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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 68

Amtliches Organ der Stadt Kassel.

Dienstag, 22. März 1927

Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang

Eine VarteWlacht aus dem Bahnhof

Balkanwirrwarr ohne Ende. Greift der Völkerbund ein?

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(Durch Fun'spruchi

Mit ©leinen und Revolvern.

Im Zug und auf dem Bahnsteig.

Berlin. 21. MLrz.

Südslavien gegen Italien unterstützen wird. Daß dieser Zerfall der kleinen Entente für Pa­ri- eine Schlappe bedeutet, braucht kaum beson­der- betont zu werden.

Die ersten Löfchversuche.

England mischt sich ein. Rom dementiert.

Fliegende Kriegsfunken am Balkan / Englische und deutsche Friedensschritte. Traurige Heimkehr vom Sonntags-Ausslug / Kommunisten gegen National­sozialisten / Kriegshetzer in Oberschlesten / Kanton dringt in Schanghai ein.

Belgrad, 21. März.

I» der Skupschina führte Außenminister Prritsch auS, daß die Kleine Entente nicht ge-

Wohin soll da« Mren?

Blutige Parteikrawalle auf dem Bahnhof.

Der Minister wäscht sich rein

Jugoslavien als Friedenslamm.

(Eigene Drahtmeldung.)

Schanghai gefallen!

Die Kantontruppen im Chinrsenviertel.

(Eigener Trahibericht.)

Schanghai, 21. März. (Funkmeldung.) Die Südtruppen find in die Chinefenstadt von Schanghai eingedrungen. Der Komman­deur der Schantungtruppen in Schanghai hat fich in die franz. Konzesfion geflüchtet. Dir Süd- truppen haben Tschangtschau, vierzig Mei- len nordwestl. von Sutschau, eingenommen und dadurch die Eisenbahnlinie Schanghai-Nankino vollkommen abgeschnitten.

die Erreichung des von Italien so heiß erstreb­ten Zieles, das Adriatische Meer zum mare no- strum zu machen. Die Bucht von Valona in italienischem Besitz verurteilt die schwache sstd- slawische Kriegs- und Handelsflotte zur voll- ständigen Ohnmacht.

Die Besetzung Valonas und anderer Teile Al­baniens muß deshalb Mussolini alS ein Ziel c-ufs innigste zu wünschen erscheinen, und bei der Akxivität des Duce ist nicht daran zu zweifeln, daß er dies wünschenswerte Ziel auch erreichen wird. Er kann sich dabei auf England zweifellos stützen. Sicherlich geht man nicht fehl in der Annahme, daß die Besetzung Valonas in jenen englisch-italienischen Bespre­chungen und Vereinbarungen vorgesehen ist, in denen auch die Ratifikation des Bessara­bien-Protokolls durch Italien vorgesehen wurde. Die italtensch-englische Zusammenarbeit wirkt sich in immer stärkerem Maße aus. Für den Endeffekt ist es letzten Endes gleichgültig, in welchem Umfange die revolutionäre Strö­mung in Albanien von jugoslavischer Seite un- terstützt wird. Man kann es ganz dahingestellt lassen, ob bestimmte südflavische Kreise fich die Mißstimmung gegen den italienisch-albanischen Vertrag zu nutze gemacht haben, um auf diesem Umwege gegen die drohende Einkreisung Süd- slaviens anzukämpfen. Die Erfahrung lehrt vielmehr, daß, wenn ein Staat entschlossen ist, eine Aktion, wie sie Mussolini heute plant, durchzuführen, stets ein geeigneter An­laß gefunden werden wird, um nach außen sol­che Schritte zu begründen. Unter diesen Um­ständen wird man damit rechnen müssen, daß anch die Dementi-, die die südsiawische Regie­rung erläßt, wenig oder nichts an der Gesamt­lage ändern Die Dinge haben sich auf dem Balkan m bedenklicher Weise zugespitzt.

Die große Gefahr liegt immer darin, daß auf dem Balkan entstehende, an fich zunächst nicht übermäßig bedeutende Brände nicht lokali­siert werden können. So warnt denn ein Lon­doner Blatt Paris auch heute schon leise, aus seiner Freundschaft zu Südslavien die Konse­quenzen zu ziehen. Denn darüber kann natür- lich kein Zweifel bestehen, daß man in Frank­reich eine Festsetzung Italiens in Albanien und damit eine Stärkung der italienischen Einflusses auf dem Balkan höchst ungern , sieht. Man verfolgt mit großer Besorgnis, wie 1 die italienische Politik die kleine Entente voll-

Die Alarmgerüchte aus dem Balkanwetter­winkel find wahrhaftig eine jämmerliche Katzen­musik zu den frommen Genfer Abrüstungslita­neien. Die Schreckschüsse, von einer Frühjahrs- offensive Mussolinis war man bisher geneigt, als amerikanische Sensationsmache anzusehen u. ihnen nicht allzu große Bedeutung beizumes- scn. Auch die aus Belgrad kommenden Meldun- gen, die wissen wollten, datzJtalienTrup- penlandungen in Albanien vorbereite, konnte man noch für tendenziöse Stimmungs­mache halten. Dieses Gewölk hat nun wie ein Blitz Italiens Zirkularnote zerrissen mit der Bekanntgabe an alle Großmächte, daß auf jugo- slavischem Gebiet Vorbereitungen in großem Maßstabe getroffen würden für einen Ein­druck nach Albanien, um die albanische Reg'e- rung in Tirana zu stürzen. Da nun aber die italienische Regierung mit der Regierung Alba- niens einen Vertrag abgeschlossen habe, könne Rom gegenüber dem Schicksal dieser albanischen Regierung nicht gleichgültig bleiben. Nach dieser Note kann man alle die Nachrichten über kriegerische Vorbereitungen auf dem Balkan nicht mehr als Gerüchte abtun, sondern man muß damit rechnen, daß Italien in allerkürzester Frist sich zur Besetzung Albaniens, zum minde­sten der albanischen Hafenstädte, entschließen wird, wenn auch Belgrads Außenminister seine Hände in Unschuld wäscht und der Völkerbund drohend hinter Mussolinis Haupt die Hand er­hebt. Ganz offenbar geht die Absicht Mussoli­nis dahin, die »Schmach von Valona* durch eine Besetzung dieser Hafenstadt wieder gut zu machen. Mussolini soll einst, so erzählt man, sich, vor Wut geweint haben, als während ver Ministerpräsidentschaft Giolittis die italienischen Truppen das im Krieg besetzte Valona räum­ten. Die Bedeutung einer Besetzung Valonas wird bei Betrachtung der Landkarte vollständig klar, ist doch Valona von Brindisi mit dem Torpedoboot in etwa zweieinhalb Stunden er­reichbar und sichert doch den Besitz von Valona die Möglchikeit, den Zugang zumAdrati- schen Meer vollkommen zu sperren. Brin­disi und Valona in italienischer Hand bedeuten

(Eigene Drahtmeldung.)

Belgrad, 21. März.

Bei einem Schritt wegen der italienischen Zirkularnote (drohender Einfall Jugoslaviens in Albanien) soll der englische Gesandte nicht Italien unterstützt, sondern nur erklärt haben, er glaube nicht, dass Jugoslavien eine militärische Angriffsaktion gegen Albanien vor- brreite. Auch der italienische Gesandte teilte mit, er habe weder allein noch gemeinsam mit dem englischen Gesandten beim Außenminister P e r i t s ch Schritte unternommen. Die Ge­rüchte von italienischen Kriegsvorbereitungen am Balkan bezeichnete der Gesandte als faschi- tenferndliche Denunzierungen. Italien beabsichtige nicht, irgend eine direkte oder in­direkte Aktion zu unternehmen, die den Frie­den Europas ernsüich stören könnte.

tandlg lahmgelegt hat, denn niemand glauben,»waren 250 Nationalsozialisten und fünfund- daß etwa Rumänien seinen Bundesgenossen zwanzig Kommunisten, als der Führer der Südflavien gegen Italien unterstützen wird. Nationalsozialisten von dem Aufsichtsbeamten den Kommunistenführer feftftelle» lassen wollte, da seine Genossen mit Revolvern ausgerüstet seien, fingen die Kommunisten an zu schießen. Es wurden vierzehn Perso­nen verwundet und von diesen sechs in die Charitt gebracht. Ihr Zustand ist bedenflich.

Bei den Zusammenstößen sind im ganzen zwanzig Personen aus beiden Lagern verhaftet worden. Nach einer amtlichen Darstellung waren Frontkämpfer und Ratwnol- fozlalisten bereits im Zug in Streit gera­ten, wobei einige Fensterscheiben in Trümmer klingen. Bei der Feststellung der Personalien sprangen Mitglieder beider Parteien plötzlich auf beiden Seiten des Zuger heraus und be­warfen sich gegenseitig mit Steinen. Gleichzeitig fielen die ersten Schüsse.

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schwächt sei und man mit Italien in Frieden zu leben wünsche. Mit Frankreich bestehe völlige Uebereinstimmung, mit Englands Frie- densunterstützung sei zu rechnen. Mit Deutsch­land würden die Handelsvertragsverhandlungen bald beginnen. Zu Moskau fei das Verhältnis noch nicht geklärt. Der Minister erklärte feier­lichMr würden eine Enquete der ganzen Welt wünschen durch militärische oder andere Fachleute, die feststellen würden, daß unsere Ver­teidigung nicht den Charakter des normalen Standes überschreitet. Man soll Jugoslavien nicht die Schuld aufbürden, wenn e8 in Al­banien zu Unruhen kommen sollte."

Paris, 21. März.

Halbamtlich verlautet, daß gestern Botschaf. ter v. H o e s ch mit Generalsekretär Berthelot in Abwesenheit Briands darüber verhandelte, ob angesichts der italienisch-serbischen Span­nung die Einberufung des VülkerbundS- rates erforderlich fei. Briand kehrt heute nach Paris zurück und wird den italienischen Botschafter empfangen. Es hat auch ein lebhaf- ter Meinungsaustausch zwischen den Großmächten stattgefunden. Jugoslawien will sich einer Untersuchungssommissivn wegen an- geblicher Rüstungen unterwerfen, soll aber auch beschlossen haben, den Völkerbund anzu- rufen. Ein Blatt ist der Ansicht, daß diese Probe für den Völkerbund ernster sei, alS anläßlich des griechische-bulgarischen Konflikts.

* * *

Kriegsfieber in Belgrad.

Vollmachten für jeden Fall. Wie sie rüsten.

(Eigener Drahtbericht.)

Rom, 21. März.

au3TO. lL «n*. Zeile 15 A. Reklamen Zeile 75 A. Liierrgebühr 20 A (bei Zus. *r Offerten 50 A. Rechnuirgsbeiräae innert). 5 Tagen zahlbar, flür ».Richtig- fett aller durch flernforecher aufgegebenen ftnjelaen sowie für Aufnahmedaten und Platze kann nicht garantiert werden, flür Anzeigen mit besonders schwie­rigem Satz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Schlachtbofstrahe 28/30. Geschäfts- ftede: Kölnische Strafte 5, gegenüber »er Spobrfirafte. flernforecher 951 und 952.

eine gefährliche Carole.

Generalstreik in Schanghai.

Schanghai, 21. März.

Heute morgen ist ein neuer Streikbefehl er- lassen worden. Alles deutet darauf hin, daß er allgemein befolgt werden wird. Zuerst stellten die internationalen Straßenbahnen ihren Dienst ein, die Belegschaften der großen Baumwollspin- nereien folgten. Die Meldung fügt hinzu, der Streik habe rein politischen Charakter.

Hongkong, 21. März. (Kabeltelegramm.) Das Devonfhire-Bataillon ist nach Schang- haiabgegangen.

Diese Anordnung, die größte und wichtigste aller. VarlriegLitaßnahmr:: und -rite .x.: ..... zige Probemobilmachung in der Geschichte von Albions Seemacht, war Winston Churchills, des ersten Lords der Admiralität gewaltigste Tat und die Ursache, daß der Krieg zur See für Deutschland unter den denkbar ungün- st i g st e n U m st ä n d e n begonnen wurde. Zehn Tage später, am Abend des 25. Juli, als das österreichische Ultimatum bekannt ward, befand sich die britische Riesenflotte gesschlos sen und in jeder Beziehung kampfberei auf der Reede von Portland vereinigt. Am gleichen Tage erhielt die deutsche Flotte vom Kaiser den Befehl, in die norwegischen Häfen einzulaufen. Linienschiffe, Schlachtkreuzer und kleine Kreuzer wurden einzeln ober zu zweien auf die engen Fjorde verteilt. Infolge der vor­hergegangenen langen Uebungsfahrt waren die Kohlenvorräte erschöpft, die Bunker der Schiffe geleert. Dazu hatte man die Torpedoboots- flotillen in der Heimat gelassen. Die g e f ä h r- liche Lage war eine Folge des Zwiespalts der Meinungen in den führenden deutschen Kopsen. Wohl hatte der deutsche Admiralstab am 22. Juli an dieHohenzollern* die War­nung gefunkt: Unsere Flotte ^arf bei ihrer großen numerischen Unterlegenheit keinesfalls die Möglichkeit eines englischen Ueberfalls aus­gesetzt werden, sie wäre daher zurückzuberusen." Doch die BeschwichtigungSgeheimräte des Aus­wärtigen Amtes fanden nichts Dringlicheres zu tun, als durch ihren Herold Graf Wedel den Kaiser mit dem geölten Vortrag beruhigen zu lassen:Eine etwaige vorzeitige Rückbe­rufung unserer Flotte könnt« allgemeine Be­unruhigung Hervorrufen und namentlich in England alS verdächtig erachtet werden.* Wo­rauf der Admiralstab mit dem Telegramm an den Kaiser klein beigab:int Dienst der Politik die schwere Verantwortung für die schiffsweise Verteilung der Flotte auf norwegische Häfen zu übernehmen* und der

Krieg um oberschlesten?

Eine Ankündigung PilsudskiS.

(Eigener Dradtberickt.t

Warschau, 21. März.

Laut Pressenotiz erregte bei der polnischen Abstimmungsfeier für Oberschlesten in Kattowitz der offizielle Vertreter Pilsudskis, General Romer, dadurch peinliches Auf­sehen, daß er bei der Bankettrede erklärte, als er aus den militärifchen Wert Polnisch- Oberschlesiens zu sprechen kam, daß man sich nicht täuschen lassen dürfe. Ein solcher Krieg würde kommen. Ein Blatt be­fürchtet, daß diese unverantwortliche Aenßerung des Generals im Ausland ein lau- teS Echo finden wird. Es fordert von zustän­diger polnischer Stelle eine rasche Korrektur dieser Entgleisung des Generals.

Fast zu spät.

Wilhelm II. letzte Nordlandreise.

Ei» bedeutungsvolles Kapitel der BorkriegS« läge wird als schlagender Gegenbeweis zur Kriegsschnldlüge noch immer zu wenig gewür­digt. obwobl es di« geradezu «erbängnisvollc Abnungslostgkeit unserer leitenden Staats­männer von dem ausglimmenden Weltbrande Überzeugend dartot. Ein auswärtiges Blatt läftt die Ereignisse wie folgt vorüber,ieden. Kurz vor Antritt feiner Nordlandreife hatte der Kaiser den Admiralstabschef am 5. Juli 1914 eröffnet: Ich glaube nicht an ein Eintreten Rußlands für Serbien. Auch Frankreich wird es kaum zu einem Kriege kommen lassen, da ihm die schwere Artillerie des Feldheeres fehlt. Die Hochseeflotte soll also ihre- für Mitte Juli angesetzte Reise nach Norwegen antreten, wir auch ich meine Norwegenfahrt jetzt planmäßig beginnen werde. Am 15. Juli dampfte somit die deutsche Hochseeflotte aus ihren Häsen. Am 22. Juli hatte die deutsche Flotte bei ihren Friedensübungen hoch im Norden bereits den sechzigsten Breitegrad überschritten drei Taoe, nachdem die gesamte britische Flotte gefechts­bereit von Spithead in See gegangen war! Denn in England hatte just am 15. Juli, dem Tage des Auslaufens der deutschen Flotte, höchst Bedeutungsvolles begonnen: die denk­würdige

Probemobttifierung der britischen Flotte.

Ein Blatt meldet ans Belgrad, die jugosla vislbe Regierung habe von der Kammer außer ordentliche Vollmachten verlangt udn die dring­liche Erledigung des KriegSbudgcts gefordert, das eine fünffache Erhöhung gegen bisher be­deute. Der Ministerrat habe zur schnelleren Erledigung einige kleine Abstriche vorgenom­men. Tie Kammer halte drei Sitzung! Tage ab. Es sei auch die Bildung einet nölen Konzentrationsregierung in Vorderes lang, zu deren Bildung sich zwei führende feind' liche Nationalisten versöhnen wollten.

Berlin, 21. März.

Bei Zusammenstößen von RechtSver- vanden mit Komntunisten auf Bahnhof Lichterfelde-Ost gab eS gestern abend zum Teil chwere und lebensgefährliche Ver­letzungen. Die Fensterscheiben des Zuges wurden teilweise zertrümmert und die Einrich­tung demoliert. Es entstand eine Ber- pätung von dreiundzwanzig Minuten, die nachfolgenden D- und Borortzüge wurden aus Sicherheitsgründen vor dem Bahnhof zum Halten veranlaßt. Ein Uebersallkom- mando räumte den Bahnhof.

Berlin, 2L März. (Durch Funkspruch.) Es

Kaiser, alS sein eigener Großadmiral das obenerwähnte Einlaufen befahl. Erst nach dem Atikerwerfen wird dem deutschen Flotten- ckef, Admiral von Jngenohl der volle Ernst der Lage bekannt. Er bat den Kaiser dringend, die »lotte sofort nach der Heimat führen zu dürfen. Der Kaiser gab dem inständigen Ersuchen nach und erteilte am 25. Juli um 6 Uhr abends ben Befehl zur Rückkehr. An diesem Tage, ja noch am 26. Juli, wiederholte « ! n Ve r seinen telegraphischen Gegenantrag, bte Flotte möge vorläu- jtgtn Norwegen verbleiben, was der Kai- ser jedoch durch eine Gegendepefche ablehnte. Auf der anderen Sette der Nordsee erläßt Churchill am Sonntag den 26. Juli abends den Befehl an die Geschwader in Portland, nicht auseinanderzugehen. Diese Order wird, unter Billigung de« Chefs der Außenpolitik Sir Edward Grey, in alle Welt telegra- ? r 11 Wiickung ist tiefgehend: in Pe- terSburg überzeugen der Großfürst Rikolaj Ri- kolajewitfch wieder Kriegsminister Suchomlinow den Zaren, dies Verbleiben der britischen Großflotte auf Mobilzustand fei der Beweis

unbedingten MitgehenS Englands auf Seite Frankreichs und Rußlands! Die gleichzeitigen Maßnahmen deutscherfeitS hin- gegen und durchaus friedenwillig. Auf der »Hohenzollern* befiehlt der Kaiser dem zur