Einzelbild herunterladen
 

Wer Nmste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kaffeler Abendzeitung

Amtliche« Organ der Stadt Raffel. 17. Jahrgang

Sonntag, 27. März 1927

Amtliches Organ der Stadt Raffel.

Nummer 73.

Alle Welt huldigt heute Beethoven

Nanking soll büßen

Der unsterbliche Meister.

England beugt sich vor Beethoven« Größe London, 26. März «sie Blätter veröffentliche« anläßlich bcc hundertsten Todestage« Beethoven« Bilder deS Äeifter« und Würdigungen seine« Werkes. Em Blatt schreibt: Wohl kein anderer Man» hat je die Menschheit durch fein Werk so bereichert wie Beethoven. Bon allen große» Tondichtern ist Beethoven der gewesen, der am beständigsten weder Vermögen noch Beifall suchte, sondern die Treue bei Ausdrucks und die individuelle

müssen.

Aber die Dalkanminen bleiben gelegt und

depnrtement von Mißhandlungen zahlrei chcr Amerikaner, darunter auch Frauen durch Kanton-Soldaten in Nanking. Sämtliche ame­rikanische Dtisstonen und Heimstätten seien kürz- t worden.

es., gifteln Htacttc» #<a»n»«n et14tntn wSchenUich 'echemai natbrnittas» Der «bonnemt Hievtet» btrtäei fttt btn Sionat 3.— X bet frtiti Jtaftennno ,ng e>"ue tn <8efd>illt»fttat abaebolt lj*l X. Durch bte «oft ।monat(td) äU»'ch> ekiich ,Httfftllunj#arbüb> «erlag and «ebattton $d)ljd>tborftrif« .terninrediet *11 und ällr nnntrlanw etnflelanbte «ettrflge kann bie Sie. >ifnon eine «etdntroonnne ober WeroSbr in keinem Halle übernehmen. iHüd« ohinna «e,i,asaelde» ober ilnterOAe weaen etmataer nt*’ frbnttn«emifht«n ÄJr-« «Ä" »»ftr^dfonto Hr.nffart am MUn Nummer M*).

Kriegs > .

nesen mit Feuer — .

Stadtteil zusammen. Marinetrupps stürmten einen Berg, um ihre Landsleute zu

Schönheit, die der Leitstern de« wahren Künstler« sein soll.

Denn er war unser!

Wie Oesterreich seinen größten Sohn feiert (Prtvat-Telegrarrm.)

Wien, 26. März.

Ganz Oesterreich sieht heute, am hundertsten Todestage Beethovens, tat Zeichen des größten deutschen Meister« der Tonkunst, «lle amtlichen un zahlreiche Privatgebäude haben geflaggt. Fn den Schulen werden Gedenkfeier« abgehal ten. Reben Artikeln und Telegrammen au« al­ler Welt bringen die Blätter Aeutzerungen wie die des Reichsministers e. Ä e u b c i I: Beet ho ^,e«-Gedenkfeiern find seit längerer Zeit wieder ein großer nationakerFeiertagdes gan­ten deutschen Bofle«. In Beethoven« Musik erlebt da« deutsibe Volk über staatliche Gren­zen Weltanschauungen und sozia'e Schichten hinweg, die heroische Form sei«« eige­nen Wesens.

Auf Fememord steht Tod.

Da- vierfache Todesurteil im WilmS-Prozeß heute mittag bestätigt.

Berlin, 2S. März. (Durch Funkspruch). Im Femeprozeß wurde« die Augeklagten Fuhrman», Klapprot und Amhofer wegen gemei». schaftlichen Mordes, der Angeklagte Oberleutnant Schulz wegen Anstiftung zum Mord, zum Tode verurteilt. Die Angeklagten von Pofer, Slantien und Budzinsly wurden freigesgrochen.

Protest und Schabenansprüche aus Washington. (Eigener' Trahlbericht.)

Washington, 26. März.

Das Kabinett beschloß einen Protest an den Kommandanten der Kantvnarmee anläßlich der Zwischenfälle in Nanking zu lenden und ür die getöteten Amerikaner Entschädig» n- I e n zu verlangen. Die Maßnahmen der amert- kanischen Behörden in China zum Schutz der Amerikaner wurden gutgeheitzen.

emetaenoretfe: etnbflmlfdrc eeWftbanWflen .te-le W 4. aubrodrttfle an,eigen .geile *) 4. äamilienan,. Zeile 20 4. Kl. an« Kastel b. Wort4J. auiro H. «nl Zeile 15 4. Reklamen Zeile 75 4. Cffertaebttbr 20 4 Ibd Aus. Oer Offenen 50 4. Rechnungsbeträge innerb. 5 Tagen zahlbar. Kür d. RtLng. keu astet bar» ÄernforedKi auffleeebenen «»«tgen towte 'lli.^u'nabmebaien unb Pläve kann nicht e mm her werben, ftür An «eigen mb befonbert totwe. rieem Latz tat Pro,em «ulfchlag. Druckerei: S»l rh:borftrufte »,^o ®eftbnfts- stelle: Kölnische Straße 5. gegenüber bet Svobrstraße. «ernfpretbet 95i und 8n..

Todfeinde ringsum!

Oder wird Tschangkaischek die Bolkswut zügeln? (Eigene Drahtmeldung.)

London, 26. März.

Rach Meldungen aus Nanking sollen fich immer noch viele Ausländer im Herzen der Stadt befinden, abgeschnitten von jeder j)Ufe, inmitten einer fanatischen Menge von Zivilisten und undisziplinierten Soldaten. Auch die Atmosphäre in Schanghai wird immer gespannter. Dort find Kantonsolda- ten, die Zivilkleider über ihrer Uniform trugen, in die französische Konzession ein- gedrungen und haben von da die Barrika- >en der internationalen Riederlaffung zu passie­ren versucht. Eine Anzahl von ihnen wurde verhaftet. Dir Lage gleicht der Stille vor dem Sturm. ES sei zweifellos, daß fich die Englän der „inmitten von Todfeinden, die nur auf ihre Vernichtung bedacht find", befinden. Tschangkaischek wünscht eine freund» sch östliche Regelung de« Zwischenfalls in Nanking. Er werde alsbald selbst zu diesem Zweck nach Nanking kommen. Er wünsche ernst sich, daß die Feindseligkeiten eingestellt werden.

An ber brennenden Grenze.

Sie werden in Albanien nicht viel finden (Eigener Drahtbericht.)

Paris, 26. März.

Laut Pressenotiz wird der Untersuchungs­ausschuß für die jugoslavisch-albainsch« Grenze aus deutschen, englischen und srau. zösifchen Vertretern, sowie italienischen und (üdslavischen Beobachtern zusammengesetzt sein. Man erwartet keinen Widerspruch vonseiten Italiens. Nach anderen Blättern soll jede Ra­tion zwei oder sogar drei Vertreter in den« Unterausschuß haben. In Rom ist man der An­sicht, daß in der Z w i s ch e n z e i t die beanstan­deten militärischen Maßnahmen beseitigt oder unterbrochen werden könne«. Auf alle Fälle wird Italien in loyalster Weise an der Untersuchung teilnehmen und zufrieden sei«, wenn Albanien vorläufig vor einem Handstreich von außen her bewahrt bleibt.

Leide Parteien unzufrieden.

London, 26. März. Ein Blatt spricht von der angeblichen Weigerung Italiens, an einer Untersuchung teilzunehmen und der Mißbilli­gung, die der Enauetevorschlag nicht nur bei der gesamten Opposition in Jugoslawien, sondern auch in den einflußreichen Kreisen Belgrad« be­gegnet Andererseits find die Jugoslaven, nach­dem fie spontan die Einladung zu einer Unter­suchung ergehen ließen, jetzt ni<m in ber Lage, eine solche in irgendeiner Art zu verhindern und daher scheinen fie nach anderen Mitteln zu suchen, um ihre Unsckmld zu beweise«.

.Mben Befehl erhalten, nach Nanking abzugrtzrn - Die Zahl der Opfer unter den Europäern ist noch nicht genau bekannt Die Santonefen be­hausten, daß etwa zweitausend Chinesen durch das Artillericfeuer der Kriegsschiffe getötet worden seien. General Dchiang-Kai-schck er klärt in einem Befehl, daß die Beschießung der StiLdt nicht durch die Kantonesen provoziert worden sei. — In der Stadt Tschungkümg be chossen Kantonesen ausländische Kanonenboote. Ailch mis Kanton werden Unruhen gemeldet. Das Fremdenviertel wurde mit Stachel­draht abgesperrt und Truppen gelandet.

Feurige Signale.

Oder wird England der Verwicklungen Herr?

Wer wollte es angesichts der siebzehn Mil­lionen WelUriegsopser heute wohl wagen, das Kainszeichen der Schuld für einen neuen Wei» tenbrand sich auf die Stirn brennen ;u lagen? Ueberlegt stch's nicht selbst der nach einem Ab­laßventil für feinen überhitzten Volkskessel suchende Faszistendiltator in der Siebenhügel­stadl doch noch dreimal, ehe er seine kriegs- lüsternen Schwarzhemden blindlings aus das rote Tuch Albanien losläßt? Dabei hatte er dem serbischen Balkantaps so meisterhaft die Schlinge des Ruhestörers und Angreisers um den Hals gelegt, daß er sie blo« noch zuzuziehen brauchte denn der geschäftstüchtige und tarne« schmiedende Themsekrämer hatte ihm ja tm Kuhhandel für die Hilfsstellung gegen Moskau- China freie Hand in den S&alfanbetgen zuge- sichert. Und längst wäre natürlich dieser ge­schickte Handstreich auf den Schlüssel zur Adria geglückt und den Südslaven der Zugang zum Meer abgeschnitlen, wären nicht hinter ihrem be- drängten Schützling die schimmernden Wehren Mariannes und ... des Sowjetsternes aufge« tauchst sodaß sich nun Mussolini stirnerunzelnd dem Spruch der Militärattaches wird fugen

terlichen

Bannfluch gegen die modernen Tänze erlassen, zu einer Zeit, als es noch keinen Charleston gab, und sich die damals modernen Tänze zu den heute geübten so verhielten, wie ein erdfarbenes Haus^uhn zu Paradies­

vogel. Was tut man anbe-#^ 4.fd) sinn die Bischöfe Bannflüche gegen — Ähleu-

dcrn, wenn demgemäß 't\fc !'<r.-j5orte aetoo ge­wiß nicht ser schlechtere Tefl bej Bevölkerung sich gegen dieses gewisse Etwas einsteüt, ohne freilich eine faktische Handhabe für feine Besei­tigung zu besitzen? Man läßt den Dingen ihren Lauf: die Einen tanzen Charleston unb die Anderen Walzer, und schließlich prügelt man die Musiker, wenn sie es nicht beiden Teilen recht machen. Hier aber in diesem Oesterreich, das zwar nicht s o gemütlich ist, wie es in den sogenannten Wiener Filmen, die im Ausland den Glauben verbreiten, man täte in Wien überhaupt nicht« anderes, als zum Heurigen zu gehen und Fiaker zu fahren, in diesem Oesterreich also bemüht man sich, die feindlichen Parteien friedlich zu einen, zum Wohle Aller, und um des Pnstige Oesterreichs willen, das gewahrt bleiben muß. Wenn man schon der Welt nicht weißmachen kann, die Beschlagnahme von Waffen im Wiener Arsenal wäre nicht der Anfang eines großen und grim­migen Bürgerkrieges, so tut man doch alles, um zu verhindern, daß der Oesterreicher, der mit den

Beinen Black-Bottom tanzt und um den Hals ein Heiligenbildchen

trägt, ob dieser Gegensätze .ungemütlich" wird, was einer nationalen Katastrophe gleichkäme. Deshalb also berufen die Tanzlehrer einen gro­ßen Kongreß mit Delegierten au« allen Bun­desländern ein, beraten lange und breit, und dann gehen sie alle mitsamt zum Bundes, tangier Dr. Seipel, der an und für sich schon Staat und Kirche in einer Person ist, und es werden Ansprach-n und Erwiderungen ae- halten, als ob der Kaiser von China um eine Ehrenpension einkommen wollte. Und der Bun- deskanzler zeigt, wie man bei solchen Gelegen- Heiken zu sagen pflegt volles Verständnis für die schwerwiegenden Fragen, nm b‘e es sich hier dreht, und kündigt ehebalbigst Bereinigung derselben an. Und damit nicht genug, am sob genden Tage lassen sich der Bundeskanzler und der Erzbischof von Wien durch hohe Funktio- näre und Würdenträger be* einer Veranstal- tung vertreten, die von den Tanzlehrern arran­giert wird, unb hier zeigen Damen und Herren der Wiener Gesellschaft nach den Klängen eine« Klavier« dem Staat und der Kirche, wie denn so ein moderner Tanz, den sie verdammen, eigentlich aussteht. Und wenn auch böse Zu», gen behaupten, der Klavierspieler habe sich einen Dämpfer auf die Saiten seiner Tempera- mentS gelegt, und die Damen hätten Röcke ge- tragen, die an die Waden reichten, und man hätte das AuS- und Einwärtsdrehen der Beine beim Charleston unb Black-Bottom mit einer Delikatesse besorgt, bie eigentlich rner bloßen Andeutung gleichkäme, unb Männlein unb Weibfein hätten von einanber eine Art kanoni- fchen Abstandes gehalten — so sind diese Be- hauvtungen ber Lästermäuler gar nicht ernst zu nehmen, schon deshalb nicht, weil es doch selbst­verständlich ist. daß man bei einer gütigen Eini­gung einander entgegen kommt . . . Das ist denn auch von der anderen Seite getan wor­den. ind-m nämlich ein Geistlicher kurz aus- 'sthtte. daß das. was er hier oeschen, nach sei­nem Gefchmock ni*< g-rode schön, aber auch durchaus nW unst"kich fei. und daß die

Kirche nichts dagegen habe»

'könne, wenn stch gläubige Christen mit den ms-

Wie furchtbar prallen nicht auch im Fernen Osten die Giftpfeile von Versailles auf bie der- blenbeten Siegerschützen zurück! Unb tote schnell hat stch daS prophetische Wort des großen Lyri­kers Max Dauthendey bewahrheitet, der 1918 nach fünfjährigem Martyrium auf Java vor Heimwehsehnsucht starb: »Wenn der große Krieg in Europa zu Ende geht, dann geht er doch hier in Asten erst recht an. Dann setzt stch der Krieg hier im Osten fort Rur wie der Weltbrand sich hier in Asten auSbreitet, ist gar- nicht abzusehen. Vielleicht endet er hier nach Jahren mit der Austreibung aller Europäer au« Asien." Und hätte nicht auch die indische Freiheitswelle schon sämtliche khakifarbenen Tropenhelme verschlungen, wäre das unglückliche Volk nicht durch religiöse Bru- derkämpse zerklüftet und zerrissen? Aber Albions durch die Jahrhunderte geschärfter politischer Instinkt hat auch diesmal die ,Kon- junktur" gewittert unb so liebäugeln feine Kon- fule mit den von Moskau dirigierten Kanton- Machthabern, ohne eS etwa mit dem schachmatt- aesetzten Peking-Diktator Tschangtsolin völlig zu verderben. So wird denn B'itenschläue unb aalglatte Gewandtheit wohl noch einmal daS Schlimmste vom Haupt deS .weißen Mannes" abtoenben. wirb mit sauersüßem Lächeln bie schweren Zolleinbußen Hinnehme«, Wird sich, dem Versailler Schmachparagraphen für die Deutschen verfallen, von gelben Richtern t« chinesische Gefängnisse sperren lassen, feine Han­dels- und Bankpaläste, seine Wucherschätz- BerauSgeben, seine Fahnen niederholen, seine Hoheit«. und AuSnabmerechte preiSgeben. dem Bolschewismus huldigen müssen, und ba..t*t die Weltkriegs- unb Versailler Verbrechen an der weißen Rasse an seinem Teil sühnen Unb wen» gestern englisch-amerikanische Schisss-

Im gemütlichen Wien.

Ein Friedenskongreß um .. . den Charleston.

Der Bannfluch eine« Bifck-fS. - Wafseafaabe nab ranziongreß. — Staat nab Kirche als Rich­ter. / Auch eia Konrvr-mib. i Ende ant alles ent

Wien. 25. März.

Die Lust von Wien wirkt beruhigend und erheiternd auf die Gemüter. Was anderswo schwarz und weiß ist, ist hier grau und hell- grau, und es gibt'keinerlei Gegensätze aus ber Welt, die man in Wien nicht unter einen Hut bringen könnte. Deshalb kräht hier auch kein Hahn danach, wenn sich, wie das soeben ge­schehen tü, Vertreter der hohen Regierung und ber Kirche in einem Saal einfinden, um Vor­führungen des Charleston. Black-Bot- t o in usw. beizuwohnen, und es wäre kein Wort über dieses Geschehen zu verlieren, wenn nicht in der außerösterreichischen Welt diese Zusam­menstellung Staat-Kirche-Charleston mit er­staunten Kommentaren versehen werden könnte. Umso mehr, als doch alle Welt weiß, der Bischof von Linz habe schon einen sürch-

2Iu<6 Frauen mißhandelt.

Rewyork, 26. März. (Durch Funkspruch.i Admiral William« berichtete an baS Marine- granaten in Nanking ein Blutbad unter den Kantonesen anrichteten und diese in blindem Fremdenhaß auch Frau, Kinder und Geistliche nicht mehr verschonen, dann ermißt mam daß bie Spannung im Fernen Osten auf dem Siede­punkt angelangt ist, und daß diese Kriegsfurien otefleidjt n«r noch durch den SJölferbunb oder -ine Weltkonferenz der beteiligten Mächte ge­zähmt werden könne«. F- &•

Aber die Baltanmlnen meinen geiegi uuv stürmten einen »erg, um u;rv a«

bie Lunte wird dem Faszistenhäuptling au<h .^freien, wobei mehrere Soldaten fielen. Wei- damit nicht aus der Hand geschlagen, ba«ltere englische und nmrr'.kmttsHe Kfwasfchtffe man auch Berlin gegen ihn in ber Unter- —«-«-* -------**

suchungskommission Partei «greifen lassen will. Denn was anders werden die Kontrollossiziere jetzt noch seststellen können, als daß von Rüstungs- und Kriegsgefahr vonseiten Bel- arads an den Grenzen nicht mehr die Rede fern kann. Lassen wir den vielgerühmten Friedens­stifter Chamberlain ruhig allein gegenüber sei­nem Busenfreund Mussolini in der Tinte sitzen. Verzichten wir lieber auf den Talmiglanz des .Prestiges", zum erstenmal nach dem Weltkrieg als Schiedsrichtermacht für John Bull die Kastanien aus dem Feuer zu Holen, indem wir uns vielleicht Mussolinis Freundschaft ver- scherzen, die uns in vielen Lebensfragen (Rheinräumung, Anschluß, Südtirol) noch sehr zustatten kommen könnte. Wir haben leinen Grund uns in für uns vollkommen belanglose Welthandel einzumischen, solange die Acht des Versailler Vertrages uns noch tief unter die Ballanvölker stellt und toir nur eine Schach­figur für Englands Interessen bilden. Wird Slresemann stark genug bleiben, auch diesmal seine Stunde abzuwarten und nicht allzu eil* fertig den Völkerbundslakaien der Großwesire zu spielen? Haben nicht neulich im Reichstag dem Vertrauensmann des Rechtskabinetts so­gar die pazifistisch gesonnenen Linksvertreter sein zu zahmes Nachgeben in Gens stark ver­übelt? Hat nicht unser .Draußenbleiben in China z. B. bisher uns die Achtung und Sym- pachte aller unterdrückten Rassen eingetragen?

Schlagen die Kantonesen los?

Amerika fordert Sühne / Auch Deutschland als Schiedsrichter für Albanien?

London, 26. März. Eigener Drahtbericht.) AIS arftern die Kantonesen in Rauling Die

Freilassung der Ausländer (Amerikaner

und Briten) verweigerten, belegten bie rikanische Misst fchiffe die Stützpunkte der Santo« l»ch geplündert i Feuer und schossen einen ganzen