Meter Neueste Nachrichtm
Aessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Mittwoch, 20. Juli 1927
Wird der Rhein 1928 wieder deutsch?
as ist uns England?
fein solle.
Alle Lüge laufen wieder
SS war hohe Seit
b
der ten und
Laufe des nächsten Jahre- könne al- gesichert gelten.
Wien. 19 Juli.
Der deutsche Kommunist Abg. Pieck wurde gestern in Wien verhaftet, man weiß noch nicht, ob wegen der blutigen Vorgänge am Freitag. Von den Ergebnissen der eingeleiteten Vernehmungen wird eS abhängen, »b gegen Pieck eine Untersuchung eingeleitet wird, oder ob man sich damit begnügen wird, ihn an die Grenze abzu- schirbcn. Jedenfalls habe er ohne Sichtvermerk die Grenze überschritten und sich hier unangemeldet aufgehalten.
kommenden Auseinandersetzungen über Dawes- Plan und interallierte Schulden wünschen daß unsere beiden großen europäischen Kriegs- gegener England und Frankreich sich weiter g u t vertragen, weil ihre Zerwürfnisse in erste' Linie aus dem deutschen Rücken ausaetrage» würden. Wir müssen andererseits selbst so erstarken. und soviel wieder alS Staat und Ration bedeuten, daß ke i n e r von beiden «ine poli-
• London, 19. Juli.
Ein diplomatischer Korrespondent hält es für wahrscheinlich, dass Chamberlain Dr. Stresc- mann in Berlin emen Besuch abstatten wird, bevor der Völkerbund im September in Genf zu- sammentritt. Der britische Außenminister deutete diese Absicht in einer Unterhausrede an. Es verlautet, daß Chamberlain dringend wünscht, daß entsprechend dem Locarnovertrag und sei- nrm Geist kein einziger Unterschied zwischen Be- suchen gemacht werden sollte, die er oder irgendein anderer Vertreter einer Locarnomacht in alliierten Hauptstädten oder Berlin abstattet.
Auf englischen Druck.
Berlin will Paris nicht reizen.
London, 19. Juli.
Ein Berliner Korrespondent meldet: Hiesige führende Kreise vermuten, daß die Verminderung binnen kurzem von den Franzosen infolge britischer Ueberredung vorgeschlagcn
und die Bildung einer Arbeiter Bauernregierung.
zeitig
wohl das an.
Ortebriefe „nur" 10 Pfennig.
Der Minister geschlagen. — Roch teuer genug.
Oesterreichs Eisenbahner wieder im Dienst / In Tirol noch Schwierigkeiten Der Streik nur eine Kraftprobe / Jetzt kann das Parlament tagen WaS wird mit Pieck? / Untersuchung oder Abschub an die Grenze.
Chamberlain als Gast Berlins?
Ist Berlin etwa schlechter? , Berlins Reichswehrabrechnung mit Belgien.
* * * Abfuhr für Belgien.
Nichts als Lüge« über unsere Reichswehr (Privat-Telegramm.)
Betleid nab Gymvald'rn aus Varis.
Pari-, 19. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Die französische sozialistisch« Partei bringt in
Nummer 167 Amtliches Organ der Stadt Kastel.
von fünszehntaufend Mann gesprochen, die noch keine Beschäftigung in einem Aivilberuf gefunden hätten. Auch sollen wir für unseren HerreSetat sechs Zehntel derjenigen Summ« aufwenden, die wir im Jahr« 1913 für unser großes Heer gebraucht haben. Auch diese Zahl wird dahin richtig gestellt, daß unser Budget für die HeereSmacht gegen früher nur ein Drittel und nicht sechs Zehntel erfordert, obwohl Berufssoldaten ungleich mehr Kosten verursachen als ein Heer der allgemeinen Wehrpflicht. Auch find unsere BewaffnungS-
AmtlicheS Organ der Stadt Kastel. 17. Jahrgang
Die Drahtzieher in Wien.
Kommunisten wuS aller Welt verhaftet.
Wie«, 19. Juli.
Gestern wurden hier zahlreiche Leute wegen der Ausschreitungen am Freitag und SamStag verhaftet. Darunter befanden sich auch bulgarische Studenten ! ) die sich offen als Anhan ger der kommunistischen Partei bekenne«. Ueber vhre Umtriebe maauen sie widersprechende Angabe«. Unter den Verhaftete« soll sich auch «in preußischer kommunistischer Lante- tagSabgeordneter befinde«, weiter ein Vertreter der Berliner Sowjethandels- agentur, Lenghel, der bei der ungarischen Räteregierung eine Rolle spielte.
einem Telegramm ihr Beileid für die Arbeiter- opfer zu« Ausdruck und versichert di« österreichische Sozialdemokratte ihre Sympathie.
neralstreik bis zum Stur, der Regierung Seipel fortMsetze«. Der Aufruf fordert ferner Entwaffnung der faschistischen Organisationen und der Polizei, Bewaffnung Arbeiter, Schaffung von Arbeiterrä
Moskau hilft nach.
Bolschewistenrezepte für Wien.
Moskau, 19. Juli. Ein Sowjet-Aufruf for< teert das österreichische Proletariat auf. den @e.
werden wird und daß eine Aktion Berlins sie_____, ,___ ___,___ ____________ö_
eher verzögern als beschleunigen würde, kosten so hoch, weil wir nur wenige Fabriken Die endgültige Zurückziehung derifür Waffenfabrikation besitzen, denen noch oben- alliierten Truppen von deutschem Gebiet im i drein die Ausfuhr verboten ist.
vor, bei denen allein In den letzten zwei Jahren aus deutschen Strecken zwei Züge gleich- ' ig in eine Blockstrecke eingesahren seien, ob- ngeblich signaltechnisch nicht möglich Von einer absoluten Zuverlas«
tische oder wirtschaftliche Zukunft Europas ohne die Zusammenarbeit mit Deutschland ernsthaft versuchen kann Wir müssen schließlich für die deutsche Zukunst noch eine ganze Menge anderer Dinge leisten und berücksichtigen, aber das, was hier über das Verhältnis Deutschlands zu Frankreich und England ausgeführt wurde, scheint mir dar W i ch t i g st « v o n Allem!
Berlin, 19. Juli.
Die gestern in Brüssel überreichte deutsche Note wird erst veröffentlicht, wenn Belgien wieder geantwortet hat. In der belgischen Rote wird gegen Deutschland der Vorwurf erhoben, daß die fünfprozcntiae Enttatenngsquot« bis auf fünfundzwanzig Prozent gesteigert wurde, sodaß Deutschland imstande sein soll, ein Heer von dreihunderttausend Mann an die Grenze zu werfen. Dabei könnten wir aus Grund vek Friedensvertrages sogar dreizehneindrittel aller Reichswehr zur Entlassung bringen. In unserer Antwort wird, wie wir zuverlässig hören, nach- gewiesen, daß wir die vorzeitige Entlassungs- quote von fünf Prozent noch nicht einmal erreicht haben. Weiter soll der Abg. Rönne- burg im Reichstag erklärt haben, daß im letzten Jahre 15000 Mann, also fünfzehn Prozent, entlassen worden seien. Dieser hat dabei nur
Werden wir 1928 frei?
Berlin baut aus England und . . . wartet.
Paris, 19. Juli.
Rach einem Londoner Berichterstatter versuchen die brittsche« Diplomaten die französische Regierung davon zu überzeugen, daß es nötig sei, die Truppenstärke am Rhein herabzu- setzen. Die Wilhelmstraße habe auf rnfeljcftc Räumung verzichtet, aber st« hoffe, daß, wenn günstige Ereignisse eintreten, die Räumung doch im Laufe des kommenden Jahres erfolge.
sigkeit im Signalwesen bars nach der Meinung dieses Zeugen nicht gesprochen werden. Der Vorsitzende stellt hierzu fest, daß durch solche Fälle jedenfalls die Lokomotivführer unsicher gemacht würden. Ein Reisender, der in dem UnglückSzug mitfuhr, will übrigens das Signal ebenso wie Aubele aus Grün gesehen haben, doch ist eS unsicher, ob diese Beobachtung nicht aus Verwechselung beruht. Der medizinische Sachverständige testiert wie in der ersten Verhandlung Aubeles volle Dienstfähig, keil. In seinem Urteil hob das Gericht das Urteil der ersten Instanz, das aus fünf Monate Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Transportgefährdung gelautet hatte, auf und sprach Aubele frei; der Staatsanwalt hatte 2% Jahr« Gefängnis beantragt.
®te Haftetet Äeadten Racktuweo eri-deinen »ocheumch iech»«at eoitemtttee» Der tldouuemenktzvrett beträgt für den Monat 1.— X tw freier Zustellung tn» van», te bet VeftbtMSKelle -voesob t JO X. Dur» ine Pott monatlich S.— X ausschließlich Zofiellunasoebübi Verla« und «ebafttoB Schlachtboiftroße 38,80 Fernsprecher 861 und Ml Mr unverlangt etnaefattdte Bettrtw kann bfi Ito baftfxm ehtt «emntiwrtmw ober «etvllbr ht keine» Aelle übernehmen Rück- "stlnna be» ffernebeefbe» oder Ansprüche ntetten »titirieer itW* s"'''Sßisri “•rferttwt Hf an»>r»echroU»n Vn«Hck»ckki"iti' AranAnri am Main Nummer «an
Zwischen den Mühlsteinen der Weltpolitik.
Bon
Staatssekretär Frh. v. Rheinbaben. M. te. R.
Wir kennen den unauslöschlichen Vergeltungsgeist derer um Fach und Poincarä, ke'tnen die platonischen Liebesgüffe Briands und den famose« Abrüstungsapostel und Sozialisten Blum, der Frankreich in ein einziges KriegS- lager verwandelt hat. Sehr viel schwerer zu beurteilen und undurchsichtiger als all dieses sind jedoch die Beziehungen zwischen Deutschland und England. England — nicht Frankreich — hat di« europäische Politik vor dem Kriege maßgebend beeinflußt, wenn auch Poincarö-Jswolsky diesen selbst entfesselt haben. Auch nach dem Kriege haben wir der englischen Politik deS schwächlichen Beiseite- stehenS nicht daS geringste zu verdanken. Und erst durch den Locarnovertrag nahm England nach langem Zuwarten und manchem Schwanken endgültig in positivem Sinne für eine europäische Politik Stellung genommen, die fle von einseitigen Bindungen an den Genossen deS Krieges befreite und ihr, wenn auch in anderen und neuen Formen, ohne direkte Bündnisverpflichtung, die dauernde Mitbestimmung der künftigen Politik Europas ermöglichte, wie dieS mit so großem Vorteil in der letzten Vorkriegspolitik geschehen war.
Aber es waren noch immer cinioe Reste von früher her vorhanden, die bald die neugewonnen« Harmonie zu trüben begannen wie z. B. die deutsche Konkurrenz beim Kohlenstreik, der deutsch-russische Vertrag nsw. Und dann kam der Versuch in Thoi rv unter Informierung der englischen Politik aber doch ohne ihre Vermittlunq und Assistenz eine großzügige und direkte deutsch-französisch» Gesamt-Verständigung herbeizuführen. DaS war nicht. WaS England wünschtef Wieder enthielt es sich äußerlich der Kritik, aber wir konnten bald erkennen, daß wir in eine Periode der Abkühlung deutsch-englischer Beziehungen bineingeraten waren Sie äußerte sich neben vielen anderen im völligen Vergessen der Versvrechungen und Zusicherungen. dte Deutschland vor der Unterschrift der Locarno-Verträge gegeben waren. Die Entwicklung gtng weiter Drtrch Poincarö und die hinter ihm stehenden Kreise wurde die Möglichkeit einer direkten deutsch-französischen Verständigung nickt auSgenutzt bezw. zerstört. Sie ist auf unabsehbare Zeit vorbei Und jetzt sollen gerade dieieniaen unter uns, die in der ganzen deutschen Außenpolitik dieser Jahre immer nur wie gebannt auf Paris und Frankreich sahen, be'ehrt fein und offen weben, daß S eine deutsch-franrösikck- Verständigung nur geben kann , wenn EnglandihrPart- ner ist. Und manches deutet daraus hin. daß die englische Volitik die Zeichen der Zeit erkennt und die Entwickluua dieser letzten Monate hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Deutschland bewußt beeinflußt, iedenfalls aber gut genutzt bat Der Bruck mit Rußland freilich hat feinen Teil dazu beigetragen. Ganz allmählich ist Deutschland für England wieder etwas .interessanter"' geworden und wieder fühlen wir in der Sfim- «ntng und Einstelltmg von Bresse und Parlament ein bessere« Verständnis deutscher Dinge und deutscher Notwendigkeiten. Di- Kurrstchtig- keit und Engstirnigkeit der französischen Politik unter Voinear^ bat es mit sich gebracht, d»ß die demnächst nun wohl erfolaende Herabsetzung weniastenS um einige tausend Mann nickt als freiwissiaer Akt französischer Bolitik und als la- vale Erfüllung französischer Vervflicktunoen erfolgt. sondern alS ein ohne die Mitwirkung fa zitmindestens starken Druck der englischen Politik unmöglicher Akt.
Und Weiteres und Grundsätzliches kommt hinzu: Dem franrösischen Prinzip der Erstarrung und deS ErbaltenS der durch den Versailler Vertraa geschaffenen Laae Nebt daS opportunistische Brinziv der Beweauna itttb Evolution auf der englischen Seite gegenüber Durch stark» wirtschaftliche und finanzielle Impulse angetrie- ben treten die europäischen Großmächte mit Einschluß Deutschland? in eine nette Periode der Zusammenarbeit ein. die durch Diktate und Gewakf unmöglich gestaltet werden könne D i» s e T h e s e. die der enalisch» Außenminister soeben noch einmal im Unterhaus stark unterstrichen hat. soll und kann von Dettfschland ausgenommen und restlos zu der unsri- oe« aemackt werden Den Gefahren und Risiko« di» pi« Eintreten Deutschlands in die GemeinrHiakt stark aerüsieter und fonberäner Mroßmächte he"te noch enthalten maa. steht der Ledens- und Entwicktnnaswisse deS deutschen kechzig Mitttonen Volker gegenüber. Mr Deutsche müssen mit besonderem Blick aus die
Berlin, 19. Juli.
Im Verwaltungsrat zeigte sich gestern der Reichspostminister von seiner eigenen Politik -utzerordenttich befriedigt. Aber sein Berfuch, das Ortsporto in Großstädten, also in Städten mit mehr alS 100 000 Einwohnern, zu beseitigen, ist gescheitert. Der Arbritsaus. chuß deS Berwaltungsratrs Hal viesen Bor- chlag abgelehnt, aber gleickzeitig hat er be- chloflen, das Porto für die Ortsbestel- l u n g, das in Höhe von acht Pfennigen für Briefe vorgesehen war, auf zehn Pfennige zu erhöhen. Die schlimmste postalische Ge- fährdung deS MassenverkehrS in den Großstädten ist also infolge des einmütigen Protestes aller Wirtschaftskreise fallen gelassen worden. Jmnierhin bleibt die Zustimmung des Arbeitsausschusses zu der Verdoppelung des bisherigen Briefportos im Ortsverkehr von fünf auf zehn Pfennig bedauerlich, denn eS ist nicht zu verstehen, warum die Städte, namentlich die Großstädte, in denen die Post die größten Einnahmen erzielt und die relativ gering- sten Unkosten hat, dopclt zahlen sollen.
«njetoenprerte: etttbeturtldx »efcbähianwen .Heile 20 A. auSmäntge ®tfd>äfte. in Wen Sette 10 4 framiltemm Seite 10 4. »L «na. an» ftafiei b Worts 4 au8w. kl «n,. Sette 20 4 Reklamen Seite 7B 4. Cffertaebübi 20 4 (bet Siri, »er Offerten SO 4 3te<bnuna«betr8oe Werb. 6 Tagen zahlbar Für o. Riwtig- (eh aller btm6 *emltrretbeT aufaegebenen Snvtaea sowie für «nfnabmebaten nttb Plätze kann nickt yrnmtert werben Für Ameisen mit besonder« /ckwie- rf«m Satz 100 Troient Ansicklag. Druckerei: Scklacktbofstraße 28/30. Vrickäfl«. ttelle- KSinfkcke Stmße 5 »ea-nNsie, bet Svobrsiraße Aernknrecker 051 unb 052
K eln^odt Garte.
Sechs Wochen kein Telephon.
Paris, 19. Juli.
Zwölftausend Fernsprechteilnehmer sollen in einem Viertel, in dem mehrere Ministerien und
Aubele schuldlos.
Können Eisenbahnfignale versagen?
Der Prozetz «egen be« Lokomotivsübrer Aubele ist beute rn Ende gesansen. Der Angeklagte wurde frelgeivrocken. Der Proretz selbst ergab immerhin Unsickerbeiien im Siaualwelen. beten Abstellung im Juierelle des reisenden Publikums drisgeud zu wüuiche» ist.
München, 19. Juli.
Das große Aufgebot von technischen Sachverständigen hat sich in zwei Gruppen geschieden: aus der einen Seite die Vertreter der Reichsbahn, die ein Versagen des umstrittenen Signals für ausgeschlossen halten und daher Aubele, dem sie sonst ein gutes Zeugnis ausstellen, die Schuld zuschieben: aus der anderen Seite stehen Aubeles Berufskollegen: sie weisen immer wieder auf die Möglichkeit unkontrollierbarer Signal st örunge« hin, die im Dienstreglement nicht vorgesehen seien und doch so und so oft vorgekommen seien; was von den Lokomotivführern mit Beispielen belegt wird. Besonderen Anteil an der Schuld geben diese Sachverständigen auch der heftig getadelten Arbeitsüberhäufung des Fahrpersonals durch den Personalabbau. Während der Sachverständige Reichsbahnrat Lasch i n g e r erklärt, daß Beschwerden von Lokomotivführern über Signalstörungcn bei Nachprüfungen nicht standgehalien hätten, während Reichsbahnoberrai Beckh demonstriert, daß selbst bei Versagen der sogen. Haltefallvorrichtung am Signal das Unglück nicht hätte eintreteu dürfen, und eine Reihe weiterer Zeugen sest- stellt, daß das Unglückssignal in Berg am Laim richtig gestanden haben müsse, weil die Blomben am Stellwerk in Ordnung gewesen seien, berichten die als Zeugen vernommenen drei Lokomotivführer über eine Anzahl von Fällen, bei denen durch Hängenbleiben der Drahtleitungen oder der Signalslügel falsche Signale gegeben wurden, und die Richtigkeit der Angaben wird von den Vertretern der Reichsbahn auch zugegeben. Wer Lokomotivführer a. D. Niemann (Berlin) legt sogar ein
Verzeichnis von vierzig Fällen
Der LerkehrSstreik führt zur Katastrophe.
Wien, 19. Juli.
In einem Extrablatt erklärt die Parteileitung, daß die Arbeitsaufnahme i« den Set« kehrSbetrieben, ohne Einwirkung der Regierung erfolgte. Der BerkehrSstreik sollte zeigen, daß die Arbeiterschaft kampffähig fei Ferner erfordert« die Sickerung gegen weitere Pläne der Reaktion den Zusammentritt deS Parlaments. Auch habe di« Industrie unter mangelnder Zufuhr gelitten, sodaß die Schließung von Unternehmungen knapp bevorstand. Die Sozialdemokratie wollte vermelden, daß durch die Schließung der Betriebe die Arbeiter aus die Straße kamen.