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Donnerstag, 21. April 1927.

Staffelet Neueste Nachrichten

17. Jahrgang. Rr. 92.

Aus der Heimat.

Wo fino Lugendhervergen i Wanderkarten, auf denen sie zu finden find.

Auf Anregung desVerbandes für Deutsche Jugendherbergen" hat das Reichsamt für Lan­desaufnahme sich bereit erklärt, die Orte, in de­nen sich Jugendherbergen befinden, besonders kenntlich zu machen. Die Namen dieser Otte werden in Zukunft bei allen neu herauskom- mcndcn, mindestens zweifarbigen Karten rot oder grün unterstrichen sein. Von den füuf- sarbigen Einheitsblätern sind bereits dreiund­zwanzig mit eingezcichneten Jugendherbergen erschienen. Außerdem sind auch aus 16 einfar­bigen Sonderkarten, beispielsweise von der Lü­neburger Heide, vom Erzgebirge, vom Thürin­ger Wald und dem W e r r a 1 a l, die in den betreffenden Gebieten bereits vorhandenen Ju­gendherbergen verzeichnet. Wenn auch durch die Weiterentwicklung des deutschen Jugendherber­geverkehrs hier und da neue Orte mit besonde­ren Herbergen ständig zu den schon vorhandenen hinzukommen und dadurch die Angaben oft überholt sein werden, so kann man doch diese Neuerung im Jnterefle der wandernden Jugend nur warm begrüßen. -x.

* Waldau, 20. April. (Bon der Krcisjung- vichweide.i Laut Bekanntmachung des Vor­sitzenden des Kreisausschusses, Landrat von Pappenheim, wurde der Austrieb aus die Kreisjungviehweide infolge der ungünstigen Witterung der letzten Zeit um acht Tage ver­schoben und findet nunmehr am Mittwoch, den 27. April 1927, vormittags 7,30 Uhr statt. An diesem Tage müssen alle angenommenen Tiere aufgetrieben werden. Der Landrat weist aus­drücklich daraus hin, daß ein weiterer Aus- tricbstag nicht stattsindet. -l.

* Hofgeismar, 20. April. (Diamantene Hoch­zeit.) Das seltene Fest der diamantenen Hoch­zeit begehen in dieser Woche der Einwohner Büttner und Ehefrau im benachbarten Ehrsten» -ä.

* Neustadt, 20. April. (Bau eines Wasser­werkes.) Im benachbarten Ruppertenrod wird ein neues Wasserwerk gebaut. LoS I wurde der Firma Heil, Oberhohne, für 6000 J(, Los II für 48 000 Jt Heinr. Schäfer, Kassel, übertragen, -ä

* Kirchhain, 20. April. (Beschlüsse des Kreis­ausschusses.) Der Kreisausschuß beschloß die Er- hcbuug folgender Steuerzuschläge im Verwal­tungsjahr 19271928: fünsundsechzig Prozent der Grund- und Vermögenssteuer und vierzrg Prozent der Einkommen- und Körperschasis- steueranteile. Für die Unterhaltung der Land­wege und Brücken wurde eine Summe von hunderttausend Mark festgesetzt. -l.

* Zimmersrode, 20. April. (Es wird ge­baut.) Die Bautätigkeit, die während des Krie­ges vollständig ruhte, ist jetzt wieder im Schwünge. Seit 1922 sind sechs neue Wohnhäu­ser erbaut. Auch in diesem Jahre sind wieder drei neue Wohnhäuser in Angriff ge­nommen. -ä.

* Weimar, 20. April. (Unter den Spreng­wagen geraten. Beim Chauffieren der Ahna- ralstraße scheuten die Pferde des Spreng­wagens, der dann in den Chausseegraben fah­rend umkippte und den Wagenführer herunter­warf, sodaß er unter die Waffertonne zu liegen kam und schwer verletzt mit eingedrückten Rip­pen weggetragen werden mußte. -x.

* Hünfeld, 20. April. (Schweinemarkt.) Der Schwoinemarkt halte einen Austtieb von 493 Ferkeln. Anfangs gestaltete sich der Handel flott, wurde aber später gedrückter und behauptete diesen Stand bis zum Schluß. Kleinere Ferkel kosteten 15 Mark, mittlere 25 Mark und größere 35 Mark das Stück. Es verblieb ziemlich lieber* stand. Der nächste Schweinemarkt findet am 3; Mai statt. -in.

* Hersfeld, 20. April. (Flugzeugausstellung.) In der Turnhalle des Gymnasiums veranstalte­ten die Hersfelder Segelflieger eine Ausstellung der von ihnen selbst gebauten Flugzeuge, -r.

* Wolfhagen, 20. April. (Hohes Alter.) Ihnen 80. Geburtstag beging in größter Rüstig­keit und Geistesfrische Frau Fanny Goldwein im nahen Breuna. -ä.

Eschwege, 20. April. (Ein alter Sänger.) Eine hohe Ehrung wurde dem Bademeister Reinhard Pfaff durch Ueberreichung des Ehren­briefes des Deutschen Sängerbundes zuteil. Der Ausgezeichnete ist als 83jähriger, wohl der älteste aktive Sänger tn unserer Stadt und fünfzig Jahre Mitglied des M.-G.-V. Con­cordia. -nn.

* Gieselwerder a. d Wesex, 20. April. (Die Wasserleitung kommt. Unsere Gemeinde be­kommt endlich eine Wasserleitung. Seit Jahren schon wird in unserer Gemeinde um den Bau derselben gekämpft. Tie häufigen Brände der letzten Zeit haben nun endlich bewirkt, daß man mit allem Ernst an die Sacke herangeht. Die Firma Arthur Schäfer u. Co.-Kassel be­kam laut einstimmigen Gemeindebeschluß den Auftrag zur Ausführung. Die Bauleitung liegt in den Händen des Kulturbauamtes Kassel, -r.

* Niedenstein, 20. April. (Autobus-Verkehr.) Die Auto-Verkehrsgesellschaft NiedensteinKas­sel, die im Oktober 1924 den Omnibusverkehr auf der Strecke NiedensteinKassel und zurück eröffnet hat, wird am Tage nach dem Osterfest auch die Beförderung der Arbeiter nach Kassel hin aufnedmen. Von der Arbeiterschaft in den

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Komponisten und Reimschmiede plaudern aus der Schule.

Franz Löhar.

Der weltberühmte Operetten-Komponist.

Es ist ganz ausgeschlossen, daß ein ehr­licher Musiker beim Komponieren daran denkt, daß ibm eine Schlagermelodie einfallen soll. Die Melodie kommt und sie ist da. Ist so eine Melodie da, dann weiß der Komponist noch lange nicht, ob sie einSchlager" wird. Darüber hat einzig und allein nur das Publi­kum zu entscheiden."

* * *

Unfer Schlager-Rezept.

e Von

Wurb# das Lied in München, in denHosgar- tenjpielen" von einer Sängerin vorgetragen, die ich am Flügel begleitete. Von da aus trat es feinen Siegeszug durch die Welt an. Ich habe durch meine nüchterne Darstellung von Tatsachen ein großes Stück Poesie demaskiert, vielen kleinen Mädchen die Illusion geraubt! Die romantischen Jeiten eines Heine sind eben vorbei und schließlich, wer weiß, ob Silcher dieLoreley" wirklich am Rhein komponiert hat? Wer weiß es genau?! Die Hauptsache: Das Lied ist da! Wo und wie c8 entstanden ist, ist ja Nebensache.

Plan mag zu denSchlagern" stehen wie man will man wird nicht bestreiten können, daß sie im Volksleben eine recht erhebliche Rolle spielen. Für Millionen von Menschen in aller Welt bedeutetMusik" undSchlager" dasselbe. Ihnen sollen die Komponisten und Textdichter erzählen, wie sie zu ihren berühmten Schlagern gekommen sind. Den Reigen eröffnet:

Das Herz in Heidelberg

Von

Fr e d Raymond.

Wie meine Schlager entstanden? Diese Frage wurde bereits bunkerte Male an mich gestellt; nun will ich sie endlich öffentlich be­antworten, in Dichtung und Wahrheit. Als Beispiel möchte ich von meinen vielen Liedern und Schlagern ein Lied wählen, das feit seiner Geburt anno 1924 dauernd die Oeffentlichkeit, die Kritik und die Presse beschäftigt, ein Lied, das heute von 5060 Millionen Menschen ge­sungen wird, hier und im Ausland, in Euro- pa und in Amerika, ein Lied, das heute bereits deutsches Volkseigentum geworden ist:

Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren..!" Also wie ist dieses Lied entstanden? Es War an einem Sommernachmittag des Jahres 1924, in Heidelberg. Golden strahlte die Sonne von einem wolkenlosen Himmel aus die alte, ehrwürdige Universitätsstadt und betrachtete lächelnd ihr Spiegelbild in den glitzernden Wellen des Neckars. Zwet Wanderer stiegen den steilen Weg zum Schloß empor, ab und zu Halt machend, um die Schönheit der Natur voll und ganz zu genießen: mein Textdichter und ich. Als wir gut dreiviertel des Weges hin­ter uns hatten, unter uns das Panorama von Heidelberg, über uns das Schloß, von der unter- gehenden Sonne ganz in Purpur getaucht, da breitete mein Gefährte plötzlich die Arme weit aus und rief begeistert:Wie schön, wie schön!" Oben angekommen, nahm er ein Blatt Papier und kritzelte darauf loS. während ich schwei­gend neben ihm saß. Nach wenigen Minuten reichte er mir stumm das beschriebene Blatt, auf dem die Verse standen mit dem Refrain: Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren." Ich las es einmal, zweimal zeichnete auf die Rückseite Notenlinien, reihte Kops an Kops, Pfiff leise vor mich hin, noch zehn Minuten, und der große Schlager war geboten.--

Soweit die Dichtung!

Und nun die Wahrheit:

Frankfurt a. M., Dezember 1924. Ich absol­vierte dort gerade ein Gastspiel. Ein nebeli­ger, nasser Winternachmittag. Ich sitze im Cafe, in der Nähe des Ofens und lese meine Zeitung. Plötzlich siebt vor mir mein Text­dichter E. Reubach. Nach einer kurzen Be­grüßung frage ich ibn, wieso er so plötzlich nach Frankfurt käme? Er erzählt mir, er hätte in der Nähe bei einem Verleger zu tun gehabt, für seine Mannsskripte nur Schecks bekommen, und sein Bargeld reiche nicht mehr bis Berlin. Da er von meinem Frankfurter Gastspiel wuß­te, käme er nun zu mit, um mit mir rasch ein Lied zu schreiben, dieses an einen Frankfurter Verlag zu verkaufen und auf diese Weise Rei­segeld nach Berlin schnell zu verdienen. Wir machten uns sogleich an die Arbeit. Neubach kramte in Notizen, bann schlug er mir den Refrain vor:Am Heidelberger Schloß steht eine Linde"; da er aber den Wahrheitsbeweis nicht erbringen konnte, lehnte ich ab. Sein zweiter Vorschlag war:Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren." Tas gefiel mir schon besser, ich akzeptierte, und in einer knap­pen halben Stunde waren zwei Verse und der Refrain fertig. Wir gingen in meine Woh­nung, ich setzte mich ans Klavier, und nach einer weiteren halben Stund« war auch die Munk entstanden.

Dies War die Weniger poesievolle, aber histo­rische Geburt des Liedes -vom verlorenen Her­zen". Der Frankfurter" Musikverlag bat übri­gens unser Manuskript höflich aber bestimmt abgelehnt, und erst einen Monat später aelang es mir, daS Lied bei einem Wiener Verlag nnterzubringen. Später noch dichtet« Dr. Beda einen dritten Vers dafür. Zum ersten Male

Fritz Rotter und Otto Stransky.

Die Textdichter des neuesten SchlagersWas macht der Maier am Himalaya?" und des CoupletsWas machst Du mit dem Knie, lieber Hans?" schreiben unS:

Die Neugier im großen Publikum wächst, Wie schreibt man heut' einen Schlagertext? Wie schreibt man die Zeile, die Jedermann singt,

Und die außerdem einen Vorschuß noch bringt? Man lege sich träumend aus's Sofa hin, Man nehme eine Portion Routine, Dann blicke man sich tief in die Seele hinein Und fühlt nach zwei Stunden: Es fällt mir nichts ein. Dann geht man spazieren, Wenn möglich bei Nacht, Damit in der Seele der Einfall erwacht. ' Man schau' in die Sterne und denke recht schnell

Und suche den Reim, der originell.

So findet man endlich am PegasustSteuer: Was macht der Maier am Himalaya?

Man nehme den Einfall recht schnell bei der Hand

Und fühlt: dieser Einfall begeistert das Lano; Den werden die Mädis voll Seele singen, Der wird die Menschen in Stimmung bringen, Den wirv der Verleger ohne zu zucken In tausend Exemplaren drucken. Doch noch ein Umstand, der notwendig ist, Der Umstand ist: ein Komponist!

Der verfolgt einen ganz bestimmten Zweck, Er nimmt dir 50 Prozent gleich Weg.

Er unterschreibt seinen Namen recht dick Und schreibt zwei, drei Noten, das ist die Mus«.

Dann zeigt man das Lied den lieben Ver­wandten

Großmüttern, Dienstmädchen, Gläubigern, Tanten

Und jeder schwört bis ins Tiefste erregt, Daß dieser Einfall alle schlägt.

Drum Wird das Werk mit bangem Zagen Dem Herrn Verleger vorgetragen. Der runzelt die Stirne und sucht nach . Gründen

Die Sache, wenn möglich, gestohlen zu finden. Er dreht den Tert selbstverständlich um Und sagt:Ich kenne mein Publikum." Dann gibt er für das geniale Talent Dem großen Dichter ein kleiner Prozent. Und erklärt dabei wohlwollend und klar: Na, ich bringe die Sacke im nächsten Jahr!" Er lächelt gnädig:Auf Wieberjeh'n!' DaS heißt: Ohne Vorschuß können Sie geh'n. So, meine verehrten Herren und Damen, Macht man als Dichter sich einen Namen. Obwohl mein Verfahren gesetzlich geschützt, Bin ich nicht bös. Wenn es Jeder benützt.

Gemeinden Niedenstein, Wichdorf, Metze und Besse wird diese Neueinrichtung freubig be­grüßt. st-

* Hedemünden, 20. April. (Stillegung einer Sägewerks.) Die Holzhandlung Gundlach und Co., die längere Zeit daS Sägewerk der in Konkurs befindlichen August Buttlar-A.-G. in Lohnschnitt in Betrieb hatte, mußte thre Arbei­ter mangels Aufträge entlassen. DieArvettSlo« sigkeit in hiesiger Gegend ist durch biefe Lttlle- gung beträchtlich vermehrt.L

Hann. Münden, 20. April. (Ein achtjäh­riger Schüler vermißt.) Seit dem 13. d. M. wirb der acht Jahre alte Schüler August Schwedes von hier vermißt. Das Kind wurde zuletzt am 13. d. M. nachmittags gegen sechs Uhr am Ufer des Mühlenarmes spielend ge­sehen. Bekleidung: Manchesterjacke, blaue Hose, blaue Strickmütze und schwarze, genagelte Schuhe. *?

* Corbach, 20. April. (Konkurse in Waldeck.) Im Gebiete des Freistaates Waldeck kamen im Jahre 1924 sieben, 1925 acht und 1926 vierzehn Konkurse zur Anmeldung. In jedem der fcret Jahre wurde nur eine Geschäftsaufsicht ange* ordnet.?

* Bad Wildlingen, 20. April. (Lehrer Karl Vollbracht gestorben.) Hier starb nach kurzem, schwerem Krankenlager Lehrer Karl Vollbracht. Mit ihm verliert die Stadtschule einen ihrer besten Lehrer. -x.

* Walburg, 20. April. (Wjähriges Jubiläum des deutschen Turnvereins.) Unser deutscher Turnverein Wirb am 21. unb 22. Mai b. I. sein 25jähriges Bestehen festlich begehen. Die Deut- sche Turnerschaft hat aus biesem Grunde baS DezirkSturnsest des vierten Bezirks des Gaues Nordhessen auf den Jubeltag nach Walburg verlegt. -x.

Entschiedenes Christentum.

Die diesjährige Osterkonferenz deS Landesverbandes Hessen-Waldeck der Jugend bundes für entschiedenes Christentum legte ein beredtes Zeug- n i s von der Blüte dieses Werkes ab. Aus allen Teilen des Gaues Waren eine gro­ße Zahl Vertreter erschienen. Die blauweiße E. C. Fahne und Guirlanden am Tagungs- Heim in der Rosenstraße rufen allen Willkom- mengruß zu. Der Sonnabend abend galt der Begrüßung. Rach dem LiedHier stehen Wir von nah unb fern* unb dem Eingangsgebet von Landesinspektor Kaifer eröffnete Evan­gelist Winter mit 1. Moses 5,12 die Ta­gung unb Wünschte für jeben Teilnehmer eine reiche Vertiefung im Glaubens- und Gemein- sckastsleben. Nach einem klangschönen Gui- tarrenbortrng des Jugendbundes Rosenstraße grüßten die Vertreter der Bünde mit einem Bibelwort. Landesinspektor Kaiser hielt daS Schlußwort. An den beiden Feiertagen Würbe sodann in vier überfüllten Versammlungen im großen Jugendbundsaal bas Thema:Gottge­weihte Jugend" an Hand von Lebensabschnit­ten Davids behandelt. Am Sonntag nachmit­tag zeigte nach einleitenden Worten des Evan­gelisten Winter der von der Zeltmisston be­kannte Generalsekretär Stolpmann aus Wollersdorf David als einen Jüngling nach dem Herzen Gottes, der infolge seines Glau- bens sich besonderer Kraft und Schönheit er­freuen durfte. Nur die Sünde mache den Menschen häßlich, darum heiße es, sich völlig dem Hernt auszuliefern. AlS Korreferenten dienten Prediger Ha g em an n-Kassel und Lehrer Reu ß-Gittersdorf. Abends schilderte PredigerW e r r c aus He»s«eld David als Die­ner und Freund, dessen Dienen ohne Augen­dienerei und Hochmut, mit großer Demut unb Gottvertrauen, ein köstliches Vorbild allezeit sei. Pfarrer Iunghan.s-Kaffel und Päh­ler- Ooerkaufungen ergänzten mit markigen Motten die Ausführungen. Am Nachmittag des zweiten Tages sprach Prediger Roth über:David im Glauben und Leiben." Den Höhepunkt erreichte die Tagung in der Scklttß- versammlung am Abend des Ostermontags, die mit dem Thema:David als Sieger" gekrönt Wär. Generalsekretär Stolpmann, Predi­ger Jung und Lehrer Frey riefen eindrin- gettb der Jugend zu, sich von Gott Weihen zu lassen, von aller Sünde unb der Welt zu- fen und mit voller Hingabe ein Glied Christi zu Werben. Die Guitarren- unb Gemischten Chöre, bie beiden Kasseler Jugenbbnnbe ben^en^erfammlungcu schöne? Gepräge.

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Sind Hämorrhoiden heilbar?

Ja und nein! Wenn ein Hämorrhoiben- kranker dieses Wirklich ernste Leiden vernach- lässtgt. Wird es ihm immer größere Qual be­reiten. Die anfangs unbedeutenden Knoten am Darm wachsen, sie Wandern in den Darm hinein und platzen schließlich aus. Dann besteht die Gefahr, daß Blutgerinnsel in die Blutbabnen kommen und dort zu sehr gefährlichen Ver­stopfungen führen. Es kommt hinzu, daß die

Schmerzen, das Brennen unb das Jucken der erkrantten Teile immer unerträglicher Werden und den Kranken körperlich und feelifch zu­grunde richten. Schließlich bleibt dem verzwei­felten Patienten nur noch übrig, sich auf dem Wege der Operation unsichere Heilung zu ver­schaffen.

Muß das fein? In den meisten Fällen: Rein! Denn Hämotthoiden, rechtzeitig als solche erkannt und sachgemäß behandelt, können mit großer Aussicht auf Erfolg auch ohne Ope­ration beseitigt Werben. Sieben peinlicher Sau­berkeit muß eine geeignete Salbe zur Anwen­dung kommen, die die Knoten zur Schrumpfung bringt, bie Schmerzen linbett, bie Entzündun­

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