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Äeffeltt gtcüeffe Siachrkchte»

Freitag, 13. Mai 1927-

17. Jahrgang. 4K. Hl.

i n die elterliche Wohnung gebracht.

-i.

ffintinentej

Fahrrad-Reifen W

,Wer Conti fahrt, weiß, was er hat'

1 des Knies, im inimum darun-

Rund um die Dame.

Geheimnisse" des Wäscheschranks.

* Hann-Münden, 12. Mai. (Opfer ihres Be- rufe#.) Als der Mechanikerlehrling Breuker aus Solingen bei seinem Lehrmeister hierselbst ein Autp ankurbeln wollte, schlug die Kurbel zurück und zerschlug dem Br. beide Knochen der rechten Unterarmes. Der in der Zellulose- sabrik beschäftigte 55jährige Arbeiter L. Boise aus Lippoldshausen geriet mit der rechten Hand in die Kreissäge, wobei ihm mehrere Finger abaeschnitten wurde«. -g.

Die Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus.

fremd and Bedielter

an Arbeit» und Feiertagen ist Dir Dein Fahrrad. Hege und pflege es durch die Be­nutzung d. unübertrefflichen

aus der Fastnachtszeit herausgezog^n und aus einen anderen Tag verlegt wird, möglichst aus einen, der schon ein Trauert aa ist. Em Humor, Voller Vortrgg des Fachschriftstellers Emil Müller-Halle glossierte die Bespitzelung Steu- erpflichnger durch die Finanzämter. Ws Ort des nächsten Verbandstages wurde Schmal­kalden gewählt. Im übrigen beschäftigt« sich die Tagung mit interne» Angelegenheiten, bis wieder die mit geradezu rührender Liebe aus- geschmückten Straßen aufnahmen. Drüben steht her Altkönig und der Feldbevg Winkt sein: Komm, komm! R. H.

Die Gastwirtstage im Taunus.

Stellungnahme zu wichtige« Wirtschaftsfragen der Gegeuwart.

®ie wissen kein sicheres Mittel gegen diese MagegerNer, Ein» rcibutuen, Packungen, Bäder. Salben uüv. lmdern meistens nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen ntcht immer das liebel au der Wurzel. .

Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mrtte^ und sie sollen e5 selbst versuchen, ohne daß e? Sie etwas kostctt aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie den folgenden Brief:

Ich bin von der 2SUlr.i:n Ihres wundervollen Präparates Vichtosmt" förmlich überrascht, es hat nicht nur meine Hoff­

weiblichere Trägerinnen macht. Man bevor­zugt neuerdings die lose, ziemlich lange Jacke mit Pogodenärmel als Ergänzung zum Bein­kleid und ärmellosen Kasack.. Für kühlere Tage gleichzeitig wärmende Hülle, so im Win­ter auS Samt. Natürlich gibt eS auch hier schmückendes Beinwerk aller Arten, selten da» gegen Spitze, deren spezifisch weibliche Note mit dem EharÄter meses Kleidungsstückes nicht harmoniert. Sandor.

nungen erfüllt, sondern bet weitem übertroffen, wofür ich Ihnen meinen herzlichsten Dank an dieser Stelle ausivreche- Schon am zweiten Tage nach dem Gebrauch von Gichtosint, waren die fürchterlichen Schweden, die mir des öfteren die ganze Nachtruhe raubten, nicht mehr io heftig und konnte ich daher, fest einigen Jahren -um ersten Male, einen eroickenden,ruhigen Schlaf finden. Seitdem ließen die Schmerzen täglich immer mehr nach, und kann Ihnen heute zu meiner größten Freude mitteilen, daß alle Schmerzen spurlos verschwunden sind und ich mich wieder wie neu geboten fühle.

Hochachtungsvoll

I. M. m

Solche Briefe besitze ich tausende, und nun hören Sic weiter: Gicht und Rheumatismus können mir von innen heraus wirklich futteu L.rdcn durch Entgiftung des Bluter.

Wer jemals durch eine mittelalterliche Stadt acwaNdelt, der empfand es als die Krönung solcher" Romantik, al3 wir am Montag abend bei Vollmond den spitzen Torbogen des Rat­hauses von Oberursel durchwanderten. Steil sind die Gassen, holprig daS Pflaster me- lancholffch plätschert der Brunnen. Aber draußen hämmert die Industrie, liegt ein Kranz von reizenden Villen gelagert. Und über allem der Duft des Flieders. Stolz trge gen ine Kastanien ihre hier schon voll entwik- feiten Kronen. Im .Taunussaal" spielt die Feuerwchrkapelle, Turner und Turnerinnen zeigen bestes Können und der Humor beherrscht den Abei'd. Es geht schon rheinische Stim­mung durch die Seele dieser Nassauer. Gele» gentlich des Begrüßungsabends, den hier der Wirteverein von Oberursel bot, feierte Bürger- mdiftrr Horn das Tagungsstädtchen als Pforte zum Taunus. Dann sprach, allseitig mit Bei­fall begrüßt, der Präsident des Deutschen Gast? wirte-Bcrbandes, K ö st e r - Berlin. Er erin­nerte an den großen deutschen Gastwirtetag 1926 in Kassel, dessen große Disziplin und hohes Mveau, dte den Bestrebungen des Ver, bandes, auch hei den Behörden, den wertvoll­sten Dienst erwies. Weiter verkündete er die Verleihung der höchsten Auszeichnung des Verbandes, der silbernen Plakette, an den Füh­rer des Provinzialverbandes für Heflen-Raffau und Waldeck. Hartleb-Kassel und überreichte die gleiche Auszeichnung dem Gründer dieses Verbandes und Ehrenmitglied !be8 Deutschen GastwirteverbandeS, den früheren Kaffeler BadnhofKwirt Ritter, jetzt in Berlin. Ein Volk, das seine tüchtigen Männer ehrt, sprach Präsident Köster, ehrt sich selbst! Und wieder tveckte ein strahlender Tag und rief in die Turnhalle zu fast acht Stunden in Anspruch nehmender Hauptverhandluug. Die Leitung hatte B r ä u n i n g - Wiesbaden. Landrat von Erkelenz aus Homburg v. d. H. überbrachte Grüße des Oberpräsidenten in Kassel und des Regierungsprösidenten von Wiesbaden, wäh­rend Bürgermeister H o r n - Oberursel den Nachweis führte, 'daß der Gastwirtsstand ein dringendes WirfschaftsersorderniS darstellt, namentlich im jetzigen Zeitalter der Verkehrs- Wirtschaft. An Hartleb-Kassel wurde ein tele» graphisaies Dank- und Treuebekenntnis ge­sandt. In groß angcnlcster Rede streifte

Präsident Köster

die wirtschaftliche Sage Deutschlands. Inter­essant war die Feststellung, daß die 160 Q00 Mit­glieder 'des Deutschen Gastwirteverbandes 1J4 Millionen Arbeitnehmern Brot geben, das sind 64000 Personen mehr, als der gesamte deutsche Bergbau mitfamt dem Salinenwesen beschäf­tigt. Im Rahmen der Berufsstände ist der der Gastwirte der viertstärSste. Der Dortrag war ein stolzes Bekenntnis zur mittelständischen Struktur unter Betonung der kulturellen Be­deutung dieses Standes. Seit Kriegsausbruch sind infolge der ungeheuren Steuerlast, die ge­rade aus dem Gastwirtsfiande liegt, 420 Wirt­schaften eingegangen. Die Getränkesteuer wurde als unsozial und uirmoralisch bekämpft. Wenn setzt die Biersteuer gekommen ist, die le­diglich die breiten Massen trifft, so wird diese beim Finanzausgleich schärssten Kantpf ersah- ren. Die Parteien müssen dann aus ihrem Verhalten selbst die Konsequenzen ziehen. Als Skandal bezeichnete der Redner die einen ein­zelnen Stand belastende Geworbestauer. Was die Gastwirte in der nächsten Zeit beschäftigt, ist das im September oder Oktober zur Verab­schiedung kommende

Dchankstäitengesetz, das an und für sich überflüsstg fei. Eine ent­sprechende Aenderung der Gewerbeordnung hätte genügt. Der Schutz der jugendlichen ge-

höre in das Strafgesetzbuch. Dringend gefor­dert werde Ausdehnung der Konzessionspflicht aus Flascherchierhandel und Speisewirtschaften. Weiter wendet sich die Organisation gegen Häufung von Konzessionen m einer Hand, Regiebestrebungen der Reichsbahn und gegen die heutige Art der Polizeistunde. In Berlin waren 14 Tage nach der Verlängerung der Polizeistunde alle Kaschemmen kaputt und die Anzeigen wegen Beamtestbeleidigung und Widerstand gingen rapid zurück. Wenn sich auch die Tanzformen geändert haben, so muß doch dafür getagt werden, daß

die großen Soalhetriebe rentabel bleiben, wenn nicht das politische und kulturelle und geistige Leben gefährdet werden soll. Rationale Gesichtspunkte reden hier ihre Sprache. Im Verlaufe der Tagung verwies «Aollenhauvt - Frankfurt auf unhaltbare Zu­stande in höheren Schulen Frankfurts. In einem dortigen Gymnasium wurde sogar ein Maskenball gefeiert. Soweit staatliche Schulen in Betracht kommen, wird beim Kultusminister -Beschwerde erhoben werden. Singe»Nieder­zwehren forderte ebenso wie der Wirteverein Westerwald iArmeiterutig der Polizeistunde auf dem flachen Lande, besonders in Orten, die an Großstädte grenzen. Die Rieberzwehrener Wirte haben bereits eine entsprechende Ein­gabe an den Regierungspräsidenten gerichtet, Damit einem entgegenkommenden Erlaß des Ministers des Innern entsprochen wird. «Döhne-Kassel wandte sich gegen willkürliche Festsetzung der zu einer Steuer gewordenen 'Berwaltunasgebühren für Verlängerung der «Polizeistunde, Tanzerlaubnis usw. In Nie­derzwehren werden, wie Singe feststellte, für jede Stunde Verlängerung 5 Mark, bei Tanz 10 Mark berechnet. Die Aussprache ergab, daß besonders ländliche Gemeinden Kapital aus idcn Verwaltungsgebühren schlagen wollen mit dem Hintergedanken, die Festlichkeiten möglichst tzu unterbinden. Eine bemerkenswerte Aus- ffprache gab es über die

Tonfetzergenoffenschaft, die durch Agenten die Wirtschaften überwachen läßt, um dann Hobe Tantiemen für Has Spiel moderner Tonschöpsungen einzuzichen. Dos Bestreben muß dahin gchn, die Verantwortung den ausübenden Musikern aufzuerlegen, da die »Gastwirte meist nicht in der Lage sind, darüber zu wachen, ob das, was die Kapelle spielt, taiv tiemenpflichtig ist oder nicht. Bedauerlich ist, so bemerkte Präsident Köster dazu, daß heute manche Wirtschaften Musik haben, in die keine Musik gehört. Die Svitzenorganisation wuroe dann beauftragt, mit den in Betracht kommen­den Organisationen zu verhandeln, damit der

Bolkstrauertag

.....eS war einmal? ES gibt heute kaum noch Geheimnisse an der eleganten Frau, man ist von einer beinahe erschreckenden Offenherzig feit und Sachlichkeit. Angefangen bei den Beinen, bis Über die Rundu» ' leWisnKleidchen und einem B__________ _______

ter und darüber zeigt sie ihre mehr oder weni­ger bewundernswerten Reize. Und in den Modeschauen führen graziöse Mannequins Hemdhöschen und Schlasanzüge spazieren, die genau so interessiert diskutiert werden wie Kleider, Mäntel, Kostüme. Ä propos Wäsche ...man hat eine Neuigkeit zu erwarten. Nicht bezüglich der Leibwäsche, die nur Neine Abwei­chungen spielerischer Art zu verzeichnen hat, sondern diesmal hat die Bettwäsche dran glau­ben müssen. Sie soll in der Farbe Ueberein- ftimmung oder effektvolle Kontraste mit dem je­weiligen Nachthemd oder Schlafanzug bilden, wofür ihr großaemufiertes Material, auf dem man Blatter, Blumen und Tiere bewundern kann, zur Verfügung steht.

Aus der Heimai.

Aul Bttn Hoden (Kratz.

Das Bergfest des Hessischen Gebirgsvereins.

Auf dem höchsten Berg des Habichtswalocs, auf dem »Hohen Gras- findet am 12. Juni das alhöhrliche Bergfest des Hessischen Gebirgsver­eins statt, der sich durch feine Brückenbauten, Aussichtsanlagen, BegweiserXLinrichtungen um die Ausflügler so verdient gemacht hat. Dos Fest wird sicher viele Freunde um den festlich geschmückten und erleuchteten Turm auf dem Hohen KraS versammeln. Ganz besondere Vorsorge ist für die Kinder getroffen, die dies­mal freien Zutritt haben. Hier oben auf freier Bergeshöhe sollen sie sich inmitten der fröh­liche» Erwachsenen »ach HerzenSluft auStum- meln. ED wird auch getanzt. Der Wettergott ist hoffentlich einmal dem Hohen Gras gnädig, da­mit die Wegebauten, sowie die Wasserleitung

in Angriff genommen weiden können ... da­zu dient der Erlös!

* Spiekershausen, 12. Mai. (Neuer Ge­meindevorsteher.) In der letzten Sitzung deS Gemeindeausschusses wurde der bisherige Bei­geordnete Reuß zum Gemeindevorsteher unse­rer Gemeinde gewählt. -g.

* Großalmerode, 12. Mai. (Allerlei.) Die Baugenossenschaft ist unter deut Namen: »Bau- Verein Großalmerode e. G. m. b. H. gegründet worden. Derselben sind 16 Personen beigetre­ten. Nach einem neueren Beschluß des Saut. Vereins sollen nunmehr anstatt eines IS-Fam-- lienreihenhauses vier 4-FamiliemvohnhSuser erbaut werden. Die Zahl unserer Erwerbs­losen ist stetig im Sinken begriffen. Zurzeit sind noch 91 Personen erwerbslos. Ein größerer Teil ist außerhalb bei Notstandsarbciten be­schäftigt. -ö.

* Heinebach, 12. Mai. (Einführung des neuen Pfarrers.) In feierlichem Gottesdienst wurde Pfarrer Elbrecht aus Uttum in Ostfties- land durch Kreispfarrer Schmidt-Spangenberg unter Assistenz der beiden Pfarrer Paulus Grebnau und Selig-Bmsförth in sein hiesiges Amt cingesührt. Im Gottesdienst kamen auch Laien zu Worte. Kirchenältester Horn begrüßte mit trefflichen Worten im Namen der Kirchen­gemeinden den neuen Seelsorger, und Jugend­führer Bingemann bot ihm im Namen der christlichen Jugendvereine durch ein schönes Gedicht ein herzlichesWillkommen" bar. Männergesangverein, Gemischter Chor und Posaunenchor verschönten die Feier. -q.

* Lpangenberg, 12. Mai. (Starker Frem­denverkehr.) Am vergangenen herrlichen Maien- sonntag war unser Städtchen das Ziel zahl­reicher Ausflügler und Wanderer. Man schätzt die Zahl der Fremden auf über 400. -q.

* Ziegenhain, 12. Mai. (Der älteste Ein­wohner.) Seinen 85. Geburtstag beging Pri­vatmann Heinrich Stübing dahier, der älteste männliche Einwohner der hiesigen Stadt, ä.

* Neustadt, 12. Mai. (Unfall aus der Land- strosie.f Auf der Niederrheinischen Landstraße, unterhalb der Litermühle, dort, wo die Straße eine starke Kurve hat, fuhr ein von Treysa kommendes Auto beim Nehmen der Kurve gegen einen Baum und erlitt erhebliche Be­schädigungen. An dieser sehr unübersichtlichen Äegestrecke haben sich schon mehrmals Unfälle von Autos und Motorrädern ereignet, weshalb das zuständige Landesbauamt Treysa für Ge­radelegung der Straße unbedingt eintreten müßte. -k.

* Schachen bei GerSfeld (Rhön), 12. Mai. (Schadenfeuer.) In Abwesenheit der Familie Ferdinand Richter hier brannte deren Wohn­haus vollständig nieder. Das Vieh uttd ver­schiedenes Mobiliar konnte gerettet werden Bei den Löscharbeiten wurde der Feuerwehr­mann Maurer Heun von hier durch einen herabfallenden Stein am Kopf verletzt, -m. .

* Frankenberg, 12. Mai. (Jahr der Feste.) In unserem Kreise finden im Laufe des Som­mers vier Sängerfeste statt und zwar am 19. Juni das Vöhler Sängerbündesfest in Ober verba, am 3 und 4. Juli das Eddertalsänger bundesfest in Ellershausen, am 10. Juli da? Wohratai-Sängerfest in Haina und am 24. Juli ein Sängerfest in Altenlotheim. Am 15. und 16. Mai ist Turnfest in Eimelrod, am 22. Mai Krie gerieft in Thalitter, am 6. und 7. Juni Turn- und Sportfest in Roda, am 6. und 7. Juni Bauhandwerkerfest in Frankenau, am 19. Juni Bezirksturnfest in Ernsthausen, am 10. Juli Kriegerfest in Haina, am 17. Juli Kreiskrieger- vcrbandSfest inHeuben. -i.

* Schreufa, 12. Mai. (Sturz mit dem Motor, rab.) Der Mechanikerlehrling P. aus Franken­berg stürzte nm Sonntag mit dem Motorrad und blieb besinnungslos liegen. Man stellte sofort Wiederbelebungsversuche an, die von Er­folg waren. Der Gestürzte wurde verbunden und

Gelegentlich einer Wcndseier überreichte Grenzebach-Kassel dem bewährten Gastwirte- sührer Brink« an n-Frifstar, Vorsitzender des dortigen Wirtevereins und den Vorstands­mitgliedern des Oberurseler Vereins Mrich, Grunert und Diel die Verdiensturkunde des Deutschen GastwirteverbandeS.

Dieses ist verunreinigt durch zurückgegebUebene barniaure Salze, und diese müiien heraus, foult nützt alles Einreiben und Warmhalten nichts.

Zur Beseitigung der Harnsäure aber dient da § Gichtosint-

Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen keinen Pfennig dafür ausgeben, ehe Sie sich überzeugt haben.

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Glchtosint ist in allen Apotheken zu haben.

dem Kleide. Spitzen, mitunter prächtige Kost- batteiten, Plissse-Teile, Bänder, Handstickerei en und Malereien bringen notwendige Ab­wechslung.

Trotzdem es heute nur wenige Frauen gibt die Zeit und Muße haben, die nächtliche Bett­ruhe am Vormittag im Morgenkleid stunden­lang vor dem Spiegel oder auf dem Diwan ausklingen zu lassen, ist der Begriff dieses spe­ziellen Anzuges nicht auSgestorhen, nur trifft der Name nicht mehr ganz zu. Denn nicht mor­gens, sondern abends trägt man ihn, wenn man nach den Strapazen des TaaeS die Glie­der ausspannen läßt, ohne das Bedürfnis zu haben, deshalb gleich schlafen zu gehen. Der Kimono ist immer noch modern und wird sich, zeitlos wie dtS Stilkleid, voraussichtlich stets zu behaupten wissen. Ma« muß diese Exem­plare im Orient-Kunst-Salon bewundert ha­ben wenn man nicht persönlich Gelegenheit hatte, sie im Rahmen ihrer Heimat an kleinen Geishas zu sehen um zu begreifen, was ein wahrer Kimono ist. Die Machart ist streng filtert aber die Gewebe sind außerordent­lich mannigfaltig in Farbe und Zierrat. Sat­ter Stoffgrund mit zarten Blüten und Schmet­terlingen gestickt oder gemalt wecken Gedanken an japanische Kirschblütenfeste, andere sind pompös, leuchtend rot, mit Gold und Silber gestickt. Dazu Holzsandale« mit Goldschnallen Ein anderer Thp des intimen Hausanzugeß ist der Pvjama, der selten noch in streng her­renmäßiger Schnittform gern Konzessionen für

Bären im Kampf.

Ein seltenes Schauspiel.

Ein seltenes Schauspiel bot sich den Besu­chern des Londoner Zoologischen Gartens. Jemand hatte eine Dose kondensierte Milch, nachdem er einige Löcher hinein geschlagen hatte, in den Bärenzwinger geworfen, der von vier Bären bewohnt ist. Kondensierte Milch ist für Bären aber ein ganz besonderer Leckerbissen, und kaum hatten die Tiere die Milch gewittert, als sie sich alle vier daraufstürzten. Zwischen »en beiden stärksten, einem großen schwarzen und einem etwas kleineren braunen Tier, ent» svann sich sofort ein Kampf, der zuerst in dem üblichen Austauschen von Schlägen mit den Vorderpfoten bestand.

Aks der kleinere der beiden durchaus nicht »ochgeben wollte, wird sein großer schwarzer Gegner plötzlich wütend und es entspinnt sich rin Kampf, wie er in dem Bärenzwinger eines Zoolog. Gartens eine Seltenheit ist. Etwa 20 Minuten ' -g kämpfen die Tiere unter lautem Heulen m außerordentlicher Erbitterung. Sie zerschlagen sich gegenseitig mit großer Kraft und fahren etnanber mit den Tatzen in die auf» gesperrten Rachen. Plötzlich gelingt eS dem schwarzen, den HalS des braunen zu umspan­nen und ihm die Lust abzusperren. Hiermit war der Kampf beendet. Nach ein Paar kon- vulstvischen Zuckungen liegt der braune Bar unbeweglich am Boden. Er war jedoch wie sich später herausstellte, nicht tot, sondern durch seine Unbeweglichkeit sollte wohl nur die Re. verenz deS Unterlegenen gegenüber dem Be- üegren dargetan werden. Die Wunden, die die beiden Tiere erhielten, sind übrigens nicht ernst­licher Natur.

Während deS Kampfe? hatten sich die beiden anderen Bären so weit al# möglich in die Ecken des Zwingers zurückgezogen, po« wo aus sie ängstlich den Verlauf des Gefechtes beobachteten. Wie der Leiter des Londoner Zool. ©arten? erklärt, ist es üblich, daß man die Tiere zuerst eingehend auf ihr Temperament vrüft. und nur solche Tiere den gleichen Käfig bewohnen läßt, die sich friedlich zueinander verhalten. Die Pro- vokStion aber, die eine Tose kondensierter Milch auf ein Bärengemüt ausübt, ist selbst für den friedlichsten Zwingergenoffen zu arg, als daß er ruhig zusehen könnte, daß einer allein dem Leckerbissen haben sollte.

Die Idee ist ertrahagant, bestenfalls amü­sant ... aber geschmackvoll? Nun, über den Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, nicht aber Wer die Forderungen der Hhgiene. Und wenn einzelne hypermoderne Gemüter sicherlich mit vollen Segeln in daS neue Fahrwasser ein» lenken, bleibt dem Rest von 90 Prozent immer noch die Möglichkeit, bei weißer Bettwäsche zu verbleiben. Was die Nacht-Leibwäsche airbc» langt, hat man die Auswahl zwischen dem ausgesprochen weiblichen Nachthemd mit Ipit» zen, Ausschnitt, kurzen oder gar keinen Aermeln dem typisch männlichen Schlafanzug, bestehend au? Beinkleid und Jacke und dem goldenen MitieÜveg: dem Nachthemd mit Bubikragen. DaS gute alte weiße Leinen schimmert fast nur noch torgsältig« gebändert in lavendeldusten- den Schränken unserer Mütter, während wir u«? bereits an pastellfarbenes Kunterbunt ge­wöhnt haben, Batist, Crepe de Chine, Atlas, je nach der Gelegenheit, zu der es getragen wer­den soll und evtl, in Uebereinstimmung mit

Helft dem

+RotenKreöz+

gebt reichlich bei der Straßen- und Haus-Sammlung am Sonntag, 15. Mai