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Rr. 112. 17. Jahrgang.

Äeffelet Vtenefte vrachrft" te«

Sonnabend, 14. Mai 1927.

Lokalnachilchten vom Tage

2m Wefllheider Hoftheater.

,Die Frühlingsfee".

ArA-gibtden Anlaß zu allerlei lustigen Strei- ^mt W41 Kopfe» st °ls° -uruckgegangen.

Die Kasseler Laienbühne von 1911 das Wehlheider Hofthealer brachte als letzte Vor­stellung der dieswinterlichen Spielzeit ein Sing­spielDie Frühlingsfee". Drei Akte voll Laune und Humor, ausgelassener Fröhlichkeit und echt

Die Gesamtzahl der Arbeitsuchenden ist gegen­über der Vorwoche von 10 803 auf 10 607 zurück

chen. Die Frau Doktor, die ihre Töchter an den Mann bringen will und zu diesem Zweck zum Jubiläum ihres Mannes drei junge Studenten seiner Verbindung einlabet, erlebt einen bösen Reinfall. Aber ihre Töchter kommen doch noch an 'jn Mann. Reizende Duette und Gesangs­einlagen runden das Ganze wirkungsvoll ab. Die Darsteller zeigten ssch wieder einmal von ihrer besten Seite, alle gaben sie ihr Bestes, um dem Spiel von Frühling und Liebe zu einem vollen Erfolg zu verhelfen. Besonders beachtens­werte Leistungen boten Walter Daume, Emmv Krause, Lv Helbing und Rudi Wucherer. Paul Mäder stellte in dem Kutscher August eine wasch­echte, unverfälschte Kölner Tvpe heraus, zumal er auch denKölschen" Dialekt vollkommen be­herrschte. Es gab viel Beifall aus offener Szene, die Mehrzahl der Zwiegesänge und Schlager mußte wiederholt werden. Der letzten Aufführung am Donnerstag abend wohnten ne­ben den Vertretern der Behörden und anderen geladenen Gästen auch der Generalintendant des Reichsbundes für Volksbühnenspiele Fr. v

gegangen. Die Zahl der vom Wohlfahrts­amt unterstützten Personen betrug in der Vor­woche 11164 Fälle mit insgesamt 16251 Köpfen, in der laufenden Woche 11059 Fälle mit insge­samt 16 011 Köpfen. Die Gesamtzahl der Unter- stützungsfälle hat sich also um 105 ermäßigt. Die Zahl der vom Tanami und von den ge­werblichen Werken beschäftigten Arbeiter betrug zusammen 1000.

-r- Franz Schreker im Staatstheater. Prof. Franz Schreker, Direktor der Staatlichen Hoch­schule für Musik in Berlin, ist in Kassel einge­troffen. um den letzten Proben und der Erstauf­führung seiner Oper »Die Gezeichneten" beizu- wobnen, die am Sonntag, den 15. Mai, zur Eröffnung der Kasseler Werbewoche in Szene geht.

4- Berliner Gastspiel im Kleinen Theater. Von Montag ab gastiert das Berliner Ensemble von Hansi Arnstädt vom Staatstheater und Heinz Klubertanz vom Lessingtbeater mit Lo­thars Lustspiel »Der Werwolf". Zu dem Ensemble gehören ferner: Ellen Tietz, Walter Pittschau, Richard Drosten und Berthold Lehn­dorff.

Frühgottesdienst vor dem Orangerieschloß. Den Frühgottesdienst vor dem Orangerieschfoß wird am Sonntag um 7 Uhr Pfarrer Lieber­knecht halten. Auch in diesem Gottesdienst wird der Bläserchor des Christlichen Vereins junger Männer mitwirken.

Perfonalveränderungen bei der Heeres­verwaltung. Zahlmeister Bock und Flörke, bei­de im Infanterieregiment 16^ wurden zu Ober-

-1-200 Arbeitsuchende weniger. Das städtische Rachrichtenamt teilt mit, daß die Zahl der vom Arbeitsamt unterstützten Erwerbslosen in der Woche vom 24. bis 30. April 3574 Fälle mit insgesamt 9071 Köpfen, in der Zeit vom 1. bis 7 Mai 3400 Fälle mit insgesamt 8734 Köpfen betrug, also um 174 Fälle zurückgegangen ist Die Zahl der vom Arbeitsamt aus der Krisen-

Wilhelmshöhe zu gelangen. Aus Anlaß der Maiwoche sind übrigens am Mittwoch, den 18. Mai auch die Kaskaden, die sonst an Mittwoch-Nachmittagen nicht springen, in Tä­tigkeit. *

Der Tag vom Roten Kreuz.

Hand in Hand mit dem Beginn der großen Kasseler Maiwoche geht der alljährliche Tag für das Rote Kreuz. Die Haus- und Straßen- sammluug, die an diesem Tage vorgenommen wird, soll Mittel schassen für die Liebestätig­keit der Sanitätskolonnen. So selbstlos und uneigennützig der anstrengende Dienst der Sa- nitätswachen auch ist, ihre Unterhaltung, die Beschaffung des notwendigen Materials und die Ergänzung und Erneuerung der Geräte kosten Geld. Hier ist es Pflicht jedes Eiuzel- nen an seinem TeA mitzüheffen an dem gro­ßen Sgerf der Nächstenliebe. Jedes Scherfleiu und sei eS noch so kltzin erleichtert den Sanitätern den Dienst am Volk. Geldspenden können auch auf das Postscheckkonto der Sani- tätskolonnen 18 449 beim Postscheckamt Frank­furt a. M. eingezahlt werden.

Kirchenkonzert.

Im Rahmen der Maiwoche veranstaltet der Liederverein Kassel-Wilhelmshöhe am Montag abend 8 Uhr In der Christuskirche auf Wil- helmshöhe ein Kirchenkonzert. Mitwirkende sind Lotte Köhler, Violine, Rudolf Buchner, Bariton und Gustav Claus, Orgel. Der Ein­tritt ist frei.

Kassel rüstet zur Maiwoche

Die Stadt hat mit der Beflaggung begonnen.

tafeln, Lehrphotos usw. Ziel und bisherige Leistung der D. L. R. G. anschaulich darlegte. Der Abend vereinte die Teilnehmer zu einem stimmungsvollen Begrüßungsabend. Der Sonntagmorgen begann mit einer Sitzung des technischne Ausschusses, der die feierliche Eröss- numg der öffentlichen Tagung durch den Prä­sidenten Staatssekretär a. D. Dr. Lewakd folgte.

Mit großer Aufmerksamkeit nahm die zahl­reiche Versammlung den Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Hax entgegen, worin det hoch­erfreuliche Aufstieg der D. L. R. G. zum Aus­druck gebracht war. Aber auch die ernste For­derung an alle Regierungen, die Schwimmret- tungskunde folgerichtig und vollständig in Den Bereich der Schule, Polizei, Reichswehr, Ma­rine einzubeziehen. Neben der öffentüdKn Anerkennung der Rettumgssache ist auch der Anschluß wichtiger Sport und Berufsverbände zu verzeichnen. Ferner ist als Ausfluß der Rettungsunterweisung die Stellung von Ret­tungswachen als wichtiges Neugebiet bei dem wachsenden volkstümlichen Badebetrieb im Freien zu fordern, und zu fördern. Für die fleißige Tätigkeit der Unterverbände legt die stattliche Zahl von 25 000 angeforderten Prü- fungskarten Zeugnis ab. Hieraus folgte der Vortrag des Freiburger Universitätsprofessors RantmannUeber den Ertrinkungstod und Die Wiederbelebung im Wasser Verunglückter." Im zweiten Vortrag behandelte Polizeiober- leutnoint Velter die Ausbildung im Schwim­men und Rettungsschwimmen bei der badischen Polizei. Ferner teilte Polizeivberst Olden­burg Die ähnlich wirksame Rettungskundeför­derung bei der preußischen Schutzpolizei mit. vor allem bei deren Spandauer Sportschule, an der schon 1200 Grundscheine, 800 Prüsungs- scheine und 40 Lehrscheine errungen wurden. Am Ende der Tagung sprach der Vorsitzende des veranstaltenden Landesverbandes Baden. Oberregierungsrat Professor Broßmer. dem Berliner Haüptvorstand seine dankbare Hoch­achtung für die Amtsverwaltung aus und emp­fahl dessen Wiederwahl, was einmütig unter Beifall geschah. Nach markigen Schlußworten des Präsidenten, verließ man den prunkvollen Rosengarten, um sich nachmittags zu den prak­tischen Vorführungen des Schulschwimmbetrie- bes nebst Rettungsübungen, Tauch-, Kunst- springvorführungen im städtischen Herschelbad zu begeben.

Aus dem Sewerffchaflsieben.

50 Jahre Genfer Verband.

Anläßlich des 50. Jahrestages der Grün­dung des Internationalen Genfer Verbandes und seiner Fachzeitschrift »Internationale Ho­telindustrie" hat diese eine künstlerisch ausge- staltele »Jubiläums-Festnummer" in Diersar- ben-Ofsetdruck herausgegeben. Im textlichen Teil wird in großen Zügen auf die Geschichte des Verbandes eingegangen, die einzelnen Landesvereine, aus denen sich der Internatio­nale Genfer Verband zusammensetzt, kommen darin in ihrer Landessprache zu Wort, indem sie ihre Entwicklung, Den inneren Aufbau so­wie ihr Tätigkeitsgebiet kurz schildern. Der Internationale Genfer Verband ist die einzige gastgewerbliche Fachorganisation der Welt, die aus einzelnen in sich selbständigen Landesver­einen zusammengesetzt ist und nur gelernte Be­rufsangehörige zu ihren Mitgliedern zählt. Die über 20 000 Mitglieder, die der Verband umfaßt, verteilen sich auf die meisten Länder Europas, Nord- und Südamerikas, sie nehmen ohne Unterschied der Nationalität an den her­vorragenden und vorbildlichen Wohlfcchrtsin- stitutionen des Internationalen Genfer Ver­bandes, dessen Zentralsitz in Zürich ist, teil. Die Hauptverwaltung des Deutschen Landes­vereins und die Redaktion der »Internationa­len Hotel-Industrie", die in fünf» und mehr­sprachigem Text erschein;, befinden sich in Dresden. Im Zusammenhang mit dem Ver­bands-Jubiläum findet im kommenden Oktober in der Gründungsstadt Genf eine Große Dele- gierten-Versammlung statt, zu der sich heute schon Vertreter aus allen Weltteilen angemel­det haben. Die nächstjährige Tagung geht in K a f f e l vor sich.

Interessenten abgewiesen wurden. Die unter der Leitung von Direktor Müller-Manger ste­hende Schauspielerttuppe ist bereits mit den zu­ständigen Behörden in Verhandlungen einge- treten, um mit deren Unterstützung das Ten- denzstück mit Rücksicht auf die volksausklärende und volkserhaltende Wirkung des Stückes im ganzen Reichsgebiete aufführen zu können.

Die gestrengen Herren.

Was sagt der Frankfurter Wetterdienst?

Die Lnftdruckverteilung hat sich feit gestern wenig verändert. Um 6 Uhr schneite es und um 10 Uhr fiel leichter Hagel, auf dem Frie- drichsplatz wurden heute morgen 7 Uhr plus o. auf Wichelmshöhe Plus 3 Grad festgestellt! Das Zusammenwirken zwischen den westlichen und nordwestlichen Hochdruckgebieten und dem Tiefdruckgebiet im Osten bedingt weiterhin Zufuhr kalter Luftmassen aus Norden. Bei nächtlicher Ausstrahlung werden sich die Tem­peraturen in den Nachtstunden weiterhin in Gefrierpunktnähe halten. Außerdem werden einige kurze Niederschläge auftreten.

Bis Sonnabend

lautet dementsprechend die Vorhersage: Wol­kig, meist trocken, Temperaturen zunächst noch wenig verändert, nachtS in Gefrierpunktnähe, nordwestliche bis westliche Winde.

Wie zuletzt beim Deutschen Gastwirtstag hat die Stadt Kassel gestern in der Kölnischen- straße wie in der Königstraße die Flaggen­masten ansgerichtet. Heute morgen flatterten daran die Fahnen in den mannigfaltigsten gar, den und gaben der Stadt bereits das erste fest­liche Gepräge. Zugleich sind sie ein Appell an die Bevölkerung: Gebet hin und tuet an euren Häusern ein gleiches! Schmückt die Straßen, damit die Gäste, Die wir empfangen, von vorn­herein einen freundlichen Eindruck erhalten! Inzwischen gehen die Vorbereitungen im Stadtpark für die morgen, Sonnabend zu er­öffnende

Lebensmittel-Ausstellung

in ein flottes Tempo über. Die Säle haben eine gediegene Austeilung in rote, blaue und orangenfarbige Kojen erhalten. Schon lassen sich Eigenarten erkennen, die bereits heute an» beuten, daß diese Ausstellung von besonderem Werte sein wird. Aber auch die Vorbereitun­gen auf die

Wagenschau am Sonntag stehen vor dem Abschluß. Mehrere Bereiche­rungen des Programms sind in die Wege ge­leitet. Bemerkenswert ist, daß während der Wagenschau, etwa ab 1,30 Uhr mittags der

Stratzanbahn-Berkehr

im Innern der Stadt und zwar innerhalb fol­gender Grenzen vollständig gesperrt ist:

Holländischer Platz, Lutherplatz, Friedrich- Wilhelmsplatz, Stäirdeplatz, Ulmenstraße, Weinberg, Martinsplatz, Marställerplatz. Ab 3 Uhr ist damit ,u rechnen, daß für die Linien 3, 5 und 14 der normale Verkehr wie­der hergestellt fein wird, und etwa ab 3,30 Uhr der Verkehr des ganzen Netzes. Mit dem Ein­setzen der Verstärkungslinien für den Versteht nach Wilhelswhöhe kann keinesfalls vor 3.30 Uhr gerechnet werden. Geringfügige Störun­gen in der Hohen zollernstraße, solange sich der Wagewzug durch diese bewegt, müssen in Kauf genommen werden. Da die

Wasser auf WilhelmshShe

am Sonntag erst um 5 Uhr springen, besteht für jedermann die Möglichkeit, sich erst die Wa­genschau anzusehen und dann rechtzeitig nach

Storm bei.

Die weiße $eft".

Dieses Tendenzscbauspiel von Telfan, über dessen Uraufführung im April bereits berichtet wurde, hat Ende April und Anfang Mai Wie­derholungen erlebt Wiederum hat sich die Lan- desversicherunasanstglt mit namhaften Zustzüf fen an dem Knst"ndekornmen dieser Vorstellun­gen beteiligt und damit eine der Volksgefun- bnna bienen*. Aufklärung ermöglicht Die letzte Vorstellung war so stark besucht, baß ber Saal tocaen UeberfiUfnna bereit? kur; nacb ackN Ubr geschlossen werben mutzte, währenb Hunderte von

Nicht »um KyffdSuser, Dafür., ab nach Kassel!

Der für Sonntag angekündigte Sonntags- Sonderzug der Reichsbachndirektion Kassel von Wildungen Wer Fritzlar und Kassel zum Kysf- häuser und zur Heimkehle fällt wegen ungenü­gender Beteiligung aus. Die Reichsbahn führt den Ausfall in der Hauptsache auf die ungün­stige Witterung zurück. Wir erblicken darin viel mehr die Tatsache, daß sich die ganze Um­gebung bereits auf den Besuch der Kasseler Maiwoche eingestellt hat.

zahlmeistern, Inspektor Borrmann zum Oberin­spektor beim Heeres-WirtschastS- und Rechnungs­amt Kassel befördert.

4- Pflasterarbeöten in der Leipzigerstratze. Die Leipzigerstraße wird wegen Pflasterung zwischen Ochshäuserstraße und Niederkausun- gen vom Montag ab auf die Dauer von etwa drei Wochen für den öffentlichen Fährverkehr gesperrt. Der Verkehr wird über Ochshausen umgeleitet.

-T- Bon ber Volkshochschule. Die erste geolo­gische Wanberung ber Volkshochschule finbet am 15. Mai unter Leitung von Lehrer Jacoby statt. Fahrtenplan: Immenhausen, Ahlberg, Rein- harbswalb, Wilhelmshausen. Abfahrt 6,46 Uhr, Sonntagsfahrkarte Jmmenhaufen-Wilhelmshau- fen. Rückkunft gegen %9 Uhr abends.

Unglücksfall auf ber Treppe. Nach Schluß ber Rentnerverfammlung im Wilhelmsgymna- sium, über bie an anberer Stelle berichtet wirb, glitt ein siebzigjähriger Rentner auf ber Treppe aus und zog sich einen schweren Schädelbruch zu, ber feine sofortige Ueberführung in bas Elisabethkrankenhaus notwendig machte.

-I- Allerlei vom Tage. In der U n t e r n e u» stabt äußerte gestern eine Frau ganz plötzlich Anzeichen geistiger Störungen. Ein herbeige­rufener Arzt orbnete ihre sofortige Ueberführung nach ber Neuen Mühle an. Am Altmarkt würbe heute morgen ein vierjähriges Kinb von einem Rabfahrer angefahren. Anfgeschlagene Lippen und eine erhebliche Verletzung ber Nase waren bie Folgen. Die Sanitätswache Fulba- brücke leistete erste Hilfe. Ein Lastkraftwagen mit Anhänger besucht gestern ben Ständeplatz, Richtung Kölnische Straße, und bewegte sich durch zwei diesen Platz in kurzem Abstande fahrende Pferdefuhrwerke. Dieses hatte zur Fosiie, daß der Anhänger ein Pferd anfuhr und den Führet eines Fuhrwerks erheblich verletzte. Die Schuflsstage wird noch geklärt. Weiter ging in bei Vi ktoriastraße ein bort haltendes Dichtwerk infolge Schevens des Pferdes durch und raste in die Iorban­st r a ß e. Hier wurde die Schaufensterscheibe eines Geschäfts zertrümmert. Einem Polizei­beamten gelang es. das Gespann zum Stehen zu bringen. Personalschaden entftanb nicht.

Wandervorschläge

Des Hessischen KebiraSvereins für Sonnt-«.

Ganztägia: Kasiel-O. ab 7.04 bis Münde» T.-K. Miinben-Hiinrmes. Damoser lMiinden ab 8,201 jg 95<,dev8<iflen lgtr.s, Sababurg (.9.1. Reberbeck. Summe (A.s. Rücks-brt 18,31 ober 21,16. Wealänae 21 Kilom., iiahrvreis 4. (Dampfer 2.) Klasse 2.80 R^e.

H a l b t ä g i a: Kassel-O. ab 13,90 oder 13.40 bis Harlesbanlen. 5Virn8fnope. Seckersbanien <K.l. Stqkl- bera. Oberoellmar («.). Rücks-brt 19,15, 20,07. 21.56, 22.0' 12 Kilometer ÄrrfirorrS t Kl 40 .1

Die Geschäftsstelle des Hessischen Gebirgs^iereins. KuttürstenllDatze 10. (?.. erteilt unentgeltlich Auskunft über N-anbernnaen, Alle Heimattreuen und Wander- lroben sind als Mitqlieber willkommen. SVür Die aanze Heimat aber beißt an Meie« Sonntaa Die Parole:

Ab nach Kassel »um Begin« Der grabe» Kastrier Maiwache!

RadwandervotschlSge

DeS RaDfabrer-T»»re»kl»bS 1895. Mitglied DeS S. T>. R. ffir Sonntag, Den 15. Mai.

Halbtägig: Abfahrt Kastel. Friedrichsvlab. 7 Ubr vormittags. Richtung: Snallhütte. Holzbauten, Beste, Elgershausen, Brastelsberg, Kastel: Ankunft gegen 11 Uhr vormittags. Weglänge: ca. 35 Kilo­meter. Gäste willkommen. N.

Veranstaltungen am Sonnabend.

Staatstheater: ..Die selige Erzellen,", 714 Uhr. Kleines Theater:Revue der Abenteuer^,

8 Uhr

StaDtvärk lGartens: Kasfeekonzert, 4 Uhr: Kon­zert mit ffilmschau. 8 Uhr.

Stadtvark <sämtliche Säle): Lebensmittel-Aus­stellung.

Evang. Bereinshaab: SieboldscheS Dovvel- auartett. Krühlrngskonzett, 8 Uhr.

LtändehäuS: FrüblinaSieft des Sehvevgefangver-

<4F

Die Laffeler Geschäfte sind am Sonn­tag, den 15. Mai von 12 Uhr mittags bis 6 Uhr abends geöffnet

Stadt Sa Ile (»lauer Saal): Verbandst«« R. D.

3., Begrützungsabend.

Ufa:Kopf hoch, Charly". , m ,,, . Kino des Westens:Laster der Menschhett". Chassalla:Die Krau mit dem Etwas". Palafttheater:Einer gegen Alle".

Letzte Depeschen

Rieder mitbenGrenzpMIen

Im Morgenrot von . . . Großdeutschland.

(Durch gunkspritw i

Berlin, 13. Mai.

Als Präsident des deutsch-österreichischen Bolksbundes begrüßte Reichstagspräsident Loebe diesen bei seiner Tagung wie folgt: Der große deutsche Markt könne schon jetzt ge­schaffen werden. Oesterreich komme nicht aus Not und Elend zu uns, sondern ans dem freien Entschluß freier Männer. Mr dürsten aber nicht warten, bis der Zufall uns zu Hilfe komme, fondern müßten im eige­nen Lande die Borbereitungenfürden Anschluß treffen. Schon jetzt sei es not­wendig, daß in beiden Ländern die Staatsbür­ger wie Bürger des eigenen Landes und nicht wie Ausländer behandelt werden. Verwaltung und Gesetzgebung müßten vereinheitlicht werden und dann blieben nur die Grenzpfähle noch stehen. Wenn auch diese fielen, dann fei erreicht, was wir wollten, ein Volk, ein Reich, ein freies Vaterland. Stür- Mischer, nicht endenwovender Jubel begleitete bie Rebe. Oberbürgermeister Böß sprach für die Stadt Berlin die Hoffnung aus, daß bald Oesterreich und Deutschland ein Vaterland und Wien und Berlin bald Bruderstädte sein werden.

* * *

Oesterreich sind wir selbst.

W»e wird die neue Regierung aussehen?

(Privat-Telegramm.1

Wien, 13. Mai.

Bei de» Verhandlungen über die Regie- rungsbilduna wurde dem Landbund der Posten des Vizekanzlers überlassen. Im heutigen Ministerrat must nunmehr der Be­schluß auf Demission des Gesamt­kabinetts gefaßt werden. Die Neubildung der Regierung ist für die Zweite Sitzung des Nationalrates am 19. Mai in Aussicht ge­nommen. Der Landbund wird als Vize­kanzler den Landeshauptmann von Kärnthen, Schumy, präsentieren.

*

San» Oesterreich hält schon zu Deutschland.

Wien, 13. Mai. (Privattelegramm.) Die Großbentsche Partei stellt in einer Kundgebung fest, daß ber Anschlußgebanke immer weitere Kreise ber Bevölkerung und besonders alle Wirtschaftskreise ersaßt hat. Außer den Han­dels- ha!ben sich auch die Landwirt- schaftskammern sowie Bauernbund für die Schaffung einer Zoll-Union, also für engsten wirtfchaftlichen Zusammenschluß mit dem Deutschen Reich ausgesprochen. In ber Gesetzgebung soll ber Anschlußwille in Politik und Wirtschaft zur stärksten Geltung gelangen.

Königreich Albanien?

Achmed Zogus Lieblingstraum.

(Eigene Drahimeidnng.i

Paris, 13. Mai.

Aus Albanien in Südflavien eingetroffene politische Flüchtlinge haben angekündigt, daß ber Präsident Achmed Zogu, ber auch Mi- nisterpräsibent und Oberbefehlshaber ist, am kommenden Sonntag wahrscheinlich zum König ausgerufen werden würde.

Um eine Million Briefmarken bestohlen.

Paris, 13. Mai. (Eigener Trahtbericht.) Dem Bildhauer Kreuzer aus Mainz wurden auf dem Briefmarkenkongretz aus dem Brief­markenalbum in seinem Hotelzimmer Marken im Werte von über einer Million Franken, darunter einigen Mauritius, ge­stohlen.

5m entgleisten Militärzug

Warschau, 13. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Auf der Schmalspurbahn zu einem Militär­übungslager entgleiste gestern ein Zug mit 150 Militärpersonen. Die Wagen schoben sich mit ungeheurer Kraft ineinander. Ein Offi­zier und 26 Soldaten wurden verletzt, darunter sechs schwer. Ein Verwundeter starb bereits.

3m weißen Mai.

Berlin, 13. Mai. (Privattelegramm.) Die Temperatur ist in Berlin auf ein Grad Wärme gesunken. Aus Königsberg wird 1 Grad Kälte gemeldet: Aus Moskau wird gemeldet: Hier fält seit zwei Tagen Schnee. Die Straßen sind wieder zugeschneit. (Stehe 1. Seite.)

Aufwertung von Lebensverstehetungen.

Berlin, 13. Mat. Im Rechtsausschuß hieß ber Präsident beS Reichsaussichtsamt für Ver­sicherungen einen Antrag (Dem.) gut, bie Treu- hänber ber Lebensversicherungs-Gesellschaften anzuweisen, zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber nicht später als am 1. Oktober 192 7 ben aufwertungsberechtigten Versicherten auf Antrag eine Bescheinigung auszuhändigen, in ber in rechtsverbindlicher Form ein Minbeft- betrag ber im Jahre 1932 zugunsten der Be­treffenden Aufwertungsberechttgien zur Aus­schüttung gelangenden Aufwerlungssumme feft« aestellt und anerkannt wird.

Sie Deutioe Hümmer mW 12 Seiten