Einzelbild herunterladen
 

Kassckr Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

£>tc Hafteln dleueftcn #lad>nd)ten en dienen wScheailad icchsmal »aLmina«» Der flbonntmentepreie beträgt für ben Monat 8. x bet freier Zustell«na ins Hau«, tn bet (SeftbättefteBe ibgebott I.W X. Durch bte Voft monatltd) 2. X au«ftbl-tRltdi ,HufteBuna»aeb.übi Verlag nnb iHebafrton Stbladttbofffrofte y^St. ternfprerber KS1 nnb 952 ftüx unverlangt ttngelanbte ve'träae kann die Ne- b-afrton eine Berannvornrng ober (»ernähr ht keinem »alle Bbemebmen Rüa- ihfttno de? ve,na«aelbe« ober flnfnrflthe wegen e'wfaer n**' «!?!?

»M-roHa >n ian#«*1n«en Tnfft1»"frnntn »ranftnrt am Main Nummer n.t'ai

Hessische Abendzeitung

anjetgenpretfe: l6tnbeimtftbe (SefdrahSanietgen detle 20 A. auswärtige ©efdjäft«. anjetgen Beile 20 A »amütenan,. Zeile 20 A. Dl. Änz. aus Kassel b. S5ort 4 A. ausw. kl An, Seile 20 A Reklamen Zeile 75 A. Cftengebübr 20 A (bet Zus. »ei Offerten 50 A ReLnungsbeträge tnnerb. 5 Tagen »a bl bat »ür b. Richtig, feit aber durch rternfpretbet aufgegebenen Än,eigen towie für «utnabmebaten und Plätze kann nicht garantiert werben. Bür flntefgen mit besonders schwie­rigem Latz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Tchlachtbofftratze 2R'8O. Gefchäfts- fteüe- Käs Nische Strafte 5. aeaenflber bet Srofrrffrafte Bernsprecher 951 und 952

Nummer 141. Amtliches Organ der Stadt Kaffel. SonnLaa, 19. Juni 1927. Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Iahrqang

Die Alien bet Schwarzen Reichswehr schwelgen.

Drückende Schwüle.

Genfer Pleite und Rusfenspuk. Und drinnen?

Will nun endlich die Sonne sich mit der Erde vermählen, aus mannshoch wogender meergrüner Halmflui Dust und Fülle goldgel­ber ernteschwerer Brolkammern aufrauschen, in dichtgedrängten Früchteknollen Säst und Süße brechenden Herbstsegens aufguellen lassen? Hauchen uns nicht aus Akazienlippen, aus Lin­den- und Hollunderblütenkelchen, aus dem Flammenreigen echter und wilder Rosenhecken, aus dem betäubenden Ruch sonnenatmender Heuschwaden, glulüberslammter Gräser, weich und trunken namenlose Melodien des Glücks und der Sehnsucht an! Und doch schieben sich immer wieder und wieder, kaum daß ein Tag der Erfüllung verglomm, die schwarzgeballten schwefelgelben Gewitterunüolde vor den gebcne- deiten Himmelsaltar, lautlose Blitze, krachender Wolkendonner, stürzende Regengüsse verscheu­chen Sommerluft und Märchenträume und noch unheimlicher brütet über der verstörten Welt die lähmende Schwüle unabwendbarer Ereig­nisse.

Der glimmende Bolschewistenbrand hat die Gemüter der großen Genfer Sechs nicht um­sonst ausschließlicher beschäftigt als die schwä­renden Rheinwunden des allzu stiefmütterlich behandelten deutschen Michel. Und wenn Stre- sernann sich erbot, den Moskauer Henkern und Aufrührern den Genfer Spiegel vorzuhalten, so hat er damit beiden Parteien einen größeren und selbstloseren Dank erwiesen als diese ihm, ohne in die Antibolschewistenfroni einzuschwen­ken. Denn zu der um den Sowfethals von England geschlungenen Erdrosselimasschlinge gesellt sich das nervöse Notengepläukel mit dem polnischen Gegenspieler, der den schäumen­den Bolschewistenmassen nicht das Haupt des Gesandtenmörders Kowerda in den Schoß warf. Marschall Pilsudski selbst mutz sehr ge­wichtige Gründe für die Taktik des Entgegen­kommens und Ausweichens haben und rechnet vermutlich genau wie seine Londoner und Pari­ser Ratgeber aus die Aushöhlung und den Zu­sammenbruch des Bolschewismus von innen her, dem allerdings die roten Zaren im Kreml mit allen Mitteln zu begegnen suchen. Sie haben die wenig zuverlässigen Kaukasier und die dreiviertel antibvlschewistische Ukraine nicht nur gegen geheime englische Ueberrumpelungs- streiche mobilisiert. Kriegsminister Woroschilow hat in allen Garnisonen, bei Besichtigungen und Manövern ebenso blutige Interventionen pro­phezeit als zur schärfsten Disziplin und beding­ungsloser Treue zum Sowfetstern angeseuert. Nebenher läuft die Riosenpropaganda zur finan­ziellen Selbsthilfe zwecks Zeichnung von Jnnen- anleihen, Abgabe von Spargeldern usw., um Englands Einkreisungs- und Vernichtungsketten zu sprengen.

Nicht nur Stresemanns Ministerkollegen, son­dern mit dem Reichstag werden die Gemüter aller Besorgten und Ungeduldigen bei der Wahl zwischen Osten und Westen und um die aber­mals gebrochenen Locarnoeide leidenschaftlich Partei ergreifen. Läuft doch fetzt nicht nur das Scherzwort Defizit (statt Fazits, sondern das noch kräftigere -Pleite' um. Und hinter die m Berlin als einzigen E'fola schamhaft anaedeu- bete -Entspann'mg der Weltlage" ivirb_ man mit Reckt drei dicke Fraaezeichen setzen können. Briand zoa einfach, als ibm die Rheinlandfrage immer schärfer aus den Nägeln brannte, die Notbremse bekam ..Auaenflimmern' und verab­schiedete sich Polnisch d. h. verduftet« sang- und klanalos na» Paris, wo ihn die Auguren Poin- cares schmunzelnd erwarteten.

Nicht weniger werden sich in diesen druckend schwülen Sommerwocben bte Parteivävste um die sechs großen Gesetzvorlagen, nament­lich Lebensmittelzölle. Mieterschutz- und Reichs- schulvrogramm erhitzen, für die alle Regterungs- kämpen zusammenaetrommelt werden müssen wenn das Kabinett nicht eines Tages in der Tinte sitzen will. Will man Frankreich auf sei­nem v-rtiantzricki-n W-ae der Hochkchutzzölle, wenn auch nur für belanglose Produkte, folaen. da? drauf und dran ist. mit halb Eurova einen der schlimmsten Zollkriege zu entfesseln? Hat sich nickt St-ekemann s-lbst in Genf (das einziae für ibn zu buchende Aktivkontos für Zollabbau. Anoleichnng der Tarife und Ausbau der Han- delsverträae in Eurova eingesetzt, das sonst von anderen Erdteilen einfach erdrückt wird? Dami' nickt genua. will man die Lebensboltuna dnr^ poM-nfr-iro Poi-foerböbunaen und der oleichen weiter verteuern und so neue indi- refte Steuern schossen statt die alten L'st teortjictrcv abznbauen W-« nssst-n den brauckern, Arbeitern, Angestellten Beamten Lohu-

>-m P' ib"-m mit der andere» Ha-iv tvieder entzogen werden. F. U.

Bul-

ittelmächte

Budapest, 18. Juni.

schiff und unser Z. R. 3 haben die Route be< reits bezwungen.

und möglichst denzentralisiert worden sei. Er selbst habe weder Buchdrucker nach Schulz und Klapproth gekannt. Hauptmann Keiner sagt aus, die Akten über Arbeitskom­mandos hätten sich verschlossen in seinem Zim­mer befunden. Einige grundsätzliche Anweisun-

herantrat. Jedoch nun war es zu spät, garien hatte sich bereits für die Mittel entschieden. War der Erfolg der diplomatischen Bearbeitung Bulgariens und der Türkei von vorn herein sehr zweifelhaft, so lagen die Din­ge bei Rumänien und Italien vom psy­chologischen Standpunkt aus ganz anders. Die Entente konnte hier mit einem gewissen Wil-

Wir Deutschen überqueren denSzean

Pilot Könnecke will Mitte Zull starten / Sb er glücklich hinüberkommt?

Dyrd Hortet Sonntag

Auch mit vier Passagieren.

Rewyork, 18. Juni. (Eigene Drahtmeldung.s Fliegerkommandant Byrd hat beschlossen, nicht vor Sonntag zu starten und seine Absicht be­stätigt, einen vierten Passagier mitzu- nehme«. An Bord werden also sein, Byrd, Acosta, als Piloten, ein Radio-Telegraphist und ein vierter Insasse.

Entscheidung in der Angelegenheit der gegen Rumänien angestrengten Agrar-Prozesse durch den Völkerbund-Rat. Es handelt sich hier nicht um eine Streitfrage zwischen Ungarn und Ru­mänien und es wird auch der Gedanke erwogen, ob nicht die Zeit gekommen sei, aus dem Völker­bund endgültig auszutreten.

Moskau vergreift sich n>chi an Ausländern

Moskau, 18. Juni. Das Berliner Preffrge- rücht von der Verhaftung von fünf Reichs- beutfdjen ist falsch. Rach authentischen Mittel hingen ist kein einziger ausländischer Staats­angehöriger, insbesondere lein Reichsdeutscher verhaftet worden.

um große, kleine und kleinste Gebietsteile und Inselchen zwischen der Entente und den be­treffenden Staaten einerseits und zwischen den Ententemächten untereinander andererseits. Die Interessengegensätze zwischen den West- mächten und Rußland treten besonders schrot bei den Verhandlungen mit Italien zu Tage, dessen Ansprüche auf die Adriageftade von Eng­land und Frankreich begünstigt, von Rußland mit Rücksicht aus die Serben bekämpft werden. Durch unverhüllte Drohungen haben die West­mächte es verstanden, Rußland zum Nachgeben sowohl Rumänien, wie Italien gegenüber zu bringen. Zutreffend sagt Alfred von Wegerer in seinem Vorwort zum Gesamtwert: .Der ganze hier vorliegende diplomatische Schrift­wechsel charakterisiert sich als ein Feilschen der russifchen Regierung mit den Regierungen der Lander, die es in den Krieg an seiner Seite hineinziehen will. Unverhüllt zeigen die vor­liegenden Dokumente, wie man Monate hin­durch angesichts der Verheerungen des Krieges mit kühler Ruhe darüber verhandelte, unter möglichst günstigen Bedingungeni um Kriege zugelassen' zu werden'.

Die Morgenpreffe nimmt in schärfstem Tone gen seien noch vorhanden. Alles übrige sei Stellung gegen die e r n eu t e V e r ta g u n g ders 1924 vernichtet worden.

Falsche Stotfhnalf

Nungesser-Coli für ewig verschollen.

Newyork,18. Juni.

Die geheimnisvollen Lichtzeichen, die in den letzten Tagen in Nordkanadas Bergen beobach­tet wurden, und die man für Notsignale der beiden vermissten französischen Flieger Nungesser und Coli hielt, haben ihre Aufklä­rung gefunden. Sie entstammen aus einer neuen erstmals angelassenen Kraftanlage.

London, 18. Juni.

Chamberlain äusserste zu einem Presse Vertreter u. a., dass feit Locarno die Freimütig­keit im Verkehr ungeheuer zugenommen habe und keiner der Minister zögere, sich dem ande­ren voll mitzuteilen. Der Locarnogeist fei in Genf erheblich gestärkt worden. Neue Verpflich tuigen feien von niemandem eingegangen wor­den. Man dürfe nach der Aussprache über­zeugt fein, auf dem Wege zur Lösung der Schwierigkeiten fortgeschritten zu sein. Nufere Kritiker werden uns immer beschuldigen die Interessen unserer Nation der allgemrineu Atmosphäre in Gens zum Opfer gebracht ru ha­ben. Wenn wir aber Mitteilen, dass .vir keine Beschlüsse erreichtem, sagen unsere Kritiker, wa­rum seid ihr denn überhaupt hingegangen.

Verbrannte Akten.

Ungelöste Rätsel derSchwarzen Reichswehr". (Funktelegramm)

Berlin, 18. Juni. Im Femeuntersuchungs- ausschutz sagte auf die Frage, ob im Reichs- wchr-Minitzerium Akten über dieSchwarze Reichswehr" vorhanden seien, Oberst von Schleicher aus, im allgemeinen sei über Grenzschutzfragen nichts schriftliches gegeben oder plemi vernichtet worden. Severiug habe nach dem Reichseinbruch erklärt, er müsse schärfstens darauf halten, dass nicht schrift­liches hcrausgehe. Wenn man schreibe, sei man schon verraten. Im besonderen seien beim Wehrministerium keine Akten vor­handen, weil die Aufstellung der Arbeitskom­mandos Sack>e der einzelnen Wehrkreise war

esiime tonnte es \t M eilt hm

selbst England ist entsetzt / Ungarn will schon dem Völkerbund kündigen

len, gegen die Mittelmächte loszirschlagen rech­nen. Es handelte sich nur darum den für die Entente günstigsten Zeitpunkt zu be­stimmen, zu dem die beiden Staaten zur Be­teiligung am Kriegezugelassen' werden soll­ten, sowie darum, den für hie Wafsenhilse ge­forderten Preis möglichst zu drücken. Die Do­kumente des 3. und 4. Teils sind daher für die Methoden der EntentediploMatie besonders bezeichnend. Die Verhandlungen bestehen in einem

würdelosen Feilschen

D e (Safttoirte machen mobil.

Gegen das neue Schankstättengesetz.

Berlin, 18. Juni.

Der deutsche Pilot Könnecke will zwischen dem 15. und 25. Juli den ersten Flug von Europa nach Amerika mit drei Mitfah- rern unternehmen. Der Pilot ist Träger des Ordens Pour le merite. Er soll zunächst in Rewyork eine Ladung Post abliefern, um bann den Weiterflug quer über den amerikanischen Kontinent anzutreten. Der Apparat, deutsches Fabrikat, war zunächst für die Beförderung von zwölf Personen bestimmt und wird jetzt umgebaut. Es werden Benzinbehälter einge­baut, die Betriebsstoff für siebzig Stun­den fassen sollen, eine weitreichende Radio­sende- und Empfangsstation soll an Bord ge­bracht werden, und die Geschwindigkeit des Ozeanfliegers soll 230 Kilometer in der Stun­de betragen.

Die deutschen Flieger waren, wenn der Flug tatsächlich zustande kommen und- glücken sollte, die ersten, die auf der direkten Strecke im Flugzeug von Eurova nach Rewyork fliegen würden. Dabei bleiben natürlich bte Leistungen der »aufgeblasenen' Konkurrenz, der Lust- schiffe, unberücksichtigt. Ein englisches Luft-

Die Wahrheit siegt.

Wie sie den Weltkrieg gegen uns schürten.

Svens» rote die SMente-Staatsmänner nicht« zur Berhindernng des Weltkriege» getan baden, s» baden fie i m Kriege kein Mittel ««»ersucht gelassen, um möglichst viel neutrale Staaten in den Krieg hiueimuziebeu «nd die Karte Euro­pas ihren Wünschen gemäss umzngeftalten, rote das soeben erschienene Doknmenteuroerk ..Das Zaristische Russland im Weltkrieg" mit 490 neuen Dokumenten aus den russischen Staats- archioeu klar «nd unroiderlegbar bezeugt. Ein Kriegsbünbnis mit der Türkei schon Anfang 1914 wurde uns dadurch zerschlagen, daß das spätere Eintreffen der »Goeben' u. .Bres­lau' in den Dardanellen, sowie die Erfolge der Deutschen Waffen bei der Pforte Stimmung schufen, die weitere Verhandlungen für Peters­burg aussichtslos erscheinen ließ. Jrn zweiten TeilRußland und Bulgarien' zeigt sich die russische Politik bedeutend aktiver. Sie entbehrt aber der einheitlichen Richtung, wobei für Ruß­land auch die Befürchtung rnitfpielt, ein gegen die Mittelmächte und die Türkei vorgehendes, durch den Erwerb Mazedoniens gestärktes Bul­garien könne tote 1912 siegreich bis Konstantino­pel Vordringen u. die Verwirklichung des russi- scheu S e h n su ch t s t ra u me s die Andreas- lagge über dem goldenen Horn wehen zu las­sen verhindern. Die Niederlage der russi- "chen Heere im Frühjahr 1915 ließ die bulga­rische Waffenhilfe aber doch so wünschenswert erscheinen, daß Rußland seine Bedenken bei Seite stellte und mit weitgehenden

Angeboten erneut an Bulgarien

Gin Fiasko ohnegleichen.

Englands vernichtende Kritik an Genf.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 18 Juni.

Die Preffekritik über Genf ist durchweg ver­nichtend. DicTagung feH nach allgemeinem Urteil die schlechteste, die bis jetzt abgehalten wurde. HinirusschiSben fei in der Tat bas Mo-w -aeS Rates, um sich aus den bestehe i ".u Schw -rig leiten herauszuwindcn. Die besten Freunde des Völkerbundes fragten sich, ob vielleicht et­was in den Methoden nicht in Ordnung fei. Kein Fortschritt fei innerhalb der deutsch pol­nischen Beziehungen aufzttweisen; Man hätte wenigstens erwarten können, dass eine teilweise Bereinigung der deutsch-alliierten Differenzen erfolgen werde, als unbedingtes Erfordernis.

*

©otoit 'reiben fie es.

Tritt Ungarn aus dem Völkerbund aus?

Wenn dieWetterwolken zerreißen

Blitz-, Zyklon- «nd Wolkenbrnchfchrecken nach der Sonnenglut.

Amsterdam, 18. Juni.

Ein Blitz fchlug in den grossen Getreideele­vator des Amsterdamer Trockendocks, unter dem sechzehn Arbeiter vor dem W o l k c n b r u ch Schutz gesucht hatten. Fünf Arbeiter waren ft>- fort tot. während fünf andere schwer und sechs leicht verletzt wurden Das Gewitter war das drifte. d"s femal§ über Amsterdam niedergegan aen ist Der Wolkenbruch setzte zahlreiche tief- -elegene Häuser und mehrere Strassenuntertüh ntngen unter Bester Auch atta Rotterdam wer den schwere Schäden gemeldet.

Rom, 18. Juni. In der Umgebung von Lecce wurde durch einen Sturm mit Hagel

und Regen die gesamte Del- und Weinernte vielleicht auf Jahre hinaus vernichtet. Der Schaden beträgt siebzig Millionen Lire.

Ein Hochwald a&raflert.

Gräfenthal (Thüringen), 18. Juni. (Pri- vattelegramm). Vergangene Rächt vernichtete rin Zyklon an der Grenze des Bayrisch-Tyu ringischen Staatswaldes grosse Hochwaldbe stande. In einer halben Minute wurden vier bis fünftausend Bäume, darunter fünfzig Zen timeter starke Stämme wie Streichhölzer abgeknickt. Die ganze Bergwand ist wie ab- rtsiert. Die Strasse ist gesperrt Forstkolon neu machen die zerrissene Bergwand frei.

Berlin, 18. Juni.

Im Gastwirteverbaud bezeichnete Justizrat Tr. Schöbe den Schankstätten-Gesetzentwuri als ein Knebelungsgesetz allerschlimmster Art, ein Kampfgesetz gegen die Gast- und Schankwirte. Der Entwurf wolle die alten Schankstätten ab­bauen und die Begründung neuer verhindern. Um dies Ziel zu erreichen, werde die Bedürfnis- frage wesentlich verschärft und in wesentlichen Punkten anders geregelt als bisher. Ferner werde die Zurücknahme von Konzessionen überaus erleichtert, insbesondere erhalte die Po­lizei auf diesem Gebiete schrankenlose Befugnis. Vierzehn neue Strafbestimmungen gegen die Gast- und Schankwirte seien in der Vorlage ent­halten. U. a könne die Schankkonzession fwon entzogen werden, wenn ein Gastwirt einmal an einen Vierzehnjährigen nikotinhaltige Ta- bakwaren verkauft ober einmal an einen Be­trunkenen noch Alkohol abgibt. Geradezu un-