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Nr- 151* 17. Jahrgang.

Raffelet Neueste Nachrichte«

Freitag, 1. Juli 1937.

^.ltaaUichen , Grundvermögenssteuer., der Lmge'schcn .Goldenen Aue" in Riederzweh- DIC hPT 11t IflnlPtthPTi .vtAitärtliA'tfcAti J '

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Veranstaltungen am Freitag.

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Am Verein

Ulster die Höhe der zu zahlenden Hausabgaben geben im übrigen die Bekanntmachungen" des Magistrats vom 27. 4. 27 u. 17. 6. 27. Auskunft.

4. bis zum 24.: Die Effigsteuer für 1. bis 15. Juli 1927 von den zu 1 erwähnten Stcuerp flicht üßen bei gleichzeitiger Anmeldung.

Hundeschau in Kassel.

Sonntag nachmittag veranstaltet der der Hundeliebhaber auf der Pr'n'.cn

Regulierung der Losse.

Der Fischhausweg zwischen der äuße­ren Leipzigerftraße und dem Eichwäldchen ist wegen vorzunehmender Regulierungsarbeiten in der Losse auf die Dauer von clwa vier Wochen iir den öffentlichen Fuhrverkehr polizeilich gc- perrt worden.

guclle eine Schau von Hunden aller Rassen. Die Bewertung der Hunde haben anerke nie Richter übernommen. Die Schau hat den Zweck, das Publikum immer mehr für den Ras­sehund zu interessieren. Die Schau ist kosten­los. Aus der Ausstellung in Magdeburg wurde der Grevhund »Enak", Besitzer Herr Pe­chau, Emmerichstraße 6 (Mitglied des Vereins der Hundcliebbabcrl in der Jugendklasse mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Dieser Rüde kommt auch am Sonntag zur Schau.

Der Schrecken von Wehweiden.

Zwei Einbrecher festgenvmmen.

Wir berichteten vor einigen Tagen von ei­nem großen Einbruch in ein Optikcrgeschüft in der Kölnischcnstraße. Die beiden Einbrecher wurden gefaßt und die Kriminalpolizei stellte im Laufe der Untersuchung fest, daß cs sich um die Haupttäter der vor einiger Zeit im Stadtteil Wehlheiden verübten Einbrüche handelt!

Die Festgenemmcnen waren die Gelegen­heitsarbeiter Mai und Schneider, letzterer ein Bruder des bekannten Einbrechers, der sich vor einer Reibe von Jahren nach abenteuerlicher Verfolgung seiner Festnahme durch Selbstmord entzog. Ter Umstand, daß die beiden Einbre­cherWehlheidcr Jungens" sind, erklärt auch die bei den Schlag auf Schlag erfolgten Ein­drücken bewiesene Lokalkundigkcit der Täter.

Die Geschäftswelt, besonder- die Wehlheider, wird der Kunde von der Festnahme dieses .Schreckens" ganz besondere Beachtung schenken. Sofülnochrithten vom Tage.

-r- Vom Wochcnmarkt Der heutige Donners­tagmarkt war in der Erwartung, daß bereits Vie Gehaltszahlungen erfolgt seien, sehr stark beschickt. Wenn auch diese Voraussetzung zum Teil irrtümlich war. so wurden die Händler auch nicht enttäuscht, cs wurde im Durchschnitt aut gekauft. So schnell wie die Fuldafische vom Markt verschwanden, gingen nur noch die alten Kartoffeln ab. 'Sie waren bereits sehr knapp und zum Preis von 10 Pfennig für das Pfund sehr schnell ausvcrkaust. Landbutter konnte nur knapp geräumt werden. Sonst gab es überall namentlich auf dem überreich beschickten Blu­menmarkt erhebliche Ueberstände. Zum ersten Male waren Heidelbeeren auf dem Markt, das Pfund kostete 80 Pfennig Auch die Walderd­beere hatte sich erstmals cingefunden, sie war noch stolzer als die Heidelbeere, 1 Mark das

-r- Städtische Erziehungsbcratung. Die Sprechstunden der Erziehungsberalungsstclle des städtischen Jugendamtes fallen im Monat Juli aus. Die nächste Beratung findet am 5. August nachm. 46 Uhr, Rathaus, Zimmer 25 (Eingang Fünfsenstcrstraße) statt.

-7- Sommerfrst des Kasseler Handwerks Ta- aus den Vorjahren altbekannte Sommersest des Jnuungsausschnsscs Kassel soll auck in die­sem Jahre und zwar am kommenden Sonntag, uachiuittags in der Stadtballe stattfinden. Der Nachmittag wird hauptsächlich den Kindern gewidmet werden, die durch Belustigungen und Ucbcrraschungen uurcrhalten werden sollen Daneben wird ein Gartenkonzert veranstaltet. Das Fest versvricht nach den Vorbereitungen zu einem wirklichen Familienfest zu werden, bei dem die Kasseler Handwerker nvt den Freun­den und Gönnern des Handwerks einig« frohe Stund-» verleben können.

-i- Ehrendenkmünzc des Weltkrieges und Flandernkreuz. Die Ehrendenkmünze des Welt­krieges wurde verliehen: Karl Steinbach, Tuch- sabrikaut aus Melsungen; Konrad Hartung, Monteur aus Gudensberg; Robert Jäckel, Scklosser. Rudolf Fröhlich, zur Zeit Sonders­hausen, Friedrich Schncllcnpfeil, Arbeiter aus Oberelsungen; Christian Knüppel, Haarform­meister Karl Lüttig, Jmprägnierer, Eduard Kämpendorf, Vermittler, Heinrich Jordan, Schnürmeister, Theodor Koch, Privatmann, Jo­sef Kaldyk, Gefreiter, Wilhelm Petry, Bankbe­amter, Christian Paßberger aus Warburg in Westfalen, Heinrich Mette, Arbeiter. Das Flan­dernkreuz erhielten mit Gefechtspangen: Heinrich Heeger, Beamter; Eduard Kämpcudors. Ver­mittler; Wilhelm Petry, Bankbeamter, Willy Dönges aus Gudensberg; Leopold Voigt, Tech­niker; Theodor Helwig, Kaufmann; Joses Kal­dyk, Gefreiter; Karl Nolte, Bäcker; Georg Bck- ker, Postschaffner aus Felsberg.

-i- Von der Volkshochschule. Am Sonntag indct als 2. hessische Burgenfahrt eine Fahrt nach der Weideisburg bei Naumburg unter Lei­tung von Dr. Hallo statt. An der Fahrt können auch Nichtmitglieder teilnchmen. Abfahrt 7,46 Uhr Bahnhof Wilhelmshöhe mit Naumburger Kleinbahn.

-T- Der liebevolle Schwiegersohn. Auf der Sanitätswache Fuldabrücke fand sich gostern abend ein Arbeiter ein, dem fein eigener Schwie­gersohn mit einem Feuerhaken nachdrücklichste Beweise seinerLiebe" beigebracht hatte. Meh­rere klaffende Kopfwunden waren das sichtbare Zeichen.

Im goldenen Dollarregen,

Sie wissen, wofür sic fliegen.

Newyork, 30. Juni.

Die Honolulu-Flieger Maitland und Hegen­berger (s. a. Artikel 1. Beilage) erhalten den von dem Großkaufmann James Dole ansgesetz- ten Preis von 350 00 Dollar. Wenn sic, ebenfalls auf dem Flugwcgc nach San Fran­zisko zurückkehren, fließen ihnen weitere 25 000 Dollar für den Rückflug in die Taschen.

Weder Wasser noch Land.

Chatham (Massachusetts) 30. Juni. (Funk­telegramm.) DieAmerika" befand sich um 5.30 Uhr früh ungefähr 1400 Meilen von Chatham. Ein Fuiikspruch von 2.30 Uhr morgens besagt: Seit gestern nachmittag 4 Uhr haben wir infolge des dichten Nebels und der tiefhängenden Wol-

Abbruch zu gefährlich.

Also ein Abkommen für . . . 14 Tage.

Paris, 30. Juni.

Nach Rückkehr Dr. Posses aus Berlin stellten die Handelsdelegationen in einem Kommunique fest, daß sic zwecks weiterer Verhandlungen über das heute ablaufendc Handelsprovisorium auf ähnlicher Grundlage wie bisher ein vorläufiges Abkontmen ab- schlicßcn, das b i s z u in 15. Juli läuft und dasselbe ihren beiderseitigen Parlamenten vor­legen wollen. Ebenso sollen die Zollabtvimnen mit dem Saargebict vom August und Novem­ber vorigen Jahres verlängert werden. Für den Fall, daß ein Handelsabkommen bis zum 31. Juli 1927 nicht abgeschlossen ist, wird Frankreich die Möglichkeit erhalten, diese Ab­kommen zu kündigen, die dann nm Ende des folgenden Monats außer Kraft treten sollen.

Wann fällt Vellng?

Moskau aus Nordchina vertrieben.

Schanghai, 30. Juni.

Ein Funkspruch nua Hankan besagt, daß auf das Ultimatum Tschangkaischeks und Fengh jusiangs die Sowjetrilssen das Land iencrhalv vierundzwanzig Stunden verlassen werden. Die Abreise Borodins, des Beraters der Hankau-Regicrung, wurde gestern abend erwar­tet. General Fengh hat die Truppen Tschangtso. lins an der Bahnlinie PekingHankau zn- rückgeworfen. General Tschiang marschiert an der Bahnlinie Tientsin -Pukau entlang a u f Peking.

eommerftthtd n im Ro den

Oslo, 30. Juni. (Funktclegramm.) Durch große Ueberschwemmungen wurden eine Reihe industrieller Unternehmungen stillgelegt. Die Telephonverbindungen sind z. T. unterbrochen. Am Rjilkam ereigneten sich mehrere Erdrutsche, wobei vier Arbteier getötet und sieben Häuser umgerissen rourö en.

Ein Rekorviuev ge-oßl

Berlin, 30. Juni. (Privgtelcgramm.) Wohl der größte Einbruch, der jemals in Berlin ver­übt worden ist, die Plünderung des Geschäfts von Rosenthal u. Sohn im Juli 1923, ist aufge­klärt worden. Einer der Täter, der nach einem Einbruch verhaftet wurde, der Pole M e sz hat eingestanden, mit zwei Komplizen den Einbruch begangen zu haben.

5)r^i Tote im Bauerndaus.

Rom, 30. Juni. (Eigene Trahtmcldung.) In der Umgebung von Bari wurden beim Ein­sturz eines Bauernhauses drei Landarbeiter getötet. ' ___ .

Tragisches Ende eines grauen Ausfluges.

London, 30. Juni. (Privattelegramm.) Eine Rundfahrt von vierzig Frauen, die einen Aus­flug unternommen hatten, endete mit einem Autozusammenstoß. Beide Wagen wurden um« geworfen und zwölf Frauen schwer verletzt.

Roch mehr Tgohuslronke

tungen gehuldigt. Döll, Tüscher und Wilke sorgten unermüdlich für Unterhaltung. Die zahlreich erschienenen Kinder gruppierten sich dann zu einer Brezelpolonaise, nach deren Been­digung sich die Kinder mit vollen Händen um das Trompeterkorps scharten und gemeinsam das Lied:Ich hab' mich ergeben", anstimmten. Während des Abends wurden noch verschiedene alte schöne Lieder mit Begleitung des Trompc- terkorps gemeinsam gesungen. Das Hauptver­gnügen des Tages aber war das . . . Tanz-

Tebvy. der Heine B3r

Ei« Besuch im KasselerZoo".

Es schien einmal, als wollte der Felix-Kater den Teddybär aus der Gunst der kleinen Mäd­chen, worunter jeder verstehen möge was er will, ganz und gar vertreiben, aber der Teddy­bär setzte sich durch und er sitzt noch genau so prompt wie vorher in der Spielstube der Klei­nen, auf der Chaiselongue der Dame oder als guter Geist aus dem Kühler des Kraftfahrers wie im Führersitz des Fliegers. Der Teddy ist Trumpf und doch ist er nur aus Filz und run­den glänzenden Glasperlenaugen!

Unter solchen Umständen war es für einen, der schon manchen Teddy gewonnen und ver­schenkt, der auch sonst schon der Mitwelt man­chen Bären nicht immer einen kleinen auf« gebunden hat, eine Selbstverständlichkeit, das einzige lebendeErernplar" eines Teddy auf« zusuchcn, und wenn nicht Gerade einInter­view" zu erwarten war, so doch eine nette Vier­telstunde.

Seit einigen Tagen ist er nämlich der Freund der Kasseler Kinderwelt, der kleine Teddy, die Ncucrrungeuschaft des KasselerZoo" in der ictzt von würzigem Hcuduft erfüllten Karlsaue, inEckartsbausen", demUniversal-Kurort", dem Aueparkrestaurant von Otto Eckart, der sich übrigens einen zweiten Bauch zugelcgt hat ... wer kennt nicht den alten lieben Bauch, der so­lange Geschäftsführer im altenRest" war? Jetzt waltet er hier seines Amtes.

Aber nun zum Teddy ... Aus den hübschen Apfelschimmeln reitet die Jugend, die Pfauen schreiten gravitätisch einher, im Taubenschlag gurren die dortigenMieter", der Fuchs schlum­mert und läßt sich durch nichts stören und Franz, nicht die Kanaille, wohl aber das Rch- böckchen, bearbeitet wütend die ihn absperren- dcn Drahtmasckcn, ein langbeerkerter Nasenbär bringt die vossierlichen Acsfchcn durcheinander, die bisher die Hauptanziehungskraft auf die Kinder ausübten, aber ... da hockt er ja, der Kleine...

Ach, der hübsche braune Teddy!

Wo treibt jetzt Byrd i

Newyork, 30. Juni. (Privattelegramm.) Eine Radiostation hat berechnet, daß Byrd gegen 5 Uhr annähernd 2009 Meilen von Newyork ent­fernt ist.

Otto Eckart selbst kam. begrüßte ihn ihr kn ar rendcs .

Staatstbeater: Abschied Fritz Verend wcitzen Nössl", 754 Uhr.

Kleines Theater:Die Durchgängen«". R Hüt.

Ltadtvark: Kaifeekontert, 4 Uhr: (Sroßkonnrt und FilmSo ist Paris". R Ubr.

Radwandervorschläge.

Mitgeteilt vom Radiahrer-Tourcnklnb Kassel 1895.

Für Sonntag.

Halbtägig: Richtung: Ob^erkaufunaen, Hoch­stabt, Wellerode. Stell bera, Kassel. Wcglänge 50 Ki­lometer.

Deutscher, sprich deutsch!

Vom deutschen Sprachverein in Kassel.

Die Juniversammluna des hiesigen Zweiges des deutschen Sprachvereins int GasthausHer­kules" hatte einen guten Besuch zu verzeichnen. Präsident Bergener, der Vorsitzer des Orts- vcrcins erstattete eingehend Bericht über die diesjährige Hauptversammlung des deutschen Sprachvereins in Wien, das als Tagungsort den Vorzug hatte, weil es die meisten Teilneh­mer weit weg von der Heimat in ganz neue Verhältnisse führte; da weitete sich der Blick, da wurde manches, was zu Hause als wichsig ange­sehen war, richtiger eingeschätzt. Vergleiche mit den Dingen da draußen läuterten das Urteil. Zu der Tagung fanden sich die Vertreter aller Großstädte und vieler kleiner Orte des deutschen Reiches, aus Kärnten, Steiermark, Böhmen, Mähren und der Schweiz ein. Sie alle waren beseelt von dem Wunsche, in regem Gedanken­austausch neue Anregungen zu finden für die Förderung ihrer Aufgabe, der Pflege ihrer Mut­tersprache, der Hebung des Verständnisses aller Stammesgenosien für eilt reines gutes Deutsch, für das hohe Gut ihres Deutschtums.

Für die ^Beratungen sind Geschäftssitzungcn waren Räume der Universität zur Verfügung ge­stellt worden. Der festen Hand und dem sicheren Blick des Vcrhandlungsleiters. Miitisterialdirek- tors Dt. Jahnke, Berlin gelang es, bei allen Meinungsverschiedenheiten einen befriedigenden Ausgleich zu finden. Besonders hart umstrit­ten war die Frage, ob der Deutsche Sprachver­ein auch das Eintreten für die deutsche Schrift in seinen Aufgabenbereich einbeziehen solle. Ein dahin gehender Antrag ist aber schließlich abgelehnt worden,hauptsächlich .weil davon eine Spaltung unter den Mitgliedern und damit Änc bedenkliche Beeinträchtigung der Hauptarbeit des Vereins, der Pflege der Sprache, zu befürch­ten ist. Als unmittelbare Mitglieder hat die Hauptgeschäftsstelle im Jahre 1926 allein 625 Körperschaften usw. geworben, darunter sämtli­che Reichsministerien, auch Länderregierungen, z. B. das Landesdirektorium von Waldeck, den Buchdruckerverband, Studeutenverbände. die einen Leserkreis von 3 Millionnen Beziehern ttmsassendc Metallarbeiter-Zeitung nsw. Be­sondere Bcacktuna sand eine vom Vertreter des Zweigvereins Kassel angeregte Erörterung über die Tätigkeit der Baupflegekommission in Ham­burg, die sich u. a die Veredelung der Außen- reftame zur Ausgabe gemacht hat. Es wurde nachdrücklich daraus hinaewiesen, daß zu einer wirksamen, das Empfinden jedes guten Deut­schen berücksichtigendenVeredelung" auch die Beseitigung der zahllosen entbehrlichen Fremd­wörter gehöre, die sich trotz aller Ermahnungen noch immer in Werbeinschriften, Ladenschildern, Ankündigungen, Anschlägen usw. breit machen. Ter Zweigverein Kassel ist inzwischen in dieser 1 Frage bei dem Magistrat vorstellig geworden.

Berichtet wurde ferner über das Ergebnis eines Preisausschreibens, die Zeitungssprache betreffend. ES war eine außerordentlich große Zahl zinn Teil reckt umfangreicher Arbeiten eingegongen; 6 Arbeiten wurden mit Preisen bestacht, je eine mit 2000 Mark und 1000 Mark, . in-b Mer mit je 500 Mark. Gesellschaftliche Vrr- ! oriT-.utrmgei: aller Art umrahmten die ernste Arbeit der Tagung. Die nächste Jahreshaupt-11 berfammtung findet voraussichtlich in Hannover,' statt.

Der Jubelrus eines blonden Kindes bringt auf die richtige Spur. Sechs Monate ist der Kleine alt. Schon hat er die erste Scheu vor der neuen Umgebung überwunden. Er zeigt auch seine gar nicht kleinen Tatzcnkrallen. Süß ist's, wenn er die Milchflasche bekommt ...

Gestern," so erzählt eine Mutter,hat mein Kleines zuhause schon den ganzen Milchvorrat ihrem Teddy über den Filz gegossen ... der schluckte nicht so lustig wie dieser hier ...!"

Im übrigen heißt der kleine braune Geselle auch ganz wirklich Teddy!

Heute morgen war ich noch einmal unten, ging früh zur Wasserkur und da erzählten sich die Papageien, die bunten, allerhand. Es schien, als machten sie sich lustig über das ge­stern Erlebte. Es war ein Lachen ohne Ende. Lora und Laura hatten die Führung und als

Pfund, Holländer Puffbohnen waren für 30 bis 35 Pfennig zu haben, während der wenige Spargel mit 1,20 Mark bezahlt werden mußte. Flott gekauft wurden Kirschen 50 bis 75 Pfen­nig und Salatgurken, die von 30 Pfennig auswärts gehandelt wurden. Der Fleischmarkt war gut beschickt, hatte aber nur einen mittel­mäßigen Geschäftsgang, sodaß auch hier große Ueberstände blieben. Am Druselturm und am Fischbrunncn war es ruhig . . . Das gewohnte Bild. c.

4- Jubiläum bei der Stadt. Heute feiert Stadtbauführer Joh. Martin fein 25jähri- ges Jubiläum im Dienste der Stadt Kassel. In Anerkennung seiner treuen Dienste wurde dem Jubilar ein Dankschreiben des Magistrats überreicht.

<- Jubiläen vom Tage. Am heutigen Tage begeht Bäckermeister und Konditor Konrad P s l e g i n g, Holl. Str. 48 fein fünfzigjähriges Geschäftsjubiläum. Das kleine Kaffee, das der rührige Meister vor einigen Jahren geschaffen hat, erfreut sich in weiten Kreisen des Nord- vicrtels großer Beliebtheit. Es wird dem streb­samen Jubilar an seinem Ehrentag an Ehrun­gen und Aufmerksamkeiten nicht fehlen. Vierzig Jahre sind es heute, daß Friseur Rud. M o r e tz k y, Hedwigstraße 10, sein Friseurae- schäst betreibt. Morctzky hat es verstanden, fick in dieser Zeit einen großen Kundenkreis zu er­werben; auch ihm wird es nicht an Aufmerk­samkeiten fehlen. Die Eheleute Georg Ker­st c n, Elfbuchenstraße 15, feiern heute ihr silber­nes Mietsjubiläum. Gewiß ein Zeichen guten Einvernehmens zwischen Hauswirt u. Mieter. Weiter begeht morgen, Freitag Erpediem Friedrich Fleischmann fein fünfzigjähriges Jubiläum im Dienste der Aktien-Gesellschast für pharmazeutische Bedarfsartikel borm. Ge­org Wenderoth. Der zweiundsicbzigjährige Herr versieht seine vielseitige Arbeit noch mit seltener Rüstigkeit und ist bei feinen Vorge­setzten und Mitarbeitern gleich hochgeschätzt und geachtet. An Ehrungen wird es dem Jubilar gewiß nicht fehlen.

Jubiläum auch... des Polizeipräsidiums. Wo alles Jubiläen feiert, kann auch die Poli­zei nicht zurückstehen.und so erinnert sie sich denn, daß es heute genau zwanzig Jahre sind, feit das stolze Gebäude im Königstor bezogen wurde. An das alte Polizeipräsidium am Schloßplatz erinnert heute nur nach ein WirtS- haussck'ild im Steinweg.

Gartcnkonzertc int Dienste der Wohltätig­keit. Während heute, Donnerstag, im Garten der Stadthallc die Jäger im größten Rahmen mit Feuerwerk für das Denkmal der 167er konzertieren, spielt morgen, Freitag, im Stadt­park die Musikabteilung des Eisen­bahn e r v e r e i n s unter Rührups Leitung für das Füri'orgeamt. Die Eisenbahnermusik hat bekanntlich manche Sonderfahrt der R. B. D. Kassel, nach Helgoland, nach dem Hermann usw., verschönt.

Letzte Depeschen.

Byrd schlägt Linöbergh.

Ein Sack voll Geschenke für Paris.

Newyork, 30. Juni.

Byrd hat schon jetzt die Zeit, die Lindbergh beanspruchte, um fünfundsechzig Minuten ver­bessert. Byrd führt eine besondere Geschenk­sendung an den Staatspräsidenten Doumergne mit sich, die aus zwei amerikanischen Flaggen einschließlich der von Byrd bei seinem Flug über den Nordpol benutzten Flagge und der kleinsten Bibel der Welt besteht.

Halle, 30. Juni. (Privattelegramm.) Die Zahl per in Schafstädt an Typhus Erkrankten hat sich aus dreißig bis vierzig erhöht. Eine Per­son ist bereits verstorben. Die Untersuchung er- gab, daß das Speiseeis feine Schuld trägt.

3n den Qlipen ist es noch ralt

München, 30. Juni. (Eigene Drahtmelduna.) In den bayrischen Voralpen ist Neuschnee gefallen. Die Schneegrenze ist durchschnittlich bis auf 1500 Meter hinuntergegangen.

Sin oromatizches 3hegnabenteuer

Madrid. 30. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Postflugzettg fand ein feit drei Tagen ver. mißtes und von einer Flotte gesuchtes Ftuazcug in Seenot auf, das einen Steuerbruch erlitten hatte Der Steuerraum war bereits voll Wasser und die Besatzima nm Cnnc isirer Kraft.

Gutes Ende des Rojenmondes

Wärmer ... aber Gewitterneigung.

Es läßt sich beim besten Willen nicht behaup­ten, daß dieser Rosenmond, der sich heute ver­abschiedet, ausTagen der Rosen" bestand . . . wohl glühten überall die stolzen Königinnen der Blumen in majestätischer Pracht, aber . . . Regen und Kälte und wenn der Himmel mal einblaues Auge" zeigte, bann kniff er es so­fort wieder zu!

Siebenschläfer kam aus einem Regentag und aus einer kalten Nacht heraus und allgemein stellte man fest:Es hat zwar an diesemkriti­schen Tage" nicht geregnet, wohl aber kurz nach Mitternacht und deshalb wurde weit und breit geunkt: Es regnet noch sieben Wochen!

Wird die Sonnenfinsternis, wie Schwarz­seher orakelten, Unwetterkatastrophen bringen oder schönes Wetter? Das war gestern die Frage und ... es wurde schön, es wurde heute noch schöner und in aller Augen kam ein Heller Schein neuer Hoffnungsfreudigkeit.

Nun kann der Ferienmond kommen, der Juli, der als sonnig geltende, der dieHundstage" bringt, die heißen, die zum Bade locken, zum kühlenden, möge er so bleiben, wie er heute ist!

* * *

Was sagt der Wetterdienst?

Der Frankfurter Wetterdienst, der gestern noch sehr pessimistisch klang, meldet heute, daß der im Westen liegende Tiefdruckwirbel sich wer­ter südwärts verlagert hat, sodaß unser Gebiet unter die Einwirkung kontinentaler östlicher und südöstlicher Luftströmungen gekommen ist. Die Temperaturen steigen unter ihrem Einfluß noch weiter ah. Später ist mit dem Aufkommen von Gewitterneigung zu rechnen. Die Sondcrvor- hersagc bis

Freitag abend

lautet: Wolkig bis heiter, Gewitterneigung, sonst trocken und etwas wärmer.

Temperaturen

des Wassers heute mittag n Uhr 16 Grad und der Luft 25 Grad.

Aus dem Vereinsfeben.

Das Gartenfest des Artilleristenvereins war trotz ungünstigen Wetters stark besucht. Un­ter den Ehrengästen sah man u. a. Erzelleiz Kühne und Oberft Kuckenbecker. Der erste Vor­sitzende des Vereins, Oberstleutnant M i l e n tz, entbot den Willkommgruß. Im großen Saale

s r a i t v a rf aarte n: 38ohttäiinfcit$£on»ert bc§ Eilenbabnervereins Kassel. 8 Uhr.

Kaffee Zeller: Neues grosses Kabareti-Pro- gramm, 8 Ubr.

Metrovol-Dsseater: ..Der Ueberfoss in der Zedernschlucht".

Heute Donnerstag.

B r a u st ü b l: Gartenkonzert, 8 Uhr.