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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 79.

Amtliches Organ der Stadt Kassel

Sorrntaq, 3. April 1927

Zwingt England Kanton auf die Knie?

London. 2. April.

e

ein verfehltes Änstrufilonsduch.

tcn lasten, sondern seine

setzen würde.

F. R.

(Eigener Drahtbericht.)

der

er:

Der schlag

Im Schweigen des Todes.

Rumänien verheimlicht den Zustand des Königs.

Kühle Köpfe in Washlnton.

Newyork, 2. April. (Durch Funkspruch.) Präsident Coolidge wünscht nicht, mit mili­tärischer und imperialistischer Propaganda der Diplomaten in China überschüttet zu werden

ungsfernämter" können den Fernsprechverkehr der angeschlostenen kleinen Aemtcr schnell der- Mitteln. Da sie ununterbrochen Dienst haben, ist dem Teilnehmer auf dem flachen Lande gleichzeitig auch die Möglichkeit ununterbroche­nen Sprechverkehrs mit außerhalb eröffnet. Die durch wiederholte Eingaben verschiedener Kreise und Bezirke oft b dämpfte Verlegung ihres Fernsprechamts nach einem zentral gelegenen Ort bedeutet in Wirklichkeit eine aanz erhebliche Verbcffcrung der Sprechmöglichkciten.

-u vermehren, wird nachoeprüft. Bei dieser Gelegenheit soll auch die Einrichtung von Au­tomobil-Netzen großen Stils in Erwägung ge­zogen werden. Hierbei würden dann die Post­sendungen mittels besonderer Autos in sämtliche Orte eines solchen NetzeS gefahren i.nd an den Autos von den Postbeamten in Empfang genommen.

Frage: Ist die Einstellung des Briekzu- 'elldienstcs an Sonntagen beabsichtigt? Mi­nister : Die Reichspost wird bemüht sein, so­weit es möglich ist, den religiösen Bedürfnissen

Madrid, 2- April.

Der neuernannte Botschafter Italiens äußerte fich gestern abend zu Primo de Rivera: Unsere Länder fönen nicht umhin, sich zu verstehen und znfammenzuwirken zum Ruben einer Politik, die nicht nur eine Mittelmeer-, sondern auch eine Weltpoli- t i k ist. Unsere Brüderlichkeit beruht auf Rea­litäten. Dieses Band darf daher nicht auf das Gefi el beschränkt hteiben. In Primo de Rivera habe ich einen sehr freimütigen und tätigen Mann kennen gelernt, der die spa­nische Seele von Grund aus versteht.

Frage: Ist eine Verbesserun Landzustellung geplant? Min .. Eine Verbesserung der Postzustellung auf dem Lande ist geplant. Die Frage, ob es möglich ist, die Zahl der Bestellgänge auf dem Lande

Der Türke hält zu Europa.

Sympathien für Chinas Freiheitskampf.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 2. April.

Der türkische Außenminister erklärte hente einem Pariser Pressevertreter: Alle die Pläne, die man der Türkei betreffend eine Gruppierung der asiatischen Mächte, die gegen Europa gerichtet fei, zuschreibe, seien absurd. Die Türkei sei zu eng mit Europa durch ihre Interessen nnb durch ihr Geschick verbunden. Wie überall, sei auch in China dem Türken eine großzügige nationalistische Bewegung sym­pathisch, aber man würde wünschen, daß diese Bewegung einen friedliche Verlauf nehme.

Gin Niesenftrelk im Gange

Aber Amerika fürchtet nichts.

London, 2. April.

Die Zahl der ausständigen Kohlenarbeiter

in Nordamerika hat sich auf ISO 000 erhöht, je­doch belaufen sich die Haldenbestände auf etwa achtzig M i l l io n e n Tonnen und die Zahl der nicht organisierten Arbeiter ist so groß, daß man eine allgemeine Wirkung des Strei­kes in Amerika nicht befürchtet.

Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang

belgische verm>l«»><ngsvor- für zivile und Militäeoviatlk enthält

Das nennen sieAbrüstung"

Deutschland soll fich keine Luftmacht schaffen. (Eigener Drahtbericht.)

Genf, 2. April.

Keine Luftmacht für Deutschland!

Line neue »Abrüstungs^-ZwangSjacke / Privat- und Militärluftfahrt aufe strengste getrennt / Mussolini liebäugelt mtt Madrid / C )ina in Englands Zange / London will nicht fich, sondern den Gegner demütigen.

.Frage: Unter welchen Gesichtspunkten wurde eine bereits im Reichstage angeschnittene Erhöhung deS Briefportos in Frage kommen? Minister: Eine Gebührenerhö­hung kommt nur im Notfälle in Frage, wenn alle anderen Einnahmemöglichketten erschöpft sind. Bis auf weiteres jedenfalls ist eine Äe- bühreneryöhung nicht beabsichtigt.

Frage: Trägt sich die Reichspvst mit dem Gedanken einer Vermehrung der Zahl der P o st s ch e ck ä m t e r ? M i n i st e r : Da schon jetzt die Ansgaben des Postscheckoerkehrs durch seine Einnahmen nicht gedeckt werden, lassen sich Ausgaben, die nicht unbedingt notwendig sind, nicht rechtfertigen.

Frage: Ist eine weitere Vereinfachung des Verwaltungsapp^rates wünschens­wert und möglich? Minister: Aus dem Wege der Vereinfachung und Verbilligung unter dem Gesichtspunkt einer kaufmännisch- wirtschaftlichen Betriebssührung soll auch in nächster Zukunft fortgeschritten werden.

Frage: Wird beim Ausbau des Kraftfahr- wesens eine Konkurrenz durch die Reichchahn in die Erschcinunq treten ? M i n i ste r: Un­ser Kraftsahrwesen wird nach Maßgabe der Mittel weiter ausgebaut werden. Ein Wett­beiverb der Reichsbahn macht sich hier und da geltend. Auch sonst wird unser Bestreben, das Pl a 11 e Land mit Kraftpostlinien zu versor­gen, in manchen Gegenden noch stark durch pri­vaten Wettbewerb beeinträchtigt. Wir müssen den Ausfall auf unrentablen Strecken durch rentierende Linien wieder einbringen.

Frage: Wie steht es nun mit der Durch­führung des Selbstanschlußbetriebes in den Städten und auch aus dem flachen Lan­de? Minister: Unser Plan sieht die vollständige Betriebsumstellung innerhalb eines Zeitraumes von zehn bis zwölf Jahren vor. Die Automatisierung in allen Bezirken Deutschlands soll möglichst gleichzeitig vor sich gehen, d. h., daß nicht einzelne Kreise oder Be- zirke bevorzugt werden. In Verfolg dieses Planes werden 1927 mindestens zweihundert kleine Ortsnetze und darin etwa fünfzigtausend Teilnehmer Selbstanschluhbetrieb erhalten. Die sehr hohen Kosten müssen sich natürlich nach dem Stande der jeweils verfügbaren Haushaltmittel richten. In solchen Fällen, in denen der Selbst­anschlußbetrieb im Interesse der Beteiligten und auf deren Wunsch ausgeführt werden soll, muß daher die Reichspost einen Zuschuß in Höhe von mindestens hundert Mark für jeden bei der Betriebsumstcllung vorhandenen oder angemeldeten Fernsprech-Hauvtanschlutz erheben. Mit der Automatisierung ist dann die Möglich- leit des ununterbrochenen OrtssprechverkehrS gegeben. Wichtig ist auch, daß beim Fernver­kehr (Verkehr mit anderen Orten), eine Reihe kleinerer Fernsprechvermittelungsstellen bei der Einführung des Selbstanschlußbetriebes bei zen- tral gelegenen größeren Aemtern zusammen« gefaßt werden sollen. DieseUeberwei-

Arbeit, Brot, Wohnungen. Steuerschonung sind nach wie Vor das A und O aller Regie- rungsweisheit, zu der freilich Schatzmeister Köhler ein düstres Leittm-tiv schrieb, als er mit Gerichtsvollzieher und Staatsanwalt für rückständige Steuerzahler drohte und für die der Reichstag die zwangsläufige Devise ausgab. Bresche in den Hungerturm der DaweStrt- bute zu legen, für den der deutsche Arbetter Jahr für Jahr höhere Milliarden erfronen muß. Allerdings dürften Schacht-Stresemann wegen dieser und anderer Schicksalsfragen ves Volkes ohne Raum zur Stunde wohl vergeb­lich an verschlossene fremde Tore Pochen, hinter denen die Henker von Versailles jetzt die Waf­fen gegen China schleifen. Man ist scheinbar nicht gesonnen, dem Bolschewismus kampflos die im Reich der Mitte geopferten Millionen und fetten Pfründe zu überlassen und glaubt, das schon heute geeinte 400-Millionenvolk durch den Donner der Schiffsgeschütze und Flieger­bomben einschüchtern zu können, ein Wagnis, das sehr leicht nicht nur Me fiebernden Instink­te deS gelben Zyklopen, sondern auch die noch schlafenden des indischen Nachbarreiches und her afrikanischen Völker dazu schon jetzt aufzupeit­schen und zum Ausbruch bringen könnte. Ob

Domige Pfade.

Kritische Momente drinnen und draußen.

soloende fünf Verpflichtungen, denen die deut­sche Delegation bereits zugestimmt bat: t. Di» staatlichen Stellen für Zlviiaviatlk find vo, denen für Militäraoiatik vollständig zu trennen. 2. Bei dem Bau von Verkehrbslng. zeugen dürfen keine staatlichen Bor­christen für ihre llmwandluna in Militär- lupzeuge gemacht werden. 3. Die Staaten dürfen nicht bei den Gesellschaften besonders militärisch geschultes Personal verlan-

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Prag, 2. April. (Eigener Drahtbericht.) Das tschechische Armee-Jnsttuktionsbuch soll laut Pressenotiz neu herausgegeben und Vas alte eingezogen werden, wodurch dem Wunsche der deutschen Regierungsparteien entsprochen wird, welche die bisherige Ausgabe vom nationalen Standpunkte ou6 als verfehlt ansehen.

Machtansprnche am Balkan gegenüber Musso­lini durchzudrücken suchen, sodaß sich Cham­berlain auch hier wieder zwischen zwei Stühle

Belgrad, 2. April.

Die rumänische Regierung hat umfassende Maßnahmen «troffen, um zu verhindern, daß Nachrichten über das Befinden des Königs in in das Ausland gelangen. Die Telephon- und Telegraphen gen für ist so streng, daß sogar die rumänischen Provinzen über die Erkrankung des Königs noch nichts erfahren konnten.

Wien, 2. Apr.l. (Privattelegramm.) Ein Blatt meldet aus Bukarest: Das Befinden des Königs Ferdinand hat sich to iter verschlim-

_ Wer Augen hat zu sehen und Ohren zu hören, dem wird es nicht entgangen sein, daß trotz des leichten Abebbens der Arbeitslosen- flut, trotz des unleugbaren Konjunkturauf- fcbwungs der Wirtschaft infolge der Handels- abschlüsse mit Frankreich usw., daß der fana­tische Bruderhaß zwischen den Parteien durch die blutigen Rencontres in Berlin jäh empor­geflackert ist, daß hie Lohnkrisen sich zum Te:l noch verschärft haben und die Mißstimmung bei den enttäuschttn Opfern der Inflation und des Weltkriegs, die Radikalisierung der breiten Massen überhaupt in bedenklichem Maße ge­stiegen ist. Den Stein des Anstoßes bilden hier vor allem Invalidenversicherung u,:d Arbeitszeitnotgesetz, in denen eie Arbeiterschaft sich benachteiligt fühlt und die Linksopposition demagogisch für sie Sturm bläst, um sie nickt ins Lager der Sowjetjünger abwandern zu lassen. Zu den Unzufriedenen gesellen sich auch die Kleinrentner, für die das 25 Millionengeschenk der Regierung mit einem Monatszuschuß von etwa 5 Mark pro Kopf nur einen Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und für die das versprochene Klein- rentnerversorgungsgesetz statt der peinlich empfundenen Almofenbettelei noch immer eine Fata Morgana ist. Nimmt man noch dazu die soeben im Reichstag mit Einsatz aller Kräfte mühsam erfochtenen Abstimmungs- sieae beim Finanzausgleich, den die Länder und Gemeinden als Eingriff in ihre Souveränitäts- und Selbstverwaltungsrechte betrachten, so läßt sich der Wunsch nicht unter« drücken, daß die Verantwortlichen Hüter von Staat und Wirtschaft noch intensiver als bis­her auf einen gerechten Ausgleich der hart um ihre Existenz ringenden Wirtschafts- und Volksinteressen bedacht fein möchten.

Ein amtlicher Funkspruck bestätigt nockMals die in Nanking verübten Chinefenüber- fltiffe: Plünderungen des amerikanischen Kon­sulats und der Ausiändergebäude, Zerreißen des Sternenbanners usw. Weiter heißt es: Ein amerikanischer Zerstörer wurde gestern bei Schanghai mit Gewehrfeuer beschossen Die Amerikaner erwiderten das Feuer mit Kanonen und Maschinengewehren. Eine starke japanische Kriegsschisssdivision ist in der Nantsemündung eingetrossen.

London, 2. April. (Eigener Drahtbericht.) An Den heutigen Kabinettsberatungen nahm n. o. der Ches Der ßuftftreitfrnfte teil. Die Truppenzahl in China wird für genügend erachtet werden. Die Regierung will jedoch den Kantonesen zeigen, daß es eine Grenz gibt, über die hinaus sie nicht gehen können und daß Großbritannien eine weitere Demüti­gung nicht zulassen kann.

Geht Kanton daraus ein?

DaS Sühne-Ultimatum der Mächte für Nanking (Eigene Drahtmeldung.)

London. 2. April.

Laut Pressenotiz dürste die britisch ameri- kanisch-japanifchc Rote an die Kontonregieruttg folgende Forderungen enthalten: Bestrafung .r bei den in Nanking begangenen Verbre­chen Beteiligten, finanzielle Entschädi- g u n g für das Leben Der Getöteten und Ver­letzten sowie für den Schaden an fremdem Eigentum, eine Entschuldigung von Seiten Der KantonbehörDen einschließlich der Offiziere sowie die Ehrenbezeugüng des Militärs vor den Nationalflaggen der Mächte

DlockaSe oder neues Blutbav?

Wie man sich dieBestrafung" KawonS denkt.

Londoit, 2. Avrrl.»

Die Blätter schreiben, daß die Blockade der chinestschen Küste im Ernstfälle kaum Erfolg haben Dürfte ohne Mitwirkung der andere» Mackie. Sie könnte von juristischen S ch w i e - rigkeiten sowohl jn ie r» a> i onaler als ckuch parlamentarischer Art begleitet fein. Vor allem könne sie Unschuldigen Leiden ver­ursachen. Es werde oaher eingetreten für rasche, kurze, scharfe Bestrafung der verantwortlichen Kantonbehörden. Man könne fick solche Maßnahmen in Anbetracht der mo­dernen Flotten- und Luftkräfte sehr leich! vorstellen . . . Die Machen in Peking und Tientsin sollen nötigenfalls verstärkt werden.

*

Schickt man Tfchanskaischek in die Wüste <

Schanghai, 2. April. (Durch Funkspruch.) Es geht das Gerücht, der Oberbefehlshaber der nationalistischen Truppen, Tfchangkaischek, sei deS Oberbefehls enthoben worden.

Dlepost wirb modern.

Unser Mitarbeiter beim Reichspostmlnister.

Reichsooftmlnister Dr. Sch Stiele bat »»seren Berti»« Mitarbeiter i» liebeaerotirblset Weife - '» seine 3ulunflävldne eiugeroeibt nnb dabei

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neue: Kölnische eirafte 5. aenenübet der Tvobrltraße. fternfprerfiet 951 und 952.

und will das Versprechen halten, an keiner militärischen Aktion gegen China teil­zunehmen.

Wir England Barte gewinnen will.

London, 2. April. (Eigene Drahtmildung.) Sin frankreichfreundlickes Blatt erinnert mit den WortenUnsere Freunde in Frankreich" 4m den bedrohlichen Zustand der französischen Vertei­digungsanlagen in Schanghai. Das Interesse der Franzosen und ihre Ehre hingen alle von dem gemeinsamen VerteidigungSwerk ab.

Diktatoren unter sich.

Mussolini wirbt um Spaniens Hand.

(Eigene Drahtmeldung.)

und JugoslaviensIin die Zivilaviatik vermeiden. 4. Keine finanzielle staatliche Unterstützung auf strategische, aber nicht wirtschaftlich« Fluglinien.

mert Das Fieber stieg um ist Uhr abends auf

39,5. Tie gesamte königliche Familie ist im

. . ------ firni!fj'-t?;»i;ner des Königs versammelt. In

gen und Abkommandierungen solcher FliegerIBukarest herrscht überall Ruhe. 1

Jo.hn Bull in raschem Entschluß die giganti­sche Kraftprobe mit Moskau nun doch schon jetzt ans fremdem Boden erzwingen will, ehe seine Kolonialreiche an allen Ecken und Enden in Flammen ausgehen? Ob der Chamberlaintrick gelingt, Japs, Ranker und Franzosen noch ein­mal unter dem Vorwand der Chtnesengreuel an Weißen, in seinen Krieäskarren gegen . .. Mos­kau einzuspannen?

Diese günstige Konjunktur zur Erledigung seines Todfeindes und Volksaufwieglers in lieberfee wird sich dem skrupellosen Briten nie wieder bieten. Und wenn eines Tages die 28-Zentimeter-Sckifssgranaten wieder in wehr­lose Chinesenhaufen schlagen . . . Wer wird sich darob empören, solange dieGroßen" die Par­tie unter sich spielen und dem Völkerbund der Mund verboten ist? Wird die Weltgerechtiakcii vielleicht, früher als man ahnt, auf diese Weise dem deutschen Adler die Flügel wachsen lasten zum Flug in Freiheit und neues Morgenrot? Denn er wird doch nicht etwa treu und brav im Käsig hocken bleiben, wenn die Tore sperr- anaelweil offen stehen und die Wächter in Ge­schäftenüber Land" sind? Zweifellos ist das Kriegsfikber tm Themfckabinett zur Stunde bis zur Psychose aestiegen und Minister und Presie werfen alle Angeln und Leimruten aus, um namentlich Tokio. Washinaton und Paris av? der abwartenden Pastiviiät herauszudrSnacn Allerdings würde sich Marianne zu schärferen unabsehbaren Sckritten nickt nur um Jndochi- naS und Tommys schönen Augen willen verlok-

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