Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Freitag, S. September 1927

Stimmt der Völkerbund für das Kriegsverbot?

Was ftrtfi dahinter? Keine ewigen Fk lköeNö-Vktträae. Blühende Sekten

Noch einmal. Die Genfer Intrigen. $5 Extraschnlen für die Kinder?

Kinder Extraschulen

Aber dir Spuren schreiten nicht

vgtünfl kger aut vrr Suche

Bormittag wird sich die Konferenz der Finanz­minister der Länder beim Reichsminister an- schlietzen. Nachdem so die Länder ihren Stand- punkt und ihre Wünsche geäußert baten, wird der Entwurf am Sonnabend das Kabinett be­schäftigen. Sonntag will bekanntlich Dr. Kähler in Magdeburg nähere Mitteilungen über Inhalt und Umfang der Besoldungsreform machen.

Die Schöpfer haben selbst mit der Revifio« gerechnet / Lloyd George finde« endlich den Mut zur Wahrheit / Revision durch den Völkerbund unvermeidlich.

Von

Dr. Paul Rohrbach.

Nach beiden Seiten, sowohl was die Vermin­derung der Truppen als auch was die Räumung überhaupt betrifft, ist die deutsche Position in Genf rechtlich und moralisch stark. Natürlich ist das für die Franzosen kein Grund, sie anzuer- kcnncn und die gebotenen Folgerungen daraus zu ziehen. Frankreich will am Rhein bleiben, und es hat dazu schon verschiedene Vorwände hcrausgesucht: militärische Sicherheit, Garantie für die deutschen Zahlungen usw. Darüber hin­aus hat eS jedoch, Im Einverständnis mit Polen und wahrscheinlich auch mit England, einen be­sonderen Schachzug präpariert, um Deutschland moralisch in Nachteile zu setzen. Die hierbei be­folgte Taktik erinnert stark an den Versuch, Deutschland bei der A u f n ah me i n d e n V ö l - kerbundsrat zu übertölpeln. Damals war es das einzig Sinngemäße, wenn Deutschland allein den Ratssitz erhielt, der ihm vorher ver- sprochei Ivar. Statt dessen tauchten unmittelbar vorher eine hinter dem Rücken Deutschlands vor­bereitete polnische und noch andere Kandidatu­ren für den Völkerbundsrat auf, mit dem Er-

bereilS im Gange, und auch die Sekten werden bei den kommenden Reichstagsverhandlungen ihre Forderungen geltend machen. ES ist den wenigsten bekannt, daß cs im Reichstage neben den Vertretern der Hauptkonfessionen auch Ab­geordnete gibt, die sich selbst als Mennoni- ten oder Alt-Lutheraner bezeichnen. Es wird zweifellos großen Geschickes bedürfen, hier ei­ne Grenze des Entgegenkommens zu finden, die den berechtigten Elternwünschen ebenso Rechnung trägt, wie dem

vroveflug fine» Ozeanriefen.

Rewyork, 8. September. (Durch Funkspruch.,

Amtliches Orqan bet Stabt ^a?el. 17, Jahrgang

Nummer 211 Amtlichem Oraan bet Stadt Kassel.

nicht zwanzig deutsche Zeitungen erreichen. Das will also schon etwas sagen, und wer jetzt mit angesehen hat, welch unabsehbare Masten in Berlin in die Vertammlunoen des amerikanischen Richters Ruther­ford geströmt sind, der kann sich der Erkennt­nis nickst verschließen, daß es gerade in der großstädtischen Bevölkerung zahllose Menschen gibt, die sich nach einer Erkenntnis sehnen, von der sie Erlösung von der Werktagsfron er­hoffen. Gerade in der Großstadt findet fast je­der Prophet Anhänger, und so gibt es in Ber- litt augenblicklich schätzungshweise an

hundert verschiedene Sekten,

I Ozean zu überqueren beabsichtigt, einen Probe- I slug mit drei Paffayieren nach Washington.

Paris, 8. September. In RirelleS sind zwei Militärflugzeuge zufammengestoßen und abge­stürzt. Ein Unteroffizier wurde getötet, ein an­derer schwer verletzt.

Sm neuer russi cher Europa-cktundflug.

Auch dieOld Glory" verloren?

Auf dem Flug von Rewyork nach Rom über dem Ozean verschollen.

tn8 Jau« in ta »eitbäftefttlle -dqeholt 1.® X Var» btt «oft monatlich 5. J Berta« und R-Üaknon Schlachlbotstrafte »K ° *? °nverlanm rtnatfanitt Bein-Sa« kann di« Re.

daktion ein« Beraniwortnno obei KewSbr Tn keinem Kalle übernehmen Rück- M»"* »»er wetten etwa,«er nickn urtinnnaStnafttaei

wefemna fft anNnetchtnften «ofttcheckkantn 'Srnnffurt am Main Nummer RSSO

Rewyork, 8. September. (Durch Fnnkspruch.) Das Flugzeug Roval Windsor ist in Harbour- Grace Neufundland angekommen und wird be­reits in den nächsten Tagen den Flug nach England fortsetzen.

Recht der Jugend

auf die verfassungsmäßig zugesicherte Bildungs­möglichkeit. Gewiß können die Eltern verlan- gen, daß ihre Kinder in ihrem Sinne erzogen iverden. Sie dürfen aber nicht in religiösem Uebereifer Unmündtge und Urteilslose von vornherein in eine Sonderstellung hineinzwin» gen. Der Staat muß für sich in Anspruch neh- men, daß die gesamte Jugend durch geregelten Schulunterricht ein festes W i s fr n s f u n d a- ment erhält, das sie in die Lage versetzt, selbst zu prüfen imd zu urteilen. Diese lieber- lcgung zeigt, wie weit man den Wünschen der

St. Johns (Neufundland), 8. September. (Funkdienst.) Die Piloten des Flugzeuges »Rohal Windsor- wollen heute nach England starten, um die .Old Glory*, deren Route sie

Hollands Dorstotz als grieöenstoflrter

Genf, 8. September. (Eigener Drahtbericht.) aber Völkerbundversammlung brachte kiirz-

Hollands Vertreter, Beelaers van Blokland, 'olgende Resolution ein: Der Völkerbund ist der Ansicht, daß es wünschenswert ist, die Prin­zipien nach denen das Genfer Protokoll vom Jahre 1924 über die friedliche Regelung von Streitfällen zustande kam, einer neuen Prüfung zu unterziehen. Ferner ist die Versamm-

?-2S,-<n<oet!e: Stnbettmfd?« SefdXManietgen Stile 2U A auswärtige Geschäfts, anatigen stelle 80 A »atmitenana. steile 80 A M «na. aus

kl Ana. stelle 80 ^ Reklamen stelle 7s A. Cffertgebübr 20 J ibe? stuf' SS eiferten 60 A ftted>nun«6beträge tnnerb. s Tagen zahlbar, ftftr die Richtig, kttt aller durch «rnlorecher anfgeaebenen Anzeigen iotvie für Aufnahmedaten kann nicht garantiert werden Äür Anzeigen mit besonders schwie- L8«? 'M Prozent Nnfschlag. Druckerei: Schlachrtiofstrafte 28/80. Geschäfts, neue: Kölnische Strafte 6 aeaenftber der Soohrftrafte tzernivreiber 951 und 952.

einzurichtcn, in denen der ganze Unterrichtim Geist des Bekenntnisses", also hier im Geist des Mennonitenturns, der Antivivisektion oder Bap- tistengemeinde zu erteilen wäre. Der preußische Landtag wird sich bereits demnächst sehr einge­hend mit dieser Frage beschäftigen und voraus­sichtlich den Sekten dieses Recht zugestehen, wenn sie nach Zahl und Art die Gewähr der Dauer bieten. Man srebt aber, wie außerordent­lich wichtig vor allem auch in dieser Hinsicht die Definition des Begriffes »geordneter Schulde- trieb* ist, mit dem im Reichsschulgesetz andau­ernd operiert wird. Allen, denen daran liegt, unferm Volk sein heutiges Bildungsniveau zu erhalten, milff en verhindern, daß durch eine fal- sche Auslegung die Errichtung vonZwergschu-

Berlin, 8. September.

Heute vormittag haben die angekündigten Be­sprechungen de« Reichsfinanzministers Dr. Köh­ler mit den Leamtenvertretern begonnen. (Skehe auch Depeschen 2. Seite). Damit werden die Verhandlungen über die Besoldungsreform in ihr akutes Stadium übergeleitet. Am morgigen

Wahre und falsche Provbete«. Wie immer nach schwere« «riese«. Sekte «nd Prelle. Starker Zulauf i« Berti». Wie stellt sich das Schulgesetz dazu? Zwergschule« überflüssig. Wie weit dürfen Staat und Elter« gebe«?

Berlin, 5. September.

Für religiöse Schwarmgeister war nach dem Krieg gute Zeit. Die Menschen, an alleist ver­zweifelnd, was ihnen bisher unantastbar gewe­sen war, folgten zu Hunderttausenden neuen Propheten, die neue Bahnen weisen wollten. Tas war die Zeit, da die Häußer-Bewe- gung sich ausdehnte und spiritistische Bestte- düngen gerade in den besten Kreisen zahllose Anhänger fanden. Die zunehmende Konsolidie- rung der politischen und wirtschaftlichen Ver- haltmsse hat sich natürlich auch hier durch einen Stillstand und vielfach auch durch einen Rück­schlag bemerlbar gemacht. Trotzdem aber würde man es allaemein kaum für möglich halten, eine wie starke Verbreitung auch heute noch mehrere religiöse Sekten hoben. Eine dieser Gemeinden gibt beispielsweise eine Monatsschrift heraus, die in 125 000 Exemplaren verlegt wird eine Auflage, wie sie noch

Der französische Fliegerhauptmann Fonck unter- nahm heute mit seinem RiesenflugzeugSt- _______ _____ .

korski", mit dem er im Laufe dieses Monats den kennen zu suchen

Königsberg, 8. Septemter. (Privattele- graurm.) Ganz unerwartet ttaf heute morgen, einen^neuen °Rundflug °über"' WienPragParisBerlin Kopenhagen- StockholmRövalLeningrad und Moskau in vier bis fünf Tagen unternehmen will.

Mit dieser Idee hängt offenbar auch das Ausscheiden Lord bett Ceeils aus dem eng­lischen Kabinett vor einigen Wochen zusammen. Lord Robert Cecil ist weder ein Freund Polens noch der krummen Wege der französischen Poli- tik, die darauf hinführen, die Abrüstung zu ver­meiden und den Poincarismus und Fochismus zum Schaden der Befriedung Europas aufrecht- zuerbalten. Man sieht jetzt schon deuüich, wie die Karten gemischt sind, und daß England, wo anfangs natürlich alles überrascht tat, in W i rk- lichkeitmitvon der Partie isi wenig­stens bis zu einem gewiffen Grade. Im Juni soll die polnische Regierung in Paris ein Me­morandum unterbreitet haben, worin sie emp­fahl, die Rheinlandsrage zu benutzen, um analog dem Rheinpakt von Locarno Deutschland einen Weichselpakt abzuzwingen. So gefaßt, würde die Nachricht bedeuten, daß wenn Deutschland aus den Weichselpakt einginge, das Rhein­land befreit werden könnte. Nichts ist weniger wahrscheinlich, als daß damit auch im französi­schen Sinn die Besatzungsfrage erledigt wäre. Den Franzosen und letzten Endes auch den Po­len ist es viel lieber, wenn sie Deutschland in Genf wegen AngriffSabstchten verdächtigen können, als toenn sie die deutsche Unterschrift unter eine Weichselgarantie erhalten.

Chamberlain scheint zwar Vorderband mit gut geheuchelter Entrüstung zu dem Intrigenspiel nicht seine Hand reichen zu wollen, aber auch er wird bald gewonnen und bereit sein, der auch von Briand aufgenommenen Anregung Polens ,in abgeschwöchter Form* eine Unterstützung zu gewähren. Viel mehr brauchen sich Polen und Franzosen nicht zu wünschen. Entweder läßt sich die d-1'tfche Reni-rung dazu bereden, einem abgeschwächten* Ost-Locarno zuzustimmen dann legt man nachträglich dasselbe als das g'nze Ost-Locarno aus und gibt Deutschland nichts für fein Zugeständnis ober die deut­schen Vertreter saaen nein, und dann kann man 1 sie bii'en schlechten 33 ilens denunzieren. Chamberlain, so heißt es, will Deutschland sogar selbst einkleines* ungefährliches Ost-Locarno Vorschlägen! Die englische liberale Presse prote- < stiert dagegen, weil Großbritannienkeine Bürg- schäften für die unsicheren Grenzen in Osteuropa 1 übernehmen dürfe!* Schon daraus sieht man, 1 wie auch dasfleine* Format im Sinn seiner ' Urheber gemeint wäre. i

Rewyork, 8. September.

Die Dampfer Carmania, (Kalifornien und Lapland funken, daß sie keine Spur von dem ?lugzengOld Glory" aufgefunden und des- alb ihre Nachforschungen eingestellt habcm (S. a. L Beilage 4. Spalte.)

lung der Meinung, daß den Arbeiten der Ab- rüstungskommisston ein neuer Antrieb gegeben werden muß Daher sollen die zuständigen Kommissionen die Grundsätze des Genfer Pro­tokolls und die Auswirkungen auf die Arbeiten der vorbereitenden Abrüstungskommission einer neuen Prüfung unterziehen. Der Hollän­der erntete Zustimmung. Die Franzosen, Polen, Rumänen und Tschechen klatschten lärmend Beifall, denn sie leben ja von den in dem Gen­fer Protokoll niedergelegten Prinzipien.

London, 8. September. In einem Schreiben Lloyd Georges an den ungarischen Korrespon­denten Boeldiak, das ein Blattein Staats- dokument von äußerster Bedeutung" nennt, heißt es, die britische Oeffentlichkeit erkennt voll an, daß weder das ungarische Volk noch sein Premierminister für die Katastrophe des Jahre« 1914 verantwortlich waren. Die Urheber aller Verträge von 1919,20 hatten niemals für diese einen solchen Grad der Vollkom­menheit beansprucht, daß sie sie für unab­änderlich annähmen. Wir alle faßten durch­aus die Möglichkeit ins Auge, daß gewisse Klau­seln und Bestimmungen der Verträge einer Er­örterung, einem Rechtsspruch und einer mög­lichen Revision vonseiten des großen Völ­kerbund-Tribunals unterworfen werden können.

* * *

2Ingr ffsfriea verboten?

Polen spielt sich als Abrüstungsapvstel auf.

London, 8. September.

Rach einem Telegramm des Außenministers Pertinax aus Gens ist folgendes der Wortlaut des polnischen Vorschlages: Die Versammlung nimmt zu Protokoll, daß Krieg niemals als ein Mittel zur Regelung von Konflikten zwischen Staaten gebraucht werden darf und daß infolge­dessen ein Angriffskrieg ein internatio­nales Verbrechen bedeutet. Ein feierlicher Ver­zicht auf jeden Angriffskrieg würde eine At­mosphäre allgemeinen Vertrauens schaffen, die den Fortschritt der Abrüstungsarbeit begünstigt. Die Versammlung erklärt daher: 1. In irgend­einer Weise zum Krieg zu greifen zwecks Rege­lung internationaler Konflikte ist verboten. 2. Alle Konflikte zwisckjen Staaten, welcher Art sie auch sein mögen, können nur durch fried­liche Mittel geregelt werden. Die Mitglieder des Völkerbundes sollen sich daher in ihren jegenseitigen Beziehungen nach diesen Grund- atzen richten.

a Die Beamten fast am Ziel.

Aussprach« Dr. Köhlers mit den Vertretern, Finanzministet n und im Kabinett.

die zum Teil eine beträchtliche Stärke erreicht haben. Selbstverständlich wird kein Mensch da. ran denken, sich in diese Angelegenheiten, die le­bet Einzelne mit sich abzumachen hat, hincin- zumischen. Die Sache hat aber doch eine andere Seite, an der die Oeffentlichkeit nicht vorüber« gehen kann. All die Mitglieder dieser Sekten wittern nämlich seit der Veröffentlichung des Reichsschulgesetzes Morgenluft. Bekanntlich sieht die Regierungsvorlage vor, daß alle Eltern ihre Kinder int Geist ihres Bekenntnisses erziehen lassen können. Daraus werden die Mitglieder der Sekten für sich das Recht ablei- ten, auch für ihre

gebnis, daß zunächst alleS in Verwirrung geriet und der Eintritt Deutschlands vertagt wurde. Diesmal hat man eine andere Bombe präpariert. Polen sollte mitten während der Tagung mit einem Antrag auf allgemeineNon-Aggressions* (Nicht-Angriffs) Verpflichtung hervortre­ten. Darunter war eine Formel verstanden, die inhaltlich nicht nur daS Nichtangreifenwollen enthielt, sondern, darin eingewickelt, auch eine Garant ieverpslich tu ng Deutschlands für seine Ostgrenze, eben das sogenannteOst-Lo- carno*! Diese Schlinge wollte man Deutschland unversehens über den Kops werfen, und wenn sie festsatz und Deutschland sich wehrte, so sollte es heißen: Nun sieht doch jedermann, daß die Deutschen mit Angrisssgedanken umgehen, wie sollte es da möglich fein, die Truppen vom Rhein fortzunebmen, oder sie auch nur fühlbar zu ver­mindern!

H m» TlhUmmunfl unv . . Tlinad'ne.

Gens, 8. September. (Eigene Drahtmeldung.) Der polnische Antrag wird heute voraussichtlich von mindestens vier Mächten gemeinsam eingc- bracht. Die Annahme und Verwirklichung die­ser Entschließung wird sofort durch Abstimmung im Plenum erledigt. Dadurch soll der unbe­dingte Wille zum Frieden und die Verwerfung jedes Angriffskrieges bekundet werden.

* * *

Sin Der änöigtr Franzose

Laßt die Generäle ans dem Spiel!

Paris, 8. September.

Ein Dfilitärsachverftändiger bezeichnet taS Gutachten des Generals Guilleaumat über die Fortdauer der Besatzung als einen Schlag ins Wasser. Die Rhetnlandbesatznng sei nur als Garantie für die Durchführung des Da- weSabkommens gedacht, gerade wie seiner Zeit die Besetzung der Ruhr. Es sei darum vollständig falsch wenn bei jeder Herab­setzung der Besatzungsstä'rke die Anstchten ver Militärsachverständigen eingeholt würden.

* * *

Voten» Anitog geht dv'ch?

Zürich, 8. September. (Eigene Drahtmeldung.) Nach Meldungen aus Gens tagten die Delega­tionen bis nach Mitternacht. Mgemein erwar­tet man heute einen Masseneintritt der Staaten für den neun Antikriegs-Vorschlag.

Handeln ne seldft danach?

Rotterdam, 8. September. (Eigener Draht­bericht.) Ein Londoner Blatt schreibt zu den Anttägen im Völkerbund:Jeder Krieg ist und bleibt verboten*, daß der Antrag eine schöne Friedensdemonstration sei, aber nichts weiter. Er knöne weder den Krieg in Ostasien noch den Krieg Nordamerikas um Nicaragua auch nur um einen Tag verkürzen.