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Meler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

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Dienstag, S. April 1927

Sefadren für das Vreuhenkabinelt

Gtaaiskrife In Rumänien? »SB*

weitere japanische Kriegsschiffe sind

Regierung nach Hankau abgesandt to:

von der

tue, wolle

worden.

olle BiS-

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Aussperrungen In Schlesien.

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nut vorüber-

Dle Äukunfl ff d tolr selbst.

Ein Bismarck-Stresemann-Bermächtnis.

Seyl auch rschangtsoun zu «anton über t

London, 4. April (Eigene Drahtmeldung., Telegramme aus Peking verzeichnen ein Ge­rücht, nachdem rin Teil der Truppen Tschangtso- lins ein G e h e i m a b k o m m e n mit den Süd­truppen geschloffen hätten und beabsichtigten, im geeigneten Augenblick zu diesen überzugrhen. Dies trägt mit zur allgemeinen Besorgnis bei.

Verstimmte Freunde.

Kursänderung des Zentrums in Preußen? (Funktelegramm,

Der Mohr kann gehen.

Absetzung des Kantonesen-Feldherrn?

(Eigener Drahtbericht.)

Schanghai, 4. April.

derj schlossen. Weitere Aussperrung

-'-m, falls keine Einigung erziel. . ...

Sperrung wird aufgehoben, wenn die Ge- die Teilstreiks aufheben.

Dem König geht es wieder beffer , Königin Marrie oder Kronprin r In zwei Monaten von den Kaniontrupp-n beseht / Auch Tschangtsolin wird .,. bolschewifrtsch /Der Feldyerr abgesetzti

in der Partei dadurch zu stärken, daß er sich die Unterstützung WangschingweiS sichert. Stach einer weiteren Meldung ist Tschangkatfchek vom Militärrat b e r ei t s a b g e s e tz t. Es sei noch ungewiß, oh der General darauf reagieren oder flüchten wird. (Einen größeren Gefallen könn- t,.t die verblendeten Kantonefen England nicht tun und einen schwereren Schlag sich selbst nicht »»fügen, als sich des fähigsten Kopses und Strategen zu berauben. Die Redaktion.)

Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17, Jahrgang

Nummer 80. Amtliches Organ der Stadt Kassel.

Kuomintangpartei, W a n g s ch i n g w e t Tie« falls b wird als ein verzweifelter Verzuch Tschang-jAussperrunf kaischeks ausgelegt, seine erschütterte Stellung werkschasten

Varls 1681 London Im Glich

London, 4. Avril. (Eigene Drahtmeldung.> Laut Preffenotiz würde Großbritannien auch allein energische Maßnahmen gegenüber der Kantonregierung anweuden. Die lauwarme Haltung des Onay d'Orsay sowie die heftigen Angriffe aus die britische Chinapolitik durch die französische radikale Preffe hätten in London peinlichen Eindruck hervorgerufen.

Anmaenvrerie: etnbetmtta« »efd>dh8an«tMn 8etlt W 4. au»w«rr « Sellbäit». anwlatn .Reilt 20 4. il-milienans. .Seile 20 4. Kl. Anz. aus Kallel b. ffiort 4 4. auSw. kl. Anz. Zeil« 20 4. Reklamen Zple 70 4. Cf tert gebühr 20 4 (bei Auf. ön dienen 50 4. vieibnunaSberrLae innert. 5 Tagen zahlbar. Sür b.Rtthna- ken aüer durib AtrnfpreAei oufaeaebenen Anzeigen wwie »fli Äuinabmebaten und Pläv« kann nicht giranneri werden. ftttt Anzeigen mit besonder» schon e- rigem Latz im Prozent Aufschlag. Truderet: LLiamtbotltrafte 2S/3O GelchäiiS- KeHt: ffiflniftbf Strebe 5. aeaenilber der Lvobrltratze kterntvrecher 951 und 852.

ei seiner Kohle - wenn auch gehend Absatzgelegenheit an Ameri­kas Osttüste. in Kanada und anderen Ländern »ezschassen, wo jetzt amerikanische Kohle ge­brannt wird. Aber die Auswirkungen des Btreiks werden selbst bei längerer Dauer für eutschland bescheiden und nicht entfern'

so groß sein Wie die deS englischen Streiks.

TschangkÄschek erklärte, er beschränke sich von jetzt an auf den Oberbefehl bei dem Feldzug gegen den Norden und stelle die Regierungsge- schäfte unter die Leitung des Vorsitzenden der

Japaner gegen Ghinesen.

Maschinengewehrfruer in Hankau.

(Eigener Drahtbericht.)

Schanghai, 4. April

Infolge eines Streites zwischen einem japa­nischen Matrosen und einem Rickschakuli drang in Hankau eine Menge von Kulis in die japa­nische Konzession ein und begann, die Läden zu plündern und Japaner auf der Straße anzuhalten. Gelandete japanische Matrosen sahen sich genötigt, mit Maschinengeweh­ren auf die Menge zu feuern, wodurch zwei Chinesen verwundet wurden. Die Men­ge wurde schließlich zerstreut. Die japanischen Matrosen bewachen jetzt die Niederlassung. Bier

_ Hannover, 4. April.

An der BiSmarcksäüle sand gestern beim Bismarcktag eine Huldigungskundgebung zahl­reicher Jugendverbände und Weiter Volks- kreise statt. Die Haupttagung wurde nachmittags im Kuppelsaal der Stadt- halle durch Oberbürgermeister Dr. Jarres eröffnet, der die Festversammlung, darunter auch die aus dem Ausland« und den uns ent­rissenen Gebieten Erschienenen und Minister Dr. Strefemann herzlichst begrüßte. Im An­schluß an ein Schreiben des Reichspräsi­denten dankte er diesem für seinen teilneh­menden und mahnenden Gruß. Das am Rhein zu schaffende Bismarckdenkmal soll uns und unseren Kindern zurufen .einig zu sein. Dr. Jarres schloß: Wie Bismarck war, echt deutsch bis ins Mark, wollen wir den Glauben Wecken und wachhalten an die deutsche Zukunft. Nach einem Hoch aus Deutschland und dem Gesang oes Deutschlandliedes führte der Vorsitzende des Bismarckbundes Wallrafs u. a. aus: An Bismarcks Größe wollen wir uns wieder bewußt werden, was Deutschland kann, wenn es von der politischen Erbsünde der Germanen, der Zwietracht, sich löst. Und das sei der Dank und das Gelöbnis des heutigen Tages; Uns nicht trennen zu lassen durch Stämme, Bekenntnisse, Klassen und Parteien, sondern zusammenzuhalten in der einmütigen Liebe, in dem einmütigen Opferwillen für das V a t e r l ü n b.

Görlitz, 4. April. (Privattelegramm.) Die niederschlestfchen Metallindustriellen haben ree gen Teilstreiks die Aussperrung eines großen Teiles der Betriebe für Montag abend be- ,en sollen fol-

Alsdann warf Außenminister Dr. Strese- mann die Frage auf, in welchem Geiste Bis­marck wirken würde in einem Deutschland der Gegenwart. Er glaube, Bismarck würde nicht verstummend resignieren in dem Erinnern an einstige Grüße, er würde ausrufen zur Tat, um wieder auszubauen, so weit es möglich ist. Die Tat, die in die Zukunft schaue, wolle ein Symbol und das Symbol solle Bis­marck sein. Bismarck wollte einmal nach 20 Jahren auferstehen und feben, was aus Deutschland geworden ist. Als diese zwanzig Jahre verflossen waren, war das Reich vernich­tet. »Nun lassen Sie uns heute das Eine sra-

Berlin, 4. April. Der preußische Mimster- vrästdent wird sich nach der Abstlmm.ingsnieder- lage im Reichstag nunmehr an den Staatsge- richtShos wenden, um dort die Frage entscheiden zu lassen, ob die Biersteuergrsetzr »er- saffungSändernd sind oder nicht Man erörtert nun lebhaft die Frage, ob die Gegensätze im Zentrum zwischen Reich und Preußen Rückwir­kungen auf die Soalitionsverhältniffe in Preu­ßen nach sich ziehen könnten Wie wir erfahren, hat die Auseinandersetzung zwischen den beiden Zentrumsfraktionen unter Vorsitz des Reichs­kanzlers das überraschende Ergebnis gezeitigt, daß das preußische Kabinett in seiner Gesamtheit sich mit der vom Ministerpräsiden­ten Braun im Plenum des Reichstages abge-

Paris, 4. April.

Ein Bukarester Korrespondent meldet über Belgrad in sensationeller Aitfmachung, Minister­präsident General AvareSeu habe in Rumä­nien einen S t a a t S ft reich vorbereitet und eine Reihe verdächtiger Maßnahmen durchgeführt. So habe er eineen Offizier mit der Leitung der Eisenbahn betraut und den liberal-« Vermal- tungSrat zum Rücktritt veranlaßt. Bratta- n u habe um Aufklärung ersucht, die Verhand­lungen seien jedoch ergebnislos verlaufen. Nie­mand in Rumänien glaube daran, daß der im Jahre 1926 eingesetzte RegenschoftSr« 1 im Falle des Todes deS Königs die Reg tert tag übernehmen könne. Daher werde auch die Frage gestellt, ob nicht die Verfassung zugun­sten der Königin Maria abgeündert werden falle. Es sei aber auch möglich, daß die politischen Parteien sich schließlich für die Rückberu- fung des Prinzen Carol entscheiden würde».

Kommt (Rumänien* König durch t

Paris, 4. April. (Eigene Drahtmeldung.) Wie das Havasbüro mitteilt, ist beim Prinzen Carol von Rumänien gestern abend ein Tele­gramm auS Bukarest eingegangen, dem zufolge der Gesundheitszustand des Königs Ferdinand der Familie keine Beunruhi­gung mehr verursache.

ßu «allein Meneftea «-»richten reiche xen wöchentlich te»«mal n-chmmaaS. Der flbonnementesrete bettäat 18: ben Monat 41 bet trete: Auftellnaa Haue, tn der ®efd>att»fteae «beebolt 1.1*1 4. Durch bte «0« monatlt* 1.- 4 meW'CRh» MnfteOuna»aebfibr Verlas und «edaknon Schlacht!>»tftraKe 2SI3U, yernforetbe: »51 und 853 Mr nnnerlanat etnaelanbte tieirräae kann bte .Re­daktion eine Verantwort«»« ober WeroSbt tn keinem »alle übernehmen. Rück- «ah!itna Seh Vemasaelde» obe: flnforüthe menen etmatan nick'- nrbnnnaemflhtan ?;f<eninaft ittaaMtMoften Pofticheckkonto Äranftort am Main Nummer R.W.

gen: Was lehrt uns die ganze Zettl" Ich glaube, sie lehrt uns das Eine, was BiSmarck von seinem Leben sagte: Arbeit und kämp­fen um Vorwärts zu kommen, lieber das Trennende hinweg die Kräfte darauf zu lenken, die Trümmer nicht liegen zu lassen, sondern neu aufbauen, das ist di« Ausgabe dieser Gegenwart. Es geht nicht mehr zu sa­gen: Wie schön war es einst. Es gilt für uns, nie Hände zu rühren für ein neues Deutsch- land. Wir waren einst auch in der Zeit der Deutschen Weltgröße die Nutznießer dessen, was unsere Väter schufen. Wir haben die Pflicht, denen es leichter zu machen, die nach uns kommen. Fragen Sie die Menschen über dem Meere: Ein großes Staunen und Bewundern geht durch die Welt, für das, waS an Lebens­kraft in diesem Volke liegt, dem man soviel ge­nommen hatte. Wir l-hen, wie hanseatischer Geist neues geschafft, um eine deutsche Han­delsflotte wieder erstehen zu lassen. Wir sehen, Die Leute, die groß dastanden, klein wieder an- kangen, um nicht unterzugehen. Wenn man dies betrachtet, dann zeigen auch diese wenigen Jahre, in denen Fieber das deutsche Volk er» fchütterte, waS wir schaffen können, wenn wir

frei von innerpolitischen Kämpfen einmal Hand anlegen,

um wieder in die Welt zu kommen. Wie ich dem Ganzen? Das ist die beste Arbeit im BiSmarckschen Sinne. Wir sehen, wie ein neues Geschlecht aufkommt, wohl nicht sonnenbeschienen wie einst vor dem Kriege. Heute ist daS Leben schwerer. Und doch, wenn eine Jugend aufwächst ohne Vermögen und wenn sie arbeiten muß, nur um das nackte Le­ben zu fristen, so ist das eine harte, aber gute Schule für jeden Menschen. Denen, die uns kränken, werden wir zurufen, daß wir Den geistigen Kamps mit ihnen aufnehmen und wir haben ihn schon geführt nicht ohne Erfolg, lieber diesem Kamps stehen die Worte: Sieg oder Unsieg steh« in Gottes Hani, der Ehre sind wir selber Herr und König! Da­ist die Grundlage der moralischen Stellung Deutschlands in der Welt. Wir glauben, dag wir ein V 0 l k d e r Zukunst sind. Lassen ! Sie uns arbeiten im Sinne Bismarcks. Wenn *e8 einen Sinn der Weltgeschichte gibt, dann

Eilmärsche aus Peking.

Füllt die Hauptstadt kampfla»?

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 4. April.

«uS Schanghai wird berichtet: Südchine­sische Truppen setzten bei Ruhu ans das Nord' User des Aangtse über, ein anderer Teil mU Artillerie bei Schingkiang. Die Chinesen er­klärten. die Südtruppen würden innerhalb von zwei Monaten in Peking sein und schrenen zu- versickstlich zu erwarten, daß die Hauptstadt kampflos besetzt werden könne. Der Bericht erstatter nimmt an, daß sich "i-ft.Prophezeiung wahrscheinlich erfüllen werde. D,e Machthaber wollen die Gesandtschaftswachen in Peking und die Garnison in Tientsin verstärken.

Amerika streikt.

Kanu Deutschland etwas dabei verdienen? Vom Reichsminister a. D. Dr. ing. Gotheim.

In Amerika stehen zur Zeit bereits 150000 Bergarbeiter von etwa zweitausend Gruben im Streik, nachdem die Bergwerksbesitzer die For­derung der Nichlannahme von Nichtorganisier­ten Arbeitern abgelehnt haben, sich auch nicht an die hohen Löhne des 1924 nach dem damali­gen großen Bergarbeiterstteik abgeschlossenen Abkommens binden wollen. Werden nach dte- fern doch in den Reichskohlengruben bis zu 7% Dollar Tageslöhne gezahlt. (31,50 Mark). Run sind aber die Mehrzahl der 7200 nordamerika- kanischen Grubenbetriebe an dieses Abkommen nicht gebunden. Sechzig Prozent der Kohlen- arbeiter und vierundsechzig Prozent der För­derung stehn außerhalb desselben und deren Löhne gehen bis zu drei Dollar (12,60 Mark, je Schicht herab ;im Durchschnitt dürften sie freilich auch da auf fünf Dollar stehen. Man rechnet nur mit einem Förderaussall von 35 v. H., das heißt, etwa 4Vi Millionen Tonnen je Woche. Außerdem sind nach den letzten starken Förderungen sehr erhebliche Vorräte vorhan­den. Man schätzt sie auf achtzig Millionen Ton­nen, denn Eisenbahnen wie Fabriken haben sich in Erwartung des Streiks gründlich e i n- gedeckt; und der Hausbrandbedars ist, da der Sommer bevorsteht, gering. Da man auf den weiterarbeitenden Gruben die Förderung noch etwas verstärken kann und die Ausfuhr drosseln wird, ist so bald keine Kohlen­no t im Lande zu erwarten. Die Ausfuhr geht in erster Linie nach Canada und mittel- und südamerikanischen Staaten. Im abgelaufenen Jahr sind erhebliche Mengen auch nach Ena. land, Skandinavien und dem Mittelmeer, aber auch nach anderen sonst von Englano beliefet» ten überseeischen Ländern gegangen.

Nach den Erfahrungen des 1924er Streiks wird man mit einer langen Dauer dessel­ben rechnen können und damit vielleicht auch mit einer gewissen Sntlastung deS SSeltkoh- lenmarktes von der amerikanischen Konkur­renz. Immerhin würde ein FörDerunzsaus- fall von 100150 Millionen Tonnen im Verlaus eines halben Jahres durch den amerikanischen Streik ein gewaltiges L0ch in die Koy- lenversorgung reißen, das freilich durch die achtzig Millionen Tonnen Vorräte, die aber nicht biS aufs letzte aufgebraucht werden kön­nen, weitgehend gestopft werden kann. Ja wenn Amerika aus die KohlenauSfuhr verzich­tet und die Förderung der weiter arbeitenden Gruben auch nur um 10 v. H. gesteigert wird, so wird man dort biS Jahresschluß nut Kohlen kaum in Verlegenheit kommen. Denn in sol- chen Zeiten und bei der unvermeidlichen Preis­steigerung geht man sparsam mit der Kohle um. Die Ostküste kann zudem englische und deutsche Kohle beziehen. Nur wenn d'.e Streikbewegung stark an Ausdehnung gewinnt, könnte sie das amerikanische Wirtschaftsleben ernsthaft bedrohen. _ , , ...

Laut Statistik betrug die Arbeiterleistung 1924 in den Weichkohlenbezirken 781 in den Anthrazitkohlenbezirken 550 Tonnen gegen 2n2 Tonnen in Deutschland. 243 Tonnen in Eng­land, 170 Tonnen in Frankreich und 158 Ton­nen in Belgien. Der amerikanische Bergbau geht in geringer Tiefe um, hat sehr günstige NebengeNeinSverhältniffe und wird der hohen Löhne wegen stark mit Arbeit ömaschlnen betrieben; die Gewinnkosten sind darüber sehr niedrig, freilich feit 1913 sehr stark - von 100 auf 198 gestiegen. Die amerikanischen We'ck kohlendistrikte liegen aber sehr weit vom Meet ab. sodaß sich Die Vorfrucht bi» zum atlantischen Hasen trotz der fabelhaft niedrigen Kohlenta- rise der Bahnen doch reckt hoch stellt. AbgAhen von solchen Ausnahmezeiten toi« der des Ruhr- einfallS und des englischen Kohlenstreiksist daher amerikanische Kohle auf europäischen Märkten nicht wettbewerbsfähig, sie stellt sich z. B. in Genua auf 8,59 Dollar - 30-40 Mark, während Cardiffkohle dort mit 22Ä> Mark angeboten wird, bei welcher Preis- stellung freilich auch Ruhrkohle dort nickt mehr konkurrieren kann. Setzt tue amerikanische Bergarbeiterunion ihre Lohnforderungen durck so ist der amerikanischen Kohle bte überseeische Ausfuhr unmöglich.

Allerdings hat Amerika oft hohe Löhne durch fortschreitende Rationalisierung menge- macht. Aber auch das hat - gerade beim Bergbau eine Grenze, die dort in Kurzem er­reicht sein dürste. Nicht aber in (Sur opa Da­bat wenn eS seine Produktionskosten und Preise nicht beträchtlich steigert die ameri­kanische Kohlenkonkurren, aus seinen wie aut dritten überseeischen Märkten nickt ernst- lich ru fürchten, gleickgiltig ob der Streik Er folg hat oder nicht. Bei längerer Dauer Win

gebenen Erklärung einverstanden erklärt hat In Zentrumskreisen herrscht deswegen eine gewisse Verstimmung und man will jetzt durch neue Verhandlungen eine Uebereinstim- mung in den wichtigsten politischen Fragen er­zielen. Es durste hierbei auch dir Möglichkeit einer

Neuorientierung der preußischen Zentrum», fraktion

erwogen werden. Wenn in einem Teile der Presse erflärt wird, daß ein Rücktritt der Zentrumsminister im preußischen Kabi­nett schon für die nächste Zeit zu erwarten sei, s, eilen diese Vermutungen den Tatsachen vor- an». Bei einer Zurückziehung deS Zentrums ans der Preußenkoalition hätten eS z. B. dir Sozialdemokraten in der Hand, den Landtag aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiben. Die preußische ZrntrumSsrattion wird jeden­falls keine übereilten Beschlüsse fas­sen. Man ist hier davon überzeugt, daß bei Neu­wahlen in Preußen eine Verschiebung der Mehrheit-Verhältnisse zugunsten der bürgerliche nn Parteien nicht zu erwarten ist, sondern daß bei der gegenwärtig im Gange befindlichen Radikalisierung der Arbel- trrschaft nur die Kommunisten von etwai­gen Neuwahlen profitieren würden. Auch der Reichskanzler Dr. Marx habe deshalb nicht aus eine Kursänderung eingewirkt.