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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Freitag, 8. April 1927

Amtliche- Organ der Stadt Kaffel. 17. Jahrgang

Nummer 83. Amtliches Organ der Stadt Kaffel.

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Lee »jftelct Renetten «achnckrea ertAeiwen wbchesitlch ,e»8mal Batbmtnog». Der ilbonnementeptete betragt Mr den Sle»«f 1- / M Iw« ö.intellnng nt Hau», in der Gel-düi,-stelle abaedoli >.»'<. Dur» die Poft monatlich i.-Jt ausichl etzlich .-iuftellungsaebübi «erlag und Redaktion S»la»idotftrahe 2W3O. .)ernsprechet *51 und 952. kür -nverlang, «ngeland« «eitra« kann die Re. »ukrion eine Beraniwormng oder ®eroäbt ta keinem ^nlle übernehmen. Ruck labluna detz Re,na,gelbe» oder Ansprüche wegen nick' ordnnngsmSfftgn

S'eternna 'ft anNgekckloften Postscheckkonto i^rankkurt am Main Rümmer msu.

prallen Moskau-Peking zusammen?

Ein gewagtes Spiel.

Stößt Moskau mit Peking zusammen?

In Peking haben sich gestern Vorfälle von noch unübersehbarer Tragweite zugetragen. Man bedenke, am hellen, lichten Tage eilen bewaff­nete Soldaten Tschangtsolins in die russische Botschaft oder deren Nebengebäude, schießen mit ihren Handwaffen wild herum und führen etwa zwanzig Mitglieder dieser Botschaft gefesselt zur chinesischen Polizei. Dieses Geschehnis allein ist schon etwas schier Unglaubhaftes. Aber die ganze Angelegenheit wird noch rätselhafter, ver­wunderlicher, wenn man hört, daß Tschangtsolin sich zu dieser Verzweiflungstat nur auf Grund einer vom diplomatischen Korps in Peking un­terzeichneten Ermächtigung entschlossen habe. Diese Behauptung, die übrigens nicht al­lein vom Reuter-Büro, sondern auch von Kor­respondenten auswärtiger Zeitungen in Peking aufgestellt wird, ist einfach unfaßbar. Erstens hätte das diplomitische Korps in Peking gar- nicht das Recht dazu, solche Forderungen zu er­heben, oder eine solche Ermächtigung Tschang- tsolin auszuhändigen, zweitens wäre ein solcher Schritt eines diplomatischen Korps eine Ver­letzung der Souveränität eines Staa­tes, wie ihn die Weltgeschichte bis jetzt noch nicht zu verzeichnen hat, wäre ein ungeheuerlicher Eingriff ausländischer Mächte in die inne­ren Verhältnisie eines anderen Landes, der nicht nur die heute geltenden diplomatischen Gepflogenheiten vollständig aus den Kops stellt, sondern auch unverkennbar einen K r i e g s z u- st a n d proklamiert.

Zweifellos haben auch nur gewisse Mächte diese .Ausräucherung" angeordnet und zwar in er st er Linie England, vielleicht auch noch Italien und Amerika, also die Nationen, die sich zurzeit mit der südchine­sischen Kanton-Regierung im allerheftigsten Dis­put befinden. Auch dann, wenn sich dieses Pe­kinger Vorkommnis auf die Auseinandersetzung zwischen England und der Kanton-Regierung ableiten ließe, reicht es in seiner Ungeheuerlich­keit aus, um eine vollkommen neue Situa­tion zu schaffen, eine Situation, die sich un- gletch gefahrdrohender für den Weltfrieden prä­sentiert, als die Lage, die durch die letzten Schießereien in Schanghai und Hankau im Sü­den Chinas geschaffen wurde. An dieser Brüs­kierung seines Ansehens kann Rußland nicht vorübergehen.. Man kennt die offenen Symva- thien, die die Sowjets der südchinesischen Volks­bewegung entgeqenbringen, man weiß, daß rus­sisches Kapital diese Bewegung in Fluß hält, man hat sich davon überzeugt, daß bolschewisti- . sche Agenten, russische Offiziere und Instrukteure im Lager der Kantonisten - ein- und ausgehen, und das ganze China mit ihrer Propaganda für die Befreiungsidee Kantons überschwem- men. Immerhin hat Rußland bis jetzt gezögert, offiziell auf die Seite der Kantonesen zu treten, aktiv in die Krieashändel einzugreifen, die den chinesischen Volkskörper seit Jahren zerfressen. Dieser Vorfall in Peking stellt Moskau vor eine vollkommen neue Situation. Tschangtso- lins Tat allein ist gravierend genug, um eine offene Kriegserklärung gegen die nordchinesische Regierung zu rechtfertigen. Wo­bei nicht zu vergessen ist, daß ein solcher Krieg Moskaus gegen Peking durchaus der Politik entspricht, die die Sowjets nach außen hin ge­gen Peking, in Wirklichkeit aber gegen England betreiben.

In der Tat, niemals seit Beendigung des Weltkrieges, stand man einer neuen Weltkata­strophe so nahe wie heute nach dieser unglaub­lichen Tat TschangtsolinS. Denn man hat zu erkennen, daß weniger die Pekinger Regierung als mehr London diese brüskierende Aktion durchführte. Diese Brüskierung ist zielbewußt, sie hat einen ganz bestimmten Zweck. Sie ver­schärft erstens die Gegensätze zwischen Peking und Kanton, sie zwingt auch Moskau, offen Farbe zu bekennen, das heißt, offiziell Partei für die Kantonesen zu nehmen. Daß hierdurch sich kriegerische Koplikationen von ungeahnten Ausmaßen eraeben müssen, liegt auf der Hand, zumal die heutigen Meldungen auch vermuten lassen, daß Japan dabei gegen Moskau die Hand im Spiel hat, das vermutlich mit einem Aufmarsch an den Grenzen der Mandschu­rei auf diesen Uebersall emtworten dürfte. Und der Völkerbund? Hier liegt ein Ereig­nis vor, an dem er einfach nicht vorübergehen kann. Man wird zwar sagen, daß Rußland kein Mitglied der Genfer Institution ist, deshalb für den Völkerbund keine Verpflichtung Vorlage, sich in diese Händel einzumischen Demgegenüber ist aber festzustellen, daß der Artikel 17 der Völ-

Europa bricht zusammen...

. wenn die Dawes- und Pumpwirtschafl in Amerika nicht aufhört / Krieg zwischen Moskan-Tschangsolin? / England Weicht in China nicht zurück. Spaltung in der Kantonfront.

Newyork, 7. April.

Laut Pressenotiz erklärte der britische Volks- Wirtschaftler Sir George Paish dem Prä­sidenten Coolidge bei einem Besuch, der Dawesplan, das Schuldenabkommen und der Zolltarif der Vereinigten Staaten müßten einer Revision unterzogen werden, da das Aufnehmen europäischer Anleihen in den Berei­nigten Staaten nicht noch ein weiteres Jahr fortgesetzt werden könne, ohne daß die Gefahr eines internationalen Zusammen­bruchs heraufbeschworen werde.

Tschangtsolin gegen Moskau

Die ausgeräuchrrte Botschaft. Ein Blutgericht?

(Funktelegramm)

Peking, 7. April.

Die Durchsuchung der Sowjetbotschaft durch Polizei und Tschangtsolinsoldaten (schon gestern in einer zweiten Ausgabe berichtet, D. Red.) erstreckte sich nur aus die Nebengebäude, da die Vertreter der Mächte nicht gestatteten, daß die Polizisten in das eigentliche Botschafts­gebäude eindrangcn. In einem der Nebenge- bände brach ein Brand aus, da einige Russen versuchten, belastende Dokumente zu vernichten, wobei unbeabsichtigterwcife Munition ex­plodierte. Ein Russe wurde schwer verletzt. Sechzehn Russen und vierzehn Chinesen wurden durch die Polizei aus der Botschaft entfernt und riesige Massen von Propagandaschristen usw. beschlagnahmt. Eine andere Meldung besagt, daß Tschangtsolin die verhafteten Chinesen so­fort habe hiurichten lassen.

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Don den Möchten gebilligt.

Paris, 7. April. (Eigener Drahtbericht.) Rach offiziösen Mitteilungen ist die Durchsu­chung der Russen in einem Bankgebäude im Ge­sandtschaftsviertel erfolgt, da die Sowjetregie­rung auf ihre sämtlichen Vorrechte in China verzichtet hat, ein ExterritorialitätSrecht für sich nicht in Anspruch nehmen kann. Da das diplomatische Korps sich deshalb der Haussu- chung nicht widersetzen konnte, wurden die chine­sischen Behörden ermächtigt, in das Gebäude der Bank mit Gewalt einzudringen.

©teert Japan dahinter?

Tschangtsolins Moskau-Offensive.

(Eigene Drahtmeldung.)

London. 7. April.

Ein Pekinger Sonderkorrespondent meldet, daß Japan Tschangtsolin Garan- tun gegen einen sowjctru(fischen Angriff gege­ben habe, andernfalls würde er es nicht gewagt haben, einen Krieg in der Mandschurei herauszufordern. Die Russen unterstehen jetzt der chinesischen Gerichtsbarkeit. Beim Eindrin­gen in das russische Gebäude wurde ein Türhü­ter, der Lärm schlug, nirdergeschossen.

*

Moskaus erster Gegenstoß.

Peking, 7. April. (Funktelegramm.) Der rus­sische Geschäftsträger, Tschernych, hat gegen daß Vorgehen der chinesischen Polizei beim chinesi­schen Außenministerium energischen Pro- t e st erhoben. Die Erlaubnis zum Betreten des Gesandtschaftsviertels wurde von dem Doyen des diplomatischen Korps, dem niederländischen Gesandten den chinesischen Behörden erteilt.

Keinen Schritt zurück!

Chamberlain-Lloyd Georges Chinapolitik.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 7. April.

Im Unterhause erfinde Chamberlain nach einer erregten Chinadebatte und auf scharfe Angriffe seitens der Arbeiterpartei, daß England verhandeln wolle, aber vorher alle.

Vorsichtsmaßregeln ergreifen müßte. Ich erkenne an, fuhr der Minister fort, daß die alten Verträge ü b e r ho l t find, ich erkenne an, daß wir zu einem neuen System vorwärts- schreiten müssen; aber die Chinesen müssen es auch tun, und zwar gleichzeitig. Vorher müssen wir aber wissen, wie Kanton die Ran- kingverbrechen sühnen will. Die britische Regie­rung wird ihre Politik der Versöhnung und Anpassung fortsetzen. Sie ist jedoch nicht be­reit, sich aus China herausdrängen zu lassen und ihre Untertanen zurückzuzie­hen, und sie ist nicht bereit, sich so behan­deln zu lassen, als ob sie kein Recht darauf habe, auf das, was ihr Bertragsrecht ist, zu be­stehen und als ob die Leben des britischen Vol­kes für die britische Regierung nichts gel­ten. (Lauter Beifall auf der Regierungsseite.) Lloyd George erklärte, Chamberlains Auf­gabe sei tatsächlich eine der schwierigsten, die je auf die Schultern eines Außenministers gefallen. Er und seine Freunde würden kein Wort sagen, was Chamberlains Schwierigkei­ten noch vermehren könnte.

Sinken Kantons Sterne?

Eine brüchige Front. Tschankaischeks Feinde. Schanghai, 7. April.

Tschangkaifchek hat den Sitz der chinesischen Kommunisten geschlossen, was als eine di­rekte Herausforderung an die Hankauer Extre­misten betrachtet wird. Man ist der Ansicht, daß die Verhältnisse schnell einem voll­ständigen Bruche zutreiben.

London, 7. April. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Blatt meldet aus Schanghai, die Garnison von Schanghai unter General Tschangkaifchek werde durch neue Regimenter ersetzt werden. Tschangkaischeks unsichere erste Armee solle an der Offensive gegen Peking teilnehmen.

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Kein vardon für Unruhestifter.

Peking, 7. April. (Reutertelegramm.) Wäh­rend der Haussuchung wehte die Sowjetflagge nicht auf der eigentlichen russischen Botschaft, sondern auf den Nebengebäuden. Tschangtso­lin erfinde: Diesen aufrührerischen Unruhestif­tern, die für die Ausbreitung des Bolsckfewis- mus verantwodlich feien, dürfe feine Ver­zeihung gewährt wer den.

Die Arbeiter wehren sich:

Klaffenfampf u. Generalstreifgefahr in England.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 7. April.

Eine Gewerfschaftsfnndgeüung bezeichnet die Gewerkschaftsvorlage der Regierung als gewalt­tätige und empörende Verleugnung der Grundsätze, die sür die Stellung der Gewerk­schaften in England während mehr als ein hal­bes Jahrhundert maßgebend gewesen feien. Die Vorlage bedeute das Zeichen zum K l a s - senkampf. Laut Pressenotiz fordert eine Kommunistcnerklärung die Arbeiter auf, ihre Führer zur Proklamation eines viernndzwan- zigstündigen Generalstreiks am 1. Mai dieses Jahres zu nötigen.

Bei der Friedenspfeife am Balkan.

Belgrad, 7. April. (Eigene Drahtmeldung.) Die Wiederaufnahme der direkten Fühlung­nahme zwischen den Regierungen von Rom unp Belgrad trat durch einen Besuch des jugoslavischen Gesandten bei Mussolini in die Erscheinung. Politische Kreise zeigen sich sehr zurückhaltend. Es scheint jedoch, als ob die Lage sich günstig entwickelt.

Solen unter Finanzkontrolle?

Warschau, 7. April. (Eigene Drahtmeldung.) Die Nachricht über den Widerstand deS Mar- schavs Pilsudski gegen eine amerikanische Kon­trolle über die Bank von Polen bei einer An­leihe scheint sich zu bestätigen. Dem Bedrauens- mann der amerikanischen Gruppe sollen jetzt Gegenvorschläge überreicht werden.

Meneliks Totenmahl.

Die Speisung der Bierzigtauseud.

D« fremdartige Zauber des nsrfl beute ee* feierten alljährliche« Taskar ob« T-teufefteS des letzten groben Kaisers Antbiopiens. Mene» liks II.. das lein kürzlich verstorbener allmäch­tiger GeueraliMmus und Sanger zn eine« Volksfest grobe« Stils eiugerichtet bat. «Kd in solgendeu «ärchenbaft anmntendeu Ulmbilder« vor ««s lebendig.

Schon feit Wochen herrschte in Adis Abeba jAufregung, denn der Fitorari, wie der KriegS- minifter auch kurzweg genannt wurde, traf feine Vorbereitungen zu Meneliks Taskar. An bi er» zigtaufend Mann wurden in der Zeit von üns Tagen abgespeist. An Größe und Eigenad landen diese Gebrauche wohl einzig in ihrer Art da.

Achthundert Schlachtochsen,

deren Fleisch zum größten Teil in ftischem, ro­hen Zustand gegessen wird, dreihundert Schafe und Ziegen (vornehmlich in gekochtem Zustand verwendet), achtzigtausend Liter Thötsch, das ist berauschender Honigwein oder Met, sechzigtau­send Ndschera, flache, eierkuchenartige Brote von etwa fünfzig Zentimeter Durchmesser, dreitau­send Liter Schnaps, zweitausend Kilogramm Butter, 1200 Kilogramm gestoßener, roter Pfef­fer, 1200 Kilogramm Salz. Hierzu noch entspre­chende Mengen von Hülsenfrüchten, Gemüsen, Zwiebeln, Eiern etc. . . . Das bedeutet alles mögliche in einem Lande, wo in Ermaygelun, technischer Verkehrs- und Hilfsmittel alles mit Menschen- und Tierkraft herangeschafft und ver­arbeitet werden muß. Aber der Generalissimus Abessiniens vermochte viel; denn die Einnah­men an Naturalien, Geld und Fronen aus fer­nen fruchtbaren Provinzen sowie seinem eige­nen ungeheuren Landbesitz waren enorm Das Totenfest hat begonnen, lieber fünftausend Geistliche aller Rangstufen werden am er­sten Tage gespeist, vom koptischen Erzbischof, dem Abuna, an bis hinab zum Laien- und Chorknaben. Es ist gegen Mittag. Der gro­ße Wotadder-Gebr, zu deutsch Kriegerschmaus, hat begonnen. Vor d.en Mauern, die das Gibbi des Fitorari umgeben, drängt sich zu Abertau­senden nach gutem Essen und Trinken lechzendes Kriegsvolk. Nur mit Mühe schiebe ich mich zu Pferd mit meinem berittenen AscPar (Diener) hindurch zum Haupttor, das sich mir tote auf Zauberwort öffnet. Wir sind glücklich hinein; schon prasseln die Stockhiebe handfester Wächter auf die vorwitzig Nachdrängenden. Der schwere Torflügel fällt zu, der Riegel saust vor. Nur so können sich die Torhüter der wilden Soldateska erwehren. Durch ein zweites Tor gehl's; ich steige ab und betrete durch eine dritte Pforte den Ort der Feier. Dienstbeflissen ergreift ein Kämmerer meine Hand und führt mich unter ei­nem Himmel von riesigen, aneinandergereihten Zeltdächern durch die schier endlose Reihe der Krieger, die auf Gras oder Matten hockend an niedrigen Tischen schmausen und zechen. So ge­langen wir schließlich an eine lange hohe Halle, an deren eine offene Seite die Zelte anstotzen. Von der Mitte der Mauer schaut mir in lieber» lebensgroße das Bild Meneliks entgegen und Darunter ruht auf köstlichem Diwan sein le­bendes Testament

Fitorari Kopie Georgis.

Sein Auge leuchtet auf, er winkt mich zu sich, vorsichtig schreite ich über Säbel- und Schwert- scheiden hinweg, die überall den Weg versper­ren. Gleich neben ihm auf dem Schemel muß ich Platz nehmen, eine besondere Ehre; denn hier herum sitzen nur abessinische Fürsten und Heer­führer. Aber als ehemaliger Militärinstruktor unter dem großen Kaiser gehöre ich heute al- einziger Europäer zu den Geladenen. Filmartig rollt sich das großartige Bild von Meneliks To­tenmahl vor meinen Augen ab. lieber fünftau­send Menschen werden hier auf einen Ritt ge­speist. Durch die langen Reihen der Schmausen­den eilen geschmeidig Hunderte von Assalafi- oder Mundschenken, die Gäste mit Speise und Trank versorgend. Die niedrigen Tische sind bedeckt mit Noschera (Brot), auf das die Wott (Gulasch) mit großen Kellen gefüllt wird. In (Strömen fließt der starke Thötsch oder Met, der aus großen einheimischen Hornbechern oder den Brlie, das sind europäische Glaskaraffen, ge-

kerbundssatzung ausdrücklich ein Eingreifen des Rates auch dann vorsieht, wenn es sich um ei­nen Konflikt zwischen Mitgliedstaalen des Völ­kerbundes und Nickrtmitgliedern handelt. Wenn auch sicherlich England im Augenblick eine Einmischung deS Völkerbundes sehr ungelegen

tarne, so darf dieses egoistische englische Interesse angesichts der Gefahr, die Tschangtsolins Wahn­sinnstat erbrachte, nicht arlsschlaggebend sein. Der Völkerbund hat jetzt Stellung zu nehmen. Tut er es nicht, so leugnet er seine Existenz­berechtigung.

ttunken wird. Gegessen wird natürlich mit den Fingern, geschickt und verhältnismäßig ap- petttlich. Auch hierbei gib» es bestimmte Manie­ren und Etikette, welch von den Vornehmen mehr als von den eiumchen Leuten beachtet werden. Die ersten Fünftausend erheben sich,