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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hesstsche Abendzeitung

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Stummer 215 >imtn*eo Sraan der Stad, «raffet Mittwoch. 14. September 1927. Amtliche- Orqan »er Stadt Kabel. 17. Zahraang

Das Reichsschulgesetz als Regiemngsprobe.

Bessere SessäNer.

Nun aber keine neue Teuerung.

ReichSfinanzminister Dr. Köhler, der vor rund drei Jahrzehnten als mittlerer Finanz- beamtet seine Beamienkarriere antrat, hat in Magdeburg seinen alten Kollegen sicher große und freudige Ueberraschungen bereitet. Noch im Juli d. Js. erklärte das Reichsstnanzmimste- rium, die bisherigen Gehaltssätze für die höhe­ren Beamten höchstens um zehn Prozent und für die unteren im Höchstfälle um zweiundzwan­zig Prozent erhöhen zu können. Jetzt soll eine Gehaltserhöhung von achtzehn bis dreiunddrei- ßig Prozent erfolgen, durchschnlltlich um fünfundzwanzig Prozent. Das gab freudig überraschte Gesichter in Magdeburg und im ganzen deutschen Reiche. In gleicher Weise wurden die Steuerzahler überrascht. Obwohl die Reform für die Beamte» und die Kriegsbeschä­digten zusammen jährlich eine Mehrausga- b e von dreihundertfünfundzwanzig Milliotten Mark bedingt, werden die Reformen doch kei­nerleineue Steuern erfordern. Die nö­tigen Summen ergeben sich aus erhöhten Steuer- eingängen, aus den Reserven des Rerchsschatzes und aus Ersparungen, die an anderen Stellen des Haushalts gemacht werden. Die Ueberra- schung und das Staunen über diese Mitteilungen des Reichsitnanzministers sind begründet.

Wenn man bedenkt, welch ungzählte Millio­nen der jetzige Finanzoerwaster aus den Haus­haltsreserven noch herausgewirtschaftet hat (Erwerbslose, Biersteuer, Beamte), so kommt man zu dem Schluß, daß die Schonung unserer Steuerguellen. wie sie sein Vorgänger Reinhold betrieb, nicht nur der Wirtschaft, sondern auch den Reichsfinanzen zugute kam. Der Reichs­finanzminister Dr. Köhler zieht aus ihr offen­kundige Vorteile. Die andere Seite des Pro­blems soll hier nur berührt werden Viele Po- litiker werden mit uns gewiß bedenklich den Kops schüteln und sich fragen, wie die Volksver­treter, die Reichstagsabgeordneten, den deutschen Reichshaushalt studierten? Heber das Etatsrecht ist in den letzten drei Jahrzehn­ten außerordentlich viel geschrieben worden. Die Erfahrungen der Steuerzahler in den letzten Monaten scheinen uns nahe zu legen, daß die deutsche Presse in den nächsten Monaten sich mit den Etatpflichten unserer Volksvertreter etwas eingehender befassen muß. Dazu scheint uns umso mehr Anlaß gegeben zu sein, als durch die neue Besoldungsreform nicht nur das Reich, sondern auch die Länder und Gemeinden stark belastet werden, da sie die Millionen aus eige­ner Kraft zu erstellen haben. Dr. Köhler lehnt nämlich ab, eine Aenderung des Finanzausglei­ches im Sinne höherer Zuweisungen von Reichs­geldern an die Länder und Gemeinden vorzu­nehmen. Es besteh, nur die Möglichkeit, bei weiterhin steigenden Erträgen der Elnkom -- men -und KörperschgftSsteuer ans die­sen Steuern höhere Uebertoeifungen vorzuneh­men. Die Aussichten darauf sind nicht allzu rosig.

Ein Problem gibt eS aber noch, das dte höchste Aufmerksamkeit aller verantwortlichen Stellen erfordert: Maßnahmen zu treffen, um eine inflationistische, d. h. in diesem Falle preisverteuernde Wirkung der ErhS- hung der Beamtengehälter zu verhindern. Be­kanntlich haben immer staatliche Maßnahmen, insbesonder Tarif- und Besoldungsfragen, die Tendenz, beispielgebend zu wirken, da andere Gruppen ähnliche Ansprüche mit dem staatlichen Vorgehen begründen. So kann eS kommen, daß eine Erhöhung der Beamtengehälter ihren Zweck verfehlt, daß zwar die Beamten eine hö­here Romlnalbezahlung erhalten, deren reale Kaufkraft aber durch die Steigerung des allge- meinen Preisniveaus nickt größer ist als vor­her, zumal die Jnlandkonjunktur seit geraumer Zeit bedenkliche Ansätze zur Preissteigerung zeigt Run hat ja Dr Köhler diesen Besorg­nissen berits auch in der Magdeburger Rede Ausdruck gegeben und es steht zu hoffen, daß sich das Reichskabinett sogleich in seinen ersten Sitzungen mit dieser überaus wichtigen Frage beschäftigen wird. Es ist die Ansicht aller Wirtschaftler, daß die Konjunktur nur durckae- halten werden kann wenn eS gelingt, ein wei­teres Steigen des bereits gestiegenen Preisni­veaus hintan,uhalten. Eine für Deutschland ge­radezu lebenswichtige Erportsteia-rung ist zum Beilviel nur möglich wenn e? gelingt, die Prei­se für deutsche Er" orrasiter weltmarktwettb- werbsfähia zu halten und sie im Gegenteil im­mer weiter ,u senken. Diesen Zweck allein ha­ben auck die Nmstellnngs- und Rationalisie­rungsmethoden unserer Industrie.

Allerdings ist die Regierung selbst durch die

Geplänkel zwischen Paris-Moskau,

Kein Abbruch, aber auch keine Antwort auf ein AreuudschatSangebot.

Paris, 13. S ptember.

Rach Meldungen aus Moskau hat der fron zöfische Botschafter Herbette eine Unterredung mit Tschitschertn gehabt über die Rakowski Affäre. Die Sowjetregierung soll sich bereit er­klärt haben, ihr Möglichstes zu tun, um den Ab - beuch der diplomatischen Beziehungen mit Frankreich zu vermeiden.

Paris, 13. September. "Eigene Drahtmel­dung.) Laut Pressenotiz soll Tschitscherin anläß­lich der Rakowski-Affäre Briand vorgeschlagen haben, wegen des Abschlusses eines Freund- schafts u. Nichteinmischungsvertra- ges zu verbandeln. Auf dieses Angebot soll noch keine Antwort erfolgt fein. Die Re­gierung habe darüber nicht beraten.

Dre Abrüstung muß kommen.

Friedenspropaganda der Sozialisten. iEigene Drahtmeroung.»

Brüssel, 13. September. Die SozialistischeJn- lernallonale nahm nach dem Bericht des Son­derausschusses für Entwaffnungsfragen und nach längerer Diskussion folgende Entschlie­ßung voii Bau er-Oesterreick an: Der sozia­listische Abrüstungsausschutz soll weiter die grundsätzlichen Fragen erörtern, besonders die der Organisierung des Heeres. In der zweiten Oktoberhälfte soll eine Propagandaagitation über das Mbrüstungsproblem organisiert wer­den. nm die öffentliche Meinung dahin zu bringen, von den Regierungen zu fordern, in möglichst kurzer Frist entscheidende Maßnahmen für die Abrüstung zu treffen und einen allgemeinen und obligatorischen Pakt anzunehmen, der die Grundsätze des Pro­tokolls wieder aufnimmt, dessen Anwendung vom Völkerbund verworfen wurde.

Otur taufend eni 'sch" So baten weniger

London, 13. September. (Gigetter Drabthe- richt). Laut Pressenotiz zieht England aus dem

Rheinland ein Jnfanteriebataillon. 700 Marrn, und etwa 300 Mann ans anderen Truppen so­wie Miluarpolizei, yelöprebiger, Krankenschwe­stern und etwa 12 Stabsoffiztere zurück.

HS» öie Koalition?

Das Reichsschulgesetz als Prüfstein

Berlin, 13. Oktober.

In unterrichteten Kreisen verlautet, daß in der Oktoberwoche die Entscheidung über das Reichsschulgejetz und damit über den Bestand der jetzigen Regierungskoalition überhaupt, sc' len wird, die ein Scheitern des Reichsschulge setzes niemals überlehen wird. Die Auffassung innerhalb der Deutschen BollSvartei ist noch keine ganz einheitliche. Tas heißt, man ist sich völlig klar darüber, daß der Keudellsche Entwurf auch kein Ideal ist. Darüber gibt es keine Mei­nungsverschiedenheit, wohl aber gehen die An- stchten über die Taktik, die jetzt einzuschlagen ist, erheblich auseinander. Wahrend man teilweise der Ansicht ist, daß die Sicherung der jetzigen Regierungskoalition auch weitgehende Konzessio­nen an das Zentrum rechtfertige, will der an­dere Flügel lieber die Koalition aufgeben, als diese'- s?es7tzer>twurf hinnehmen GS wird da­von abhängen, zu welchen Zugeständnissen sich das Zentrum seinerseits bereit erklärt. Die Deutschnietionalen dürften in ihrer Mehrheit der Vorlage zustimmen. Von Wirth und Röder ab­gesehen, bekennt sich das ganze Zentrum zum Reichsschulgesetz in seiner jetzigen Form.

Bte M'msftr Balten Rai.

Berlin, 13. September. Das Kabinett wird sich heute im wesentlichen mit laufenden Ange­legenheiten beschäftigen. Die endgülitge Be­schlußfassung über die Besoldungsvorlage wird voraussichtlich erst am Donnerstag erfolgen. Eine Aussprache über die auswärtige Politik ist noch nicht anberaumt, da noch nicht feststeht, wann Dr. Stresemann nach Berlin zurückkehrt

Erdbebendonner am Schwarzen Meer

Sebastopol und die Krimkurorle beschädigt / Wankende Häuser / Viele Tote / Bergeinstürze und neue Geoirge.

Moskau, 13. September. Gestern nacht wur­den an der Küste des Schwarzen Meeres drei heftige Erdstöße mit unterirdischem Getöse wahrgenommen. Am stärksten war das Erd­beben in Sebastopol und den umliegenden Kurorten an der Südküste der Krim. In Sebastopol stürzten mehrere Häuser ein. Fast alle Häuser der Stadt sind beschädigt. An manchen Orten dauerten die Erdstöße bis zu 40 Sekunden. Schwächer waren sie Mischen Kiew und Odessa. Die Geologen vermuten den Herd des Erdbebens im Kaukasus, wo sich noch ein geologischer Prvzeß der Gebirgs­bildung vollzieht. In Simferopol wurden drei Personen getötet und fünfundfechzig verletzt in Koretz wurden durch Einsturz einer Mauer drei Personen getötet In Jalta, wohin die Drahtverbindung unterbrochen ist, sollen

gleichfalls Menschenopfer zu beklagen fein. Im Gebirge ereigneten sich Bergeinstürze.

* * *

Gelt 4 Wochen Sroveven.

Ramangau noch immer in Angst und Schrecken.

_ _ Moskau, 13. September.

3 Ramangau im Ferghana-Gebiet. (Rusfiich entarlasien), das am 15. August von einem hef­tigen Erdbeben heimgesucht wurde, wobei einige tausend Häuser zerstört oder beschädigt und über hundert Personen getötet und verletzt wurden, dauenr die Erdstöße und Erdschwankungen noch immer an. Gestern wurden in einer halben Stunde fünfzehn Erdstöße wenn auch nicht kata- strohpaler Natur verzeichnet Die Bevölkerung fürchtet sich, in die stehe« gebliebenen Häuser zurückzukehern.

Versperrte Türen.

Aus dem Gefängnis ins Leben zurück.

Der bisher bttoritttne SSea, bett Strafetdlaffc« nett ro Arbeit und Verdienst zu tret Berten, bet

in bett wirtschaftlich «Lustigen Zeiten verbältnis- «Stzig leicht gangbar war. ist durch die Waub- lnug auf dem Arbeitsmarkt jo gut wie ver- schlaffen. Unser Mitarbeiter gibt bebet für diese menschlich rote Mel gleich bedeutsame Frage folgende Winke und Anregungen.

Man konnte früher vorbestrafte Arbeiter leicht unierbringen, da sich in allen Städten sozial« gesinnte Arbeitgeber fanden, die sich zu ihrer Einstellung bereit fanden. Schwerer war die Unterbringung vorbestrafter Angeste11 - t e r, doch war auch hier meist Hilfe möglich. ES blieb vor allem noch die Möglichkeit der S e lb st-- stä n d i gm a ch u n g, Verschaffung von Vertre­terposten, Kauf eines kleinen Ladengeschäftes und schließlich die Auswanderung. Heute ist das alles nur höchst selten möglich. Abgesehen da­von, daß die vorzeitige Unterbringung Vorbe­strafter nicht selten den Unwillen her erwerbs­los angcmeldeten Arbeitswilligen erregt ha. geht die nach dem Arbeitsnachweis geregelte V mittlung von dem voll Arbeitsfähigen aus, il welcher bei Strafentlassene häufig nicht an« gesprochen werden kann, auch lehnt der Arbeit­geber es meist ab, den ^orgischriebenen Tarif, lohn zu zahlen. Alle Vertreterposten ustv. sind infolge bei Inflation meist überbesetzt, daß sie praktisch nicht in Frage kommen und Gelder zum Kauf ober zur Einrichtung selbständigen Ladengeschäfts sind nicht zu haben. Das Aus- wandern ist den meisten ebenfalls unmöglich. Und dock muß fzstematisch geholfen werden, han­delt es sich doch dabei nicht allein um eine An­gelegenheit des Einzelnen, sondern um eine

Leistung der menschlichen Gesellschaft, die ste dem, der fein Vergehen gesühnt hat, schul­det. Me Stellen, private und öffentliche Für- sorge, Arbeitsnai^veise, Landesarbeitsämter, Wohlfahrtsämter und andere haben hierbei in engster Verbin-ung mit der Justizverwaltung, insbesondere der Strafvollzugsbehörden mitzu­arbeiten. Durch den neuzeitlichen Strafvollzug, die vorzeitigen Entlassungsmöglichkeiten bei Nachweis geordneter wirtschaftlicher Betätigung, die Aussicht aus Begnadigung bei «.Intoanbfreler Führung ist die Für- lorge für Strafentlassene nicht nur eine für die Betroffene bedeutsame wirtschaftliche Ange­legenheit geworden, sondern hat stch auch zu einer höchst bedeutenden Hilfsmaßnahme für den Strafvollzug und die Beendigung der Strafe entwickelt. Der Kern dieser Fürsorge wird und muß die Arbeitsbeschaffung durch den Arbeitsnackweis bleiben. Die Erwerbslosenun­terstützung könnte bis zu der Zeit, wo die Ver­mittlung erfolgt ist, inzwischen einspringen, allein das Gesetz verlangt, daß der Erwerbslose in den letzten zwölf Monaten mindestens drei Monate hindurch krankenversicherungspflichtig eine Beschäftigung ausgeübt hat. Dieses neue Arbeitsversicherungsgesetz verlangt sogar eine solche von sechsundzwanzig Wochen innerhalb von zwölf Monaten. Allerdings wird in die Zeit von zwölf Monaten diejenige Zeit nicht eingerechnet, während der der Arbeitslose auf behördliche Anordnung in einer Anstalt ver­wahrt wurde. Indes wird diese Vergünstigung gleich wieder durch die Bestimmung einge- schränkt, daß er auch In diesem Falle sechsund­zwanzig Wochen In den letzten zwei Jahren be­schäftigt gewesen. Das bedeutet also den grund­sätzlichen

Ausschluß aller langfristig Bestrafte«.

Am gilt Bit glltgtt Ml mitta

tteberganflSflationtn oder UebergangSheime«

doch kein Erkennungszeichen. Es soll sich jedoch

um das Wrack des 'Sir John Carling" Han- h «5 Hamburg-Fuhlsbüttel und in Frank- dein, der den Ozean in westlicher Richtung über=*f?rt M. eingerichtet wurden. Besonders die

queren wollte und verschollen blieb .

London, 13. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Das Steuer und ein Teil einer Tragflä­che eine« Flugzeuges wurde« in Rewquay (Cornwall) an Land gespült. Sie waren mit einem silbergrauen Stoff überzogen, trugen je-

greifen müssen, wie diese mit gutem Erfolg von Hedwig Mangel in Berlin, von Pastor Sey -

Nur die Trümmer derOld Glory" und Sir John Carling" aufgefischt «nd angespült.

venn sie nicht zu einer Erhöhung der Preist usgenützt wird. Man darf die gesteigerten roduktionskosten nickt durck PreiSheraussetzuno auf die Konsmnmten abwälzen, sondern durch scharf durchgefnhrte Rationalisierung sogar billigere Preise zu ermSalicken sucken. Rur f» so können die Gehaltsempfänger einen wirkst chen Nutzen ans der Erhöhung ihrer Gehälter ziehen.

solange aber die Hilfe der Arbeitsnachweise nicht fühlbar wird, wird man mehr und mehr zu

rigorose Erhöhung der Postgebüh ren nicht gerade mit autent Beispiel borgegan gen. Umso mehr muß ste ietzt sehen, der bei hängnisvollen Tendenz der allgemeinen Erhö bung deS Preisniveaus entgegenzusteuern Schon melden sich allenthalben auch neue Lohnkämpfe der Arbeiter und Angestellten an. Die Steige­rung deS Massenkonsums durch höher Gehälter kann Industrie und Handel nur jörderlich fein,

Strafentlasienen-Uebergangsheime der letztge- nannten Stadt, die zum Teil auch aus dem fla­chen Lande eingerichtet, wie ste bereits zu einem Verein für Uebcraang^beime tn Nassau gebildet' und im ganzen Gebiet Nachahmungen gefunden ba-m. b-ffs-en große Zukunstsmöglichkeiten.

Da es aber Süßerst wichtig ist. den Strafentlasse- neu dadurch vor Rückfall zu behüten, daß man ihn möglichst fofort in die Reihe der vollwertig Arbeitsuchenden stellt, sollte ihm b« Möglichkeit freiwilliger Vers ich erung gegeben fein.

Diese Heime sollen, wie eS in den Statuten beißt. h«n entlassenen Gefangenen, die keine Un­terkunft oder keine Arbeit bei der Entlgssung buben, Ausnahme und Arbeitsgelegen­heit gewähren, der Aufenthalt soll hier sechs Monate in der Regel nicht überschreiten, wäh-

Newyork, 13. September

Ein Blatt meldet, dte Trümmer derOld Glorq" seien 51,17 Grad nördlicher Breite und 39,23 Grad westlicher Länge etwa 650 Meilen östlich von Bel Island und etwa 100 Meilen nördlich von der Stelle, wo man den letzten SOS-Ruf gehört hat, gefunden worden. Die Besatzung werde vermißt.