Staffelet Neueste Nachrichten
Dienstag, S. Augu- 1927.
Staat im Staate darf sich ntd)t mit Mauern umschließen. Sein Eigenleben muß sich aus inneren Drange vermischen mit dem Gemetnschafts- leben. Ungeahnte Ausgaben werden die nächsten Jahrzehnte stellen und unerhört große Opfer verlangen. Mögen sie sich dem gewachsen zeigen in dem Bewußtsein, daß jeder Einzelne nur Existenzberechtigung hat bei vollster Pslichterfül- lung gegen die Allgemeinheit. Salus popuh suprema lex.
Im Anschluß daran überbrachte Landeshauptmann von Gehren die Glückwünsche der Provinz Hessen-Nassau und Oberpräsident Dr. Schwandet die der Behörden Tann ergriff Oberbürgermeister Mueller das Wort, um die Glückwünsche der Stadt Marburg auszusprechen mit einem Dankgesühl gegen die Universität, der die Stadt so Ungeheures verdanke Er gab sodann bekan nt, das Magistrat und Stadtverordnetenversammlung als weiteres Zeichen des Dankes, <3e. Magnifizenz, den Rektor, Geh. Rar Pros. Dr. Busch unv oer Mutator der hiesigen Universität, Geh. Oberregierungsrat Dr. v Hülsen zu Ehrenbürgern der Stadt Marburg ernannt habe. Als Vertreter der Kirchen waren Landesoberpfarrer D. Moeller,Domkapitular Dr Richter-Fulda und Ptovmzialrabiner Dr. Cohn erschienen, um die Philippsuntversttät gleichfalls zu ihrer Vierhundertjahrfeter zu beglückwünschen Stiftungen zum Kunstinstitut, zur Kinderklinik und den beiden studentischen Wohnheimen überreichten zu den Glückwünschen der Vorsitzende des Universitätsbundes, Geh Rat Pros. Dr Haeuser, der Präsident des Kommunallandtages v Keudell-Kaflel. Präsident Dr. Schmieding- Waldeck, Landrai v. Gilsa für den preußischen Landkreistag, Unterabteilung Kaffel, Landrai Jenner für die Nasiauischen Landkreise, Oberbürgermeister Stadler-Kassel, Oberbürgermeister
Antoni-Fulda als Venreter des preußischen Städletags, Oberbürgermeister Dr. Lehr. Düsseldorf, der Vorsitzende der Handwerkskammer Wildagk, Kassel, der Vertreter des Reichsgesundheilsamts Geheimrat Rost, der besonders auch die Glückwünsche des hochherzigen Stifters der Kinderklinik, Dr George Horst übermittelte Als letzter Stifter redete der Großindustrielle Geh Rar Prof. D. Karl, Duisburg, der dem Studentenheim e. V das nach ihm benannte Wohnheim KarlDuisburg-Haus schenkte. Ter Reftor der Philippsuntvcrsilät sand
Worte warmen Tankes
für die Glückwünsche und Stiftungen. Hierauf übermittelten die ftemden Hochschulen und Akademien ihre Glückwünsche, der Rektor der Universität Leipzig, Geh Rat Prof D Siber, für die deutschen Universitäten, der Rektor der technischen Hochschule in München. Geh Rat Pros. Dr. Zenneck für die deutschen technischen Hochschulen und Beraakademien, Geheimrat Fischer-Leipzig für die deutschen Akademien. Ktaatsminister Dr Schmitt-Ott fiir die Rotge- meinschast der deutschen Wissenschaft und für die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der Rektor der Universität Prag, Geh Rat Prof. D Ranchbera, für die Universitäten Prag und Brünn. Geh Rat Mollisch-Wien für die Universitäten Innsbruck, Wien und Graz und der Rektor der Universität Bern, Prof D. Mahn für die Universitäten Bern. Basel und Zürich Nach einem kurzen Schlußwort des Rektors Geh. Rat Pros. Dr. Busch begaben sich die Ehrengäste u. die Dozen- tenschast zu einem Jmbtß zur Universilätsaula. Im Anschluß daran wurden die Jubiläumsstif- tunaen, des Universitätskunsttnstituts. der Kinderklinik und der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik von den Ministern den einzelnen Leitern der
Institute übergeben. Gleichzeitig fand in den Stadtsälen eitle Faustrezitalion von Ludwig Wüllner statt. Am Abend versammelten sich die Ehrengäste im Festzelt auf dem Kämpfrasen zum Festessen, die Studenten zu einer Feier in der Universitätskirche, m der Privatdozent Dr. Hans Gerber über die »Idee der Universitär als wissenschaftlicher Gemeinde* sprach Für die Bürgerschaft Marburgs wurde in den Stadtsälen ein Sinfoniekonzen des Kasseler Staatsorchesters unter der Leitung des Univeisitätsmii- sikdirektors Dr. Stephan», gegeben. So endete der Haupttag der UniversttätSfcierlichkeiten, seinen Höhepunkt jedoch fand die 400 Jahrfeier am Sonntag. sch.
* * *
Der Fellwnntag.
Born Festakt bis zur Schloßbeleuchtung.
Der Festsonnlag begann mit dem zweiten Festakt im großen Festzelt Die Rektoren und Professoren zögen unter Voraufmarsch oer Chargierten der Korporattonen in das Zelt, wo nach der etnleitenden Ouvenüre »Weihe des Hauses* Professor Dr. Rudolf Otto seine durch Radio verbreitete Festrede hielt, in der er das Thema: «Sinn und Aufgabe moderner Universität* bhandelte Im ersten Teile seiner Rede schilderte er das neue Ideal der Universität, wie es zu Anfang des vorigen Jahrhunderts im Kreise des jungen deutschen Idealismus von den Fichte und Schleiermacher. Humboldt, Schelling. Stessens geformt wurde, und wie cs zunächst das Ideal der idealistischen ersten Dezennien des vorigen Jahrbuudetts blieb. Im zweiten Teile beschrieb er die bedeutsamen Umwandlungen, die inzwischen im Begriffe des Wissens, in der Methode und im Objekte der Forschung eingetteten sind, um dann im dritten
17. Jahrgang. — Nr. 178.
Teile darzulegen, inwiefern auch in neuerer Ausgestaltung das ursprüngliche Ideal sich behauptet hat. Auf Vie Festrede folgte die Verkündung der Ehrendoftoren. die wir an anderer Stelle wiedergeben.
Der Festzug.
Der Festzug der um zwei U Hof aus die Stadt durchzog, fiel
dar, das dem in Marburg vor 400 Jahren einziehenden Landgrafen Philipp gegeben wurde. Von einem Heer von Photographen ermattet, unter denen natürlich Kassel nicht fehlte tEbetth usw.), rückte der Trachtenzug langsam über die bewimpelte Bahnhofsbrücke stadt- wärts: Kinder, Patrizier, Bürger, Arkebusiere, die Zünfte, der Landesadel hoch zu Roß als engeres Geleit des Landgrafen und der Land- gräsin, das Marburg benachbarte Land m Schwälmer, Marburger, Gießener Tracht, die schöne, sarbige Welt Thielmanns und Bantzers.
Festspiel auf dem Markt.
Der Festzug, der zwar richt lang (er zog etwas mehr als zehn Minuten vorbet) war, aber in feinem klaren Aufbau sehr etndruckS- voll, hielt vor seinem Aufsti.eg zum Schloß auf dem Marktplatz zu einem kurzen von dem bekannten Marburger Professor Theodor Birt verfaßten Festspiel. Aus dem von tausend Menschen umlagerten Platz begrüßte Landgraf Philipp, der Stifter der Universität, sein Marburg, wobei er des ersten Rektors Buschins Erwähnung tat Der Zug endete gegen 4 Uhr auf dem Schloßberg, wo Platz für Zehlttau- sende zu einem die Jubeltage ftohlich beschließenden Volksfest geschaffen war. Mit entern großen Festkommers und der imposanten Schlohbeleuchlung ging der große Tag zur Neige.
,r vom Bahnte das Geleit
Die Schützen-Festtage von Gudensberg.
Dreihundei k Jahre Gudensberger Schützengilde / Die alte Heffenstodt im Festtmbel / Gute Schießergebniffe der kurhefflkchen Schützengiide und Bekenntnis znm brutschen Gchützenwesen.
Mit rauschendem Tschingtata zog die Kapelle' “ ’ " "lotterte vorbei, der
Was der Festzug zeigte!
Kur; vor der Mittagsstunde begann sich Gudensberg zu „füllen*. Ta kamen die Bewohner der Umgebung in laubgeschmückten Wagen, ein Auto jagte das andere und die Post und die Eisenbahn brachten Tausende. Von Hersfeld von Melsungen, von Hofgeismar nahten besondere Autobusse. Die schon durch den Marburger Verkehr überlastete Frankfurter Straße sah bisher ungesehenen Hochbettieb!
Gegen halb zwei Uhr setzte sich hinter dem Hessischen Hof* der F e st z u g in Bewegung und zog zum Mittelpunkt der Stadt, zum Marktplatz, den Flaggenmasten absteckten, lieber dem Rathaus schwankte die Reichsslagge und grünweiße Bänder umwickelten die Säulen zum Ratskeller*, der deutlicher In Erscheinung tritt als das Repräsentationsgebäude Gudensbergs selbst.
Musik und dann ... um die Ecke kamen Reiter, einer nach dem anderen, sogar eine Reiterin im Herrensattel, alle in feschem Dreß mit schwarzer Sammetkappe — der Reiterverein des Kreises Fritzlar — eine schöne Kavalkade 7 Die alte, zerfetzte Bürgerfahne flog der Bür- g e r w e h r aus der „guten alten Zeit* voran Die rechten Typen waren in die blauen Uniformen von „annodazumals* gesteckt. Den Ehrengästen in würdigen Equipagen folgte ein schwerer Vierspänner . . . das alte Heer mit alten weißen Dragonern aus der Zeit, in der die Schlacht von Wilhelmsthal geschlagen wurde und Soldaten'aus den Jahren vor dem Welt- kriege mit einem friderizianischen Wachtmeister, der allerdings den „Schwarzen Adler* trug ... es hieß, es fei der alte Fritz! Lebhafte Zurufe grüßen das Banner des Kurbessischen Schützenbundes, die Fahnen der Kasseler und anderer hessischer Schützenvereine, und dann Steine- klopfer... die Frima Wegener versinnbildlichte die Steinindustrie, den Basaltabbau, das Schottern. Stolz trugen wieder die jungen Schützen ihre Kleinkalibergewehre vorüber. Und jetzt
. . ein „kerniger* Bierwagen ... ein dickes Faß von 5000 Litern, dazu trunkfeste Lands-
1 |
Waidwerks!
Bevors Schluß wurde, gab es noch ein Prunkstück ... die alte Schützenfahne, Vie ehedem bte Jahreszahl 1627 zeigte . . . ihre Reste sind auf grüner Seide neu aufgehe stet, wurden wieder zum stolzen Panier einer Bewegung, die lange Jahrhundette überdauerte!
Auch Stadtpolizeiobermeister Bleßmann fehlte nicht, der sich besondere Verdienste erworben hat.
Mit rauschendem Tfchingi der Fritzlarer Reitenden B> Kegelklub „Frei-Holz* zeigte, daß es noch anderen Sport in Gudensberg gibt als das Schießen und nun . . . Bauernverein Gudensberg ... ein Prachtwagen, glänzend erdacht, blendend durchgeführt . . . Erntekranz, Tanz, Gläserschwingen und . . . der den „Zerrwanst* spielte, trug zum Bauernkittel den blanken Zylinder! Sehr gute Wirkung bewies auch die Jagdgruppe mit Schützen und Fuchs und Hund und der stolzen Diana, der Göttin des edlen
Die Gudensberger, das ist eine altbekannte Tatsache, verstanden es von jeher, gute Feste zu feiern, aber das Jubiläum der Schützen ... davon wird noch lange in Gudensberg und weit darüber hinaus die Rede sein!
Sonne lag schon am Sonnabend über dem heiligen Bezirk und seinem heiligen Wotansberg, dem Guetenberg, dem Gudensberg und diese Sonne teilte sich den Gudensbergern mit, daß °sie fesüich gestimmt ihre grünberöckten Gäste empfingen. Die Stadt selbst, die bergige, altertümliche, in die dennoch der moderne Geist schon so manche Bresche geschlagen, hatte sich hübsch gemacht. Ehrenpforten schwangen sich über die Straßen und Girlanden, Tannen säumten sie und Birken und kein Haus war, das, wenn cs nicht wallende Fahnen herauSgehängt hatte, in den alten, in den neuen Reichsfarben oder in den hessischen, in Grün-weiß und Blau-wc.ß, doch wenigstens mit Fähnchen geschmückt war. Meister Eitel aus Kassel hatte hilfreiche Hand dazu geleistet.
Schön sah die Stadt aus und wer die Straße empor ging, über die einst Eckbert von Grifte ritt, der Recke, der für uns ein Konrad Wiederhold, ein Ritter ohne Furcht und Tadel, und stand oben auf dem Schloßberg in den alten Mauern oder in der trauten Stille der Weni- genburg, der antennengefebmüdten. und schaute herab auf die Harmonie der Ziegeldächer, in der die Fahnen fchwangen, leise, bunt und freudig, der erst verstand es recht . . .
Und dieses Schlo und seine Mauern und seine Türme, die zur Stadt schreiten, gehörten einfach zu dem großen Fest von Gudensberg vom Jahre 1927, da dreihundert Jahre vergangen, daß ein hessischer Landgras den Bürgerschützen seiner getreuen Stadt Gudensberg mitsamt einem Silberschild eine Fahne verlieh! 1627 ... als der Krieg, der dreißig Jahre währen sollte, neun Jahre lang Deutschland durchtobte, verwüstete. Wer weiß denn heute, was die Schützen der Allgemeinheit gewesen, chre Schirmer, ihre todesmutige Verteidiger?!
Das Auto, das uns von Kassel nach Gudensberg gebracht, fuhr hinaus zur Lehmkaute, zum Schützenhaus und seinen in der letzten Zeit für das jetzige Vereinsschieben des Kurheflischen Schützenbundes erweiterten Schießständen. Schon war ein festliches Treiben in vollem Gange. Große Zelte hatte man ausgeschlagen. Karussells. Buden aller Art, in denen bereits die Mulang-Katasttophe „Sensation* machte Glückshäfen aller Art mit Teddys als Hauptpreisen und viel Musik!
Hier begrüßte der Vorsitzende der jetzt dreihundert Jahre alten Schützengilde, Gutsbesitzer Metz, die Gäste von Nah und Fern in Gudensberg. Bürgermeister Brede hielt eine fein- durchdachte Rede und zu vorgeschrittener Zeit sprach auch noch Landrat Mulert, während der bekannte Kasseler Schütze Walper die Gruße des Kurhessischen Schützenbundes übermittelte
Der Festsonntag.
Weckruf! Es schlief noch mancher nach der heißen Nacht in feinem freundlich gewährten
Die Sieger des TageS:
War vormittags daS Vereinsschießen beendet worden, so knallten nachmittags zum Lärm des Festplatzes, von dem dichte Staubwolken zum gewttterumzogenen Himmel aufstiegen, die Büchsen aller Kaliber beim allgemeinen Preisschießen um wertvolle Ehrenpreise, die im Ehrenternpel aufgebaut waren ... Re mußten jeden Schützen reizen! Tiefes Schießen dauert bis zum heutigen Montag an.
Als die Dämmerung infolge der Gewitterstimmung, die sich aber nicht entlud, zeitiger als sonst hereinbrach, versammelten sich die besternten Grünjoppen im Saal des „Hessischen Hofes* um den Vorstand des Kurhessischen Schützenbundes. Für Gudensberg grüßte nochmals Vorsitzender Metz diesmal Kreissekretär Meier sowie' die Schützenführer Genau und Eckhardt-Kassel. Vor zwanzig Jahren, so hötten wir, fand hier das letzte Äundesschießen statt. Dreihundert Jahre Schützenbewegung flogen in seiner Rede vorüber, die in dem Bekennmis gipfelte: Was gefckehen ist, wie oft auch Verbote kamen .. der alte Schützengei st
„Leuchtender" Abschluß.
Gut Ziel, Hurra! So wurde es laut auf Vaterland und Schützenwesen und Gudensberg und bann leuchtete oben auf dem Schloßberg rotes icht auf und fetzte den Berg in „Brand* und bunte Raketen zersprangen in blitzende Sterne . . . seltsamer Kontrast zur schwarzen Nacht und wieder leuchteten in den Ehrenpforten die „300* und die Musik auf dem Festplatze, von Meister Hiege's Schülern gestellt, spielte zum Tanze auf ..! •R. H.
bergeschirr gezogene Wagen der Herkulesbrauerei in Kassel!
Wieder marschierten Schützenvereine vorüber und lockend Iag’8 im Ohr „Ich schieß den Hirsch . . .* Szenenwechsel. .. Jungdeutschland im Walde, Lautenbänder in den Bäumen, Sai- tcnspiel... der Wagen des Mandolinenklubs, dem sich die deutschen, die freien Turner anschlossen und . . . das Auw der Melsunger Schützen ... sie wetzten schwungvoll ihr . . „Bärdchen*. Das gab einen prächtigen Humor! Hübsche Kinder bevölkerten den Wagen des Gemischten Chors Liedertafel mit der Loreley.
Die schönste Jungfrau fftzet Dort oben wunderbar Sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit „goldenem* Stamme ...!
ehrwürdige Festungskirch?, in deren Ummaue- rung das Hufeisen gebettet ist, das Sleipntr, Wotans Schimmel, in den Sagenborn am Odenberg getreten hatte!
Das Oraelspiel bertlang feierlich im Deutschlandlied und Kreispfarrer Schmidt »and treffliche Worte für den Tag, in dessen Zeichen Gudensberg gestellt war, für Schütz, n- toefen und wahres Volkstum! Und bald darauf ballerte, draußen an der Lehmkaute. der erste Schuß... das Vereinsfchießen begann, zu vem ieder der dem Kurbessischen Schützenbund ange- 'chlossenen Vereine vom Weserstein bis Schlüchtern drei Schützen entsandt hatte.
Die beiden Kasseler Verein? schnitten hervorragend ab, obgleich ihre Vertreter erstmals an einem wlch n Schiessen teilnahmen, die sogenannten „Kanonen* fehlten. Also dop- velt wertvolle Leistung!
Quartier. Dann riefen die Glocken in die alt-tknechte und ein . . . Forstmann! Es war der 'von vier derben Gäulen mit historischem Sil-
lebt und noch in aller Ewigkeit wird fein Wahlspruch gelten:
Ueb Aug und Hand Für's Vaterland!
In blendender Rede feierte der Vorsitzende des Kurheffischeu Schützenbundes, Genau, das Schützenwesen, dessen Vereine die Tradition hüten der alten Bürgerschützen und der Bürgerwehren und ihren oft erprobten Heldengeist bis zu dem gleichen Zufammenfchluß, wie ihn Sänger und Turner betätigten, bis aus lokalen Schützenvereinen deutfche Schützen wurden. Ein Gudensberger Schütze, 'Möbus, hat den Rus Gudensbergs fogar ins Ausland getragen. Und als dann Genau den um Gudensberg hochverdienten Gutsbesitzer Rudolf Metz, durch eine Ehrenurkunde des kurhessisch Schützenbundes auSzeichnete. kannte der Beifall keine Grenzen! Dr. Hepe-Kassel pries wiederum deutsche Ehre, deutsche Liebe und deutsche Treue im Schützenwesen und . . . das Lied vom braven Mann! Er war der Ueber- bringer eines Fahnennagels des Kasseler Schützenvereins für die Gudensberger. Nachdem erfolgte die
Siegerehrung durch Bundesschießmeister Malkomeß und durch Genau gemeinsam: Dabei wurden bekannt- gengeben folgende Einzelergebnisse des
Bereinswettschießens
auf 175 Meter, Freihand, je 10 Schuß.
Büchler-Qbervellmar und Hüsing-Hann.-Munden ie 121 Ringe. Müller-Melsungen 116 Ringe, Snnnna- Beitenhaulen 110 Ringe.
Belle Beteilte bet A-Llasse:
1. Kassel «Schützen Povv. Lamster und Kühnel 363 ; 2. Bettenhausen (Schützen Frank, SIN- MN« und Schnabels 351; L Melsungen 3o0; 4- Hers- ield ISchntzengesellschast) 338; 5. $ot««8ttwt: 834; 6. Lschwege 319; 7. Schlüchtern 284; 8. Homberg 272; 9 8e6xa 261; 10. Gudensberg 249; 11. Rotenburg 244: 12. Hersfeld 1884 223.
Betet« bet B-Klasse:
Neuhof 290, Hann.-Mitnden 266, Obervellmar 254, Immenhausen 237, Fulda 227, Thann (Rböns 213.
Meikterschaftssterne
erhielten erster Klasse Krug und Poop, 2. Klaffe Sgm- ster, Frank und Siebert. 3. Klaffe Büchler, Hüsing, Müller und Siuning. Matter» und Schaier haben bereits diese Auszeichnung. Die Vereine von Ralf et und Bettenhausen bekamen ie ein Fahnenband ebenso Neuhof und der jüngst erst zu Hessen gekommene Münüener Verein, dessen Vertreter, Fabrikant Schröder, für das Hingezogensein Mündens zu Rauet sprach. Auherdcm wurde» die Nadeln der Kurses- fischen Schieb m ei st erschaft verleitt.