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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Freitag, 22. Z«li 1927

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Nummer 169. Amtliches Organ der Stadt Kaffel.

Amtliche- Organ der Stadt Kaffel. 17. Jahrgang

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Wettlauf um den...Zollabbau.

Okstereeichs Reichsbanner gegen LlmsturzgeMste / Rumänien als Sorgenkind.

Der »weite von Ahrensdorf.

auswirken, aber wohl nur

Oberfläche. Der Kampf ist gu Ende, die 8er.

Die Schutzwache verschwindet wieder

Men, 21. Juli.

Wer bringt den Äollabbau?

England steht hinter Deutschland nicht zurück.

zen Lande iitung.

Nach einer Pressekonferenz teilte das Kanzler amt auf Ansr, " "

Wien darf nicht leiden.

Oesterreichs Reichsbanner läßt eS nicht zu.

Wien, 21. Juli. Der Vorstand deS Reichs- banners Oesterreichs bezeichnet in einer Eni- schl-eßung die Frage Wien als ein internatio­nales Problem und betont, daß iOT Falle neuer Gefahren die Regierung stcher sein kann, daß die österreichische Bauernschaft sich bereit hält zusammen mit den Sicher heitS- organen des Staates bie friedliche Arbeit und Hab und Gut der Bürger zu schützen.

* * *

RLSkehr zur Vernunft.

Beide Wiener Parteien lenken ein.

Ferdinands ketzter WMe.

König Michael unter dem RegentfchaftSrat.

Bukarest, 21. Juli. Heute wird in Sinais in Gegenwart der königlichen Familie daS Testament König Ferdinands geöffnet. Es wird zusammen mit einem Brief oit den Mini­sterpräsidenten veröffentlicht werden, In dem der verstorbene König die Thronfolge in vollem Umfange zu beachten ersucht. Dieser Wunsch ist bereits Beute durch die Ausrufung des un­mündigen Thronfolgers Michael zum Kö­nig, die Einsetzung deS Regent- fchaftsrateS. die Eidesleistung und die Zuftimmungserklärung aller Parteien ohne lln.

«eine Trauerpoufe in Berlin.

Berlin, 20. Juli. (Durch Funkspruch.) In Berlin ist laut Pressenotiz die kommunistische

iBarole, während bcr Wiener Trauerfeier die Arbeit 15 Minuten lang ruhen zu las­sen, nirgends befolgt worden. Die Role Fahne behauptet allerdings, daß der Parole doch vereinzelt Folge geleistet worden fei.

* * *

<3inö u 6k letzten Opfer?

Die Wiener Polizei tat ihre Pflicht.

Wien, 21. Juli.

Der Polizeipräsident spricht wegen der getö­teten und verwundeten Polizeibeamten der Wiener Polizei Dank und Anerkennung für ihr maßvolles und opferwilliges Verhal- t e n aus. Ungeachtet aller unsachlichen Angriffe spreche er allen beteiligten Polizeibeamten für ihre bewiesene Treue den Dank auS. Möge dieser Kamps der letzte gewesen sein, und mögen die fürchterlichen Opfer Allen die Augen öffnen über den Abgrund, an dem unser Staatswesen durch bie Zwietracht der Bürger geführt wird. In dem Tagesbefehl heißt es, daß v i e r Poli­zeibeamten den Tod fanden, 58 schwer und dreihundertfünfundsechzig leicht verletzt wurden.

König und Diktator.

Wer jetzt in Rumänien regiert.

Die eigentlichen Herren Rumäniens waren und sind noch in der Sterbestunde König Fer­dinands die ehrgeizigen Brüder Bratta- »», die mit dämonischer Macht und rückhalts- loser Skrupellosigkeit ihre Namen sind daS Symbol politischer Unsauberkeit und Bestechlich, keit das königliche Haus und das rumänische Volk terrorisierten. Ihnen gelang e« auch, den Thronfolger Carol aus dem Wege zu räumen. Der dreiunddreißigjährige Prinz hatte schon wegen eines Liebesabenteuers mit Zizi Lambrino aus den Thron verzichtet, war oann aber wieder in Gnaden ausgenommen und mit der griechischen Prinzessin Helene vermählt wor­den. Das eheliche Band vermochte ihn aber nicht lange zu fesseln, sodaß er schon nach weni­gen Jahren, Ende 1925, wegen der charmanten Frau Lupeseu endgültig auf alle seine Erstge­burtrechte verzichten mußte. Der leichtfertige Thronfolger, über dessen Fähigkeiten kein Zwei­fel besteht, hat somit den Brüdern Bratianu ihr Werk wesentlich erleichtert. Als Thronnachfol­ger ist jetzt das sechsjährige Kind deS Prinzen Carol und der Prinzessin Helene von Griechenland als Michael I. ;uui König ausge­rufen worden. Ein unfähiger Regentschaftsrat, bestehend auS dem dreiundzwanzigjährigen Prinzen Nicolas, dem Patriarchen von Bukarest und dem Präsidenten des Obersten Gerichts­hofes, lauter Werkzeugen Bratianus, siebt ihm zur Seite. Wehe dem Volke, dessen König ein Kind ist! Was mag aus diesem Kinde noch werden?

. * JMetf doch hinter Schloß und Riegel

Setzt volle Ich es nicht mehr aus.« Wien, 21. Juli. (Privattelegramm.) Der Eraene Drahtmeldung.) verhaftete k munifiische Abgeordnete Pieck-Bcr- AlS der stellvertretende Ministerpäsident Dr. lin ist auf Berlangen der Staatsanwaltschaft Voß gestern vor seiner Wohnung ans dem Auto dem Strafgericht eingeliefert wor- ein penf io nierter Beamter den, weil bei ihm vorgefundene Dokumente und auf ihn zu und ries, während er mit dem Spa- Schriftstücke schwer belastender Natur sein sollen, zierstock zum Schlage ausholte:Jetzt halte ich' es nicht mehr aus". Der Minister trat einen Schritt zurück. Deine beiden Begleiter schlugen dem Manne den Stock aus der Hand. Der At­tentäter wurde in Haft genommen.

Wien, 21. Juli. . ... _______________ .......... ...

daß leichterungen für Handel und Transport zu. ratie I ®««fer Beschlüsse müßten in bie Tat um. Ra- besetzt werben. Das Völkerbunbskomitee habe Mni, I bereits seine Arbeit ber Vereinfachung aurf)Ider Zolltarifregister begonnen. Auf einer wn« diplomatischen Konferenz müßte nunmehr ver- LJ, !"cht werden, zu einem Vertrage über die « u f- °7"| Hebung von Einfuhrbeschränkun­gen zu gelangen.

Freilich hat Bratianu den leidenschaftlichen Ehrgeiz der Königin Maria schon stark ab­gekühlt, denn was ihrem Gatten versagt blieb, die leidenschaftliche Passion noch politischem Spiel, daS war dieser gebürtigen Prinzessin von Coburg in überreichem Maße gegeben. Sie bandelte, band Fäden und zerriß sie, wenn sie ihrem .königlichen Ehrgeiz" nicht dienlich wa­ren. Sie Verband sich mit Bratianu. als es galt, den revolutionärenKronprinzen" Carol unschädlich zu machen. Sie setzte sich für die Einsetzung eines RegentschaftsrateS für ihren kleinen unmündigen Enkel ein, offenbar in der Annahme, daß dieser RegentschaftSrat nach dem Ableben des Königs ihr die tatsäch­liche Königsherrschaft überlassen würde. Aber Bratianus Vorsichtsmaßregeln, die er unmittel­bar nach dem Ableben König Ferdinands zu treffen wußte, zeigen mit hinreichender Deut­lichkeit, daß er fest entschlossen ist, sein Herren­tum und seine im Augenblick unbestreitbare Machtposition in Rumänien allen Widersachern im Lande und im Königshause zum Trotz zu behaupten.

ES hat auch wohl nicht den Anschein, alS ob er in der nächsten Zeit mit größeren Wider­ständen zu rechnen haben wird. Denn auch olle etwaigen Versuche des Kronvrinzen Ca­rol, sich gegebenenfalls mit Gewalt den Kö­nigsthron zu erobern, müssen von vornherein alS aussichtslos bezeichnet werden, trotz der großen Gefolgschaft, über bie Carol auch heute noch in Rumänien verfügt. Selbst die aus Ru­mänien gemeldete Verhängung des Belage­rungszustandes über daS ganze Land braucht keine andere Bedeutung zu haben als die einer Vorbeugungsmaßnahme, wie sie bei einem temperamentvollen füdländischen Volke immer angebracht erscheint in Zeiten einer in- nervolitischen Neuorientierung. Die einzige ernsthafte Gefahr könnte dem RegentschaftSrat , nur von feiten deS kürzlich aestürzten ehrgeizi­gen Generals AvereScu erwachsen, der vielleicht die vielköpfige aber ohnmächtige Regiererei un­ter Bratianus Diktatur dazu benutzen könnte, die Mlitärkreise gegen das Interim auf« zuputschen, um anstelle einer Diktatur ... die , andere zu setzen.

Au« für das Elsaß tänt etwas ab.

Paris, 21. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Anläßlich des Nationalfeiertages sollen einige Beamte, die daS HeimatSbundmanifest untei- zeichnet haben, begnadigt werden. Tie vorläu- rige Amtsenthebung des Bürgermeisters von Nutz an der Mosel und feiner beiden Stellver­treter wurde aufgehoben. Die Disziplinarstra­fen für einige Beamte und Eisenbahner wer­den gemiibert.

London. 21. Juli. Im Unterhaus betonte Runciman zur Genfer Wirtschaftskonferenz, die mitteleuropäischen Mächte seien mehr als je­mals seit dem Kriege bereit, gemeinschaftlich zu handeln. Sie würden möglicherweise in den nächsten Jahren einen mitteleuropäi­schen Zollverein mit Deutschland an der Spitze bilden. Deshalb müsse Grotzbritanien bie Führung Übernehmen, statt sie Deutschland zu überlassen. Ein Regierungs­vertreter stimmte von ganzem Herzen den Er-

Wer wird um den Toten trauern? Das Volk, das feinen König nie geliebt hat? Die Königin. darauf gibt die chronique scanda- leuse der hohen Diplomatie Antwort. Der Sohn und Thronfolger, der Vater und Vaterland um enter Liebe willen verließ? Die Ratgeber, de- neu dieser König nur ein Popanz war, gut ge- nug, mit seinem Namen ihre skrupellose und korrupte Interessenpolitik zu decken? Vielleicht versteht nur Deutschland die Tragik eines so verfehlten Lebens, tote es das Erdenwallen Ferdinands von Hohenzollern war, deS deutschen Prinzen, den eine uns Heutigen kaum mehr verständliche politische Denkweise und Usance auf den Thron eines Landes erho­ben hat, das ihm fremd war und fremd bleiben mußte bis zur letzten Stunde. Es heißt, Ferdi- »and habe sich bis zuletzt erfolglos bemüht, die sprächeseines" Landes zu meistern, und man erzählt sich, daß er in den letzten Jahren einmal zu einem Abgeordneten der deutschen Minder- beit, ber sich beim König über gewisse Mißstände beklagte, geäußert habe:Ja, ja, bei uns in Deutschlands kommt so etwa nicht vor."

Berlin, 21. Juli. (Funkdienst.) Der bei

den Zusammenstößen in Ahrensdorf schwer I nagen 'mußte? Es war verletzte und am Montag operierte Richard ° Wollank ist heute an Herzschwäche und Wundstarrkrampf verstorben.

worden. Die ungewöhnlich schöne Frau, die dem Hohenzollernprinzen die Hand zum Leben reichte, wurde bald in Rumänien populär, was dem in sich gekehrten, korrekten Kronprinzen nicht gelang, ber sich im Anfang In seinem zu­künftigen Reich höchst unbehaglich fühlte. Er batte auch nicht allzu viel Gelegenheit. Po- pulär zu werden, denn noch lebte König Karol, der Im wahrsten Sinne des Wortes eine Volks- tumlicbe Persönlichkeit war. Nur zu plötzlich starb dieser um fein Land so hochverdiente Fürst, und es war ein kritischer Augenblick in dem er das Steuer des Staatsschiffes den schwachen Händen seines Neffen und Nachfol- gers Ferdinand überlassen mußte. Europa brannte in bellen Flammen, als Fer­dinand den Thron bestieg. Was wirkliche Ken-

schwache und haltlose Persönlichkeit aus dem Thron faß, während die Königin, eine Enkelin der Königin Victoria von England und Deutschenfeindin, alle die Energien besaß, an denen eS ihrem königlichen Gemahl gebrach. ES gibt nur eine Sprache, in der ich gern rede, und ern Land, tn dem ich gern lebe, und das ist England," hat sie einmal gesagt ihre Taten und ibr unglücklicher Einfluß auf die rumä- Nische Politik haben hinlänglich bewiesen, daß sie aus ihrer Sympathie für England in Euro- pa8 entscheidender Stunde alle Konseguenzen zog. Ferdinand von Hohenzollern war es nicht an ber Wiege gesungen worden, daß er einmal den rumänischen Thron besteigen würde. Als Sproß der katholischen Nebenlinie ber Hohen- lottern würbe er 1865 in Sigmaringen geboten. Hier, am Hofe seiner Eltern, verbrachte er seine Zugend. Nachdem er das Gvmnasi um in Düsseldorf bis zur Prima besucht hatte, legte er das Abiturienteneramen ab. trat In daS 1. Garderegiment ein und studierte bann in Leipzig und Tübingen. Da die Ebe seines On- kelS, des Königs Karol, mit Elisabeth, der kö­niglichen Dichterin Carmen Svlva, kinderlos geblieben war, wurde Ferdinand als Thronfolger in Aussicht genommen. Jrn Früh- ahr 1889 siedelte er nach Bukarest übet. Drei Jahre fpäter heiratete er die Prinzess in Marv von Coburg, eine ber vier Töchter der Herzogs von Edinburgh. Die Enkelin bet Königin Victoria wat von frühester

Jugend an englisch erzogen

Ferdinands Fluch.

Ein tragisches Königsschicksal.

Von Legatus.

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auf bteiem nnolfatflnbeu Mouarchenbaupt la«.

fielen, baS sich selbstverstänbttch ^ebtttso sus'ben Frankreich sperrt sie ein.

Republikanischen Schutzbund" wie auf die Tetektive hinter kommunistischen Abgeordneten.

mürb? qL« lPrivat^elegramm.)

muroe. Zwar werden flch Die Vorgänge noch _ ,D

lange im politischen Leben Deutsch-OesterreichS j Ä Baris, 21. Juli.

Der Kassationshof hat bie Berufung von brei

__________ ____ ______T, _____________kommunistischen Abgeordneten gegen die wegen

Handlungen können beginnen. (S. a. Dep. 2. S.) «Aufreizung von Mtlttärpcrsonen zum Nn- l gehorsam verhängten GefängniSstracn

abgelehnt. Die Abgeordneten werden des- (Eigene Drahtmeldung.) |Ä'

age'wege" d^neuen G e^efn-1 lcn V'°-estiett?daß feit achtundvierzig Stunden deschutzwache mit, daß diese lEchlich nur Währen"e^tm"Kämmerv?äsidi'i,m"weUte"wm' für bie Tage der Gefahr berufen worden fei. Die

Polizei habe an fte lediglich ISO Säbel aus- UDetekttve vor dem Gebäude Seitdem geteilt, woher sie die Waffen bezogen hat, ist«' " unauf,,nd bat fein.

dem Bundeskanzleramt noch nicht bekannt. *

Das Olttntflr kann dbrfltfen.

Wien, 21. Juli. (Privattelegramm.) Die

Polizeidirektion erklärt, daß die Sage militäri­sche Unterstützung jetzt entbehrlich mache.

London fleht schwarz

Balkanwitren durch Rumänien?

London, 2L Juli.

In bett Pressekommentaren werben fast burch. weg Befürchtungen zum Ausdruck gebracht, daß Rumänien nach dem Tode Ferdinands in eine kritifche Sage eintritt, die auch Rückwir- tun gen auf den Frieden am Balkan haben kann. Die Regentfchaft fei allerdings bie beste Garantie für eine weitere friedliche Entwick­lung. König Ferbinand wird auch als Bun- besgenoffe im Weltkriege betrauert.

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<£aroi vor Abenteuern gewarnt

Paris, 21. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Wie auS Bukarest gemeldet wird, habe bie Re­gierung bem Ex-Kronprinzen Caro l zugleich mit ber Anzeige vorn Hinfcheiden beS Königs Ferdinand mitgeteilt, daß der Staat fest entschlossen fei. den Beschluß über bie Thronfolge zu beachten.

wie wir hören, besteht Aussicht bafür, daß bie österreichischen Führer der Sozialdemokratie bereit find, gegenüber bem bisher betonten R a- d i k a l i L m u s zur Gewinnung ber Kommuni stcn einzulenken. Derselbe Wunsch besteht auch auf christlich-sozialer Seite, sobatz eS durch möglich erscheint, daß bie parlamentaris, Verhandlungen rascher eine Verständigung er­geben, als man bis jetzt annehmen konnte. DaS würde vor allem ber Fall fein, wenn bie übri-, _

gen Parteien einem Vorschlag der Sozialbemo- Kommt Chamberlain nurprivat"? traten ihre Zustimmung geben, der auf Ein- London, 21. Sufi. (Eigene Drahtmeldung.) etzung eines parlamentarischen Un- Jm Unterhause erklärte Chamberlain auf eine tersuchnngsauSschusfeS hinausläuft. Anfrage, er beabsichtige nicht, in nächster Zeit Eine große Rolle bei den kommenden Berhand- m Berlin offiziellen Besuch zu machen, lungen wirb auch bie Frage eines generellen --

Ist dieses Schicksal nicht geradezu eine Grotes- ke. beleuchten diese beiden Berichte nicht das Di- lemma, an dem der König fein Leben lang trug, tragen mußte? Es war der Zwiespalt zwischen dem königlichen Be r us und seiner beut- j.chen Herkunft, der sich niemals überbrücken ließ. Die landläufige Ansicht geht dahin, Fer­dinand zelbst habe sich entschieden, als er sein Land an der Seite der Entente in den Weltkrieg führte. Die Gerechtigkeit gebietet indes festzu- [tetten, daß dieser Hohenzoller kaum anders Han- dein konnte. So unbeschränkt die wirklichen Machthaber des Landes schalten und walten, in ihren eigenen Geldbeutel arbeiten können, so machtlos und von aller Despotie entfernt ist die Stellung des Königs; im Fall Ferdinands kam noch hinzu, daß eine