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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hesstsche Abendzeitung

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Dienstag, 26. Juli 1927.

Rümmer 17£. Amtliches Organ ver (3taM Kassel.

Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang

Kommunistische Wühlarbeit in Nordamerika.

Rekord! Rekord!

Der mißglückte deutsche Dauerflug.

Man totr6 die tiefe Enttäuschung der bei­den wackeren deutschen Piloten Loose und Ri- sticz begreifen können, wenn man sich vergegen­wärtigt, daß nicht ein Motordefekt, Er­schöpfung oder die Unbilden des WetterS die Notlandung erzwangen, sondern nur ein klei­ner Fehler in der BetriebSstosszusührung. Der deutsche Motor hat in den 19 Stunden des Dauerfluges zwischen Leipzig und Dessau prompt und reibungslos gearbeitet. Nichts deutete während der Dauer des Fluges daraus hin, daß das Triebwerk die ihm gesetzte Aus­gabe nicht aushalten würde. Ein kleiner De­fekt, schier eine Nebensächlichkeit, machte diesen ersten Versuch Deutschlands, den Flugweltre­kord zu brechen, zuschanden. Aber das Mißge­schick der beiden Piloten braucht nicht allzu tra­gisch genommen zu werden. Die Reparaturen der Betriebsstoffzuführeng sind in wenigen Ta­gen beendet, woraus der Versuch von neuem frisch gewagt werden kann. Die Junkerswerke sind sehr optimistisch und zuversichtlich; wir haben keine Ursache die Skeptiker zu spielen.

Wenn man sich den praktischen Wert des deutschen Dauerfluges verdeutlichen will, so hat man zunächst zu erkennen, daß eS sich hier, in der Hauptsache wenigstens, um eine Ma­terialprobe handelt. Das heißt, die deutschen Ingenieure der Junkerswerke wollen feststellen, ob dieser Motor, die Stabilität seines Baues, den Anforderungen eines Transozeanfluges $r. Kontinent zum Kontinent gewachsen ist. Man stelle diese sorgsame Vorbereitung eines deutschen Transozeanfluges mit der überhaste­ten Voreiligkeit des Pariser Nungesser-Fluges in Vergleich. Die Organisatoren des französi- schen Ozeansluges verzichteten aus «ine Ma­terialprobe, stellten das ganze Wagnis auf Glück und Zufall. Das tragische Ende Nun- qeffers hat bte Antwort aus diesen kaum glaub­lichen Leichtsinn« gegeben. Den deutschen Jun­kerswerken wird man auch dann, wenn der von ihnen geplante und in die Tat umgesetzte Transozeanslug mißglücken sollte, nicht den Vorwurf machen können, daß sie nicht das Menschenmöglichste getan hätten, um den Zu­fall auszuschalten. Wenn auch dieser erste deutsche Ansturm aus den Dauerflügweltrekord mißglückt ist, so hat er dennoch trotz der ver- bältnismäßig kurzen Flugdauer verschiedene Lehren gegeben, die dem zweiten Wagnis in der nächsten Woche ein günstiges Vorzeichen geben. Trotzdem das Flugzeug bis zur Grenze seiner Tragfähigkeit mit Brennstoff beladen war, vermochte es sich doch mühelos vom Bo­den zu lösen und sich 19 Stunden lang in der Lust zu halten. Die Gewichtsverminderung durch den Brennstoffverbrauch nach diesen 19 Stunden ist so groß, daß die Belastung des Flugzeuges in der zwanzigsten Stunde der Flugdauer keineswegs mehr den Weiterflug be­einträchtigen kann. So brachte das erste Wag­nis bereits die Erkenntnis, daß der deutsche Motor den Ansprüchen eines Transozeanfluges wobl gewachsen sein dürste und daß auch eine lleberlastung des Flugzeuges in­folge der Uebernahme der riesigen Mengen von Brennstoff nicht zu befürchten ist. Ein zweiter Versuch wird also lediglich, wenn nicht unvorhergesehene Umstände eintreten, das be­stätigen, was man heute schon mit ziemlicher Bestimmtheit annebmen darf.

Immerhin bleibt zu beachten, daß auch der geglückte Dauerflug Dessau-Leipzig noch lange nicht alle Möglichkeiten eines Transozeanfluges zur praktischen Bewertung bringt. Denn es ist schließlich etwas ganz anderes, ob ein Flug­zeug sich über eine begrenzte Strecke über Land 60 Stunden in der Lust hält, oder ob e3 den noch nicht erkennbaren Luftverhältnissen über dem offenen Meere ausgeliesert ist. Der Flug Dvrds von Newvork an die französische Küste, besonders seine Irrfahrt über Frankreich, ha­ben gezeigt, daß es heute mit dem Wert der Navigationsinstrumente noch sehr im argen liegt. Die deutsche Industrie ist zwar im Augenblick eifrig damit beschäftigt, die Lehren der drei amerikanischen Flüge in eine Vervoll­kommnung neuer Navigationsinstrumente um­zuwandeln. Solange aber diese neuen Instru­mente noch nicht erprobt sind, ist auch eine der wichtigsten Voraussetzungen für den praktischen Wert eines Fluges von Kontinent zu Konti­nent noch nicht gegeben. Man steht also, daß die sorgsamen Vorbereitungen der Junkers­werke zu ihrem Flug Deutschland-Amerika roch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen werden.

©treiflutt in Berlin.

Berlin, 25. Juli. (Privattelegramm.) Der Streikbeschluß in der Berliner Eisenindustrie hat zu Sympathieerklärungen der Metallarbeiter

geführt. Die Verhandlungen über eine Ausdeh­nung des Streiks auf weitere Berliner Arbei­ter-Kategorien worden heute früh eingeleitet.

Geheime Waffenlager.

Die Kommunisten in der Union.

(Durch Funkspruch.)

Paris, 25. Juli.

Aus Washington wird gemeldet: Im wei­ßen Hause wird über die kommunistische Gefahr m der Union beraten. In zahlreiche« Industrie­städten der Bereinigte« Staate« werben von der Polizei seit einiger Zeit große geheime Waffe n- lager ausgehoben. Die große Ueberraschung ist die Aushebung eines Waffen- und Munitions­lagers im Keller eines Hauses in Newyork, wo­bei 14 000 Feuerwaffen der Polizei in die Hände fielen. Auch die kommuistische Gewerkschafts­bewegung in der Union nimmt zu. In Ncw- Aork hat sich die Zahl der kommunistisch orga- nisterten Arbeiter seit Jahresfrist vervierfacht. Ob es zu gesetzgeberischen Maßnahmen kommt, hängt davon ab, ob eine Mehrheit im Senat dafür vorhanden ist.

* * *

Segen den Handel mit Butzland

Rewyork, 25. Juli. (Drahtbericht.) Ter Ausschuß der Handelskammer der Vereinigten Staaten hat den Vorschlag abgelehnt, in Mos­kau eine Filiale der amerikanischen Handels­kammer zu eröffnen, die den Handel zwischen den Bereinigten Staaten und Rußland fördern fofl, weil die Sowjetregierunq auf nzchts anderes abziele, als die Regierungen der bürgerlichen Länder zu stürzen.

*

Wie stellt sich der Brbeiter-Kongrkß k

Washington, 25. Juli. Nachdem sich die Er­regung einiger Delegierter über das energische Vorgehen der Vereinigten Staten in Nicaragua in entsprechenden Resolutionen Luft gemacht hatte, endete der panamerikanische Arbeiterkon­gretz friedlich auf der gemeinsamen Basis der Verurteilung der dritten Internationale, der in einer Entschließung die Schuld an den ständi­gen Unruhen in Mexiko zugefchrieben wurde. In seiner Schlußrede betonte edr durch Zuruf wiedergewählte Präsident Green den ehrlichen Willen der Bereinigten Staten, mit sämtlichen Republiken Lateinamerikas in Freundschaft zu leben. Der Kongreß zeigte trotz der von gewis­sen Südamerikanern an den Tag gelegten Miß­stimmung gegenüber den Bereinigten Staaten, daß man den nordamerikanifchen Standpunkt der Ablehnung einer Zusammenarbeit mit Ruß­land als richtig anerkannt.

Wehrlose Grenzen.

Unsere zerstörten Ostbesestigungen.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 25. Juli.

Dem Botschafterrat ist der Antrag Frankreichs zugegangen, der Rat möge in eine Nachprüfung der Cntwaffnungserfüllung Deutschlands ein­treten, soweit sich diese aus den beiden Noten vom vorigen Jahre ergebe, in denen bestimmte Vorschriften betreffend die deutsche Schutzpolizei aufgestellt worden waren. Der Bericht der französischen und belgischen Sachverständigen, die mit der Besichtigung der Zerstörungsarb:i- len an den deutschen Unterständen im Osten be­auftragt waren, ist dem Sekretariat der Bot­schafterkonferenz zugegangen. Der Bericht endet mit der Schlußfolgerung, daß die zu zerstören­den Befestigungswerke restlos niedergelegt sind.

Der letzte Kries.

Frankreich bläst die Friedensschalmei.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 25. Juli.

Der französische Unterrichtsminister Herriot hat bei der Einweihung eines Gefallenen-Denk- mals in Wailly eine Rede gehalten, in der er ausführte: Unsere Pflicht ist, den Schwur zu halten, der diesen Soldaten, als sie zur Schlacht auszogen, geleistet wurde: Ihr müßt euch op­fern, denn das ist der letzte Krieg! Der letzte Krieg? Niemand kann schwören, daß es der letzte Krieg war, aber jeder kann schwören, daß er alles tun werde, damit es so ist. Man muß fetzt das Feiedensstatut vorbereiten, das eines Tages in Europa und der Welt regieren wird.

Vvincars rettet cuf ver Schulbfrage

Paris, 25. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Bei den Feierlichkeiten aus Anlaß der Vollendung des Wiederaufbaues der im Kriege zerstörten

Stadt Orchies hielt Ministerpräsident Poineare eine Rede, in der er sich dagegen wandte, daß ein Ueberfall von Franctireurs aus ein deut­sches Kriegslazarett die Veranlassung zu der Zerstörung gegeben habe. Poineare bezeichnete auch den Bericht des deutschen Untersuchungs­ausschusses über die belgischen Greuel als einen absurden Vorwand, um den Versuch zu machen, solche Taten zu entschuldigen. Sobald Deutsch­land aufhöre, die Verantwortlichkeit der Zen­tralmächte für den Ausbruch des Krieges und die Ausschreitungen während des Krieges zu bestreiten, werde auch Frankreich von jenen Vor­fälle« tote von fernen Ereignissen sprechen, die in den Archiven der Geschichte verzeichnet sind. Im übrigen war der Ton der Rede pazifistisch, auch in feinen Ausfällen gegen die deutsche Di­plomatie war Poineare schwächer als früher.

Drei Forderungen.

Beschlüsse der Wiener Sozialdemokraten. (Privat-Telegramm.)

Wie«, 25. Juli.

Die Parteikonferenz der österreichische« So­zialdemokraten, die hier unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattsand, nahm folgende drei Forderungen an: 1. Strenge Untersuchung da­rüber, wie es zu den Bluttaten in den Wiener Straßen kam, 2. Amnestie für die Verhafteten des 15. und 16. Juli, 3. Bundeshilfe für die Hinterbliebenen der Opfer. Die Bundesregie­rung hat dem Magistrat der Stadt Wien mit­geteilt. daß am kommenden Samstag die Ge­meindewache aufzulösen ist, da ihre Bildung von der Regierung nur für 14 Tage genehmigt war. Am Sonntag kam es zu Ansammlungen des Mob, jedoch vertrieb die Polizei die De­monstranten, wobei sünfzehn Verhaftungen vor­genommen wurden.

Links gegen rechts.

Die ewigen Zusammenstöße jn Berlin. (Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 25. Juli.

Der Sonntag hat in Großverlin und Boror­ten dreizehn Zusammenstöße zwischen LinkS- und den Rechts-Organisationen gebracht. Es sind am gestrigen Tage insgesamt 33 Personen verletzt worden.

*

Kommunisten geg n Stahlhelm kute.

Berlin, 25. Juli. (Drahtbericht.) Als die Ortsgruppe MUultfchütz des Stahlhelms am Sonntag ihr Fahncnweihfest feierte, sammelten sich Maßen von Kommunitten. Dem Eingreifen der Polizei gelang es, während des Festzuges Zusammenstöße zu vermeiden. Nachdem sich der Hauptzug aufgelöst hatte, drängten sich zahl­reiche Kommunisten um die einzelnen Stahlhel­mer. Die Kommunisten feuerten in die Stahl­helmgruppen hinein, wobei ein unbeteiligter junger Mann getötet wurde. Die Kommunisten schützten ihren Rückzug durch weitere Pistolen­schüsse, wodurch mehrere Stahlhelmer verletzt wurden. Drei Kommunisten wurden verhaftet.

Rebellierende Matrosen.

Eine ernste Episode in Griechenland.

(Eigener Drahtbericht.)

. Paris, 25. Juli.

Aus Athen wird gemeldet, daß in der grie­chischen Flotte Unruhekundgebungen starrgefun- den haben. Jn Saloniki kam es zu allgemeinen Gehorsamsverweigerungen der Matrosen der Kriegsflotte gegen den strengen Dienst. Die Stadt war mehrere Stunden von jeder Ver­bindung nach außen abgeschnitten, weil die Matrosen das Telegraphenamt und den Hafen besetzt hielten. Rach der Verhaftung der kom­munistischen Führer, unter denen viele Sowjet­ruffen waren, hat die Regiereung Verhandlun­gen ausgenommen, die zur Einigung führte«.

Revolverschüffe auf Autos.

Die Landbevölkerung gegen die Autoraserei.

(Eigener Drahtbericht)

Berlin, 25. Juli.

Die brandenburgische Zuverläffigkcitsfahrt des Deutschen Automobilklubs, die über offene Landstraßen und durch ruhige Dörfer führt, hat zu Angriffen der Landbevölkerung aus die ihre Dörfer durchrasenden Fahrer geführt. Revolver schüffe und Steinwürfe wurden auf die Teilneh­mer gerichtet, die wie durch ein Wunder unver­sehrt blieben. Die Polizei hat einen umfassenden Nachsorschungsdienst nach den Tätern, deren Romen bis jetzt unbekannt blieben, eingerichtet Bis abends waren g Revolverangriffc bekannt

Wie Äohn Bull lebt.

Schwarze und leuchtende Jnselstädte.

Die Reibe der Reifebriefe nnfcrct england- kundigen Mitarbeiterin schließen wir beute mit einem Panorama malerisch-bunter Städtebilder ab. die auch den Dabeimgebliebeneu iuteresiaute Einblicke iu Job» Bulls echte und falsche Pa­radiese gestatte».

Im rußigen Birmingham. Es ist rußiger als London. Es fehlt der spiegelnde Fluß, der Pulsschlag intensivsten Weltlebens, die Maje­stät der Bauten, die großzügige Parkanlage. Hier ist alles Arbeit, alles Häßlichkeit. Schwarz und traurig stehen die Bäume da. Die Stadt wächst und wächst, gerade in den letzten Jahren, und frißt sich in die grüne Landschaft hinein, alles Grüne zerstörend. Hier muß jeder arbeiten und hat keine Zeit für Schönheit und Frische. Reihen wohlhabender Häuser und namenlos schmutzige und ärmliche Straßen grenzen über­all aneinander. Und in den letztgenannten ist fast jedes

dritte Haus eine Schnapsschänke.

Der Engländer liebt entweder Sauberkeit und Ordnung bis zur Lächerkeit oder der Sinn dafür geht ihm gänzlich ab. Den Frauen gebe ich bte größte Schuld. Wenn sie sich schon in den oberen Ständen Arbeit auf Kosten der Behaglichkeit sparen, verzichtet die Arbeiterfrau auf beides. Sie trinkt nur noch, alles andere kann verkommen. Das Heim eines deutschen Arbeiters bei entsprechenden Lohnverhältnissen wird nie so verwahrlost und ärmlich aussehen, wie das seines englischen Genossen, und geht man Sonntags durch eine Industriestadt Deutschlands, wird man niemals völlig ver­lumpten und verschmutzten Leuten begegnen. Dennoch sind die Menschen in Birmingham meist freundlicher, menschlicher,brüderlicher als in London. Das religiöse Leben scheint hier besonders rege. Möglich, daß die trostlose Um­gebung zur Einkehr in die Kirche treibt.

Im schönen Cornwall.

Das schöne Cornwall, die westlichste engl. Graf­schaft, ist von drei Seiten vom Meer umflossen. Die Bäche und Flüßchen schwellen, wenn die Flut kommt, zu mächtigen Strömen an, um in wenig Stunden zum Rinnsal zu werden. An der Düdküste. nach dem Kanal zu, ist das Land üppig und fast südlich anzusehen. Tie Steil­hänge sind bewaldet, v h. nicht in unserem Sin- ne aufgeforstet, sondern es wachsen da alle nur venkbaren Bäume bunt durcheinander. Immer­grüne Eichen und riesige Eiben und Stechpal­men gedtzihen im Seeklima besonders gut. Ta gibt es außerdem Kastanien, wilde Kirschen, Eschen, Lärchen und sehr viel Eichenunterholz. Jn den Gärten sieht man wunderb. Eukalyptns- bäume und Arauearien (von denen wir in Wil- helmsböhe nur ein kleines Exemplar haben, in der Nähe der Tulpenbaumallee) und richtige hohe Palmen. Es herrscht ein sonderbares Klima ohne Winter und ohne Sommer.

Mitte April blühten an windgeschützten Stellen die Blumen toll durcheinander. Nelken, Nar­zissen, Flieder, Goldlack, Mohn, Rosen n. Astern. Es sah ans wie ein verrückt gewordenes Treib­haus. Wind kommt mit ungebrochener Kraft vom Atlantischen Ozean herein und wenn es stürmt, kann man sich nicht auf den Füßen hal­ten. Die Wege (alle geteert, auch Nebenwege) sind tief zwischen dem Weideland einaeschnitten, das von kleinen Erdwällen und Mauern, aus­nahmsweise nicht von Hecken, abgegrenzt ist. Sie sind sehr steil und unübersichtlich und ge­wunden. Für Landesunkundige istdasAntofüh- ren ein recht gefährlicher Spaß.Die Küste ist felsig und sehr gefährlich, viele Leuchttürme zeigen dies an Zwischen den vorspringende« Fels- zungen sind Heine Strandstreifen, die bei stei- aenber Flut verschwinden. Webe dem, der beim Baden von ihr überholt wird, hoffnungslos wird er an den

steilen Felsen zerschmettert.

Derartige Unfälle sind nicht selten, trotzdem gibt es an der ganzen kornischen Küste einen Bade­ort neben dem andern. In Südkornwall befin­den sich an den Flußmündungen meist Häfen, Plymouth und Falmouth sind die bedeutend­sten. Falmouth ist eine wunderschöne Stadt, besonders wenn die Flut den Spiegel der Fal zu unübersehbarer Breite ansckwellen läßt. An beiden Seilen des Flusses sind alte Burgen, jetzt zu modernen Forts umgebaut Am Stran­de liegen Prachthotels und großartige Villen und Anlagen. Letztere hat die Tochter des Königs der Stadt zur Verfügung gestellt. Uebeiall in England ist von dem Königshaus die Re­de. Am meisten spricht man vom Herzog von Dorf und seiner Familie. Der llnverheiratete Thronfolger ist nicht so viel genannt Ter