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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

£it tUflelei iteueften Ha<6nd)ren rrttbe-ntn mötbentlitb lecbemal nadimtttaflB. Set flbonnememeprete beträgt füi den Monat 8. Jt bet freiet riufteaung »S Hau», tn der (SeftbdttefteUe abaebolt i.»> X. Dur» die Pott monailild 2. * iue'd)I-<ftltd> Baftttjunaeaebübi «erlag und iHe&jftion gtblatbtbotftrafte SS/30. 4ernfpred>er Ml und M8. ftflt unverlangt etngefanttte «eeträge kann die Re­daktion eine Verantwortung ober Weroäbt tn keinem Salle übernehmen. :llück- «.ihhina ded VeznaSgelde» ober Snlprfifhe roeaen etm-ttaer »* nrhrningSmähiger 'tt on«a>>«»toUen Pottkitzeckkonto Sranffurt am Main Nummer

flnieigenpretfe: <8tnbetmtfd)e ®eftbäft6an«tflen .Seile <<i 4. auSwäntge ®efd>äft8- an,eigen Beile 20 4. Kamilienanz. Beile 20 4. Kl. Auz. auS Kassel b. 5Bort4 4, aus«, kl. An^ Beile 15 4. Reklamen Beile 75 4. Citertgebübr 20 4 (bei Bus. der Offerten 50 4. Rechnungsbeträge innert). 5 Tagen zahlbar. Sür d. Richtig­keit aller durch Sernforecher aufgegebenen Anzeigen sowie für Aufnahmedaten und Plätze kann ntchi garantiert werden. Sür Anzeigen mit besonders schwie­rigem Latz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: TchlaiNtbotftrane 9WS0, GelchäfiS. Kelle: Kölnische Strafte 5. gegenüber der Spohrftrafte Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 71 Amtliches Organ der Stadt Kassel.

Freitaq, 25. März 1927.

Amtliches Organ der Stadt Kaffel. 17. Iahrqaittz

Vier Toöesanträge im FemeProzeß.

London, 24. März. (Eigene Drahtmeldung.)

Börsenromair .Das

festziistellen, daß die Reaierunoskoalition

die

t ein großer wirt- angerichtet würde. Bei Sai-

Vorbild in der französischen 2it'.;atur, i« Emil« Zolas

Belastungsprobe ausoebalten bat. und das ist. besonders w»nn man bintunimmt. bab sich bei der a'chenvokitifch'n Debatte im Reich«- taa keine Opposition aeteiot bat. gewi^ ein erkreuNtbes Zeichen für die ^esiianna und K-nsofidiernna der in"-nv-'fitifchen Verdäsf- v"'"e zum Be"en d->r Wi'-ckchast und lebte" Endes o'»ch a^r mehr oder minder hart rin gen^-n gtoTfafotfe.

In der NeieosdauN^Nadt in durch den blttti- gen thff<tttnito*»in6 »mi'chnn 97mianats"t>aliNeit lt"i' Kommit"i"en und von fot-ter.fl ntss der Poss,ei eine so oefisvene geschaffen

Balkan und Schanghai ruhig.

Kanion's Befehl gegen den Generalstreik / Eine Antersnchungskommiffeon für Albanien / Pari- lehnt die deutschen Offiziere ab / Muffolint ist nir­gends sicher / Generalstreik in England verboten / Das Auto im Abgrund

Die feste Ehe.

Belastungsproben drinnen und draußen.

kanntlich die Möglichkeit, in dringenden Fällen über die tarifvertraglich oder behördlich zuge- laffene Mehrarbeit hinaus noch bestimmte vorübergehende Ueberstunden zu leisten. Man hat sich darauf geeinigt daß solche Leistung von Mehrarbeit zulässig sein soll,

Schon so gut wie beigelegt.

London, 24 März. (Eigener Drahtbericht.) Halbamtlich verlautet, es beständen keine An­zeichen, daß die italienische Negierung in dem Konflikt mit Jugoslavien eine Aktion selbst unternehmen will. Es werde angenommen, daß, soweit Einheit in Betracht kommt, der Zwischenfall jetzt für mehr oder weniger abge- chloffen angesehen werden könne.

Sin leichtsinniger Shauffeur.

Die Schuld an der Autokataftrophe bei Kudowa (Funktelegramm)

Berlin, 24. März.

Die Zahl der Todesopfer bei der gestern ge­meldeten Autokatastrophe in der Nähe »in Bad Kudowa, wo ein Arbeiter-Lastauto bei einer scharfen Steigung rückwärts in eine Schlucht abstürzte, hat sich auf acht erhöht. Es ergab sich, daß der Chauffeur zum mindesten sehr fahrlässig gehandelt hat. Ter Lastkraft­wagen durfte höchstens mit fünfzig Personen belastet werden. Er hat mit ihm jedoch, um eine größere Einnahme zu erzielen achtundsech Zig Personen befördert. Außerdem befand sich der Wogen in mangelhaftem Zustande. Tic|

Kette, deren Abgleiten die Katastrophe ver ursacht hat, war bereits vor acht Tagen einmal gerissen und vermutlich nur oberflächlich repo riert worden. Der Chauffeur ist übrigens nicht geflohen, sondern versuchte, sich zu erschießen, wurde aber von der Polizei daran gehindert und in Schutzhaft genommen. Die erregte Menge versuchte ihn zu lynchen.

tinter dem Henkerbeil.

Bier Todesanträge int Femeprozetz. Funkdienst.

Berlin, 24. März.

Im heutigen Wilmsprozetz beantragte Staats­anwalt Rombrecht wegen Mordes an dem Feld­webel Wilms die T o d es st r a f e gegen die An­geklagten Fuhrmann, Klapproth und Umhofer. Gegen Oberleutnant Schulz beantragte er gleichfMs die Todesstrafe wegen Anstiftung. Gegen den Angeklagten v. Poser wurde wegen Beihilfe drei Jahre Zuchthaus beantragt, gegen Standirn und Budzinstt Freisprechung.

In diesen Tagen außenpolitischer Erregun­gen sind auch gewichtige innerpolitische Fragen endgültig erledigt worden, sodaß der parlamrii- torischen Verabschiedung der entsprechenden Vorlagen Hindernisse nicht mehr entgegenstehen dürsten. Das gilt vor allem für die notgesetz­liche R>egelung ver Arbeitszeit. Man weiß,

gingen und wochenlang haben die Regierungs­parteien unter sich gerungen, «he eine Einigung zustande kam. Daß auch diese Einigung nicht voll befriedigen wird, liegt in der Natur der Sache, da hier wie bei jedem Kompromiß Z u - geständnisse von beiden Seiten ge­macht wurden. Das wichtigste Problem war be­

sungen liegen. Etwa hundert Chinesen wurden von den ausländischen Truppen getütet. ES sind etwa fünfzehntausend Häuser iti Schanghai niedergebrannt.

Schanghai, 24. März. (Kabeltelegramm.) Es ist Weisung zur E i n st e l l u n g deS Ge- «eralstreiks ergangen. '

¥

Weltrevolution unv Fremdenschutz.

Alle Mächte verhandeln mit Kanton.

(Eigener Drahtbericht.)

Washington, 24. März.

Das Staatsdepartement zeigt sich durch das Schanghai-Manifest, in welchem eine Propa­ganda für die Weltrevolution angckün- digt wird, nicht beunruhigt, da darin der Schutz der Fremden ausdrücklich zugesagt wird. Der amerikanisch«? Konsul in Schanghai habe an den Verhandlungen mit dem Führer der Kantontruppen bisher nicht teilgen-om- men, da Amerika keine Konzessionen habe. Das Staatsdepartement sei jedoch bereit, mit den de facto-Machthabern sich zu verständigen.

Erfreulicherweise will man die Millionen Mchranforderungen für die notleidenden Volks- teile nicht etwa aus den Rippen der Wirtschaft und Steuerzahler herauspressen, sondern hat sich damit begnügt, am Etat Abstriche vorzu­nehmen, wobei ganz besonders das Kanalbau. Programm betroffen worden ist, ist doch bei­spielsweise der für den Bau des Mittel- landkanals in Aussicht genommene Betrag von über vierzig Millionen auf zwanzig Mil­lionen gekürzt worden. Zum anderen hat man die im Haushaltvoranschlag eingesetzten Ziffern für die Einkommen, und Körper' schaftSsteuern erhöht, da man glaubt, bei schärferer Erfassung diese erhöhten Ziffern er­reichen zu können. Es handelt sich hier also um einen rein rechnerischen Ausgleich, bei dem abgewartet werden muß. inwieweit die Wirklichkeit diesem Voranschlag recht geben wird. Trotzdem ist es nicht möglich gewesen, für die mannigfachen sozialpolitischen Forde­rungen jetzt schon die erforderlichen Kosten im Etat einzustellen und es bleibt bedauerlich, daß die LiguidationsgeschSdigten wie auch die Kriegshinterbliebenen hierunter zu leiden haben und daß es ferner nicht möglich war, einen Betrag für die Auf­besserung der Beamtengehälter sicherzustellen. Die Regierung Hai aber zuge­sagt. daß alle diese Forderungen in einem RachtragSetat berücksichtigt werden sollen, dock kann man nicht verkennen, daß bei diesem Nachtraas"tat biefeHien Deckunasschwierivkeiten entstehen werden. Die Finanzlage des Reiches ist eben ernst und schiebt vielen beTe*tigten Forderungen einen Riegel vor. sodaß noch nicht abzuseben ist. wie die vorläufig schmer-fick Enttäuschten zu ibrem Recht kommen sollen. So bbeibt bei der Reaelung der innenvolitischen Probleme gewiß noch mancher Wu"fch uner­füllt. aber eS fff auf der anderen Seite doch

Erstickte Balkanflammen.

Keine Deutschen in der Untersuchungskommission (Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 24. März.

Zur italienisch,südslavischen Spannung ver­lautet halbamtlich, daß die deutsche, die englische und die französische Regierung darüber einig feien, durch eine auf breitester Grundlage ge­bildete Komisston an der albanisch-serbischen Grenze eine Untersuchung vornehmen zu lassen. Zu regeln fei mit Belgrad noch das enbgültigr Programm. Auch Italien müsse sich noch äußern, Lonbon, 24. März. (Eigene Drahtmeldung.) Ein diplomatischer Korrespondent schreibt: Bri­tische Kreise stimmen dem französischen Argu­ment nicht zu, daß der Versailler Vertrag Deutschlands Teilnahme an der Untersuchungs- komnnssion verbiete. ES scheint, daß die Mit­arbeit Deutschlands, das in dieser Angelegen­heit alsneutral" betrachtet werden kann, in London lebhaft gewünscht wird.

Dunkle Ehrenmänner.

Pariser Finanzskandale. Diefeuchten Füße"

Die Reibe her erobert Fine«,Ikaadele, die sich wie ein Filmstreifen durch die »euere iraazöii- täte Geschichte siebt, bet dieser Tage ihre ein- drucksvolle Fortsetzung in der Assäre Röchelte gesunde», die »User Mitarbeiter mit folgenden Glosse» und Streislichter» verdeutlicht.

Dieser Biedermann, der schon wiederholt die Ausmerksamkert der Oefsentlichkeit durch zweideutige Börsenmanöver auf sich gezogen hat, grünoete eine Gesellschaft, deren vornehmste und wohl ausschließlichste Betätigung darin be- stand, wertlose Börsenpapiere und die Aktien fiktiver und in die blaue Luft hinein gegründeter Industrieunternehmen gegen wert­volle Staatspapiere umzufetzen, liebet zehntausend Personen sollen mit rund fünf- z i g Millionen Franks durch diesen großzügigen Betrüger geschädigt worden fein, der nun, nachdem er seine einträglichen Fischzüge unbehelligt hat zu Ende führen kön­nen, wie immer zu spät, hinter Schloß und Riegel gebracht worden ist. Es ist vielleicht kein Zufall, daß däs Vorgehen Rochelles ein

wenn die Unierbrechung der Arbeit schwer, wiegende Nachteile zur Folge haben würde. Es kann sich dabei aber immer nur um eine geringe Zahl von Ueberstunden an einzel­nen Tagen handeln, wenn sonst ein Arbeits- »rozeß gefährdet und damit ' christlicher Schaden angerichtt _ . _

onarbeiten darf in wichtigen Arbeitszweigen, n denen die achtstündige Arbeitszeit zeitweise nicht erreicht wird, in anderen Jahreszeiten, in denen besondere Anforderungen gestellt werden, die Arbeitszeit überschritten werden. Sehr um­stritten war bekanntlich auch die Frage der Entlohnung für die Ueberstunden. Man ist hier schließlich von der Forderung abgegan­gen, daß unter allen Umständen fünfundzwan­zig Prozent für die Ueberstunde gezahlt werden muß und überläßt die Regelung den ver­tragschließenden Parteien. Damit sind weder die Wünsche der Arbeitnehmer noch der Arbeitgeber voll befriedigt, sondern die Eini- a ist auf einer mittleren Linie 3t.

operiert wie Röchelte mit falschem Namen, nachdem er vorher schon einmal auf der wild- . bewegten See der Finanzgeschäfle Schiffbruch erlitten hat. Auch er besitzt, wie sein Nach­ahmer im 20. Jahrhundert, eine Reihe be­kannter Finanzzeitungen, als bereit Leiter er

verkommene Genies, skrupellose Allesschreiber ober gutgläubige Heißsporne bestellt, und durch die er- die französischen Rentner, Sparer und Pensionäre zu hunderttausenden in seine tod­bringenden Netze lockt. Er gründet eine Riesen­gesellschaft, die wie die Rochettes auf so gut wie gar keiner realen Grundlage ausgebaut ist. Und auch er wandert, nachdem er unzählige Landsleute in den Strudel seines Verderben- mit hineingezogen hat, hinter die Gitter deS Gefängnisses. Zolas Roman ist unter dem frischen Eindruck des Panama-Skandals entstanden, der ja bekanntlich die ganze Welt derart in Aufregung versetzte, daß fein Name gewissermaßen als Gattungsbezeichnung in alle Kultursprachen übergegangen ist. Dieser Rie­senbetrug tief bei den um ihre sauer verdienten Gelder geprellten kleinen Sparern, der Haupt- kundschast Ferdinand von L e s s e p s' und fer­ner routinierten Haupthelfer Alton und Cornelius Herz, die maßloseste Erbitteruitg hervor, zumal

1»4 Parlamentarier in diese schmutzigen Geschäfte verwickelt waren. Ncch ein Dutzend weiterer Musterkrachs" folgte nun in diesen Tagen der Affäre Röchelte, bei der es scheint, als gäbe eS für Börsenbetrüger in Frankreich eine fest­stehende Schablone, die Zola nur nachge­bildet, Röchelte aber nachgeahmt hat. In dem genannten Roman wird nämlich mit köstlichen Details dieBörse der Feuchten Füße" geschil­dert. So nennt man nämlich mit ironischer Verachtung jene Börsentrödler die im Freien, bei Sonnenschein oder auch im Straßenkote der Regentage mit den Papieren untergegan­gener Geschäfte spekulieren. Es sind die Aktten bankerotter Gesellschaften, minderwer­tige, vom Sturm der Börse verwehte Paviere, mir denen diefeuchten Füße" zu spekulieren pflegen und die Rochelle zur Basis seiner Transaktionen gemacht hat. Es sind Aktien zu fiinfbunitert Franks, um die sich diefembten Füße" für zwanzig Sous, für zehn Sous strei­ten in der unbestimmten Hoffnung auf ein »n- wabrschcinlitchis Steigen dieser Paviere. Diese Trödler sind die Marodeure hinter dem mar­schierenden Heerhaufen der Börse. Diese Börse derfeuchten Füße" ist eine Einrichtung, die

außer Paris nur noch Newyork

kennt. Eine ähnliche Erscheinung kannte man n Deutschland nur während der böfen In­flationszeit, wo z. B. in Berliner CafkS alle möglichen Individuen dunkelster Herkunft mit völlig wertlosen Goldminen-Shares, wert- losen Kuxen läitgit erschöpfter Bergwerke und Aktien von im Monde liegenden Industrie­unternehmen handelten, Alle diese Finanzikan- dale in Frankreich in der Nachkriegszeit er. wecken jedoch in uns eine weit näberliegende, uns selbst vital anciebende Frage: Wo bleibt eigentlich das deutsche Geld aus all den vielfältigen Zahlungen, die an Frankreich zu entrichten wir durch den Versailler Vertrag und feine Zjckattabkommen verpkli-btet sind? Die Wiedern usl-au-Skandale 6Oen

großartig hingeworsenen Geld" besitzt. Der Haupt- Held dieses großen naturalistischen Gemäldes

Varis hat sich besonnen.

Paris, 24. Dezember. (Eigener Trahtbericht) Bezüglich der SeeabrüstuugSkonfercnz soll die sranzöstsche Regierung ihren Standpunkt dahin geändert haben, daß es vorteilhafter fei, einen Beobachter bei der Dreimächrekonferen; zu haben, als sich auf Auskünfte zu verlassen.

Der Arzt als Erfinder.

Umwälzungen in der Narkose?

Funkdienst.

Berlin, 24. März.

Bon Berliner Aerzten berichtete der Chirurg Prof. Dr. Unger über ein neues, von ihm ver sachtes Narkotikum, das gegenüber den bisher gebrauchten Betäubungsmitteln in der Wit kungSweise und hinsichtlich der Annehmlichkei der R a rk o s e bedeutende Vorzüge ausweifi und die Person deS Narkotiseurs bei Operativ nen vollkommen- überflüssig macht.

tag angekündigt, daß die gefaßten Landfrie­densbreche» ohne Ansehen der Person die ganze Strenge der Strafgesetze endlich zu fühlen bekommen. Wir werden überhaupt etwas mehr auf die Machtdemonstrationen der großen Verbände, ganz gleich ob von rechts oder links, verzichten müssen, um die Gewitterfiimmung der Straße e«was zu en'svannen, bis dotiu aber wird die Schutzpol'.ei und werden fc: Gerichte ihre Schuldigkeit tun müssen.

Gewalt gegen Gewalt.

Nene Verschwörungen gegen Italiens Diktator. (Prioat-Telegransm.)

Zürich, 24. März.

Schweizer Blätter melden aus Mailand, daß zahlreiche Verhaftungen in Rom und Mailand erfolgten unter der Anschuldigung der Vorbe­reitung einer Gewalthandlung gegen M u f f o l i n i.

Rotterdam, 24. März. (Privattetegramm.) Ein Blatt meldet aus Rom: Hier sind dreizehn, in Mailand elf und in Neapel siebzehn Perso­nen verhaftet worden. Obwohl in Faschisten- treifen strenges Stillschweigen beobachtet wird, so verlautet doch, daß die Behörden einer neuen Verschwörung gegen Mussolini auf die Spur gekommen find.

Generalstreik verboten.

Eingeschränkte Gewerkschaftsrechte in England (Eigene Drahtmeldung.)

London, 24. März.

DaS Kabinett hat das Gewerkschaftsgesetz wie folgt abgeändert: 1. Jeder Generalstreik wird für ungesetzlich erklärt. 2. Streikposten- stehen in Massen wird verboten. 3. Wenn eine Gewerkschaft Abgaben für politische Zwecke ans- erlegen will, müssen die Mitglieder einzeln ihren Wunsch aussprechen, sich daran zu beteiligen. 4. Organisationen von Stavtsangestellten wird verboten, sich mit Ausständigen industrieller oder politischer Körperschaften zu vereinigen.

Maßnahmen bleiben darf, sondern daß vor allem die . I u st i; b e h ö r d e n mit aller Schürfe gegen die Personen vorgehen müssen, die bei derartigen blutigen Zusammenstößen festgestellt werden und mehr noch gegen die Ur­heber dieser Beweaung, die es meist verstehen ich im Hintergrund zu halten. Der Paragraph über Landfri-densbruck gibt den Gerichten sehr . , . ---------- weitoehende Möglichkeiten und in diesem Sinne

daß es nicht nur bet polizeilichen Lorbeugungs-«hat ,a auch Innenminister Grzesmski im Länd­

liche Regelung Der Arbeitszeit. Man weiß, In Schanghai herrscht feit dem Einzug der wie weit die Forderungen oer Arbeitgeber und Kantonesen Ruhe. Der kantonesische General der Arbeitnehmer In dieser Frage auseinander- Pei Tschung Tschi Hut die englische Willi- -»ina-n imh hmrfw«fnnrt finhon hi» R»ai»>-»U,1«-'iärbehörden ersucht, sämtliche Ausländer aus den Teilen Schanghais $u entfernen, die außerhalb der internationalen Niederkas-

itn f' n böchsts'-denksich» Anj-Mg-j

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