier zu würdigen. Licht. Lust und Sonne fänden wir an den Ufern uttfercr Fulda und in ihren Wellen erstarke und gesun­de der Körper. Mehr noch als bisher müsse der Schwimmen Gemeingut unseres Volkes werden. Die Stadt Kassel könne für sich in Anspruch nehmen, die einzige deutsche Stadt zu sein, die das Pflichtschwimmen in den Schulen restlos durckgesetzt habe.

SeinHurra" galt den Siegern, denen dann Schwimmlehrer Piesel (KSV. 98) die Preise überreichte Brehme (KSV. 98) erhielt nach drei­maligem Siege den Wanderpreis der Stadt Kassel, den er damit endgültig ge­wann. Die98er" gewannen auch den von der Zentralstelle für Leibesübungen gestifteten Preis für die beste Mannschaftsleistung. -kl.

Aus dem Dereinsleben.

Das Oktoberfest des Hessischen Gebirgsvereins.

Der Hessische Gebirgs-Verein ladet für Sonnabend den 1. Oktober 1927 zu einem grotz- angelegten Oktobersest in die S t a d t h a l l e ein. Es ist wieder einmal für alles gesorgt, was das Herz erfreut: Musik, Preisschießen, Tanz, Glücksrad und Tombola. Es ist eine Ehrenpflicht aller Freunde des Wanderns und unserer hessischen Heimat, in dieser angeneh­men Form auch einmal ihr Scherflein beizn- tragen zu dem verdienstvollen Werke des Hes­sischen Gebirgsvereins: der Schaffung und Er­haltung der Bauten auf dem Hohen Gras, zumal der Eintrittspreis den wirtschaftlichen Verhältnissen nach Möglichkeit entgegenkommt.

verhütet Katarrhe und Entzündungen, Zu haben in allen Apotheken undFachdrogerien.

kommcnhelt zwei Lifz sche Kompositionen auf; n:nci werden wir berickten.

dem Flügel zum Vortrag. Opernsänger Dr. Allmeroth von der Haller Staatsoper, ein Sohn der Stadt, singt mit seinem kraftvollen, wohlge­pflegten, sympathischen Tenor die Rosenarie ausCarmen" und die Arie des Vasto aus der Afrikanerin". Die gehaltvolle Vortragsfolge bringt weiter Massenchöre der Eschweger Sän­gerschaft, einen Reigen aus dem Heimatfestspiel Jutta von Esckwege" und Musikvorträge der Muskat'schcn Kapelle.

Die Hauptversammlung

begann am heutigen Freitag vormittag. In ihr wird der Geschäftsführer und Syndikus des Reichsstädtebundes Dr. H a e k e l-Berlin über den Finanzausgleich und das Reichssteuerver­einheitlichungsgesetz sprechen und darin auch besonders für die Stadtverwaltungen bren­nende Fragen behandeln. Dieser Vortrag wiro von besonderem Interesse sein. Daran schließt sich die Erledigung von geschäftlichen Angele­genheiten. Nach einem gemeinsamen Mittag­essen in der Festhalle des Stadtparks findet um 15^2 Uhr eine Fahrt mit Sonderzug nach Bad Sooden zur Besichtigung des Bades statt. Die Gemeinde und Kurverwaltung Sooven haben die Vertreter der Städte zu einer ge­meinsamen Kaffeetafel einaeladen. Die Rück­fahrt erfolgt um 19 Uhr mit Sonderzug. Um 20s^ Uhr beginnt auf Andreas Felsenkeller ein gemütliches Beisammensein.

Der Sonnabend Vormittag

bringt, von 9 Uhr an die Fortsetzung der Hauptversammlung im Kasino. Ma- gistratsbaurat Dr. Jng. Scheuermann- Wiesbaden wird einen sehr zeitgemäßen Licht­bildervortrag über Straßenbewirtschaftung un­ter Geldnot und Verkehrswucht halten. Daran schließt sich hie Erledigung weiterer geschäft­licher Angelegenheiten an. Bürgermeister Dr K r ü s m a n n-Limburg a. L. wird über die Beamtenseminare des Provinzial-Städtetages berichten. Die Verhandlungen wird in Ab­wesenheit des Vorsitzenden des Provinzial- Städtetages Bürgermeister Schulte-Wiesbaden der Vorsitzende des Kurhessischen Städtetages Oberbürgermeister A n t o n i-Fulda (eityt. Zm Anschluß an die Hauptversammlung findet eine Fahrt mit Postauto

nach dem Meißner

statt. Es wird eine Führung vom Schwalben­tal über Kalbe, Wachsteine, Kitzkammer, See- sieine, Frau-Hollenteich und Teufelsgraben er­folgen. Damit wird den Vertretern der Städte

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Stehende Kohtenpreise?

Reichskohlenrat und Minister haben das Wort.

Berlin, 16. September.

Wie wir erfahren, liegen die Anträge auf Kohlenpreiserhöhung seit Donnerstag wieder dem Reichskohlenrate vor. Die Stellungnahme des Reichswirtschaftsministers soll diesmal nicht so bedinaungslos ablehnend sein als bei dem früher gestellten Antrag.

3to?i ros erfreute Jkhetnftüdte.

Berlin, 16. September. (Privattelegramm.) Laut Pressenotiz wird in der erwarteten franzö­sischen Besatzungsnote mitgeteilt werden, daß die Besatzung von Germersheim wesentlich ver­ringert werden wird. Bad Kreuznach soll von der "*tnjng überhaupt befreit werden.

N ur Köpfe ;tn Dv k na..

Genf, 16. September. Die gestrige Wahl der drei neun nichtständigen Ratsmitglieder #r« gab: 43 Stimmen für Kuba, 33 Stimmen für Finnland, 26 Stimmen für Canada, anstelle der 3 ansfcheidenden Staaten Belgien, Tschechoslo­wakei und San Salvador. Die neuen Staaten sind damit für die nächsten 3 Jahre in den Rat gewählt. Persiens Vertreter erhob zum Ahluß^Anspruch auf einen Sitz für die asiati-

Jl u yo m ante ;ü; H.' -ki ton eit cn

haben ihre Teilnahme zugesagt. Den LandeS- hauptmann wird Landesrat Stöhr vertreten. Wie die vorhergegangenen Tagungen des Kur- hesiischen Handwerkerbundes und des Kurhes­sischen Feuerwehrverbandcs, beansprucht auch der Provinzial-Städtetag das größte Interesse, weil seine Beratungen und Beschlüsse von be­sonderer Bedeutung für die Entwicklung unse­rer Städte und des kommunalen Lebens in ihnen strd. Dies um so mehr, als gerade in unferer yeit der Divergenz zwischen schnell sortichreitender moderner städtischer Entwick­lung und allgemeiner finanzieller Not die gro­ßen Aufgaben, die heute den Stadtverwaltun­gen gestellt werden, doppelt schwer zu md. Wir wünschen deshalb, daß die Bi

Begleiterin am Flügel. Tie von Herrn Arlit vorgetragenen ernsten und heiteren Rezitatio­nen, sowie die unier Leitung von Frl. galten« Ham ausgefuhrten Reigen der Jugendgruppe Sonnenschein" fanden reichen Beifall. Zum Schluß sprach Herr Pfarrer Raabe über den Zweck des ganzen Abend und sand herzliche Worte des Dankes an alle, die sich um den so wohl gelungenen Wend verdient gemacht ha­ben. Den allgemeinen Wunsch, uns doch recht

L«.toiei)er Einen solch herrlichen Abend in Wehlheiden zu bieten, möchten wir Herrn Scheidemann recht warm ans Herz legen. Gtz.

3m neuen Heim

Die Hessische Schulbuchhandlung Rudolf Röttger hat sich nunmehr ein neues, eigenes Heim er­wählt und erscheint jetztin neuer verbesserter Auflage", wie der Buchhändler zu sagen pflegt. Bei dem Umbau der alten Ladenräume im Hause Untere Königsstratze 85 tauchten noch Bilder aus längst vergangener Zeit auf.Old Waverly" undÄrsene Lubin" wurden wieder lebendig. War doch vor ungefähr 20 Jähren in diesen Räumen Kassels ersterKintopp", der Restdenz-Kinematograph". Jetzt herrscht ein anderer Geist in diesen Räumen.

Unter der Leitung der Architekten Jordan und Gähnte wurden die gesamten Räume einer gründlichen Umwandlung unterworfen und aus den bisherigen zwei Ladenräumen ein mo­derner Verkaufsraum geschaffen, dem auch nichts an Ausstattung und Behaglichkeit fehlt. Tie in Dunkeleiche gehaltene Ladeneinrichtung er­zielt mit der in warnten Farben (grün und gelb) gehaltenen Bemalung des Raumes eine besonders dekorative Wirkung. Eine recht ge­mütlich eingerichtete Lesenische bietet dem Bücherfreund einen behaglichen Aufenthalt. Eine neuzeitlich angelegte Warmwasserheizung sorgt für eine angenehme Durchwärmung. Dte ganze Einrichtung ist in glatten, einfachen Li­nien gehalten, und entspricht im Verein mit der neuartigenZeiß"-Beleuchtunq den Anforderun­gen, die man heute an moderne Verkaufr-iume stellt

31W« ligt Her MMI-WHg für Hessen-Nassau und Waldeck.

benutzen diese Ruh-, um aus den Toiletten ou Bleirohre zu entfernen. Nunmehr gelang es der Kriminalpolizei am gestrigen Abend zwei junge Burschen auf frischer Tat zu erwischen und festzunehmen. Sie waren gerade dabei ge­wesen, mit Gewalt ein Bleirohr abzubrechen und damit das Weite zu suchen.

4- Diebesgut, das keinen Eigentümer findet. Gestern nachmittag fand auf dem städtischen Leihhaus die Besichtigung aller der von dem berühmt und berüchtigten Einbrecher Hose. der. wie wir bereits berichteten, endlich von einem hiesigen Kriminalbeamten zur Strecke gebracht werden konnte, in Kassel und der näheren Um­gebung asts Gartenhäuser gestohlenen Sachen, statt, und, die er versetzt batte. Eine große Menge dieser gestohlenen Sachen haben eigen­tümlicher Weise ihren Eigentümer nicht wieder­gefunden. Unter anderem liegen als herrenloses Gut wertvolle Schlaf- und Wolldecken, Herren« und Damenwäsche, Jumpers, Paletots, eine große Anzahl von Schuhen, Gamaschen usw. noch herum. Entweder hat der Einbrecher diese Sachen aus Einbruchsdiebstählen von weit außerhalb her und es sind hierüber noch feine Anzeigen gemacht worden oder aber die Eigen­tümer selbst scheuen sich aus irgendeinem noch nicht bekannten Grund ihr Eigentum zu re­klamieren.

4- Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Donnerstag mittag in der Fliegengaffe. Ein vierjähriges Kind, welches mit eitiem^klei­nen Leiterwagen die Straße hinab lief, fiel in das Fenster einer Parterrewohnung. Hierbei zog sich das Kind eine schwere Handverletzung fu, die ein sofortiges ärztliches Eingreifen er­forderlich machte. Da offenbar eine Schlagader­verletzung vorlag, leistete die Sanitätswache dem Kinde erste Hilfe, um es dann der ärzt­lichen Behandlung zu übergeben.

-t- Allerlei vom Tage. Auf dem infolge des Regens schlüpfrig gewordenen Pflaster am Altmarkt kam am heutigen Morgen ein in Bet­tenhausen beschäftigter Arbeiter mit seinem Fahrrad zu Fall und zog sich dabei einen Ober» schenkelbruch zu. Die Sanitätswache Fulda- brucke nahm sich des Verunglückten an und ?.r?d,tLt$n tn ^ine in der Moltkestraße befind­liche Wohnung. Zwischen einigen Jungen entstand am Donnerstag abend in der Unter­neustadt ein .Streit, der dahingehend sich aus- wirkte, daß einer der Beteiligten von einem anderen einen Schlag mit einem Eisenstück auf den Kopf erhielt, wodurch ihm eine erhebliche Wunde am linken Auge zugefügt wurde Der Verletzte wurde von der Arbeiter Samariter Wache, Waisenhausstraße, verbunden und nach semer Wohnung in der Kaufungerstr. gebrachi

Sabwaabereottoläae deS 8. D. R.. Tottrettflttb <895

Halbtägig: Abb,km Kaffel Friedrichsolatz 7 30 vormittags. Richtung Sensenstein. Nieste. Kaffel. Weglange ea. 40 Kilometer. Ankunst gegen 12 Uhr.

~ Veranstaltungen am Sonnabend.

S t a a ts t b e a t« r 'Das Jtonjert" 19,30 ubr 7 a t":Tchneewittrhen unddie

U6r Ct6< ' 16 U8l ~ -Die Durchgänge rin". 20 ;

6 Ehestens:DtrnentragSbie" mit

Tras l a'l la. 8 ichtsvi« l«: ..Nivalen". Usa-T bester: ..Der letzte Wal^r".

Kolter: Neues Programm j.' (Selle r. Neue Künstlereinlagen.

* i * C. ISTOTTltttUÖ.