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$> Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Nummer 45. Amtliches Organ der Stadt Kassel. Mittwoch. 23. Februar 1927. Amtliches Organ der Stadt Kafiel. L7. Jahrgang
anietotHDttife: Smbetmtldie »tkbäftfcitnetgen HetU 2U j|. aueroärtiae iSefdjäft#. anjetaen .Beile 30 X. »amilienaniefgen Seile 20 X. Rletne Anzeigen ba»JBori 4 i. Reklamen btt Seile 75 X. Cffertaeeübt 90 X >be- Sufenbuna bei Cfterien 50 4i. Rechnung«beirä,e flnb innerhalb 5 lagen jo bejablen. Kur die Richug- kett aller burck nernfprecfter aufgegebenen Anzeigen loroie für nufnabmebaten «ich Plive kann nicbt garannen werben. Kür Anzeigen mü befonberä tflHine» rigem Latz 100 Prozeni flufftbtag. Druckerei: SLIaLlbolftrafte >1/30. ©efcbaftS« stelle: »blnflcbe Strafte 5, gegenüber bet Eeobrftrafte. ÄernfareSer 051 unb 053.
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Wer schasst die Vereinigten Staaten von Europa?
Sin kühler Frühling.
Zwischen Gens-Berlin-Warschau.
(Eigener Informationsdienst.)
Zn blindem Faschlstengchorsam.
Keine Partei, sondern ein Bürgerheer / Mussolini denkt für alle / Der Faschist
Wie man in hiesigen diplomatischen Kreisen vernimmt, legt man der kommenden Märztagung der VölkerbundSrateS grob« Bedeutung bet, da sich diese mit einer ganzen Reihe von wichtigen Fragen zu beschäftigen haben wird. Wenn auch die Frage deS China-Konslik- 1 e S wahrscheinlich in Gens keine Rolle spielen wird, obwohl eS nicht unwahrscheinlich ist, daß der chinesische Vertreter im Völkerbund die Intervention England- und vor allem die Satt» düng eine» englischen Expeditionskorps aus chinesischem Boden zur Sprache bringen wird, so dürfte die sich darau» resultierende Gereiztheit einiger Völkerbundstaaten sich auch bei beit Genfer Verhandlungen geltend machen. Weiter wirst die Frage der Neuernennung der Saarregierung und eines Saarpräsi- deuten sowie die Frage der französischen Saarbesatzung ihren Schatten voraus. Ti« Ursache seine» Rücktritts ist, wie der Saarpräsi- dent selbst angibt, seine durch Aerger untergrabene Gesundheit: E» ist di« Unmöglichleit, gegen dir französisch-belgisch-tschechische Mehrheit in der Saarregierung eine vertragsmäßig neutrale BerwaltungSmethode an der Saar durchzuführen.
Daneben sind e» vor allem Fragen, die sich auf daS verhalten Polens beziehen, einmal in der Frage der ostoberschlestschen Min- derheitsschulen, zum anderen in Danziger Angelegenheiten. In der polnischen Rechtspresie wird bereit» gsdroht, daß die Polen eine Ent- scheidung de» Völkerbünde» gegen Polen nicht anerkennen würden, sondern unbeschadet der Aussassung de» Völkerbünde» die Politik in Oberschlesien in der bisherigen Weise sortkühren werden. Stxefemann» Absicht, direkt von San Remo au» nach Genf zu reisen, steht setzt so gut wie fest. Von einer Aen- derung dieser seiner Absicht ist bisher amtlich nichts bekannt geworden. DaS Argument, daß Dr. Stresemann seine Reise nach Genf von der Beteiligung Chamberlain» und Briand» an der Ratstagung abhängig machen wolle, ist nicht unbedingt durchschlagend. An deutscher zuständiger Stelle ist übrigens nichts davon be- kannt, daß Chamberlain und Briand nicht nach Genf gehen werden. Hinzu kommt, daß Deutschland bet der diesmaligen März- tagung de» VöllerbundeS zweifellos den Vorsitz führen wird. Ob eS Stresemann im Süden gelingen wird, durch Au», sprachen mit den betreffenden Staatsmännern (man munkelt ja noch Immer von Zusammenkünften mit Briand-Musiolini), die brennenden Fragen der Tagespolitik weiter zu klären, steht noch dahin. Der hier und da austauchende Op- limiSmuS, al» ob bei dem Zusammentreffen zwischen ihm und dem polnischen Außenminister in Gens bei der jetzt bevorstehenden Völkerbundratstagung die Schwierigkeiten ohne weiteres überbrückt werden könnten, ist jedensalls kaum berechtigt. Herr Dl. Stresemann hat sich auch schon früher mit seinem polnischen Kollegen unterhalten, ohne daß damit eine deutschpolnische Annäherung erzielt worden wäre. Die Dinge liegen ja auch nicht so, daß nur ein Ungeschick der beiderseitigen Unterhändler zu der deutsch-polnischen Krise geführt hat, sondern die Ursache dieser Krise liegt wesentlich tiefer, nämlich in den Methoden der polnischen Außenpoli- tik. Trotzdem wird man es begrüßen, daß die ersten Tage de» März eine Zusammenkunft der beiden Außenminister bringen und es braucht wohl kaum besonders betont zu werden, daß Herr Dr. Stresemann sich mit dem Minister ZaleSki nicht über da» Wetter und die Schönheit de» Genfer Sees unterhalten wird, sondern daß sehr ernsthaft der Versuch gemacht werden dürfte, die vorhandenen Schwierigkeiten zu beseitigen. DaS liegt zweifellos auch im Interesse der gesamten deutschen Außenpolitik, denn noch immer wird ja die Spannung zwischen Berlin und Warschau von den französischen Blättern zu einer Propaganda gegen Deutschland ausgenutzt, und zweifellos ist diese deutsch-polnische Spannung auch nicht geeignet, die ohnehin ins Stocken gekommene Frage der Rhrtnlandräumung zu fördern.
Man wird aber, wie gesagt, gut tun, auf Genf keine übertriebenen Hoffnungen zu setzen. Die Dinge haben sich feit Tbotrv nicht günstiger gestaltet, sondern eS ist ein Rückschlag einae- treten, den zu leugnen ungemein töricht wäre. So dürfte diesmal die Genfer Atmosphäre einen VorsrühlingSmäßio kalten T»n aufweisen und selbst Forellensrühstücke dürften kaum nach alt- erprobten Rezepten die Spannung überbrücken.
gehorcht und stirbt / Floltenabrüstungskonferenz am 1. Juni / Eine grausige Warnung in Schanghai / Vormarsch der Kanton-Truppen auf Schanghai
Rom, 22. Februar. (Eigene Drahtmeldunz.)
Bei der Einsetzung der neuen faschistischen Parteileitung hob Generalsekretär Xurati her. vor, daß unter den jungen Italienern der Widerwille gegen die Wahlseuche so eingewurzelt sei, daß er sich wundere, warum sich die faschistische Bewegung noch immer Partei nenne und nicht einfach Heer, da» bürgerliche Heer der Ration, da» nicht wähle, sondern gehorche, kämpfe und, wenn nötig, sterbe. Angesichts de» Staates gebe es nur eine Parole: „Alles für den Staat, nichts gegen den Staat!" Auch an der Spike der Syndikalisten müßten Schwarzhem, den stehen. DaS Ziel fei sicher zu erreichen, weil darüber das Buge des Duce unb dir faschistische Miliz mit ihren dreihunderttausend Gewehren wache, zu jeder Probe un- zu« Sterben bereit.
Sin freies Wort in der Kammer?
Rom, 22. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Für die in der Wiedereröffnung der Kammer am 23. Februar beginnenden -»batten haben sich schon über hundert Abgeordnete zum Wort gemeldet, da Mussolini eine erschöpfende Behandlung wünscht.
Beamte als Must-Aaschlsten.
Rom, 22. Februar. (Eigene Drahtmeldung.'» Ein königliches Dekret bestimmt, daß auch die Beamten deS Obersten Rechnungshofes ab gefetzt werden können, wenn sich ihr Betragen als unvereinbar mit den politischen Direktiven der Regierung herauSgestellt habe.
Auf Wunsch Japans.
Abrüstungskonferenz am 1. Juni in Washington
(Eigene Drahtmeldung.z
Washington, 22. Februar.
Staatssekretär «ellog erklärte, daü Amerika bereit sei, dem Wunsch Japans zu entsprechen, bie von Coolidge vorgeschlagene Flotten- Abrüstungskonferenz am 1. Juni anzusetzen.
*
Stallen bleibt gerüstet.
Rom, 22. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Di« heute dem amerikanischen Botschafter tr Rom übergebene italienische Abrüstungs-Antwortnote verteidige laut Preffenotig die besonderen Interessen Italien», da der Schutz zur See für Italien, namentlich im Mittelmeer eine Lebensfrage sei.
Qlrotnttnitn» Absage an Looiidge.
Buenos Aires, 22. Februar. (Kabeltelegramm) Die argentinische Regierung will an der von Coolidge vorgeschlagenen Abrüstungs- Konferenz nicht teilnehmen, sondern die Gen- fer Ergebnisse abwarten.
Köpfe auf Mühlen.
Grausige Streikabwehr in Schanghai.
(Amtliche Drahtmeldung.)
London, 22. Februar
Nach den gestern berichteten Maffenhinrich- tungen in der Chinesenstadt von Schanghai sind überall die abaeschlagenen Köpfe bin- gerichteer Studenten und Streikposten in Käfigen auk P f ä h l e n W Schau gestellt. Ein Korrespondent meint, daß durch die Enthauptung das Streikfieber gebannt sei. Der bisherige »erlauf de» Streik» hat bewiesen, daß
die kommunistisch« Organisation vorzüglich ist, sowohl in der Geschloffenheit der Aktion, die fidi eher gegen Sunschuangfang als gegen die Engländer richte, als auch in der S ch ne l l i g k e i t, in der der Schlag fiel, und in der unumschränk. ten Herrschaft über die ^Massen.
Albion muß sich beugen.
Unter dem Kommando der Chinesen.
(Eigener Trahtbericln i
London, 22. Februar.
Rach dem Abkommen mit Kanton wird die Konzesstonsverwaltung in Hankau am 15. März von dem englischen dem neuen chinesischen Stadtrat übergeben, in dem Eng- land nur eine Stimme hat. Diese Be- stimmung bleibt in Kraft, bi» die Bersch m e l z u n g der fünf AuSlands-Konzesfionen in einen einzigen Bezirk durchgeführt ist. Chamberlain lehnte im Unterhaus eine Diskussion des Abkommens ab, um die weiteren Ver- Handlungen nicht zu stören. England wolle in China freie Verträge aus der Grundlage der Gleichberechtigung abschkietzen. England habe sich daS Recht Vorbehalten, frei über feine Truppen zum Untertanen-Schutze zu verfügen.
Schanghai vor dem Fall?
Bormarsch und Siege der Kantontruppen. (Privat-Telegramm.)
Köln, 22. Februar.
Die niederländische Telegraphenagentur meldet aus Schanghai. Die Kantontruppen haben die Stadt Ningpu von Schanghai geplündert. Unter den zahlreichen Toten befinden sich auch Mitglieder der Fremdenkolonie. Tie dritte Armee der Rordtruppen hat vor Schanghai gemeutert und ist zur Südarmee übergegangen. — Die Disziplin der Nationalarmee lockere sich Immer mehr. Die nationalistischen Streitkräfte ständen nur noch fünfzig Meilen von der Stadt Schanghai entfernt.
Noch ein Weiter Weg
. . zu den „Bereinigten Staaten von Europa." (Amtliche Drahtmeldung.»
Pari», 22. Februar.
In einem Bölkerhundvortrag in Brüssel war Aba, Loucheur darüber erstaunt, daß ein so liberaler Geist wie Dr. Wirth habe sagen können, daß Deutschland mit dem Beitritt ein großes Opfer gebracht habe. Sein Ziel sei die Aufrechterhaltung deS Frieden» durch politische und wirtschaftliche Mittel (Abrüstung und Schiedsgerichtsverfahren). Für die Weltwirt- schastskonferenz müßten zwei Punkte besonder» berücksichtigt werden: 1. Zollpolitik, 2. die industrielle Organisierung Europas. Die Auf- richtuna der Bereinigten Staaten von Europa durch Riederreißung der Zollschranke sei unmöglich. Da aber Europa mit dem gegenwärtigen prohibitiven Tarifen nicht weiter bestehen könne, müßte eine Aenderuna erfolgen. Was die industrielle Organisierung Europas betreffe, so fei der Wert von Kartellbildungen nicht abzustreiten, jedoch bergen sie Gefahren für die Arbeiterklasse und für die Verbraucher. Infolgedessen sei eine Kontrolle durch den Völkerbund notwendig. Bei der wirtschaftlichen Reorganisierung der Welt spielten Deutschland und Amerika eine hervorragende Rolle.
Aufstieg zum Ozmnflug.
be Pinedo nach Brasilien unterwegs / Ein zweiter Weltfluq.
Pari», 22. Februar.
Nach einer Meldung au» Saint Vincent aus de» Kapverdische» Inseln ist der italienische Flieger be Pinedo gestern avenv um 11,30 Uhr bei gutem Wetter in Porto Braia gestartet, um de» vzea nflug zu wagen. Er gedenkt, un der Küste Brasilien» in Poet San Martinho zu lande».
Mailand, 21. Februar. Der Fl-.egennajor Tideo Karre Borges Ist mit zwei Begleitern zum Flug um die Welt gestartet uns bereits bi» Alicante gelangt. Da- Flugzeug kann mit einer Nutzlast von 3PÖ0 kg zwanzig Stunden lang fliegen. E» besitzt Radioanlaae und Vorrichtungen, um bei einer Notlandung auf dem Meere weiterfahren zu können.
WenndasHerzspricht.
Herzog und Schauspielerin: Ein Liebesroman.
Der Privaima»» Joachim Er ast Mlbrtm Karl
tilit EMabeth Strickrot» oboe Beruf weit« die Ehe miteinander elugehen. Allo lautet der «üchteruc Busbaua im Rathaus der ehemaUaeu Sarzresiveuz i« Balleuitedt. um de» ei» Blatt iolgcuöe iutcreklaute Histörchen (licht.
In dem gleichen Kasten hing vier Wochen vorher, Ansang Januar, ein anderer AuShang, der etwas ander» lautete:
.Der Schriftsteller Emst Vollrath v.
Leben, geboren zu Berlin, jetzt wohnhaft zu München, und die Schauspielerin Ottilie Elisabeth Strickroth wollen die Ehe miteinander eingehen." , v .
In dieser kurzen Zwischenzeit hat Fräulein Strickroth ihren Beruf verloren, der junge Herzog Jomchim Ernst hat am 11. Januar 1927 sein sünfundzwanzigste» Lebensjahr. erreicht, das Hausgesetz mit Genehmigung seiner Geschwister umgestohen. das besagt, nur adlige Tarnen dürfen in das Haus Askanien heiraten — früher hieß es: nur Damen von mindestens reichsgräflichem Geblüt — und beendet damit einen etwa zwei Jahre in vouer Oesfentlichkeit sich abspielenden Liebesroman. Dieses zur Faschingszeit publizierte Aufgebot erinnert an die Ballenstedter Zeit im Sommer 1925, da der junge Herzog fein Hoftheaterchen entzückenb auSqestaltet, mit den Dessauern eine Spielzeit aufsiellte, die der Beginn eines zweiten Wet- mnaen werden sollte, und die dann nach einem Defizit von zirka 100000 Mark, dessen Größer- werden die Hofkammer einen Riegel vorschob, mit dem „Grafen von Luxemburg" und dem „Weißen Rößl« harmlos, auch wie ein Theaterkulturwitz endete. Damals lernten der junge Herzog und Fräulein Ottilie Elisabeth, die als Schauspielerin von Gotha her, wo ihr Vater Intendant war (jetzt in P la ne n), sich kennen und lieben. Sie galt bald als erklärte Favoritin. Auch als Herzog Joachim Ernst nach seinem amüsanten Regisieurspiel in Ballenstedt eine Amerikareise antrat, deren nachhaltigster Eindruck nach einem damaligen New- Norker Interview die
teuren seidenen Danrenstrümpfe in Amerika gewesen fein sollen, blieben die zarten Fäden gebunden, ja sie spannen sich fester und an den Ballenstedter Stammtischen und Kaffeekränzchen gab e» viel und oft zu flüstern, wenn die kleine elegante Karrosserie, von Fräulein Strickroth selbst gelenkt, oder der weiße Wagen des Herzogs durch den Ostharz eilte. Diese Verehelichung mit einer Bürgerlichen ist nichts Neues in der Familie Askanien. Man entsinnt sich au» allerletzter Zelt, daß die ehemalige Prinzessin Joachim von Preußen (Pein- zessin Marie Auguste von Anhalts, die Schwester des Herzogs Joachim Ernst einen bürgerlichen Fabrikanten Dienert heiraten wollte, dann aber kurz vor der festgesetzten Hochzeit das Verlöbnis löste und kürzlich den Reichs- sreiherrn v Loen, den Sohn des ehemaligen anhaltischen Staatsminister v. Loen heiratete. Als sie wie häufig in Ballenstedt weilte, nahm sich dort der beliebte Opernlänger Clan« von der Desiauer Oper da» Ledens Zu Figuranten der Weltaeschichte sind der aste Desiauer Fürst Leopold, der General des zweiten Preußenkönigs, und sein Sohn Wilhelm Gustav geworden, die beide
gleichfalls Ehen mH Bürgerlichen eingingen, von denen die eine, die Gattin deS alten Dessauers, durch kaiserliche Gnade in den Stand einer Reichsgräfin von Anhalt erhoben wurde. Fürst Leopold heiratete feine Jugend- aespielin Anna Luise, die Tochter de» Desiauer Apothekers F ö h s e, „fein liebe» WiSgen", fein Sobn ebenfalls eine Dessauerin Sophie Herre. Beide sind tn Lustspiel, Film und Operette oft bi» in die letzte Gegenwart hinein über die Bühne gegangen u. Herzog Joachim hat selbst im Somer 1925 die Operette „Annaliofe" dirigiert, in der seine jetzige Herzliebste mitspiel- te. Auch ein Bernburger Fürst — da» Hau» ASkanien hat sich in viele Linien: Dessau Zerbst, Bernburg. Köthen. Harzgerode, Hoym oft zersplittert — Karl Friedrich von Anhalt hat am 1. Mai 1715 die Tochter de» fürstlich harzgeröderischen Kanzkeirates Nüßler in Harzgerode trotz vieler Widerstände geheiratet, die dann durch Kaiser Karl V1.1720 nachträglich zur
Reichsgräfin von Ballenstedt erhoben wurde. Damals regierte im benachbarten Quedlinburg die bekannte Geliebte König Augusts von Sachten, die schöne Aurora v. Königsmark als Pröbstin. spätere Aebtissin unb sie sandte dem jungen Paare als Anlaß ihrer Erhebung einen köstlichen Glückwunschbries in