Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 74.
Dienstag, 29. März 1927
Amtliches Organ der Stadt Kassel.
Kantons Hem marschieren auf Wing
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London, 26. März.
General Dschang-Kai-Schek crfiörte einem Londoner Pressevertreter, seine Absicht sei, auf Peking zu marschieren. Zwei Armeen stün- den bereit und General Feng werde aus der Mongolei an der Spitze einer Armee von zweihunderttausend Mann den Vormarsch nach Peking beginnen. Die Santonefen würden kei- nerlei Kompromitzvorschläge anneh. men und seien im Prinzip gegen jede Feino- seligkeit gegenüber den nichtkriegführen. den zahlreichen Ausländern.
Ehlnu den Lhinesen!
Massenkundgebungen ohne Zwischensälle. (Funkdienst)
Anklagen auf der Kanzel.
Der Pfarrer beschuldigt. Fede gegen die Polizei. lDurch gunffprud))
Berlin, 28. März.
Auf Grund einer Anzeige auS dem osthavelländischen Dorfe SSnigShorst, worin der Verdacht ausgesprochen wurde, daß der dortige Ortspfarrer Schnoor im Dezember 1918 seinen Schwager vorsätzlich erschossen habe, wurde der Pfarrer nach Berlin geholt, vernommen und durfte nach zwei Tagen wieder zurü-kkehren. Im lebten Gottesdienst der Gemeinde erhob der General- fuperintendent Dr. LibeliuS scharfe An- griffe gegen die Polizei. Der Berliner Polt, zerreferent Weist wiederum, hat diese Borwürfe auf das entschiedenste zurückgewiesen.
Schanghai angekommen find. Damit gelten sämtliche Ausländer, die stromaufwärts von Hankau wohnten, als abtransportiert.
Schanghai, 28. März. (Funkdienst.) Das 1. Devonshire-BataiUon ist hier eingetroffen, ebenso ein Flugzeugmutterschiff.
Don Engländern entwaffnet.
Schanghai, 28. März. (Funktelegramm.) Gin britischer Zerstörer entwaffnete gestern Chinesen, die einen britischen Dampfer beschlagnahmt hatten und setzte sie an Land. Drei Offiziere wurden zurückgehalten.
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Die Franzosen in höchster Gorge.
28. März. lPrivattclegramm.) Gin Straßburger Blatt meldet aus Paris: Die Telegramme aus China kündigen den allgemeinen Sturm auf die französischen Niederlassungen an. Samtl.che französische Kriegsschiffe sind durch Funksprüche von hoher See nach Schang- har beordert worden.
Der Nuf nach dem Staatsanwalt.
Nach dem Landtagsskandal in Sachsen.
(Privat-Telegramm.)
Dresden, 28. März.
Ministerpräsident Heldt hat aus Anlaß der kürzlich berichteten Skandalvorgänge im Landtag bei denen der Altsozialist Bethke tätlich' angegriffen wurde, dem Landtagspräfiden- ten u. a. geschrieben: „Das Gesamtministerium ist der Auffassung, daß die drei kommunistischen Abgeordneten Schreiber, Rocher und ®(eNe* sich des «ergehens der schweren Nötigung, gegebenenfalls sogar des ver- suchten Verbrechens schuldig gemacht ha- oen. Sie find durch ihre Immunität als Abgeordnete nicht gedeckt, da der Angriff auch verfassungsmäßig nicht straffrei ist. Fm ,taatSintertflt ersucht das Gesamtministerium, die Strafverfolgung gegen die drei Abgeordneten beschleunigt zu genehmigen.
Amtliches Organ der Stadt Kaffe!. 17. Jahrgang
Rjflem ileucflen rtachnchreo eridtt'ntn wöchentlich ledjeimiii nadimtttage. Sei Äbonnementevrete beträgt füi Öen Mon«, 2.- X bei tretet -tuttellung tu« Hous, tn bet Betchattsstelle tbaeboli i>hi X. Durch die Sott monatlich 2.— ot 4U»>d)l,eftltd> .SufteBunaeaebübt - Berlaa und tßebaktton Schlachtbotttrane tP/SII. >>erntorecher »51 onb »52. ftflt unorrlanat etneefanbte tHe'träae kann die Redaktion eine Berantwonnno oder ISeroäbt in keinem Halle übernehmen. Rück» i >hlitna beb #texna8aelbe» ober Änforütbe weiten etroataet nicht orhnnna8nt8ftiaei t’iefmtn« 'N anSa-tchioNen Votttcheckkonto Äranffort am Main Nummer NliN.
Geräumte Städte.
Schanghai als AuSländer-Asyl.
(Eigener Drabtbericht.)
„ _ Schanghai, 28. März.
Neununddreißig Amerikaner, zweiundzwanzig Frauen und sechs Kinder aus Nanking wurden heute von einem amerikanischen Zerstörer gelandet. In Nanking herrscht Ruhe. Die Ausländer wurden unter dem Schutz k a n - tunesischer Soldaten »der in Begleitung nnnefischer Freunde in daS Ufer gebracht.
London, 28. Msirz. AuS Schanghai wird gemeldet, daß fünf Dampfer, die fünfhun- dert Ausländer an Bord habe«, in
Munghai, 28. März.
Der gestrige Sonntag ist ruhig verlaufen, obgleich in der Thinesenftadt eine Massen- Versammlung abgehalten wurde, an der die Oberbefehlshaber teilnahmen. ES wurde die sofortig« Rückgabe der ausländischen Niederlassungen in Schanghai gefordert und ein neuer Generalstreik befürwortet. Bei den anschließenden Demonstrationen kam eS zu keinen Zwischenfällen.
zu feiner Ware kommt. Ueber Haupt ist man in allen Branchen auch in den Zahlungsbedingun- gen sehr kulant. War früh» das Vier- Wochenziel das Uebliche, fo werden heute Abschlüsse getätigt, die die Zahlung bis zu etnem vollen Jahr verteilen. In der Messe der Bijouterien fällt sehr schöner Psorz. bermer und Kreuznacher Schmuck auf Das Kunstgewerbe ist mit guten Sammelausstellungen aus München, Wien und Salzburg vertre- ten, auch mehrere deutsche keramische Manusak- turen zeigen Qualitätserzeugnisse. Richt eben groß ist die Auswahl in der Papiermesse dagegen hätte jedes Kind an den wundervollen Lpielsachen seine Freude, die in Hunderter- lei Formen und Arten Vorbanden sind. Auch mechanisches Spielwerk und Musikinstrumente t.lnu),te!8toert angeboten. Gan, ansgezeich. net ist dagegen die moderne Bürotechnik vertre. ten. ES gibt wohl fein bsiroteckmischeS Hilfs- mtttel das auf dieser Qualitätsschau nickt zu sehen wäre, anoefanaen bei den verschieden- artigsten Karthoteksvstemen bis zu den k»mpli. -lertesien Rechen, und Buchbaltungsmasckinen. Die R e i ck s p o st zeigt in einer großen Ipe- zialschau rbre technischen Einricktunaen. die in affen 3ioeipen dieses weitverzweigten Bettie, bes sich alle Errungenschaften der modernen
Das nächste Ziel: Xstngtau.
Rotterdam, 28. März. (Eigene Drahttnel- oung.)^ Die Reuter-Agentur meldet heute Montag früh: Die Kantonarmee ist weiter im Bor- MMsch begriffen. Das näcksste Ziel ist Tsingtau, das tue Bahnlage nnid) Peking beherrscht.
Drohende KanonmschM^de.
Wie Japan seine Laudeskinder schützt.
(Eigener Drahtbericht.)
London, 28. März.
Ein Blatt meldet aus Tokio, daß, abgesehen von der bevorstehenden Entsendung weitere japanischer Kriegsschiffe nach Tfingtau und Schanghai auch vier Vianzerkreuzer, fiebzehn Kreuzer, neunzehn Zerstörer und sieben Unter- seeboote eine Kreuzfahrt entlang der chinefischen Küste unternehmen. Im übrigen steht der Besuch einer zweiten mächtigen Flotte in den Häfen zwischen Amoy und Macao im Zusammenhang mit dort stattfindenden Manöver«.
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<8ine Seeschlacht zwischen Svinesenkreuzern.
Paris, 28. März. (Eigene Drahtmeldung.) Rach einer Meldung aus Schanghai hat der Kanton-General Tschangkelschek den ver- tretet« der Mächte ein Memorandum überreicht, in dem er die Abschaffung der Sonderrechte «nd der ungerechten Verträge fordert.
Armes Maß!
Wie PoincarL ihm die Seele rauben will.
Der französische Kamps gegen die deutsche Sprache im „befreiten" Elsaß-Lothringen geht weiter. Die gleißnerifchen Worte PoinearLs, daß die Kinder am Ende der Schulzeit ihre Muttersprache mündlich und schriftlich fließend beherrschen müßten, waren eben „ein ganz gewöhnliches französisches Ministerversprechen von der Sorte, von der wir schon ein paar Dutzend im Schrank unserer Politik liegen haben" — tote sich die Straßburger „Volksstimme" bitter, aber zutreffend' ausdrückt. Als nun auch kürzlich der neuernannte Unterrichtsleiter für das Elsaß, Professor P f i st e r, erklärte, in den „glücklichen Traditionen" seines Vorgängers in der Sprachen- und Schulpolitik nichts ändern zu wollen, hat ihm sein Landsmann, der Pfarrer Helm- linger, In einem offenen Bries wie folgt geantwortet:
„... Wollten Sie im Ernst die Traditionen des Herrn Charlöth fortsetzen?" fragt Pfarrer Helmlinger. „Das jetzige Schulsystem kann wohl eine kleine geistige Elite heranbilden, welche perfekt französisch sprechen kann, aber für die große Masse unserer Schuljugend bedeutet diese Methode nichts anderes als geistige Verkrüppelung und Verkümmerung. Für die sittliche, kulturelle und religiöse Hebung der Menschheit ist und bleibt die Muttersprache das f wirksamste Organ. Glauben Sie, daß matt in unserem Lande diese allgemein gültige Wahrheit dauernd mißachten könnte, ohne die schwersten Gefahren für das geistige Wohl unseres Landes heraufzubefchwören? . . . Seit 1924 stehl mein Bruder im Dienste der Pariser Missionsgesell- schaft in Französisch-Kamerun. Ihm ist die Ausbildung eingeborener Hilfslehrer anvertraut. Er bedient sich dazu nicht etwa der französischen, sondern der Duala-Sprache, die er unter vielen Schwierigkeiten erlernen mußte. . . . Ich frage Sie, Herr Rektor: Wollen Sie daran schuld fein, wenn manche Elsässer behaupten, In ihrer Menschenwürde sogar unter die Neger ernt e b r 161 zu fein ? . . . Wollen Sie, ein Elsässer, dazu die Hand reichen? Glauben Sie, daß in dreißig bis vierzig Jahren das Elsaß ein lein und ausschließlich sranzöstsch sprechendes Land sein wird? Wenn Sie das für möglich halten, so glauben Sie das Unmögliche. Die Geschichte lehrt unS, daß so etwas unmöglich ist. Verzichten Sie deshalb daraus, das Unmögliche zu wollen! Sie, der wie sonst niemand die Ge- J schichte unseres Landes kennt, müssen wissen,
Än»etaenp reife: IStnbetmiftbe SefdiäftSa tuetaen Hetle Sn j. auswärtige Geschäft«, anzeigcn Seife 20 4. Kauuüenan». .Reite 20 4. Kl. »m. aus Staffel b. Wort 4 4. »nero, H. «n,. Seife 15 4. Reklamen Seife 75 4. Qffertgebübr 20 4 (bei Zuf. 4er Ctferten 50 4. Rechnungsbeträge innerh. 5 Tagen lablbar. Siir b. Richtigkeit aller bar* Sern Brecher auigegebenen Änteiaen forme »üi Auinabmedaien uns Blase kann nicht garantier: werden, ftßr Anzeigen mit bewnderS fchwie- rtaem Satz llWi Pronin Auffchfag. Druckerei: Schfachihoiftrabe 2H/*k Gefchäfls- fteHe: Kölnische Strafte 5. gegen über der Svohrftrafte. Sernfvrecher 951 und 953.
daß die Pflege deutscher Eigenart und deutscher Sprache für die Elsässer kein Hinderungsgrund zu sein braucht, treu und loyal die Pflichten eines französischen Bürgers zu erfüllen.
Versstndigen Sie sich nicht an unserem elsässischen Volkstum! Geben Sie uns keine Ver- sprechungen! Handeln Sie als Mann, als Charakter! Treffen Sie Ihre Entscheidungen nicht nach den Weisungen einer ganz falsch beratenen Regierung, sondern als objektiver Gelehrter, als weiser Staatsmann, als empfindender Mensch! Ordnen Sie an, daß unsere Muttersprache gebührend ge p f l e g t und insbesondere im Religionsunterricht der Volksschulen überall gebraucht wer- de, wo deutsch gepredigt wird. . ."
Bezeichnender als dieser Brief, der zweifellos dem Empfinden der Überwiegenden Mehrheit deS Lande« entspricht, ist ein Schreiben von drei Abgeordneten, tn dem diese daS im Wahl- kampf immer wieder hervorgettetene Miß« 1 r a u en gegen die Versprechungen der Regierung Poincark diesem selbst vorhalte«. In seiner Antwort manövriert dieser damit, daß „die elsässischen und lothringischen Dialekte dem Deutschen benachbart, aber vom Hochdeutschen doch soweit entfernt seien, daß dieses „teilweise wie eine neue Sprache zu lehren ist"!! sodaß selbst ein sehr devotes Blatt urteilt: „Der Laie hat den Eindruck, daß da ein halbes Dutzend Schreibmaschinenseiten zusamengeschrieben Wut- den, um möglichst nichts zu sagen." Die Pariser Hartnäckigkeit, auf dem falschen Wege zu beharren, hat selbst so patriotisch-französische Blätter wie die Straßburger „Republiaue" in Harnisch gebracht. „Nichts als leere Worte in höflicher Fassung. „Wir müssen eS uns also gesagt fein lassen: PariS will nicht. Es will die deutsche Sprache auSrotten, eS will auf die Gefahr hin, das Analphabetentum in Reinkultur zu züchten, eine Fremdsprache ein führen, die in hundert Fahren trotz all dieser Versuche noch eine solche sein wird . . .• Die Kommentare dieser nationalistischen Presseßimmen sprechen für sich selbst.
steht der Beschauer entzückt
ob der Fülle des kostbaren Materials, das von der Rohseide bis zum feinsten Damast in allen Farben die reiche Skala des Seidenwebers um- iaßt. In der Textllmrffe ist überhaupt der französische Aussteller stark vertreten. Er kommt mit Fertigware (Kleider, Wäsche! sowohl, wie mit Stückware (Futterstoffe, und den neuesten Pariser Schaufenstermodellgruppen. Sehr stark bestimmt den Einschlag der Textil- meffe die Wollmode unserer Damen, ebenso werden leichte Sommerkleider und Mäntel oft gefragt. Sehr stark war das Gesckäst in den ersten Messestunden in Burschen- und Jünglingskonfektion, auch Wäsche für Herren und Damen fcheint im Mittelpunkt des Interesses zu stehen. Auch der schon so oft für den Alltag t otg efagte Seide« st rümpf will seinem wilderen Bruder aus Halbwolle und Baumwolle noch nicht den Platz abtreten. In der Achuhmesse fehlen die großen deutschen Fabrikanten fast ganz Sie sind noch durch Beschlüsse ihrer Fackverbände an der Beschickung der Messen verhindert. In größerer Anzahl sind dagegen die Grossisten gekommen, vor allem aus Offenbach und Pirmasens. Neben dem soliden schwarzen Sttaßenschuh wird auffallend viel Lackleder angeboten, auch Straßenschuhe in beige, grau, aprikos, neuerdings auch für Herren, warten der Käufer. Die Preise sind ziemlich fest, während sie für Lederwaren langsam abbröckeln. Die großen La- gerbestände bei den Fabrikanten und der drin» geiwe Geldbedarf tun ihr übriges, sodaß der
Einkäufer ziemlich preiswert
Ein guter Anfang.
Ein Rnndgang durch die Frühjahrsmesse. 1 (Von unserem Frankfurter Mitarbeiter.)
Der in den letzten Wochen ei tt getretene Nm- fchwnng jnr Beflernng «vermehrte Aufträge. Arbeiwloienrnlkgangf, die allerdings in n rohem Optimismus kein Anfatz fein darf, macht sich auch im Berlans der deutschen SrLÄahrs- ntcfTen neltenb, die von jeher das fein ft re-n- ktrierende Wirtfchaitsbarometer gewesen find, ww ans dem folg. Ueberblict übet die gestern eröffnete frankfurter Srühjahrsmesfe ersichtlich. Gegen die vorige Herbstmesse, die für das verhältnismäßig junge Frankfurter Unternehmen einen Tiefstand und eine harte Existenz- Probe bedeutete, haben die Ausstellerzahlen, die sich in den Meßhausern um die Festhalle gruppieren, rund dreißig Prozent zugenommen, wobei die Aussteller der beiden großen Souder- schauen Bürotechnik und die Neue Wohnung und ihr Innenausbau außer Ansatz geblieben sind. Eine sehr starke Zunahme gegen den vorigen Herbst weist die T e j t i I m e f f e auf, sehr gut beschickt sind auch die Abteilungen Lederwaren, Spielwaren, Glas und Porzellan, Kunstgewerbe und Möbel. Die Einkäufer finden wieder alle Aussteller ihrer Branche zusammen und können sich so ein klares Urteil über Preise und Qualität der Ware durch einfachen Vergleich bilden. Hauptzweig der Frankfurter Messe war stets die T e r t i l b r a n ch e. Sie dominiert auch in diesem Jahre unter allen Ausstellern und bringt unüiberschbare Fülle von Stück- und konfettio.- nicrter Ware in jedem Genre, wobei allerdings gemäß der Kaufkraft der Bevölkerung billigere und mittlere Qualitäten im Vordergrund des Interesses stehen. Vor der Ausstelli-ng der Lyoner Seidenwebereien und des deutschen Verbandes der Krefelder Seiden- und Plüschverarbeiter
GewiNerschwaie In GHangyai.
Washington, 28. März. (Durch FuiUspruch.f Der letzte Bericht des Admirals Williams bc- .zeichnet die Lage in Schanghai als sehr gespannt. Gestern wurden weitere amerikanische Streitkräfte gelandet, um die internationale Niederlassung gegen drohende Ausschreitungen des Pöbels zu schützen.
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Dringen öb Chinesen ein?
Die Weißen in der Schanghaihölle.
Zürich, 28. März.
Em Mailänder Blatt meldet aus Schanghai: Die neu gebildeten Sowjets haben die Arbeiterschaft zum Teil bewaffnet. Tic Lage wird stündlich schlimmer. Die Niederlassungen sind ><»um oi.'f die Dauer zu verteidigen.
Paris, 28. März. (Eigene Drahimeldtmg.) Hier ist ein dringender Hilferuf aus Schanghai angekommen. Die Niederlassung sei nicht vertei- dtgungsfähig und der Andrang bewaffneter ^htnesen bedrohe unmittelbar die französischen Niederlassungen. Gegebenenfalls sollen Schisss- gefchütze wie in Raming Eingreifen.
Die Kantonesen wollen vergessen.
London, 28. März. (Eigene Drahtmeldunq.j Nach einer Reutermeldung aus Schanghai handelten bet der Räumungsaktion in Nanking die Javaner felbständig und beteiligten sich n i ch t and er Beschießung. Ter Kanton- General Pattschunghsi bezeichnete in einer vor Journalisten abgegebenen Erklärung die Angelegenheit von Nanking als „erledigt". Es handele sich hier um einen Einzelsall.
China macht sich frei!
Auch Peking soll sollen , Drei Kanton-Armeen auf sie Hauptstadt angesetzt Japans Niesenfloite kreuzt vor der Küste / Kanton als Freiheitsptonier. Werden die weißen Truppen überrannt? / Abgeordnete vor dem Staatsanwalt / Kirche gegen Polizei.
Schanghai, 28. März. (Äabtltdegramm.) Er« Kreuzer der Nordiruppcn der sich hinter einen britischen Kreuzer versteckte nahm gestern einen Kantonkreuzer unter Feuer, der dreimal getroffen wurde. Schließlich verfolgten zwei Kantonkreuzer den Angreifer mtd verschwanden in einer Rauchwolke.