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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Sonntaa, 10. AhrU 1927

Deutschland rüttelt an Versailles

Krieg in der Mandschurei?

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Ohne Deutschlands WiNen.

Bernstorkk nock gestern in Gens mit dem amtlich den e«glische« Botschafter informiert

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Moskau triumphiert. London schweigt.

Moskau, 9. April. (Eigene Drahtmcldung.) Ein Blatt schreibt: Der Doyen des diplomatischen Korps macht jetzt den Versuch, sich von der Haussuchung loszufagen, zu der er beigetragen und selbst Hand mit angelegt hat. Unter Hin» weis darmif, daß auch der amerikanische Ge­sandte in China seiner Regierung ertlärt habe, daßdie Chinesen ihre Vollmachten über­schritten", hebt das Blatt das Schweigen der englischen Regierung besonders hervor.

Peftng, 9. April (Durch Funkspruch.) Es verlautet, daß die Durchsuchung der Sowjet- botschast von den Vertretern derProtokoll­mächte" Großbritannien, Vereinigten Staaten, Frankreich, Belgien, Italien, Japan, Spanien und Holland einstimmig gebilligt wurde. Einige der verhafteten, inzwischen aber wieder freigc- laffenen Chinesen waren ein'acke Angestellte.

habe, Deutschland werde in der Junitagung des Völkerbundes auch die Kolonialman- datsfrage zur Aussprach: bringen.

Moskaus Heere stehe« bereit / Vormarsch auf Chardin? , Massenkund­gebungen in allen Stabten / Sommerfeldzug gegen Peking / Kanton ge­schlagen ? / Stresemann fühlt in Paris vor / Die Riesenmauer im Westen.

war nur befugt, Bank- und andere Berwal- tungsräume zu durchsuchen.

* * *

Die Wogen gehen doch.

Geschwungene Rusienfäuste. Keine Krtegslufi.

(Eigene Drahtmeldung.)

Moskau, 9. April

Halbamtlich wird berichtet: Wegen des Pe­kinger Ueberfalls und der Konsulatsblockade in Schanghai hat der Allweißruffische Rätckongrcß in Minsk entschied en e Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Vergewaltigun­gen in China gefordert. I« vielen Städten wurden in Massenversammlungen Entschließun­gen angenommen, in denen gefordert wird, das die Sowjetregieruna auf dieKriegsPro­vokation" nicht eingehe, sondern den Frie­den zu erhalten suche, zugleich jedoch ener­gisch gegen die provokatorische Aktion vorgehr.

Sie JM&erir den Frieden.

Neue Sperrforts und Grer ttchutz am Rhein Paris, 9. April.

Wie ein Blatt a«S Straßburg meldet, haben die Arbeiten zur Verstärkung der Rheinsotts begonnen. Es werden drei SperrsortS neu errichtet.

Rotterdam, 9. April. (Privattelegramm) Me ein Blatt aus Paris meldet, ist am 5. April die Verfügung des Kriegsministers vrröffent- 'itfjt worden, wonach am gleichen Tage ein br anderer Grenzschutz an der französischen Grenzc unter seiner Aufsicht eingerichtet wurde.

Amtliches Organ bet Stabt Kassel. 17. Jahrgang

Rum inet 85. Amtliches Organ bet Stabt Kassel.

Nichts als Worte.

Wie heilt man die Redesucht in Parlamente«?

Die Gevkloaenbeit nniereS Blattes, ans de« itnndenlanae«, lanaatmigen «ad langweiligen Parlamentslltaneiea nur die interessantester» »nd wertvollsten Momente für unsere Leser berausUtILSlea. findet ein« krästiac Ltüoe an solgenden amüsante« nad ... bissigen Reichs­tags-Glossen. wie wir sie i« ..Deutschenlviegel" verzeichnet finden.

Filmen könnte man zum Beispiel eine große Sitzung im Reichstag, wie die gelegentlich der Vereidigung des Reichspräsidenten. In ganz kurzen Bildern, damit nickt die Unbelebtheit der nicht hörbaren Rede dem Zuschauer allzu fühlbar werde. Ein Blick: Hindenburg neben dem Reichstagspräsidenten auf dessen Tribüne, ein kurzer Blick: das vollbesetzte, regungslose Haus, ein weiterer auf die Tribüne für die Vertreter des Auslands, auf die Tribüne der Presse und der Zuschauer aus. Das hätte Sinn und Verstand. Aber sinnlos ist das Ab­bilden einer Durchschnittssitzung, denn diese ist Arbeit, aber nickt Feier. Zur Arbeit aber ge­bärt die Tätigkeit des Einzeln en außerhalb des Plenarsaales, in Sitzungen, in den Wandelgän- gcn. Die aber ist technisch kaum auf einen Film zu bringen, wäre überdies auch (siehe oben) nur nach Art kurzer Blicke zu fassen. Vielleicht wäre etwas anderes möglich. Dle Ueberiraaung aller Reichstagsreden durch Radio. Ich bitte die maßgebenden Stellen, sich einmal mit die­sem Problem zu befassen. Radio ist seiner Na­tur nack das Airsdrucksmittel des Parlaments, Radio redet. Und wie heilsam wäre es, wenn man nur einige Wacken lang alle Reden über Welle Berlin und Stettin verbreitete. Jeder Ra- diobörer würde erschüttert werden durch den großen, subjettiven Ernst der gehaltenen Reden und durch die überwältigende Komik, die von dem Durchschnitt dieser Reden ausstrahlt. Und jeder Hörer

würde sich kaputt langweilen.

Das spricht natürlich für den Freund radiotech­nischen Fortschrittes gegen die Verbreitung der Reichstagsreden. Die Abbestellungen von seilen derjenigen Hörer, die nur Berlin zu hören in der Lage sind, würden in unheimlichem Maße erfolgen. Aber ob eS nickt politisch was für sich hätte? Ob nickt die ernsthasten Redner, die in unendlicher Humorlosigkeit sich einbilden, ihre wohlvorbereitete Rede sei geeignet, den Lauf der Welt zu ändern, dann plötzlich unter dem fata­len Gefühl: Hunderttausend hören dir zu und lachen sich über deine Wichtigtuerei kavrttt, wenn sie nickt vor Langeweile sckon abgestellt haben, innerlich zusammenbräcken? Ob nicht eine Unsumme van Worten, die, tausendmal wie­derholt, jedem Abgeordneten bekannt sind, und die nur darum gesprochen werden, weil der Red­ner sicher ist. daß die Bresse das Zeug doch nicht bringt, unoesprocken bliebe? Ob nicht die Witz- losen Philister, die nach NictzsckeS Wort,in un­endlichem Ernst um sich selbst gedreht" sich im Sckall ihre eigenen Stimme akustisch zu spiegeln lieben, jene Leute, die sich selbst Fetisch sind, die blasse Angst bekämen? Ob nicht die Sorge, un­ter den unzähliaen Radiobörern könnten Wäh­ler sein, die plötzftck merken, daß der Redner dieselbe Rede, der sie so oft gelauscht haben lnämlich die einttge. die er auf der Walze hat), auch im Hohen Hause zum Besten gibt, dem

typischen Parlamentsdemagogen erhebNch in die Knochen fahren würde? Ein witziger Journalist hat mal gesagt, da? Wort Parlament stamme von parier und mentir (spre- chen und lügen) und tatsächlich, dieses Witzwort trifft auf eine ganze Reihe von VolkStribunen zu, nur daß diese Demagogen kein J.ttereffe dar- an haben, die Wahrheit deS Wortes vor denen bestätigt zu hören, die bis dahin zu ihren An­betern gehörten. Ich glaube tatsächlich, wenn man nur einige Wacken lana die Radioübertra- auna durchführte und die Kümmernis von Ab- bestellnnaen in Kauf nähme, man würde dem Vaterlande unendlich nützen. Denn wenn ich von pottlov immer nock zahlreichen Ausnahmen, d. 6. sachlich gi't--n und wertvollen Reden absehe, der größte Teil der Reden könnte sich den Titel zulegen: Wie retten wir den deutschen Parlamentarismus vor der Lanaweiliakeit, in der zu ersticken droht, vor der Langweilig­keit, die tatsächlich bereits das Interesse an den Verhandlungen W Hauses im ganzen Volke weitoehend erstickt bat? Vor ein vaar Jabrcn "laubte man noch, b-r Parlamentarismus könne von außen gemord-t werden Das wird beute nicht mehr gelingen, aber am chronischen Selbst-

Amerikas Aufmarsch am 2)angtfe.

Washington, 9. April. (Durch Funkspruch.) Im Meisten Haus wirb erklärt, daß neue Trup­pen lediglich für be<i KMoll nach China gehen. Je dreihundett Manu v'.rben allmählich mit jedem Handelsdampsiriy^Aransporttert.

Washington, 9. April. (Funkdienst.) Admi­ral Williams teilte aus Hankau heute mit, daß die Lage immer schlimmer werde und daß die Behörden gegen die Rechtlosigkeit nichts taten.

Washington, 9. April. (Funktelegramm.) Rach einem Bericht aus Schanghai sind achthun­dert weitere japanische Soldaten gelandet wor­den, da Freischärler japanische Wachen wiederholt beschossen hätten.

benshaltung zu verteuern.

Denn das sollte doch Ziel und oberstes Ge­setz aller über die Länder- und Zollgrenzen hin­wegreifenden Handelsbrücken für die Vertei­lung von Absatzmärkten, deS GüterauStauschs. des Ausgleichs von Kapital und Arbeit fein, wie sie jetzt mit Frankreich dem Endstadium entgegengeben und mit England sowie auf der Genfer Weltwirtschaftskonferenz in großem Stil geplant sind, daß dem verkrüppelten, ver­armten Europa dadurch neue Lebenselirierc eingeflößt werden, daß der geradezu verhäng­nisvolle Alpdruck der Weltverschuldung an den Goldonkel oder... Vampyr der Wallstreet- Dollarbörse aus eigener Kraft (und durch Zer­reißen der Dawesketten) abgebürdet wird, und daß vor allem der Lebensstandard des Arbeiters, der Verbrauchermaffen durch Preissenkung, Produktionsste'.gerung, Ausbau der sozialen Wohlfahrt aus ein Niveau geho­ben wird, das den Klassenkampf von selbst aus­schaltet. Weniger alS Sckutz- und Trutzbünd- nisse entscheiden heute Wirtschafts-, Finanz- und die ungeschriebenen Gesetze sozialer Inter­essen über Völkerschicksale, wie sie der Abgott der Schwarzhemden in die Formel faßt: »Ex­pansion oder ExplosionI"

Wohl ein Hauptgrund, weShalb der Cäsa- renepigone am Tiber jetzt auch Ungarn in den Einkreisunasring um den Franzosengünstling Jugoslavien hineinzwängte, um sich den Rük- ken für den Zweikamps mit den gallischen Häh­nen freizumacken. Daß der ehrgeizige Duce mit seinen Träumen vomgrößeren Italien"

Wir müssen uns rühren,

v. Hoesck bei Briand Auftakt für Genf.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 9. April.

Angesichts der schwebenden außenpolitischen Fragen wird der Außenminister über Öfter« i« Berlin bleiben und g'eichzeitig den Reichskanzler trertrete«. Im Vordergründe ste­hen neben den Albanien- und Chinafragen die Handelsverträge im Osten und Westen. In ei­ner Unterredung des Botschafters v. Hoesch mit Briand erwartete letzterer einen baldi­gen endgültigen Handelsvertrag. Der Botschaf­ter dürste aber zum AnSdruck gebracht habe«, daß der neue französische Zolltarif kein geeignetes HandelSob'ekt darstellt. Man spricht auch von einer Demarche bei den Ber- 'ailler Mächten in Sacken der Räumungen nnd Reparationen. AuS diplomatischen Kreisen hören wir. daß die Befvreckungen der Regierungen in London und Paris nur die Vorbereitung für die entsvrechenden Anträge Deutschlands ans der Völkerbunds- Ratstagung in Genf fein werden.

London, 9. April. (Eigene Drahtmeldung > Ein Blatt meldet aus Berlin, daß man dort

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zugleich John Bulls Geschäfte gegen den gro­ßen Sowjet-Antipoden besorgt, nimmt er (für Englands Preisgabe des unbequemen Kanal­nachbarn) gern in Kauf, ebenso wie er viel­leicht damit rechnet, daß im Ernstfälle auch deutsche Gewehre am Rhein von selbst losgehn Ist eS ein Wunder, daß Poincars dafür den engltfchen Hecht in Cb'«« zappeln läßt, ja fo- fiar, um vom Jfoliersckemel herunterzukommen

etzt nach Moskau Fühler auSstreckt bei d" willkommenen Gelegenheit, bie Zarenfckuldei. durch Tschitscherin gegen größere Anleihen zu- rückzuerhalten. Oder sollte eS nur ein Bluff fein, ein ostentativer Gegenzug gegen den Jta- lien-Balkanblock bei Themsevetters? Jeden­falls verschlingen sich die Fäden politischer Jn- triguen und Geheimbündnisse zwischen den Völ­kerkabinetten mehr und mehr und die Lotsen in der Wilhelmstraße werden unermüdlich aus Posten fein müssen, um den aufkreuzenden Reichskutter durch die Frühlingsstürme mit vollerer Fracht hereinzuholen alS wie man ihn binausließ. Nickt umsonst bleibt Steuermann Stresemann im Berliner Osteridvll allein zu­rück, um die Segel zur reckten Zeit zu setzen oder zu streicken. Niemals bat die Geschickte deutschem Scharfsinn, Waaemut, Gewissen Takt- und Fingerspitzengefühl größere Ausga­ben gestellt als in diesem chaotiscken. gärenden wetterdunklkn Jabr des Heils oder Unheil? Immer näher rückt die Stunde, wo wir bu- Marterwerkiei'ae des Versailler Vertrages ge­gen dieses Sckmackdokument des 20. Jabrhun- dertS selbst kehren werden, wie es Graf

Noch einen Gommer Krieg.

Gleichstarke Gegner. Die Äontonefen geschlagen?

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 9. April.

Laut Prefletelegramme« bereite« sich die Kan­tonheere auf einen Sommerfeldzug gegen Pe­king vor. Die Kantoncse« haben dreihundert­tausend Mann in Südostchina, von denen bereits die Hälsre mit Erfolg gekämpft hat, die N o r d. streitkräste feien etwa ebenso stark tote die Äontonefen, verfügen jedoch über weit bes­sere Artillerie als die Südtruppen.

London, 9. April. (Eigene Drahtmcldung.) Zuverlässigen Informationen aus Schanghai zufolge haben die Südtruppen nördlich Pukan eine ernste Niederlage erlitten. Sie hätten zwanzigtausend Mann Verluste gehabt, von de­nen die meisten getötet seien. Der Korrespon­dent fügt hinzu, daß dies als eine lieber» treibung angesehen werde. Die Kontontrup- pen gehen in drei Kolonnen vor. Das Ziel her gesamten Bewegung ist die Einnahme von Lunghai. Gleichstarke Truppen der Rord- armeen ziehen ihnen aber entgegen.

Stockholm, 9. April.

Nach Berichten aus Moskau solle« auf Be fehl des revolutionäre« KriegsrateS vier Di­vis i on e n Infanterie und drei Kaval­leriebrigaden nach dem Amurgebiet verlegt worden fein. Es fei ein Vorstoß in zwei Armeegruppen nach Ts i t f i k a r und Ch a r b i n geplant. Außerdem überschritten vierzigtaufend Mann kantonefifcher Kavallerietruppen unrer dem Befehl ruffifcher Offiziere die chincsifche Grenze. Große ParkS von Kanonen, Flugzeu­gen, Automobilen und Munition seien in JrkntSk und Tschita vorhanden.

zugute kommen, da jeder Wirtschaftsanfschwung neue Arbeitsfelder erschließt und die Mittel für Lohnaufbesserungen freimacht, ohne bie Sc»

itnieigenore.fr: fitnbetmifebe iScfcbättajnwgtii .Seile 2n A. auorodrtiat iSeftbdfib» jnwigen .-teile S> A. ibamiltenana. .Zeile 20 A. Kl. Änz. aus Kastel b. ffiorf 4 A. ausw. kl. An,. Seilt 30 A. Reklamen .Zeile 75 A. Cfieriflebübr 20 A (bei Zus. oer eiferten 50 A. Rechnungsbeträge innerh. 5 Tagen «ablbar. ftür b. Richtig­keit astet Lurch Äernfpredtei aufaegebenen ilnntgen towie 'üi AutnastmeSaicn un6 Plätze kann nicht a ir,innen werden. Äür Anzeigen mit besonders ftbroie» «gern Latz Hin Pronni Aufschlag. Druckerei: Lchla-vtbotslrake 2*30. Geschäfts» stelle: Kölnische Strafte 5. gegen Ober Lei Soobrftrafte Ferntorecher 951 und 953.

Die Zele bleiben.

Im Chos der Zeitereignisse.

Die Herren Dnister und Volksväter hatten sich diesmal ihreOsterfreikarte für das Ferien­paradies nicht grabe leicht verdient, als sie gestern mit erhi-ten Köpfen das Arbeits» zeitnotgesei gegen die geschlossene Front der Regierungsjürzer auS der Taufe hoben. Der Regierungsirkus hatte schon die Tage zu­vor auf dem Eatsetl Seiltänzerakte vollfühtt und auch hier Groll und Rüssel der Opposition eingesteckt, die tickt nur den Finger auf die sozialen Drisselungen legte, mit denen man an Kriegigeschädigten, Beamten, Rot» standsprojekten (Mittellandkanall)... die voll- bemessenen Liebesgaben und Biersteuerspenden an Bayern und die Süddeutschen wieder ein» spart, sondern auch mit der Konkordatslanze die nur lose gekittete Recktskoalition auseinan­dermanövrieren wollte. Aber das Fähnlein der sieben Aufrechten hält doch zäher und entschlos­sener zusammen als man ihm zutraute. Und wenn die Hiebe bei den kommenden Gesetzes- kämpfen und dichter fallen werden, wenn auch die Mängel des Arbeitszeitgesetzees den Ar­beitsfrieden öfter erschüttern und beim end­gültigen Arbeitsschutzgesetz die Gewerkschaften mit sehr viel schwererem Geschütz auffahren dürften... Wirtschaft und Staat sind wieder einmal Atempausen gegönnt und Garantien gewährt, die der Konjunktur, der inneren Er­starkung und letzlick auck den breiten Massen

Der Streik greift um ssch.

Amerika noch nicht am Ende.

sSigener Sonderbericht.)

Rotterdam, 9. April

Ei« Blatt meldet ans Newyork: Die Berg irbeiter-Delegation von 320 000 Sttinkohlenar- beitern hat eine zwölfmozentige Lohnzulage gefordert. Da die Differenzen mit den Berg­leuten der Braunkohlenbezirke noch nicht beigc- *egt sind, steht Nordamerika vor einem neuen Streik bet Kohlenarbeiter.

Moskau behält flch alles vor.

Ei« scharfer Peking-Protest. Uebergrisfe.

(Eigener Drahtbericht.)

Moskau, 9. April.

Die Swjetbotfchaft in Peking hat in einer Note energischen Protest gegen die unzulässige und nie dagewesene Verletzung der Exterritori- alitätSrechte der Sowjetbotschaft erhoben und erklärt, daß sie die Beschlüsse der Sowjetregie- rnng abwarte, um weitere Schritte zu unterneh­men.

London, 9 April. (Eigener Drahtbericht.) DaS diplomatische Korps in Peking hat der Form wegen an die chinesischen Behörden einen Protest wegen des Eindringens in die Sowjet- gesandschaft gerichtet. Die chinesische Polizei

flammenden Abrüstungsprotest und Menetekel so meisterlich fertig brachte. F. R.