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Meler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

dUSil

Amtliche- Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang

Nummer 49. Amtliches Organ der Stadt Kassel. Sonntag, 27. Februar 1927.

Di« Staffel« Neuesten Nachrichten erscheinen wScheakltch sechsmal nachmittag». Der ilbonnement#prei» benag, füi den Mona, 2. X bei freier Zustellung ins HauS. in der Geschättsstclle abgedoli IX) X. Durch die monatlich I.-X ausschließlich tzuflellungsaebühr Verlag und Nedaknon Schlachil>oiftrane 28,30. ftcrnfpretber »51 und »53. ftür unoerlanm etnflelanbte 8cttrnge kann die Sie» daktton eine Berantwonung oder Gewähr in keinem ftalle Übernehmen. Rück- tadlung de» BuugsgeldeS oder Anfvrüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ist ausgeschlossen Postscheckkonto Srontfart am Main Nummer «880.

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Kanton vor den Toren Schanghais.

Brian» fflt Frieden und... Säumung.

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Eine Verständigungs-Bilanz für Franzose» und Deutsche / Deutschland hat sich im Westen und Osten freiwillig gebunden. / An der Räumung kommt Frankreich doch nicht vorbei. / Also soll es für seine Sicherheit selbst sorgen. Die neue Basis für den Handelsvertrag mit Paris.

französischen Fertigfabrikaten die Einfuhr ver­weigern, mit Z o l l zu belegen. Für die Wert- bestimmung ist der Ursprungswert zuzüglich aller Lasten maßgebend. Außerdem kann die Regierung jetzt umfangreiche Zölle aus- setzen. Zwischen Mutterland und Kolonien wird in dem Entwurf unterschieden.

daS kein Grund, daß sie ihre Forderungen in ihren Zeitungen und Reden formulieren, ohne die Erfüllung der nicht nur in Locarno, son­dern im Versailler Vertrag Artikel 431 sestge- legten Bedingungen abzuwarten?

* * *

Die Deutschen bedrohen niemand

Frankreich soll an sich selber denken.

Ueber die vorzeitige Räumung sei noch nicht verhandelt worden, äußerte sich Briand weiter, da sie eine schwierige internationale An­gelegenheit sei.Also warum Polemiken über diesen Gegenstand und über das, was das neue KaHinrtt Marx tue. Man werfe diesem Kabi­nett vor, dstß es reaktionäre Elemente Gegner der Republik und der Annähreungspo- litik enthielte. Um eS zu beurteilen, würde es das beste sein, feine Handlungen a b z u w a r - t e n. Im übrigen," so schloß Briand,wäre es besser, anstatt fortgesetzt über die Reorganisie- rung der Oftgrenzen Deutschlands zu klagen, das französische Heer und seine eigenen Grenzen zu organisieren. Die Bedingungen und Sicherheiten liegen nur bei uns. Wir müssen sie schaffen imd dabei aber in keiner Weise den FriedenSgedamken außer Acht lassen.

London, 26. Februar.

Ei« Blatt meldet aus Schanghai, Sunschu- angfana hatte etwa vierzigtausend Mann zu- sammengerafst. Gräben seien ausgehoben, Maschinengewehrnester gebaut wor­den, und anscheinend s«i auch eine gute Vertei­digungslinie bis zur Stadt Kiuschan, fünfzehn Meilen südlich von Schanghai, gezogen worden. Der seit Wochen anhaltende Regen müsse den Vormarsch der Südtruppen behindern. Die Hauptbrücken zwischen Kiuschan und Sungkiang seien von den Nordtruppen unterminiert.

* * *

Schanghai will benKvmmunlSmuS ausrvtten

London, 26. Februar /Eigener Drahtbericht.) Reuter meldet aus Schanghai: General Tschangsuigtfchang schiebt in einer Pro­klamation dem Kommunismus die Schuld an dem Chaos zu und erklärt, er sei entschlossen, ihn auszurotten. Der Santonefenführer Tschangkaischek wird alS einmitleidloser Räuber und eine brutale Bestie" bezeichnet.

Schmerzensgelder für Schanghai.

Paris, 26. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Dir französische Gesandtschaft hat in Peking einen Protest wegen der Beschießung der fran­zösischen Konzrsfionszone an das Ministerium des Aeußeren in Schanghai gerichtet und sich das Recht aus Schadenersatz Vorbehalten.

Krieg ist Krieg.

Kankau, 26. Februar. (ReBiltdegramm.) Drei Motorfahrzeuge, ei« japanischer Leichter,

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Die Arbplter verlangen dreißig Prozent.

Berlin, ' 26. Februar. (Privattelegramms In der allgemeinen Frühjahrslohnbewegung der deutschen Arbeiterschaft wird jetzt vomVor­wärts" als Antwort auf dir im Cl ober ge­plante zwanzigprozentiäe MwtpreiSerhShung eine dreitzigprozentige Lohnerhöhung verlangt.

Heller und Heller.

Frühlings- und andere Signale.

Wenn auch noch Sturm und Regen die Fen- < ft er und Wangen peitschen, Nebel- und Wollen- , fchwaden tief und dumpf aus Straßen, Fluß l nnb Berge drücken, wenn auch Park und Ham, Busch und Baum noch schwarz und nackt, mür­risch und lichchungrig wie büßende Pllgerfcha- ten ihre dürren Zweige dem Tau- und Flam- menkuß verheißungsvoller Vormärztage entge- i genbreiten, wenn auch noch Menschenharm unv i -Haß erlösungsträchtig gegen die blinden Fen- , stcr der Seele taumeln... Von jenseits der pur- , purgeränderten Söhre- und Werraberge grüßen uns jetzt schon früher und früher die Jubel- Morgenhymnen gleißenden Lichts, zärtlicher streicheln uns vorausgesprengte, beflügelte mar- i zenweiche Windherolde gefurchte Stirnen, wm- terblasse Leidenswangen, drängender garen m jedem kleinsten Erdenkloß die Säfte und Keime : kosmisckrer Lebensströme, erste Blutenglocken; läuten heimliche Auferstehungswunder em und durch manchen Südwindabend läuft ickon der schwache, herbe Geruch schwellender, brauner Knospen. Nun, armes Herz, will dir Natur barmherzig wieder spenden und vergelten, was dir Mißgunst des Schicksals, die Elendskata­komben des Alltags bisher vorenthtelten.

' Aber noch haben sich die Zentnerlasten der A r- beitslosigkeit nicht einen Finger breit vom zusammengepreßten Wirtschaftslech geho­ben, noch sind bei fast verbrauchten Reserven keine Mittel für den Mllionenaupvand nach dem 1. April vorhanden, und dabei saugen sich ,'i.e Polvv->- > ' > Lawe^oa nvirs fester um »a- Opferlamm..

her Osterhase Hirtssefer der enttSüschteu M.eier- schäft jetzt als Osterei den zehnprozenttgen Mietszuschlag ins Frühlingskraut fielest, der vielleicht eine unvermeidliche Etappe für den Abbau des Wohnungselends, zugleich aber auch das L o bn k a m P f s i g na l kür allein vier Millionen Industriearbeiter ist (die Beamten, Staatsarhetter und Angestellten werden folgen) die die Tarife bereits gekündigt haben oder noch kündigen werden. Um die vom Arbeits- minister zugesagte Lohnerhöhung von andert­halb Prozent werden scharfe Kämpfe mit den Schlichtern entbrennen, die hoffentlich zu Nutz und Frommen einer erwarteten Wirtschastsbe- lebung aus friedlichem Wege gelöst werden. In dieses schwierige Dilemma spielt außerdem das Schacherobjekt der Arbeitszeit hinein, bet dem die Regierung als Pflästerchen für die schmerzlichen Mieterbußen, die doch mcht voll auf die Löhne abwälzbar sind, zu weitgehenden Zugeständnissen für die Arbeiterschaft bereis fein soll. Kommt man doch den Gewerk- fchasten in der Sicherung des Achtstundentages soweit entgegen, daß die behördliche Erlaubnis zur Mehrarbeit erschwert und die unbezahlte Ueberarbeit verboten Werden soll. Da aber eine schematische Lösung im Interesse gewisser, be­sonders gelagerter Betriebe vermieden werden soll, wird dabei noch der Reichstag ein gewich­tiges Wörtchen mitzureden haben.

Fast will es scheinen, als konnte ei« einzel­nes Volk und Land allein der WirtschaftS- und Arbeitskrise überhaupt nicht mehr Herr werden, die ja fast ganz Europa ergriffen hat. Aber was nutzen uns die Manifeste und guten Ratschläge der Prominenten und Handelskam­mern, wie auch die gärigen, wenn dem löb­lichen Willen zum Zollabbau, zum Ausgleich der Währungen, der Produktion usw. nicht als­bald die Tat auf dem Fuße folgt? Oder wird die groß aufgezogene Genfer Weltwirt­schaf t sk o n fe r e n z im Mai sich amb ein­mal die Lebensbedürfnisse deS Konsumenten, deS Verbrauchers angelegen sein lassen, aus dessen Taschen die großmächtigen WirtschaktS- barone doch eigentlich leben? Wird man viel- leicht auS den Rückwirkungen der schwinden­den Kaufkraft auf den Welthandel end­lich die zwingenden Schlüsse ziehen, daß nur auskömmliche Löhne bei erschwinglichen Prei­sen die Lebenshaltung zu heben, den Umsatz zu steigern, die Arbeitsstätten zu bevölkern und den Blutkreislauf der Wirtschaft aufzuftischen vermögen? Auch die Verbraucher sollten in tue. fen Weltkonzilen der Börsenfürsten ihre Thesen zur Hebung deS Austauschprozesses neben der Ofsensive gegen die künstlichen Absperrungen, die den Verkehr erschweren und die Waren ver­feuern, energischer durchzufechten versuchen.

3m Anschluß an die epochemachenden Welt- und Atlantikflüne des Schweizers Mitteidol,er und des Italieners de Pinedo werde» von fachkundt- ner Sette einem «nferer Mitarbeiter über bte Bedeut»»« Meter Slime und über de» Stand der Berkebrsflieserci nud ihre Aussichten im Jahre 1927 folgende Anffchlüffe erteilt:

Dem Flug über die ganze Länge des afrika­nischen Festlandes von Kairo bis Kapstadt kommt nicht nur die Bedeutung einer Sportslie­gerei zu. Er hat vor allem gezeigt, daß die deut- che Fliegerei und die deutsche Flugzeug­erzeugung durch die rechtswidrige Aus­legung und Anwendung des Versailler Vertta- geS nicht dauernd zurückgeworfen werden konn­te. Knapp in einem Jahre deutscher Lustfreiheit wurden bereits so große Ausgaben bewältigt, wie die Durchquerung ganz Asiens und ganz Afrikas, einmal mit Junkers­und das andere Mal mit Dorniererzeugniflen. Diese Vorgänge waren nicht nur eine gewalttge Leistungsurkunde, sondern ihnen kommt auch die Vorbereitung der

Siebenmeilcnstiefclwegc über Land und Meer zu, die in wenigen Jahren zu einer Selbstver­ständlichkeit geworden sein werden. Fast gleich­zeitig mit der Beendigung der Afrikaüberflie- gung kam die Nachricht von dem erfolgreichen Ozeanflug des Italieners de Pine­do, der von Porto Praya aus den Kapverdi­schen Inseln über eine Meeresstrecke von 2600 Kilometern hinweg den kühnen Luftsprung nach Porto Natal in Brasilien zurücklegte. Er wie- derliolt- damit die großartige LiMmg de« Spa­niers Kapitän Franco, öer t.,.i seinem Hei- matlande ebenfalls über die Wettesten Meeres­breiten hinweg nach Südamerika gelangte, wo­bei er sich eines Dornier Wal bedient hatte. Diese gigantischen Flugleistungen im Verein mit dem stetig sich ausbreitenden Lustnetz tun doch überzeugend dar, daß die Fliegerei aus den Kinderschuhen hinausgetreten ist, und in das Mannesaller ihrer höchsten und zu­verlässigsten Leistung hineinwächst. Diese Nederland- und Meerflüge sind nicht nur mehr sportliche Leistungen, sondern Pionier- laten für ihre regelmäßige und allgemeinnütz­liche Wiederholung. Die Leistungsfähigkeit des Materials ist bewiesen; die Leistungsfähigkeit des Fliegers, des Menschen ist ebenfalls bewie­sen. Erfahrungsgemäß wird durch solche Taten einzelner das Selbstvertrauen und die Quali­tät der ganzen ernsten Pilotenschaft ruckweise emporgeriflen. An solchen großen Taten

stählt sich ein ganzes Geschlecht!

Die Auswertung solcher sportlicher, persönlicher Ereignisse für eine wirtschaftliche, auf breiter Grundlage fußende Norm ist deshalb keine Utopie. Die letzten Riesenflüge sind bereits ein Anfang zur Einrichtung eines regelmäßig beflogenen Luftverkehrsweges. Die Hindernisse für den regelmäßigen Verkehr zwischen Hamburg und Schanghai liegen viel mehr auf der Erde, soll heißen auf dem politischen Gebiet, als in technischen Ange­legenheiten. Der fünftägige Wirt­schaftsaustausch zwischen Westeuropa und Ostasten ist in dem gleichen Augenblick gesichert, in dem man weiß, daß der friedliche Flugverkehr nicht mehr von politifcben Fragen beeinflußt wird. Tie deutsche Flugtechnik ist bereit nö­tigenfalls auch im Verein mit der durch forcierte Pflege zu großer Leistungsfähigkeit gelangten russische Fliegerei nickt nur einen regelmäßi­gen Tagesflugverkehr, sondern die gewaltige Entfernung auf drei Tage im Tag- und Nacht­flugverkehr abzukürzen.

Zwischen London und Indien, zwischen Spanien und Südamerika und zwischen

Kairo und Kapstadt

wird man in ganz kurzer Zeit ebenso zuversicht­lich an eine regelmäßige Flugverbindung den­ken können. Mit einem Aufwand sehr großer Mitte! finanzieller und persönlicher Art hat die e n a f i f ch e und die französische Kon­kurrenz in Ostasten die Bedeutung der deut­schen Flugleistung herabzusetzen versucht. Der chinesische General Tschangtsolin konnte sogar ein hohes Honorar nur für die Tatsache einstreichen, daß et die deutschen Flieger auf chinesisckem Boden nicht eines Empfanges wür­digte. Das Ausland begreift in vollstem Um­fang- die Werbekrast gerade solch großartiger Fkugleistungen und die ausländische Politik un­terstützt desbalb auch in ganz besonderem Um­fange die heimische Fliegerei durch StaatS- unterstützung. Auch Deutschland finanziert zu ungefähr achtzig Prozent durch Staatsunter- stützungen den Flugverkehr. Aber während tn

Der Soff als Waffe.

Pariser Handelsbarrikaden gegen Berlin.

(Durch Funksvtuch.)

Paris, 26. Februar.

Zum neuen Zolltarif-Entwurf erklärte gestern Handelsminister Bokanowski: Die Zollsätze lau­ten auf Papierfranks. Der Tarif enthält einen Maximal- und Minimaltaris. Aber in ganz aussergewöhnlichen Fällen kann die Regierung durch Sondergesetze für gewisse Produkte die Herabsetzung der Tarife unter die Mi, nimalsätze durchführen. Der Entwurf er-

Banditenterror in China.

Ein Eisengürtel vor Schanghai gegen die Kantontruvpen / Cm Rache- schwur gegen den Kommunismus / Litauens Fehdehandschuh für Polen

LfchanglsoUns Offensive gegen England.

Berlin, 26. Februar. In einer Meldung aus Schanghai heisst eS, dass Tschangtsolin be­absichtigt, demnächst auf dem Wege über die Pe­kinger Regierung eine diplomatische Offensive gegen England zu eröffne« «nd das ganze Problem der Konzessionen aufzurollen.

5taub bleibt Raub.

LitauensKriegszone" gegen Polen.

(Eigene Drahttneldung.)

Berlin, 26. Februar.

In der gestrigen litauischen Regierungserklä­rung wird als Ziel ein unabhängiges Litauen mit dem von Polen geraubte« Wilna als Hauptstadt genannt. Die Regierung strebe dir völkerrechtlich garantierter Rcutralität Litauens an. Die sogenannnte Kriegszone gegen Polen müsste durch eine Art internationaler Berwaltung besonders neutralisiert werden. Im übrigen wolle die Regierung zu keinem der grossen Nachbarn Litauens engere Anlehnung suchen. Zu den angeblichen Plänen, Litauen als Austausch gegen den Korridor Polen zuzu teilen, heisst es, diese« Plänen würde Russ­land kaum ruhig zusehe« u. nicht ernst nehmen,

ein Schleppboot und kleinere Fahrzeuge wurden von den Nationalisten bei Schaft mit Mag belegt und auf ihnen dir nationa, ischen Flaggen gehisst. Zwei den später wieder freigrlassen, die übrige! Truppentransport verwendet.

Paris, 26. Februar. In einem Preffemter- view bezeichnet Briand als Ziel der Annähe­rung, dass durch Abkommen usw. nach und nach ei« Zustand der moralischen Solidari­tät und der materiellen Abhängigkeit ge­schaffen werden soll, In den großen Nachbar­staaten, die sich beide ergänzen und nicht von­einander trennbar sind, sei eine Neuorien­tierung herbeiznführen. Ich habe immer ge­sagt, daß dies ein Werk aus l a n g e Sicht sein wird, das viel Geduld, viel Mut und viel Takt von beiden Seiten erfordert, und daß der zu beschreitende Weg mit Hindernissen belegt ist. Die erzielten Resultate seien schon mehr be­achtenswert. In Locarno habe Deutsch­land sich freiwillig verpflichtet, die Rheingrenze zu respektieren und Elsag- Lothringe« als endgültiges französisches Gebiet anzuerkennen. Gewiß ist nach der polnif chen Seite eine Gefahr vorhanden. Immerhin hat sich das Teutsckie Reick in Locarno verpflichtet, keine Abänderung dieser Grenzen durch Gewalt^» versuchen.

DekstänSigung statt Haß.

Briand kein Gegner der Räumung.

~ i ' r > - - . fort, entschlossen, dem Westen zugewandt u.-ld begrif­fen, daß sein wirkliches Interesse in der »er- tändigung mit den Alliierten bestehe. Deutsch­land habe auch das Bölkerbundstatttt f r e i w l l - lig anerkannt und ave seine Verpflichtun­gen übernommen Jetzt sind seine Vertreter, namentlich sein Außenminister, gezwun­gen, viermal im Jahre nach Gens zu reifen, um ich mit den Staatsmännern zu besprechen, so­daß wir endlich im persönlichen Verkehr eine

große Politik der deutsch-französischen Annäk-erung

betreiben können, ohne die eS unmöglich ist, an einen restlosen Wiederaufbau Europas zu den­ken. Bedeuten diese Tatsachen nicht einen be­trächtlichen Fortschritt uny schließen sie nicht eine tiese Aenderunq des öffentlichen Geistes in beiden Ländern in sich? Briand meinte weiter: Ist das etwas Anormales, daß di- Deutschen die vorzeitige Räumung und Freiheit ihres Bodens fordern? Wür­den wir nicht das Gleiche tun? Und ist