Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Vor der deutschen Aktion zvr Rheinlandrüumung
Verbrauch, denn Spanien, das nicht« vom Kriegsgerät herstellten, sich noch heute zu sichern, errichtet"werden soll." Ausland kaufen toiK, will seinerseits dem Aus- Spanien könnte seine Landwirtschaft großartig __
Fast täglich bri»!
Kundgebungen auch in Berlin
seinem Schicksal überlasse» bleibe».
Tcnken seines Volles kann kein Staatsmann
der in
ES acht abwärts
Spaniens falsche Handelspolitik.
land gern seinen Wein, feine Orangen, seine Frühgemüse, kurz die Erzeugnisse seiner Land- wirtschaft verkaufe». Man will Handel treiben unter Ausschluß der Gegenseitigkeit — der echt merkantilistische Standpunkt, der In jedem Geschäft, da- ein anderer macht, eine Beraubung des „nationalen Wohlstandes" sieht.
entwickeln; statt dessen zieht es vor, den Don Cvirotj der Industrie ru spielen, der unar.s- bretbltch zwischen die rasenden Mühlenflügel der Weltindustrie geraten und zwischen ihnen zcr- knickt werden wird.
eint Zentralstelle für Flugsicherung.
Berlin, 6- August. (Drahtbericht.) Di« ört, lulwn Flughafcnfunkstelle» sollen zur einheit- Uchen Zusammenfassung des FlugsicherungS- drenftcs nn Reiche einer ReuhsbehSrdc mit der
dustrie, die Vorteile einer Zeit, wo die Jndu. strieländer Europa- keine Nutzwaren, sondern
Wettrennen berSzeanflieger
Vor dem Start zweier Franzose». lEigener Drahtbericht.)
cLeick'.nnna „Zentralstelle für Flugsicherung'' unterstellt werden, die mit dem Sitz« In Berlin
* * V Zur Räumung oer Ryeinlanbe.
Berlin, 6. August. (Prtvattelegramm.) Der Außenminister hat mit Abgeordnete» hes besetzten Gebietes konferiert. Es kann nach den Mitteilungen Stresemanns keinem Zweifel mehr unterliege», daß die kommenden Sabi- iiettsberatungen stch mit einer großen Aktion des Reiches zur Räumung der besetzten Gebiete befassen werden. Heute mittag empfing Außenminister den deutsche» Botschafter Paris, von Hoesch.
Primo de Rivera treibt die Volkswirtschaft alS ein Dilettant, der eben ganz in primitiven merkamilistischen Anschauungen steckt und den die wenigen Industriellen, die momentane Vor. te'le von der Ausbeutung der Monopole und Privilegien haben, in seinen Gedanken bestür. len. Der finanzielle Krach kann nicht auSblei» ben, aber er kann in einem Lande in dem es keine parlamentarische Budgetkritik gibt, lange verheimlicht werden. Die Notenprefle wird dann über eine gewisse Zett Weghelsen. Der AuSlandskurs der Peseta wird dir zuverlässigste Kritik der diktatorisch geleiteten Volkswirt- fchaftSmethode fein. DaS Ganze ist ein vergeb. licheS Bestreben, di« Sriegskonjunktur der In-
Zer Wiener Konfliktstoff beseitigt.
Aufhebung der Gemeindeschutzwache / Ein Briefwechsel Seipel-Settz.
Berlin, ß. August. (Drahtbericht.) Gestern abend wurde das Gebäude der amerikanischen Botschaft und das Generalkonsulat mit einer Hundertschaft Polizeilruppen besetzt, Die Matz- nähme ist getroffen mit Rücksicht auf den Be- i offen ent schlutz der kommunistischen Partei, Delegationen nach a ' »ach der amerikanischen Botschaft zu senden, ' ’ die gegen die Hinrichtung der beide» Anarchisten Saeco und Banzetti protestieren sollen. Heute Werbe» Demonstrationen erwartet.
Der Führ« der ftowenischen Bolkspartei Dr. Soroschetz sagte in einer Rede über die au. zenpolttischim Fragen, die Beziehungen zu Jta. lten seien schlecht. Südslavern tracht den Frie, den yi erhalten und habe deshalb auch Italien gegenüber ständig nachgegeben. Italien ver. folge aber imperialistische Ziele. Parallel mit der Verschlechterung der Beziehungen zu Italien hatten stch in der letzten Zeit die Beziehungen zu Deutschland immer mehr »obeffert Die deutsche» Minderheiten in Südsiavte» sei. ewein kräftiges Bindeglied zwischen Deutsch- “prb und Sudslavien. SS sei zu hoffen, daß die Bez reHungen zu Deutschland stch noch weiter bessern.
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(Sarow Freunde werorn vkihaftei
Bukarest, 6. August. (Drahrberlcht.) Gestern sind 7 Offiziere der Kommandantur verhastei Teilnahme an einem Komplott Wr Rückkehr des Prinzen Carol. Der Putsch sollte bereits in der kommenden Woche erfol- zen. Am ganzen gestrigen Tage haben die Ber- rastlmgen in Bukarest angedwuert.
Für die Todgewekstken.
Reue Demonstrationen in Paris. lEigener Drahrverich'.»
Paris, 6. August.
Das Komitee Sacco-Banzerti und die hiefi- 5en kommunistischen Organisationen habe» die pariser Bevölkerung aufgefvrdert, morgen nachmittag an einem Demonstranonszug durch die Stadt teilzunehmen.
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naä) auch diesmal wieder so kommen, daß nach -tmö« Zett andere Problem« der europäischen und Weltporitik stch in den Vordergrund schie- ben und Oesterreich wird weiter
Unter der Diktatur Primo sondert Spanien sich von Europa fast ebenso sehr ab wie Rußland. Wie Rußland und wie die Vereinigten Staaten gehört auch Spanien nicht dem Völker, bund an. Ja, während Rußland und Nord» amerika doch wenigstens an einzelnen Arbeiten deS Völkerbundes teilgenommen haben, wie an der Genfer Weltwirtschaftskonferenz, hat Spa- nien stch auch von diesen doch wahrlich unver» vindlichen, wahrhaft akademischen Besprechungen ganz serngehalten, ließ sich nicht einmal durch einen „Beobachter" vertreten. Spanien wandelt wirtschaftlich in den Bahnen der „splendid ifolatien" Während die Sachverständigen aller Länder, einschließlich Rußland und Nord, amerika, eS doch wenigstens alS wünschenswert anerkannten, patz die Zollmauern zwischen den Ländern, wenn nicht weggerissen, so doch erniedrigt würden, bekennt Spanien sich zum schärfsten Protektionismus, zum Merkantilismus, der das Land in einen geschlossenen Han- delSstaal verwandeln möchte, der alles erzeugt, was er braucht, nichts mehr vom Ausland einführt, in stolzer Selbstgenügsamkeit die Produk» tio» aller anderen Länder ignorieren will. Wohlgemerft: nur die Produktion, nicht den Verbrauch, denn Spanien, das nichts vom
Nummer 183 •2lmtlid>e» Or<tan 6er Stab« Raffel. Sonntag, 7. August 1927
nicht lebensfähig ist, wissen die maßgebenden Kreise In Paris eben- o gut, tote die in, London und Rom. Das Hauptheilmittel, daß von Paris und London
Wird, sind neue Wirt- chamrche Abmachungen zwischen Oesterreich und seinen früheren Donaumonarchie gehörenden Nachbarländern. Das ist dar alte Projekt )er f»genannten „Donauföderation". Da tzie- rr gute Rat aber in keiner Weise von Frank- reich und England selbst auszuführen, sondern von den stark egoistisch gefärbten und keines- weg« gleichlaufenden Interessen der Tfchecho- flowaket Jugoslavien und Ungarns abhängig K 1° sich' man eigentlich keinen praktischen 3"s dem er ausgeführt werden könnte. Herr Mussolmi übrigens arbeitet ihm ganz Dff,n “• —rd also aller Voraussicht
Wer geht nach Genf?
Die deutsche Bökkerbundsdelegation.
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin, 6. August.
Berliner Blättern zufolge ist anzunehmen, daß die deutsche Delegation für bie Bölter- bundstagung ähnlich wie das letzte Mal zusammengesetzt fein wird. Der sozialdemokratische Partei- und Fraktionsvorstand haben einem Ersuchen der ReichSregterung, wie im Borjahre Dr. Breitfcheid »ach Gens zu delegiere», zu- geflimmt.
_ .. „. ... igt bie Diktatur Verordnungen heraus, die die „nationale" Produktion schützen sollen. Da dürsen Industrien und Eisenbahnen nidfrt mehr die Kohlen kaufen, die ihren Zwecken am besten passen und am billigsten sind, sondern sie müssen zu 80 bis 90 Pro. »ent spanische Kohle verwenden, ob sie sie auch noch so teuer bezahlen und ob sie dem bestimmten Zweck auch noch so wenig entspricht. Die Industrie muß Order parieren, denn sie bettelt selbst beim Diktator nicht um Schutz sondern um Verhinderungszölle. Sie erhält auch solche Zölle, sie erhält alle Privilegien und Monopole, die sie Will. So bestehen wirkliche Monopole für die Elektrizitäts-, die Automobil-, die Zement-, die Zuckerindustrie und manche andere. Die Folge ist, daß Spanien heute eines der teuersten Länder der Erde ist und daß die Peseta im Kurse sinkt, denn Teuerung ist ja nur ein anderes Wort für Geldentwertung. Dabei gelingt ei trotz bei übertriebenen Schutzes nicht, bie Industrie ausreichend zu beschäftigen. Die Zahl der Kurzarbeiter und gänzlich unbeschäftigten Arbeiter ist erschreckend groß. Das Volk kann die teueren Industrieerzeugnisfe nicht kaufen, zumal dieselben in der Qualität schlecht sind, namentlich bie Textilwaren. Anderseits klagen die Weinbauern und Apfelsinengärtner darüber, daß die Länder, gegen die Spanien stch abschließt, stch auch ihrerfeits gegen Spanien ab- schließen. Die Regierung begegnet ben Klagen der Landwirte vorläufig mit tauben Ohren. Sie r'chtet alle Bemühungen daraus, eine Schein- Hüte der Industrie hervorzurufen und hohe Monopoleinnahmen für die Regierung zu erzielen. Das neueste Monopol ist bas de« Pe- rroleumhanbelS, von dem Primo stch eine Jah- reSeinnahme von mehreren Millionen Pesetas ohne Erhöhung des 'Klein-Handelspreises verspricht. Der Diktator will biefen Handel mit eigenen Tankschiffen und mit eigenen Zisternen- wagen betreiben. Die Schiffe sollen nur auf spanischen Werften gebaut, die Wagen von spa- »Ischen Fabriken hergestellt werden, sodaß da» Monopol gleichzeitig eine Belebung bei Schiffsbaus und der Industrie Hervorrufen soll. Wie bei derartig kostspieligen Experimenten der heutige Klein-Handel-prei» erhalten werden 1 soll, ohne daß der Staat direkte Zuschüsse macht, ist das Geheimnis des Diktators.
Amtliches Organ der Stadt Dassel. 17. Iahrqaitg
Wien und wir.
Anschlutzfrage und andere deutsche Ziele. ' Von
Staatssekretär Frhr. v. Rheinhaben (M. b. R.)
Wie da» so ost im Laufe der Jahre zu ge- yen pflegt, wird Plötzlich für eine gewisse Zeit ein Problem, das in ben allgemeinen Jnte- resfenkreis der. deutschen Außenpolitik gehört, sozusagen „aktuell". Alle Zeitungen sind bann von ihm voll, berufene und unberufene Staatsmänner und Nichtstaatsmänner äußern sich dazu und bann wird es nach einiger Zeit wieder still davon. So ging es in ben letzten Wochen der Frage des Anschlusses Oesterreichs an das Deutsche Resch. Jahrelang war bie Disttrfsion 1H ruhigen Bahnen dabingeflossen und es gab «ohl kaum einen Deutschen, der nicht der Ansicht war, daß früher oder später diese Frage ihre Lösung im Sinne Großdeutfchland» finden müßte. Aber aktuell war diese Frage nicht, denn wir hatten andere Sorgen und Probleme genug.
Drei Anlässe waren eS,
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2osef WtNd vegen Vos Zentrum.
Berlin, 6. August. (Privatteltgramm.) Dr. Joses Wirth hat zum Reichsschulgesetzentwurf Stellung genommen. In einem Artikel im Berliner Tageblatt erklärt er: „Ich lehne dieses Gesetz nicht nur ab. sonder« ich werde dagegen stimme». Dr. Wirth wirb also im Reichstag lm offenen Kampf gegen feine Partei stehen.
sia^-nde Deutsche Reich. :....
Feldzug in Gang gesetzt, da zeigte» in zufälligem Zusammentreffen die Wiener Ereignisse durch praktischen Anschauung-sunterricht, wie unbefriedigend und labll die Zustände in diesem österreichischen Peststaat auch heute noch imb. Und alS in schönster parteipolitischer yarfeung die Beilegung der Wiener Revolte im deutschen Blätterwald registriert und bespro- chen wurde, veröffentlichte bie streuzzeiiung einen Artikel auf dem die Zensur des „gegenteils von klug« treffend paßte. In diesem Artikel wurde bekanntlich, abgesehen von höchst zweifel gaftem außenpolitischen Beiwerk der Anschluß Oesterreichs hauptsächlich mit der Begründung ahgelehnt, daß bie parteipolitischen Verschiebungen, b. h. die Verstärkung von Zentrum und Sozialdemokratie. Deutschland nur Schaden bringen konnten. Nun ist auch dieses nach all- -seitiger Zurückweisung solcher Einstellung über- sianben unb wir gleiten im Rest ber politischen Sommerpause nun wieder in dir seelische Ruhe allgemeiner Betrachtungen zurück. — Daß der oesierrelchische Staat, tote er 1919 geschaffen
Dauer unter den bisherigen Verymmiffen
Bmiianus Kuhhandel.
_*?;«! man sich Die Mehrheit verschafft.
Bukarest. 6. August.
Mlnisterprä-sibent vratwnu bat neuerlich strenge Maßnahmen gegen bie Rückkehr des Srinzen Carol nach Rumänien getroffen. @r beabsichtigt, ba er mit der nationalen Bauern vnrtet nicht zu einem Komvromitz gelangen tonnte, mit der Partei AverescuS eine Verständigung dahin zu erzielen, daß bietet Partei uwrzig Mandate gesichert werden. Auf biefe Weite wäre es Brationu möglich, di- Bauern= vkLlei, die ihm gegenüber eine unsichere Stett ung entnimmt, auszuschalten.
Die Sofft lei Neueste» ilatbridrttn erscheine» wöchentlich feite mal nachumtaaS D«r Abonnemenieoreie btitägi für ben Atonal 8.— Jt 6d freier Änellung ns öau». m ber Seickäüsüelle obaeboli 1.0 X. Durch bi» Host mymnlfch 8.— Jt auSfchliekli» ijnstrllungsokbühr Bertas a»t> ReLaktlo» Tchlachiboistrak» 38/80. O-entfBr«*« toi und 982. AM anwrianflt dnaefonbr» Beltr«se kann bie Re- bakno» eiet ■Berantmortane eb»t Sewäbr ht feiner» falle ß6em»6m«n Rffck- wbinna M «eite» »ter «nfxrüche meaen elwaiaer nf», ot6nnn«6mäffiqeT Steter» ne Ist auSaefdloffen Vosifchrckkonto nranktott am M«f» Nummer 6380
Freunde und Felnde.
Italien, Südslavte» und Wir.
(Eigener Drahtbericht.)
Belgrad 6. August.
bie zu der jüngsten lebhaften Di-kussirm führten: Der französische Gesandte in Wien fuhr aus Urlaub unb sprach in Paris, wie bas so üblich ist, auf bem Auswärtigen Amt vor. Als früherer Pressechef wußte er, wie man ,f» et« Was* macht unb von heute zu morgen entftanb eine lebhafte Kampagne der Pariser Presse gegen die angeblich verstärkte Gefahr deS An-
"""* -reich» an ba« sowieso schnell er« ’T Kaum war btejcr in zusälli-
«»«igenmelfe: «intewnich« ®dtbäfläan*i9tn Seile 20 4 auswärtig« GefchLiiK-
In1? *U, A Kl »m. an« Sanel Löort« 4.
nerl« so « Reklamen Serie 7ö 4 On-r^ehiibr 30 4 (bei Slli. ter Offenen Ä! 4 Rechn»nasberrä«» tnnerb. 5 Taaen »ab!bar. -tzür bie Rnmis- »h* ,a?lWfltIle>2tn Ä^faen foroi« für Hufnabmebate»
Mar«x,l<T* Ulkten Ht 8 n teigen mit hefonöer» frfitote- py® IZb >m Pro^m Ausschlag Drucker«!: SLIachchoffttate 38'30. GefLäfi«. fiell«. «olmfche Straße ii «eoenüber ter Lvobrstrate. Äemtoncbet 851 und 952.
Wien, 6. August. (Drahtbericht.) Der Bundeskanzler richtete an Bürgermeister Seitz ein Schreiben, worin er mitteiüe, baß ihm vom 81= gnidieruntzSorgan der interalliierten Militür- kontrolle eine Rote zugegangen fei, worin unter Berufung auf Artikel 123 des Bettrages St. Germain gegen die Errichtung der Wiener ye= meindeschntzwache Einfpruch erhoben und deren Auflösung verlangt rourbr Der Bundeskanzler ersuchte alle» zu veranlassen, um außenpolitische Komplikationen zu vermeiden. Heute gnb ber Bürgermeister bem Bundeskanzler bekannt, daß er Dir Gemrinbrschutzwache bis zum 18. Ang^ einziehen werde. Sein zweiter Erlaß ordnet die Aufstellung einer Gemrindewache an, der unbeschadet der Aufgaben der BimdeSpolizet die Marftwache und die Betriebswache in den städtischen Unternehmungen obliegt. Die Gesamtzahl aller Wachangehörlgen dars den Höchststand von 1000 Mann nicht übersteigen ftür die Aufnahme in bie Gemeindewache kann
Part», «. August.
Dte Flteger Givo» unb Drouhin starten in de« nächsten Xagett zum Ozmmftug. Givon will kommende» Dienstag nach Rewpork start«. Er mtternnhm gestern mit bem „Blauen Vogel" eine» Aerstrchsflug bei 5600 Kilogramm Belastung, der glatt verlief.
Di- „Miß Columbia" sttea mit 1000 Kilo- gram» Belastung auf. Drouhin tetite mit, er beabsichtige, wenn möglich, bereits am Sonntag mtt Lemne zmn Flug nach Rewyoek zu störten Drmchr» britoffte das Flugzeug nicht mehr in tetn« gewohnten Schupven zurück, sondern stellte t8 geg« Bezahlung der Gebühr in einem anderen Schuppen auf feinen Namm unter, fo= daß der Apparat nur ihm telbst und nicht mehr Levi« heransgeyeben wird.
sich unabhängig von Parteizugehörigkeit jeder ösierreichischer Bundesbürgrr im Alter zwischen 22 und 36 Jahren bewerben.
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Segen den aiiwnen Einspruch
toten ß. August. (Drahtbericht.) Bürgermeister Seitz stellte in einem Brief an den Bundeskanzler fest, daß ber alliierte Einspruch mit Unrecht auf ben Artikel 129 des Slaaisverträges von St. Germain sich Mtze. Dieser Artikel gäbe den alliierten Mächten nur das Recht, lieber« schreittmgen in der von ihnen festgesetzten Gesamtzahl der Iicherheitsorgane anzufechten Cb aber diese Sicherheitsorgane Gemeinde- ober Bundespolizeioroane sind fei innere Anqele^en- beii der Republik Oesterreich Der Bürgermeister erwartet daher, daß die Bundesregierungen gegen die unbegründete Einmischung der Liqui- dalionsoraane in die inneren An»'legenh.'lt.'n der Revubl'k Sintuni* erheben wird.
Der verstorbene Reichskanzler Bethmann-Holl- weg hat recht viele« gesagt, was unglücklich formuliert war oder nicht stimmte. Eine solche Äußerung war auch die nach Beginn de« Krie g«S, daß das deutsche Volk angeblich die Sen- tmuntalität verlernt hätte. Leider hatte er sich grtäuscht. Wir Deutschen haben aus den Srsahrungen des Weltkrieges erstaunlich,wmtg gelernt und da- Gefühl — als Sie- gematz zur Staatsraison — beherrscht auch heute noch Millionen unterer Volksgenossen ge- rabe auf bem wichtigsten Gebiete, bem ber So bettachten wir auch bie österreichische Frage viel zu sehr au« Gefühlsmo- n«nten heraus und reihen sie nicht genügend l" das noch längst nicht beendete Ringen unseres Staates um Freiheit und Gleichberech« ttgung. Ich bin ber Letzte, ber etwa jede Gc- mhlsregung in der Politik grundsätzlich kriti- sieren oder gar verdammen wollte. Ohne Verständnis für da» innerliche Fühlen und
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