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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Rümmer 158. Amtliches Organ der Stadt Kassel.

Sonnabend, 21. Mai 1927.

Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang

In der Lust zwischen Newyork-puris.

Blüte und Feucht.

Locarno-Fiasko in London? Von Tr Paul Rohrbach.

Zum Besuch des französischen Präsidenten in London, der nicht etwa ein Höflichkeitsakt, son­dern eitle historische Ltaatsasfare war, ist zweier, lei sestzustellen: Die Politik von Locarno scheint fest gefahren, und der A u s b r u ch des Konflikts zwischen England und Rußland mit dem wir die Verträge von Rapallo und von Berlie geschlossen haben, steht vor der Tür. Es ist klar, daß Rußland sich schwach fühlt. Schon die matte Reaktion auf den Gewaltstretch gegen die Handelsniederlasiung in Peking war ein Beweis dafür. Selbst der angedrohte Bruch mit London würde es in eine unvorteil­hafte Lage versetzen, wenn es in offenem Konflikt mit England steht. Immer lauter er­tönt der Ruf der Sowjetunion nach Kredi- len, und wir wird ihr Kredit geben, wenn ihr Verhältnis mit der stärksten europäischen Macht aus der Schneide des Meflers steht! Die offenbare Schwäche Moskaus ist für England eine Ermutigung, um so fester aus dem betre­tenen Wege weiterzugehen. Die öffentliche Mei. nung Englands, aber nicht nur diese, sondern auch die wirkliche englische Politik, wird jetzt im Innersten beherrscht von der Lage im fernen Osten. Hier ist das Feld, auf dem es dankbar wäre, den Rusten eine entscheidende Nie­derlage beizubringen. Ein vollkommenes Sowjetfiasko in Ostasien würde wahrscheinlich auch auf die innerrustischen Verhältnisse seine Rückwirkung üben. Große und systematische Ak­tionen in China aber sind für England bis zu einem gewissen Grade an die französische Zustimmung gebunden (die es ja seit gestern in der Lasch trägt. D. Red.). Nicht absolut, aber doch bis zu einem gewissen Grade.

Don Deutschland auS gesehen, zeigt sich also daS Bild einer englisch - französischen Verständigung gegen Rußland, und dazu paral­lel eine gegen die Sowjetunion gerichtete pol­nisch - rumänische Militärfrynt, möglicherweise mit Einbeziehung Finnlands Tritt dies System in Wirkung, so ist es leicht möglich, daß Rußland erliegt. Wieder muß in diesem Zusammenhang betont werden, daß Rußland schwach ist: militärisch schwach, wirtschaftlich schwach, finanzielle schwach und innerpolitisch schwach, denn zwischen den Bau­ern und dem sowjetrussischen System besteht keine innere Bindung. Wie wird unsere Situa- tion sein, wenn infolge eines direkt gegen Ruß­land gerichteten englisch-französischen Bündnisses die Sowjetunion zusammenbrichi oder sich auf­löst? Offenbar weniger günstig, als wenn eine Lage bestände, in der England, bevor es zum Schlage geaen Sowjetrußland ausholt, genötigt wäre, sich mit uns auseinanderzusetzen. Man könnte sagen, daß für England keine solche Nö­tigung besteht, denn es habe ja Frankreich, um mit ihm zu paktieren, und ein solcher Pakt "niete für die englischen Ziele genügend Sicherheit, auch unter Ausschaltung Deutschlands. Tie Ausschaltung Deutschlands wäre so­gar etwas, was allen deutsch-feindlichen Ele­menten in der alten Entente besonders gefiele. Aus der anderen Seite aber besteht die Tatsache, daß England sich bis jetzt, sobald nur die Rede auf das Verhältnis Deutschland-Rußland kam der unabänderlichen deutschen Erklärung gegen­über sah: Wir optieren unter keinen Umständ-n gegen Rußland, wir optieren überhaupt nicht zwischen Ost und West! Ein solches Richt-Op- tierenwollen bedeutet ebenso viel wie die grund­sätzliche Weigerung. England aeaen Rußland zu unterstützen, und drängt die Eigländer, sobald sie sich einmal entschlossen haben, die Feind­schaft mit Rußland auszutragen, von selber aut die Seite Frankreichs

Es ist in der Politik wie im Leben von Vorteil unangenehmen Tatsachen gerade inS Gesicht zu sehen, und eine solche unangenehme Tatsache tst unter anderem die. daß wir immer die Leidtragenden sind, wenn England geno- tigt ist. auf Frankreich Rücksicht zu nehmen. Ot der Geist von Locarno und Tboiry nur eine <§ pisode gewesen ist oder mebr. das wird sich heute noch nicht sagen lassen. Baumblüte kann eine ziemlich starke Erniedrig"na der Tempera tur vertragen, wenn sie rasch genug vorüber geht Bleibt da? O.ueckMber aber eine Wetlc unter Null, so ist es mit B l ü t e u n d F r u ch t vorbei Augenblicklich ifi es zwischen Deutsch laut' und Frankreich jedenfalls dem Nullpunk' sebr nahe Der Südwind Briand ist In eine entfernte und bescheidene Ecke gedrückt und der Nordwind Poinear^ bläst mit vollen Backen.

Merkwürdigerweise geschieht dabei immer

Ncwhork, 20. Mat. (Durch Funkspruch.) Trotz der Schwierigkeiten des durch den Regen aufgeweichten Geländes ist Kapitän Lindbergh wie angetündigt, heute mittag zum Fluge nach Paris aufgestiegen.

Die liebe Eitelkeit.

Wie beim Zaren, so unter Lenin.

Locarno-Fiasko in London?

Nur noch eine -sentimentale Erinnerung" / Paris-London rücken zusammen, Schweigt Stresemann auch im Juni? / Mir Moskau wird Schluß gemacht Burgfrieden zwischen Reich und Preußen.

wohlu man dies als eine Konzession Deutschlands auslegen müsse.

London. 20. Mai.

Einem Korrespondenten zufolge haben sich die Außenminister B r i a n d - C.h a m b e r- Iain bei ihrem diplomatischen Handel auf der Grundlage geeinigt, daß England sich der Rheinlandpolitik Frankreichs für dessen Unterstützung gegen Moskau anschlietze. Wei- ter wird Frankreich Englands italienische Politik billigen und sich den englischen Stand- punkt in der Chinapolitik zu eigen machen. Man habe sich zwar bemüht, die neue Entente als eine Berstärkuna des Locarno-Abkommens hinzustelle«, obwohl keine Erklärung Da. für gegeben sei. wie man hierzu gelangen könne Eingeweihte Kreise glaubten jedoch, daß die dreitägigen Festlichkeiten Locarno nur noch als sentimentale Erinnerung zurückgrlaffen hätten.

* * *

So hkrzllch to'e elnft

Briands honigsüßes Bekenntnis.

(Privut-T elegramm.)

Genf gegen Moskau.

Scheitert die Konferenz an den Russen?

(Prtvat-Telegramm.)

Zürich, 20. Mai

Ein Blatt meldet ans Gens: Die englische, die französische und die amerikanische Delega­tion sind übereingekommen, die von den Russen geforderte Anerkennung des Sowjets- systcm al« gleichwertig nicht auszusprechen. Tie Verantworutng für ein evtl. Scheitern Der Konferenz treffe Rußland. Der Generalsekretär sttzt seine Bemühungen um eine Einigungsfor­mel für die Wirtschaftskonferenz fort

Wenn sich die Wege scheiden

Londons Bruch mit Moskau stehl bevor.

Selb» in bem Land der radikalsten Umstürzler bnlbiat man benie noch den Gepflogenheit eir und Traditionen ans der Zaren,eil in vieler Hinlicht, wie unter Mitarbeiter im folaenbex lebt eraövlich darltelli.

So hat die Sowjeiregterunss beispielsweise Das Schnapsmonopol übernommen, das i iöinerzeit von den Revolutionären stets der Re- aieiung angekreidet worden war. Neuerdings sind es O r d e n und Tilel, mit denen man sich beschäftigt. Napoleon, der ein Menschenkenner war. pflegte zu sagen, daß man die Menschen mit Hilfe von emaillierten Knöpfen und Sei­denbändern regieren könne. Auch die Sowjets haben sich der Wahrheit dieses Satzes nicht her* schließen können. Lenin entfernte seinerzeit die Ordensabzeichen des Heiligen Georg, der Hei­ligen Anna, des Heiligen Stanislaus von der Brust der Würdenträger des Zaren, nicht nur, weil sie ein Zeichen kaiserlicher Huld waren, son- dern hauptsächlich deshalb, weil, wie er meinte, die Orden ein Symbol bürgerlicher Ei­telkeit und Oberflächlichkeit seien. Ein Kom­munist, der seines Namens würdig fei, so führ­te Lenin weiter aus. müsse für seine Idee leben und sterben, auch ohne daß er seine Brust mit Kotillonzeichen zu schmücken brauche. Anstelle von Medaillen und Orden müsse ihm daS Ge- fühl genügen, daß er seine Pflicht treu erfüllt habe. Aber schon während deS Bürgerkrieges erschien eine Verordnung des Sownarkom, wo­

durch der

Orden Der Roten Fahne"

Paris: 20. Mai.

Außenminister Briand erklärte einem Presse, vertretet. Daß nach Der Londoner Reise die Atmosphäre von einst wieder entsteht und aufs neue die aufrichtige Freundschaft Der beiden Völker und ihr Wunsch, ihre Entente verstärkt zu sehen, sich betätigt. Das Lon­doner Kommunique sei eine Antwort für Die­jenigen, die die Entente oordiale bereits als ge­lockert bezeichneten. In Wirklichkeit sei fie immer eine enge gewesen. Unter ihrem Schutz könn. ten die beiden Völker arbeiten.

*

Geht Stresemann daraus ein ? Auch im Juni noch feine RheinlandauSsprache.

.'Eigener Drahtbericht.)

London, 20. Mai.

Rach einem diplomatischen Berichterstatter ist die Rheinlandsrage in das Jnni-Pro- flramm des Völkerbundes nicht eingeschloffen, nicht einmal die Frage der Ueberwachung der entmilitarisierten Rheinlandzone. Wenn nicht die deutsche Reaiernng in elfter Stunde selbst darauf bestehen sollte, die Räumiingssrage aufzuwerfen, würde daß dornige Rhein- landvroblem von neuem vertagt wer­den. Das deutsche Ersuchen um Gewährung eines ®i< in der Ständigen Mandatskommis­sion rufe bei Den Alliierten natürlich keine Begeisterung hervor.

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Wo« hindert noch die JttMn-3tflumungt

Berlin, 20. Mai. (Privattelegramm.) Die von Der Botschafterkonferenz veranlaßte Spren­gung Der 88 Unterstände bei Königsberg und Küftrin ist nunmehr, wie verlautet, vollständig »um Abschluß gekommen. Die Anlagen sind einschließlich der Fundamente beseitigt. Damit ist die Sprengung noch vor dem deutscherseits zugesagten Termin beendet.

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Erst nach dem 15. Sum.

London 20. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Briand-Chamberlain seien, so meldet ein diplo- matischer Korrespondent, darin einig geworden, daß die Frage der Rheinlandräumung e r st a m 15. Juni, nach Der Schleifung Der Deutschen Oftbefestigungen. angeschnitten werden könne ES sei jedoch wahrscheinlich, daß Die deutsche Regierung Der Kontrolle keine Schwierig­keiten in Den Weg legen werde, ob-

(Eigener Drahtbericht.) London, 20. Mai.

Die Blätter betonen, daß ein Bruch mit Der Sowjetregierung ernstlich in Frage komme. Die britische Note gegen Moskau wird am nächste» Dienstag zusammen mit der Regierungserklä­rung erwartet. Sie wird wahrscheinlich erfta. ren, daß das Handelsabkommen beendet »st und daß es keine Ueberraschung verursachen würde, wenn zugleich die diplomatischen Beziehungen gelöst werden. Eine starke Gruppe innerhalb DeS Kabinetts fei für Den völligen Bruch. Rus­sische Agenten sollen Der kommunistischen Be­wegung nahe gestanden haben, auch soll eine Zahlungsliste gefunden worden fein. Cham­berlain dürfte sich dem Abbruch nicht wider setzen. Wenn Die Ministermehrheit es wünscht.

Fäll' auch Hankau?

Am Ende Des Bolschewismus in China.

lEtgene Drahtmeldung > x

London, 20. 2)1 ar

Rach einer Meldung aus Schanghai tjat sich ein Teil Der Garnison von Hankau gegen Die Regierung erklärt unD zieht sich zusammen. H a nf a u fei jetzt von antikommunistischen Truppen umzingelt. Während für die aus­ländischen Untertanen in Hankau nichts befürch­tet werde, werden U n r u 6e n in SS u tscha » g erwartet. Der abgesetzte Außenminister Tsckien lehnt jede Verantwortung für die Hankauer Ereignisse ab und macht die britische Politik und die Besetzung von Schanghai Dafür ver­antwortlich.

Sek wieder gut...

Reich und Preußen bei der Friedenspfeife.

(Funktelegramm)

Berlin. 20. Mai.

Rach Der gestrigen Besprechung zwischen Reichsfinanzminister Dr. Köhler und Dem preußischen Ministerpräsidenten Braun über die bekannten (Elffermjen zwischen Reich und Preußen tagte daS preußische Kabinett Minister Dr H S v ke r - A s ch o f s wird die Besprechungen für den verhinderten Minister Präsidenten weiterführen. Ferner tagten henke die Zentrums.Fraktionsvortzände Auch der Reichskanzler Dr. Marx sowie fämt- liche Zentrumsminifter nahmen an dieser Konferenz teil..

gegründet wurde. Es zeigte sich nämlich, daß die bolschewistischen Theorien Mein nicht aus­reichten, um den Ehrgeiz der Soldaten der Re­volution aufzustacheln. Die SoWjetregiermtg hat bei der Einführung der Orden nicht nur die bürgerlichen Gesichtspunkte der Anspornung übernommen, sondern dir Ordensstatuten bis in die kleinste Einzelheit nachgeahmt. Der erste sowjetrussische Orden der Orden der Roten Fahne bat vier Klassen, genau wie der zari­stische Sankt-Georg-Orden. Je größer die Ver­dienste des Ordensinhabers sind, umso breiter entfaltet sich die Rote Fahne des OrdenSab,ei­chens auf seiner Brust. Man kann aber der menschlichen Eitelkeit nicht schmeicheln, ohne ein Verlangen nach noch größeren Zugeständnissen zu erwecken. Nachdem der Orden der Roten Fahne geschaffen worden war, verlangten auch die Z i v i l i st e n eine Auszeichnung. So wur­de der Orden der .Arbeitssahne' gegründet. Die Fabriken, so sagte Lenin bei dieser Gelegenheit, sind die Festunaen des Proletariats, während die Industrie das Schlachtfeld des KommuniS- mus ist. Deshalb haben die

Arbeiter dasselbe Recht auf einen Orden, wie die roten Soldaten. In Der Roten Armee wurden später noch folgende Auszeichnungen einpeführt: Ter Orden des Roten Sterns (Drei Klassen), der Orden des Roten Halbmonds (drei Klaffen), sowie ein goldenes Abzeichen für mili­tärische Verdienste im Dienste der Revolution. Verschiedene autonome Republiken haben ihre eigenen Ordensabzeichen bekommen. Aber nicht genug damit. Die Sowjet-Regterung hat nach dem Vorbild der Statuten des Sankt-Ge­orgs-Ordens auch Ehrentitel in Der Armee eingeführt So gibt es .Rote Krieger', Die nichts anderes sind als die früheren Sanki-Ge- orgs-Ritter. In der Zarenzeit hatte ein Offi­zier ober Beamter aus der linken Seite Militär­oder Dienstorden zu tragen, während die.rechte Seite für akademische Abzeichen und Medaillen vorbehalten blieb. So konnte man von bet Brust eines ehemaligen Beamten ober hohen Militärs seinen

ganzen LebenSlauf ablefen.

Es gibt nur ein einziges Abzeichen, vor Dem Die Bolschewisten unüberwinbltcben Abscheu haben. DaS sinb bie E P a u l e 11 e n. Die militärischen Grabe werben auf bem Aermel burch geometri- fche Figuren anpezeigt Tie Solbaten behaup­ten aber mit Recht, baß diese geometrischen Fi­guren mebr und mehr die Tendenz aufwiesen.

h>» alles Mögliche an Rücksichtnahme gegen Frankreich Der badische Rundfunksender tn Freiburg z. B. hat bis vor kurzem .ElsSsser- H-enbe veranstaltet und diese Darbietungen rurben in ganz Elfaß-Lothringen freudig mit- ebört. Run aber ist. wie die Elsässer .Zukun-f "chreibt.etwa sehr Merkwürdiges' geschehe« He Elsässer-Abende find vom Freiburger Rund- iinfbroaramm gestrichen, und zwar aus .'ranzösifchen Einspruch hin Ironisch bemerkt die .Zukunft' dazu, diese Streichung sei anscheinend die erste positive Frucht des Gei­

stes von Locarno! Zur Zeit können wir in Deutschland nicht daran denken, gegen den von neuem in die Höhe gekommenen Poincaris - muS etwas auszurichten, wenn wir aus der Pelt keinen einzigen Bundesgenos- l e n gegen ihn haben Praktisch in Betracht kommt für unS als Stütze nur Enflland. und "iescs wird sich in seiner Haltung durch feine anderen Ueberlegungen leiten lassen, als die naß es feine Beziehungen dorthin am festesten knüpft, wo ihm in den Grundfragen seiner Po­litik die beste Hilfe gteciftet werden kann.

sich den Schultern zu nähern. Noch vor kur­zem haben die Befehlshaber der Roten Armee an Den Kriegskommissar ein Gesuch gerichtet, mit der Bitte, die Epauletten wieder e t n z u s Ü h r e n. Die Sowjetregierung mußte aerobe bem Heere gegenüber ein Zugeständnis nach bem anderen machen Kenner behaupten, oaß in der Roten Armee der Geist des Zaren- heereS wieder erwacht fei Man trifft Wieder Offiziere und Mannschaften die an

klingenden Sporen und raffelnden Säbeln großes Vergnügen finden. Bei einer Beratung