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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 66.

Amtliches Organ der Stadt Kaffei

Sonnabend. 19. März 1927

polen will sich mit uns verständigen

V

AuS Schanghai wird gemeldet, daß der Ber n chinesischer Aerzte mit dem AuSsrand droht

Warschau, 18. März.

Die EinigungSverhandlungen zwischen zwi­schen den Lodzer Textiltndustrieklen und Arbei­ter-Vertretern find in später Rachtfiunde ergeb­nislos abgebrochen worden Somit wird, falls heute leine unvorhergesehene Wendling cin- tritt, morgen, Sonnabend der Generalstreik aus- brechen. Der Ministcrrat wird heute zu der Streillage Stellung nehme«.

Rom, 18. Mär;.

Die Blätter berichten aus Neapel, daß aeste.n rbend nach 10 Uhr der Besu» aus einmal seine Tätigkeit wieder ausgenommen hab«. Der ganze Golf von Neapel sei durch die herrlichen roten Wolken, die auS dem Krater hrrauSka- men, wie mit bengalischem Licht beleuchtet ge­wesen. Der Observatoriums-Dlrektor habe er­klärt, daß keine Gefahr vorhanden sei.

Wir schafft man Geld? Der Etat macht dem Kabinett Sorge. lDurch Funksvruch»

Auch wir müssen feilschen.

Um die Handelsrechte in Frankreich. (Eigener Drahtbericht.l

Paris, 18. Mär,.

Auf Grund eines Protokolls wird nach Ab­schluß der Verhandlungen übre die Abänderung des Handelsprovisoriums, das biS zum 31. Ma, läuft nunmehr der endgültige deutsch - franzö Zische Handelsvertrag beraten. Die Franzosen fordern ihnen schon ab 1. April die Einfuhr von Weinen nach Deutschland unter den glei­chen Bedingungen wie Spanien und Italien zu bewilligen. Als Gegenleistung fordern die deutschen Vertreter schon im Provisorium die Einfuhr weiterer Jndustrieprodukte. Die Ver­handlungen laufen nicht ungünstig.

Fort mit ber KontrEchmach

Die Schnüffler sollen aus Ungarn verschwinden.

(Amtliche Trohtm-rvuna >

London, 18. März.

Man erwartet in London, daß in der B o t- fchafterkonferenz am kommenden Mon­tag fich die englisch-italienische Anffaffung durch­leben werde, die für die Aufhebung der Militürkontrolle in Ungarn eintritt. Seitdem dir Militärkontrolle in Drntschland be­endet fei, sei auch ihre Beibehaltung in Un­garn nicht mehr gerechtfertigt.

Berlin, 18. März.

Nach den gestrigen Beratungen über die Fi­nanzlage wird das Rrichskabinett wahrschein­lich ein Programm derjenigen Mehrausgaben ausfiellen, die es noch für finanziell durch­führbar lmlt und gl^jchzeitiL g-b daran-»-.«»her», wie es fich die D e a u n g dafür dentt. Jeden­falls werde mit Einschränkungen in den ver­schiedenen Etatsvolitionen und in den über den Etat hinausgehendcn Ausgaben, die bereits übersiebenhundert Millionen Mart betragen, bestimmt zu rechnen sein.

Berkin, 18. März. (Durch Funkspruch.) DaS Reichskabinett hat dem Reichstage nunmehr die Aufwertungsvorlage unterbreitet. Die Vorlage sieht, wie seinerzeit angekündigt, lediglich die Beseitigung einzelner Härten und Unebenheiten in der bisherigen Gesetzgebung vor. Wesentliche Aenderungen des bisherigen Gesetzes sind nicht vorgenommen word'en.

ein chinesischer Aerzte mit dem AuSstand droht weil- in den Krankenhäusern Betriebsräte

(Senerolftrei? in Lodz.

Wenn heute keine Wendung eintritt. (Amtliche Trahtmesdung >

Im Hexenkessel Schanghai

Heu'» Aerzte- und Generalstreik!

(Amtliche Dratztmeldung.) London, 18. März.

Die Blätter melden aus Schanghai, auf die Nachricht von der angeblichen Einnahme Ran. kings durch die Kantonesen hätten die Arbeiter- agi-atoren in Schanghai den Generalstreik ver­kündet. Die Zahl der Streikenden werde etwa zweihundertfünftigtausend betragen.

Volen hat sich besonnen.

Bor Wiederaufnahme der Verhandlungen.

(Eigener Truhtbeticht.»

Warschau, 18. März.

Außenminister ZaleSki erklärte einem Pressevertreter: Meine Unterredungen mit Dr. delsverrrag. Sofern beide Regierungen unsere Genfer Unterredungen bestätigen, hege ich bie Hoffnung, daß die Verhandlungen in nächster Zeit voraussichtlich schon in sieben bis zehn Tagen wieder ausgenommen werden können. Ärch mit Litauen wolle Polen Verhandlungen aufnehmen, um nor­male Verhältnisse herzustellen.

Nicht Berlin, sondern wieder Sens.

Berlin, 18. März. ES steht laut Pressenotiz nunmehr fest, daß die nächste Tagung des Völ­kerbundes am 6. Juni in Gens abgehalten werden soll. Damit entfallen auch die Ge­rüchte, die davon zu berichten wußten, daß Berlin in Frage komme.

Mit 2avan schon am Siel.

London, 18. März. (Eigene Drahtmeldung.i AuS Tokio wird gemeldet, daß man dort mit dem bevorstehenden Abschluß deS deutsch- apanischen Handelsverträge; rechne.

Amtliches Organ der Stadt Kaffel. 17, Jahrgang

Än»tt«nt>retfe: (itnbetmttoe ®ef(6äft8«n»et«n Seite 20 4, auSmäntet Geschäft», antetgen Zeile » s. Kamillenmq. Zeile SO 4. Kl. Arrz. auS Sattel d. SB ort 4 4, -U. Seile lo 4, Reklamen Zeile 75 4. Ottertaebatzr 20 4 (bei Suf. oa Offerten 50 4. Rechnungsbetrag« inner6. 5 Tagen «ablbar. Kür ». Richlig- kiu »nr* Fernsprecher ausgegebenen «nxiaen sowie fih «uinabmedaten ^^dkade kann mchi yrnntiert werden, ftür An»eig«n mit besonders säume- Latz INI) Prozent Aufschlag. Druckerei: Schl-chtbotttrakie 38/30. VeschSit«. fteue: Kölnische Straße 5, gegenüber der Svobrbraße, Fernsprecher 951 und 953.

Moskau hört auf Japans Befehl.

London, 18. März. (Eigener Trahtbericht.t Laut Pressenotiz habe ein Protest Japans gee gen die Zusammenziehung von Sowjettnippen an Tschangsolins Grenze z« ihrer Abicytebung von der mandschurischen nach der mongoli« scheu Grenze geführt.

Berlin, 18. März.

Die Verhandlungen des Unterausschusses über dos Arbeitszeitnotgesetz innerhalb der Re- glerungsparteien wurden gestern beendet, ohne eine Einigung zu erzielen. Bon der Deuten Bolkspartei wurde ein VermittlungSvorschlag unterbreitet, bei dem es sich um einen Ausgleici zwischen ihrer Forderung nach Aufrechterhal­tung der Mehrarbeit und dem Verlangen deS Zentrums nach einer gesetzlichen Festlegung des Lohnzuschlages für die Mehrarbeit handelt. Der Bermittlungsvorschlag liegt letz den RelchstagSfraktionen vor.

Aus die achthundert Mann französischer mi­litärischer Etsenbahnwache kommt in Wirklich­keit so aut wie gar nicht» an. Das wissen die Franzosen, das wissen die Englän - r, und das Weitz jeder Mensch, der imstande tst, sich zu überlegen, datz wenn das Rheinland geräumt wird, die achthundert Mann auch verschwinden Uneben, und daß, wenn e» nicht geräumt wird, die kleine Verletzung deS FrisdesvertrageS im Saargebiet mit der großen am Rhein in einem mit hingeht. Aus dem jetzigen Vorgang in Gens aber kann jeder, der eS noch nötig hat. lernen, daß England so lange immer für Frankreich optieren wird, wie Frank­reich die einzige europäische Macht ist, aus die eS Rücksichten der politischen Partnerschaft den Wellwirren nehmen muß.

$*« Kaffel« Reuesten Rachrtchieu erttde-nen wöchentlich lechsmat nacktmiitao« ®bonn«ment»vreit beträgt fttt den Monat 3. / bei freiet Zustellung wr JBetoäfieMe abaedot- UW Jl. Durch b,e Po» monatlich 3.- aMD2e sU^L8oe»fl«bt Verlag -ich Redaktion Schlachchosstrabe 88/80. ""b »53. ftflt unverlangt elngesandt« Beiträge kann die Ne- ^»derantwortttng oder »ewäbr in keinem stalle übernehmen. Rück« "Kluna de« BetugSaeldeS oder «nfvrücke wegen etwaiger nick, ordnungsmäßiger fltefemne fff auSgefchlollen Postscheckkonto Franksnrt am Main Nummer «380.

Wenn nur, um mit dem deutschen Außenmini, ster zu reden, sich nicht mehr einfach als der Vollziehungsausschuß der Sieger, machte fühlt.

eingerichtet werden sollen, ber fich nicht nur aut

, Schanghai, sonbern im Ganzen auf dreibunder

Partnerschaft inj Krankenhäuser West- und Sübchinas erstrecken . London, 17. März. (Eigene Drahtmeldung.)

Arbkttszett- und Geldforgen.

Besorgle Ministergefichter / RegierungSzank um die Arbeitszeit / Auch Un- gar« ohne Kontrolle?, Schwierige Kunden in Paris / Fallen Nanking und schanghai r / Morgen Generalstreik in Lodz. / Flammen über dem Vesuv.

in seiner hinter dem Leipziger Platz gelegenen Gartenvilla hat. Eine ber bekanntesten Erschei­nungen der Berliner Gesellschaft ist dieser Tage als Regiernngspräsident nach Kassel überge- stedell. Herr Friedensburg, einer der b e st a u S- sehenden Männer Berlins, muß über geheimnisvolle Kräfte verfügt haben, denn was er an Arbeit und Repräsentation leistetet, über­stieg das menschlich Normale um ein Vielfaches. Er leitete, bi» in die letzte Zeit wenigstens, nicht nur das große Berliner Polizeipräsidium, dessen eigentlicher Ches der jetzige Inne nm ini st er Grzesinski fich nur um die allerwich-. tigsten Sachen kümmerte und meistens int Landtag saß, sondern man konnte ihn auch überall sehen, wo in Berlin etwa» los war.

Keine Eröffnungsfeier, keine Premiere, kern großer Ball, kein Sportfest, auf dem Herr Frie- denSburg nicht erschien,

immer liebenswürdig, charmant u. gut gelaunt.

Dazu hatte er eine enorme Privatgeselligkeit. Vielleicht war r» der Sp 0 r t, der ihn, den eben vierzig gewordenen, so frisch erhielt. Er ritt morgens im Tiergarten und tanzte jeden Abend so flott und unermüdlich, daß man schon vom Tanzen als Sport sprechen muß. Wie Herr Friedensburg, so fiel auch seine Gattin durch ihre gute -elegante Erscheinung überall aus. Frau F-iedenSburg, eine der hübsch e- ten Frauen der Berliner Gesellschaft, ist eine geborene Schilling aus Lyon, die Tochter eines vor dem Kriege dort angesessenen deutschen Großkaufmanns. Ihrs Schwester Eva Schilling hat in den bayert-- chen Hochadel geheiratet und ist die Gattin des Freiberrn Arnold von Fraunberg. Zu den reizendsten Erscheinungen der Kasseler Gesellschaft gehört das erst neunzehnjährige

Fräulein Elisabeth von Scheffer, die sich jetzt mit dem Regierungsreferendar Hans-Henning von Rormann der« lobt hat. Sie ist dar einzige Kind de» im November 1925 verstorbenen bekannten Heer­führers aus dem Weltkriege Generals der In­fanterie Freiherrn von Scheffet-Bo« y a d e l aus seiner zweiten Ehe mit Margarete Hartmann. Bier große deutsche Jndu- triefomtlien stehen in verwandtschaftli-- hen Beziehungen zu dem General. Seine erste Gemahlin war eine Tochter des Hallenseer Kom­merzienrats Riebeck, des Begründers der be­kannten Riebeck scken Montanwerke, seine zweite Gattin ist ein flinb des verstorbenen Chemnitzer Großinbusttiellen Geheimen Kommerzienrats Gustav Hartmann, ber nach ber Umwanblung ber Firma Krupp in eine Aktiengesellschaft viele Jahre lang ihr AufsichtsratSvorsitzenber war. Beziehungen zu ber Familie Krupp hatte Ge­heimrat Hartmann burch bie Heirat seiner Lite- sie» Tochter Elisabeth mit bem Landschaftsma­ler Freiherrn Felir von Ende, dem Bruder der Srzevenz Margarete Krupp. In bie deutsche Großindustrie heiratete auch die älteste Tochter de» verstorbenen Baron» Scheffer, Hildegard

Der Desuv dampft wieder.

Ein AuSbruch ohne Gefahr. (Eigener Drahtbericht.)

3m 3uni fällig.

Räumungs- und ReparationSfrage als Etappen (Amtliche Drabtmeldnng., Rotterdam. 18. Mürz.

Wie ein Londoner Blatt aus Berlin meldet, sei der euglifckw Botschafter vahiu informiert, daß Deutschland für die Junitagung drS Völ­kerbundes Räumungs. und Reparationssrage aufrollen werde. Auch im Plenum deS Reichs­tags soll eine bestimmteRegierungsklärung über den Zeitpunkt der früheren Räumung des RheinlandeS abgegeben werden.

Berlin, 18. März. (Funkdienst.» Der Aus­wärtige Ausschuß deS Reichstages setzte heute Vormittag die gestern abgebrochene Beratung über die politische Lage imb Genf fort.

Berlin-Kassel.

Von Friebensburg zur Familie Henschel. 1 D« Karneval wirkt weiter. LSbeS letzter Bierabend. Berlin wird Friedensburg tret«

Berlin, 18. März.

In Süddeutschland und allen »manischen Landern wird nach Fastnacht nicht mehr ge­tanzt. In Berlin scherbelt man bis in die Mitte der Karwoche. Nur die Zahl der ganz großen Bälle nimmt etwas ab. Auch die ofsi-- zieüe Geselligkeit wird allmählich geringer. Der Reichspräsident gab noch einen großen, parlamentarischen Bierabend und das in iebem Winter stattfindende Diner für die Reichs- und die preußische Staatsregierung, an der die Berliner Spitzen bi» zu den Staatssekre­tären einschließlich mit ihren Damen teilneh- men. Einen Bierabend gab Ende Februar auch der Reichstagspräsident, der sich frei­lich schon am Tage darauf operieren lassen mußte und als Gastgeber nur mit größter Ueberwindung seine Pflichten erfüllen konnte. Hatte er doch solche Schmerzen, daß ihn der Reichstagsabgeordnete und Reichstagsarzt Dr. Moses dauernd unter Pantopon halten mußte. Parlamentarische Abende gaben ferner der Kul­tusminister Becker und der Handelsminister ber wok-l die

schönste aller Berliner Dienstwohnungen

Der ruhende Pol.

1 England an Frankreich gebunden.

Von Dr Paul Rohrbach.

Gegen England ist oft der Vorwurf der po­litische» Treulosigkeit erhoben worden. Das perfide Albion" ist ja sprichwörtlich. Der Vor­wurf ist wahr und er ist falsch, wie man es nimmt. Die englische Politik arbeitet mit allen Mittel», und natürlich auch mit dem der Täu­schung, wenn sie jemanden findet, der sich täu­schen läßt. Der Satz, daß jeder so weit betro» gen werden muß, wie seine Dummheit es ver­langt, gilt ja nicht nur beim Handel aus den orientalischen Basaren. Eins aber tut England nicht: es brüskiert feinen politischen Partner nicht, so lange es entschlossen ist, sich so ober so an ihn anzulehnen. Es wird heute keinen eng- lischen Politiker von Rang geben, bet nicht bei sich selbst begriffe, welch em Fehler es war, im Friedensschlutz von Versailles Frankreich allein als Großmacht aus dem Festlande von Eu« ropa übrig zu lassen. Der Grund war, so weit der verhängnisvolle keltische Stimmungsmensch Lloyd George und die hinter ihm hertrottenden konsewativen Diehards in Betracht kamen, der durch die Kriegsmaschine aufgepeitschte Haß ge­gen Deutschland, und so weit der englische Händlergeist mitsprach, die Hoffnung Deutsch­land als Konkurrenten ein für alle Mm zu er­ledigen. Das eine war so dumm, wie dasandere, und insofern ist es verkehrt, die Redensart von der Erdweisheit ber englischen Politik unbesehen nackzuplavpern. Englands Fehler in Versailles war reichlich so schwer, wie Deutschlands Fehler unter Bülow und Hol­stein, die englischen Bündnis-Vorschläge mit der kurzsichtigen Begründung abzulehnen, wir brauchten nicht zwischen zwet Mächte zu optie­ren, die sich untereinander nie verständigen würden.

Wenn ich genöttgt bin (sei eS auch durch meine eigenen vorher begangenen Fehler) aus- schliehlich mit einem Manne zu arbeiten, so darf ich daS Verhältnis zu ihm nicht in Frage stellen, indem ich mich ein und das andere Mal weigere, ihn auf bem Gebiete seiner Interessen zu unterstützen. England kann es sich heute etn« fach nicht leisten, bie Franzosen zu brüskie­ren. DaS hätte eS aber getan, wenn eS in Gens bei der Saatfrage nicht aus bie franzö­sische Seite getreten wäre. Es hat noch etwas anberes getan, teils ben Franzosen, teils ber bei einem großen Teil des englischen Volkes noch vorhanbenen antideutschen Stimmung zu­liebe, inbem eS in seiner Presse bie unter deut­schem Vorsitz stattsindenbe Tagung möglichst en bagatelle behandelte. Jedenfalls hat sich in Gens wieder mal gezeigt, baß zu ben funda­mentalen Folgen des Versailler Friedens vie Gebundenheit der englischen Politik an bas Verhältnis zu Frankreich gehört. Nichts ist im ©tumbe auch natürlicher als bies. England braucht aus bem Festland von Europa eine Macht, mit ber es sich m guten unb vor allen Dingen in stabilen Beziehungen befindet. Die Frage deS Verhältnisses ju Frankreich ist für die englische Politik viel zu wichtig, um sich Frankreich dort zu versagen, wo kein starkes englisches Interesse vorliegt. Nichts könnte naiver fein, alS in einet solchen Kontroverse zu erwarten, daß sich die Engländer im Ernst durch den RechtSstandpunkt würden beeindruk- ken lassen. Natürlich ist bas Recht, foaar bas Recht" beS Versailler BetttageS, auf unse­rer Seite, übet biS bet VölkerbundStat im Wibetstreit von Macht« unb Jnteressenfragen auf ber einen unb Rechtsfragen auf ber ande- ren Seite sich als ein Organ zur Finbung unb Durchsetzung beS Rechts suhlen lernt, wird. ! wenn es überhaupt je geschehen sollte, mehr Zeit vergehen, alS ber jetzigen Generation zu 1 leben bestimmt ist. ES ist schon alle» Möglich.-