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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Sonntag, 5. Juni 1927

Reife erblüht als in diesen vom Heilgen Psing

st-

Berlln, 4. Juni.

Rach dem Abbruch mit Moskau versucht ze England eine Konsolidierung in den polnisch- B

Außenminister wird bezüglich des enqlisch-ruffi-

wird, wie ein Blatt wissen will, wegen der tun

1 |tn Erholungsreise Dr. Stresemanns nach

MN feurigen Lungen.

Aber die Inseln der Verheißung find noch weit.

Seltsamer, beängstigender, wirrsäliger ist nie unter dem täglich höher steigenden Glutreigen der Gestirne die von schweren Krisen geschüt­telte frühlingsprangende Erde zu sommersüßer

Mehr weiß Stresemann nicht.

Zwiesprache mit Tschitscherin in Baden-Baden Berlin, 4. Juni.

Die Besvrechung zwischen Stresemann und dem russischen Autzenkommiffar Tschitscherin

litauischen Beziehungen zu erreichen und die polnische Außenpolitik wieder mehr für die bri-

Jtocb einer fiartfertig

Rewyork, 4. Juni. (Funktelegramm.) Rach einer Meldung aus Rio de Janeiro ist der por­tugiesische Flieger Beircs in Port Rata« an­gekommen, von aus er bei erster Gelegenheit zum Ozeanflug starten wird.

Sehr richtig, lieber Leser!

Heute fragt einer unserer Provinzleser bei uns an, ob sich k e i n e D e u 1 s ch e bei diesen

all tritt uns das Leben entgegen mit seinen Unbegreiflichkeiten, seinem Widerspruch, überall werden wir mit unerbittlichen Fäusten geschüt» teil, überall ist der Kamps, der es zum rechten Frieden nicht kommen lassen will.

Aber der Geist, der ru Pfingsten weht, ist der Geist des Friedens. Gerade weil er aus der Kraft geboren ist Denn Schwäche führt nie­mals zum Frieden. Sondern nur die Kraft. Tat und Kraft. Diese zwei Silben enthalten die Forderung unserer Zeit. Aber auch sie sind nur Frucht des Psingstgeistes, der über die Erde weht, alles neu zu machen. Freilich solches Kraftaefühl unentwegten Tuns kann nur aus dem Glauben entspringen. Zu diesem Glauben an uns an unser geliebtes deutsches Volk, an einen Gott, der unverbrüchlich da oben sein Re­giment führt, will uns Wiederum der Pfingst- geist führen. Richt die Tat ist daS Erste. Son­dern der Glaube. Nur wo die Tat auS freiem starken Glauben fließt, wird sie Segen und Ge­deihen in sich tragen.

Gesunde und gute Kräfte ruhen auf dem Grunde der deutschen Volksseele. Keine Macht der Welt soll uns das ausreden. DaS still strenge Pflichtbewußtsein, die selbstvergessene Hingabe an die Arbeit, die für den deutschen sprichwörtlich gewordene Treue nein, sie sind nicht gestorben. Sie schlumern nur und bedür­fen des Weckers. Dieser Wecker ist der Psingst- geist. Kein sanfter Wecker. Aber ein um so wirksamerer, der das Widerstrebende bricht, daS Kleine Wtd Niedrige mit seinem göttlichen Odem hinwegbläst, der uns den Glauben wieder bringen will, den wir in gemächlicheren Zeiten verloren hatten, und der uns heute nötiger ist als se.

Auch Kraft ist nichts anderes als der Glaube an sich selber und die Größe seiner Sendung Tas sichere Zeichen eines großen Menschen ist immer das: daß er bei einem ihm aufgeiragenen Amte, einer freiwillig übernommenen Ver­pflichtung nicht fragt: Ob sie leicht oder schwer ist. ob sie ihm Glück. Behagen. Ansehen oder Vorteil bringt. Nur das Eine wünscht und fragt der große Mensch: Woher er die Krafl bekommt, die ihm aufgetragene Sendung zu erfüllen Er kann sie aber nur bekommen, wenn er vom Weben deS heiligen Geistes durchdrungen ist.

Der Glaube aber ist Kraft auf ihrem Höhe­punkt. Dieser Kraft bedarf unser deutsches Vaterland. Sonst hat es selten Platz in der

aden-Baden verlegt werden.

Werden wenigstens die eigenen Schicksals­hüter dieses Auftriebes und brüderlichen Ge­meinschaftswillens inne und teilhaftig werden? Werden sie mit dem glücklichen elastischen Gleichgewicht der Kräfte, daS heute in Preußen- Deutschland schon praktisch die große Koalition von Herght bis Breitsche id verkörpert, auch für­der fruchtbare Wiederaufbau-, Wohlfahrts- und Befreiungsarbeit leisten und sich die störrischen Nörgler und allzu kolerischen Draufgänger vom Schlage Wirtb's noch bis zum nächsten Wahl­gang vom Leibe halten können? In diese schon jetzt geschlossene Einheitsfront wer­den auch die Pariser Hetzer sobald keine Brescke legen, wenn sie auch mit allzu durchsichtigen Taschenspielertricken gern den Deutschnationa­len die Schuld an der verweigerten Räumung und dem wortbrüchig verwehrten Besatzungs- abbau in die Sckmhe schieben möchten. Schreit ihnen doch selbst derVorwärts* die nackte Wahrheit mit den Worten ins Gesicht. ,bafc der konkrete Beweis bisher noch nicht erbracht wurde, daß sich die Lage bedeutend bessern würde, wenn die Deutschnationalen aus der Reichsregierung verschwänden/ Nicht mit Flagpenverbrennungen. wüsten Parteiattackcn und staatsfeindlichen Demonstrationen, wie sie als ,Pfinasifreude" die Reichsmutterstadt jetzt wieder erlebt, werden wir der Weltgerechtigkei, oder Menschbeitsbeglückiing ein Stück nähe, kommen, sondern nur mit dem bescheidenen Dienen und festen Zufassen im saufenden Rä­derwerk des sozialen Fortschritts und harter Alltagsdienste. Nur im entsagungsvollen von brüderlicher Liebe befchwinatem Rvthmus der Volksgemeinschaft werden wir uni den Weg zum Himmelstor der Menschheitspsingsten bah­nen. *>-r uns allen weitgeöfsnet entaeaenwinkt.

' F. R.

Gin böses Vorspiel.

Die ersten Krawalle beim Roten Frontkämpfertag (Funkdienst)

Nummer 130. Amtliches Organ der Stadt Kastel.

scheu Konflikts Tschitscherin nichts anderes sagen können, als was die Oeffentlichkeit längst weiß: daß Deutschland in dem Konflikt zwischen England und Rußland strikteste Neutra­lität wahren werde.

Amtliches Organ der Stadt Kastel. 17. Jahrgang

Der Ozean lodft.

Mit sechs Apfesinen und zehn Brötchen, Rewyork, 4. Juni.

Die Mitternachts-Wetterberichte besagten, daß an der Küste des Atlantischen Ozeans über Neu­schottland und Neufundland günstiges Flugwetter herrscht. Ter Nebelbank, die nordöstlchi von Neufundland lagert, kann Cham- berlin dadurch entgehen, daß er im Bogen etwas nach Süden auswcicht. Charnberlin ist gestern abend 11.20 Uhr aus Rewyork auf dem Flugplatz eingetroffen. An Lebensrnitteln für den Flug führt er sechs Apelsinen und zehn belegte Brötchen mit

O^canwettsahrten beteiligen? Oder vielmehr, warum nicht?ES gibt doch so viele kühne Flieger in Deutschland, die doch, wenn's daran ankäme, den Rekordflug ebenfalls wagen wür­den. Hat doch der Kasseler Flieger Katzenstein z. B. sein Leben ost genug durch kühne Manö­ver in die Schanze geschlagen. Warum über­lassen wir die Lorbeeren der Lüfte kampflos den Italienern, den Franzosen, den Ameri­kanern und den Engländern?

*

Gin schwarzer Fitegertag.

Paris, 4. Juni. (Eigene Drahtmeldung.! In der Nähe von Versailles stürzte ein Militär­flugzeug ab. Beide Insassen verbrannten voll­ständig. Bei einem anderen Unfälle in der Nähe von Bordeaux und Dijon wurde ein Flie­ger und ein Militärarzt gelötet, zwei weitere Personen schwer verletzt.

Die Raffeln neueste» fKadtrubte» erscheinen wachenich ietti»mal nad)mittags Lei «daunemenwvreiS betrag, füi den Monat 1- at bd freiet Zustellung in» §aa». ui ö« ®efdjäf,Sfteae abgeboü t-flJ X. Dur» bte Po» monatlich3 X tusfchliekli» MnbeQnnaeaebübt «erlag und iHebaftto» L-dla-iulwistrake S8rt». .Vernfpr«bet » onb 953. Wüt nn»erlangt entgefattbte Re»tröge kann Mt Re- >iMon eine Verantwortung ober iSewSbt tn keinem Balle übernehmen Rück- nHnna be* tRnnafaefbe? ober Änlnrflrfie wegen etwaiger n-*- -r^-nnakmüstiget /f eeitna tn nnng.f*Tanen TtifHfie-rrnnf» Frankfurt am Main Kammer

Rein, wir sind noch weitab von jener brau­senden Verheißung, die einst in Feuerflammen auf die Jünger deS Welterlösers herabfuhr, daß sie in feurigen Zungen das heilige Evan­gelium der Menschenliebe in allen Völkerspra­chen künden konnten. Nicht nur, daß man im Namen der Zivilisation sich anschickt, den Bol­schewistenriesen im Osten alS Weltverbrecher durch WirtschaftS- und Hungerblockade aus die Knie zu zwingen und damit vielleicht zum Aeußersten zu treiben... Nicht nur, daß man auch sonst das heuchlerisch beschworene Selbst- bestimmungsrecht der Völler mit Füßen tritt und unsere wehrlosen abgesprengten Brüder und Schwestern tagaus, tagein die Knute des Eroberers spüren läßt. Nicht nur, daß sie un ter frommemAugenauflchlagAbrüstungNitaneien und Wirtschafts-Vaterunser herleiern und ins­geheim schon den Säugling in der Wiege aus­heben und sich hinter Zollstacheldrähten verbar­rikadieren: Auch in den Herzen der Rhein- und Versailler FriedenSvögte scheint der bejahende Locarno-Pfingstgeist verdorrt und der ver­neinende Mephisto-PoincarLs zu triumphieren. Ach, in den beengten Stirnen und Herzen ver­blendeter Europagewaltiger wird auch diesmal der heilige Pfingstgeist nicht erbrausen, der aus Mißgunst, Niedertracht und Verfeindung eine Stufe zu dem goldenen Zeitalter hinaufführt, von dem geschrieben steht: Es wird ein Hirt und eine Herde sein.

Berlin, 4. Juni.

Heute Rächt lasst es auf dem Rosenthaler- Plmtz in Berlin zu einer Schlägerei zwischen Anhängern verschiedener politischer Parteien, in deren Verlauf eine Person erheblich verletzt wurde. Fünf Beteiligte wurden von der Po lizoi festgenommen. Am Schlesischen Bahnho wurden zwei Arbeiter von Roten Frontkämp­fern überfallen und mißhandelt. Es gelang der Polizei, die Personen der Täter festzustellen.

Berlin, 4- Juni.

DaS große Reichstreffen des Roten Front- kämpferbundes nahm gestern abend seinen An­fang mit einer Kundgebung des Roten Jung- Frontkämpferbundes im. Sportpalast. Es kam nirgends zu Zusammenstößen.

geist durchwehten Rosenmondtagen. Kaum daß uns ein lichtdurchwirkter, sternenhoher Azur Himmel einmal die fernsten Bergkuppen wie leuchtende Smaragde zu Füßen legt, und aus seligem Ueberschwang von Vogelschlag, Blüten­hauch und Sonnenglast, aus wogenden Hal­men, Jnsektengesurr, dem Goldgeflimmer der Wiesenteppiche und... dem Flammenblick lie­besheißer Herzen brausende Jubelakkorde uns endlich aufwärts reißen in ein unvergängliches, unaussprechliches Sein... versinken auch Berg- und Felderweiten schon wieder im weißen Dunstschleier flirrender Hitze oder starrer Fröste, rettzen wildeGewittersturmwinde Häuser und Sabriken ein, wimmern Erschlagene unter den rümmern, schrecken Feuersbrünste, Regengüsse, Ueberschwemmungen, rätselhafte Verbrechen Opfer und Zuschauer. Und scheint die Erre­gung kosmischer Elemente nicht selbst Menschen- und Völkergruppen in ihren Wirbel zu ziehen, daß es aus diplomatischen Trommelfeuern, aus dem Schlachtgedröhn im fernen Asten wie dem vuflanischen Grollen schwarzer und gelber Skla­venvölker wetterleuchtet wie immer in kritischen Wendepunkten der Zeitgeschichte?

Rewyork, 4. Juni. (Durch Funkspruch.) Nach Prüfung der Wetterberichte erklärte Cham­berlain, daß er 4 Uhr früh (10 Uhr vormittags mitteleuropäischer Zeit) zum Fluge nach Europa aussteigen werde.

ÄnKtgtnprefe: litnbetmtfdie ®>äft8anittgtn Seile 20 4. auswärtige Geschäfts. I attjeloen .steile 30 A. fftamtlienaitj. .steile 30 A. Kl. Na». auS Saffel b. ©ort 4 A. I aosw. kl. Ai», .steile 30 A. Reklamen steile 75 A. Cffertgebübr 20 A (bet Zus. I Oer Offerten 50 A. Rechnungsbeträge innert. 5 Tagen «ablbar. Für b. Richtig- i fett aller durch ssernfvrecher anfgeaebenen Hnteigen sowie für Änfnabmeboten I un» Plätze kann tridn garantiert werten, gilt Anzeigen mit besonder« ftbnrt-

naem Satz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Sdila'btbc.fftrabe 28/30. Geschäft«, neue: ffBIntfib# Strafte 5. gegenüber bei Soobrftrafte iSernforecher 951 und 952. I

Ehamberlin Pfingsten in Berlin?

Schon heute morgen in Rewyork startbereit / Pfingsltumntte in Berlin.

Blitz und Wolkenbruch.

Düstere Psingsworboten in Sachsen.

(Privat-Telegramm.)

Dresden, 4. Juni.

Gestern abend ging über Dresden ein außer­ordentlich heftiges Gewitter mit wolkenbruch- artigem Regen und Hagelschlag nieder. Vier bis sechs Bieter steht das Wasser in den Kel­lerräumen. Im Fernsprechverkehr traten zahlreiche Störungen ein. In der Nacht setzte langanhaltender Dauerregen ein, der bis heute vormittag ohne Unterbrechung anhielt. In Oberhäßlichs wurde ein Arbeiter vom Blitz erschlagen. Auch in der Lausitz find schwere Unwetter mit Hagelschlag niedergegangen.

tischen Interessen in Osteuropa zu gewinnen. In der Londoner City hat man doch nicht das notwendige Vertrauen zum polnischen Staat und zur Wirtschaft Polens und besürchtet, daß größere Kredite doch nicht ein gefahrloses Gc- chäft bedeuten. Jetzt sucht man mit allen Mit­teln zu verhindern, daß das Warschauer Kabi­nett mH der Sowjetregieruna einen Sicherheits­patt abschließen könnte Rach seiner Aussprache mit Stresemann will sich Außenkommissar Tschitscherin auch in die polnische Haupt­stadt begeben. Dieser Entschluß Tschitscherins entbehrt nicht einer gewissen sensationellen Be­deutung, da man anninnnt daß der russische Volkskommissar mit dem polnischen Außen- inister doch noch den Abschluß eines Sicher- beitspakteS zwischen Sowjetrußland und Polen erörtern will.

Nach Senf sähet er doch.

Chamberlain im Auto bedenklich verunglückt.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 4. Juni.

Heute vormittag stieß daS Auto des Außen­ministers Chamberlain gegen den Pfahl einer Verkehrsinsel auf dem Parlamentsplatz. Cham­berlain wurde nach vorn geschleudert und erlitt Schnittwunden über den Augen Da durch den Anprall auch ein Rad sich vom Wagen ne löst hatte und der Wagen auch sonst beschädigt war, wurde Chamberlain durch eint Amo- droschke in daS Westminster Hospital ge­bracht, wo er verbunden wurde Er erklärte, daß er trotzdem heute zu feiner Erh -» na und Tagung nach Genf fahren wolle

Wen Mn-Meil unü... Won.

Tschitscherin will außer Stresemann auch ... die Pole« für Moskau günstig «immen / Englands Außenminister fährt mit verbundenem Kopf «ach Genf

Gei du!

Glück und Kraft: Ein Pfingstevangeliurn.

Von

Arthur Brausewetter.

Was ist das Glück? Oft aufgeworfene, nie beantwortete Frage. Ja, hat der Mensch über­haupt einen Anspruch auf Glück? Vielleicht ist er garnicht da. um glücklich zu sein, sondern um seine Pflicht zu tun. So wäre die Pflicht das Glück, wäre es in um so höheren Maße, als es den Menschen gelänge, seine Pflicht in Freude zu verwandeln.

Aber vielleichtft das Glück noch etwas an­deres: Entwickelung. Wem die Möglichkeit ge­geben, sich nach Maßgabe der in ihn gelegten Kräfte entwickeln zu können, wer seinem Cha­rakter gemäß handeln kann, der ist glücklich. Un» glücklich aber ist. wer durch die Ungunst der Ve.rhältniffe, durch seine Abhängigkeit von Menschen oder in steter Rücksicht aus die ge­zwungen ist, wider seine Anlage und seinen Charakter handeln zu müssen. Sich selber treu bleiben und bleiben können, was man will und tut. aus innerem Einklang wollen und tun, das ist das Glück. Denn das Schwerste, was ein Mensch tun kann, ist dies: daß er sich selber untreu wird

Freilich dazu gehört- etwas anderes: Kraft. Wer widrige Verhältnisse sich untertan macht, wer der Feindfchaft und dem Unverständnis der Menschen gegenüber Sieger bleibt, wer die höchste Kraft besitzt, sich selbst zu überwinden, der erfährt das fchönste Glück, das nur die Kraft verleibt. Krast ist Glück.

Aber Kraft? Woher sollen wir sie schöpfen, wenn uns an der eigenen in einer von so vielen Zweifeln und Hemmungen zerrissenen Zeit bange wird?

Es ist Pfingsten, und Pfingsten ist das Fest der Kraft. Nicht der eigenen, menschlichen, die immer wieder zerbricht. Sondern einer geisti­gen, göttlichen, die von oben kommt, sich uns mitteilt, uns mit neuem Leben und Hoffen er« füllt. Unter wunderbaren Zeichen vollzieht sich nach den biblischen Berichten die Ausgießung des Heiligen Geistes: im Brausen, das vom Himmel kommt, als eines gewaltigen Windes, und in feurigen Zungen. Da ist alles Krast und Leben. W'e hungert unsere Zeit nach Beidem! Denn sie ist hart, und heiß ist ihr Kampf. Ueber-

LhamverNn Vstngsten in Berlin?

Schon heute morgen startbereit.

Rewyork, 4. Juni.

Soeben, 3 Uhr 55 Min. früh, wird das FlugzeugColumbia", mit dem Chamber- litt seinen Europaflug unternehmen will, zum Aufstieg bereit gemacht.

* * *

Brriin schon gerüstet.

Wenn Chambertin Deutschland überfliegt.

Berlin, 4. Juni.

Laut Pressenotiz wird auf dem Flugplatz Tempelhos der Polizeiausstchtsdienst in be­sonderem Maße verstärkt werden, damit Die Landung deS Fliegers Chambertin ohne Zwi­schenfälle umtftotten geht. Die Lufthansa wird dem Flieger mit allen Mitteln feinen Weg er­leichtern. Schon von Amsterdam her wird sie den Flieger mit eiaenen Maschinen be- gleiten und einen ütWUareichrn Nach richtendes für die PrWWusbauen, sodaß der Flieger bei seiner Ankunft aus dem Kon­tinent sofort gemeldet und auf seinen einzelnen Etappen verfolgt werden kann.

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