Meler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Mittwoch, 20. April 1927
Amtliches Organ der Stadt Kaffel. 17. Ja rgang
Nummer 91. Amtliches Organ der Stadt Kaffel.
Di« Safielei Weuefttn RaLrichlen erftbtmen wöcheutlub lechrmal nachmittags. Set ilbonnementepreie betrügt töt ben Monat 2.— X bet freiet Zustellung :n8 Haus, tn bet Geschäftsstelle ibgeboü ILV X. Durch in« Po» monatlich 2.— X auSkchliehlich ZustellungSgebüdr «erlag uns Redaktion Schlachtbotitratze 28,30. Fernsprecher «51 und 952. ftüx unverlangt eingekanbte Beiträge kann die Ne- bakiion eine Verantwortung ober Gewähr tu keinem Aalle übernehmen. Rück. > >blnna beS BetugsaelbeS (Art Ansprüche wegen etwaiger nicht orbnungSmShiger vMerttno '» auSaetchlosten PoMckeckkonw Ära nf flirt am Main Nummer 6380.
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Kommunistm-Fiasko in China?
Deuts
II
Den Organisationen, Gilden, der Handelskammer wurde befohlen, heute zur Feier der neuen Regierung eine Versammlung abzuhalten. In Hankau befürchtet man einen Angriff Tschang- kaischeks. Siebentausend Maun Truppen sollen sich ihm entgegcnstellen.
London, 19. April. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Hongkong wird gemeldet, dass die Kämpfe gegen die Kommunisten in Swatau und in der ganzen Provinz Kwantung fortgesetzt werden.
zwanzig Bergleute umgekommen und dreiundvierzig verletzt worden. Einundzwanzig Leichen wurden geborgen.
«Schwarze Ostern in der «Srube.
Brüssel, 19. April. Durch schlagende Wetter find in der Levant-Grube bei Mons fiebenund-
Eln rätselhafter Frühling.
Erdbeben und Winter im blauen Süden / Sintflut am Mississippi.
den kann. . , . , . ,
Verschärft ist die Situation noch durch das
von Bavern bereits abgeschlofiene Konkordat ____L. -»itw fePötihtöf am hon fntfioltfcfr***
Wenn Japan auftrumpst.
Nach dem Rücktritt rin Umschwung gegen China?
(Eigener Drahtbericht.)
London, 19. April.
Nach Meldungen auS Tokio könnte der bereits angekündigte Rücktritt des japanischen Kabinetts, der durch die Ablehnung eines Rcgie- rungsvo.Schlages der wegen Unterstützung der Formosa-Bank veranlaßt wurde, unvorhergesehene politische - Folgen namentlich für China haben. Wahrscheinlich werde Kriegsminister a. D. General Tanaka das Kabinett bilden, sodaß aktivere Abwehrmatznahmen gegen die chinefifchen Extremisten zu erwarten seien. Man nimmt daher an, daß entweder Tanaka über die Politik in China zuvor „Zusicherungen" abgibt, oder daß an seine Stelle ein Baron Uamamoto ein gemäßigter Unterführer Tanakas, tritt.
Tokio, 19. April. (Kabeltelegramm.) Wie verlautet, hat Baron Tanaka das Amt des Mi- nifterpräfidenten angenommen.
Moskau, 19. Aprtl. Auf dem Rätekongretz bezeichnete Rykow in seinem Regierungsbericht die Lage der antirussischen Politik Englands in China und auf dem Kontinent als überaus verwickelt. Der Völkerbund war
nicht zu feindlichen Aktionen ausnutzen lassen wird. Der 300 Millionenkredit habe die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen nach dem Rapallovertraq zesestigt. Die Friedenspolitik Moskaus in den Randstaaten werde dadurch gehindert, daß Polen die Rolle eines Garanten spielen wollte. Auf eine derartige Berhandlungsmethode konnte die Sowjetregie- rung nicht eingehen. Moskau walle die wirtschaftlichen Bande mit den baltischen Staaten festigen und entwickeln.
Der Fluß wird zum Meer
Ertrinkendes Land am Misstsstppi.
Rewyork, 19. April.
Die Uebrrschwemmungen deS Mesfisfippitales find bedrohlich. Der nur eine Meile breite Fluß dehnt sich jetzt stellenweise über fünfzehn Meilen ou8. An den Nebenflüssen ereigneten fich fünfundzwanzig Dammbrüche, zahlreiche Orte find ernstlich bedroht, Stadtteile von New- Orleans stehen bereits unter Wasser.
Newyork, 19. April. Durch die Ueberschwem- mnngen find vierundzwanzigtausend Personen obdachlos geworden. Heute brachen wieder drei Dämme des ArkansasslusseS.
Moskau will keinen Krieg.
Rykow für Abrüstung / Anklagen gegen London und Warnung an Deutschland Drei Negierungen und Hauptstädte im Reich der Mitte / Auch Tschankeischek macht fich »selbständig".
tro lle der G« i stl i ch ke it stehen, die auch in den Prüfungskomitees für die Lehrbefähigung Sitz und Stimm« hat. Die kirchlichen Behörden bestimmen den Umfang und Inhalt des Religionsunterrichtes. Auch sonst wurden die Reckte des Staates stark eingeschränkt.
Im allgemeinen hat fich das Schwergewicht
bisher nach seinen Worten lediglich ein Werkzeug zur Feftigun« der Herrschaft gewisser Staa. ten über andere. Der Völkerbund hat in die Lage in China nicht eingegrisfen, die Sowjetunion bezweifelt, daß Abrüstungskonferenzen wirklich aus den Frieden hinzielen. Die Sowjetunion ist bereit, gänzlich abzurüsten, falls alle Mächte dies tun. Aus allen Gebieten der Kriegsindustrie wird die Sowjetunion von den bürgerlichen Staaten übertroffen. Neben der Intervention und der Unterstützung der Militaristen im Norden versuchen die Mächte, eine Spaltung Der nationalen Freiheitsbewegung zu schaffen. Die Sowjetregierung wird auf die K r i e g s p r o - Vokativn der Mächte in Peking nicht ein« gefien und trage auch für die Handlungen Borodins feine Verantwortung. Die Lage der Sowjetunion in China sei fester und ungefährdeter als die Lage jeglicher anderer Länder. Die Sowjetregierung geht davon ans, daß ' ch l a n d sich auch durch den Locarno-
vertrofl (das Durchmarschrecht sei dementiert)
vorfindcn dürste. .
Wer auch das bereits angekundtgte Reichs- s ch u l g e s e tz und das Rei chskonkordat, welch letzteres erst im Spätjahr aus dem Stadium der Vorbereitungen heraustritt, werden die süße Osterruhe in der Wilhelmsträtze bald verscheuchen. Die früheren Regierungen hatten K schließlich immer wieder damit abgefunden, z die Lösuna der Schulsrag« vertagt würde, weil man eine befriedigende Erledigung in der Geaenwart als unmöglich erkannte, ^n viel höherem Maße als bei den früheren Regte- rungskoalitionen handelt es sich jetzt um ein ziemlich änßerlickes Zusammengehen von Fall zu Fall, um mübsarn zustandekommende Kompromisse. Da besteht der ungelösten Schulsrage gegenüber kein Gegengewicht mehr. Vor allem aber ist das Zentrum nahezu gezwungen, seiner Wählerschaft und auck feinen großen Gon- . nein gegenüber, jetzt irgendwelche kulturpolitischen Errungenschaften vorzuweisen, damit hierin eine Kompensation für so viele andere unbefriedigt gebliebene Wünsche gefunden wer-
Die Gegenrevolution siegt.
Straßenschlacht in Kanton.
London, 19. April.
Rach einer Meldung aus Kanton hat die Karamregierung Befehl zur Verhaftung aller extremistischen Kommunisten gegeben. Bei dieser Gelegenheit entspann sich eine wahre Stratzenschlacht, wobei im ganzen hundert Personen getötet wurden. Der Handel ist lahmgelegt. Damit scheint die rechts gerichtete Entwicklung des Kuomintang auch in Kanton die Oberhand zu gewinnen.
Alle gegen alle.
Chinas dritte Regierung. Der Herr von Nanking (Eigener Drahtbertcht.)
London, 19. April.
Gin Blatt berichtet auS Schanghai: Eine von Tschankaischenk einberufene Kuomintang- Konferenz verkündete gestern die formelle Errichtung einer neuen Regierung in Nanking.
fest. Diese Basis ist natürlich für die Konkor- datspolitik günstig. Während man also tn Weimar die Entwicklung zur Simultanschnle hin mit klarer ausgesprochener Staatshoheit im Auge batte, scheint jetzt der Weg umgekehrt zur Sicherung der Konfessionsschule zugun- sten der Kirchenhoheit zu führen. Am Ende dieses Weges würde konsequenterweise dt« Ktr- ckenschule stehen, die aber natürlich bei der Heu- tigen Geistesverfassung unseres Volkes ibr Gegenspiel, die weltliche Schule, in verstärktem Maße ins Leben rufen müßte. Es läßt sich allo die Besorgnis nickt unterdrücken, daß diese Scheidung zugleich zur Entfremdung der Geister führen könnt«.
Rom, 19. April.
Gestern abend wurde int Casstno ein Erd- stoß von drei Sekunden verspürt. Um 8 Uhr wiederholte sich der Erdstoß, diesmal stärker, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten. Man vermutet das Zentrum in den Abruzzen.
Mailand, Ist. April. AuS Oberitalien werden Stürme mit Hagelschlag und Schneefall gemeldet. Bei Bologna zerstörte der Blitz eine Station der Straßenbahn. In Lucca richtete der Sturm großen Schaden an. In den Apen, ninen herrscht strenge Kälte.
Rewyork, 19. April. AuS Kodiak (Alaska) wird ein heftiger Erdstoß gemeldet, der dreißig Sekunden andauerte.
Mit friWn Kräften.
Neue Gesetze nach der Osterruhe.
Der Kampf um die Verlängerung des am 23. Juli ablaufenden Republikfchutzgesetzes ist in den Parlamenten bereits entbrannt. In die nach dem Rathenaumord erlassenen Notverordnungen war bekanntlich noch ein Paragraph aufgenommen, der Mitgliedern der früheren regierenden Häuser, wenn sie ihren Aufenthalt im Ausland haben, das Betreten des Reichsgebietes verbot oder ihnen nötigenfalls eine Aufenthaltsbeschränkung auferlegte. Die Geltungsdauer des Gesetzes wurde damals auf fünf Jahre bestimmt in der nicht unrichtigen Erwägung, daß es sich um ein Gesetz handelt, das seine Entstehung anormalen Verhältnissen verdankt. Zweiselos haben sich die Verhältnisse seit dem Jahre 1922 nicht unwesentlich verändert, auch die besorgtesten Republikaner haben wiederholt betont, wie sehr sich die innenpolitischen Verhältnisse konsolidiert haben. Auf der anderen Seite ist aber auch nicht zu verkennen, daß der Staat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht hat, für feinen eigenen Schutz und den Schutz seiner Regierung und seiner Einrichtungen zu sorgen. Aus solchen Schutz kann kein Staat verzichten und wenn die Kommunisten über eine solche Gesetzgebung Zeter und' Mordio schreien, so handeln sie dort, wo sie die Macht in Händen haben, wesentlich anders, wovon die Gegner der Sowjets ein Lied singen können. Die Reichsregierung ist sich auch über die Bedeutung der Frage nie im Unklaren gewesen, sie hat schon bei den Etatsberatungen erklären lassen, daß im Justizministerium geprüft werde, welche Bestimmungen des Republikschutzgesetzes aufrecht erhalten werden sollen. Da nun aber die Opposition der Regierung Marx bei jeder Gelegenheit unterstellt, daß sie nicht die Absicht habe, den Schutz der republikanischen Staats- orm wirksam zu betreiben und da in linkstehenden Kreisen zweifellos ein Mißtrauen ;egen den Innenminister von'Ken dell nock mmer vorhanden ist, so sind verschiedentlich Vorstötze unternommen worden, um die Regierung zu einer schleunigen Stellungnahme zu veranlassen.
Parallel dazu laufen die Bestrebungen, gewisse Bestimmungen des Republikschntzgesetzes im neuen Strafgesetzbuch zu „verankern". Diesem Zwecke dienen die Anträge, die Preußen im Reichsrat gestellt hat und die im wesentlichen daraus hinauslaufen, daß Gefängnisstrafen den treffen, der öffentlich die versai- sungsmäßia festgestellten republikanische Staatsform des Reiches oder eines Landes beschimpft und denjenigen, der an einer Verbindung teil- nimmt, die beabsichtigt, die republikanische Staatsform des Reiches oder eines Landes auf ungesetzlichem Wege zu beseitigen oder zu andern. Der Reicksrat hat diesen preußischen Anträgen zu gestimmt. Damit ist aber die Frage der Verlängerung des Republikschutz- gesetzes keineswegs erledigt. Das neue Strafgesetzbuch wird noch längere Zeit den Reichstag beschäftigen, sodaß mithin in der schutz- gesetzgebung eine Leere entstehen würde, wenn nickt eine Ersatz Vorlage rechtzeitig vor dem Ablauf des Republikschutzgesetzes dem Reichstag vorgelegt und von ihm verabschiedet wird. Tas Reichskabinett wird sich aber bald nach Ostern mit dieser Frage beschäftigen, sodaß der Reichstag bei seinem Wtederzusam- mentritt im M a t eine entsprechende Vorlage
e Im allgemeinen hat sich das Schwergewicht > der historisch gegebenen Tatsachen auch hier einmal wieder als stärker ertoiefen als das Programm von Weimar. Jene überkonfessionelle Gemeinschaftsschule gibt es nur tn nach betn 7um' Beisp fei "'an" ben katholisch- einem kleinen Teil des Reiches, tn der südwest- Volksschulen - und die bayerischen Volt»-,deutschen Ecke: m Baden, Hessen und der Pro- schulen sind zu 98 Prozent konfessionell — dielvinz Nassau. Die großen übrigen Gebiete ha- Lehrer und Lehrerinnen unter der Kon- den di« Konfessionsschule und halten an th
betuieaer
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Der Soldat in Zivil.
Ersatz. — Ausbildung. — Versorgung.
3m 3ufantmenbang mit btt leibeufchaMich M8t latiertcu Frage des Heereseriatzes wird «an
müssen bann beide Schülergruppen an einer Abschlußprüfung feilnehmen, in der im Beisein von Behördenvertretern nachgeprüst wird, ob sie den für den Beamtenberuf notwendigen Bildungs- und Wissensstand erreicht haben. Diese Abschlußprüfungen gelten als Nachweis der allgemeinen Bildung und zwar die Abschlußprüfung I für alle Beamtenlaufbahnen bis Gruppe V und die Abschlußvrü- fung II außerdem für den gehobenen mittleren Dienst Es ist also nickt so. daß der aussckei- beitbe Soldat ledialick als solcher kommt und Beamter werden möchte: er ist. wie vorhin bar» gelegt in umfassendster Weise für den Beam- ♦enbienft vorbereitet ttnb wird in der Lage sein, während der von den Behörden zu fordernden Prübezeit nachzuweisen, daß er allen
können. Im übrigen scheint es auch wenig zweckmäßig, sich auf dem Umwege über die Wehrmacht für den freien Beruf ausbilden zu wollen. Wer Techniker, Handwerker, Kaufmann oder Landwirt werden will, verbleibt wohl am besten in diesem Beruf, wenn er vollkommen wettbewerbsfähig bleiben will. Rach dem vorhin Gesagten ist es begreiflich, daß das Bestreben der Mehrzahl der in die Wehrmacht eintretenden jungen Leute ist, nach Ablauf der Dienstzeit an anderer Stelle im Staate Verwendung zu finden. Die militärischen Behörden versuchen daher, ben Soldaten schon während seiner Dienstzeit für ben von ihm begehrten späteren Beruf als Beamten usw. vorzubilden. Zu biefem Zwecke erhalten biefe Soldaten gleichfalls vom fünften Dienstjabr ab planmäßig Unterricht in allen Fächern des allgemeinen Wissens. Auch dieser Unterricht ist obligatorisch und am Ende des 8. Dienstjahrs wird in einer Prüfung der Bildungs- und Wissensstand ermittelt. Die Befähigten unter diesen Sckülern können dann an dem Unterrickt der Oberstufe teilnehmen und erhalten weiter im 9. bis 12. Dienstjahr planmäßig Unterricht, in welchem neben der Vertiefung des allgemeinen Wissens, Unterricht in sog. höheren Lehrfächern und Unterricht in solchen Fächern erteilt- wird, die für ben späteren Beamtenberuf nutz- bringenb sein können. Im lebten Dienstjahre
Baterläüdsverteidiger beleuchtet ttnb dabei bad folgende Programm ausgestellt:
Wer sich heute zum zwölfjährigen Soldatsein verpflichtet, muß sich überlegen: Was wird ans mir, wenn ich aus der Wehrmacht wieder ausscheiden mutz? Eine Verlängerung der Dienstzeit ist ans militärpolitischen Gründen nicht möglich. Es mag fein, daß in Zeiten großer Arbeitslosigkeit sich alle möglichen Elemente zum Dienst in die Wehrmacht drängen. Diese aber werden, wenn sie sehen, daß draußen die Wirtschaft wieder in Blüte sieht, mit allen Mitteln versuchen, aus der Wehrmacht wieder heraus- zukommen und bilden somit eine ständige Gefahr für den Bestand einer guten Truppe. Aufrecht, gerade und unbeeinflußt wird nur der Soldat feine Pflicht tun, der weiß, daß am Ende feiner Dienstzeit über feiner weiteren Existenz fein großes Fragezeichen steht. Der Staat bemüht sich nun, den Soldaten den Weg ins zivile Leben zu erleichtern. Einmal gibt sie den dafür geeigneten und den dies wünschenden Soldaten Gelegenheit, sich in ihrem etwaigen früheren Beruf auch während der Dienstzeit weiter auszubilden. Vom fünften Dienstjahr ab erhält nämlich der Wehrmachtangehörige einen Unterricht, der tüt alle Soldaten Dienst, also Pslichtunterlichr si>. Neben der Vermittlung allgemeinen Wissens erhalten die vorhin genannten Soldaten praktische Ausbildung in den Heereshand- werkstätten oder in den in Frage kommenden Schulabteilungen, in denen dies spezielle Wissen vermittelt wird. Nach dem Ausscheiden können diese Soldaten dann, gestützt auf die während der Militärdienstzeit durchgeführie praktische intb theoretische Ausbildung und mit Hilfe der ihnen zusiehenÄen Geldabfindung versuchen, im freien Erwerbsleben weiter zu kommen. Die Erfahrungen mit dieser Art Existenzsicherung sind allerdings nicht sehr verlockend. Abgesehen davon, daß der nach der Dienstzeit aus den Arbeitsmarkt tretende Wehrmachtangehörig« das Hser der Ar- bettslosen noch vermehrt, lehren die Ereignisse leider, daß der dem Wirtschaftsleben während zwölf langer Jahre entzogene Staatsbürger die für den Kamps im Wirtschaftsleben nun einmal notwendigen Voraussetzungen nicht in dem Maße besitzt, um erfolgreich, b. h. wettbewerbsfähig konkurrieren zu