Kasseler Neueste Nachrichten
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■•veentnn ‘H inS»»WnRen ttrinfhtr« im M Nn Stummer
Nummer 111. Amtliches Organ der Stadt «affet. Freitaq, 13. Mai 1927. Amtliches Organ der Stadt «affet. 17. Jahrgang
Sie beschnüffeln die Ostfestungen weiter.
Der wetße Vogel. Illnfere Kolonien auf ewig verloren?
ifte Sehren aus dein trnntfehen Diennflun. • • **
Ernste Lehren aus dem tragischen Ozeanflug.
den!
Dabei sind hier R'esenoufgaben. die wirkliche
Das ist nicht nur vergessenes Land, das ist sterbendes Land. Und dieses Gebiet darf nicht sterben! Schon liest man in der amtlichen polnischen Presse: „Das Land rechts der Oder lasten die Deutschen zu einem Brachland Wer-
England sträubt sich verzweifelt gegen die Rückgabe / Der Konkurren neid ichou wievev erwacht , Schon Einigung auf ein Republikfchutz-.Kompromiß Der Dollar reitet Polen / Dec Ctzristengeuerat z.eht au, Peking.
kenköpfen greift Polen nicht nur in die Grenzmark Posen-Westpreußen. sondern unmittelbar in die Provinz Brandenburg, die Provinz der Reichshauptstadl ein. An der polnischen Grenze entstehen Bauern-Siedlungen auf Staatskosten. Und gerade die Gemeinden mit dem merkwürdigen Namen Groß- und Klein-Posemuckel liegen, in einem Gebiet, in dem die polnische Siedlung unter Leitung des polnische Bizekonsuls, der sich ost dort aufhält, rasche Fortschritte macht. Das soll nicht heißen, daß das Land im Osten Berlins in Gefahr stünde. nationalpolnisch überflutet zu werden. Aber Polen macht immerhin diese Vorstoßversuche und
D-utfchland fr'-* dem nichts entgegen.
Arnerttas offene Hand.
Auch Polens Geld wird stabilisiert.
(Eigene Trahtmeldung.»
London, 12. Mai.
Nach Informationen aus Ncwyork stehen dir Verhandlungen über die amerikanische Anleihe "ür Polen vor d m Abschluß. Es handelt sich um siebzig Millionen Dollar mit einem Zinsfuß von sieben Prozent. Der Plan eines amerikanischen Kontrolleurs wurde aufgegeben. Gleichzeitig laufen noch Verhandlungen über eine Eisenbahn-Anleihe.
No * immer Ariegs-Dklirien. Ter „Ehristengeneral« will Tschangtsolin bezw (Privat-Telegramm.)
London, 12. Mai.
Rach einer nationalistischen Meldung haben die Truppen des Generals F e ng Y u H s i a n g den Vormarsch angetreteu und .rücken in der Provinz Honan in Eilmärschen gegen die rechte Flanke der Nordtruppen vor. Die Armee wird von F e n g ver^önlich geführt und hat bereits die achtzig Meilen von Honim-Fu entfern fliegende Stadt* Tschen-Tschau besetzt.
Japan geht gegen Nanking vor
London, 12. Miä. (Eigene Drahtmeldung.' Ein Blatt meldet aus Tokio: Der japanische Konsul in Nanking wurde angewiesen, energisch die chinesischen Behörden zur Räumung und Wiederinstandsetzung des javanischen Konsulats zu veranlassen, das von chinesischen Soldaten besetzt war, während der Konsul an Bord eines Kriegsschiffes seinen Dienst versah.
Paris, 12. Mai.
Auf einem Kolonial-Bankett führte Poincart tt " aus: Wir brautb-n keine neu'n Qnlnnif« aber wir müssen vir vorhanoema.» je$t u*ai b-Aien. Neun Jahre sind vergangen und dir Dinge haben sich noch nicht wesentlich geändert aber ich hoffe, daß sie sich bald besonders durch die deutschen Sachlieferungen werden bessern können. Poincarö bekämpfte scharf die kommu- mstische Propaganda.
Schon wieder der engi'fche Neid!
London, 12. Mai (Eigene Drahtmekdung.s Bet einem Pankier-Effen sagte Churchill u. a.: Der deutsche Wettbewerb wtrd gegen nnS und gegen die Märkte der Welt einen Vorstoß unter« rahmen und nur, wenn wir unser Haus in Ordnung bringen und ständig neue Anstrengun gen machen, werden wir imstande fein, mit uw uferett überlegenen Hilfsquellen deS Kredits und Kapitals und der britischen Tüchtigkei- und Genügsamkeit gegen diese neuen Kompli kationen vorwärts zu kommen.
Ter Handelsausschutz vertrat die Ansicht, daß die Festsetzung der Zollsätze ohne Rücksicht auf finanzielle Fragen lediglich von den Bedürfnissen der n o t i o u a le n Wirtschaft ausgehen müsse. Der Zolltarif müsse gegenüber den kontrahierenden Rationen eine Handelsbilanz aufrechterhalten, die für finanzielle Sanierung unerläßlich ist. (Bekannflich sind die neuen Zollsätze so hoch, daß sie schon b'ute von den deutschen Delegierten als u n a it • nehmbar bezeichnet werden. D. Red.)
Washington, 12. Mai. (Durch Funksvruck.)
Das Luftschiff „Los Angeles" erhielt Befehl, . .. .....------
an der Atlantischen Küste Ausschau nach den N o t st a n d - a r b e i t e u sind nut denkbar vermißten französchcn Fliegern zu halten. »größter Beschleunigung zu schaffen. Man strei-
London, 12. Mai.
Bei einem Essen der Kolontallonserenz sag* der ehmalige Südafrika-Gouverneur Earl !8l* ton u. a.: Es ist ganz undenkbar, daß wir jemals .zulassen, daß Tanganjika oder Deutsch-Süd-Westafrika zu ihrer Bor kriegsstellung zurücklehren. Diese Teile Afrikas seien Brutstätten 'ou Intrigen, Unruhen und Drohungen gegen ihre Nachbarn gewesen Deutschland habe durch größere Einwanderung von Deutschen und von deutschem Kapital Landbesitz in feinen ehemaligen afrikanischen Kolonien zu erlangen versucht. Auch der Äo- lonialsekretär Amern wolle entschieden diese Gebiete unter britischer Aegide halten. (Beifall.) Der Gouverneur von Tanganjika erklärte. Tanganjika sei heute schon wieder in guter wirtschaftlicher Lage. ES gebe dort nur fünf- hundert Deutsche, dagegen aber 2800 Engländer.
Sie bllngrn die Stolnlen mit unserem Gchwflp
Hier gibt es Siedlungsland! Das muß den fiedlungstüchtigen Polen gehör n.“ Mit ungezählten, fingermäßigen Brük-
6s aino diesmal schnell.
Ohne Staatsgerichtshof. Keine Kaiserrückkehr (Funktelegrammt
Berlin, 12. Mai.
Wie aus den Blättern zu entnehmen ist scheinen die Regierungsverhandlungen über das Revublikschutzgeletz tatsächlich zu eurer ae wissen Klärung geführt zu haben. Die Deutsch nationalen sollen sich mit der Berlängerunq dec sogenannten Kaiserparagravhen einverstanden erflärt haben, während das Zentrum alf Gegenleistung aus die Beibehaltung drs Staats gerichtshofes verzichten dürfte.
Freiveitskampf gegen zwei Fronten.
Berlin, 12. Mai. Me mehrere Matter mÄ- den, galt die gestrige KabinetlSsttzung in erster Linie außenpolitischen Fragen und nament den deuti'ch-volnischen Beziehungen. Bezual'ch der Verminderung der Besatzungstrupven foJ Tr. Stresemann über die in Pari- gepflogenen Besprechungen berichtet haben.
Schisse und Flieger tuchen umsonst.
Washington, 12. Mai. (Durch Funkspruch.) Ungefähr zwanzig Fahrzeuge potroutllreren längs der amerikanischen Küste auf der Suche nach dem französchen Flieger Ferner ist ctn Geschwader von acht Torpedoboottzzerftorern weiter auf die hohe See hinausgesandt worden. An den Nachforschungen beteiligen sich außerdem noch drei Wasserflugzeuge mit Begleitstootcn
aus die Yankees so schlecht zu sprechen, daß die Ozeanflieger erst mal aus höheren Befehl einen StimmungSumsckwung in Paris abtoarten müssen. ehe sie selbst ihr Leben ausS Spiel setzen.
Auch unser Leopkitn aus der Suche.
Sie erdrosseln den Handel.
Paris macht für die Hochschutzzölle Stimmung.
(Eigene Drahtmeldung.)
Pari«, 12. Mai.
Handelsminister Bokanowski führte im Finanzausschuß u. a. auS, daß der neue Zolltarif nicht besonder« verschärft, sonder« einer der gemäßigten sei. (?) Für ausländische -zoSartikel müsse man auf dem Wege der Konzessionen für die «esenflichsten französischen Produkte die Gegenkeitigkeit erhalten schast des Wettbewerbes, die den Weißen Bogel Frankreichs so eilig und so wenig für seine Reise vorbereitet in die Lüste stießen? Du französische Oefsentlichkeft wird diese Schuld- ftage zu klären wissen. Diese einzige, wichtige Schuldkrage. die freilich der selbstgerechte Franzosendünkel schon wieder aus ... Amerika abfdbieben möchte, dessen Wetterstationen man flir falsche Auskünfte verantwortlich macht Jedenfalls ist man heut« aus den Boulevards
Quälereien ohne Gude.
Mit den Schleifungen noch nicht zufrieden?
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 12. Mai.
Laut Pressenotiz waren bei der gestrigen Unterredung sowohl B r i a n d als auch der pol- n i s ch e B o t s ch a f t e r der Ansicht, daß, „wenn auch kein Grund vorhanden sei, die Feststellung der Zerstörung der deutschen Ostfestungen mit —..-tracht-,n Aufsehen v-r«,'nehmen, eS doch nt:y.*.*^itier itütm-.iDig sei, eine tiujie u»• terfuchung anzustellen."
Moskau, 12. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Der »cutfdie Botschafter Graf Brockdorff- Rantzau, ist heute von hier über Warschau nach Berlin abgereisl. Auf dem Bahnhof waren zur Verabschiedung russische und andere Vertreter deS divlomatischen Korps erschienen.
Sterbendes Land.
Asien ... hinter Berlin?
Polemnckel ist fein Märchen. Es gibt sogar Grotz- uni» Kleitt-Poseittttckel, wie «Hier Mii- atbeiiet mit anberett Grotesken auf einer Prciiefaürt durch vergestenes SeutiLcs Land fest- stellen «utzie. besten tragilches Stiktffol jedem empfindenden Deutschen ans Herz greifen mutz. Vergessen und vernachlässigt, sträflich veruach- lässtgt sind diese Gebiete. Die Berliner Redensart, daß hinter der Schloßbrücke Asten beginnt, ist weit mehr als nur ein Scherzwort. Es ist das ironische Eingeständnis der Tatsache, daß Berlin, ja daß ganz Deutschland sich um den Osten in dieser Richtung immer sehr wenig gekümmert bet. Und doch kommt hinter Berlin noch ein Stück sehr schönen und sehr wichtigen deutschen Landes. Heute ist es so wichtig wie niemals vorher, denn heute ist diese 160 Kilometer breite Landmasse östlich der Reichshauptstadt der letzte Wall vor dem östlich e n A u s l a n d. Und tatsächlich ist die Reichshauptstadt zur Grenzstadt geworden. Diese Tatsache kann sich für Berlin und das Reich sehr unbequem geltend macken, wenn die Vernachlässigung jener Gebiete, ihre unerhörte Zurücksetzung nicht zu einer wahren Katastrophe führen soll. In den sckmucken Ostmarkenstädtchen hat man stch bisher selber geholfen. Und man hat es tüchtig weiter gebracht. Man hat Landstraßen gebaut, hat Auto- taren bakowmvn. $>at at»!trif<*? hm»'
ungejegi, pat Hunderte u,ü>
Flüchtlingen in Siedlungshäusern untergebracht, z. T. in einigermaßen wohnlichen Baracken liegen lassen müssen, zum Teil aber noch in Sä- len mit Bretterverschlägen zwischen den einzelnen Familien mehr schlecht ass reckt verstaut. Aber diese Leute, darüber darf es keinen Zweifel geben, sind am Ende ihrer Kraft. Das ganze Gebiet leidet unter einem wirtschaftlichen Zusammenbruch ohne gleichen. Man glaubt sich in finsterste Kriegszeiten und zwar in unmittelbare Nähe der Front versetzt, wenn man die leeren Fabriken, die verrosteten Maschinen, die kalten ^baufällig werdenden Schornsteine fleht. Hier
wirtschaftlicher Leichengeruch!
Was soll man dazu sagen, daß sogar die deutsche Staatsbank es ablehnt, in jene Gebiete Kredite zu geben? Was soll man dazu sagen, wenn der Staat den Zuschuß für eine Schule streicht, wenn die gleiche Reichsbahn, die im Frieden neue Strecken beim Nachweis einer zweiprozentigen Verzinsung baute? sich weigert, neue Linien mit nachweislich mehr als dreipro- zentiger Verzinsung zu errichten, Eisenbahnlinien, die nickt nur Personen, sondern ppr allem landwirtschaffliche Massengüter Wie Kar- tosfeln, Stickstoff, Holz befördern konntentz! Hier müssen sich die Leute bei dreimal jährlich eintretendem Hochwasser daraus einrichten, daß sie acht Tage lang nicht nach Hause kommen können, weil inzwischen über» raschend Hochwasser eintreten kann und die Fähren unbenutzbar macht. Das alles sind keine Redensarten! Im Verlauf der fünfhundert Kilometer weiten Reise gab es immer wieder riesenhafte, kaum mit dem Auge zu überblickende Seen. Die Provinzen, die Friedrich der Große im Warthebruch im Frieden durch bei» spiellose Kulturarbeit erobert hat, sind hoffnungslos am Versaufen.
„Die Batterie von Vincennes hat Salut ge» schossen", so rufts und jubelts in den Straßen von Paris. An den Ecken der Gassen und Boulevards bilden sich Menschenansammlungen, die Marktfrauen verlassen ihre Stände, Arbeiter wischen stch den Schweiß von der Stirne und lachen in die Frühlingssonne hinein, der eilige Geschäftsmann aus dem Weg zum Büro faltet einen Augenblick sein Leibblatt zusammen, ist gar nickt mehr Geschäftsmann, sondern nur Franzose, erfüllt von der Gloire des Momentes, die freundlichen Gesichter der hübschen Reinen ibtnetteS sind noch um eine Nuance freundlicher geworden, aus den Cafehäusern drängt's zu den anderen, Hingt die anfeuernde, aufpeitschcn» de Weise der Marseillaise, es schütteln sich Hände,- die stch noch niemals berührt, es schwinden Klassengegensätze, die vor wen-gen Minuten noch unüberbrückbar erschienen, es geht ein 5>auck?en und Triumphieren durch ganz Paris: Der Weiße Vogel ist in Newhork gelandet! Nungesser hat sein Ziel erreicht! DaS große unbestegliche Frankreich hat seine Ueberlegenheit wieder einmal bewiesen!--
In derselben Minute aber, wo in den großen Palästen der Zeitungsdruckereien die gewaltigen Rotationsmaschinen surren und brummen, um dar gewaltige Ereignis für alle Welt mundgerecht zu verarbeiten, In diesem selben Augenblick liegt vermutlich irgendwo auf per Unendlichkeit des große» OzeanS der Weiße Vogel, mit gekappten Flügeln, verstummtem Motor, kämpfend und sich wehrend gegen die eisigen Fluten, die daS biscken Leben in ihm ganz wegzuschwemmen drohen. Vielleicht — man scheut eS sich, auSzufprcchen — hatten die Wellen des Ozeans bereits ihr letztes Werk vollbracht, schliesen bereits die wagemutigen, kühnsrohen Männer, die zu Frankreichs Ruhm das Unfaßbare verwirklichen wollten, den langen Schlaf der ewigen Ruhe. In demselben Augenblick, wo in der Einbildungskraft und in der Gewißheit des ganzen französischen Volkes ihr Lebe» den höchsten Zenith menschlichen Ruhmes erklommen hatte. Jubel und schäumende Begeisterung dort, stummer, berittet feitet Kampf — Totzesruhe hier. Gibt es Worte, das unsagbar Tragische dieser wenigen französischen Stunden zu künden? Eine Welt ist erschüttert, eine Welt, in diesem Augenblick frei von Mißgunst, Triumph, Spott oder Hohn, nur erfüllt von aufrichtiger Teilnahme für diesen Schlag, der Frankreichs Herz traf.
In Paris ist es inzwischen still geworden, die Marseillaise ist verstummt und eS ist auf den Straßen und Gassen so alltäglich und nüchtern, wie es immer ist. Aber die Enttäuschung, die sich über die weite Stadt breitet, ist nicht stumm. Sie bricht stch Bahn und sucht nach der Schuldsrage. Und hier ist der Kernpunkt, an dem gerüttelt werden muß. Das ist die Frage, ob auch wirklich von den verantwortlichen sranzöstschen Stellen die notwendige sorgsame Vorbereitung für diese großzügige Lufterpedltion getroffen war. Nach allem, was man aus Paris und Rewvork hört, möchte man beinahe glauben, daß hier Fehler gemacht wurden, Unterlassungssünden, die ein» fad) unglaublich erscheinen. So soll es sich bestätigen, daß der Weiße Vogel auf seinem Flug über den Ozean noch nicht einmal einen Funksende-Apparat an Bord hatte Offenbar, weil man für die notwendige Ausnahme der Benzin-Vorräte Gewicht sparen wollte. Offenbar, weil es sich um keine Spe- zialmaschine handelte, sondern um eine der üblichen, gewiß sehr flichtigen und brauchbaren französischen VerkehrSNugzeug-Tvpen. Wöbe« nebenbei zu erwähnen ist, daß fast sämtliche deutsche Verkehrsflugzeuge, die also nur für Strecken über Land In Frage kommen Radio-Sendeanlagen mit stch führen Und trotzdvM würde eS niemandem der deutschen Sachverständigen einsallen, eine solche deutsche VerkebrSflugmasckine für einen Transozean- flug als geeignet zu empfehlen. Frankreich toaate di' Probe. Aber warum?
Vielleicht findet man schnell die Antwort wenn man stch vergegenwärtigt, daß auch in R-wnork einige amerikanische Flugzeuge startbereit standen, um den Flug über den Ozean zu wagen. Der zuerst in Pans oder Rewvork starten wollte, vermutlich auch al6 Erster fein Ziel erreichen wollte, mußte mit fein'” Vo-bereitunaen auck Nierst fertig fein WArig wurde zuerst fenig. Der Weiße Doge! stl-a auf '"-rst auf. Man hat Um nicht toieber a’f»b»n Die amerikanischen Fi"-"»uge aber haben den Cantfnent nock nicht verlassen Dar es der sranzöfische Ehrgeiz, war eS die Leiden»