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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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9lutttthet 153. Amtliches Orqan der Stadl Kassel.

Sonntag, 3. Inli 1927.

Amtliches Orqan der Stadt Kassel. 17. Jahrgang

Der Reichstag findet die Beamten ab.

Schlimmer als über dem Nordpol.

Verzweiflungsstunden der Ozeanfliegec über Paris / Nach vierzig Stunde« . kein Landungsplatz f Der Sturz ins Angewiffe / Sprung über Bord Franzosen fliegen als erste nach Rewyork / Tropenglut in Dollarien.

GotdeneFkrlenträumk

Ein häßlicher Abschied mit dunklen Sorgen.

Nun fliegen sie auf Schienen, Benzinrädern, auf Propellerschwingen und .. . Schusters Rap­pen hinaus in die weite, wilde, schöne Welt, die abgetriebenen, blaffen, licht- und luflhungrigen Großstadtgesichter, alt und jung, um unter den wärmeren Himmeln des Südens, in den bräu­nenden Seebrisen des Nordens, oder mit Ruck­sack und Rebe guerwald und -feldein in ver­träumten Berg- und Flußtälern, aus märckon- umsponnener Heimaterde sich dem Riesen Antäus gleich frische Lebenssäfte aus allen springenden Quellen, aus Blumen, Sonne und Wind zu trm- ken Und nur der Landmann muß wieder die scharfe Sense schultern u. mustert jede» Tag be­sorgter die ziehenden Wolkenheere, die Aehren und Früchten die letzte süße Reife verwehren Dabei käme der peinlich rechnenden Hausfrau, den vielfach am Hungertuch knabbernden Stadt- mäusen nichts ungelegner, als etwa unerwartete Preissprünge, die unweigerlich neue Lohnwellen auftürmen und leicht das bis auf den letzten Heller angespannte Staatsbudget über den Hau­fen werfen könnten.' Doch diese nachdenklich Epistel soll uns die rosige Ferienlaune nicht verderben, ebensowenig wie die derbe Abschieds­kirmes im Landtag, wo sich die Herren „Volks- erzieher" mit Fäusten und homerischen Schimv- fiaden ein drastisches „Lebewohl" eingerbten und zum Thema „Ahrensdorf" überaus stilvol­le, wenn auch bitter-satirische Illustrationen lieferten.

Gegen die Verrohung nicht nur der politischen Straßen-, sondern ebenso der parlamentarischen Umgangssitten ist an dieser Stelle wiederholt Remedur gefordert worden. Und so unnachsicht­lich man der bösen Parteischlange den Kopf zer­treten sollte, um verblendetem Bruderhaß ein für allemal den giftigen Stachel zu nehmen, so unumstößlich sollten auch einige Knigge-Para- graphen allzu rubusten politischen Heißspornen einschärfen, daß man Ideen, Programme, Wi­dersacher nicht mit Knüppeln totschlagen, son­dern durch größere geistige Wucht und Stoßkraft, durch unantastbare Wahrheiten und Weisheiten allein niederzwingen darf. Wie will man über jähzornige, brutale Parteiwüteriche zu Gericht sitzen, wenn man selbst als weitblickender, zur Duldung verpflichteter Apostel wie ein Torrero aus den Stier lossvringt oder sich selbst vom ro­ten Tuch reizen läßt. Es geht auch nicht an, Stresemanns heroische Offensive um die Welt­geltung und Sympathien der uns Wohlgesinn­ten durch häßliche Zerwürfniffe und Zerklüftung untereinander lahmzukegen, auf welchem Grund- übel der große Polyp an der Seine noch immer seine Knebeliingsrechnuna und Taktik aufge- baut hat. Von der nordischen Friedenskanzel herab hat das deutsche Michaelssckwert dem fauchenden Drachen Poincarö zum zweitenmal die immer wieder wachsenden Köpfe abgeschla­gen. sodaß wir nach außen wenigstens vielleicht wieder ein paar Wochen Atem schöpfen können.

Aus diesem Grunve darf man froh fein, daß der heikle Fürstenkrach in der Regierungsfami­lie so glimvflich abgelaufen und das Zentrum nach dem Abstimmungsausbruch wi-der zu den Fleischtöpfen AeaNVtens zurückgefunden hat Wenn auch die RechtSregierung mit Aufhebung der Sperre für Fürstenpro'effe sich selbst grund­los einen schlechten Dienst erwiesen haben dürf­te Zwar wollen die Fürsten selbst bis zum 1. Dezember die Gerichte nickt behelligen, aber die Opposition ist in weiten Volkskreisen um ei­nen ergiebigen Agitationsstosf reicker und wird nach dem 31. Dezember wohl schwerere Bom­ben hochgehen lasten, zumal, wenn man die Abfindung der Standesherren nickt bald durch Schiedsgerichte regeln sollte. Geben doch deren Privilegien bis aus die Zeit der Leib- eiflenschast und Hörigkeit zurück und mutet eS dock sonst wie ein Sckerz an, ba* be* heutige Steuerzahler für Domänengefälle. Zehnten, Fronden, für mittelalterlicke Judenabaaben. Heiratserlatibnisgelder. Keffelzinsen usw. in alle Ewiokeit auskommen soll.

Aber alle Aenoste, Zwietracht und Parteilärm Werden dock überdonnert von den Motoren der kühnen Luftpioniere, die jetzt ;um dritten- mal, wenn auck mit einer abenteuerlich m „Panne", den Ozean nberaueiten. Hier sind die Großtaten menschlichen Willens, die Träume der Jahrhunderte verewigt, vor denen sich die E"d teile beugen müssen. Der Motor hat Luft und Waster besiegt Fetzt bleibt nur noch das große Ziel die heroischen Leillunoen in die Prari § umzusetzen und der Menschheit neue Leb'ns- räume und -Inhalte zu erschließen, festere Ban­de um die Völker unb Erdteile zu schlingen, wie es unferm Zeppelin zum erstenmal gelang. F. R.

Paris, 2. Juli. Byrd schreibt über seinen Flug u. a.: Nichts, was er auf seinem R o r d- p o l f 1 u g durchgcmacht und erlitten habe, komme annähernd dem gleich, was die Flieger während des Umherirrens über Frankreich in voller Verzweiflung durchgemacht hät­ten. Als sie niedergingen, hätten sie nur noch für 50 Kilometer Betriebsstoss gehabt. Von den sechzig Stunden, die sie in der Luft ver­brachten, seien sie neunzehn Stunden überhaupt geflogen ohne Himmel und Wasser zu sehen. Sein Begleiter schreibt: Ueberall dunkle Nacht, überall undurchdring­licher Nebel. Zweimal glaubten wir, in der Nähe von Paris zu fein. Landen würde ge­heißen haben zerschmettert werden. Gegen Mitternacht hatten wir dann den Eindruck, daß wir uns im Kreise bewegten. Um zwei Uhr hatten wir fast keinen Betriebsstoff mehr. Um 2,30 Uhr gab Burd die Landungsrichtung an ins Unbekannte. Auf diese Weife gerieten wir aus das Waster. Zu sehen war überhaupt nichts. Im Augenblick des Niedergehens hatten wir das Gefühl, in einen Abgrund zu stürzen. Infolge feines Gewichts wurde das Flugzeug unter die Wafferoberfläche gezogen, kam aber wieder hoch. Der Rumpf des Flug-' zeuges war jedoch zerschmettert. Es blieb uns nichts anderes übrig, als über Bord zu springen. (S. a. Bericht 2. Beilage. D. Red.)

Schneller als der Wind

Wien, 2. Juli. Ein Junkerflugzeug ist mit vier Passagieren an Bord, allerdings begünstigt durch Rückenwind, die Strecke Venedig—Wien, c'v 560 Kilometer beträgt, in einer Stunde unb fünfzig Minuten geflogen, was einer Stun­dengeschwindigkeit von 300 K"ometern entspricht unb einen neuen Rekord bedeutet.

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Wagt Byrd Pen Jttiüflvg?

Die „Amerika" bald wieder in Ordnung. Paris, 2. Juli.

Byrd und seine Begleiter reisen heute von Caen ab und treffen heute mittag in Paris ein, wo sie als Gäste des amerikanischen Großindu­striellen Wanamakers im Hotel Continental ab- steigen. Byrd will in Frankreich mehrere Wo-

London, 2. Juli.

Tschitscherin erklärte einem Londoner Preflevertreter: Die Sowjetregierung fördert keine kommunistische Parteipropaganda (?). Seit dem Bruch mit Großbritannien hat Rußland seinen vormaligen Handel mit England zwischen Deutschland, Italien, Frankreich, Schweden und den Vereinigten Staaten verteilt. Tschitsche­rin befürchtet, daß die englischen Diehards P o - l e n gegen Sowjetrußland hetzten. Frankreich sei friedlich, es besitze aber nicht mehr die Macht wie vormals. Es besteht eine gewisse Span­nung zwischen Polen und Sowjetrußland. Sie sei jedoch nicht ernst. Tschitscherin betonte: Wir haben keine kriegerischen Absichten. Nach­dem Englands Regierung erklärt hat, daß keine Aendernng ihrer Entschließung in Betracht komme, kenne ich keinen Weg, auf den man treten könne.

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Auch der Balkan will sich säubern

Wien, 2. Juli. (Privattelgrarnrn.) Ein Blatt meldet aus Athen: Eine große Antibolschewi- tenkonferenz wird in der zweiten Augusthälfte Maßnabmen beschließen über eine gemeinsame Bekämpfung der rufliscken RevolntionSarbeit In den Balkanländern. Griechenland selbst bean- 'ragt die Ausweisung sämtlicher Sowjetruflen

Gehen die Äd^e 6uMt?

Wieder an einer schweren Regierungshürde

Berlin, 2. Juli

Nackde« der Reicksrat gestern frei Beratuni her Zollvorlage die Erhöhung des Kartoffel- zolles und des Zuckerzolles abgelehnt

chen verbringen. Der Berger des Flugapparats ist der Ansicht, daß das Flugzeug leicht wie­der instand gesetzt und fahrbereit gemacht wer­den kann, während Byrd selbst erklärte, er könne keine weiteren Dispositionen tref­fen. iS. a. Bericht 2. Beilckage.)

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G?e kommen allen zuvor-.

Zwei Franzosen als erste. 50 Stunden Luftreise

Paris, 2. Juli.

Ein Blatt berichtet, Henry Farmann habe ihm mitgeteilt, daß der Start der französischen Flieger D r o u h i n und L e b r i x zum ersten Fluge Paris-Newyork in etwa vierzehn Tagen stmttfinden werbe. Die beiden Flieger unter­nehmen gegenwärtig Probeflüge bei Nacht und Regen. Neuntausend Liter Brennstoff werden es ihnen ermöglichen mindestens fünfzig Stun­den in der Luft zu bleiben.

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Zwei weid! che Su'tr baten.

London, 2. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Tie britische Fliegerin Elliot Lunn hat die deutsche Fliegerin Reich aufgefordert, mit ihr in Manchester einen Wettbewerb im Kunst- f lug auszutragen, der wahrscheinlich am 16. Juli stattfinden wird.

B umensträutze tm RüftenftäMcfrn

Paris, 2- Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Gestern abend sind Byrd und feine Begleiter von den Gemeindebehörden Ber-fur-Mer emp­fangen worden. Den Fliegern wurden mehr­fach Bluinensträuße in den amerikanischen und französischen Farben überreicht.

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Oltierifa brät in brr 3u taiut

Chicago, 2. Juli. Die Staaten des mittleren Westens wurden von einer drückenden Hitzewelle heimgesucht. Hier sind bereits achtzehn Personen an Hitzfchlag ober anbereit Folgen der Wärme gestorben.

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30 Tote durch... Hitz'ch ag.

Chicago, 2. Juli. (Funktelegramm.) In den letzten drei Tagen sind hier dreißig Per­sonen infolge der Hitze gestorben.

und nur den für Schweinefleisch genehmigt hat, wird die Reichsregierung nunmehr dem Reichs­tag eine Doppelvorlage (seine eigene und die des Reichsrats) zugehen taffen müssen Wenn der Reichstag die Regierungsvorlage annimmt, ist zu erwarten, daß der Reichsrat von dem Rechte des Einspruches Gebrauch machen wird. Tie Vorlage mutz dann nochmals dem Reichstag zugehen und kann nur Gesetz werden, wenn der Reichstag sie mit Zweidrittelmehrheit annimmt.

Die Beamten warten.

Zulagen erst am 1. Oktober.

Berlin, 2. Juli Im Reichstag wird heute über Anträge von links beraten, die schon 'ür Juli ober August auf Vorschußzahlun­gen für die zum Herbst vorgesehene Gehalts­erhöhung für die Beamten fordern. Es bleibt abzuwarten, ob ber Reichstag bet Anregung des Ministers entsprechend, im September eine kurze Tagung zur Verabschiedung ber Besoldungsvor- lage abhalfen wird Heute dürste beschloßen werden, ben Beam n tunlichst schon vom 1. O k - 'ober ab Vorschußzahlungen auf die Be- solbungsreform zu gewähren.

Drei neue Staatssekretäre.

Berlin, 2. Juli. Für die drei wegen Errei­chung ber Altersgrenze ausfckeidenden preußi­schen Staatssekretäre wurden folgende Nachfol­ger ernannt: Regierunaspräfident Krüger- Lüneburg (Soz.) (Landwirtfckastsministe- -ium), stellv. Vorsitzender der Justizvrüfunqs- 'ommiffion Hoelscher (Ztr.) (Justiz) und Mi­nisterialdirektor v. Seefeld (Dem) (Handels­ministerium).

Der letzte Nest.

Abgesundene und nichtabgefundene Fürsten.

DaS Sverraelkb für Fürstenabfiubnagsvrozelle ist bekanntlich am 1. Juli unter LcrvMch-ung bet Fürsten, sie bis Jabreseude ruhen zu las­sen, gefallen. Der Abfall des Aentrams. das mit den Linksparteien für BerlLnaeruna der Sperre stimmte, vom Rexiernngsblock.brachte diesen zeitweise selbst in Gefahr, fvdah es wichtig Beuna ist, in willen, nm welche Objekte es jetzt und später geben wird.

Nachdem kürzlich die vermögensrechllichen Differenzen zwischen der herzoglichen Linie des Hauses Württemberg und dem Freistaat Württemberg durch einen Ausgleich beendet worden sind, dessen Genehmigung durch den württembergischen Landtag so gut wie sichet ist, schweben nur noch eine Anzahl kleinerer Pro­zesse mit ehemals regierenden Familien im Lande Thüringen, das freilich mit den ei­gentlichen Abfindungsverhandlungen schon seit langem fertig ist. Es sind im ganzen fünfund­zwanzig. Neun Prozeffe hat das Land Thü­ringen gegen den Herzog von Sachsen-Koburg- Gotha angeftrcngt, dreizehn gegen die Fürstin- Witwe Anna Luise von Schwarzburg-Rudol­stadt, zwei gegen die Erben des 1923 verstorbe­nen Großherzogs von Sachsen-Weimar und ei­nen gegen den Herzog von Sachsen-Altenburg. Der Kobnrgische Herzog ist mit seiner vom Lan­de Thüringen erlangten Abfindung so gut weg­gekommen, daß er heute zu den

reichsten deutschen Fürsten gehört,

ein für ihn gewiß angenehmer Gegensatz zu den ersten Jahren nach seiner Thronbesteigung. Denn als er im Juli 1905 zur Regierung kam, besaß er so gut wie kein Privatvcrmögen. Das nicht allzu große Erbteil, das ihm seine Groß­mutter, die Königin Viktoria von England, hinterlaffen hatte, war mit dem Nießbrauch sei­ner erst 1922 verstorbenen Mutter, der Her-ogin Helene von Albany, einer Waldeck'schen Prin­zessin, belastet. Die größte Anzahl der schwe­benden Fürstenprozeffe im Lande Thüringen betreffen die verwitwete Fürstin Anna Luise von Schwarz b u rg -Rudol­stadt, die in nicht unerhebliche Differenzen mit der thüringischen Regierung geraten ist. Da sie indessen sechsttndfünfzig Jahre alt und kin­derlos ist, wird man sie wahrsckeinlick mit ei­ner lebenslänglichen Rente absinden. In Son­dershausen risidiert ebenfalls eine kinderlose Schwarzburgischg Fürftenwitwe. Es ist die ttveiundachtzigjahrige Fürstin Marie, geborene Prinzeffin von Sachsen-Altenburg. Sie hat sich tnbeffen schon vor langer Zeit mit dem Freistaat Thüringen verglichen. Nur der einzige männ­liche Angehörige der beiden Schwarzbnrgischen Fürstenhäuser, der junge Fürst Friedrich-Gün­ther zu Schwarzburg aus Groß-Harthau in Sachsen will sich.seinen Anteil am Hausvermö- gen noch sichern. Daß die Erben des verstor­benen Großherzogs Wilhelm Ernst von Sach­sen-Weimar, seine Witwe, und ihre vier Kinder, darunter drei Söhne, ihre Streitigkeiten mit dem Lande Thüringen immer nock nicht be­reinigt haben, ist um so verwunderlicher, als der letzte Weimarer Grotzherzog abgesehen von der vom Staate Thüringen erhaltenen Abfindung

großes Privatvermögen besaß.

Es stammte von seiner Großmutter, der verstor­benen Großherzogin Sophie von Sachsen-Wei­mar, und bestand, abgesehen von größeren Der- mögenswerten in Holland, aus einer Reihe von Gütern, darunter ber beinahe vierzigtau­fend Morgen großen Herrfchast Heinrichau in Schlesien. Großherzogin Sophie, eine ber aeistvollsten deutschen Fürstinnen, der Goethes Enkel das Goethehaus mit feinen vielen litera« rifchen Schätzen vermachten, war eine Prinzes­sin des holländischen Königshauses, das durch das kaufmännische Talent zweier Könige eine der reichsten europäischen Fürsten- familien geworden ist. Daß Württem­berg erst jetzt mit der herzoalicheu Linie sei­nes ehemaligen Herrscherhauses zu einem Aus­gleich gekommen ist. liegt zumTeil daran, daß die Linksparteien des Landtages vorerst ben Thronverzicht des jetzigen Familienckefs, Herzogs Albrecht von Württemberg, verlangten. Und erst vor kurzem bat sich das württembergi- scke Parlament entschloffen, auf diesen Verttht nicht mehr zu besteb-n. Mit dem letzten Landes- Herrn selbst, dem König Wilhelm II von Würt­temberg, war das Land schon einige Wochen nach der Sta.ttsumwätzuna tu einem defini­tiven Vergleich gekommm. und zwar clS erster "nfcr allen neuc^ röteten deutschen Freistaaten. Diese schnelle C^'.-bigung beruhte nicht nur darauf, daß ber König nur eine Toch-

Moskau sucht wieder Anschluß.

Gebrochener Bolschewistennolr / Wer zeigt Tschitscherin den Weg? Katzbalgerei um Gr oßkampf schiffe , Wann kommt die Wahlreform?