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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Sesfische Abendzeitung

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Sonnabend, 27. An-»U 1927

Einer Ernte-Katastrophe entgegen?

Berlin, 26. August.

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Dor einem neu» Sreonrekord.

Rewvork, 26. August. (Durch Funkspruch.) Der FlSegcr Redfern ist heut« Nacht von der

gesetzte Ministerrat wird sich mit diesen Vor­fällen befassen. Heute begibt sich daS Kabinett zum Grabe deS unbekannten Soldaten, wo PoincarL einen Kranz niederlegen wird.

* * *

Das dicke Snde

Strenge Zuchthausstrafen in Bens.

Genf, 26. August.

Rach dem Verhör wurden die Manifestanten dem Geschworenengericht überwiesen. Unter den meisten Schuldigen befinden sich auch die Angreifer gegen das Bölkerbundsgebäude. Das strenge Vorgehen gegen die Ruhestörer er­folgte auf Beranlaffung des BundeSan- waltS und einige Angeklagte haben wegen der gegenüber dem Auslände autzerokdertlich peinlichen Vorfälle strenge Zuchthaus­strafen zu gewärtigem

Dagegen nimmt sich natürlich der deutsche Bür­germeister des immer noch nicht geregelten Fi­nanzausgleichs höchst bescheiden aus. Massen- haft strömten die Berliner nach WalkerS Ber-

Amtliches Orqan der Stabt Stapel. 17. IahrgBlt-

Wummer 200 «Amtliches Orqan der Stadt Raffel.

Der «Seift ist wlll-g...

Was wird England gegen Paris erteilen?

(Eigener Drahtbericht.)

London, 26. August.

Ein diplomatischer Korrespondent schreibt nach dem gestrigen KabinettSrat: Großbritan­niens Haltung ist weiterhin von drei Häupter- wägungen geleitet: 1. daß die Besatzungs-Ver­minderung wesentlich sein soll, 2. daß sie im Verhältnis der Zahl der Im Rheinland an­wesenden britischen und französischen Truppen erfolgen kost und 3. daß die Frage der franzSsi- schen Sicherheit eine besondere Frage ist, die in keiner Weise mit der Verminderung der BrsatzungStruppen verknüpft werden kann.

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Fn der TodesWuchL vonWmounix

Achtzehn Opser einer Zugentgleisung , Die Notbremse als Retter.

W ob vor den deutschen Fliegern!

London, 26. August. (Eigen« Drahtmeldung.) Der Direktor der britischen Zivilluftfahrt, SP t ander, der die wichtigsten deutschen Flug­plätze und Flugzeugfabriken besucht hat. sprach sich zu einem Berliner Berichterstatter bc» geistert über feine Eindrücke auS. Di« ganze deutsche Naticn fei patriotisch an der Fliegerei interessiert Brancker rühmte da- Netz von Fluglinien, besonder- die Sommerdienste nach den Seebädern urtb zeigte sich befriedigt von dem deutsch-englischen Zusammenwirken.

Lind noch ein tolerier auf vem Sprung

Newyork, 22. August. (Durch Funksvruch.) Infolge Befferung der Witterungsverhültnisie wurde derOld Glorh" endgAtig startbereit ge­mocht, jedoch ist der Start neuerdings um vier- mrdzwanzig Stunden verschoben worden.

Insel Blyn bei Reu Braunschweig cmsgestiegen. Er will versuchen in direktem Fluge nach B u - euos Aires, d. h. über rund siebentausend Kilometer Entfernung den Dauerrekord, den Ristirz hält, au sich zu bringen.

Oldochard (Maine, Nordamerika), 26. Aug.

Edward Schler und William Brock, die von Neufundland aus einen Flug um die Welt anzutreten beabsichtigen, find mit ihrem Stin- son-Eindeckcr hier gelandet. Vom Londoner Flugplatz Crotzden bei London als erstem Reiseziel soll der Flug über München, Kon­stantinopel. Bagdad, Kalkutta, Uokohama, Ho­nolulu «ach San Franzisko führen. Die Kabi- nenwände des FlugzeugesStolz von Detroit" sind mit Balsam Wolle gefüttert, die vor Kälte, Hine und Lärm schützen solle«. Kurz vor dem Abflug ist der EindeckerSir John Carling" nach Ontmio (Kanada) gestartet. Dir Flieger wollen von dort auS ebenfalls London zu er­reiche« suchen. Ein dritter Eindecker soll mor­gen nach Windsor (Ontario) und von dort «ach England abfliegen. Es besteht die Möglichkeit, daß alle drei Flieger zugleich zum TranSozeanflug starten werden.

Das Henkersdrama m Film.

Wien, 96. August. (Privattelegramm.) In Wien wird z. Zt. ein Saeco und Vanzettr-Film gedreht, der das Schicksal dieser Beiden be­handelt.

feine« Pumpversüchen teitTGlück haben, da Eng­land selbst r.u)t9 at. Die verzwei.rlten 8er- suche Oesterreichs beim Völkerbund eine Anleihe auszunehmen, stoßen bis jetzt ebenfalls auk wen ' genliebe, da man befürchtet, Oester­reich werde feinen Berpflichtungen später nicht nachkom können. Besonders Frankreich fcheinf Mefer Hinsicht gewisse Beklemmungen zu hn***1 »« rs eben erst erleben mutz, wie fein Schuldner Rußland sich feinen Verpflich­tungen noch a«S der BorkriegSzeit her entzieht. Der russische Gesandte in Pari» hat gerade er­klärt, et habe in Moskau keine Jnstrrtktionen zu Abmachungen über die «chuldenregulietimg be­kommen. Und so wird Frankreich diese Außen­stände wohl auf Verlustkonto buchen müsse«.

als Schlagerkomponist und die etwa- weniger freundlichen von dem zusammenkra­chenden.- aber allzeit lustigen Bankleiter. Man glaubt aber vor allem, daß dieser Mann eben nur eine

Gastrolle im Bürgermeisteramt

von Newvork gibt und wieder besser bezahlter Base-Ball-Manager werden will. Man glaubt ihm eben nicht den Bürgermeister, das ewig rege tiefinnerliche Verantwortlichkeitsgesühl für daS geben und Gedeihe« von Zehntau­senden und Hundertaufenden. Man weiß, daß dieser Mann gewiß energisch arbeitet und tW tigeS leistet, aber man weiß, daß et schafft, um .populär" »u bleiben. DaS ist natürlich keine Anklaae fonbem nur eine Erklärung; im übrigen wird man eS Walker gerade In Deutsch land hoch anrechnen, daß zu keiner Zeit so zahl­reiche hohe Newvorker Stadtbeamte Wie in der Bürgermeisterzeit Wallers nach Deutschland ka­men. andere Studienreifende aus der Leitung amerikanischer Großstädte nach stch zogen, da» hefte von uns mitnahmen, wo (le e« sande«, aber doch auch zahlreiche wertvolle Anregungen für unsere Stadtverwaltungen hier zurücklie­ßen. Dennoch fühlt man es grade unter dem frifchen Eindruck einer Begegnung mit Waller alk Ehrenpflicht, eine Lanze für den deutschen Bürgermeister einzulege«. E» ist völlig abwe­gig, einem Selsemademan wie Walker, wegen seiner Frische und Unternehmungslust den deut scheu Bürgermeistern als Vorbild hinzustellen. Die haben das wahrlich nicht Nötig. Grade der deutsche Bürgermeister ist so gut wie nie­mals und bestimmt niemals, wenn er erfolg­reich war, ein ängstlicher und vertrockneter Bu. rokrat; er ist durchweg der unternehmungslu­stigste und

ideenreichste Kops feiner Stadt

oder eine Persönlichkeit, die Vorwärtstreiben- ben Kräften weitgehende Betütigungsmöglich- (eit verschafft. Es wäre unrecht, in diesem Zu.

D>« Saftetet «eaelten «achruhtr» erscheinen wöchentlich letbenuu nochmmo«« Der »bonueme-tSvrei« beträgt für kn Monat x bet freier SufteOnne tn» »anr in bet Sefchäuskelle avaedolt 1.80 X Durch öfe Post monatlich 2. X au-fchlfeftlfch SufteUungegtbflbt Verlag und Redaktion Schlochtboffkrafte 2H-*) sternforeckei 951 und 9M stft, unverlanaf etnaefandre Beiträge kann dt«.Re­daktion eine Verantwortung oder GewSbt w keine« Falle Sbernebüten Rück- BemaSgeldeS oder Anforiiche wegen etwaftter nicht ordnunaSmäftiqer Vostfcheckfvnw tzr-tnllnrf am Main Rümmer 8980

Unfere sind bester.

Berlins hoher Gnst Seine deutschen Kollegen. Sn de« hochaktuellen Besuch des Seweerftr Bürgermeisters (man denke nur an die Sacco- Vanzetti-AssLre, ben Flaggenkamvf des Ma- giftrats mit ben Hotel») liebt einet unserer Mit­arbeiter, der stch Mit bem Cbetnenef der arStzten Stadt der Erde längere Seit unterhielt die fol­gende wertvolle Bilanz u. interellanten Vergleiche Man gewinnt von Walter nicht nur den Eindruck großer Jugendlichkeit sondern auch den einer interessanten und starken Persönlichkeit. Man schildert immer wieder seine lustige« Augen in dem scharf ge­schnittenen Gesicht. Run, diese Augen sind mehr listig als lustig und das scharf geschnit- tene Gesicht weist sehr häufig dar faltenreiche Lächeln auf, in dem die Diplomaten ihre wirk­liche Meinung so liebenkwürdg zu verstecken vslegen. Aber weit darüber hinaus verfügt Waller über eine große Beweglichfeit feiner Gc- dankenabwicklung saßt ungemein rasch auf und trifft ebenso schnell wie sicher feine Entschei­dungen, sängt neue Ideen geschickt auf und ist gleich bereit, daraus Nutzanwendungen zu Zehen. In Rewyork macht man ihm das leicht. Amerika ist ja das Land des goldenen Ueber- flusses. Ehrlich neiderfüllt werden die Bürger­meister der ganzen Welt auf den Mann schau­en, der mit Leichtigkeit 3C0 Millionen Dollar avso weit über 1,2 Milliarden Mark, loSeifen konnte, allein für die Neugestaltung deS B e r- kehrSwefenS der Sieoen-Millionenstabt. Und Walker kann stch auch auf anderen Gebie­ten feines riesenhaften AusgabenkreiseS betä­tigen als ein

märchenhafter Bürgermeister im Ucberfluß.

Nichts als Worte!

Mit schönen Reden schasst man keinen Frieden.

ES ist eine tragische und vielleicht auch ur­sächliche Verknüpfung, daß zu keiner Zeit so viel internationale Kongresse und Tagungen stattgefunden Haden, aus denen immer wieder als der Leitgedanke die Eintracht und der ewige" Frieden als erhabenes Ziel aufgestellt worden ist. wie in den heutigen Tagen, und daß zugleich so viel Konfliktsstoss, so viel Mißtrauen, so viel durch Gewalt geschasfene und dem An- scheine nach nur durch Gewalt zu beseitigende Unmöglichkeiten den Weg zu diesem Frieden, den angeblich alle wünschen, versperrt haben. Im Gegensatz zu den Sitzungen des Völkerbun­des, bei denen der Friede und die Eintracht im­mer nur anläßlich der seierlichen Kundgebungen bengalisch beleuchtet werden, während die Ver­handlungen hinter den Kulissen die organisierte Zwietracht der Gemüter enthülle«, kann sich die zurzeit in Paris tagende tnterparlamen- laristische Union (fünfhundert Vertreter von neununddreitzig Nationen aller fünf Erd­teile nehmen daran teil) ben LüruS eines sach­lichen Eingehens aus heikle Probleme auch in ihren öffentlichen ArbeitSsitzungen leisten, da die Vertreter der Union gewissermaßen alS Privatleute zugegen sind, das heißt bei diesem Kongreß eine Meinung und kein Amt haben. Sie hat schon früher über Nationalitä­ten- und Entwaffnungsfrage u. ähnliche Kom- pleie in erfreulicher Offenheit verhandelt. Die Union, die einer übernationalen Annähe­rung der Parlamentarier aus ben verschiede­nen Ländern dienen will, befindet sich alS Aus- spracheplatz in einer ähnlichen glücklichen Lage wie die Völkerbundsligen. So verfolgt man denn auch in den Ländern, die Opfer der gegen­wärtigen MachtverhälMisse sind und daher ein Interesse daran haben, weithin wirkende Red­nerkanzeln zu finden, diese Tagungen mit auf­richtiger Sympathie.

Daß Herr Poineartin einer Pause zwi­schen zwei Denkmalsreden diesen Verständi­gungskongreß eröffnet und ausgerechnet mit einer Verherrlichung der Völkereintracht und des Friedens, Poincare, der legitime Vater bei letzten Weltkrieges mtb der Organisator des RuhrkamPseS lange Zeit nach Friedensschluß, daS zeigt, wie sehr heute die Lobpreisung der pazifistischen Idee hohle Geste ist und wie wenig das FriedenSwerk In seinen tatsächlichen bstorischen und ideellen Grundlagen geklärt ist. Auch die banale und gerade in den letzten Mo- ttafen immer mehr zu Tode gehetzte Redensart von der völkerverbindenden Kraft der ®er« kehrStechnik zeigt, wie sehr man sich ge­danklich an der Oberfläche der Erscheinungen bewegen kann, ohne in einem ernsten Kreise be­lächelt zu werden

ReichStagSpräfident Löbe gebührt das unbestreitbare Verdienst, die nüchternen und für den FriedenShymniker Poincarö unbe­quemen Tatsachen sachlich und wirkungsvoll ,n den Vordergrund gerückt zu haben. Da ist der Gedanke der internationalen Schiedsge­richtsbarkeit. Wer stch die Praxis angesehen hat, ist auch hier schwer enttäuscht. Und vor allem: Annäherung der Völker tut not. Miß­trauen ist schlimmer alS Haß. Man gebe der Welt ein Zeichen des Vertrauens und hebe am 1. Januar 1928 die Rheinlandbesat- zung auf. Wie kann stch militärische Besetzung mit der Gleichberechtigung im Völkerbünde, mit dem Geiste von Locarno vertragen.ES gilt, endlich von Watten zu Taten überzugehen,' ries Löbe in den Pariser VerfammlungSsaal. Möge man diese, gerade in Paris sehr angebrachten Worte hören und beherzigen. Es muß gerade anläßlich der Besprechung von internationalen Veranstaltungen, die dem Friedensgedanken dienen wollen, immer wieder bervorgehoben werden, daß nichts die Friedensbewegung so sehr bloßstellt, wie diese ewigen Reden, die sich , straflos sogar ein PoincarS erlauben kann und denen keine Taten folgen. Reden haben wir genug gehört. Wo find die Taten dieser Zelt? Etwa in bet Sabotierung deS AbrüstungSauS- - fchufleS von Genf durch Frankreich und feine Trabanten? Etwa im ergebnislosen Abbruch der englisch-mnerikanischen Abrüstungskonfe­renz? Etwa in der Mobilifierung der gesamten französischen Ration einschließlich der alten Frauen und Sönalinge für den Kriegsdienst?

Das deutsche Volk ist nicht mehr so leickt- «läubig rote in den Tagen deS seligen Wilson, als die Worte bet vierzehn Punkte ausleucbte- ! len. Die Taten, die diesen Worten gefolgt sind, die Zerstückelung Deutschlands, die unseren Volke auferlegte zeitlich nicht einmal begrenzte Schuldknechtschaft, Ruhrkrieg und Rhcinland-

hast strömten die _________ ...._, _____

littet Wohnhaus, dem Hotel Adlon Unter den Linden, um sich den so viel genannten Mann anzuschauen. Unter den Neugierigen sah ich auch einige Bezirksbürgermeister und Stadt­verordnete Berlins, die sich anscheinend nach ben Lindengeschlichen' batten, um einmal durch Augenschein zu ftubieren, wie man alS allgemein beliebter Bürgermeister einer Milli­onenstadt auSzusehen hat. In ihren Mienen laß ich eine gewisse Verblüffung. So wie Walker pflegt in Deutschland allenfalls bet Privatsekretiir des Bürgermeisters auSzusehen. Man glaubt wirklich an die Wahrheit der Er­zählungen von den kühnen Fahrten des New- yorker Bürgermeisters in das Newvorker Nachtleben hinein, wo eS am siindhafteste« ist, wenn man feine überelegante Erscheiung in scharf auf den Körper gelegtenabgeschnrtte- ncm Rock' und hohen Hut steht, dazu in einer leicht vorgebeuglen, lässig auf bett Stock gestütz­ten, in der Tat koketten Haltung. Man glaubt die Geschichten Von seiner erfolgreichen Tätigkeit

Drei SzeanWge auf einmal.

Für England startbereit f Wetiflüge über- Meer «ad «m die Weit.

Lhamonnix, 26. August. (Eigene Drahtmel­dung.) Ein Zug entfaltete zweihundertfünfzig Meter nach der Abfahrt vom Bahnhof eine un­geheure Schnelligkeit, entgleiste an bet ersten Kurve an einem Viadukt und stürzte in eine tiefe Schlucht. Der zweite Wage« blieb unbeschädigt dank der Kaltblütigkeit eines Touristen, der die Notbremse zog. Unter den Toten befindet stch auch der Lokomotivfüh­rer. Die Zahl der Verletzten wird auf fünfunb* zwanzig bezw. vierztg angegeben.

Paris, 26. August. (Eigene Drahtmeldung.) Dee! der Verletzten find gestorben. Die Zahl der Tote« belSttst sich jetzt auf achtzehn, die der Verletzten beträgt dreißig.

Noch nicht beruhigt.

Saeco-Banzetii-Rachwehen. PoincarL sühnt.

(Eigener Drahtbericht)

Paris, 26. August.

Auf ben Boulevards kam es gestern abend wieder zu ZusammenfiSße« zwischen Rauf­lustigen und der Polizei, wobei fiebenunddreitzig Personen oerhastet wurde«. Der für heute an-

beiten im Auslände, Bruch feierlicher Berspre- chuttaen und LefatzungSfchande bis in diese Ta­ge hinein, das sind Taten, die unserem Volk so laut in die OsNett dröhnen, daß eS daS Frte- denSgellfpel internationaler Kongresse bald nicht mehr hört oder eS al» bunte Fata morgana .. . zu belächeln beginnt.

Sehl die Ernte verloren?

Besorgte Mienen in randwirtschastSkreise«.

IM preußischen Landwirtfchaftsministeriuw ist man äußerst pesfimistisch über die Ernte, so­weit sie noch nicht eingebracht ist. AuS sechs Provinzen liegen Meldungen vor» wonach der fast achttägige Regen eine Katastrophe für die Ernte bedeutet, die stellenweise biS zu drei Fünftel als verloren anzusehen ist.

* * * Sin magerer Trost.

Aber heute geht eS allen Völkern schlecht.

Berlin, 26. August.

ES get* nicht nur Deutschland in finanziell«, Beziehung jämmerlich, sondern allen anderen Staaten auch mit Ausnahme von Nordamerika, ba» ganze Geld hereingescheffelt hat. Zur Zeit verhandelt der türkische FinanzmlNlfter in London wegen einer Anleihe, dürste aber mit1