Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Sonntaq. 20. Februar 1927
Amtliches Organ der Stadt Kassel.
Nummer 43
Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. IahrgUUK
Di« Sljfielei ikueften i«ad>nd)ten eridienen wödtentlitb ittbomal nachmittag». Lea Abonncmenisvreis benagt fQi bett Monat 2.— X bet tretet .3ufteuuna tue Haue, tn »er (Seitbäftefteae abgeholt t.«> X. Durch bte 1?ofi monatlich 2.- X aueichltekliL .lufteüungeaebübt «erlag und Slebaftion $*la<t)thot"Ftrafte 2*30. Kern'vrechet »il und 053. ftür unverlangt etngeianbte «enräge kann bte Neoaktton eine Verantwortung ober (Semäbt tn feinem Kalle übernehmen. Nuck- tablung beb «erugsgelbe» ober flniurfitbe wegen etwaiger nick' orbnunasmSMger dieteruna ift aubaeidtloüen Polllcheckkonto kranklurt am Main Nummer MW.
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Riesen-Aussperrungen in Snchsen-Schlesien.
■i * "-—~ - -- - - S. Ul I BraMaSelu in Wma Aicaragua
Eine ^erlitw: Gesandten-Revue.
Reichswehrprogramm und Abrüstungskomödie.
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Mailand 19. Februar. (Privattelegramm.) nil Biele Personen (prangen, während der Auf dem Korner See hat sich eine SchifsStra. Dampfer sank und schließlich verschwand,
über Bord und wurden von Booten mtfgefischt.
Sine Erdbebennacht am Kanal
r.n, ruinöfin »ffiWMMjM «SJ»
Generalstreik und Arbeiter-Ultimatum in Shanghai / Die Engländer -ollen fort / Mafienflucht der Ausländer und Miffionare / Amerikas verdächtige Truppentransporte / Sie wollen Diaz mit Gewalt halten.
säerschimps auf sich sitzen lasten: „®te predigen Master und trinken heimlich SSetn?“ Und vor allem- Will der deutsche Michel dieses funkelnde
Noch ein verschollener Dampfer.
Rewyork, 19. Februar. (Durch Funkspruch.) Der amerikanische Dampfer Elkton, der auf dem Wege von Schanghai nach Rewyork war, ist verschollen. Es wird befürchtet, daß siebenunddreißig Mann der Besatzung verloren find.
mb die Gesandten
gewistennatzen BerbindungSofflziere zwischen der Reichsregierung und den Ländern, obwohl die Mehrzahl der Kritiker, die einer Vereinfachung des Beamtenapparates ba$ JBort reden,nicht mit Unrecht aus die großen Stäbe dieser Gesandtschaften hingewiesen haben. So besteht die Bayerische Gesandtschaft aus drei Staatsrätcn, zwei Ministerialräten und einem Legationsrat, die Sächsische aus drei Ministerialdirektoren, einem Ministerialrat unv zwei Legationsräten. Württemberg hat außer seinem Gesandten einen Ministerialrat und zwei Ober- regierungsräte, Baden einen Ministerialdirektor und einen Ministerialrat. Dagegen begnügen sich Thüringen, Hesten, Hamburg Mecklenburg- Schwerin, Oldenburg und Braunschweig mit einem Legationsrai bzw. Oberregterungsrat. Auch der Bayerische Gesandte von Preger macht heute Figur in der Berliner Gesellschaft. Er ist unverheiratet und macht ein großes HauS in seinem schönen eleganten Eesandtschaftsgebäude. Daß er nicht die guten Herrendiners gibt, die noch als Erinnerung an die Lerchenfeldsche Zeit un- vergeflen sind, nimmt ihm niemand übel. Die Not der Zeit verbietet das und setzt
Geheimrat Beron Biegeleben, der fett 1911 ununterbrochen hessischer Gesandter in Berlin gewesen ist, tritt zurück, weil er als beinahe
Mehrere Personen werden vermißt. Eine Frau starb später. Kapitän und Maschinist des verunglückten Dampfer« wurden verhaftet.
schreckte Bevölkerung die Nacht im Freien zu. England) verspürt. In Jersey brachte bte er-
Winters Rückkehr im Süden.
Rom, 19. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Die Morgenblätter bringen sowohl auS ®t$t- ticn, wie auch aus Kalabrien Nachrichten über Kälte und große Schneestürme. In St- zilien hat der Schneesturm in den Oltvenpflan- gungen großen Schaden angerichtet.
Der Zug des Todesstunns.
Rewyork, 19. Februar. (Funkdienst.) lieber die Staaten Texas und Louisiana ging gestern ein heftiger Wirbelsturm nieder, der neunzehn Personen getötet hat. Davon gehören acht der- selben Familie an Fünfzig wurden verletzt.
Gleichberechtigung noch lange in der Scheide sitzen und rosten lassens &•
London, 19. Februar. (Eigene Drahtmeldung.)
Laut Pressebericht ist die Lage in Schanghai äußerst ernst. Der Generalarbeiterrat hm mitgetettt, daß die Arbeiter für heute Bormittag einen Generalstreik verlangen, um ihre Forderungen nad) Räumung Schanghais durch dir britischen Truppen und das Heer Sunschuan fangS mit Gewalt durchzusetzen. Die Sira- tzenvahn stellte um Mitternacht die Arbeit ein. Einem Telegramm zufolge wurde ein britischer Dampfer auf dem oberen Bangtse requiriert, woraus ein britisches Kanonenboot in Aktion trat. Infolge der BerMechterung bet militärisckzen Lage in bet Provinz treffen zahl reiche geflüchtete Missionare und Ausländer in Schanghai ein. Ein anderes Blatt nimmt dagegen an, daß das Handelsabkommen zur vn- terschrift vorgelegt und daß die früheren Meinungsverschiedenheiten beigelegt worden seien.
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Die Artillerie baut ch ein.
Zürich, 19. Februar. (Privattelegramm.) Ein Blatt meldet aus Schanghai: Die britischen Landungstruppen haben vor Schanghai Artillr- rie-Un ter stünde errichtet. Die Anwesenheit japanischer Generalstabs-Offiziere im britischen Hauptquartier wird als Zeichen eines englisch-japanischen Zusammengehens angesehen. — Ein Londoner Blatt meldet: Schanghai wird nicht geräumt. Alle Aufmarschstraßen nach Schanghai liegen jetzt im Feuerbe- reick der britischen Schifssartillerie.
Kündigen auch die Sisendahner?
Berlin, 19. Februar. Die Eisenbahnerorga- nisationen werden am kommenden Montag zur Kündigung des Tarifvertrags Stellung nehmen. !taut Pressenotiz dürfte es zur Kündtgung der Lohnbestimmungen kommen, da ein Ausgleich zwischen den Löhnen und der seit den letzten LohnMmachungen weiter gestiegenen Teuerung unbedingte Solbstverständlrchkeit sei.
große Bierabende
an ihre Stelle. Nicht weit von der Bayerischen Gesandtschaft liegt die Sächsiische, an deren Spitze der frühere sächsische Ministerpräsident und Reichsmimster Gradnauer steht. Nicht weit davon hat auch Württembergs Gesandter Dr. B o s l e r sein Gesandtschaftsgebäude. Er tritt freilich nicht so hervor wie fein Vorgänger Hildenbrand. der als
intimster Freund des ersten Reichspräsidenten hinter den Kulissen eine überragende Rolle spielte. Prachtvolle Villen stehen auch den Gesandten Badens, Hamburgs und Lübecks zur Verfügung. Nur in Etagen und zur Miete wohnen die Gefandten Thüringens, Mecklenburg- Schwerins. Bremens und Oldenburgs. Letzterer vertritt gleichzeitig Schaumburg-Lippe. Die Stimme des kleinsten deutschen Landes, die von Waldeck, steht bekanntlich Preußen zu. Aber auch nicht mehr lange. Denn Preußen hat feinen Subsidienvertraa mit Waldeck gekündigt. Und niemand weiß, was dann aus dem kleinen Lande werden fall.
überschritten hat. Er und der noch diensWtere Braunschweigische Gesandte Exzellenz Boden waren die einzigen Reichsratsmitglieder, die noch im alten Bundesrat gesessen haben. Doyen der Ländergesandten in Berlin ist Exzellenz Boden, der gleichzeitig drei Länder als stimm- führendes Reichsratsmttglied vertritt, nämlich Braunschweig, Anhalt und Mecllenburg-Stte- litz, und ist einer der gewandtesten, liebenswürdigsten und bestaussehendsten Männer der Ber- liner offiziellen Welt. Er dient nicht nur den Regierungen aller Nuancen, vom Unabhängigen Sepp Oerter bis zum Volksparteiler Marquardt, sondern mußte auch kürzlich in derselben Reichs« ratssitzung erst für und dann gegen die Erhöhung ber Zuckersteuer stimmen, das eine Mal als Vertreter Braunschweigs, das andere mal als Vertreter Anhalts. Solch« Waud- lunaen liegen im Wechsel der unruhigen Zeiten, in denen alles fließt. Die Gesandten sollen vor allem ihren Einfluß als stimmführende Bevoll- mächtigte zum Reichsrat aus die Reichsgesetzge- bung ausüben. Freilich ist der Reichsrat nicht mehr gesetzgebender Faktor wie der Bundesrat, sondern hat nur Einspruchsrecht gegen die vom Reichstaa beschlossenen Gesetze, die dann erneut zur Abstimmung in den Reichstag kommen mus- sen. In allen Finanz- und Wirtschastssragen
Man darf schon froh sein, daß Reichstag, Parlamentarier und Minister nach den Slurm- und Drangwochen der ersten Regierungsanläusc in die Lehr- und Wandermonate sachlicher, sorgenvoller, wegweisender Tagesarbeit hinübergesunden haben. Und wenn man von hintenherum immer wieder offen oder versteckt die Regierungsmannschaft gegeneinander auszuwiegeln und das vollbeladene Staatsschifflein vom Kurs abzudrängen sucht, wenn man Keudell immer noch alte Sündenkonws nachrechnet oder Marx mit vorwurfsvollen Briefen bombardiert, wenn man in die schlecht und recht sich durchschlagende Arbeitsfamilie Mißhelligkeiten und Reibereien hineinkonstruiert, sie durch wohlgezielte Parteianträge in die Enge treibt oder durch neue Parteigrüppchen zu spalten sucht... alle diese unvermetdlichen Parteispritzer werden fürs erste an der frischversteiften Regierungsmole zerflattern, solange noch nicht die schweren Sturmfluten der Arbeitszeit-, Schul- und anderer Reformgesetze herandrängen.
Finanz, und Reichswehr Minister haben ihre Parlamenisdebüts (bei Geßler freilich bereits ein Jubiläum) schon mit Glanz und Routine bestanden und auch der neue Reichs- wehrches H e y e hat seine geheimnisvollen Akten vor den Augen der Neugierigen, Mißtrauischen und.. Enttäuschten aufgesihlagen. Aus welchen Geheimfonds der Goldzauberer aus Baden die leeren Kassen feiner Vorgänger mit den fälligen Arbeitslosenmillionen, den versprochenen Beamtenzulagen, den Entschädigungsgelbern für bie Vertriebenen und den unerschwinglichen Dawesmilliarden füllen will, ist uns und vermutlich auch ihm selber heute noch ein Rätsel. Da hatte es der geschickte Stratege Geßler schon leichter, bet als verbindlicher, loyaler, fortschrittlicher Republikminister sich sachlichen Konzessionen noch immer geneigt zeigte, mit ber einen Hand nimmt, was er mit der anderen gibt, durchaus den Interessen der Republik dienen aber es auch nicht mit den Wehrverbänden verderben oder die Reichswehr zum Experimentierfeld herabwirtschaften lassen ' will und... die Parteibrummbären noch immer am Gängelband hinter sich Herzog. Auch der erste General der Republik senkte seinen Degen vor ihren Hoheitszeichen, zu denen er sich rückhaltlos bekannte und schlug Mittel und Wege für die Schaffung eines echten Volksheeres vor. Noch energischer und ehrlicher aber verwahrte er sich gegen Gesinnungsschnüffelei und Parteikriechertum, bie dem Wesen jedes aufrechten Charakters zuwider sind und mit militärischer Tüchtigkeit und Befähigung nicht das mindeste zu tun haben. Niemand wird leugnen können, daß die Warnungen und Gebote der in vielen Stürmen bewährten Reichswehrtreuhänder viele Gistkeime der Zwietracht und des Mißtrauens in breiten Volksschichten ausgejätet und aus bekümmerten Rechtspartei- lerseelen wieder einen Funken von Verlaß und Zuversicht auf die letzte uns schirmende Grenz- Wacht geschlagen haben.
Und das wird allen heimatergebenen, vater- landstreuen Friedfertigen im Lande ein Trost und Lickt in diesen winterstarren, aber ab und
Schlechte Beispiele...
Berlin, 19. Februar. Auf der Straße kam es gestern abend zwischen Stahlhelm- und Linksparteianhängern zu schweren Zufammen- stößeu. Die Polizei mußte mit Gummiknüppeln eingreifen. Passanten wurden verletzt.
an schon frühlingdurchhauchten Hornungslagen fein, in denen foeBen die Messiasbotschaft bei Weltabrüstung von jenseits des Ozeans ... so kläglich Schiffbruch erlitten hat. Unb dabei will der ungeduldige Sternenbanner-Präsident nicht etwa dem Völkerbund den Rang ablaufen, dem er die Land- und Lustabrüstung ganz allein überläßt. Nur einen praktischen Anfang will et mit bet Seeabrüstung machen, um ebenso wie für die Gtoßkampsschiffe schon 1921, jetzt auch auf Kreuzer-, Torpedo-, U-Boote usw. bas in Washington festgelegte Höchstmaß von 5:5:3:1,75 (Amerika. England, Japan, Frankreich und Italien) auszudehnen. England möchte sich mit einem nassen und einem trockenen Auge aus bet Schlinge winden, um die stärkste ?klottenmacht des Mittelmeeres zu bleiben, wo ein Seeweg nach Indien durch den Suezkanal zugleich die Schlagader seiner Weltwirtschaft ift Aber auch Frankreich will sich bie Verbindungen vom Blutt ertaube zu den afrikanischen Kolonien nicht abschneiden lassen und läßt wiebet Bluff9- lini nicht schlafen, dessen Rüstnngssimmel doch zu bedenklich ist, als daß man darüber nut lächeln könnte. Aber während ber doppelzüngige Gallier sich mit den fadenscheinigsten Gründen hinter ber prunkenden Völkerbundsfassade verschanzt, kehrt ber Falchisten-Tolpatsck ganz ungeniert seine Faustrechtmoral zutage. Was aber soll eine Seeabrüstung, von bet Frankreich und Italien sich ausschließen? Was bleibt schließlich auch Onkel Sam anbers übrig, aI8 den groleS-
gödie zngetragen. Auf dem Dampfer Secco befanden sich außer den Reliquien des Heiligen Aloysius, bie zur Zeit in feierlichen Prozession durch ganz Italien getragen werden, auch der Erzbischof Monsignore Pagani, viele Geistliche, katholische Vereine und Wallfahrer, im ganzen etwa siebenhundert Personen. Schon während der Fahrt war in das Schiff, das bei Como am User von etwa zwanzigtaufend Per- sonen erwartet wurde, SKfaffer eingedrungen. Bei der Landung neigte sich das Schiff plötzlich auf die Seite, unb es entstaub eine große Pa-
will er nicht selbst ins Hintertreffen geraten. Will man Deutschlanb als einzig entwaffnetes «anb der Erde ewig zum Paria unter den Völ- ----.
fern stempeln und damit den Versailler Verttag Nibelungenschwert im Kampf um Freiheit und null und nichtig ma+en, der von allen Kriegs- «»<•»*»<«■<><*♦»"«"« »ock> laitae in der —cftetbc Mächten die gleiche Abrüstung wie Deutschland
A« bett beoorftehetthett heMILett Geiattblett- tveckiel itt Berlin anknüvkettd. führt ans nnier Mitarbeiter durch bie Grsaudtcuvilleu ber Reichshauptftabt. wobei mts mancher ettfldtlnft» reich« Blick in bie tteriäwiegene Welt ber Diplomaten zuteil wirb.
Und nochmals die Reichswehr.
Geßler gegen Experimente, für scharfe Disziplin Berlin, 19. Februar.
Im Haushaltsausschuß wurden beim Etat für 1927 dem Reichskanzler zur Förderung deS Nachrichtenwesens im Inland 584000 Reichsmark bewilligt. Abg. Frhr. von R i ch t h o f e n (Dem.) vermißte u. a., daß die Offiziere beut jetzigen Staate auch innerlich freudig dienten,
Verwirrung der Lage liege die hartnäckige Entschlossenheit des Staatssekretärs Kellogg zu.
beUnten’oon®«karagua$im Amt/,»?halten,jÄchtundfechziger^ die,,Sefe^Äe ^MlerSgretM ber sich auf einen Wink des Staatsdepartaments schon jetzt zurückziehen roütuC. Amerika will an.
scheinend die Sacafabetoegung vernichten ober sie zum Stillstand bringen.
Paris, 19. Februar. (Eigener Drahtbericht.)
An ber französischen Küste vom Aermelkanal bis zur äußersten Spitze ber Bretagne wurde heute gegen Mitternacht ein Erdbeben verspürt, bas 1 bib 12 Minuten dauerte. Durch die Er- schülteruug wurden Möbel fortbewegt unb zahlreiches Geschirr würbe zerbrochen. Immerhin bewahrte die Bevölkerung große Ruhe. Das Beben wurde auch ziemlich weit im Innern des Landes verspürt bis «ach RenneS. Dieselbe Erschütterung wurde auf den Inseln Jersey unv Wymouth (Süd-
Ge chwssene Fabriken.
Blaffen-Aussperrungen in Sachsen u. Schlesien.
(Privat-Teftgramm.)
Chemnitz, 19. Februbar.
Die Sächsischen Vretallindustriellen-Berbändc beschlossen gestern die Metallarbeiter in Ehem- uitz, Zwickau, Blauen, Dresden usw. am Sonnabend mittag mit Arbeitsschluß auSzusper. reu. Bon der Aussperrung werden im ganzen etwa 150 000 Arbeiter betroffen.
Breslau, 19. Februar. (Privattelegramm.) Infolge ber DiNeren» mit den Textilarbeitern im Bezirk Reichenbach wird Anfang kommender Hoche auch in Schlesien die gesamte Autzsper- ■ strui ter Me^essarbe^er ---"-gen. Kon bet Aussperrung werden 180 000 Arbeiter betroffen.
Wieder hart am Krieg.
Weil Amerika in Nicaragua befehlen will.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 19. Februar.
Ein Blatt meldet aus Washington: Die amerikanischen Berstärkungen für Nicaragua besagen, daß die Lage von neuem sich kritisch gestaltet. Ein offener Zusammenstoß würde unvermeidlich die ungünstige Wirkung auf die Beziehungen zu Südamerika haben. Der