Kaüeler Neueste Nachrichten
Siebzehnter Iahrqang.
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a. D. Romer, Kassel
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ehemaliger Buchprüfer beim Landesfinanzamt Kaffel.
Ein kaltblütiger Mörder
Abnutzung nicht zu vergessen, b) Freie Berufe:
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für die weiteren 4000 Mark 15
vom Hundert,
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Der hohe Zrühjahrshutt
2. Beilage.
Sonntag, 6. Mürz 1957.
Einfach In *'< Liier kochendem Wasser aufgelöst, gibt der Wörfelgutekräf.ige Fleischbrühe zum Trinken und Kochen, zum Verbessern oder Verlängern von Suppen und Soßen aller Art.
lanz-ErgebniS 1926 an. oder zum Teil von ihnen
geben als Einkommen vom Gewerbe das 53U Ist das Geschäft ganz neu oder den Erben ver-
Kur i Pfennig kostet MAGGI5 Fleischbrüh-Würfel
Was die Mode bringt
Zwei Uebergangskleider.
Dle Holländerin.
Sie ist an der Frauenfrage vorübergegangen.
Die holländische Frau ist dem holländischen Manne nicht voraus und nicht hinterher; sie ergänzt ihn als fein vollkommenes Gegenstück. Als Haseuklevers „Sohn" durch ein Gastspiel Paul Wegeners den Hollandern gezeigt wurde, sagt« ich dem Berfaffer eine kühle Aufnahme voraus, weit der Holländer sich niemals auf die Seite des Sohne» stellen werde; und so geschah es Holland ist das Land väterlicher Macht und Tradition; sckon am zwanzigjährigen Studenten zeichnen sich die Ziele einer väterlichen, einer aus Familiengründung gerichteten Lebenshal- tung ab. Und neben diesen Typus deS ManneS tritt als ebenmäßige Ergänzung die holländische Frau, was besagen will, daß in dieser der eine und einzige Zweck vorwaltet: Mutterschaft und Mutterium. In dieser ihrer gattungsmäßigen Festgelegtheit ist sie aber dem MaNne, als dem HauPt^e^amilie^einerwegS^mter^ell^Sie
' ZinkS: FefcheS UebergangZkleid au» prune- farbenem Wollstoff mit gleichfarbiger Tresse garniert. Die glatte Taille leg: sich In Zacken auf den durch Falten erweiterten Rock. — RechtS: Fesche» jugendliches Uebergangskleld vu» beige-vraunkariertem und einfarbig beigem Wollstoff. Letzterer ergibt den Plissierten Rock.
Eine Flut von Steuerklärungen ergießt sich in diesen Tagen In die geheiligten Räume der Finanzämter. Auf den Gängen der Aemter steht dichtgedrängt die Menge derer, die das Geschäftsergebnis des Jahres 1926 deklarieren Will. Und die Beamten, die die Erklärungen entgegenehmen, sind über und über mit Arbeit zugedeckt. Richt jeder Steuerpflichtige hat aber Zeit und Lust, seine Erklärung zu Protokoll zu geben; für diese Steuerpflichttgen sei nachstehend da» Wissenswerteste mitgeteilt. Selbstverständlich können sich meine Ausführungen nur im engsten Rahmen halten und wollen die umfangreiche Materie keineswegs erschöpfend behandeln. Es dürfte sich empfehlen, bei kompli-
Qmerlel Nützliches.
Haarbürsten, die Im Lause der Zeit weich geworden sind, kann man dadurch Wieder hart machen, indem man sie von Zeit zu Zeit in eine starke Lösung von Alaun u. Wasser taucht.
Elferbeinernen Messergriffen, die mit der Zeit gelb geworden sind, kann man dadurch ihre weiße Farbe wiedergeben, daß man sie mit einem Flanell-Lappen abreibt, der vorher in Wasserstoffsuperoxyd und Wasser getaucht worden ist.
Wenn man Manschetten und Kragen plät-
wetl von der Bohsme abrückt, und ihr in jedem Falle einen bürgerlich gefahrlosen Lebenslauf gewährleistet. Die Holländerin beherrscht der Trieb zur Sicherung im weitesten Sinne. Sie Will die Sicherung ihrer selbst, ihres Manne», der Nachkommenschaft. Sie wird als Frau oder als Geliebte den Mann niemals zu waghalsigen Unternehmungen anstacheln, und wenn derselbe einen kühnen Schachzug plant, wird sie diesen nur billigen, Wenn dessen Endziel einen Zu- Wachs an Lebensstcherung einbegreift. Sie hat keinen Sinn für das Außerordentliche schlechthin, und so fungiert sie im Mannesleben zwei- felloS als gesunde Hemmung, oder sie würde als solche fungieren, Wenn es dem holländischen Manne auf irgendwie Unerhörtes ankäme. Aber sie ergänzen sich, der Mann und die Frau, sie sind beide Pflichtsmenschen, Achtbarkeit und Würde sind kardinale Begriffe, der Hochmut gegen Entgleiste kann harte, ja grausame Formen annehmen. Die Gesellschaft mag sich in Holland als» wohl sozialpolitisch umkrempeln, aber sie kann sich niemals geschlechtsmoralisch in dem Matze Wie es in Rutzland geschah, erschüttern. Und dies wesentlich dank der gesunden, nur nach ganz positiven Dingen sehnsüchtigen holländischen Frau. A. van der Priel.
geben als Einkommen „aus _________ ,
diger Berufstätigkeit" das gleiche an, wie buchführende bezw. nichtbuchführende Gewerbetreibende. e) Angestellte, Beamte, Arbeiter: geben eine Steuererklärung nur ab, Wenn sie in 1926 mehr als 9200 Mark bezogen haben. Sie deklarieren als Bezüge auch Gratifikationen und Tantiemen und setzen davon ab: 1. Die Werbungskosten (Ausgaben führ Bahnfahrt, Berufskleidung und auch Kirchensteuer.) 2. Die Sonderleiflungen (Beiträge zur Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, Angestellten-, PcnsionS-, und Sterbekasse, Lebensversicherungsprämien imd die Ausgaben für Berufsfortbildung). Diese Kosten dürfen zusammen 480 Mark nicht übersteigen; bei Verheirateten und Kindern j» 100 Mark mehr. Es empfiehlt sich, die Angaben der Steuererklärung auf besonoerem Blatt näher zu erläutern, f) Kapitalisten: geben als Einkommen aus Kapitalvermögen 1. die im Jahre 1926 vereinnahmten oder gntgeschrlebe- nen Zinsen, Dividenden, Ausbeuten und dergl. 2. die Einkünfte oder besonderen Vorteile als stiller Gesellschafter, 3. Die Zinsen von Anleihen und Kapitalforderungen jeder Art, 4. die Gewinne aus dem Verkauf von BezugSrechl
ziert gelagerten Fallen die Hilfe eine» Steuer- Fachmannes in Anspruch zu nehmen. — Drei Fragen sind es, die jeden, der seine Steuererklärung aufstellen Will, besonders interessieren 1. Bin ich zur Abgabe einer Steuererklärung überhaupt verpflichtet? 2. Was Muß ich deklarieren? 3. Wie hoch ist der Tarif? — Habe ich zuviel Vorauszahlungen geleistet, bin ich also einer von den Glücklichen, die „herauSbekom- men" oder muß ich noch „nachzahlen"?
f Die Ehetragödie eines Steuerbeamten.
' Der Steuerbeamte Stielet im Amt für Erbschaftssteuer in New-Jersey (England) lebte schon seit längerer Zeit mit seiner Gattin in Unfrieden, weshalb diese einen Ehescheidungs- prozeß gegen ihn angestrengt hatte. Alsdie Frau mit dem Gerichtsboten bei Ihm erschien, um ihm eine Vorladung im Ehescheldungspro- zeß einhändigen zu lassen, zoa Rleker einen Revolver und erschoß sowohl seine Frau als auch den Gerichtsdiener. Danach feuerte et die Waffe auf seinen Im selben Augenblick kommenden Schwiegervater ab, der sich stets gegen die Ehe seiner Tochter mit ihm ausgesprochen hatte, verwundete ihn und verschwand dann mit dem Automobil seines Schwager». Er fuhr nach dem Badeort Asbury Park und mietete sich unter einem falschen Namen in einem Hotel ein. Rach dem Essen wohnte er einem Gottesdienst bei und am nächsten Morgen rief er das dortige Lokalblatt auf und fragte, ob man nicht zu ihm einen Berichterstatter senden möchte, weil et eine nette Neuigkeit miyuteilen hätte.
Der Berichterstatter kam und fand Rleker im Rimmer vor, Wo dieser in Hemdärmeln saß und eine Zigarette rauchte. Rleker wie» dem Journalisten eine Zeitung vor, In der die Mordtat In NeW-Jersey genau geschildert Dann fragte er unvermittelt: „Wissen Sie das getan hat?" Dem Berichterstatter stieg eine Ahnung auf und er erwiderte: „Sie vielleicht?"
Im selben Augenblick ergriff Rleker einen Revolver, richtete die Waffe aus den Journalisten und trieb ihn so hinter daS Bett, -öh größter Aufregung schrie er dabei, daß dies alles nicht geschehen wäre, würde man ihm sein Kind gelassen haben. Dem Berichterstatter gelang es aber durch eine geschickte Bewegung, sich aus einer unangenehmen Lage zu befreien und die Tür zu gewinnen. Gerade als er das Zimmer verlassen wollte, krachten rasch hintereinander drei Schüsse, die Rleker gegen sich selbst gerichtet hatte. Sterbend sagte der Doppelmörder: „Ich hatte keine Angst vor dem elektrischen Stuhl. Wenn ich mein Kind bei mir gehabt hätte, so würde ich sPuUoS verschwun- den fein."
usw. an. Von den Rvheinnahmen sind di« Ausgaben (Spesen usw. zu kürzen), g. Hausbesitzer und Verpächter: versteuern alS Einkommen „aus Vermietungen und Verpachtungen aus unbeweglichem Vermögen" den Ueberschuß der Roheinnahmen über die Ausgaben. Zu den Einnahmen gehören auch der Mietwrrt der eigenen Wohnung und die Nutzungen des Ver- vächters, zu den Ausgaben auch die Abnutzung des Hause» und die Substanzverringerung (von Steinbrüchen usw.) h) Spekulanten: veriteuern die Gewinne aus dem Verkauf von Grundstük- ken, Wertpapieren und dergl. Das Gesetz enthält aber erhebliche Einschränkungen; Befragung eines Steuer- Fachmanns empfiehlt sich, l) GelegenheitSvernnttler; versteuern ihre Rein- einkünfte aus Vermittlungen. Beträge biS zu 500 Mark bleiben steuerfrei.
3. Wie hoch ist bet Einkommensteuertarif? Für jeden Steuerpflichttgen sind für 1926 steuerfrei: a) Für die eigene Person 720 Mark bei Einkommen bis zu 10000 Mark, b) für die Ehefrau und jedes zur Haushaltung zählende minderjährige Kind je 8 vom 100 des über 720 Mark hinausgehenden Einkommens des Pflichtigen. Jedoch höchstens nur je 600 Mk. für die Ehefrau und jedes Kind. Insgesamt aber nicht mehr als 8000 Mark. Beispiel: Steuerpflichtiger hat Ehefrau und 10 Kinder und ein Gesamteinkommen laut Skeuerklärung — 20 720 Mark. Steuerfrei sind: Steuerpflichtiger Ehefrau 600 Mark, 10 Kinder 6000 Mark, zusammen 6600 Mark.
Rach Abzug dieses steuerfreien Einkommens beträgt die Einkommensteuer: Für die ersten 8000 Mark des Einkommens 10 vom Hundert, für die Weiteren 4000 Mark 12*4 vom Hunden,
kaust, so ist auch der Veräußerungsgewinn zu der' steuern. Hierüber enthält das Gesetz eingehende Bestimmungen. Befragung bei Steuer-Fachmann empfiehlt sich e) Richt buchführende Gewerbetreibender deklarieren als Einkommen vom Gewerbe den Ueberschuß der Einnahmen (Umsatz) über die Geschäfts-Ausgaben. Diesem Betrage ist zuzusetzen: Der Mehrwert der Erzeugnisse, Waren und Vorräten des Betriebes, der am 31. 12. 1926 gegenüber dem 1. 1. 1926 vorhanden war; ein Minderwert ist abzusetzen. — Auch der Mehrwert der Geschäfts-Jmobllien der durch Neubau, Zukauf und Verbesserung entstanden ist, ist ebenso Wie Neuanschaffung von Inventar ut berücksichtigen. Hierbei ist die
ilbernen Hochzeit.
* Speele, 5. März. (Verschiedenes.) Die Aufräumungsarbeiten der durch die Brände im vergangenen Jahre in Asche gelegten Hauser sind seit dem Eintritt beständiger milder Witterung in vollem Gange. Die Schuttmassen finden Verwendung zur Ausbesserung der besonders in unserem Orte tröst- und grunmosen Weg« und Fahrstraßen. In Anbetracht des Versagens der hiesigen Wasserleitung bei dem letzten Großfeuer ist nach Behebung des Schadens an dem Leitungsnetze auch eine gründliche Instandsetzung der Feuerlöschgeräte erfolgt, -g.
* Homberg, 5. März. (Aus der evangelischen Landeskirche.) Zurzeit sind vier Psarrstellen unbesetzt, in Wächtersbach I, Kirchenkreis Gcln- hausen, Homberg I, Eschwege-Altstadt I und Bischhausen, Kirchenkreis Sontta. Die erstgenannte Pfarrstelle ist Vsenburg'scheS Patronat. Neu zur Besetzung kommen die Pfarrei Barchfeld im Kirchenkreis Schmalkalden, OetmannS- hausen im Kirchenkrelz Sontra, Hombressen und Calden im Kirchenkreis Hofgeismar, sowie Wolfersborn im Kivchenkr. Gelnhausen mit den Pfarrern Rudlofs aus Duisburg, Metz aNS Tann, Franke aus Fritzlar, Meyenschein mrs Homberg und Maue aus Hesserode.
• Mühlhausen bet Homberg, 5. März. (Vom Efzetal-Sängerbund.) Nachdem unser Männergesangverein dem Efzetal-Sängerbund als Mitglied befetteten ist, wird der Bund im Mai dieses Jahres in unserem Ort sein Sängerfest feiern. Dem Bund gehören zwölf Vereine an. Der langjährige Dirigent des Bundes, Lehrer Astmann in Waßmutshausen, legte das Amt nach seiner Pensionierung nieder. Für ihn Wurde Hauptlehrer Bächstädt-Frielendorf gewählt.
• Bebra, 5. März. (Pfarrer und Lehrer.) Nachdem in verschiedenen Kreisen unseres Regierungsbezirks Arbeitsgemeinschaften zwischen Pfarrern und Lehrern ins Leben gerufen Worden sind, soll nun auch in unserem Kreise eine solche Arbeitsgemeinschaft gebildet werden. Die Gründungsversammlung soll am Montag in Bebra stattfinden. Kirchenrat Eisenberg-Kassel spricht über das Thema: „Unsere Stellung zur Lehre von der Inspiration der Bibel". Der Schulrat erteilte den zum Besuch der Versammlung notwendigen Urlaub.
♦ Hameln, Kreis Münden, 8. März. (Holzhauers Los.) Der Holzhauer Twele von hier War mit dem Fällen von Bäumen beschäftigt. Unglücklicherweise hieb er sich durch einen Fehlschlag mit der Art in den Fuß und hackte sich zwei Zehen vollständig ab.
ten Will, so nehme man vorher eine in reine! Seinen gewickelte Kerze und bestreiche damit die untere Fläche des PlätteisenS. Dadurch verhütet man, daß daS Elsen festklebt und Brandflecken entstehen.
Aus der Heimat.
Da« Beschneiden der Hecken.
Die Polizeiverordnungen zur Förderung der ' Obstkultur.
Zur Förderung der Vogelbrut und Obstkultur Wird an die Regierungspolizeiverordnungen vom 22. April 1892 und 25. Februar 1908 erinnert, Wonach das Beschneiden lebender Hecken während der Zeit vom 1. März bis 31. Juli verboten ist und in der übrigen Zett nur mit Heckenscheren und anderen zum ordnungsmäßigen Gebrauche bestimmten Werkzeugen vorgenommen werden darf. Auch ist angeordnet, daß alle vor dem 1. April abwelkenden Obstbäume oder Acste entfernt werden müssen. Alle nach dem 1. April absterbenden Obstbäume und Aeste müssen im Herbst beseitigt und im Lause bet WinterS verbrannt werden. Das Abbrennen von Grasflächen und Rainen ist nur mit Geneh- migung der Ortspolizeibehörde gestattet. Hecken dürfen in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli nicht abgebrannt werden und in der übrigen Zeit nur mit Genehmigung der Ortspolizeibehörde. •£•
• Hofgeismar, 5. März. (Die neue Motorspritze.) In Anwesenheit aller Bezirks- und Ortsbrandmeister des Kreises sowie der hiesigen Wehren Wurde dieser Tage im Beisein der Kreis- und Stadtbehörden die vom KreiS beschaffte neue Motorspritze als Druck- und alS Saug- und Druckspritze vorgeführt. --l.
• Großalmerode, 5. März. (Silberne Hochzeit.) Dieser Tage beging Kaufmann Gustav Fleckenftein mit feiner Gattin das Fest der
1. Mn ich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet? „Ja, Wenn Ihnen daS Finanzamt einen Vordruck zur Steuererklärung zugesandt hat." — Und wenn es mir nichts zugesandt hat? — „Dann müssen Sie trotzdem Steuerklärungen abgeben, Wenn Sie im Jahre 1926 ein Einkommen von über 8000 Mark gehabt haben. Führen Sie aber Buch in Ihrem Betriebe und machen Sie regelmäßige Abschlüsse per 31. Dezember oder zu einem früheren Zeitpunkte des zweiten Halbjahres, dann müssen Sie immer Steuererklärungen abgeben, auch dann, wenn der Geschäftsgewinn Weniger als 8000 Mark beträgt, auch bann, Wenn Sie mit Verlust gearbeitet haben." Wo erhalte ich die Steuererklärungsvordrucke — „Akines Wissens beim Finanzamt oder in den Druckereien. Vergessen Sie aber nicht, sich einen zweiten Vordruck für ihre privaten Steuer- Handakten zu besorgen!"
2. WaS ist steuerpflichtig? — WaS habe ich zu deklarieren? Dies mit wenigen Worten zu sagen, ist sehr schwierig. Damit meine Ausführungen aber nicht zu langatmig werden. Will ich die Hauptberufsarten nebeneinander stellen und mich möglichst kurz fassen: a) Landwirte und Gärtner: interessieren z. Zt. nicht, sie haben bereits zum Herbst 1926 deklariert, b) Buchführende Gewerbetreibende:
für die weiteren 4000 Mark 20 vom Hundert,
für die Weiteren 8000 Mark 25 vom Hundert,
für die Weiteren 18000 Mark 30 vom Hundert,
für die Weiteren 34 000 Mark 35 vom Hundert,
für die Weiteren Beträge des Einkommens 40 vom Hundert.
ist nicht die Schwächere, und höchsten« bei der Bauernschaft steht sie dem Manne und dem Haushalte gegenüber noch in einer Art Häng- keilsverhältnis Sie ist dem Manne ebenbürtig, was sie nicht erst durch eine psychologisch umwälzende Emanzipation zu erreichen brauchte, andern was ihr al» das nur natürliche Recht zugebilligt wird. ~
An der Spitze der Landes steht eine «Kisch mütterliche Fran. Sie ist eS durch ihr Ansehen, sie ist es durch ihre Handlungen. Diese Art Muttertum bildet zur Gesinnung der weik^ lichen Staatsbürger seinen Gegenersatz, so daß die Frauen deS Landes zur Königin Wilhel- mina nicht Wie zu einem Vorbilde aufblicken, daß man um seiner Fremdartigkeit willen modisch nachahmt. Sie ist unter den Müttern des Landes die erste, und die ansteigende soziale Letter führt von den armen Fischersfrauen ScheveningenS über die Gattinnen mager besol- deter Magistratsbeamten und über die Frauen deS Handels- und GeldpatriatS empor zu eben ener Frau, deren Bildnis die runden Silder- münzen deS Landes tragen.
Von einer Krise der Weiblichkeit, Wie eine otche etwa von Gertrud Bäumer In ihrer Schrift .Die Frau in der Krisis der Kultur" eftgesteltt wird, ist darum in Holland nicht die Rede und wird niemals die Rede sein. Die Holländerin besitzt in ihrer Natur, nämlich im rein Körperlichen und Rervenmäßigen ein Schwergewickt, dem sie gar nicht untreu zu werden vermag; sie ist denkbar Weit entfernt von der Schweiselust der Slavin oder vom erotischen Spieltrieb der Französin, womit nicht gesagt sein soll daß sie aus Ueberlegung die tugendhaftere Wäre: — gegenüber den genannten beiden Typen hat ste immerhin die größere feeti» sche Massivität voraus, was, negativ gewertet, vielleicht einem Mangel an weiblicher Genialität glelchkomntt, was sie eben aber doch ganz