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Kasseler Neueste Nachmhtea

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

R« Me^r Stowten «achrichte» erschein«, »Sch«, Sich sechsmal igMM I Der LbomrememÄ-toS betragt für otn Monat 2. X bei fret«- I

Veschä^stelle ahgcbolt 1.80 X. Durch Sie Poft mv^nUch L-Ä SS J1uft'^n^e6üÄr «-rl°° «nbjtebaftion Schlachtbofstratze 28,80. EfiS»? 5» ÄIMÄte1«:

Freitag, 29. Juli 1927

Dreimächte-Gtreit um die ©eeabrüftung

Gegen zwei Fronten. KklNk HvffNUNg UUf ElNtgUNg M GkNf. Luftfahrt tut not!

Die^Moskauer ifi schwer, drei Länder unter einen Hut zu bringen. to

'ärtia in einer aans besonders fckwieriaen London. 28 .^uTi sDeabek>-ei^>t, o» ____<______.______ . . iZJslS£ S®*?. * Deutschland Menen

London, 28. Juli. (Drahlbericht.) In der

... und in «Senf wird man ungrduidig.

^ der Kreuzer in den man ihn auch mehr au Japans finanzielle nächsten vier Jahren herbetzuführen, so sei dar Schwierigreiten zurücksiihrt alS auf seine pari- allem der Mühe wert gewesen, obgleich eS weit! fisüschen Absichten. 6

Der Krieg geht Wetter.

wärtig in einer ganz besonders schwierigen Lage. Sie Hal im Augenblick nach zwei Fronten zu kämpfen. Nach außen gegen den englischen Feind, der in letzter Zeit fieberhaft gearbeitet bat, um seine Positionen zu festigen, und ün Innern gegen die Parteiopposition, die noch

London, 28. Juli. (Drahlbericht.) AuS den Erklärungen Chamberlains schließt -?er Marine- Mitarbeiter der Daily 'Sinti' bap eine Aende- rung der britischen Taktik in Genf bevorstehe und die Regierung bereit sei, für eine be­schränkte Zeit unter die Zahl von 70 Kreuzern herunterzugehen. Der Vorteil einer vorläufigen Vereinbarung über die Kreuzerstärle liege dar­in, daß ein Rüstungswettbewerb während der kritischen nächsten vier Jahre auSgeschaltet wä­re, während andernfalls Amerika anfangen könnte, jedes Jahr zehn neue Kreuzer zu bauen. Daily Telegraph schreibt, wenn eS in Genf ge­linge, wenigstens eine Einigung über die Sin- schränkung deS Baue- großer Kreuzer in ben

Peking, 28. Juli. (Funkspruch.) Die Frie­densverhandlungen zwischen den Vertretern der Pekinger und der Nankinger Regierung einer­seits und dem MilitSrgouverneur der Provinz Schendi find endgültig abgebrochen worden.

Auch 5o:pan »st gegen England.

London, 28. Juli. (Eigene Drahtmeldung., Die Times meldet aus Tokio: Die japanische Presse bekundet eine leider stets zunehmende Antipathie gegen eine Einigung mit Großbri­tannien in der Seeabrüstungsfrage. Die TinteS ichrcchern Diese Stellungnahme Japans bilde eine unangeueh.no Ueberraschung für die Ab- rüftungs-Enthufiasten.

Besuch aus Schweden.

Journaliftenempfang in Berlin.

(Eigener Drahtberichi.)

Berlin, 28. Juli.

hinter den von der Konferenz entgegengebrach, len Erwartungen zurückbleibe.

Amerika ist unDefrieöigt.

Washington, 28. Juli. (Durch Funkspruch.) Die Erklärung Chamberlains über England- unabänderliche Haltung in der Kreuzerfrage bestätigte tn hiesigen politischen Kreisen die Auffassung, daß eine Berständtgung unmöglich und eine Vertagung der Konferenz bis 1931 unumgänglich nötig ist.

A^iaenmetse: Ekchewrtkche ®eft6flftStfneetoen Stile SO J, auswärtige Geschäft«, oneetg« Zeile 20 4. Samrltenan,. Zeile 20 4.&1. «n,. an, anSTO.-tl. An». Zeil« 20 4. Reklamen Zeile 76 4. Offerte ei ii&r 20 4 (bet Zus. fe ®S"*5L,5P £ RtchnuvssbetrSs« innerb. ö Tagen »abtoarj Kür Ne Richtig.

SerMprecher aufgeaeöenen «»»eigen sowie für Aufnahmedaten Lürade.kann mcht garantiert werden. Kür «nettgen mtt SefmZS« schwie. 2Sr Schlag. D«tck«et: Schlachthofftrafte $8/30. Defl^ftS.

"*^e. Kölnische Straße 5, gegenüber der SvÄnktratze. Kerwsvrecher 951 m» 968.

Nvmmer 175. Amtliches Organ der Stadt Kaffel.

Amtliche- Organ der Stad« Kassel. 17. Jahrgang

Kraftaufwand gegen äußere und gegen innere Feinde anzukämpsen. ES ist nicht zuviel gesagt, wenn man den gegenwärtigen Augenblick als den kritischsten bezeichnet, den Rußland seit dem Bürgerkriege erlebt hat.

Königin und Diktator.

Sensationeller Zwist in Rumänien.

(Eigener Drahlbericht.)

Pari-, 28. Juli.

PavSser, Zeitungen hebe« als auffallend hervor, daß nie Königin-Witwe von Rumänien nur sehr entfernt an den offiziellen Trauer- feierlichkeiten in Bukarest teilgenommen habe. Man führt dies auf ein Zerwürfnis der Könj- ain-Wftwe mit Bratianu zurück. Schon am Todestage de» Königs habe der Streit einen solchen Umfang angenommen, daß die Königin. Witwe Bratianu gÄroht habe, sie würde sofort das Land verlassen, um daS Schicksal ihres Sohne» Carol in irgend einer westeuropäischen Hauptstadt zu testen.

Der Rcichsverband der Deutschen Presse gab tn Anwesenheit zahlreicher Vertreter von Regie­rungsbehörden den durch Deutschland reisenden ckwedischen Journalisten ein Essen. Im Namen des ReichSverbandeS begrüßte Chefredakteur Becker tue Gäste. Der Reichsjustizministkr und Stellvertreter des Reichskanzlers Tr. Hcrgt entbot den schwedischen Gästen den Willkom- mcnögruß der Reichsregierung. Der schwedische Geschäftsträger Baron Koskull dankte für den freundlichen Empfang seiner Landsleute.Deutsch-

cnglischen, amerikanischen und japanischen Oef- fentlichkeit steht die Unterhaus-Rede Chamber­lains zur Diskussion, in der Chamberlain er­klär^, die englische Regierung sei zu einer Be- grenzung der Zahl der große» 10 000 Tonnen- Kreuzer nach ähnlichen Grundsätzen wie für die Linienschiffe bereit. Hinsichtlich der kleinen Kreuzer müsse bedacht werden, daß die eng­lischen Verbindungen häufig in engen Gewäs­sern lägen, die von fremden Staaten begrenzt würden, während die amerikanischen Verbin­dungslinien haupffächlich auf dem Lande lägen oder längs der Küsten »der in den weiten Ozeanen. Wenn da» Prinzip der Gesamtton- nage sur ?i»!-»schiffe als ein Maßstab für glei­che Gefechtskraft angesehen werden könnte, so könne man diesem Grundsatz nicht f_. die Kreuzer zustimmen, denn eilte Nation mit zwan­zig Kreuzern zu 5000 Tonnen würde dann einer Macht unterlegen sein, die zehn Kreuzer zu zehntausend Tonnen habe.

* * *

<8« war der müde wert

m 400 Millionen

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r^hR<l<6Ieie über die Dringlichkeit rascher UntetR86nng Die russisch« ging. Volksbewegung.

Genf, 28. Juli. (Drahtbericht.) Die ame­rikanischen uwd japanischen Delegierten an der Marinekonferenz, die seit einer vollen WochL eine tatsächliche Unterbrechung erfahren hat in­folge der Abwesenheit der englischen Hauptde­legierten, beginnen etwas ungeduldig auf die Rückkehr Bridgemans und Lord Robert Ce­tils aus London zu warten. Japan und Ame- rika Weesen bereits in deutlicher Absicht daraus hin, daß die lange Abwesenheit der englischen Delegierten klar zeige, wo die wirklichen Schwierigkeiten einer Einigung in der Kon­ferenz liegen, nämlich bei England bezw. bei seinen angöblich so großen Kreuzerbedürfniffen. Japans Wille zur möglichsten Herabsetzung der seerüstungen wird überall anerkannt, wenn ihn auch mehr auf Japans finanzielle

Dor ernsten Erschütterungen.

Paris, 28. Juli. (Drahtbericht.) Der Ma- tin meldet aus Belgrad: Die rumänische Bau- ernpartvi ist in Risch zu einer Dondertagung zusammengetreten. Der Deputierte Jargo er­klärt dem Matin-Sorrespondenten:Glauben Sie mir, Rumänien steht am Anfang folgen chwerer Erschüttterungen." Die Regierung hat auf Grund der Ausnahmebestimmungen die Proklamtion der Bauernpartei untersagt, in der sie gegen die bestehende Regelung »er Thronfolge Protest erhebt.

land und Schweden müßten ihre Bemühungen auf den Ausbau der zahlreichen und festen Brücken zwischen den beiden stammesverwandtc» Rationen einstellen.

Das ewige Thema.

Der Fall Orchies noch nicht erledigt. tSigener Drahtberichi.)

Pari», 28. Juli.

In einer HavaSnote, die sich mit PoinearLs Rede über die Kriegtzverbrechen von Orchies beschäftigt, wird die Veröffentlichung der amt­lichen Urkunden für den Fall angekündigt, daß die deutsche Regierung ihre Schuld an den Vorgängen in Orchies vom September 1917 ab­streitet. Man kann jedenfalls für die nächsten Tage mit einer Fortsetzung der Angriffe Poin- cark» über die Frage der Kriegsschuld rechnen.

die Anhängerschaft Trotzkis und Sinowjews seit ungefähr einem Jahre mit allen ihr über­haupt zu Gebote stehenden legalen und illegalen Mitteln, um, wenn eS sein muß, auch auf ge­waltsamem Wege ihr Ziel zu erreichen.

Es kommen ihr da mancherlei andere Ent­wicklungen sehr zu Hilfe, vor allem die in letz­ter Zeit sehr stark angewachsenen separaiifii- scheu Strömungen in der Ukrainerin Weißruß­land und im Kaukasus. Besonder» der Kauka­sus war ja stets ein besonderer Unruheherd und der Ausgangspunkt umfangreicher gegen Mos­kau gerichteter Aktionen. Diese verschiedenen Strömungen hat nun die Parteiopposition ge­schickt zu nutzen gewußt, sodaß heute vielfach auch in der Sowjetpresse die Oppofltionsbestre- bungen mit den verschiedenen anderen moskau- feindlichen Strömungen identifiziert werden. Tie sich aus einer solchen Gleichgerichtetheit er­gebenden Fragen zwingen aber die Machthaber im Kreml, mit aller Schärfe gegen die Oppo­sition und ihre Führer vorzugehen. Der Aus­schluß TrotzkiS und Sinowjews aus dem Zen­tralkomitee der Partei ist bereits beschlossene Sache. Das jetzt tagende Scherbengericht soll diese Maßnahmen sanktionieren und darüber h'.naus, so wünschen es wenigstens zahlreiche Parteiorganisationen aus dem Lande, die beiden Oppositionsführer auch aus der Partei auS- schließen. Selbstverständlich würde eine solche Maßnahme in den Reihen der Opposition unge- fr'yie Empörung bervorrufen, ja, man könnte h-jir mit der Möglichkeit einer offenen Aufleh­nung a reu den Paneibeschlutz rechnen. Es ist

v(n e1 dieser Sachlage zu verstehen, daß man .m Kreml nur mit Zögern an die gegen­wärtigen Konferenzen herangetreten ist und daß man auch jetzt noch während der eigentlichen Beratungen versucht, im letzten Augenblick eine Einigung auf mittlerer Linie herbeizuführen, die die Parteileitung der Notwendigkeit, Zwangsmaßnahmen zu ergreifen, enthebt.

Eine nicht weniger bedrohliche Entwicklung hat die außenpolitische Lage Sowjetrußlands genommen. Lassen doch die jüngsten Nachrich­ten aus Moskau erkennen, daß eS England ge­lungen ist, in starkem Maße die französische Rußlandpolitik zu beeinflussen. Unter dem Vorwande, gegen die kommunistische Propagan­da in Frankreich Front machen zu wollen, wenden sich offiziöse Aeußerungen, wie auch Auslassungen der Pariser Presse sehr scharf gegen Sowjetrußland und seinen diplomatischen Vertreter in Paris. Man droht von französi­scher Seite sogar mit ganz energischen Schrit­ten gegenüber Moskau, wenn die Sowjetregie- rung nicht in der Lage fein sollte, gewisse Ga­rantien für daS Aushören der kommunistischen Propaganda zu geben Tie Sowjetregieruna befindet sich also im Augenblick in einer äußerst schwierigen Situation und ist genötigt, mit glei­cher Aufmerksamkeit und mit dem gleichen

nur mit öffentlichen Mitteln

ä. de* Flugzeugindustrie

le lost mit Au sucht auf vollen Erfolg zu erfül- 1 1'. .Segens der Parlamente und Regierung Irkenntnts schon mehrere Jahre hin. vurch für unsere Verhältnisse reckt ansehn- in öffentlichen Unterstützung des ^^efenä Ausdruck gefunden. In diesem Jahre wendet Deutschland rund 43 Mil LUa bi<, Förderung des Kraft- und ^uftsahrtwesenS auf, eine Summe an der auch einige Lander mit erheblichen Summen beteiligt waren. Vergleicht man die Finanzhilfe für den Aufbau einer leistungsfähigen Flugzeugin, ousirie und eines planvollen Luftverkehrsnetzes aber mit den Kapitalanlagen anderer Länder mr Lustfahrtzwecke, dann erscheint die statt, ltche deutsche Unterstützung der Fliegerei recht winztg und dann zwingt sich der Eindruck auf, daß Deutschland aus drinalichsten «ebensinter. esse hier feine Finanzkräfte erheblich anspan­nen muß, um nicht in entscheidenden Nachteil zu geraten Frankreich wirft in diesem Jahrs 715200 000 Franken, Italien 700 Millionen Lire. aus. Trotz der Geldentwertung in bei­den Ländern Übertreffen diese nur für Luft- ahrtzwecke bereit gestellten Mittel die deut, chen Ausgaben doch um daS Mehrfache Die Vereinigten Staaten beteiligen sich an der För. derung ihres Fluawesens bereits im letzten >>ahre mit 76 Millionen Dollar und werden voraussichtlich 1927 nicht unter 10o Millionen rui-'-cköleiben. Rock viel träftiaer und bewuß- ter fefct England,gewaltige Geldmittel für die ooherzücktung der Flugzeuge ein und zwar a»n eine ganze Reihe von Fahren hindurch.

-schon 1924 erreichte eS in der Fördcnmg der

Reuet Konfliktstoff in Wien.

Um die Auflösung der Gemeindepolizet.

(Eigener Informationsdienst.)

Wien, 28. Juli.

Der Konflikt zwischen Bundesregierung und Wiener Gemeinderat ist nunmehr in eine neue Phase getreten. Der Wiener Bürgermeister lehnt die von der Regierung bis TamStag ge­forderte Aufhebung der Gemeindefchukpolizei ab. da dies technisch in der kurzen Frist unmög­lich sei.

Mit ungeheurer Spannung hatte die Be- völkerung Deutschlands den ersten Anhieb al- lerdingS nicht zum Erfolg geführten Versuch t?ru»icuflintiuffrie zur Berech- nuitfl des Chamberlin-Weltrekordes über die längste Flugdauer ausgenommen. Ein sehr ge. '!L^8.unlb vollkommen natürliches National- empfinden verlangte ja in den letzten Wochen angesichts der Transozeanflüge der Amerika- ner zu deutschen Leistungen ähnlicher Art. Es

<£e$L jiitter solchen Hoffnungen

Wünschen nichts als nationalen Ehrgeiz zu suchen. In ihnen kommt auch zum Aus- Sir manchem unbewußt, sehr vielen aber doch glücklicherweise schon voll bewußt paß ^^L/^.nEiimvfe im Luftmeer um ein sehr wesentliches Stück

national-wirtschaftlicher Lebensfragen gehen. Die Flugzeugindustrie mit allen Hilf«- zwetgen rft dabei, ein neues großes internatio- nalcs Crzeugungsgebiet von überragender Be­deutung zu werden. Das Volk, das sich hier durch feine Ingenieure und Piloten rechtzeitig Een Vorwrung sickert, wird durch überlegene WettbewePhSsahi^eit aus Weltmärkte in

csLtSr na,,V Zukuevt eine neue natio- nale Industrie ausbauen können, die seiner Be- .Ee^na Arbeit verschafft und seiner Wirt- i^ft gewaltige frische Quellen zur Durckblu- wng mit Kapital erschließt. Die amerikanischen Flugleistungen sind denn auch in erster Linie "ervekraftia gewesen für den dabei bennbten M^or Wo rmmer ich Fachleute ersten Ran- gcs nach den Möglichkeiten einer Ueberbie- tung der amerikanischen Erfolge durch deutsche Leistungen m der Fliegerei befragte, hörte ich, daß Deutschlands Zukunft im Flugwesen lediq- ttch eine Geldfrage sei. Deutschland verfüge, so wurde mir erflärt, massenhaft über Jngeni- eure, tue an Tradition und Ausbildung 8

S» ben ersten der ganzen Welt gehörten. £n\B,e<ILerl!(bTi$Leit könne auch gesagt wer- ävä eess L neS andern Landes entscheidend Überboten seien. Ohne die sogenanntenBegriffsbestim. mungen- in der deutschen Luftfahrt die mit l?rer maßlosen Auswertung des Versailler Ver-

.putsche Flugizeugindustrie »unft ihre ungemein lähmenden r?fu8fl6en. konnten, hätte sich die aus. Indische ^luyzeugindustrie Deutschland über. - nn die Seite stellen können, da wir

m wichtigen Einzergebieten, wie beispielsweise dem reinen Metallflugzeug, einen sicheren Vor- ^rnng gehabt hätten. Nun aber komme es darauf an, mit den anderen Ländern Schritt öv galten. Und diese dringlichste Forderung ,w-.it^nN Bedeutung in Deutschland niemand zweifeln könne, sei

Derettettrr Bomben an i chiag.

Rewvork. 28. Juli. (Funffpruch.) Gestern »anden Bussichtsbe«nte in einem Tunnel be- Untergrundbahn zwischen Newyork und Bro» «M eine Hombe. Nur infolge Versagens des Zünders wurde eine Katastrophe vernneden.

immer nicht müde geworden ist, gegen die! Parteileitung Sturm zu laufen.

Der Kampf der Sowjetregierung gegen die Parteiopposition hat gerade im Augenblick einen gewissen Höhepunkt erreicht. Seit dem 26. Juli tagt nämlich in Moskau das Scherben- gcrickt vas heißt das Plenum des Zentral- komili.es und Zeutralkontrollkommission der Partei um eichgültig Beschluß zu fassen über die Maßregelung der Oppositionsführer Trotzki und Sinowjew. Trotzki, der über eine große und in letzter Zeit besonders in den Kreisen der Roten Armee stark anwachsende Anhänger­schaft verfügt, und mit ihm Sinowjew rütteln mit ihren oppositionellen politischen Forderun­gen an den Grundfesten der Kommunistischen Partei und des Sowjetsystems überhaupt. Sie bekämpfen die absolute Parteidittatur, wie sie heute durch den Generalsekretär der russischen Kommunistischen Partei, Stalin, verkörpert wird. Sie kämpfen für die Möglichkeit einer Fraktionsbildung, also für die freie Meinungs­äußerung auch über den Rahmen der Kommu­nistischen Partei hinaus. Und sie kämpfen für einen schärfere., a itzengalitifctien Kurs nicht nur England gegenüber, sondern auch vor allen Din­gen im fernen Osten China gegenüber. Nun verbietet es sich natürlich aus Gründen der Staatsraison, daß die Moskauer Regierung die­sen Forderungen der Opposition kurzerhand nochgibt. Ans der anderen Seite aber arbeitet