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«eimieg, 15. Mai 1927.

Kasseler Neuste Nachrichten

48 Seiten

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Die heutige Frühlings- und Maiwoche-Nummer der Kasseler Neuesten Nachrichten umfaßt

chen auf die Hand. Mit schweren Ouetsthwun- den mußte es nach Anlegung eines Notverbam

Auf dem TOochenmarft

Wenn der Mieder blüht . . .

Der heutige Wochenmarkt stand ganz tm Zeichen des Flieders, der in ungeheuren Men­gen angeboten und sehr lebhaft gekauft wuroe. Nicht nur die Untere Karlstraße war von den Landleuten, feie feie ,Cyrenen" in Kotzen zum

enÄO«».ung ftir Radfahrwege

am heutigen Maiwochen-Sonntag.

Dom Gau 74 deS Deutschen Radfahrerbun­des war bekannt gegeben worden, daß in Ver­bindung mit der Kasseler Wagenschau eine Kundgebung für Radfahrwege stattfinden sollte. Eine solche Kundgebung würde die glatte Ab- wicklung der Wagensckau stören. Deshalb hat der Gau 74 seine Kundgebung auf einen späte­ren, noch zu bestimmenden Zeitpunkt verschoben. Aus diesem Grunde werden feen Zug der Kas­seler Wagenschau nur die Vereine eröffnen, feie an der Sternfahrt nach Kassel teilge­nommen haben oder mit ihren Bannern im Schmuckkorso fahren. Für alle anderen Radfahrer ist die Teilnahme am Zug verboten.

werde» dadurch ausgeglichen, eine stärkere Er­wärmung ist jedoch vorläufig nicht zu erwarten.

haft gekauft wurden. Lanfebutter war schnell geräumt, ebenso Geflügel, während

Während der Rede, mit der RegierungSprä- stfeent Dr. F r i e d e n s b u r g die Ausstellung beute vormittag 10 Uhr 30 eröffnete, flammte Heller Blitzschein über die gela­denen Gäste . . . dieKasseler Neuesten Nachrichten- hatten feie feierliche Eröffnung der Ausstellung in einer Momentauf- n ahme festgehalten, die wir bereits in der vorliegenden Ausgabe zu veröffentlichen in der stnd.

Heiterkeit löst diese Bemerkung aus:

Wenn wir den auswärtigen Gästen die Mög­lichkeit geben. Einkäufe in Kassel zu bewirken, so ist davon eine Hebung der Steuerkraft zu erhoffe», denn . . . ohne Steuern kann kein Gemeinwesen aufkommen. ,

Schließlich erinnert feer Bürgermeister noch an die Lausendiahrseier im Jahre 1913 . . . sie ging nach langer Regenperiod« bei strahlendem Sonnenschein vor sich. Damit war feie Eröfs- nungsseierlichkett beendet. Nach einem Runfe- gang durch die Ausstellung informierte Ver- bandssyndikus

das sonstige Gemüse

nächsten Politeibeamten zu benachrichtigen. I der Kinder feen Ball heraus holen wollte, stürzte Zweckdienliche Mitteilimgen sind außerdem auf! der Deckel um und fiel einem llsäbrigen Mäd-

Letzte Meschen

ES kommt manchmal anders

Reichsbankpräfifeent und Börsenpanik. Berlin, 14. Mai.

Zu einem Pressevertreter äußerte sich Reichs- bankpräfideitt Dr. Schacht über feie gestrige Bürsenpanik sstehe auch Hanfeelsteil), feie Reichs­bank könne feen Wechselfeistontwünschen der re­gulären Wirtschaft in vollem Umfange auch mit einem füufprozentigen Diskont gerecht werden. ES habe sich gezeigt, daß feer Gelfeanspruch in erster Linie nicht o»S der produktiven Wirt­schaft, sonvern aus feen K red i tansprüchen der Effektenkäufe herrührte. Eine Dis- kontoerhöhung, so sagte Dr. Schacht, war infolgefeeflen im Interesse feer Wirtschaft nicht nur nicht eebeten .sondern sie würde eine ganz ungerechtfertigte Mehrbelastung der Wirtschaft gebracht haben. Es würde unver­antwortlich fein, auf Grund einer Diskont­erhöhung ausländisches Geld in höhe­rem Maße nach Deutschland hereinzunehmen, als für feie Produktion unbedingt erforderlich ist. Die Reichsbahn habe weder mit Repressa-

Rr. 113. 17. Jahrgang.

Salat und ebenso wie

(Sin Räuberdrama auf der Form.

Heldentod eines Deutschen.

Mexiko-Stadt, 14. Mai.

Schoen dyr, ein führender deutscher In­dustrieller, wurde auf seiner Ranch in Jalisco von Banditen überfallen und ermordet. Schoen, dyr verteidigte die Ranch an der Spitze sei­ner Angestellten', wobei er einen Bauch­schuß erhielt, dem er sofort erlag. Die Ange­stellten schlugen darauf die Banditen zurück. Regierungstruppen nahmen die Verfolgung auf.

Verkauf stellten, bevölkert, auch an feer Garni­sonkirche herrschte die .Fliederiuvasion" vom Lande. In großen Mengen waren

Blumenkohl angefahren,

lizeiievieien, dem Statistischen Amt der Stadl Kassel ober bei den mit feer Durchführung der Reichswohnungszählung betrauten Zählern erhältlich ist. Um die Wohnungsnachsrage zu ermitteln, ist nicht nur die Feststellung erfor­derlich, wieviel Wohnräume der einzelne Woh­nungssuchende benötigt, sondern auch

welche Miete

er voraussichtlich für die neue Wohnung aus­bringen kann. Da die Mieten für Wohnungen in Neubauten, die mit Mitteln feer Hauszins- steuer errichtet werden, höher sind als die Mie­ten für Wohnungen, die unter das Reichsmie­tengesetz vom 24. März 1922 fallen, wird feie Nachfrage nach Alt- und Neuwohnungen eine verschiedene fein. Auf dem von feen Woh­nungssuchenden auszusüllenDen Meldebogen ist deshalb zur Feststellung dieser Nachfrage anzu­geben, ob 6er Wohnungssuchende in feer Lage und bereit ist, eine

mit Mitteln der Hauszinssteuer errichtete Neubauwohnung zu beziehen. Als Anhalt für die Höhe der Mieten diene folgen­der Hinweis. Schätzungsweise beträgt in einem Neubau der jährliche Mietzins für eine mitt­lere 2-Zimmerwohnuna 450500 X. für eine Z-Zintmerwohnung 680750 X für eine 4=3»V merwohnung 900980 X "2es einschließlich Küche und Zubehör. Selbstverständlich gehen die Wohnungssuchenden durch feie Beantwor- tung dieser nur statistischen Zwecken dienenden Frage, keinerlei Verpflichtungen ein.

Fahnen wrhen in Kassel!

Großer Fackelzug der Säuger.

Wie nunmehr hinreichend bekannt ist, findet am morgigen Sonntag abend anläßlich der »Kasseler Maiwoche' em Fackelzug feer im .Gau Kurhessen" vereinigten Kasseler Sanger statt Durch feie Mitwirkung mehrerer Musikkapellen wird zwar feer Veranstaltung schon ein beson­deres Gepräge gegeben, doch werden die Sän­ger es nicht unterlassen. so wie sie eS von. den großen deutschen Sängerfesten in Nürn­berg und Hannover gewöhnt sind den Fackel- zug durch Singen von Sängersprüchen usw. zu beteben. _

An die Bevölkerung Kassels, soweit sie als Zuschauer in Betracht kommt, er­geht die herzliche Bitte, auch ihrerseits dazu beizutragen, daß die richtige Stimmung auf« kommt. Ter Zug kann auf irgendeine Weise be­grüßt werden, wie dteS z. B. in Nürnberg und Hannover der Fall war. durch eifriges Tncher- schwenken, insbesondere von Seiten der Da­men. Schon wegen der außerordentlichen Opfer, welche sich die Sänger auferleal haben, wäre es wünschenswert, daß dieser Anregung Folge ge­geben wird, und daß feer Gedanke, für das deutsche Lied zu werden, nicht nur in den Kreisen der Sänger gepflegt wird, sondern daß auch die große Masse unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre Anteilnahme dadurch be­kundet daß sie die Veranstaltungen der Sän­gerschaft anläßlich der »Kasseler Maiwoche" auf Eifrigste fördert und unterstützt!

Der Funke in der Gasanstalt.

Münster, 14. Mai. (Privattelegramm.) In der Fettyasanstalt, von der die Reichsbahn ihr Gas bezieht, schlug gestern abend unter starker Detonation eine Stichflamme empor. Das ganze Gebäude brannte vollständig aus. Eine Person erlitt schwere Brandwunden. Tie Feu­erwehr konnte den Brand löschen. Der Scha­den ist sehr groß.

Senügt der £ nkspartei das Schutzgefetz.

Berlin, 14. Mai. Die Entscheidung darüber, ob für die Verlängerung fees Republikschutzge­setzes im Reichstag eine Zweidrittelmehrheit zu rerelchen ist, hängt von Demokraten und So­zialdemokraten ab. In parlamentarischen Krei­sen wird angenommen, daß beide Fraktionen dem gestern gemeldeten Kompromiß der Regie- -linosnart-'en zustimmen werden, worüber die Fraktionssitznngen entscheiden werden. Der Reiii'si"n-ier emvfiug gestern die Vertre­ter von links zur Mitteilung deS Lompromiß- entwurfes.

lien noch mit gelblichen Matwgbmen den Ban- fen aedrvht. Er halte den^Abbau der^ÄepoM gelber für sehr begrüßenswert.

Dr. Tripp

iiber den Veranstalter der Ausstellung. Vom Kasseler Kolonialwarenhändlerverein, über den Detaillistenverband ist feer heutige Landesver­band als feie Berufsorganisation des Lebens­mittel-, Kolonialwaren- und Feinkostcinzelhan- vels innerhalb unserer Provinz geworden und ein Glied des zehn Jahre alten Reichsver- bands mit 75 000 Mitgliedern. Außerordentlich schwierig lagen feie Verhältnisse in unserer Pro­vinz. Im Süden Frankfurt a. M. und Wies­baden, im Norden Kassel. Beide Teile organi­sierten sich getrennt und konnten bisher nicht zusammenkommen. Am Sonntag beschloß die Frankfurter Generalversammlung einstimmia den Anschluß au den Landesverband. Dieser wird nach Inkrafttreten der neuen Satzungen etwa 2000 Mitglieder zählen. Bis zur Er­reichung der Zahl 3000 wird es nicht lange mehr dauern Die Rede verklang mit einer Danksagung an feie Spitzen der hiesigen Behör­den, feie mit ihrem zahlreichen Erscheinen ihr Interesse an den Belangen des Kleinhandels bekunden. Diese Zusammenkunft möge dazu beitragen, daß das ungetrübte Verhältnis, tote es bisher bestand, sich weiter aünstig entwickelt. Dann werde dem argbedrohten Lebensmittel- bandel um feine Eristenzertzaltung nicht bange fein! H.

Zimmer 66 D. im Polizeipräsidium abzugeben.

£o!a!nad)ridhten vom Tage

-T- Kaflel im Luftverkehr. Der Luftverkehr erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auf verschiedenen Sttecken sind die Maschinen stän­dig ausverkauft In der vergangenen Woche landeten in Kassel 42 Fluggäste. 40 Personen borühri°u Kass-l a"f dem Durchflug, während 48 in Kassel abgeflogen sind.

Eröffnung des Badebetriebs. Die Erösf- nitttfl des städtischen Flußbades erfolgt, wie das städtische Nachrichten amt mitteilt, nach Fertig­stellung der Baulichkeiten am Sonntag, den 22. Mai.

4- Allerlei vorn Tage. Unweit der Schlagd hoben Kinder, denen ein Ball in einen Kanal­schacht gefallen war, den Deckel auf. Als eines

die eben erwähnte Bedeutung bei. Gerade unser deutsches Volk ist auf eine gute Lebensmittel­versorgung angewiesen, da 50 Prozent aller Ausgaben feer mittleren Bevölkerung aus ihren Lebensunterhalt fallen. Die Staatsregierung nimmt deshalb lebhaften Anteil an dieser Aus­stellung und sie wird sich freuen, bei der Erful- Irma ihrer Ziele rn-thelfen zu können. Der Re­gierungspräsident erklärt dann feie Ausstellung ür eröffnet! Lebhaftes Bravo bildet das Echo der temperamentvoll vorgetragenen Ausführun­gen. Schließlich spricht noch tm Namen ber Stadtverwaltung, bereit Beigeordneter

Bürgermeister Brunner.

Die Maiwoche, die mit dieser Ausstellung ihren Anfang genommen hat, könnte als ein gewagtes Unternehmen angesehen werden, in einer Zett, in der noch weite Volkskrcise der, Verelendung anheimgefallen, stnd, ober man könne bereits einen lanafamen aber stetigen Ausstieg des Wirtschaftslebens feststellen, sodaß sich die Ver­anstaltung dieser Ausstellung rechtfertigt. Der Bürgermeister spricht dem städtischen BerkehrS- direktor Dr. Schumann öffentlichen Dank aus, und begrüßt im Voraus die hoffentlich recht -.ablreich eintreffenfeen Gäste der Stadt Kassel.

Beranfiallunge« am Sonntag.

Kasseler Mai « oche: Siebe besonfe«« U-Lerstchi an anderer Stelle, einschließlich der Theater uiw Le-be n ämtttelau L stell uns.

Stadtvark: Kasfeekonzert, 4 Ubr: Konzert ntft Kilmschan ..Waixrlraiun", 8 Uhr.

Stadthall«: Hubelfeier der Metzger-Jnnun« und der Genossenschast für Häute- und Fellverwertu«, H Uhr.

Stadt ball«: Reichsvund der ZivilLieustberechtig- fen. Tagung, 10 Ubr.

KarlSan«: Gebrüder Nehrinq. 4 und 8 Uhr. ResibenzkasFee: AbsLiedskonzert der Kapelle.

Polier (beute Sonnabend):Ein Ball an Bor4 der Hambnr«". 8 Uhr.

Knnüansft«ll«usti M« Hin«: ®entäI6e Au N ft<re lveiöe.

Zeppelin: UnterhalturmSrmillk, 8 Uhr.

Sansa: Abschiedsabend der Kapelle Zülch, 6 Ubr.

2tbell«: n. a. Paul Lindemann, 8 Ubr.

Martrnsslocke: NnierbaltungSwustk, 8 Uhr.

Montag:

Sondttorel Sisa: Eröffn» ng des Gartew- kasteeS, 4 Ufa.

leb« sehr , _____ Eier

großen "Ueberstand zu verzeichnen hatten. Der Marktbetrieb setzte schon frühzeitig ein und

deS durch die Arbeiter-Samariterwache zum Landeskronkenhaus gebracht werden. In der Kettengasse wurde ein älterer Mann von zwei betrtmfenen inngen Leuten überfallen und zu Boden geschleudert, wobei er sich eine stark blu­tende Verletzung am Kopf zuwa. 9tleb hier leistete die Wache die erste Hilfe.

Die Wetterlage.

Der Frankfurter Wetterdienst meldet: lieber Nordwesteuropa ist neuerdings ein Tiefdruck­gebiet aufgetreten, dessen Porübergang eine Aenderung des bisherigen Witterungscharak- ters bringt. An Stelle der nördlichen Lust- ftröme treten Südwestwinde, sodaß die Zufuhr kalter Luftmassen abgeiif'litten ist Die Nacht­frostgefahr hört also auf. Die Temperaturen

Sin SiferfvdDtsörama amDariete.

Rom, 14. Mai. (Eigene Dralitmeldung.) Gestern wurde in Neapel die deutsche Künstlerin Anna Endres aus München, ivetcke zusammen mit sieben anderen deutschen Küi'stlerinnen in einem Varieteetheater in Neapel auftritt, von einem ihrer eifersüchtigen Verehrer in der Halle eines Hotels mit einem Rasiermesser im Gesicht und im Rücken schwer verletzt.

nahm zu Zeiten beängstigende Formen an. Viel- fad) hatte man den Eindruck, als »b die Bevöl­kerung Kassel? den morgigen Sonntag, dem Be­ginn der großen Kasseler Maiwoche, als

besonderen Festtag

betrachte. Es wurde im allgemeinen recht leb­haft gekauft, sodaß der Markt als beftiedigend anzusprechen ist. Auch auf dem Fleischmarkt herrschte großer Betrieb. Doch war hier das An­gebot erhebli-b größer als die Nachfrage. Dru- selplntz und Fischmarkt boten das allwöchent­liche Bild.

Reiche Deu e des Schuischrecks.

Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe.

In den letzten drei Tagen hat ein Mäntel­marder in verschiedenen Schulen Kassels sein Unwesen getrieben, wobei ihm zum Teil sehr wertvolle Kindermäntel in die Hände gefallen sind, der oder die Diebe haben mit größter Sorgfalt immer nur die besten Mäntel mitge­nommen. Gestohlen wurden in der Aamilien- schule zwei Mäntel, in der Hilfsschule 2 einer, Bürgerschule vier einer, Bürgerschule 6 vier, Bürgerschule 5 einer und Bürgerschule 8« zwei. Do die Althändler jetzt den Ankauf von Winter­mänteln sowieso ableimen, außerdem aber noch besonders angewiesen sind, jedes Anaebot sofort der Polizei zu melden, besieht die Wahrschein­lichkeit, daß die Diebe ihre Beute anderweit un­terzubringen versuchen werden. An die gesamte Bevölkerung ergebt heute durch das Polizeiprä­sidium die Aufforderung, die Augen offen zu halten und bei verdächtigen Angeboten sofort den

Tie zweite Hessen-Nassauische Lebensmittel­ausstellung gehört erfreulicherweise zu feen wenigen Ausnahmen in der Geschichte deutscher Ausstellungen, bei feeren eine Ausstellung bei feer Eröffnung wirklich fertiggestellt, ist. Als heute Mittag die zahlreichen Ehrengäste indem zur Ausstellungshalle gewordenen Stadtpark erschienen, befanden sie sich inmitten eines präch­tigen Rahmens künstlerisch durchgefübrter Stände und dustigen Frühlingsblumen- schmuckes. Von der Empore herab erklang feierlich, von der StadtparllapeLc unter Main- zer gespielt, feer Festmarsch von Grieg. Von der Bühne herab grüßte zunächst

Kaufmann Zilligen

im Namen der Ausstellungsleitung und des Lebensmiltelhändlerverbandes Ehrengäste und Aussteller. Er berichtete, vatz feer letzte Anlaß, Me Ausstellung zu veianstatten, durch zahl­reiche Anfragen gegeben wurde, die aus Krei­sen der einschlägigen Industrie anläßlich der Ausstellung vor zwei Jahren ergangen waren. Wenn die jetzige Ausstellung so erfolgver- heißend durchgesuhrt werden konnte, so gebührt Dank dafür in erster Linie dem Protektor ver Ausstellung, C-berpräfibent Dr. Schwander. der heute durch Oberregierungsrat Dr. Siemon ver­fielen ist, dann aber auch dem Regierungsprä­sidenten, sowie dem heute durch Beigeordneten Bürgermeister Brimner vertretenen Oberbür- -->rn«-ist«r (ÄLthter. m-»«, Le sonders liebt bet Redner öle Verdienste des Städtischen Ver­kehrsamtes und des Verkehrsdirektors Dr. Schumann hervoI, die das Zustandekommen der Ausstellung in weitgehendster Weise gefördert, haben. Der Kleinhandel erlebte kur; nach Schluß seiner ersten Ausstellung eine kata­strophale Zeit, bedingt durch die ungeheueren Arbeiterentlasstingen und den folgenschweren Beamtenabbau, aber deutscher Wille, deutsche Tackraft und deutscher Kausmannsgeist bauten auf den Trümmern der noch nicht ganz über­wundenen Inflationszeit von neuem wieder auf und im Zeichen dieses Wiederaufbaus steht auch die jetzige Ausstellung, die neben anderen Aufgaben feen Zweck verfolgt, die bestehenden Verbindungen zwischen Industrie, Groß- und Kleinhandel enger zu gestalten, feem Kleinhan­del neue Freunde zu erwerben und für die In­dustrie neue Absatzmöglichkeiten zu schaffen, denn es ist leider noch immer im deutschen Volke die Ansicht verbreitet, daß eine gute Ware unbedingt vom Auslande stammen muß. Weniger bekannt ist, daß viele deutsche Waren in das Ausland gehen und von dort neu ge­kackt und mit Zollaufschlägen versehen, als Auslanksware wieder nach Deutschland zurück­kehren.

Die Ausstellung soll nunmehr beweisen, daß wir nicht nötig haben, aus dem AuSlande Waren zu kaufen, die wir im eigenen Lande selbst erzeugen können.

Regierungspräsident Dr. Friedensburg überbringt nunmehr die Grüße des Protektors feer Ausstellueg des Oberpräsidenten Dr. Schwander Er erblickt in der Ausstellung ein Zeichen der Zuversicht und des Arbeitswillens des Kleinhandels, der öin wesentlicher Bestand­teil ist, nicht nur des engeren Bezirks, sondern auch fees gesamten deutschen Vaterlandes. Alle, Die sich in der Welt umaesehni haben, wissen, welche Bedeutung die Leben sm ittelverhältniste bestimmte'' Geaenden und Länder haben. So verdankt Frankreich seine Beliebtheit als Reise­land in erster Linie seiner vorbildlichen Küche.

Die Liebe geht durch den Magen.

Das gilt auch für den Fremdenverkehr. Wenn Kastel heute mit seiner Maiwoche eine Lebens- miHeranaNpstnnn Usrsnüvsi so fnnimf dreier

D eversüßte Sintflut.

Jetzt versaufen die Zuckerplantage«.

Newyork, 14. Mal.

Die Zuckerplantagen im Staate Louisianä verschwinden allmählich in den Fluten des Mis­sissippi, da die Bemühungen von zehntausend Arbeitern, die Dämme zu halten, vergeblich sind. Zur Zeit stehen schon über zehntausend Acres unter Wasser, zwanzigtansend Einwoh­ner mutzten ihre Häuser innerhalb vierund- zwanzig Stunden räumen. Der Schaden wird auf 250 000 Dollar beziffert.

Patourouges, 14. Mai. (Durch Funkspruch.) Man fürchtet, daß auch die Deiche des Atcha- fa la ya-Flusses brechen werden, wodurch 150000 Heimstätten bedroht find. Auch bei Bordleonville ist ein Deich gebrochen. Der Schaden im Staate Louisiana beträgt bereits zehn Millionen Dollar.

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Regierungspräsident Dr. Friedensburg vollzieht die Eröffnung.