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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Sonntag. 13. MLrz 1927

Ein Trauertag für die Saat in Genf

- Se^^tnis^freXnHrgeßj^l^ten. Die Hochseeflotte war unterwiijlt

er denkt an uns?

Das

aa

Flandern ist Friedhofserde.

vom den

Berlin, 12. März. (Eigene Drahtmeldung.l Vor dem WeltkriesisauSschi'ß machte heute der

durch die Art seiner Befchlüffe zu unterstützen, in dem er darauf hinweist, daß das S a a r g e - biet dem BölkerbundSrat und nur

Mgewlesene Sparer.

Da« Kabinen läßt kein Bolksbegehren zu. (Funkdienst)

munySberichte. Die Stadt CohorS steht fast voll­kommen unter Waffer. An der Eifendahnlinie Bordeaux-Paris hat sich infolge Lockerung durch die Regrngüffe ein ungeheuerer E r d r u t s ch er­eignet. Der verkehr zwischen Bordeaux und Paris mutzte einen Tag kann umarleitet werden.

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Auf den Heldenfriedhöfen in Flandern. Von Heinrich Eisermann.

diesem unterstehe. Gegenerklärungen von franzöfifcher Seite werden erfolgen und die wahrscheinliche Konseguenz einer U e b « r st i m - mung Deutschlands werde hier, vor al-

Neue Enthüllungen überuuter irdische Geheimverbindungen" schon im Frühjahr 1915 / Untätigkeit, Esten uno Behanolung.

Amtliches Organ der Stadt Kastel. 17. Jahrgang

-----.Wehden-

!drift" rst gut gepflegt, desgleichen .Koek- huit", .Am Totenwäldchen" und .Am Pelikan". Hier ruht u. a. Leutnant Heinz Ätchaelfen, genannte Peter Mohr, des­sen Erlrbnisie während des Aufstander in Afri. ka G. Frenflen in seinem Roman Peter Mohrs Fahrt nach Südwest" so packend geschildert hat. Der Friedhof Nachtigall" befindet sich in allertraurigster Verfass,mg. Etwa dreihundert gefallene Krieger aus deutschen Stämmen schla­fen hier, darunter sehr viele

Nummer 61. Amtliches Organ der Stadt Kastel.

digkeit bei. Ihre propagandistische Nahrung zog die Bewegung auz der Untätigkeit der Flotte und aus der angeblich nicht befriedigen­den Ernährung und Behandlung. Zurzeit der Skagerakschlacht betrug die Zahl der eingeschriebenen Mitglieder schonüberdrei- tausenh. Die Liste dieser Geheimverbindung

Wir werden überstimmt.

Und die Saar bleibt in Genf unerl-p.

(Eigener Drahtbericht.) Senf, 12. März.

wurde von der Flottenleitung gefunden, aber in »fflnbern i «a . .

»«.TmÄyin blÄ ,u »l:mb M "««" »;« «1» ®»K 8,«um dersetzlichleiten berechtigt seien, fragten Matro-'^-- Schwestern, Vater, Bruder und Freunde, sen, wie Reichspietsch und Sachse beim Abg.

D i t 1 m a n n an. Letzterer versuchte sie zu be­ruhigen und warnte sie vor unvorsichtigen Handlungen und Uebertretungen. j

das ganze, weite deutsche Vaterland. Lanae- mark, Poelkapelle, Apern deine Namen sind in unsren Herzen unauslöschlich eingegraben, und unsre Gedanken haben oft den Weg nach dort zurückgelegt und an fernen, stillen Gräbern geweilt, wo mit dem Toten ein Teil deS eigenen Lebens, oft die ganze Lebens­hoffnung, in die Erde gebettet wurde.

ifl sorglose emetnfam in it im inneren

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an und hinter den östlichen Grenzen, mit der Erlösung von Rhein und Saar Stück für Stück abtrotzen wird.

Wer jemals im Jüngsten Gericht der Trom- mclkeuerhöllen, tn den Totengrüften der Granat- trichter kauert«, über zerfetzte Menschenleiber, brechende Blicke blind und abschtedSlos vor­wärts taumelte ins feuerspeiende Berderben,

Feuchte FrühlingSlciden. Gefährlicher Regen, so dem deutschen Namen Achtung zu verschaf- (Eigene Drahtmeldung.) h'en? Auf dem leidlich erbaltenen Ebrenfriedhof

Paris 12. Mär» Langemark-Rord stehen noch teilweise w e - w , ... » ble während des Kriege- angepflanzten Gebü-

a^n Zet£en Frankreichs, dor allem ou§ und Bäume. Der Friedhof

dem Norden, kommen weitere Ueberschwem-' ------ -- - - 1

hat die Felsblöcke von sich gewalzt. Millionen »

Arbeiterhände griffen wieder zum Hammer und VLYuNgyai LVgefMNMeN§ Pflug, zu Feder, Pinsel und Matz. BIS die Die Santonesen -reifen wieder an. ungeheuerlichsten aller Erfüllungslasten abgetra- (Eigene Drabtmelduna)

gen, die Dawesmilliarden mit ZinS und Zin- 9 a

feszins eingelöst waren, bis Acht und Bann

vom deutschen Büßerhaupl genommen und sein I ""idet auS Schanghadatz heftige

Pilgerstab am BölkerbundSaltar wieder grünte,T

bi« jetzt der kühne David in Genf den Völker- (wenhnhnnr* im'

bundgoliathen einen Kiesel nach dem andern annh

die harten Schädel schleudert und ihnen feme^L?" &

wie die verbrieften Friedensunterpfänder mtt I nefdiifft worden. r

der Freiheit der unterdrückten Stammesbrüder ___

Flandern! - Es ist der Sammelbegriff «nvergleichllchem Helbentam, von Si in verschlammie» Graden nab Gr von jahrelangen Sümpfen in einer SÄrerfen noch den Tote« im vene, licht sm leien war. Am heutigen 8» Rollen wir stumm nud ergriffe« Grabern oerwecheu, deren vfelfach «nmiirbigen Aunaub »n,er Dinar beitet nn» mahnend »er

So räumen schwielige deutsche Fäuste Geist und Willen der Gefallenen beseelt ...

®w**KL ü?»" »>° M* D«---.,-- «i. t.> Verlogenen Versailler Sippe bas unerhörtc ?"^ä/"aten hat, wird der MehrheilSvorschlag Beispiel eine- abgerüsteten Riesenvolkes vor der Regi-rungskommiffio« des Saargebietes der Lugen führe». Also aber mahnt uns bie deschlutzfassung de« Rates unter- stumme Grenz« und Geisterwacht ringsum in Ire.0 r e n werde« und eS ist anzunehmen, datz allen Fernen: Richt abzulaflen von ver PredigtI bwsrr Vorschlag auf Grund der gegebenen des Friedensevangeliums, bis auch der übri-IGruppierung im Rat angenommen wird, gen machthungrigen, prestigesüchtigen, verblen- F« der zweifellos vorhergehende« Diskussion beten Welt die Waffen au« der Hand geschla-Iwird Autzrnminifter Dr. Stresema«« eine gen, der Lügenkäsig von Versailles eingerisscn.I längere Erklärung abgeben, in der er de« deut, die KainSschuld von unserem Antlitz auSge- iche« Rechtsstandpunkt darlege« und da­löscht und uns die geraubte» Kolonioascn! bei an den Völkerbund appelliere« roirb, feiner« wiedergegeben sind, an denen Tausende taten- fettS diese deutsche« BerständtaunaSbemühungen durstiger Pioniere ein Ardeitilabsal finden kön- MMMmom»mmmmnMMWm^EnMm^no»MMe»oUMnm »en. So wird der deutsche Freiheitrapostel von Hände spielen! Stellt da« Trennende zurück selbst ,um Anwalt aller schwachen, auSgebeute- und WW Such zur großen Brudergemein, ten. betrogenen Sklavenvolker. So schießt ausl schäft zusammen, tote sie andere glückkichere dem Samen deS SelbstbeftimmungSrechts btthjößer schon längst zustande bracht«. Medr Ein- üppige ©aat öe« Erwachens der gelben und icht und Verständnis für die Nöte btt lieben fÄ,r?5? lassen. So züngeln au« dem Haß- Nächsten. bei Besitzenden wie Besitzlosen dokument von Versailles schon dte Flammen, an könne- allein auch über die schwere» Wirt- ben"' 'U Schanden »erben muß. lchafi«. und Arbeitslosenkrisen hinweghelfen,

Und noch ein letzter und ttefster Sehn,uchts- die noch immer wie Mehltau auf Handel und ft ri.nbs>/ ,eyfäa(flLiiem;rlInletJ ®fln6e(- auf Familien, und Volkaleben liegen.

« le'tzl-chtumslosse.tt Solange nicht Kapital und Arbeit sich als

Gaue: ^Der Zwietracht ins Herz!" bte Euch .RotstandSarbeirer" fühlen und unter Verricht zum Sp'elball und Heloten der Bedrücker macki auf Ueberborteilungen oder vSllh ' ' gerat'« aus Parteizank. Hader und Mißgunst «ebrnSanfprüche die Räder g die den ^ronvögten die besten Trümpfe in die'Schwung halten, solange nich

Gesellschaftsleben durch Ueberbrückuna und Annäherung der sozialen Schichten der Radika­lisierung der Masse» ein für allemal ein Riegel vorgeschoben tottb, solange wird leider daS Blut, in vier Kriegs- und Hungerjahren und mehr Offiziere von Landwehr-J.-R. 132. dieSfeit« und jenseits der LandeSgrrnze» um- Die Grabhügel sind zwar erhalten, aber nur sonst geflossen sein. auf zwanzig Gräbern bezeichnet noch ein schle-

»Denn ich und alle, die wir hier liegen, I ßreuj oder ein Grabstein den Namen bei

««»ft*»* L7.B

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0e*en- R- 'gen, nur wenige Hügel zu erkennen. Der Sam,

luumeu* ms reueripetenoe Verderben, Ä>ei»net,9aueja?i'B machte oeute der

teer jemal« frühlen,duftende«, fonnengoldenes kommunistische Schriftsteller Willy Sachse, Land sich bäumen und aufschreien, blühende dtr während der Unruhen au, der Motte im Dörfer, stolze Städte, Dome und Paläste ausso- Jahre 1917 verhaftet und zu Zuchthaus bern, einstürzen sah unter bem Eisenhagcl der >0«urteilt wurde, von seinem Zeugnisverweige. Geschosse, im Gistdunst der Gaswolken, im Höl- rung-recht so weit Gebrauch, als er von AuZ- lengetöse berstender Minen und Luftbomben, («gen Nachteile fiir sich befürchten müsse. Der Wer jemal« vor den Massengräbern eingehäm- Zeuge erläuterte bann die von ihm und feinen merter Unterstänbe, verschütteter Festungskata- GksinnungSgencssen geschaffenen .unterirdi- komben ober den tausenden namenloser behelm- Men Organisationen" auf der Flotte. Don der ter Holzkreuze von Freund und Feind stand. Haltung der Sozialdemokratie sei et In den Schlachthäusern bet Feldlazarette da« enttäuscht gewesen und vom Frühjahr Röcheln und Wimmern der Todwunden bet« 1915 an habe die Richtung, die eine klassenbe- nahm, der wird diese Menschheitskatastrophen Wußte neue Organifation für nötig hielt und abzuwenden suchen, soweit er nur immer kann, die in bem Abg. Liebknecht ihren geistigen Denn heute schon können Spreng-, Ga«- u»d Führer sah, Luftbomben weite Landstriche in Wüsten, ganze Ausbreitung auf sämtlichen Schiffen HeereSunterkünfte in Friedhöfe verwandeln, der Hochseeflotte gewonnen. Die Bewegung Und ein sehr viel kürzerer Weltkrieg könnte im- war aber selbständig ohne Verbindung mit Ab- merhin, wo ISIS nur Fürstenthrone wankten, I geordneten erstanden und hielt diese Selbstän- das WeltwirtschaftSsystem nicht bloß Europas in ein unausdenkbares ChaoS und in Trümmer '-----

.ÄöUiffenhir fere als 6H nefengelfeln

Verrat, Herrschsucht, damit die Erde nicht nocbL. , sJ , .. , JyeS>* el eee

einmal im Blut eurer Söhne, Frauen und «in- A dem Kriegsschauplatz vor Schanghai / Frankreichs Fluren unter Waffer- ber ertrintf!" Kem Auswertungs Volksbegehren / Die Saar soll weiter leiden / «3 Jet»

Aber noch tieferer Trost guillt bet allem trä- Löhne und Teuerung nach dem I Apr.l

nenbitterett Selb au« zerschossenen Mündern auf i» . «pr»».

für alle leidnmhüllten Seelen, die heute zu den London, 12. März.

Kreide-, Schlamm- und Ieksengrüften der Ar- «us Peking wird gemeldet: Autzenminister gönnen, Champagne und Flanderns, zu den Wellington Koo habe gestern dem Sowjetge- Sumpf- und Heidegräbern im Osten, den- schäftsträger erNärt, die Freilassung der stenfriedhöfen und Alpenverstecken wallfahrten gefangenen ruf fisch en Kuriere sei vor oder über schweigenden SB aff erliefen die Hände einem Gerichtsurteil über ihre Kampagne gegen falten. Ihre undurchdringlichen Leiberwälle um die Pekinger Regierung u « m S g l ich. Den Ge- DeutfchlandS blühende Fluren gegen vier Fünf- fangenen werde jedoch nichts geschehen. Der tel der ganzen Welt hat zwar die abgebctzie Grund der Russenbeschwerde sei, datz einer der SiegeSmeute schwarzer und weißer Schützen- Gefangenen stellv. Autzenkommissnr fei, Unten übersteigen können, als die deutsche Hei- aber seine Identität fei amttich nicht enthülll matfront, ausgesogen, ausgehungert, zermürbt, worden. Die Towjetregierung verlange auch zerbrach. Aber daS Erbe und Opfer ihres Bluts die Zurückerftartung der beschlagnahmten bat als heiliges Vermächtnis in unsren Herzen Schriftstücke. Eine Einigung wurde mit Wel- Wunder getan. Der unter dem Versailler Teu- lington Koo nochnichterzielt. selSfrieden begrabene deutsche Schmerzensmann *

Heiß beweint die dort Ruhenden von den einen, , vergessen, längst vergessen über bem Jammer unserer Tage von den anderen. Leider von gar zu viele«. Wie könnte e« sonst so trostlos um unsere Heldenfriedhöfe da draußen aussehe»! Biele der früheren Friedhöfe sind aufgehoben; die dort Bestatteten wurden auf große Sam­melfriedhöfe umgebettet. Die Art der Anlage läßt viel zu wünschen übrig. Sie sind trostlos und liebeleer, ohne Blumen­schmuck und Grünanlagen. Im ganzen bestehen , ... ___. in Ost- und Westflanbern noch rund 170

lern In Bölkerbundskreisen, als recht wenig Friedhöfe. Diese sollen ober nun endgül- erwünscht empfunben, da sie geeignet sei, tig bestehen bleiben. Die belgische Regierung dem Bölkerbund^ebanken in Deutschland, aber hat bas ewige Ruherecht für die auf auch anderswo Abbruch zn tun. In der diesen Gräberfeldern Bestatteten zugestande». Oberschlesischcn Schulfrage roirb man sich dahin Noch immer finden hierher von anderen Fried- verständigen, datz die endgültige Entscheidung Höfen Umbettyngen statt. Zum Trost für die über den Schulbesuch bei dem Präsidenten Ka» Angehörigen der Gefallenen mag gesagt sein, londer liegen wird, an den die Lokalbehörden in daß ble Belgier hierbei sorgfältig unb pietäl- Zweifelsfällen berichten müsse«. Ob die! voll vorgehen. Jetzt stattet auch die beutsche Tagung heute geschlossen werden kann, steht Gesandtschaft in Belgien einige Friedhöfe nach bei der Fülle des Stoffe« und der Wa hrfchein- und nach mit Blumen und Ziersträuchern sowie ilchkelt von Auseinandersetzungen »och nicht fest, mit Hecken als schuftende Umwehrung aus, da- mit nie fernen Gräber heimatlichen Charakter bekommen und der deutschen Eigenart angepaßt i werden. Es war höchste Zeit! Zu diesen Fried- Hosen gehören zunächst Poelkapelle-Ost und -West. Vielfach bezeichnet sonst eine ver- Berlin, 12. März morschte Holzplatte mit fremdsprachiger Auf-

Dar ReichSkabinrtt will laut Pressenotiz baS ne« 1

Gesetz zur Wiederherstellung deS VolkSver-I verwah. losten Grabern schiefe oder

mögens", daS von den LuswertungS- und Mir- «ntgefoOene Kreuze mit verwaschener Inschrift, ter-Organisationen eingereicht worbe« ist, nicht die Hügel ohne daS geringste Grün, das ist der jum Gegenstand eine« BolkSbegehrenS machen. .Ehrensriedhof" westlich der Sttaße Poelkapelle- D» Kabinettsbeschluss wird gefatzt werden so- Hooglede. Um den Ort liegen im ganzen noch «ntschlust sieben deutsche Friedhöfe. Wo auch die Kreuze turistisch begründet habe» wird. (S. a. 2. S.> fehlen, macht das ganze den Eindruck einet -- Sturzackers! Tragen wir so die Ehren-

«ine Stabt unter Wasser. «Ä»