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Kasseler Muesle Nachrichtm

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 53.

Freitag, 4. März 1927

Amt"ch«s Organ der Stadt bastel.

Ein zweiter Abrüstungs-Ruf Coolidges?

Aus allen Wegen nach Sens.

1927 noch kein Krieg

<8in Nrlegsderr wider Willen.

vorbereitet seien und die @t|

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Dorstotz drr Konservativen gegen Moskau.

London, 3. März. (Eigene Drahtmeldung.) Sowohl tot englischen Oder-, als auch im Un­terhaus dürften heute seitens der extremen Konservativen Ano-ifse aus die Regierung we­gen deS Rußlandskcnslikts erhoben werden. Ein Blatt warnt jedoch davor, zu weit »u gehe«, da

Kanton beißt aus Granit.

Durchbruch bei Sunkiang unmöglich.

(Eigene Drahtmeldung.)

Die Äontenfront bei Hankau uners trfiltert

London, 3. März. (Eigene Drahtmeldung.) Die letzten Nachrichten aus dem Norden besä- gen, daß die Stellung der Kantontruppen b e i Lankau nicht ernstlich bedroht ist. In 1 tonan sind die mandschurischen Strei,- l raste nicht über Kaisong hinaus vorgerückt. Tschengtschau wird noch immer durch mehrere Divisionen Wupeifus gehalten.

doch von geringerer Wahrscheinlichkeit, weil sich darau» nur Nachteile ergeben könnte«.

rner weil ht mit der

------ liegen sehen. Der Schwager habe d''. ^»iche in einem Kastenwagen fortgeschafst. Die Leich« ist noch nicht gefunden.

Mein-Offenslve in Genf

Die Juristen kampfbereit / Kein zweiter Weltkrieg 1927 / England ist nicht gerüstet / Moskau baut auf die Arbeitermasien / Schanghai vor den Kantonefen sicher? 5m Ministerexpreß nach Genf / Ein« Beichte nach 7 bahre«.

Amtliche« Organ der Stadt Kaffel. 17. Jahrgang

Krieges fürchteten, die Arbeiter Westeuropas Sowjetunion Krieg führen wollten und «eil dir Sowjetregierung krft und unerschütterlich eine slriedenSpolitik verfolge. Er halte einen Abbruch der Beziehungen seitens Eno. I ettb« nicht für ausgeschlossen. Dieser sei se-

Nach sieben Jahren ist da» verschwinden deS Schlächtermeister« Gustav Burmeister au» Lipp eh ne in der Neumark aufgeklärt wer- d-n, der seit Ende Mai ISIS vermißt wird. Seine AngehSrigrn verbreiteten seinerzeit, daß er nach einem Ehezwist mit sechzigtausend Mart nach Amerika auSgewandert sei. Sein Schwager Paul Gerlach hat jetzt dem Unter, suchungstrichter gestanden, daß er Burmeister in der Nacht zum 28. Mai ISIS getötet hat und «ar, wie er behauptet, in Notwehr. Eine Hausangestellte bekundete, daß sie ihre rühere Aussage, sie habe Burmeister noch nach dem 28. Mai lebend gesehen, aus Beranlaffung der Frau Burmeister fälschlich abgegeben habe. In Wirklichkeit habe sie Burmeister tot auf hem F « ßbobe« l! Sckwaocr babe b-. "Virfw in

London, 2. März.

Nach Berichten aus Schanghai eröffnet die Zurückziehung der teilweise erschütterten Trup­pe« des Generals SuntschuansavgS von der Sunkiang.Front eine ne** Kampfphase. Die Militärs sind der Ansicht, daß do» Kantonheer einer fast unmöglichen Aufgabe gegenüberftehe beim Versuch, i« Sunkiang dvrchzubre» ch e n, um Schanghai zu nehmen, wenn die Schantungtruvven sich ihnen in den Weg stellen. Die Tckaniunglruppen seien gut ausgerüstet und ernährt und nicht mit dem Solde rückständig...

England nicht vorbereitet. Abbruch mit Moskau?

(Eigener Jnformaiionidtenft.)

Moskau, 3. März.

An einer Eisenbahnarbeiterversammlung er­klärte Stalin: Trotz der Kriegsgefahr werde e» in diesem Jahre keinen Krieg geben, weil die Feinde der Sowjetunion nicht darav

- £'-e «usteter Neuesten *r<*e nen wöchentlich ied>»mal nalrntttaal.

Der tlbonaemeuisvrei» ectiaai tze 'm Monoi 2. st bei freier Sustellvva

Ä-schatisstelle >l>«vi i.sn JL. Durch die Po« monatlich Z. luSichliestli» .statte«aoaroebttbi Berla« an» Nebakstvn Schlachtbofftraße 28'80.

uitL #52 Mi annerUngt eingeiondt« 'Beiträge feint bi« Re« »rfüoB eine Verantwonnno i»bet Gewähr in feinem siege Ü6emebmen. Rück» tohfsng Üe8 Seiiieleelbet : InfprftAe wegen etwaiger nickt »rönnngsmSiiiger S'estrnn« '« anSaetchlottca. Poftkcheckkonto Äranffurt am M«i« Summer 6380.

VonMundzu Mund.

Einigen wir uns mit Rumänien und Polen?

Die Gerüchte über neue Wlttschastssäden zwischen Deutschland-Rumänien wollen nicht mehr verstummen. Man erinnert sich, daß noch vor kurzem die Reparationskommisston sich mit den Banka Generala Noten, die während des Krieges unter dem deutschen Besatzungsregim; ausgegeben worden waren, besaßt hat. daß sie den beiden Parteien den Rat gegeben Hal. diese Frage vor ein Schiedsgericht zu bringen, daß aber Rumänien einen dahin zie­lenden Antrag abgelehnt hat. Der Wunsch. Oie mannigfachen Streitpunkt; zu bereinigen, i zweifellos aus beiden Seiten vorhanden und man ist deshalb auch, da die bisherigen Per- Handlungen von Reaierung zu Regierung nicht zu einem Ergebnis geführt haben, erneut t« eine Fühlungnahme eingetreten, wobei diesmal dir Verhandlungen durch private Persönlichkei­ten geführt worden sind. Diese haben sich schein­bar daraus geienigt, daß bi; rumänische Repa- rationsguote für die nächsten drei Jahre vor­weg finanziert, ferner ein Kredit von etwa hundert Millionen für Jndustrielieserungen Ru­mänien eingeräumt wird und schließlich eine kleine Anleihe von dreißig bis vierzig Mil­lionen Rumänien gewährt werden soll. Hierzu müssen natürlich die beiden Regierungen noch Stellung nehmen, sodaß sich heute noch nicht ohne weiteres übersehen läßt, wie der endgül­tige Vertrag schließlich einmal aussehen wird.

Rumänien braucht Warenkredite in größerem Umfang, es muß vor allem sein Eisenbahnnetz ausbauen. Gleichzeitig Hal aber auch neben dem Verkehrsprogramm Rumänien ein großes Jn- dufirialisierungSprogramm aulge- stellt, man ist bemüht, die alten Industriezweig.- zu erweitern und neue zu schaffen und nicht zu­letzt ist Rumänien auch ein bedeutender Abneh­mer für Landmaschinen. Die Möglichkeit für ein; Zusammenarbeit wäre mithin durchaus gegeben und sie liegt umso näher, als Deutsch­land vor dem Kriege siebzig Prozent der rumä­nischen Einfuhr bestritten hat. Naturgemäß

wendet sich die rumänische Opposition gegen die geplante Vereinbarung mit Deutschland und man geht auch wohl kaum in der Annahme fehl, daß andere Länder, denen an Lieferungen nach Rumänien gelegen ist, von den deutfch-ru- mänischen Verhandlungen nicht sehr begei­stert sind. Im Interesse der beiden Länder und im Interesse einer möglichst schnellen Li­quidation der noch schwebenden WeltkriegSkon- flitte wird man wünschen müssen, daß hier der deutschen Industrie Absatzquellen erschlossen und das jetzt gegen früher doppelt so große Rumä­nien seinen Aufbau vollziehen kann.

Auch im deutsch-polnischen AuSweisungs- und Wirtschaftskonflirt scheint man um einen Aus­gleich bemüht zu sein, welcher einerseits dem polnischen SouveränitStsbedenken Rechnung trägt, andererseits aber mit der polnischen AuS- Weisung-Praxis aufräumt. Außenminister Za­lewski hofft offenbar, daß sich aus der Aus­sprache mit Stresemann to Genf die Möglichkeit ergeben wird, die Verhandlungen zwischen Deutschland und Polen über das Riederlas» sungS und Aufenthaltsrecht wieder in Gang zu setzen. Da es nicht ausgeschlossen ist, daß man schließlich doch zu einer gewissen Einigung kom­men wird, könnten im Anschluß daran auch die eigentlichen Handelsvertragsverhandlungen wie­der ausgenommen werden. Deutscherseits wird man dabei den Standpunft vertreten, daß Fra­gen wie die der Ausweisung nicht unbedingt durch einen Staatsvertrag geregelt werden müs­sen, daß eS vielmehr auch andere bindende Ab­machungen zwischen zwei Staaten gibt, die im Grunde dasselbe erreichen lassen. Jedenfalls glaubt man aus den bisher geführten Verhand­lungen deS deutschen Gesandten in Warschau mit den maßgebenden Leitern der polnischen Politik den Eindruck gewonnen zu haben, daß man auch polnischerseitS im Gegensatz zu dem Geschrei in der polnischen Presse keinen W e rt aufeineZuspitzungder deutsch-polnischen Beziehungen, sondern auf eine möglichst baldige günstige Regelung aller zwischen Deutschland und Polen bestehenden politischen und wirt­schaftlichen Streitfragen legi.

Neuwahlen am 24. April.

Wien, 8. März. (Privattelegramm.) Die Sozialdemokraten lehnen den Lorschlag der Re­gierung ab, das Inkrafttreten He8 Arheiterver. sickerungsgesetzes an Bedingungen zu knüpfen, fcie erst später erfüllt werden sollen. Das Gesetz soll noch vor den Neuwahlen fertiggeftellt, das Inkrafttreten aber dem nächsten Parlament überlassen werden. Tie Sozialdemokraten sind demnach mit dem 24. April als Wahltermin 1 für Oesterreich einverstanden.

London, 3 Mär».

Hinsichtlich der Frage des Rheinlandes glaubt ein diplomatischer Korrespondent, da i diese Frage sicherlich Gegenstand von Bespre­chungen in Gens sein werde, und daß Dr. Gauß vom deutschen Außenminifterium ei« juristisches Gautachten ausgearbeitet habe. Ein entsprechendes Schriftstück fei auch von französi­schen juristische^ Sachverständigen abgefaßt wor­den und au die englischen Juristen hätten sich mit dieser Frage beschäftigt.

»nweenepttfe: »inbetrnttoe »etoäftlta«id6en Sette 20 .1, euSmärti« OetoäftS. aneeiaai Seite 30 4. »»miliepaytigen Beile 30 4. »leine «nzeiaen das Sott L'W 74 u Oitens-bubr 20 4 »bei Bufenbutm der Offenen SO Jl. Rechnung»«Nase stich tnnerbalb 5 Tosen in deiablen. Sür die Richiig. fck aller durch Kerntvrecher avireaebenen Änwcten sowie für Aufnavinedaten tz»s Aldtze kann met 8jriuiti«rt werden, fttlr änietaen mit besonders schwie- "st Satz 100 UreMHt AuNchl-s. Druckerei: Schlachibolttraße 2S/3O. Geschäfts- »cfle: Sölinsche Straße S. »eaenüber der Svobrttraste. ^erntorecher tot und 053.

Was macht uns stark?

Ein neuer Marx-Appell an alle Pgrteien.

Bei einem Emvkangsabead durch den Preste- verband. au dem auch fübreude PersSulichfeite« der Politik, des Parlaments und der Wirtschaft telluabmen, zerstreute Reichskanzler Dr. Marr »ochmal kurz die «eae« den Kurs »ulaetauch- Bedenkeu aud legte ,«gleich Deutschlands Stelluus zwischen de« W-ltmackte« für die «roste« Genter Bölkerschlackten fest. Er sagte v.a. Wir haben eine neue Regierung. Sie ist schon sehr scharf kritisiert worden, noch ehe sie eigentlich recht am Leben war. Die Kriftk geht aber in ihrer Anschauung fehl, wenn sie der gegenwärtigen Regierung von vornherein den Stempel der Einseitigkeit aufdrücken will. Diese Regierung wird in ihrer Arbeit feinan* dereS Ziel verfolgen, als es a u ch d i e v o r- hergehende getan hat, an deren Spitze ich auch stand. Die deutsche Republik soll ihr Le­ben hernehmen und Kraft schöpfen auS echter, tiefempfundener nationaler Gesinnung. Sie soll eine lebendige soziale Gemeinschaft bil­den und sich zu einer wahren, demokratischen Volksgemeinschaft ausbauen und zu dem Augenblick überleiten, dessen Kommen in glücklicheren Zeiten wir alle herbeisehnen, in dem sich alle in der deutschen Republik wohk- sühlen. Aber dazu müssen alle mithelfen. Der Weg zur Besserung unserer Lage besteht auch darin, daß die

Opposition eine Mitarbeiterin in der politischen Entwicklung wie an der Gesetz­gebung ist. Es bedeutete keine Verstärkung der parlamentarischen Regierungsform und "ihrer Autorität, wenn sich eine Opposition auf den Standpunkt stellen würde, alle,"- was von der Regierungsseite kommt, zu bekämpfen, um nur von rein negativen Gedankengängen auszu­gehen. Ich sage das nicht in meiner Eigenschaft als Reichskanzler und Führer einer Mehrheits­regierung, die unbedingt um gutes Wetter bitten will, sondern als Mann, dem ernsthaft daran liegt, daß das Widerspiel aller Kräfte im Staate zu einem planmäßigen und vernünftigen Zu­sammenspiel vereinigt wird, daß alle Schichten an den Staat herangeführt werden, und unserer Staatseinrichtung eine im­mer stärkere Festigkbit verschafft wird. Ein Fort­schritt ist es unbedingt, daß wir uns in der letz­ten Zeit die u nss a ch l i ch e Polemik vor allem in der Außenpolitik abgewöhnt haben. Wir alle haben Anlaß zu einer solchen Haltung, denn wir werden außenpolitische Geschlossenheit und Einigkeit auch in Zukunft dringend brauchen. Wir stehen vor einer neuen Tagung des Bölkerbundrats. Wir freuen unö, daß der französische Außenminister kürzlich an dem gro­ßen Ziel der Verständigung Deutschlands und Frankreichs festgehalten und es in den Mittel-

Washington, 3. März. (Durch Funkspruch.) Die Bewilligung für die drei neuen Kreu­zer, die vom Kongreß in die Fkottenvorlage g e g e n den Wunsch des Präsidenten C o o l i d - ges aufgenommen wurden, wurde heute von diesem unterzeichnet.

Washington, 3. März. (Fmcktelegramm) Präsident Coolidge unterzeichnete heute das Ge­setz betreffend die Erhöhung der Reich­weite der Geschütze auf Schlachtschiffen.

Trau, schau, wem...

Ei« Faschistenfeigenblatt für Militarismus.

(Eigener Drahtvericht.)

Rom, 3. März.

DaS Amtsblatt der Faschisten schreibt: Der Geist von Levarno verflüchtigt sich in der Wirk­lichkeit mit auffallender Geschwindigkeit. WSH- ttnb die ganze Welt wütend die internattonale Demokratte predigt, schleudert man Anklagen gegen den saschistischen Militärs»- muS, der nicht einmal den zwanzigsten Teil dessen für Rüstungen ausgibt, was andere Länder für ihre Landesverteidigung auswerfen. DaS faschistische Italien erhebt den Anspruch auf bescheidene Bewaffnung, um offne Besorgnisse den Frieden zu erhalten.

Sieben Jahre verschwunden.

Jetzt gesteht der Schwager den Mord.

(BrivateTelegramm)

Berlin, 3. März.

punkt feiner Ausführungen gestellt hat. Auf unserer Seite ist auch von der neuen Regierung einmütig erklärt Worden, daß deutscherseits an dieser Politik fest gehalten wird. Mr hof­fen, daß von der anderen Seite in nicht zu fer- ner Zeit die Hindernisse au! dem Weg , geräumt werden, die Sie alle kennen und die einer solchen wirklichen und so notwendigen Ver­ständigung zwischen den beiden Völkern

noch im Wege stehen.

Wir haben ferner die völlige Einmütigkeit der deutschen öfsentlichen Meinung gegenüber den Differenzen zwischen England und den Ver­einigten Sowjetrepubliken feststellen ton­nen und die Presse aller Richtungen hat mit Recht die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, daß er gelingen möge, diese zwischen den beiden großen Staaten austauchenden Schwierigkeiten zu beseitigen. Unsere Haltung selbst ist auf Grund der außenpolitischen Situation klar und gegeben. Deutschlands Polittk ist fest­gelegt durch die Verträge von Locarno und den Berliner Vertrag, und an dieser Grundlage, die uni gestattet, mit Ruhe und Sicherheit dem Laufe der Dinge zu folgen, werdenwirfe st halten. Die vielen fried­lichen Schlachten, die wir mit der deutschen Presse gemeinsam aus großen Konferenzen und in Genf geschlagen haben, so schloß der Kanzler, führten uns so zusammen, daß wir in der Wett trotz aller pokttischen Gegensätze doch wieder daS Bild einer einheitlichen deutschen Staates und Volke- zeigten. Wenn wir da-, war wir auf außenpolitischem Gebiet gelernt haben, auch auf unsere inneren Fragen und Sorgen anwenden, dann ist ein guter Schritt vorwärts getan. In diesem Sinn« ist der heutige Abend zu werten und zu deuten.

SIN Unglüdtotaa im Hause Loebe.

Berkin, 3. Mär,. Die Mutter de» Reich»» tag»präsidenten Löbe brach bei einem Sturz

Rur 200 Mann Saarschutz?

Rom, 3. März.

Di« italienisch« Bölkerbundsdclegation reist am Sonnabend abend aus Rom nach Genf ab. An der Spitze steht Senator S c i a l o j a.

Brüssel, 3. März. (Eigene Drahtmeldung.i Minister de» Aeutzeren Bandervelde wird sich am kommenden Sonntag zur Ratstagung nach Genf begeben. Gegen Ende des Monats wird der Außenminister Wien besuchen.

London, 3. März. (Eiaencr Drahtbericht.) Außenminister Chamberlain wird am Sonn- abend nach Genf ubrcifen. Laut Pressenotiz werde der deutsche Außenminister bereit sein in der Saarfrage sein Einverständnis zu einem Eisenbahnschuh in der Höhe von zweihundert Mann jedoch nicht mehr, zu geben. Dieser Schutz solle jedoch unter keinen Umständen mili­tärischen Charatter tragen.

man sich keinerlei Vorteile von dem Ahbruchder Beziehungen mit Rußland versprechen könne.

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Sine Armee ,. von Uebtrläufern.

London, 3. März. (Eigener Drahtbericht.) Laut Berichten auS Schanghai befindet sich der größte Teil der Armee de» Marschalls Sun- tschuanfang in Auslösung, die Mehrzahl der Truppen gehe zu den Kantonefen in der Provinz Tschekiang über.

Solen vertreten den Vrlrster.

Mexiko-Stad», 3. März. Erzbischof Ruiz gibt durch Hirtenbrief b-kannt, daß katholische Laien in Mexiko während der gegenwärtigen Notlage Zeremonien verrichten dürfen, die al» E r s a tz für Verabfolgung der Sterbesakramente durch Priester und sonstige heilige Handlungen anerkannt werden.

Abrüstung um jedenVreis

Eine zweite Einladung an Italien Frankreich.

(Eigene Drahtmeldiing.)

London, 3. März.

Eiv-m diplomatischen Korrespondenten zu­folge ist Pläfident Coolidge der Ansicht, daß eS möglich wäre, durch eine Abänderung d«S Rahmens der allgemeinen Einladung die Wider­stände zu beseitigen, die von Frankreich und Ita­lien wegen der Flottenabrüstung aus- gingcn. ES fei auch auf jeden Fall höchst waheschetnlich, daß Amerika nochmals Fühler in Pari» und Rom auSstrecken werde.