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Kasseler Neueste Nachrichten
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Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
• flnjetatnpresfe: i£tnbetmtfd)e (Sefd>dtt6anwgen Betl« 2<i 4. an»etaen Beilt 30 4 framifleitan». Beile 2d 4. Sl. An». auSw. kl. An». Beile 20 4. Reklamen Beile 75 4. Cüerii
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«b- nnemernspreis benag, ffli den Mona, 2.— * bei freiet Bufteüuns nS »üue. in bet ÄekLSfiSftelle abgeholt tJ«> *• Durch die Po» monatlich 2.— ut anStchl kftltck, BubeHunambübi «erlag und Redakkiou Lchlach-dolltrake 28/80. iVernforetbet »51 und »52 itüt unverlangt eingeiandte BeitrSge kann die Sie- daktiou eine Berantwortung oder fflemätn tu feinem Halle übernehmen Rück- oblnira de? «enigSaeldeS obet flntprfi*e wegen etwaiger nirht ardnnngSmSbtaet •?‘eientno ‘ff -in*i-r*ir>f1en PoOtveckkonto Hranffurt am Main Nummer M»0.
Nurn met 94. Amtliches Organ der Stadl Kaffe».
Sonnabend, 23. April 1927. Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang
auSw. kl. An». Beile 20 4. Reklamen Beile 75 4. Cfiertge6übr 20 4 (bei Bus. der Offerten 50 4. Rechnungsbeträge inner». 6 Tagen »abibar. Mr d. Richtig, teil aller durch Hernlvrecher auiaegebenen An,eigen lorote 'üt Auinabmedaten und Plätze kann nicht garanneri werden. Mr An,eigen mir besonders schw'e» rigem Latz ino Pro,ent Aufschlag. Druckerei: Schlachtboiltrafte *'90. ISeschLItS- ReHe: »blniftbe Strafte 5. aeaenllber der Svobrsfrafte. Hernfvrecher 951 und 952.
Sin neuer Weltbund Tokio-London?
Wie wird der Partei. «^Bürgerkrieg auSloufen? Riesenbankkmch in Sapah
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Geschloffene Banken / Totentanz der Millionen / Kommunistenringen in Ch.na / Einheitsfront oder Bernlchrunzstamp, i / Hankau marsastert gegen Rankmg / Macht fich auch Aegypten von Engla nd tos?
Qibrü ung... aussichtslos.
Genf, 22. April. (Eigene Drahtmeldung.) Graf Bernstorff wiederholte gestern die deut- tchen Vorbehalte, die von neuem die LusflchtS- lofigkeit der Beratungen der vorbereitenden Abrüstungskonferenz beleuchteten. Heute gehen die Beratungen weiter. Graf Bernstorfs vertrat auch den Gedanken, daß Geheimnistuerei und Abrüstung nicht zusammengehen könnten.
Zeit Verbilligungen des Apparates bedeuten würden, zuerst finanzielle Schwierigkeiten verursachen. Zusammenlegungen kommen dort in Frage, wo ein Bataillon Infanterie räumlich stark getrennt ist.
Die im Reichstag angeregte Zusammenlegung von Garnisonen wird laut Pressedienst z. Zt. im Reichswehrministerium verfolgt. Das Ministerium ist grundsätzlich für solche Zusammenlegungen. GS ist allerdings z» beachte«,
April. (Kabel-Telegramm.)
Ein Blatt teilt mit, daß eine Anzahl Ban- ken und die wichtigsten Clearingshäufer für zwei Tage ihre Betriebe schließen werden. Gleichzeitig werde der Staatsrat über die Frage eines fünftägigen Moratoriums beraten. Ferner werde eine Sondersitzung des Parlaments einbetufen.
Tokio, 22 April. (Kabeltelegramm.) Ge- ftern hat in Kobe die bedeutende Ingo- Bank mit etwa 300 Millionen Yen Depositen die Zahlungen eingestellt. Weitere Zusammenbrüche werden als wahrscheinlich angesehen.
Panik beim Feuerwerk.
Al« die Bombe knallte. — Grausige Opfer.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 22. April.
Ein Blatt berichtet aus Madrid: Während eines Feuerwerks explodierte eine Bombe, die einer der Feuerwerkskünftler in einem Mörser untergebracht hatte. Einem jungen Mann wurde dabei der Kopf abgerissen. Dreißig Per- fönen erlitten zum Teil schwere Verwundungen, drei sind ihnen bereits erlegen. Bielen der Ver- letzten mußten beide Beine abgenommen werden Ihr Zustand ist hoffnungslos. In der Panik stürzte sich ein Teil der Zuschauer in den Fluß. Dabei sind 3 Personen ertrunken.
Ade Reichswehr! -
Wo die Bataillone zu stark getrennt find. (Funktelegramm)
Berlin, 22. April.
den GlSubigermSchten treffen werden.
Werden es nun die beiden drahtziehenden Potenzen in Loudon und Moskau verstehen, sich die notwendige Mäßigung aufzuerlegen und dadurch ihre Position zu behalten? Sowohl Herr Tschitscherin wie Herr Chamberlain sind nüchterne Staatsmänner, die wissen, wie weit sie gehen können. Moskau hat dabei als Bundesgenosse die Stimmung des Vierhuudett- millioneuvoskes hinter sich das aus der fremden Schuldenknechtschaft loskommen will, London die beiden mächtigen Generale Sieger in dem Kompromiß wird derjenige fein, der beizeiten abläßt und nachgibt. Es gibt ein chinesisches Svri»wort das heißt: Abwarten und Tee trinken. Das sollte gegenwärtig vor allem das chinesische Volk beherzigen. Mr so kann es mit möaktchsi großem Vorteil aus dem ffonffi« herauskommen und sich den Boden für eine freie Entwicklung schaffen. Das M'.'ß man sich aber an* vor allem bei uns merken ($3 wäre grundfalsch, auch nur einen Finger- naael in den brodelnden chinesischen Topf zu stecken.
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Besser ju früh aW zu fpät
Zwei neue Shinasreunde.
Ein Bündnis Totto-Londo« gegen Moskau.
(Eigener Informationsdienst.)
Berlin, 22. April.
Die reservierte Haltung der amerikanischen Regierung geenüber den Vorgängen in China hat in London stark verstimmt, sodaß man dort schon offen darauf vorbereitet, daß England sich genötigt sehen könnte, trotz der Verträge von Washington wieder ei« Bündnis mit Japan einzuqehen. Eine Revision der Politik in China würde zu einer Annäherung zwischen Großbritannien und Japan führen, die größer wäre, als fie feit der Aufhebung des englisch-japanischen Bündnisses bestanden Hai. Sobald es zu einer Kombination zwischen den Gemäßigten in S ü d - E h i n a mit den Rord- ckinesen kommen sollte, die China von den bot- schewiftischen Elementen, befreien wollen, so werden Großbritannien und Japan durch eine enge Zusammenarbeit der Freiheitsbewegung ihre moralische Unterstützung geben. Beide Mächte sollen fich schon jetzt verpflichtet haben, Tschangtsolin militärischen Beistand zu leisten, unter dem Vorwand, die ausländischen Kolonien in Peking und Tientsin zu schützen. Der Abschluß eines Bündnisses zwischen Tokio und London dürfte in nicht zu ferner Zeit Tat- fache werden. Wie schon die Moskauer Regierung das Schwergewicht ihrer Politik zunächst von Europa nach Ost-Asien verlegt hat, so scheint England jetzt gleichfalls eine Neuorientierung seiner osteuropäischen Politik dahin vorzunehmen, indem es Rußland in Ostasien zu isolieren versucht. Japan geht mit diesen Bestrebungen durchaus konform, da es ein Gegner des Bolschewismus ist.
Berlin, 22. April. (Privattelegramm.) In
Tienfin sind 111 deutsche Familien aus dem
Innern Chinas eingetroffen, um die StüdreiP nach Europa anzutreten. Auch in Schanghai .
erwartet man weiteren Zuzug von Deutschen, daß diese Aenderungen, obwohl fie mit der
Kassel imLuftverkchr.
Wrrbcabend im Kasseler Landesmuseum.
Der Großslngtag im Kasseler Flughafen und i»ie feierliche Eröffnung des Lust-Verkehrs 1927 boten die praktische Werbung für den bentschcn Lusifahrtgodanken, gestern abend folgte die theoretische. Jin schönen Hörsaal des Hessischen ^anvesmuseums fanden sich Vertreter der Bürgerschaft aus den verschiedensten Kreisen zu- ,ammen. Sie wurden im Na uen des 53 et- rehrsvereins Kassel von Lehrer Hermann Schulz begrübt, der in humorvoller Art die Fehlenden damit entschuldigte, daß sie vielleicht schon auf der Suftreilfe sind. Der Leiter der Werbeableitung der regionalen Unterabteilung 't>er Deutschen Lufthansa, der.Süvwestdeuischcn Luftverkehrs A. G. in Frankfurt a. M., Diplom- kaufmann Hans Scharlach, hielt södaun einen Vortrag über den deutschen und internationalen Luftverkehr im Sommer 1927. Er entwickelte im allgemeinen die gleichen Gedankengänge wie der Redner des WerveabendS, den vor einiger Zeit der Verband Reisender Kauf- _ leute veranstaltet hatte. Tabei ging er von dem Gedanken aus, daß wir am Anfang einer Epoche stehen, die berufen ist, auf dem Gebiet des internationalen Schnellverkehrs eine vollkommene Umwälzung hervorgerufen. Bei aller staunenswerten Entwicklung des Luftverkehrs darf nicht vergessen werden, daß wir erst fett dem Mai des Vorjahres in der Lage sind, die Flugzeuge zu bauen und in Dienst zu stellen, wie wir sie brauchen, feit der Aushebung der teuflischen Londoner -BegriMbestimnnmgen". Erfreulich war die Feststellung, daß die auf die Konzentration der deutschen Lufiverkchrsnnter- nehmungen
in der Deutschen Lufthansa
Kein Bruch sondern nur Oterpause.
Berlin, 22. April. (Funkdienst.) Ein Blatt erklärt, daß von einer Unterbrechung der deutsch- französischen HandelsvertrotzSverhandlungen nicht gesprochen werde« könne. ES sei nur eine längere Osterpause eingetreten.
Wo Gngland sterblich ist.
Bolsck-ewisten-Menetekel auch in Aegypten.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 22. April.
Die Blatter äußern große Besorgnis über die Lage in Aegypten. In den antienglischen Demonstrationen in Kairo und Alexandrien waren die Engländer gezwungen, fich in den Konsulate« in Sicherheit zu bringen. Man glaubt an einen bolschewistischen Vorstoß gegen die englische Weltmachtstellung in Aegypten.
Doch noch ein Waffengang.
Hankau marschiert gegen Tschangkaischek.
London, 22. April.
Aus Pettng wird berichtet, daß große Truppenkörper auf dem Jangtse von Hankau «ach Wicku befördert werde«, um Gettzeral Tschangkaischek anzugreifen. Dieser erklärt, daß er dreihunderttausend Mann unter feinem Befehl habe und auf Alles vorbereitet fei. Der Korrespondent verlangt Verstärkung der frentden Garnisonen in Rordchina innerhalb des Gesandtschaftsviertels als einzige Sicherheit.
Mit oder gegen Tschangtsolin
Einheitsfront gegen die Kommunisten.
(Eigener Drahtbericht.)
London, 22. April.
Rach einem Bericht aus Schanghai verhandelt Tschangkaischek mit Marschall Tschangtsolin um eine gemeinsame Basis im Kampfe gegen die Kommunisten zn finden. Es sei möglich, daß Sun Yuang Schang fich dieser Kombination anschließen werde.
Oder kommt es zur Sntschetdungsschlacht?
Schanghai, 22. April. (Eigene Drcchtmel- dung.) Das nächste Ziel Tschangkaischeks bestehl darin, die Mächte zu besänftige«, die Kommunisten zu entfernen und der Drohung des Bor- marfcheS TschangtfolinS zu begegnen, dessen Truppe« jetzt der Haupt-Süd-Armee gegenüber stehen. Die Rationalisttn erklären, Tschangtso lin befinde sich in fchwerer Geldnot und feine Armee fei durch innere Zwistigkeiten gespalten Auch sollen die Truppen nicht ausreiche«, um die Verbindungen nach der See zu schützen. Sollte Tientsin von den Ärntonefen genommen werden, so würde Peking ohne weiteres voll- ftändtg abgeschnttte« fein.
geknüpften Hoffnungen vch erfüllt haben. Die Lufthansa ist heute mit t>.r Reichsbahn zu vergleichen ... das Reich hat einen bestimmten Einfluß aus sie, sonst aber ist sie als private Gesellschaft vollkommen frei. Dadurch, daß sie aus Reichsmitteln subventioniert wird, zahlt je« der von uns allen mit zu. Im neuen Somrner- lustplan sind 65 deutsche Städte an 'das Lust- Verkehrsnetz angeschkossen. Die Zahl des Vorjahres ist damit- um 15 erhöht. Kassel mit seinen jetzt sieben Strecken und den verschiedensten AnschEußsttecken, so die von Erfurt au- nach Stuttgart und darüber hinaus nach Zürich und Lausanne sowie nach München hat eine Erweiterung um SCO Prozent erfahren, ist also besser bebaD als manche andere größere Stadt. Kassel ist gewissermaßen
ei« Snstverkehrs-Knotenpäi
ses harte Joch, unter das sich China von fcfinen Gläubigern beugen lassen mußte, löste »Mirlich eine Reaktion im fremdenfeindlichen Sinne aus.
Moskau, das die Lage eingehend studierte und übersah und das nichts lieber tat, als feinem Tod cinb England Ungelegenheiten zu bereiten. nützte diese Stimmung aus. Es schürte das Feuer und propagandleite die große chinesische Revolution, die bann auch ausbrach uns das ganze Vierhundertmilllönenvolk in Bewegung setzte. Wie eS so immer zu * " **
hatte Moskau einen ehrgeizigen 1 , _ neral, T sch la« gkai sche k, für sich. Er war der mächtige Exponent der Moskauer Richtung. Da jedoch eine kommunistische Revolution, selbst wenn fie von einem tüchtigen General befehligt und betrieben wird, sich nicht ohne werteres durchsetzen kann, fehlte dann auch nicht die Gegenpartei, die ftarfe Reaktion. Diese fand sich im Norden Chinas zusammen. Ihr Führer wurde ebenfalls ein tüchtiger General, Tschangtssplln. Zwischen diesen beiden Gruppen spielte sich anfänglich der Kampf ab. Er wurde erst kompliziert durch das Dazwischentreten der sogenannten Chinamächte unter Englands Führung. England konnte sich die Moskauer Aktion nicht gefallen lassen und rüstete zum Gegenzuge mit Klugheit und Geschick. Diese Intervention hat bereits schon einen sichtbaren Erfolg gezeitigt. Tschiangkai- schek, von der Revolution hochgehoben, will nun & la Napoleon die Revolution überwinde«. Er hat den Kommunisten den Krieg erklärt und diese ihm zur Freude Englands. Daneben scheint er sich mit seinem eigentlichen und größten Partner, dem General Tschangtsolin, verständigen zu wollen. So wird es vielleicht noch dazu kommen, daß die vereinigten Generale die kommunistische Revolution ab- drosseln und dann eine neue Vereinbarung mit
geworden, wie Deutschland im internationalen Luftverkehr das Luftverkehrskreuz darstellt. Rach sämtlichen Richtungen der Windrose hat es sofortigen Anschluß. Wer mittags in Kassel ab fliegt, kann am anderen Wend schon in Barzelona fein! In einem Tage sind von Kassel aus Berlin, Malmö, Paris und London zu erreichen. Die Schnelligkeit, mit der diese Ziele zu erreichen sind, bietet in wirtschaftlicher Beziehung die größten Vorteile. So dauert ein Flug nach Berlin von Kassel aus 3,10 Stunden, nach Köln 1,20 Stunden, nach Amsterdam 3 Stunden, nach Hannover i Stunde, nach Frankfurt 1,20 Stunden usw. sämtlich bis nur zum Doppel eines Fußweges zum Kasseler Flughafen! Dabei sind die Flugpreise in Anbettacht den Zeitersparnis erstaunlich billig, nur zweiter Klasse plus Betyuschlag der Eisenbahn... ein Flug nach Frankfurt kostet 25, ein Flug nach Berkin 60 Mark. Weiter gelang es in diesem Sommer, den Flngplan den wirtschaftlichen Belangen der einzelnen Gebiete besser anzupcsssen als im oVrjahre. Bemerkenswert ist die Trennung zwischen
Schnellflug und Personenflug.
Beim ersteren werden Städte mit geringerer Bedeutung einfach überflogen. Wer selbst dabei schneidet Kassel günstig ab, indem es guten Anschluß an solche Schnellstrecken hat. Der Wochenendflngverkechr mit den Bädern, der sich Im Vorjahre sehr bewährt hat, weil er die Erholungszeit nicht beeinträchtigt, wird In diesem Sommer bedeutend erweitert. Wenn auch der jetzige Streckenplan noch keinen Jdealzu- stcmd darstellt, so wird man es doch in den nächsten Jahren dabei belassen müssen. Das Hauptaugenmerk ist aus einen Ausbau der jetzigen Lustsirecken zu legen. Steigt die Inanspruchnahme, so wird es möglich sein, mehrere Maschinen auf einer Strecke fliegen zu lassen. Das gilt vor alleut für den Ausbau der Verbindung Frankfurt • Kassel - Berlin. Schon jetzt herrscht das Bestreben vor, möglichst auf allen Strecken Großflugzeuge einzusetzen. Die baldige Ermöglichung hangt eben von der, Benutzung ab. Mit der Zeit wird je-
Unaussprechliche Namen von Städten, Generalen und Parteten im Reich der Himmelssöhne schwirren z. Zt. durcheinander und es ist nicht ganz leicht, an die Wurzeln dieses Tohuwabohus vorzudringen. Die Entwicklung ist gewissermaßen eine zwangsläufige und veranlaßt durch eine schon Jahrzehntelang juiuaucgeitoe Politik der ftetu den Mächte, die Geld gaben und sich dafür Recht nahmen. Die Unterdrückung Chinas begann mit der Politik des sogenannten Sechs- mächteshndikats in den Jahren 1912 und 1913. als man zur Sicherstellung einer Fünshunderr- Millionen-Anleihe dir chinesische Regierung verpflichtete, den Kapitalmächten die Gesamteinnahmen des chinesischen Salzmonopols und die Ueberschüsse der chinesischen Seezollverwaltung zu überlassen. Da außerdem auch noch Einnahmen verschiedener Provinzen verpfändet werden mußten und eine überaus scharfe, mit der Souveränität des neuen Reiches schier vereinbare Kontrolle zu schlucke» war — so mußte eigens ein Rechnungshof zur Kontrolle des gesamten Rechnungswesens mit einem Aus- Knfter als obersten Kontrollbeamten an, der Spitze gegründet werden — so war es natürlich mit der Selbständigkeit der chinesischen Regierung nicht mehr weit her, umsomehr, als auch noch für toeiteiei Geld, das China erhielt, Reservate und Monopole an die antze» «n Geldgeber abgetreten weiden mußten. Die-
Kommunisteneride in Ehlna?
Entlassene Minister. Unterwirft sich Hankau?
(Eigener Drahtbericht.)
London, 22. März.
Die neue «attonaltstische Regierung in Silmnghai hat drei kommunistische Minister den Finanz-, Justiz- und Verkehrsminister entlassen. Wenn sich die übrigen «18 Gegner de8 Kommunismus bezeichnen, fo könnten sie in die neue Regierung ausgenommen werden. Inzwischen wurde in Nanking ei« Vollzugsausschuß ernannt, der wichtiger ist, als daS Mi- niftertum. ES wird erklärt, wenn die vehör- den in Hankau der Kontrolle Nankings zustimmen, so werde Tschangkaischek ersuchen, den Bruch freundschaftlich zu heilen, wen« jedoch Widerstand erfolge, würden Zwangsmaßnahmen angewandt werden. Die Mächte dürften, da Nanking jetzt die de facto-Regie- ruitg ist, diefer ihre Nate überreichen. DaS Hauptquartier dürfte fofort allen Forderungen Nachkommen, da es zur Zeit jede Schwierigkeit mit den Mächten vermeiden möchte.