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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

Rümmer 208 Amtliches Organ der Stadl Kafiel. Dienstag, 6. September 1927. Amtliche» Organ der Stadt «kastel. 17. Jahrgang

Gtresemann zum Ost-Locarno gedrängt.

Getrübte Freundschaft zwischen Varis und Moskau / Amerikanerörama bei Dresden

Sin böser Anfang.

Franktireure und Ostlocarno in Genf

Belgiens Außenminister hat zwischendurch von Genf nochmal einen kleinen Rutsch nach Brüssel machen müssen Was war vorgesallen? Das belgische Kabinett war dem schweren poli­tischen Druck, den Poincarö aus es ausübte, aus­gewichen und hatte die Friedenspolitik seines Außenministers verworfen. Der Vorschlag zu einer neutralen Untersuchung über die Fragen der belgischen Neutralität, der Franktireure, und der Deportationen war von Belgien ausge- gangen. Die deutsche Reichsregierung hatte ihn sofort angenommen. Aber Frankreich wünschte keinerlei unparteiisch« Untersuchung, da es be­fürchtete, daß diesem ersten Schritt weitere fol­gen würden, die geeignet wären, die Funda­ment« des ganzen Versailler Vertrages zu er­schüttern. Die belgische Regierung schwenkte auf die Winke, die namens der französischen Regie­rung der Brüsseler Botschafter Herbette gab, ein und fiel um. Normalerweise hätte dieser Um­fall, der ein« glatte Desavouierung des Außenministers Vandervelde darstellt, zum Rück­tritt Vanderveldes und einer belgischen K a - binettskrisis führen müssen. Das ist nicht geschehen. Dem Ansehen des belgischen Außen­ministers. der gegen seine inner« Ueberzeuguna schon die bekannten Erklärungen des belgischen Kriegsministers be Broquille verfechten mutzte, ikt dies gewiß nicht zuträglich. Er kehrt mit aeschwächtem internationalem Ansehen und a?- brochenem politischen Rückgrat nach Genf zurück und eine Verstimmung zwischen Dr. Stresemann und Vandervelde kann natürlich nicht ausblei­ben. Man kann es dem deutschen Reichsaußen- Minister nachfnhlen, daß er über die neueste Wenduna der Dinae aufs äußerste befremdet ist.

Die Wahrheit mutz also noch weiterhin in den verstaubten Kästen der Archive verborgen bleiben. Sie wird aber noch eine- Tages ans Licht der Oeffentlichkeit kommen, mit der man den bi« Heuchelei und Verlogenheit, mit der man den Griff ins Wespennest scheut, um so kläglicher und verächtlicher dastehen. Wir können warten, müssen aber verlangen, daß, wenn man schon den Wunsch nachVerbesserung der Beziehun­gen"' hat, man sich auf der andern Seite die nö­tige Reserve auferlegt und derartige Hetzreden, wie sie gerade in der jüngsten Zeit gehalten wor- den sind, unterläßt.

Von höchster anßenpolittscher Bedeutung ist der polnische Vorstotz in Genf zur Erreichung eines O st l o c a r n o s. der von Frankreich Po­litisch vorbereitet war und in der Pariser Presse nachdrücklichst unterstützt wird. Die Pariser Presse stellt sich bekanntlich nahezu geschlossen hinter den französischen Senator de Jouvenel bei den ersten Anstoß dazu gab, und der be­kannte Regierungsjournalist Sauerwein fordert jetzt öffentlich Poincars auf, sich an die Spitze der kleinen osteuropäischen Nationen zu stellen und einen Ostlocarnopakt zu verlangen. Sollte die konservative britische Regierung für diesen Plan nicht gewonnen werden können, dann müß te entschlossen und unzweideutig von ihr abge- rückt werden. Falls Deutschland sich weigerte diesen Wünsck-n nackuuoebfn müßte die Rhein- landbesetmng weiterhin In vollem Umfange auf­recht erhalten Meißen

Die französischen Wünsche bilden offenbar den Gegenstand von Ministerbesprechungen zwi­schen Dr. Stresemann und Chamberlain. Nun hat Polen zwar nach der geschlossenen einmüti­gen Abwehr der öffentlichen Meinung Deutsch­lands anscheinend diesen Plan fallen gelassen und wird auf andere Weise seine Ziele zu er­reichen suchen. Das deutsche Reich dürste jedoch nicht über die Vereinbarungen hinausgehen, bo- hinsichtlich unserer Ostgrenzen im Loearnover- trag niebergelegt sind. Frankreich ist bestrebt die gegenwärtiaen Grenzziehungen im Osten, die ebenso unnatürlich und ungesund wie unhaltbar sind, durch einen starken volitischen Druck auf die deutsche Reichsregierung erneut ,u sickern. Im Hintergründe aber steht England Seine Ein- kreisnngspolilik Sowjetrußlands und sein Ziel einer europäischen antisowjetistifchen Einheits­front laufen dahin das deutscke Reich von Ruß­land loszulösen und be Verträge von Rapallo und Berlin auSzuhöhlen.

*

Herrior oecen Boincori.

Paris. 5. September (Eigener Drahtbericht Herriot erklärte gestern tm Rathause von Lvon. daß er immer stolz darauf fein werde, in seiner früheren Regierungszeit die Ruhr geräumt zu

haben. Er habe damit die Gefahr eines neuen Brandherdes verhütet.

Wie sie uns umgarnen.

Polen pfuscht Briand ins Handwerk.

(Eigener Drahtbertcht.1

Paris, 5. September.

Nach Berichte« aus Genf will Polen jetzt nicht mehr einen Nichtangriffspakt vorlegen, sondern man wolle die Formel für eine allge­meine Erklärung gegen den Krieg suchen. Ein Blatt beschwert sich darüber, daß Polen vorge- gangen sei, ohne Frankreich zu verständigen. Cs habe die Garantien von Frankreich durch einen Beistand derKleinen Entente" zu Gun­sten innere Polemiken im Wert verringert. Dies sei umso bedauerlicher, als Briand gerade Sire« semann nahelege, einen besonderen Nichtan- griffspatt anzubieten als Ergänzung für den Locarno-Vertrag.

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Don allen Ee trn umstell».

Auch England-Italien für ein Ostlocarno.

Berlin, 5. September. Die aus Genf vorlie­genden Meldungen bereiten in aller Form auf einen gemeinsamen englisch-französischen Angriff vor, um Deutschland für einen NichtangrtffS- Pakt im Osten bereit zu macken. Den Sonn­tag über hatte der polnische Delegierte Lokal Nnterredungen mit fast sämtlichen Delagtions- Vorsitzenden In Genf besteht lediglich die Streitfrage noch darüber, ob ein allgemeiner Nichtangriffspatt seitens Polen einzubringen ist oder ein deutsch-polnisches Separationsabkom- mcn angestrebt werden soll. Gegen ersteren wehren sich zur Zeit noch England und Italien.

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Sine öflrre Bilanz.

Eröffnung und Rückblick im Völkerbund.

Genf, 5. September.

Bei Eröffnung der Völkerbundsversamm­lung führte Präsident Villegas (Chile) u. a. aus:Wie kann man sich wundern", daß eine allgemeine Abrüftungskonzeffion, die sich auf alle Rationen erstreckt, auf Schwierigkeiten gestoßen ist. Die Arbeit ist ungeheuer und muß etappen­weise vollbracht werden. Der Völkerbund hat sich seinen Aufgaben gewachsen gezeigt. Er hat sich nach dem Willen seiner Mitglieder and Werk gemacht nach bestimmten Plänen. Die kürzliche Seeabrüstungskonferenz zeigte die Notwendig­keit einer sorgfältigen diplomatischen und tech­nischen Vorbereitung, die es allein gestatten kann, die für jede Natton gegebenen Tatsachen zu formulieren.

Verstockt und geWffg

Maginov hat nichts verlernt u. nichts vergessen.

(Eigener Drabtbericht t

Paris, 5. September.

Bei Einweihung eines Kriegerdenkmals führte Kriegsminister tu D. Magrnow aus: Der Frieden ist nicht in dem Sinne realisiert worden, wie ihn die Märtyrer gewünscht haben Unseres 'Sieges unwürdig erscheint er. pre­kär, ungenügend und weniger sicher (!) Der Niederlage unserer Gegner hätte ihre effektive Entwaffnung folgen müssen. Der ehemalige Feind hat infolge der Schwäche und der Un­einigkeit der Di^er feine Militärmacht wieder herMlen können. Der deutsche Militarismus ist nicht tot (!) Die Gefahr, die er für den Frie den Europas darstellt, besteht und verschärft sich. Wer wehrt sich unter diesen Umständen nicht gegen die Gefahren eines neuen Krieges? Abrüsten, während Deutschland nicht «brüstet? Herr und Marine desorganisieren lassen, wäh renb Deutschkanb bie feilten verstärkt? DaS wär« schlimmste Torheit, bie eine Ration machen könnte, bie bas Unglück hatte, Deutsch­land zum Nachbarn zu haben. Wach gegen­über Deutschland sein, beißt, nicktS tun. um den Krieg zu vermeiden. Wir wollen nicht als Be- ffcflt« behandelt werden, und so friedfertig wir rtud) fein könnten, wir werde« niemals Abkom­men unterschreiben, die eine Verleugnung des Sieges sein würden.

Fahne unb Kartei.

Minister Kock über deutschnationale Ziele (Eigener Drobtbertck'.)

Stettin, 5. September

Bei der Fahnenweihe des dentscknationa'e>- Arbeitervereins bezeichnete Reichsminister Kock es als selbstverständlich, daß die Reichsfarben zetachtet werden müssen. Das habe aber mit

der Frage nichts zu tu« .die freie« DtaatSbür- ger zu zwingen, sie zu zeige«. Diese Frage kann nicht mtl roher Gewalt erledigt werden. Es ist daher nicht zu verstehe«, daß sich der preußische Ministerpräsident dazu hergab. Die politisch«, Leidenschaften zu verschärfen. Tie schwarz-rot-goldenen Farben sind durch die Agi­tation des Reichsbanners zu Parteifarben ge­worden. Man will schon jetzt die Massen zum Wahlkampf ausfordern. Die Frage Monarchie oder Republick ist zur Zeit garnicht von so gro­ßer Bedeutung. Die Deutschnationalen haben Den GiD c»is Die Verfassung geleistet und wer­den wie bisher fruchtbare Arbeit in der Regie­rung tun. Einigkeit tut uns not, nicht Agitation durch die das Volk auSeinartdergetrieben wird.

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Mil olch und FSusien

Kommunisten und Rechtsbündler gegeneinander.

Potsdam, 5. September.

Sontagnacht kam es int Anschluß an die Ve tercittufetci, unter dem Protektorat Nicrckensens zu blutigen Zusammenstößen zwischen Rechts radikalen imo Kommunisten. Bon den Bismarck bündlern würbe ein Arbeiter verletzt. Auf kom munisttscher Seite wurde ein Arbeiter durch ei­nen Dolchstoß lebensgefährlich verwundet. Als Die rechtsradikalen Verbände durch die Straßen zogen, wurde ein Reichswehrsoldat von einem Trupp Stahlhelmer überfallen, zu Boden ge­schlagen und schwer verletzt.

Ohne Botschafter?

London tritt für den Abbruch ein.

London, 5. September.

Bon gut unterrichteter Seite verlautet aus Paris, DaS Rakowski zurückzutreten gedenke, um die Leitung eines wichtigen Sowjetbnnkin- stitutes zu übernehmen, Es sei zweifelhaft, ob er durch einen anderen Botschafter ersetz, wer­den würde angesichts des wahrscheinlichen bal­digen Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Sowjetrußland.

Rache an einem Amerikaner.

Ein geheimnisvoller Mordanschlag bei Dresden.

Wegen Saeco-Banzetti?

Dresden, 5. September.

Ueber einen Mordanschlag auf den amerika­nischen Konsulatssekretär Sieger wird berich­tet: Sieger unternahm am Sonnabend mit seiner Fr au und einem Freunde einen Spaziergang auf die Röckuitzer Höhen 100 Me­ter hinter der Bismarcksäule tauchte ein unbe­kannter Mann auf und feuerte einen Schutz ab Die Kugel, drang Sieger in den Rücken, dicht unterhalb des Herzens. Lebensgefahr besteht nicht. Die Mordkommission verfolgte mit Po lizeihuud eine Spur bis zur nächste« Straßen- bahnhaltestclle. Aus der Flucht ist der vermut­lich ortsuukuudige Täter in eine Lehmgrube gestürzt, aus der er sich aber wieder herauöar beitete. Der Konsulaissekretär hatte u. a. auch wegen der Hinrichtung von Sacco und Van zetti mit zahlreichen Abordnungen zu verhandeln

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Sm Attentat noch dem andern

Kopenhagen, 5. September (Eigener Draht, bericht.) Rach einer Meldung aus Warschau wurde in der Sowsetgesandtschast der 20jährige Trajkonecz erschossen und als angeblicher Mit­täter bei dem letzten Attentat auf Den russischen Sowjetgesandte« Woykow festgeftellt Es handelt sich um einen Führer der Emigranten­bewegung in Polen. ES soll nnr ein Mord durch die Russen in Frage kommen.

* * * wch; o bös gemeint

Rakowski-Briand beschwichtigen die Geister.

Paris, 5. August.

Angesichts der Angriffe gegen den Sowjetbot- Mjafter Rakowski wegen Unterzeichnung eines Kommumtten-Manifests läßt dieser erklären, er mißbillige Den (Siebenten, Daß ein Sowjetver- treter Den AusstanDDer die Desertion in Frank reich organisieren könnte. Tas von ihm Unter­zeichnete taffe einen eventuellen Krieg gegen die Sowjetunion ins Buge und beziehe sich folglich nicht auf einen derzeitigen und konkreten Fall Er werde jetzt noch enrrgifckcr gegen die zwifche« Rusilonb n >?rimkr-ick begehenden Streitigkeiten arbeiten Briand ließ erklären, er erachte di« Desavouierung für befriedigend Man Dürft diese bedauerliche Angelegenheit keines falls als einen Abbruchfchritt aufsaffen.

Kirche und Staat.

Was den Katholiken heute bewegt.

3« (Der mit be» all«» nnb neuen Reichsfarben aeichmückten Stabt besann Der Katholikentag mit einem Besrübnnssabenb unb einer Sonnlass- meffe in dem non Zehntanleuden von Teilneh­mern mit uuzähliseu Fahneubevutationen ge- fünten Stadion. Der weitere Verlauf vollzog ftch wie folgt:

Dortmund, 5. September.

Zum 1. Präsidenten wurde Ministerpräsident a. D. SLgerwald gewählt. In einer Ent­schließung wird gefordert, daß die Bekennt­nis f ch ul e durch die Gesetzgebung des Reiches und der Länder fest verankert werde. Die katho­lischen Abgeordneten sollen keiner Lösung zustim- meu, die nicht die volle Gleichberechti­gung der Bekenntnisschule mit anderen Schul­arten gewährleistet. Nachmittags veranlaßten die katholischen Arbeiter eine Kundgebung, bei der u. a. Reickskanzler Dr. Marx zum Aus­druck brachte, die christlichen Arbeiter seien treue Katholiken, aber ebenso fest und unerschütterlich ständen sie zur Verfassung, zur deutschen Republik. In einer Versammlung der katholischen Beam­ten betonte Reichskanzler Dr. Marx u. a. die Pflichten der Beamten dem Staate gegenüber. Mit wahrer nationaler Gesinnung könne man es nicht für vereinbar halten, wenn man über die Verfassung wegwerfend rede und die von ihr an­erkannte Farbe verächtlich behandele. Nationa­ler Stolz solle auch diejenigen, die sich mit un- feier Staatssorm nur schwer abfinden können, davon abhalten, eine kür uns so beschämende Haltung einzunehmen, wie man sie jüngst er­lebte. Eine Rede des Nuntius Paeelli gipfelte in den Losungen:Lösung der Gegenwartsauf­gaben aus der Kirche und mit der Kirche!" und Seid einig!"

Prälat Dr. K a a s, M. d. R. führt« über die Kirche im heutigen Deutschland auS:Wir fordern von dem neuen Deutschen Volksstaat nicht nur Brot und Arbeit, sondern auch Raum und Licht für unsere geistige und religiöse Eigenart, freien Raum für den Flügelschlag des katholi­schen Gedankens auf allen Lebensgebieten. Der deutsche Katholizismus sieht in dem Konkor­datsproblem keine Frage zweiter und un­tergeordneter Bedeutung. Wir deutschen Katho­liken sehen kn der Vereinbarung zwischen dem neuen Volksstaat und der katholischen Kirche die Probe dafür, ob die n-ue Demokratie und bas Staatswesen, baS ihrem Gedanken dienen will, bereit ist, auck hon überienaten und kircklick emv- findenden Katholiken ein Haus auf deut­scher Erde schaffen zu helfen, in dem er nach den Lehren und Vorschriften feines Glaubens leben und wirken kann. Zur S ck u l s r a g e er­klärte der Redner, die Forderung der konfessio­nellen Schulx fei ein Wesensbestandteil des kul- tt-'volit'r^-si der deutschen

Katholiken. Um allen diesen Fragen gerecht werden zu können, sei es notwendig, den Rus zur Einigkeit der katholischen Kreise aufzuneh­men und weiterzutragen.

Zurück zur Qua NS sware!

Wir wir uns den Weltmarkt wieder erobern.

Frankfurt, 8. September.

Auf der Fndustrietagung führte der Direktor Hans Krämer u. a. aus: »Wir müssen die Qualität gegen die Quantität setzen. Der Red­ner stellte die These aus: Rur Qualitätsarbeit vermag auf die Dauer hohe Zölle zu ertragen, weil sie durch die Zollsätze verhältnismäßig weniger belaßet wird vls Schund. Der Fabrc- fannt müsse erkennen, daß er wissenschaftliche Mitarbeiter für die Qualitätsvrvduktton brau­che. Siege der Qualitätsgedanke auf dem Weltmarkt und er werde, wie das Beispiel Amerikas zeige (Fords Niedergang, General Motors Aufstieg) siegen dann werde die Qualitätsproduktion ebenso zur Massenproduk­tion werden wie die der billigen Stapelwaren. Deurfcklanb könne seine alt« Stellung auf dem Weltmarkt zurückerobern, wenn «S den Weg weiter verfolge, den es vor 1914 eingescklagen hatte, den Weg, der die ganz« Welt zur Aner­kennung des Satzes zwingen werde: Deutsche Ware Qualitätsware! Geheimrat Dr. Bü­cher betont u. a. Das Ziel der Wirtschaft, bie Erhöhuna bes Lebens-Standard aller Volks« aencffen könne nur erreicht werde« durch eine ffSnbipe Verbilliauno der Waren ohne Ver­minderung ihrer Qualität. Außer rein tech- aifcker Rationalifieiuna fei bierzu die Zusam­menarbeit von Wissenschaft, Unternehmertum und Arbeiterschaft notwendig. An der Entloh-