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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasieler Abendzeitung

Mittwoch, 29. Juni 1927

Schlechte Ernte - Leere Lokale

Wem es lust paniert. Jer Reichstag hat noch viel vor

xopema stirbt noch nicht aus.* ** . »»

und

Mit-

rzcuat.

Wenn das We ter fo blevt.

Daudet ni

In schroffem Gegensatz dazu steht die Tatsache, daß zweiundachtzig Prozent der Bevölkerung der

Sflr ewig v-rfcholien.

Der Schein trüat

Amerika, das Land der armen Leute.

Rewyork, 28. Funt.

Bei günstiger Wetterlage beabsichtigen heute drei Ozeanflieger aufznsteigrn. nämlich Byrd für die Ueberguerung des atlantisches Ozeans, sowie zwei Flieger für die Strecke San FranziskoHonolulu, wofür ein Preis von hunderttausend Dollar ausgesetzt ist.

Land, und Ga - Wirte in ernster Sorg« Reichsschulgeseh noch vor den Ferien Zölle und Fürsten / Presse gegen Partei / Die Republik soll regieren.

Die Regierung soll fallen.

Eher läßt Mrth nicht nach.

Karlsruhe, 28. Juni.

daß zweiundachtzig Prozent der Bevölkerung de Vereinigten Staaten nicht genügend Ver­di e n e n, um überhaupt Steuern zu Een. DaS sind Zahlen, die eine sehr beredte Sprache spre. chen und die Anschauung Lügen strafen, daß Amerika ein wirtschaftlich blühendes Land und das Land der reichen Leute sei. Tatsächlich herrschen hier scheinbar ähnliche Zustände wie in dem alten Rom, wo auch einem sehr geringen Prozentsatz sehr reicher Leute eine ungeheure Mafle armer aegenüberstand, während der ge« sunde Mittelstand vollkommen fehlte. Nach den Anaaben des amerikanischen Schastam« tes ist ein Mittelstand in den Vereinigten Staa­ten Amerikas aarnicht oder nur in sehr gerin.

Landeshut, 28. Juni.

Bei Sindelsdorf, Kreis Landeshut, versuchte gestern ei« französisches Flugzeug, das sich infolge des nebligen Wetters verflogen Hat­

land wieder der Freiheit und dem Glücke ent- gegensühren.

Wirb da« Korn reifen?

Stadt und Land in ernster Sorge.

Funkdienst.

Berlin, 28. Juni.

te. die ttefhängenden Wolkenmasien zu durch­brechen. Zu spät erkannte der Führer, daß er sich in einem hohen Wald befand und mit vol­ler Wucht sagte er durch die wie Streichhölzer geknickten starken Baumstämme zur Erde. Beide Insassen französische Kaufleute) wurden bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, das Flugzeug total zertrümmert.

3u spät? .

Eine Fliegertragödie im Rebel.

Amtliches Organ der Stadt Kastel. 17. Zahraattg

Quebec, 28. Juni. (Kabeltelegramm.) Die Expedition, die in Rordkanada nach den Leiden vermißten Fliegern Nungesser und Coli suchte, hat keine Spur von ihnen gefunden.

Nummer 149 Amtliche? Organ der Stadt Kastel.

Bei einer republikanischen Kundgebung des Reichsbanners sprachen die Abgg Schövttin (Soz.) und Dr, Saas (Deut.) sowie der stürmisch begrüßte Reichskanzler a. D. Dr. Wirth. Er unterstrich, daß sein Ziel die Herstellung einer republikanischen Regierung und der Sturz der gegenwärtigen Regierung sei. Nichts werde ihm auf diesem Wege hemmen. Nur die Fahne schwarz-rot-gold werde Deutsch-

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. . . sind die Sommerlokale ruiniert.

Berlin, 28. Juni.

Die Sommerrestaurateure befinden sich in­folge des unaufhörlichen Regens und der kalten Witterung in einer derart katastrophalen wirtschaftlicken Lage, daß der Verband der Saal- und Gartenlokalinhaber um S t u n d u u g derHauSzinSsteuer nachfuchen will. »Wir durchleben eine Katastrophe, wie sie selbst den ältesten Angehörigen unseres Berufes kaum je vorgekommen ist," so äußert sich der Vorsitzen­de.Während früher die Dampfer siebenhundert bis achthundert Personen täglich und noch mehr in die Lokale der Mark beförderten, sind es heute keine hundertfünfzig mehr. Es gibt eine Unzahl von Lokalen, die an manchem Tag nickt mehr als dreißig bis vierzig Gäste bei fick se­hen Kein Wunder, daß unser Umsatz gegenüber dem schleckten Voriahr ungeheuer zurück- gegangen ist. War doch bisher jeder Sonn- und Feiertag vollständig verregnet, von dem Wockentagsgeschäft sckon gar nicht zu re- den. Entlassungen der Kellner und sonstiger Angestellter sind in den Sommerlokalen an der Tagesordnung. Hält der Regen auch nur noch einige Tage an, so ist der Rui n d "Som. merlokale kaum aufzuhalten.' Ein Blatt empfiehlt die Vorteile der Regenversicherung.

Nur ein Racheakt.

Kein Antibolschewisten-Attentat in Moskau. (Funkdiensti

Moskau, 28. Juni.

selbst war davon überzeugt, daß die Möglich­keit einer Köpenickiade eine deutsche Spezialität sei. Jdtzt hat nun auch Paris seinen Fall Daudet. Die Art, wie die Tat ausge­führt wurde, beweist, daß man auch hier Köpe- nickiaden anstellen rann, und die allgemeine Verwunderung, die sich in das große Lachen mengt, verrät, daß mit einer solchen Möglich­keit nicht gerecknet wurde. Dabei ist der Fall Daudet nicht der erste dieser Att. Niemand wird aber daraus die Folgerung ziehen, weder hier noch in Deutschland, daß die Stellung des

Berlin, 28. Juni.

Die Deutschnationalen haben weitergehende Zollforderungen zurückgestellt. Die Zollvor- lage will man auf jeden Fall Ende, spätestens aber Anfang der kommenden Woche im Reichs­tag beraten. Es ist sicher, daß im Reichsrat einige Abänderungsvorschläge gemacht werden. Aus jeden Fall wird die neue Zollvor­lage eine Regelung bis zum Jahre 1929 treffen. Das Fürstensperrgesetz wird wahrschein­lich nicht verlängert. Es heißt, daß die Generalbevollmächtigten der Fürstenhäuser sich verpflichtet haben, bis zum 3L Dezember keine gerichtlichen Entscheidungen herbeizuführen. Zentrum und Volkspartei sind besorgt über die scharfen Ausfälle der Rechtspresse gegen Stresemann, die dem Koalitionsgedanken glatt widersprächen. Man will deshalb die deutsch­nationale Parteileitung veranlassen, auf einige renitente" deutschnationale Presseorgane mä­ßigend einzuwirhzn. Ein Bolksparteiblatt er­klärt z. B., wenn den Deutschnationalen an dem Bestände der Koalition gelegen fei, fo würden sie darauf sehen müssen, daß nicht nur ihre Reichstagfraktion vernünftige und den Grund- säben der Koalition entsprechende Politik mache, sondern auch ihn Presse und ihr; Agitation.

Im Industriegebiet von Biella hat ein hefti­ges Gewirtee Hochwasser verursacht. Bei einer Tuchfabrik durchbrach das Hochwasser den Damm, sodaß die Fluten mehrere tausend Arbeiter bedrohten. Die meisten Arbeiter konnten sich vor dem eindringenden Wasser ret­ten, während die zurückgebliebenen die Gerüste erkletterten, als das Wasser eine Hohe von zwei Metern erreichte. Der Sach- schade« ist sehr groß.

Auch darüber gibt die Statistik einwandfreie Auskunft. Ledige Männer und Frauen, die nur tausend Dollar jährlich verdienen und verheira- tete mit 3500 Dollar jährlich betragen ein Sechstel der Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten. Dabei ist zu bedenken, daß der Dollar in Ame­rika nicht den Wert hat wie in Europa. Ein Newvorker Blatt schreibt dazu:Der nie dage- wesene Reichtum jener 107 Millionäre bedeutet nicht notwendigerweise nationales Blühen. Die Tatsache, daß ein einziger Prozent der Steuerzahler fünfundneunzig Prozent der ge­samten Einkommensteuer bezahlt, spricht Bände Er die amerikanische Wirtschaft. ES bedeutet, 6 ein Bruchteil von einem Prozent den größten Teil der Gewinne einsteckt und das deu­tet nicht auf ein gesundes Blühen der Ration.

Heute störten drei Ozeanflieger

Tödlicher Flug durch den Wald / Massenflucht vor dem Hochwasser.

Besorgnisse herrschen im preußischen Land- wirtsckwfisministerium über den Ernteausfall. Die wochenlange Regenwitterung hat die Ernte- aussickten bereits stark beeinträchtigt. Ostpreußen und Schlesien melden besonders starke Minderungen der Ernteausstcksten durch die ununterbrochene Feuchtigkeit. Die Wetteraussichten für die nächsten Wochen sind zur Zeit unverändert ungünstig.

* * * _

Reite sich, wer kann!

Hochwafferfchrecken i« der Fabrik.

Mailand, 28. Juni.

Gegen den Vorsitzenden des MilitärbundeS, Orlow, wurde ein Revolver-Attentat verübt. Der Attentäter ist festgenommen.

Moskau, 28. Juni. DaS Attentat wurde von dem ehemaligen Beamten Bekendorf ver- übt, der aus perf önlichem Rachegefühl gegenüber Orlow gehandelt haben will. Beken- dorf, den man für unzurechnungsfähig halt, wurde in eine Irrenanstalt gebracht. Orlows Verwundung ist ungefährlich.

Paris, 27. Juni.

Der Schuster Voigt, der sich tn einem lichten Augenblick in den Hauptmann von Köpe­nick verwandelte, errang sich mir dieser Tat die Unsterblichkeit. Aber weder in Deutschland noch anderswo bezog man den Ewigkeitswert ver Köpenickiade" auf die Person desHaupt­manns", vielmehr war man sich darüber im Klaren, daß erst gewisse Zustände, gewisse Vor­aussetzungen in Bezug auf die geistige Beschaf­fenheit der Opfer eben eine solche Tat ermög­lichten ;und deshalb lachte die Welt seinerzeit weniger Über den humorvollen Schuster, als vielmehr über die Behörden des Städtchens, die vor einer abgetragenen Haupttuannsunisorm und dem mündlichen Hinweis auf irgend einen kaiserlichen Befehl ohne Widerstteben kapitu­lierten. Die Tat von Köpenick hat viel dazu beigetragen, den deutschen Militarismus im Auslande als eine Institution hinzustellen, die auf einer gewissen Sklavenmoral der Unterge­benen fußt. Köpenick übertrumpfte bei weitem das Schlagwort von demLeutnant und zehn Mann", die imstande sein sollten, den Reichstag zum Teufel zu tagen. Denn dieser Leutnant hätte ja tatsächlich eine reale Macht hinter sich gehabt, während der Fall von Köpenick den Be­weis dafür erbrachte, daß der Anblick von zweierlei Tuch und eine gewisse Grobschnäuzig­keit vollends genügten, um den Leuten vom Zivil" jegliches Selbstbesinnen zu rauben.

Nicht nur daS Ausland, auch Deutschland

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von Milliardären verfügt, ist sai,cy. w» .be­schichten und Anekdoten, die von Dollarkomgen und Dollarprinzessinnen handeln, erwecken den Anschein, als ob tatsächlich die Milliardäre in Amerika haufenweise herumliefen, denn jede Liebesgeschichte, die nach Europa berichtet wird, spielt in edm Hause eines angeblichen Mit rdärs. So hat sich allmählich Europa daran gewöhnt, Amerika als das Land der Mil­liardäre zu betrachten, ohne eine rechte Vorstel­lung davon zu haben, wie die Verhältnisse tat­sächlich liegen. Insbesondere ist es interessant, festzustellen, wieviel Milliardäre tatsächlich Ame­rika hat, und wieviel wahrhaft arme Leute das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ausweist. Das amtliche Material gibt darüber eine er- schreckende Auskunft. Nach den neuesten Zah­len des Schatzamtes hat Amerika

Der Reichtum der Milliardäre überstrahlt die Armut des anderen Volkes, sodaß die Welt von den tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen Amerikas nur geringe Kenntnisse hat. Auch die Annahme, daß Amerika über eine große Anzahl von Milliardären verfügt, ist falsch. Die Ge-

einen einzigen v Mchen Milliardär und zehn Gesellschaften in der Milliarden-Dol- lar-Klasse. Im Jahre 1916, also im Jahre der Kriegsgewinnler gab es 206 Amerikaner/deren Einkommen in einem Jahre über eine Million Dollar betrug. Im Jahre 1924 gab es nur noch 75 Amec lauer mit Millioneneink-nmen. Aller­dings gibt es noch eine Anzahl Multimil. Itonäre, die nicht bekannt sind, da sie große Summen in steuerfreien Papieren oder In Ju­welen und Kunstwerken angelegt haben. Von den amerikanischen 206 Krösussen hatten 104 ein Einkommen von einer Million. Dreiundvierzlg bis zwei Millionen, neunundzwanzig bis drei k.-ionen fünfzehn btS vier Millionen und sieben haben ein Einkommen von fünf Millionen Dollar und darüber. An der Spitze steht vor- ausstchtlich Ford sowie Rocke feiler. ES sol'en die anderen bekannten Millionäre wie Vanderbild, Astor, Morgan und zur lieber» raschung von Europa au chder Staatssekre­tär M e ll o n. Wie steht es nun mit dem Ein­kommen der großen Masse? Werden die Reichen reicher

und die Armen ärmer?

gern Maße vorhanden.

Wie hebt man die Weltwirtschaft.

Gegen Staatsbeihilsen. Keine Lustschranken. Stockholm, 28. Juni.

In einer der drei Kommissionen der Inter­nationalen Handelskammer, die sich mit Den Hindernissen des freien Handels beschäftigte, hielt Professor Cassel einen Vortrag über Staatssub Petitionen an den Handel und bezeichnete diese als Gefahr für die Welt-

Was hat der Reichstag vor?

Erst noch Reichsschulgesetz, dann Ferien.

(Eigene Trahtmeldung.i

Berlin, 28. Juni.

OhdaSReichsschulgesetz noch vor den Sommerferien in erster Lesung vom Reichstag erledigt werden soll, ist noch unbestimmt. Eine vertrauliche Ministerbesprechung und eine Re- gierungspartei-AuSsprache haben gestern stattge­funden. Endgültige Beschlüsse wird das ReichS- kabinett erst nach der Rückkehr Dr. Strese­mann s aus Oslo fassen. Es wird auch erwogen, das Gesetz in der Plenarsitzung sofort an einen Ausschuß zu überweisen, der es noch vor den Sommerferien in Angriff nehmen könnte. Da auch eine Beratung des Fürsten- Sperrgesetzes voraussichtlich im Plenum nicht stattfinden wird, dürfte die Sommertagung noch vor Mitte Juli abgeschlofsen wer- den. Die Z o l l v o r l a g e soll noch tn dieser Woche im Reichstag behandelt werden.

französischen Beamten der höheren Stelle gegen­über die gleiche sei wie die, die sich seinerzeit in Köpenick offenbarte, gleichwohl, ob man geneigt S, ein solches Verhältnis auf das Plus- ober inus-Konto eines erstrebenswerten Staats­bürgertums zu buchen. Man wird vielmehr er­kennen, daß man dem Bürgermeister von Kö­penick und seinen vielen Gleichgesinnten, bit­ter unrecht tat, als man das unbestreitbare Pech, das er hatte, gewöhnlichem Kriechertum zuschrieb, und als man die Möglichkeit einer Köpenickiade für ganz Deutschland verallge­meinerte.

Man versetze sich doch nut tn die Sage des hohen Gefängnisbeamten, der durch die Anhän­ger Daudets so unliebsam genassührt wurde. Die ganze Angelegenheit Daudet war ja ein Ausnahmefall; man pflegte jaVerbrecher" auch sonst nicht zubelagern* und immerhin höflich zur Uebetgabe aufzufordern, man hat Herrn Daudet auch innerhalb des Gefängnisses m i t Glacehandschuhen behandelt, weil man in ihm den lauteren Kämpfer für ein Ideal, Den schmerzgebeugten Vater respektierte. Man spricht davon, daß die Verhaftung Daudets nur eine Formalität, seine Begnadigung stündlich zu er­warten sei und da kommt der telephoni­sche Anruf aus dem Ministerium, der mit ungnädiger Stimme und imponierender Erakt- heit vorgetragen wird. Und als der Direktor, zaudernd und unschlüssig, noch einmal anruft, gerät er just an Den gleichenBeamten", der sich unwirsch derartiges Mißtrauen verbittet. In einem anderen Falle müßte ja freilich eine schriftliche Anweisung kommen, aber der Fall Daudet ist ja eben ein Ausnahmefall, der Regierung kann die Freilassung aus politischen Gründen erwünscht sein, vbriaens soll ja auch ein Kommunist befreit werde». also ist an eine rovalistische Irreführung nicht zu denken. .. Was kann der Beamte anderes tun, als Herrn Daudet zur Freilassung Glück $u toüu« scken und ihm eigenhändig die Tur zu offnen? Wer hätte anders gehandelt?

Und doch spricht man mit Recht von einer Köpenickiade, von einem Reinfall, der befreiend aus die Lachmuskeln wirkt. Aber dieser Rem- sall war unvermeidlich. Es gibt eben Irreführungen, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Ihre Unfehlbarkeit liegt in den Verhält­nissen beariinbet, nickt in der geistigen Beschaf­fenheit der Opfer Köpenick und der Fall Daudet werden ihre Wiederholungen finden bis anS Ende der Welt. Sie kömten iedem Menscken zustoßen, wenn nur die Ver­hältnisse danach sind. Und die Welt besteht doch nicht gerade auS lauter Dummköpfen ...