Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 210 -Amtliche- Organ der Stad« Kassel. Donnerstag, 8. September 1927. Amtliches Organ der Stobt Lasset. 17 Jahrelang

Di« Safi eiet Weueften Nachrlchten erscheinen wöchentlich wchsmal nachmlitaaS Der ä6onnementst>rti8 betragt für den Monat L- X bei tretet Sttfttifend

V1 kr ®eftbäft8R«ne abgebolt 1.80 X Durch die «oft monatlich 2. X

<&'und Redaktion Tchlachtbontrabe 28,W ^erniorechet 951 und 962 ftüt unverlangt etugetandte Beiträge kann di« Re. öaktion du« Bemntwortuna oder Gewähr ht keinem frafte übernehmen Rück- ?»dE»qelde« oder «ntvrüche wegen etwaiger nicht orbnnngdmähiget «fefenttte tft »uSaetchtvften Vvftkchetkkonw ^rnnfhtrt am Main Nummer 8880

aneetflenpret e: Llndeimtsche GeichaiiSanxtgen Zeile 20 A auswärtige SelchättS. aneetgen toll« 20 A bamti entnj. Zeitz 20 A Äl Änz. aus Kassel h. Wort 4 A. auitBtl An,. Zeile 20 A Reklamen Zeile 75 A Orfertgebübt 20 A (bet Zus. her Offenen 50 A Rechnungsbeträge tnnerb. ft Tagen Mblbar Ättt die Richtig, "tt aller durch »ernfvrecher ausgegebenen Anzeigen ivwie Hit Aufnabmedaten ttt» Matze kann ntcht garantier' werden früt Anzeigen mit besonders Ichwte. rtgem Satz 100 «rownt Aufschlag. Druckerei: Lchsachtbofftrake 28/80. Geschäfts, ftellet Sdlnifche Strafte ' aeaenüder der Soofirftrafte ^ernforetfier 951 und 952.

Das entschleierte Sst-Locarvo-Geheimms.

Sie «affen ffcy mit allem Seit.

Rotterdam, 7. September. (Eigener Draht- tdrt.). Nach Meldungen aus Genf, zeigt

einen

festgestellt, daß zwischen Deutschland und Litau­en 28 Disfernzpunkte bestehen.

Berlin, 7. September.

Weil Reichssinanzminister Dr. Köhler noch vor seiner Rede in Magdeburg über die Besol­dungsreform am 11. September eine Rücksprache mit dem Kabinett nehmen wollte, ist für Sonn­abend eine Kabinettssitzung anberaumt worden. Ob in derselben bereits außenpolitische Fragen erörtett werden, wird von der Entwicklung in Genf abhängen. Außenminister Dr. Stresemann wird aus Genf zurückerwartet

einer Krise zu. Die chinesichen Behörden ig­norieren die schärfsten Proteste Tokios.

drückte mir eine die Hand, hier und da tätschelte ich ein Kind Aus meine -frage an die Schwester, ob Master oder sonst etwas fehle, bekam ich zur Antwort daß man vielleicht etwas Master gebrauchen könnte Auf mein Veranlassen wurden dann auch etliche Ka­meraden aeschickt. um Wasser zu holen Leicht gefallen ist es denen nicht, in stockdunkler Nacht, wo alles zerschossen ist, zu suchen. Den Frauen

Genf, 7. September. Zur Abrüstungsfrage erklärte Chamberlain Pressevertretern: England

* * * lleberflM K und sedSd Mt Selbst für Chamberlain ist der Patt Wahnstnn.

London, 7. September.

Auf Anfragen britischer Pressevertreter über den polnischen Ostlocarno-Antrag äußert sich Chamberlain: Ich kann mir nicht vorstellen, welche weitere Sicherheit durch irgendein neues Abkommen nach den bereits bestehenden Zusa­gen über Richtangriffe im Osten wie im Westen noch gegeben werden kann und bin der An­sicht, daß es der Gipfel der Unklugheit sein würde, den Anschein -u erwecken, als ob man die Stärke der Sicherheiten unterschätzt, die wir bereits besitzen, indem man neue schafft, die im wesentlichen nichts hinzufügen und tatsächlich die anderen beeinträchtigen würden.

* * *

<2in pslnli^es Tdema,

Wie Chamberlain die Abrüstungsblößen deckt.

Ehlnesen gegen Japaner.

Bor einer Krise in der Mandschurei.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 7. September

Ein Blatt berichtet aus Tokio, daß die anti- japanische Bewegung in der Mandschurei wächst In M u k d e n zertrümmerten etwa fünfund -.wanzigtansend Menschen bei einer Knndg'bung die Scheiben der favanifchen Läden. In der 'üblichen Zone sind olle Hochschulen, die von Ja- van für chinesische Studenten unterhalten wer­den, geschloffen worden. Die Lage strebe rasch

den Türspalt eine Klosterschwester, die konnte schließlich nicht so schlecht von uns denken. Ich rief sie deshalb mit meinem ganzen französisch, was ich noch kannte, an: .Madame", "anz leise, dann nochmal etwas lauter. Sie hört es. warnt die Frauen zur Ruhe und tritt heraus Sie war auch keinessalts er- schreckt, als sie einen Deutschen sieht: viel­mehr sprach sie mich in einem guten Deutsch an, und zwar war ihr erstes ,1870 hatten die Deut- lchen viel größere Pickelhauben. Sie haben eine Mütze' leS war aber mein Tschako mit Schweif). Nachdem ich mich erkundigt, was darin los sei, sagte sie mir. daß e8 geflüchtete Frauen a«? der Stadt wären, ich könnte ruhig mal rein­kommen. Ich bitte die Schwester, ihre Leidens­gefährten aufmerksam zu machen, daß ein beut* (»er Soldat draußen stebe und gern etwas 'ür sie tun wolle, wenn es ihm möglich ist Und in einer weiteren Minute stand ich '"st mitten unter etwa zweihundert Frauen und Kindern. Keine war ängstlich Hier und da

Sie Weitssleger durchqueren Indien.

Kalkutta, 7. September. Das Flugzeug ,Swlz von Detroit' ist auf seinem Wellfluge nach Rangoon abgeflogen.

nisti scheu Dünkels dieser kleinenSieger' nicht tounbentebmen. In Deutschland hat man die­sem englischen Zeitungskamps die größte Beach­tung zu schenken. Denn es läßt sich logischer« weise nickt abstreiten, daß alles, was Lord Ro- thermere gegen den Wahnsinn des Vertrages von Trianon anführt, sich auch aus das Unrecht und die Sinnlostikeit des Versailler Ver­trages ableiten läßt. Beklagt der Engländer das Schicksal der ihres Selbstbestimmungsrechtes beraubten Ungarn so beklagt er auch das LoS der aus ihrem Mutterland herausgerissenen Deutschen. Das eine Unrecht kommt dem an-

belgischen Franktireukrieg keinerlei Eüe. Die Belgier haben für heute Abend eine Bespre­chung angekündigt, eine Beschlußfassung liegt noch nicht vor.

Litauen unbelehrbar

Berlin, 7. September (Privattelegramm.) Ein Blatt meldet aus Gens: Die Unterredung zwischen Stresemann und Woldemaras wurde nach einstündiger Tauer abgebrochen. Es wurde

deren gleich. Das wird sich die Weltösientlichkeit sagen müssen. Damit wären wir schon Schritt vorwärtsgekommen.

Paris, 7. September

Nach einem Genfer Berichterstatter stellt die Präambel des polnischen Antrags zunächst fest, daß daö größte Sicherheits-Hindernis die Fra­ge der Sanktionen und der Definierung des Angreifers im Falle eines Angriffs sei. Diese Situation sei verschärft worden durch die Wi- verstände, aus die die Einführung des obligato­rischen Schiedsgerichtsverfahrens stoße. Als Abhilfe habe der Völkerbund am 25 September 1926 die Verstärkung und Bervielfältigung der Schiedsgerichtsabkommen anempfohlen Es ge- nüge jetzt, dieser Entschließung eine formelle Berutteitung jedes Angriffs hinznzufügen und so die Lücke des Völkerbundsstatuts anSzukül- ein. Es sei schwierig, die Lv' arno-Garantien zu verallgemeinern, aber man könne die Grund­lagen des Schiedsgerichtsverfahrens und den Bereich der Rnwendnng des Pattes erweitern. (Jedem Scharfblickenden ist es natürlich klar, daß Polen nicht etwa den Angriff seines wehrlosen Nachbarn abwehren, sondern die Anfrollung der Grenzrevision im Osten vereiteln und nur den Wahnstnn des polnischen Korridors «sw. für ewige Zeiten garantiert haben will. (D. Red.)

Welche Beweggründe bewogen Lord Rother- mere, sich einer Sache anzunehmen, an der fein Land nicht unmitelbar beteiligt ist? Vermutlich die Erkenntnis, daß England nicht ganz frei von Schuld an dem Werden des Unrechts an Ungarn anzusprechen ist. Als damals die Sieger am grünen Tisch zusammensaßen, um dieBeule zu verteilen', gelang es der emsigen Geschäftigkeit der Balkan-Vertreter, die Weltmächte, tnsbeson- dere England, davon zu überzeugen, daß der Friede EurovaS nur durch die Zerstückelung Un­garns gewährleistet werden könnte. Ungarns Schuld' am Weltkrieg und seine beanstandete Minderheitenpolitik mußten dafür herhaljen, daß nahezu zwei Drittel seines Besitztums un­ter Rumänien und die österreichischen Erbfolge­staaten berteilt wurden. Nahezu vier Millionen Ungarn fielen unter Fremdherrschaft.

Die Zeit nach dem Kriegsende hat manches Lügenmärchen aufgedeckt. Aktenpublikationen haben erwiesen, daß die ungarische Regierung unter ihrem Ministerpräsidenten Graf Tisza mit zähester Energie bis unmittelbar ht die ersten Augufttage des Jahres 1914 hinein gegen eine Kriegserklärung an Serbien sich gesträubt hat. Die Hilferufe derbefreiten' ungarischen Min­derheiten aus der Tschechoftowakei. Iugaslawien und Rumänien sorgten für ihr Teil dazu, Eng­land von dem Unrecht zu überzeugen, das durch den Friedensvertrag von Trianon dem ungari­schen Selbstbestimmungsrecht zugefügt wurde. Mit erfreulicher Energie ging Lord Rothermere darauf aus, auf friedlichem Wege die Nachbar­völker Ungarns zu bewegen, in eine Revision des Friedensvertrages von Trianon einzuwilli-

(jedenfalls ihren Frauen!) in einer Felsen­höhle mit auf uns geziehlten Gewehren la­gen, waren erledigt. Nur diese drei Frauen, die man erst forlgeführt, hatte, waren noch a_m Leben Die Männer hatte die gerechte Strafe getroffen. Eigentlich waren auch biefe Frauen Franktireurs, aber was tut man mit einem Weib? Wenn sie nicht durch Krankheit gestorben sind, müssen sie heute noch leben und und könnten biefe letzten Zeilen hier bestätigen. Es war Nacht geworden. In aller Stille fuch- ten wir eine Lagerstätte. Da erblickte ich die Umrisse einer größeren Feldscheune, und da schon der Befehl gegeben war, im Freien zu schlafen, dachte ich, es wäre doch besser, man hat ein Dach über dem Kopf. Ich schleiche mich un­bemerkt weg von der Kompagnie, und als ich der Scheune näher komme, bemerkte ich sogar ein Licht. Bald höre ich auch Stimmen ,es waren Frauenstimmen. Gan, leise schleiche ich heran lag mir doch viel daran, die Frauen nicht zu erschrecken, denn die hatten wahrschein- lich noch keinen so gefürchteten .Frauen- und Kindererstecher' gesehen. Rach längerem Hor­chen und Schauen erblicke ich durch den

gen. Daß eine solche .Zumutung' in Bukarest, bericht.) Nach ________......

Prag und Belgrad einen Sturm der Entrüstung Briand in der Frage einer Enogueie über den auslöste, hinter der nur Angst und schon jetzt Unbehagen stehen, darf in Anbettacht des chauvi-

würde die in Washington vereinbarten Be­schränkungen gern auch auf die nicht von die- fern Abkommen berührten Schiffsklaffen ausge­dehnt sehen. Der letzte Genfer Mißerfolg wird wenigstens zwischen den beteiligten Nationen ein besseres Verständnis ihrer gegenfeitigen Be dürfniffe schaffen Sie könnten sagen, daß sie letzt einer Vereinbarung näher seien, als vor der Konferenz. Chamberlain fügte hinzu: Ich bin stets mit Lord Cecil der Ansicht gewesen, daß ein Fortschritt nur langsam fein kann. D»e erste große Konferenz könnte nicht vollstän- btge Plane zustandebringen, aber, wenn es vor­wärts gegangen ist, müssen wir zufrieden fein. Es werden noch viele Konferenzen statt- sinden, bevor wir das erwünschte Maß von Ab­rüstung erzielen Moralische Abrüstung ist dabet die Quinteffenz. Laßt uns klar darüber sein, was wir wollen, bevor wir darauf be­stehen. etwas zu tun!

Wie sich Indien zetsseifcht.

Panik in Rapgur. 15 Tote. Alles liegt still.

(Eigener Drahrberich'.)

- London. 77. September.

den Zusammenstößen in Ragpur, in der indischen Zentralprovinz, die infolge eines Kon slrktts zwischen Hindus und Mohammedanern während eines Leichenzuges entstanden find, herrscht Panit und das Geschäftsleben steht Ankunft eines Sonderzuges mit britischen Truppen dauern die Zusammenstöße an. Biele Mohammedaner haben ihre Fami- "P "trggeschickt Die Verluste betragen setzt über hundert Verletzte und fünfzehn Tote Tas Watitär stellte Maschinengewehre auf In über zweihundert Fällen wurden Passanten angegrif, fen. Seit Sonnabend find alle Fabriken Schu- len und Läden geschloffen. Tie Lage bessere sich.

Jtoflnen im »ohitttben tStflkuHkn

aöarftfftni, 7. September. (Eigener Drahtbe- rtcht.) Amtltch wird zur V-rlage eines Richt- angnffSpatts in Genf mitgeteilt, daß dieser eine Erweiterung der Bölkerbundsfatzungen dar­stelle, die aus den internationalen Beziehun­gen einen Krieg nicht vollkommen ausschlöffen. « « allgemeinen Nichtangriffspakt könnten E Mitglieder des Völkerbundes »«treten, allenfalls auch Staaten, die nicht zum Völker­bund gehören, Es sei flar, daß ein solcher Pakt gegen niemanden gerichtet sein würde, «egenfeitigen Vertrau- ens zwischen den Völkern, die Vermehrung der Sfes» Sicherheit und die chäung der Bölberbundaattorttät zum Zwecke hätte.

Denrrte" volenpof ou llen.

Marienwerder, 7. September. Wie die Weichselzeitung" meldet, überschritt kürzlich in ber Gegend von Garnsee eine polnische P a - »rou111e in der Stärke von sieben tzis acht Mann nachts die Grenze. Der Führer der Pa­trouille glaubte, sich noch aus polnischem Boden zu befinden. Die Patrouille gehört einer größe­ren Abteilung an, die im Graudenzer Gebürt an Manöver" teilnimmt. Die Bevölkerung von Westpreußen ist infolge der Häufigkeit der Grenzverletzungen sehr erregt

Mitm ttn WM m m.

Der Finanzminister gibt am Sonntag in Magdeburg Auskunft.

Es gilt auch uns.

Revisionssignale aus England.

Ueber die Gründe die Polen heute für fein Lstlocarno-Angebot ins Feld führt, wird jeder Verständige lächeln müssen. Deutschland ist sich seiner Wehrlosigkeit und Ohnmacht bewußt. Es kann und darf daher nicht an den Versuch den­ken, durch Wassengewalt das wiederherzustellen, was das Selbstbestimmungsrecht und die natio­nale Einheit des deutschen Volkes bedingt. Wenn das deutsche Volk ohne Unterschied der Parteien für eine Revision der Friedensverträge ein- tritt, so geschieht dies nur in der Hofsnung, daß auch aus einem friedlichen Wege die Diktatoren der Friedensverttäge von der Notwendigkeit überzeugt werden könnten. Diktate zu anullieren, die nicht nur Deutschlands Zukunft, sondern auch die Europas im höchsten Maße gefährden. Man sage nicht, daß diese deutschen Bestrebungen so ganz ohne Widerhall in der Welt unserer ehe­maligen Feinde geblieben sind. Wer sich über das Fortschreiten der Revistonsidee unterrichten will, der verfolge einmal den Preffekamps, den set einigen Monaten der Londoner Zeitungsge­waltige, Lord Rothermere, in seinen Or­ganen gegen das Verbrechen des Trianoner Friedensvertrages eingeleitet hat. Ebenso wie es verfehlt wäre, die Aktion Lord Rothermeres zu überschätzen, ebenso verfehlt wäre es, ihr jede Bedeutung abzusprechen. Die Zeitungen dieses englischen Zeitungskönigs erscheinen täglich in über zwei Millionen Exemplaren. Durch seine Verbindungen mit amerikanischen Pressekonzer­nen hat es Lord Rothermere duchgesetzt, daß seine Kampfartikel gegen Trianon in über sieb- 3 i 3 amerikanischen Zeitungen erschei­nen. Die Ausdehnung, die dieser Engländer sei­ner Campagne zu geben vermag, bürgt daher auch für eine Wirkung, die nicht zu unter­schätzen ist.

D°thanung und Drang altetung

Kattuwitz, 7. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Bei der Kattowitzer Buchhandlung und Berlagsgefellschaft wurden von der Polizei den ganzen Tag über Revisionen vorgenommen. Ueber deren Zweck und Anlaß ist nichts bekannt Auch bte Wohnung des Direktors wurde durch­sucht. Ein Baumeister aus Gleiwitz, ein Buch­halter und ein Chasseur wurden ohne Angabe von Gründen verhaftet.

2Barentoir23arbaren?

Die Wahrheit über Dinant.

Belgien bat »war bi« UMerfnchuag der Frank­tireurfrage io aut wie abgelehut. Nichts defto- weniger wird die Welt allmäblich eiufebeu, wie «s um die belgischen Grenelmärchen von der Niedermetzelung belgifcher Frauen nnb Kinder bestellt ist. wenn fit die folgenden rührenden Be­richte eines dentfchen Mitkämpfers leie».

Den ganzen Tag über wütete der Kamps herüber und hinüber; wir sahen darin nichts Besonderes, bis uns eine andere Meldung auf» horchen ließ. Kam da ein Pionier-Unteroffizier und meldete, daß soeben ein zwölf bis vierzehn Jahre altes Mädchen ich betone nochmals: Mädchen' einen Major erschaffen habe. Was machen? Einwehrloses' Weib', unverständig'. Jedenfalls ist ihr kein Haar gekrümmt worden; auch es wurde aus der Stadt herausgeführi, erschossen oder garersto­chen' ist sie nicht worden. Dann hätte man eS an Ort and Stelle tun können; man hat viel­mehr dieses Mädchen nach hinten in Sicherheit gebracht. Gegen vier Uhr bekamen wir (zwölfte Kompagnie Schützen 108) den Befehl, Punkt fünf Uhr in die brennende Stadt einzubringen, bis zur M a a s b r ü d e vorzugehen unb selbige gegen Sprengungen zu schützen Dies war ein schwerer Gang. Da Dinant im Tale liegt unb die brennenben Häuser eins nach bem. anbern einstürzten, war es uns unmöglich, bis zur Maas vorzudringen. In der Gegend bes Markt­platzes war bie einzige Zugangsstraße teils von Barrikaden, teils von Trümmern derart ver­sperrt, daß wir schließlich unseren Weg an den steilen Abhängen unterhalb des Forts nehmen mußten. Im Gänsemarsch mit nassen Tüchern vor dem Mund (der Qualm setzte sich an diesen Felsen fest), ging es langsam vorwärts. Plötz­lich ein Stocken!Was ist's?' geht es von Mund zu Mund.Franktireurs' kommt zur Antwort. Es hatte sich bald erledigt. Drer Schuß aus einmal und die

drei Franktireurs, welche mit drei Frauen

ie Polen uns fangen will.

Lockspeisen für ein Oj.ioearno / Sie wollennur" den Rheinpakt auf den Oste« übertragen / Sie reden vonAngriff" und meinenGarantien".