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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 106. Amtliches Organ der Stadt Kaffe».

Sonnabend, 7. Mai 1927«

Amtliches Organ der Stadt Kaffe». 17. Jahrgang

Marx bannt die Krisengespenster.

Motional(o$ialiften unbStiiWmtog

Verwaltungsreform?

Wann kommen Steuer

Recht hätten, sich dagegen aufzulehnen, wie ein, etwas Neues nicht bringen konnte. Erfreulich ist

an den letzten Ausführungen des Finanzmini­

ruf erlassen. Dreitausend Hektar kanadischen Landes stehen bereits unter Wasser.

Berlin, 6. Mai.

Für die ge!

der Regie- empfohlen.

Stcgerwald gestern u. a.: Für die Anschluß frage bleibe entscheidend, daß die Oesterreicher ein Volk mit alter Kultur seien und daher ein

Auch das Recht wird moderner.

Was der Landtag »och durchsetzen will.

Hottentotten Volk auf dem politischen Schachbrett behandelt zu werden. Die Behand­lung Oesterreichs durch die Siegerstaaten fei ein Hohn auf das Srlbstbestimmungsrecht der VSl ter. Die Arbeiterschaft würde in Zukunft noch oerstärkt gemeinschaftlich für dir Verwirklichung ihrer gemeinsamen Ziele kämpfen. Wenn die Oesterreicher sich für den Zusammenschluß ent­scheiden sollten, würden sie bei uns mit offe­nem Armen ausgenommen werden.

Man verweist darauf, daß in allen Ländern mit ebgeschaffter Todesstrafe eine etwaige Steige­rung der Kapitalverbrechen nicht zu verzeichnen

Preußens Fehdehandschuh / Gründe für die Auflösung / Keine Vorbedeutung aber doch böse Vorzeichen für Sonntag / Offene Arme für unsere Donaubrüder.

rung der Gefangenen, Handlung, Erletchtei

Wen« die Wollen bersten.

Hagel, und Wolkenbruchschäden weit und breit. (Privat-Telegranrm.)

Ragold, 6. Mai. Gestern nachmittag ging über Ragold ei« schwerer Wolkenbruch nieder, der Teile der Stadt überschwemmte. Der Hei- zer einer Möbelfabrik wurde vom Wasser zu Boden gerissen und mit Schutt und Brettern überdeckt, sodaß er ums Leben kam.

Coburg, 6. Mai (Privattelegramm.) Gestern nachmittag ging hier ein seit fünfzig Jahren nicht erlebter wolkenbruchartiges Hagelwetter nieder. Der Ertrag der Obsternte ist schwer in Frage gestellt. Die Hagelkörner erreichten be­trächtliche Größe. Wintersaat und Futterge­wächse sind zerschlagen. Die Feuerwehr pumpte das Wasser aus den Häusern._________

(Durch Funkspruch.)

Berlin, 6. Mat.

Im Grünewald überfielen gestern rote Frontkämpfer einen VolizeUastkraftwagen, weil ein Mitglied des K. P. D. zwangsgestellt wor- den war. Die Demonstranten wurden von den Polizeibeamten mit dem Gummiknüppel aus­einandergetrieben. Drei Polizeibeamte wur­den leicht verletzt, fünf Kommunisten zwangs gestellt.

Was geht im Kabinett vor?

Krisengerüchte im Reich und Preußen. (Eigener Informationsdienst.)

logen etwa fünfzig Ausschubanträge neben zabl- reichen Beamtenwünschen, Reformvorschläge für den Strafvollzug, die Sozialverstche- ~ _ . bessere ärztliche Be­

handlung, Erleichterung des Wiederaufnahme­verfahrens usw. vor. Außerdem liegt der An­trag vor, daß die Polizei Druckschriften ohne richterliche Entscheidung nunmehr auch beschlag­nahmen können soll, wenn das Delift der Got­teslästerung gegeben ist. Bon den Links­parteien wird u. a. der Standpunkt der Regie­rungzur nochmaligen Erwägung" empfohlen, ob tatsächlich im kommenden Strafgesetzbuch die Todesstrafe beibehalten werden soll.

Berlin, 6. Mai.

Die gestern erfolgte Auflösung des Gaues Berlin-Brandenburg der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei stützt sich laut Pressenotiz vor al­lem darauf, daß Führer und Mitglieder der Partei zu Gewalttätigkeiten gegen po­litisch Andersdenkende aufgefordert haben und vielfach auch zur Tat geschritten sind. Minister­präsident Braun erklärt in einem Preflearti- kel, diese gewalttätige Bewegung werden wir in Berlin und in ganz Preußen im Keime er­sticken. Innenminister G ic z e s i n s k i schreibt: Für die Veranstaltungen des Stahlhelm haben die Vorgänge bei den Nationalsozialisten keine Bedeutung. Es wäre falsch, wenn die Bevölkerung Berlins sich über den kommen- den Sonntag beunruhigen würde.

Berlin, 6. Mai. (Funktelegramm.) Die Auf­lösung des Berliner Nationalsozialistenverban­des erfolgte auf Grund der schon gestern gemel­deten blutigen Ausschreitungen tn einer Versammlung gegen Pfarrer Struwe, der blutig geschlagen wurde, und einen Pressebericht- crstatter. der auf die Straße gesetzt wurde. Die Polizei besetzte den Saal und stellte bei elf Per­sonen Waffen fest. Neunundzwanzig Sistier- te wurden später wieder auf freien Fuß gesetzt. Entgegen der ursprünglichen Annahme befanden sich unter ihnen nicht die Urheber der schlveren Ausschreitungen in der Versammlung.

Schon jetzt blutige Köpfe.

Kommuniftenüberfall und Krawalle.

landskrediie. Damit ist im Grunde schon zu­gegeben, daß der Dawes-Nla« aus die Dauer nicht durchführbar ist. Die letzte Probe auf den viel bewunderten wirtschaftlichen Wieder­aufstieg Deutschlands find weder die Kartelle, noch dte Derflüsfigung der Kohle, noch sonst etwas der Art, sondern es wäre die Steigerung der Ausfuhr über die Einfuhr. DaS zu errei­chen, ist keine OrganisationAraft imstande auch die deutsche nicht, eS sei denn, daß mit dem jetzigen internationalen System gebrochen wird, wonach jeder Staat seine Zölle mit der Absicht sestsetzt, fremde Einfuhren soweit wie möglich zu verhindern. Darum wird auch der praktische Wert der Welttvirtschastskonseren; für uns in erster Linie davon abhängen, ob in der Richtung aus den Abbau dieses Sy­stems etwas erreicht wird oder nicht.

Nacktem l» bett Ministerien und z. T. auck schon in bett Parlamenten bet Hochbetrieb wie­der eingesetzt bat fühlen sich namentlich die lei­tenden Kopse g-drnngen, die Seitgenofien für ihre bockfliegenden Pläne zn begeistern, wie sie kürzlich wieder Reichssinan,Minister Dr. « S b- l e r boffnnngssrendig vor uns ansbreitete.

Es ist in letzter Zeit ja sehr viel über die Steuerpolitik des Reiches geschrieben und ge­sprochen worden, sodaß an sich dieses Thema

sters lediglich, daß er Steuererhöhungen ganz entschieden ablehnt, daß dagegen die Steuer- ermäßigungsmatznahmen fortgesetzt werden müßten und würden. Die Steuerermä­ßigungspolitik denkt sich der Minister anschei­nend so, daß die Länder und Gemeinden veran­laßt werden, abzubauen. Diese Polittl hätte den Vorteil, daß endlich einmal eine gewisse Gleichförmigkeit in das Steuersystem käme und daß die Steuern in Esten nicht anders wären als in Kastel und daß man in Bayern als Steuerobjekt genau so behandelt würde wie bei­spielsweise in der freien Hansastadt Bremen. Von diesem Gesichtspunkte aus dürfte auch die F i n a n z a u s g l e i ch s p o l i t i k zu brioerleit sein, die Herr Dr. Kodier eingeschlage.e hat und die so sehr bekämpft Word: i ist. cs dem neuen Haupte der Reichsfrnanzverw-ltung ge­lingt, auf dies Weise eine größere Einheitlichkeit zu erzielen und die damit verbundenen Verein­fachungen in der Durchführung der Steuerpoli­tik zu erzielen, so könnte man sich mit dieser Art, eine Reform unseres Verwaltungsappara­tes möglich zu machen, einverstanden erklären, wenn auch nicht verschwiegen werden darf, daß der Weg sehr schwierig zu gehen sein würde.

Genau so wichtig aber wie die Durchführung der Rationalisierung der Verwaltung ist es, daß einmal unser ganzes Steuersystem auf eine einfachere Formel gebracht wird und daß einmal Schluß gemacht wird mit der Hydra von Steuern. Wenn man das Gleichnis vom Irr­garten, aus dem man sich nicht wieder heraus« sindet, treffend anwenden tarnt, so ist es in un­serem Steuerrecht der Fall. Immer neue Köpfe hat die Steuerhydra geboren und schließlich ist er' beinahe soweit gekommen, daß jeder sich ei­nen eigenen Steuerterminkalender halten muß, der jeden Tag die Beschäftigung mit einer anderen Steuer verlangt. Diefes un­gemein komplizierte System, in dessen Maschen sich mancher so verstrickt hat, daß er dabei den Boden unter den Füßen verlor, und plötzlich seine Existenz gefährdet sah, muß vereinfacht werden. Wenn das erst einmal geschehen ist, dann wird man auch mit der Rationalisierung ter Verwaltung schneller vom Fleck kommen. Man wird wenigerRegi st raturen brau­chen, man wird im Auskunftsdienst und in der Veranlagung sparen können und die Folge da­von würde sein, daß wir überhaupt weniger Steuern würden bezahlen brauchen. Die Sympathien der Oeffentlichkeit werden dem Minister bei diesem Beginnen unbedingt gehö­ren und er wird sich dabei der stärksten Unter­stützung aller Kreise erfreuen können. Leider aber wird man vorläufig dem ganzen Reform­werk noch etwas skeptisch gegenüberstehen müs­sen. Es sind schon so viele Reformen geplant rmd so wenig ausgeführt worden, daß man bei­nahe versucht ist, mit dem Dichter auszurufen: »Die Botschaft hör' ich Wohl, allein mir fehlt der Glaube!" Dr. A. L.

ettergraue in Maientagen

Immer neue Hiobsposten aus dem MisfisfiPPi-Chaos.

Falsches Lob.

f Ein Wort zur Weltwirtschaftskonferenz.

! Von

Von Dr. Paul Rohrbach.

In Genf und anderswo haben die Wirt- schaflskoryphäen die enge Verflechtung der Weltwirtschaftsinteieffen kundgetan und die deutschen Minister betonen immer wieder, daß unsere wirtschaftliche Gesamilagenoch in kei­ner Weise zum Optimismus berechtigt", und daß unsere öffentlichen Lasten im Vergleich mit denen anderer Länderin ihrer Auswirkung sehr viel schwerer sind", trotz gegenteiliger Be­hauptung. Im Auslande ist es jetzt, man kann sagengroße Mode", Deutschland zu be­wundern. Man bewundert uns in Frankreich, man bewundert uns in England, man bewun­dert uns in Amerika. Mit diesen Bewunde­rungen geraten wir aber aus ein gefährliches Gebiet, und die Gefahr ist umso größer, le sicherer man auch die Konferenz in Genf dazu benutzen wird, uns Bewunderung zu servieren utkd dann zu sagen: Wer so bewundert wird, dem mutz es doch leicht fallen, zu zahlen! Schrieb doch erst kürzlich ein wenig deutsch­freundliches Londoner Blatt: Wir haben in der Erholung Deutschlandseines der größten Wunder der Nachkriegsperiode" gesehen! Die deutsche Wirtschaft, heißt es weiter, hat durch ihre erstaunliche Disziplin ein gewaltiges drei­faches System ausgebaut, indem sie die Kohlen- produktion methodisch rationalsierte, For- schungsergebnisse der Chemie meisterhaft ver­wertete und ein großes Gebäude von Kartellen errichtete.

Die deutsche Rationalisierung und die deut­schen Kartelle machen manchen Leuten Kops­schmerzen, sodaß man in Paris keinen Vertrag abschließen zu können vorschützt, weil die deutsche Industrie durch ihre Kartellierung zu sehr überlegen sei; FrankretchS Wirtschaft müsse diesen organisatorischen deutschen Vorsprung erst aufholen. Deutschlands Valuta-Kunststück, die sogenannte Verflüssigung der Kohle, die der Anfang vom Ende des Oelmonopols der Petroleum erzeugenden Länder war, der Rie­senaufschwung der Stickstoffproduktion, haben denn auch die Londoner Prefleäußerung veran­laßt: Deutschland baut eingewaltiges System der Wirtschaft" jetzt mit derselben Gründlich­keit aus, wie eS emst feinen Militärstaat auf- gebaut hat! ES mag viele Deutsche geben, denen solche Worte glatt einaehen. Wir möch­ten aber demgegenüber aus das magere Fazit unserer Finanz- und Wirtschaftsmtnister Hin­weisen, daß die Sachverständigen des Dawes-

Berlin, 6. Mai. Bei kommunistischen Kund­gebungen kam es zu sechs Zwangsgestellungen wegen Richtbekolgung polizeilicher Anordnungen.

Seid willkommen!

Stegerwalds Treuschwur für Oesterreich.

(PrivadLelegramm.)

Berlin, 6. Mai. Das Kabinett besprach gestern die aufgetauchten Mctnungsverschiedeu- heiten auf Grund der tiefen Enttäuschung der Leutschnttionalen über die angeblich nicht ge- nügenve Aktivität in der Autzenpolttik. Es wird gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht, daß die radikale Strömung innerhalb der deutschnationalen Außenpolitik auS diesem Grunde wieder mehr in Erscheinung getreten ist. In innerpolitischer Beziehung treten die deutschnationalen Bedenken über das Kon - t o r d a t namentlich vonseiten des evangelischen Bundes in Erscheinung, der auf ent Volkseat- scheid hinarbeitet. Reichsjustiznnnlster Dr. Hergt brachte alle diese Momente zur Sprache, auf die der Reichßaußenminister einging. Ein­geweihte Kreise wollen wissen, daß letzterer euch die Konkordatsfrage zur Debatte gestellt und zum Ausdruck gebracht habe, daß er per­sönlich jetzt die Notwendigkeit eines Kontor. datS erkannt habe. Anscheinend will die Op­position eine offene Kabinettskrise herbeiführen. Wie wir von maßgebender Seite erfahren, ist man jedoch im Kabinett davon überzeugt, daß die Meinungsverschiedenheiten sich ohne größere Schwierigkeiten beilegen lassen werden. Das Zentrumsorgan meint so­gar, daß in der nächsten Zeit auch die Opposi­tionsparteien ihre Feuerprobe zu bestehen ha­ben werden. Riemand bestreitet ihnen das Recht der sachlichen Kritik und der Bekämpfung der Regierungspolitik. Aber die Art, in der sie von diesem Rechte Gebrauch mache, könne ent­scheidend sein für ihre eigene Position und die Weiterentwicklung der gesamten Politik. Man will daraus schließen, daß das Zentrum die Koalition mit den Sozialdemokraten aufzu­geben und eine Regierungsgemeinschaft nnl

<Yn einem Vortrag vor den christlichen Ge- der Deutschen BoNspartei und den Deutsch werkschasten erklärte^ Ministerpräsident a. D. nationalen in Preußen einzugehen gedenkt.

Reworleans, 6. Mai.

Schwere und andauernde R e g e n f L l l e find während der letzten vierundzwanzig Stunden ntedergegangen, wodurch die Leiden der Ueber- schwemmten noch vergrößert werden, denn die Flüchtlinge lagern in Zelten. Nahezu fünf­hunderttaufend Acres reichsten Baumwoll. und Zuckerlandes stehen unter Wasser. In Louistana allein bedecke« die Flute« drei Millionen.

Rewyork, 6. Mai. (Durch Funkspruch.) Im Staate Louisiana find weitere Dämme gebro­chen. Biele Dörfer mußten geräumt werden Außerdem ist die Stadt Rayville durch ei­nen neuen Dammbruch bedroht. Die Hebet» schwemmung von New-Orleans dürfte kaum noch abzuwenden sein.

M

Sn Kanada nicht viel ander«.

London, 6. Mai. Aus Montreal wird gemel­det, daß die Ueberschwemmungen zur Ausdeh nung neigen. Das Rote Kreuz hat einen Auf-

Magdeburg, 6. Mai. (Privattelegramm.' An einer stark besuchten nationalsozialistischen Versammlung, in der Abgeordneter Strasser sprach, kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, wobei Straffer eine schwere Kopfverletzung er­hielt. Das Ueberfallkommando griff ein.

Plans selbst zugegeben hätten, Leistungen von Regelmäßigkeit und Dauer seien aus der Wirtschaft eines Schuldnerlandes nur heraus­zuziehen, soweit sie durch den Ueberschuß der Ausfuhr über die Einfuhr ausgeglichen ^vür- den, und daß durch Reparationen nicht der Le­bensstandard des deutschen Volkes auf Tief­stand gehalten werden darf. Unsere Äussuhr- zifsern hatte» nach 1925 nach altem Geldwert ein Minus von beinahe 2% und nach neuem Geldwert eins von mehr als vier Milliar­den Mark, rnd d i es e Ziffer muß denen entgegengehalten werden, die mit oder ohne Nebengedanken, ihre Bewunderung für Deutsch­land so lauten Ausdruck geben. Natürlich wird in Genf auch davon wieder die Rede sein, daß Deutschland seinen Reparationstribut bisher glatt bezahlt hat. Das hat es, aber erstens bat es ihn nur mit Hilfe der Anleihen bezahlt, die aus dem Auslande gekommen sind, und zweitens ist die Höchstquote des TributS, die auf unbestimmte Zeit bestebn bleiben soll, noch gar nicht erreicht worden. Herr A. P. Demtis ist in seinem Artikel aufrichtig genug, zu be- merken, die Durchführbarkeit des DawesplanS sei für Deutschland abhängig von einerfast übermenschlichen" Ausfuhrsteigerung oder von der Fortdauer des Systems der Aus-