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«enKsg, I. März 1927.

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17 Jahrgang. «- Sk. S*.

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das Weib

saßen, und sie vermög« nichts, waS ihr Heran,

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adt von 20 000 Ein- ihren Gemahl, der ihr jetzt eine monatliche zwischen Rumänien Rente zahlen muß.

rcht für jede saust somit ober 60 mal

Stunde 30 Kilometer. Die Erd«

Der Kasseler Liederverein

Korpulenz macht alt

seine SSngerfahrt zum goldenen Byzanz an,

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Frage und Antwort.

Eine kleine Prüfung für unsere Leser.

Mit welcher Schnelligleit eilt die Erde nnt die Sonne?

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Weise, wie heute getanzt werde, sei geradezu unsittlich. Efis.

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3m Seichen des Frühlings.

Trotz der Stolt* find die Modekünster damit beschäftigt, FrühlingSwiletten zu schassen. Wir zeigen einen Hellen Mantel auS weichem Kasha und einen kleinen Filzhut mit vandgarnitur. Wie wir sehen, bringt auch di« FrühiahrSmode wieder schrichtt Aufmachung, nur die dunkleren Streifen in den KaroS geben etn« hübsch« Rote.

zerin auf, und zwar als Gräfin Eltz, was, wie noch erinnerlich sein wird, in jener Stadt sehr viel Anstoß erregte.

Mitglieder des Hochadel-, darunter der Graf von Thurn und Taris und der Herzog von Lich­tenstein, und sogar der Erzherzog Salvator, ver­suchten di« Gräfin Louise zu überreden, doch für ihre öffentlichen Darbietungen einen anderen

(Gesetzlich geschützt) Nach Dr. med. Arthur La ab. Gegen Schlaflosigkeit, Nerven- und Herzleiden. Eine Tasse jeden Abend vor dem Schlafengehen, Ein ge­sunder, erquickender, traumloser Schlaf ist die Folge, so­daß man am Morgen mit dem Gefühl geistiger und körperlicher Frische erwacht

ist bekannt als der Veranstalter der schönsten Maskenbälle. Köstliche Erinnerungen bewegen in dieser Zeit jeden echten »Ma-kenballerich- am Feste der .Vorzeit". Und waS die Ver­gangenheit geboten hat, das gab auch die la­ckende Gegenwart. Di« Sänger lieben Fahr­ten in die schöne Welt, daß ft« aber gleich an den Bosporus fahren, an das Gestade der blau­en Meerenge des Goldenen Horns, das steht einzig da. Die Veranlassung waren die Stadt- park-Henkel- mit ihrer Saalverzauberung tn Märchen aus ,1001 Nacht". E« schlug mancher Sängers Herz höher angesichts der Hagia So­phia, der Haremsintimitäten und sonstiger orientalischer Schwüle , . . eS gab auch Kasse- lanerinnen, die sich prachtvoll anzupasten wußten. Da wimmelte eS von Phantasiege­stalten aus dem Reiche Sr. Tollität d«S Prin­zen Karneval, in diesem Fall feiner Kolonie zwischen Mittel- und Schwarzem Meer. Ein Original war ein Botaniker... er hat wunder­bare Gelegenheit gehabt, saltsame Blüten kennen zu lernen, schöne sogar. Die alte Politik lebt noch. . . sogar der Kosak war da, eine geradezu grimmig echte Type. In flottem Tempo spiel­ten Mainzer-Stein und Liebelrau »um Tanze auf. Die FaschingSfreude flirtete allüberall ,. . es war wieder einmal ein waschechter Liederver» einsfaschtng. Und am anderen Tag« trat der

M. G. «..Frohsinn

WaS sie entdeckten? Stambul ist wirklich inter­national geworden, ein Tummelplatz der Ver­treter oder in größerem Matze »och der Berttr- terinnen aller Nationen, sogar der von Phan- tosia. Daß das edle Geschlecht der Eunuchen nicht ausgestorben ist, das dickbäuchige, belegte einewürdige* Gestalt von Heidelberger Faß- Umfang. Als es dann zur Demaskierung ging, dreht sich alles um eine originelle Wehlheider Bauerngrupp« mit einem Erntewäaletn in «in- derwagenformat und Erntekranz in Original- Se. Piel Spatz machte ein »Frohsinn-Tele-

-«film von 1000 Kilometer.* Daß di« .Opiumhöhle sich allgemeiner Beliebtheit erfreu­te... wer kann dafür? Jedenfalls loste .Froh­sinn* wie immer viel Frohsinn aus. -a-

Di« «Ehemaligen Säuglinge".

Im großkarierten .Schwenker* und »Vater­mörder- und wehender Schleifenkrawatte gehtS durch di« abendliche Stadt.

»Hallo! Wohin?*

Ein Plerrot, daß blutrote Herz auf der Wei­ßen Backe, hemmt den Schritt.

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War Kolumbus der erste Europäer, der feie «en Fuß aus Amerika setzte?

Der irländischen Literatur ist mit Gewiß- beit zu entnehmen, datz Erik der Rote, ein Fürst dieses Landes, bereits im 10. Jahrhundert eine Kolonie in Grönland gründete. Sei» Sohn drang bis Labrador vor.

Seit wann gibt er Bleistifte?

Di« ersten Bleistifte tauchten in Deutschland in der Mitte des 17. Jahrhunderts auf und waren nichts anderes als in Holz gefaßte Stück­chen Blsidraht. Der Graphit, auS dem sie heut­zutage bestehen, wurde erst 1664 in Tumber« land entdeckt.

Wer hat die Fleisch fressenden Pflanze» entdeckt?

Der amerikanische Botaniker John EWS beobachtete 1769 als Erster, daß eine Pflanze (Dionaea muScipula) durch plötzliches Zusam­menklappen ihrer Blätter Insekten gefangen nimmt. Er teilte seine Wahrnehmung dem be­rühmten Shutt mit und sprach bereits die Der- mutung aus, daß die Pflanze auS den gefan­genen Tierchen Nährstoff« ziehe.

Skandal Im Haufe Sitz

Frau Gräfin tanzt im variett.

aaßertrewöhnlich billig

Herold

rln zu erblicken, _____ _____v___

durchschwommen habe.' Wenn' das Fortschritt bedeute, so sei es besser, wieder umzukehren. Jetzt stche die Frau im Vordergrund, sei aber durch die Gefahr bedroht, daß ihre Freihett ihr tn den Kops steige. Sie glaube ihre Rechte dadurch zur Geltung bringen zu können, daß le den Mann nachahmt, eie trage ein knaben- wftes Aussehen zur Schau, haben einen kna­benhaften Haarschnitt und bte Kleider eines Knaben, aber ein Rückschlag werde kommen. Wollen die Frauen wie Männer aussehen, so werden bi« Männer vermeidlichen.

Die fetzige Frauenmode wurde von MrS Demairst bitter verurteilt. Sie sagt«, daß ft«, nachdem sie ihre Jugendzeit in Paris verbracht habe, jetzt ganz entsetzt vor der Uebescheiden» beit der amerikanischen Mädchen in Kleidung und Betragen stünde. Richt länger würde der Flirt als Sünde betrachtet, st« aber seh« ihn als Degradation der höchsten Ding« des Lebens der Liebe und der Ehe an. In Paris fei eine scharfe TrennungSlinie gezogen, in Ame­rika aber habe sie gefunden, daß Mädchen, die sich als gute Christinnen betrachten, sich ein Be­tragen zuschulden kommen lassen, daS der an­ständigen jungen Pariserin abscheulich vorlaut-

Namen zu nehmen, was sie aber zu tun verwei­gerte. Erzherzog Saltator setzte sich mit dem Vatikan in Verbindung, um die Ehe ungültig erklären zu lassen, aber die Gräfin verklagte

Sckangkal unter Feuer.

Wo die Granaten einschlagen.

Die vor Schanghai liegenden ckinesticksn Kriegsschiffe unter dem (inzwischen zurückgetre­tenen» General Sun haben gemeutert und sind zu den Kantontruppen übergegangen. Sie Ha­ven vor allem das französische Konzessions« gebiet bombardiert

Kinder

alles

Rosenmontag-Fastnacht

Das Ende einer tolle« Zeit.

,up^. ...... ...------------- ------ ----- müsse. Der moderne Danz se^

laffung gäbe, auf ihr Geschlecht stolz zu fein, herunter, und «8 gebe eine gewisse Art, von oarin zu erblicken, daß eine Frau den Kanal Mwü, bte aus der Hölle stamme. Dte Art und

1500 mal schneller als ein D-Zug .

schneller alz eine abgefeuerte Granat« aus ihrer Bahn dahin. AllerdtugS nicht immer mit der­selben Geschwindigkeit, da die Bahn kein Kreis» sondern eine Elltpse ist. Die Geschwindlgteit nimmt bei Sonnennähe, b. i. im Winter, etwas zu, bei Sonnenentfernung, d. i. »m Sommer, etwas ab.

vrevigettn in 6er Wüste.

' Die Frau dasWerkzeug bei Teufels."

Datz die Frau dashauptsächlichste Werk­zeug bei TeuselS* sei, ist die Ansicht der Frau Victoria Booth Demarest, die Enkelin bei Ge­nerals Booth, der bekanntlich die Heilsarmee ins Leben gerufen hat. Diese Ansicht verkündete sie bei Gelegenheit eine! Vortrages in Mon­treal (Kanada) in dem sie den Flirt, die mo­dernen Tänze und dte ßelbentoaft der heuti­gen weiblichen Jugend fürunmäßigen Sport* tn den schärfsten Ausdrücken »erurteilte.

Die Frau habe autzerordentllLe Gewalt, Guter und BöieS zu vollbringen. MrS. De­marest will gewiß nicht den Ä>ort vernachlä sigt sehen, aber glaubt, der Schöpfer habe nich gewollt, daß Frauen MuSkeln wie Stahl be

der

Sparjam^te Kaffeezusatz!

AuS Belgreü» kommt di« Mitteilung, daß die Gräfin Louise Eltz in dem einzigen Kabarett von Betchkekerek, einer Stadt von 20 000 Ein­wohnern an der Grenze zwischen Rumänien und Juaoslavien als Tänzerin auftreten wird. Sie ist bekanntlich die Frau des mit dem Hause HabSburg verwandten Grafen Paul Franz Eltz.

Seute ist Rosenmontag! Ein« wundersame ei verklärt diesen Tag, der Johannes des Fastnachtsdienstags ist. Rur der versteht den Zauber dieses Tages zu ermessen, der am Rhein und im Südenmittenmang* gewesen ist. tn chönerer, in friedlicherer, tn glücklicherer Zeit! So kommt ti, daß gerade heute die in Kassel wohnenden Rheinländer di« Adoptivheimat zu sich in den Stadtpark rufen. Aber auch sonst wird die Standarte des Rosenmontags aufge- richtet, bei den Vberschlesiern in den Bürger­sälen, in den Kaffees, in so und soviel anderen Stätten der Gastlichkeit und Gesellschaft.

Und morgen ist Fastnacht, der Höhepunkt der närrischen Herrsichkelt, der Tag, der hier in Kassel dem Stadtpark gehört, der Stadtkwlle und wie die Säle all« heißen .. . setzt noch ein­mal die Narrenkappe auf, wllt durch ein Mär­chenreich und wer abseits steht, bewahre wohl­wollende Neutralität, denn

... einmal im Iah«

Da nimmt man'S nicht fo schwer. Da fcmat der Bruder Leickmtm 3W Domina daher...

Er kann auch als Pierrot kommen, meinet, halben al» grüner, dar dieser Tage besonders auffiel, weil sein Her z ihm auf der Wange saß. Lache Pierrot, lache Bajazzo . . . Ascher­mittwoch kommt ... er kommt ganz be- stimmt, auch dann, wenn er sich, wie hier bei uns, nicht streng an den Kalender hält . . .! H.

Sin seltsamer Kauz.

Was Herr Meillart im Barietö erlebte.

Ein Herr Meillart in Paris hatte di« Ab­sicht, abends einer Varletö-Vorstellung beizu­wohnen. Zu dem Zwecke Hetz er schon vorher eine Eintrittskarte lösen, di« aus den Platz 141 lautete. Als er abends In den Saal kam und zu seinem Platz geleitet wurde, war dieser von einem Engländer besetzt: dieser hatte die Stum­mer 143 und hatte irrtümlicherweise den Platz Nummer 141 eingenommen. Darauf aufmerk­sam gemacht, rückte er einen Platz weiter.

Meillart .aber war der Abend hierdurch ver­dorben. Seine hygienische Auffassung verbot ihm, auf dem Sessel Platz zu nehmen, der noch warm war durch die Berührung eines anderen menschlichen Wesens. Der Saaldiener kratzte sich Hinterm Ohr und holte einen über ihm ste­henden Angestellten herbei. Auch der erste Auf­seher kam noch hinzu, doch keinem gluckte eS, Herrn Meillart zu überzeugen, daß er ohne Lebensgefahr auf dem Sessel Platz nehmen könne. Zum Schlüsse bot man dem starrköpfi­gen Sklaven seiner hygienischen Auffassung einen anderen Platz und selbst die Direktorloge an, doch der Mann blieb bei seiner Weigerung.

Ich habe bezahlt für Nr. 141 und Nr. 141 ist nicht gehörig In Ordnung, so daß ich nich! darauf sitzen kann. Ich gehe, doch Sie werden noch von mir hören,* sagt« er. DaS ist inzwi- scheu tatsächlich geschehen. Herr Meillart for­dert von dem Theater Zurückerstattung von 70,50 Franken, die er für den Platz gezahlt hat und außerdem zweihundert Franken für Auto- unlosten und da- an dem Abend entgangene Vergnügen. Die Verwaltung hat beschlossen, sich aus nichts einzulassen und eS auf eine Klage ankommen zu lassen.

Vor dem Kriea war sie mit einem reichen araenttnischen Landbesitzer verheiratet, der ihr bet feinem Tod zwei Millionen Goldmark hin­terließ. In Buenos Aires machte st« dann bte Bekanntschaft beS Grafen Eltz, der sie bald darauf gegen den Willen feiner Familie hei­ratete. Das Paar macht« Bettretfen und ihr Geld ging In einigen Jahren zu End«. Der Graf trennte sich von feiner Frau, indem er er- Karte, er würde sich von ihr scheiden lassen, weil seine Familie di« Heirat nicht anerkenn«. Daraus trat sie in einem Wiener Eafö als TSn.

In herrlichen Farben

»Zum Maskenball derEhemaligen Säug­linge!* »Säuglinge? Ehemalige? Das waren wir alle!!" »Ja, aber diese hier sind ein beson­derer Schlag! Sie pflegen die Tradition die­ses »Standes*!* »Na, dann Alaf! Heil Prinz Karneval!" Ein Händedruck und jeder strebt seinem Ziele zu. Im Saal der Schönewald'- schen Gastwirtschaft am Müncheberg haben die Säuglinge" ihre Zelte aufgeschlagen. Ein bun­tes Leben und Treiben. Ein Blasorchester ehe- maliger Milttärmusiker alles Mitglieder Ehemaliger Säuglinge* in bunter, gleich­mäßiger Narrenttacht, wechselt in flottem Spie­len mit einer modernen Jazzband, Am Saal- eingang übt der »blaue Schutzmann* aus der Vorkriegszeit mit dem martialischen Schnauz- bart scharfe Kontrolle. All« sind sie hier, "bet flotte Leutnant und das kleine Ballettmädel, Pieretten und Gondoliere, Cowboy und Ma- haradscha. In allen Ecken und Winkeln sucht die Mte im Unterrock und Nachtjacke mit einer Stallaterne ihren »Ahlen*. Bei der Wiege auf Rädern fährt die Amme denSäugling*. Aber wa» für ein Prachtexemplar! Anderthalb Zent­ner und völlig ausgewachsen! Er »säugt* auck ...auS der Bierflasche! Eine Zigeunerin führt ben braunen Bär an der Rette, läßt ihn nach ihrem Willen tanzen. Dann kommt der große Umzug unter Boanttagung de-Säug- lingSbannerS*. Eine VereinSfahne eigener Art der Säugling mit der Flasche auf grü­ner Wiese. Demarkierung! Welche Ueberra- schung! Daher der eigene Humor, die fröhliche, ausgelassene Stimmung. Prinz Georg der Zweite in höchsteigener Person mit Adjutant u Stab erscheint. Alaf, Prinz Karneval! Und nur zu schnell enteilen die Stunden. Der trübe Morgen aber sieht einen großkarierten »Schwen­ker* mit umgeknicktemVatermörder* durch die _ - - . , - - --------- . regennassen Sttaßen wandern. Ein Pierrot be-

zur Stadt der Moscheen, der Harems (jetzt al- gegnet ihm, das Herz auf bet Back« ist ver lerdings a. D.) und der Geheimnisse aller Art, blaßt. »Schön wars! Wunderschön!*

Kloppöieen mit Verdeck srwssw