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Kasseler Neueste Nachrichten

Hede Saison bringt neue Modefarben

Lippen.

I ettt>a8 hart; das neue Charireuse-Grün ist nur

Was wollen Sie träumen?

in Frage.

Kleine Rundschau.

Die

unserer

Eine Rubrik für Ihre Rinder bieten Ihnen die Kaffeier Neuesten Nachrichten!

Das Problem des Krankentransports.

Vom Rettungsamt der Stadt Berlin.

gegenstelten dürsen, die die Wirtschaft fordert, sondern wird sich ihnen anpaflen und sie für sich nutzbar machen muffen. Schwierigkeiten, die heute noch im Vordergrund stehen, werden überwmtden werden, wenn es fein muß. Heute aber brauchen wir das Pferd noch ebenso wte den Motor.

^8in" Pariser Sckneiderkünftler, läßt seine Kundinnen eine Farbe nach der anderen aus-

Liu sparsamer K^önlg.

König Christian von Dänemark hat zufolge der dänischen Wirtschaftskrise beantragt, sein Ge­halt und das des Kronprinzen um zehn Prozent zn kürzen. ____________

Was Qtuto des kleinen Mannes

,llwl Es arbeitete schlecht und langsam und die Folgen waren Ang st träume. Alpdruck und ähnliche fatale Dinge.

Wollen Sie also angenehm und interessant ! träumen, so lassen sie sich eine Einspritzung nnt

Nr. 39.

Siebzehnter Jahrgang.

2. Beklage.

Mittwoch, 16. Februar 1927.

111.

Das Pferd im Kriege.

Bon einem höheren Offizier.

tim die Antwort vorweg zu nehmen: Boni

Hexen benutzt wurde.

Woher stammt der Rame Bockbier?

Neber den Namen Bockbier gibt es sehr weit hergeholte Erklärungen,die jedoch alle falsch sein dürften. In Wirklichkeit dürste sich die Entste­hung des Wortes sehr einfach erklären lassen. Im Mittelalter und noch darüber hinaus galt das Bier der Stadt Einbeck im jetzigen Regir- rnngsbezirk Hildesheim als das beste aller Bie­re. Auch Dr. Marttn Luther war ein Freund des RtereS und immer sehr erfreut, wenn thm ein Eimer Einbecker Bier zum Gefchenk gemacht wurde. Besonders häufig wurde Einbecker Bier an den deutschen Höfen und von den rei­chen Pattiziern in Nürnberg und Augsburg ge­trunken. Zunächst war der Ausdruck »Ein- beckisch Bier" aus diesem Wort wurde in Süd- ventschland »Ainbock* und schließlich fiel daS .Ain" auch noch weg und es blieb nur das Wort Bock übrig. Und diese Bezeichnung hielt sich dann auch als man in anderen Städten stärker eingebraute Biere herzustellen verstand.

Heercsstandpnnkt gesehen, hat vas Pserv heute durchaus noch Existenzberechuguug, wenn ihm auch der Motor seinen Platz streitig machen will. Aus der Weite des Fragegebietcs: »Pferdezug oder Motorisierung* fei hier nur herausgegriffen, was für die Verwendung des Pferdes im Heeresdienst spricht. Als Reit-

Dr. Waller Bauersfeld.

Berlin ist durch das jetzt der Besicht igmr« ftcigegebene Planetarium der Ftrma Beist um eine Sehenswürdigkeit bereichert worden. Unser Bild zeigt den Schöpfer Bauersstld.

probieren .indem er sie gegen ihr Gesicht hätt bei zarter Haut kleidsam. Marmeblau und Schwarz, die jetzt wieder viel getragen werden sind besonders vorteilhafte Farben, dte durch eine Kontrastfarbe leicht gehoben werden kön­nen. Man mutz auch bet der Farbenwahl dte die Tage berücksichtigen, an denen man nicht günstig aussieht, und jede zu gewagte Rote der- meiden. So ist das neue .Sonnenbraun ge­wiß eine schöne Schattierung, ober nur Weni­gen steht sie!

Die besonderen Aufgaben des Rettungsamtes I haben eine Ueberlegenheit des Automobils er-1 geben: Zur Erreichung der Krankenhäuser sind! häufig recht weite Wege zurückzulegen. Während Pferüewagen Stunden gebrauchen, um Trans-1 porte nach solchen entfernt liegenden Anstalten I auszuführen, legt der Automobilkrankenwagen diese Strecke in kürzester Frist zurück Aber auch bei der Ueberführung eines Kranken m ein nahe gelgenes Krankenhaus ist in der Mehr­zahl der Fälle bei vorliegender Lebensgefahr, oder wenn sofortige Operation nötig ist möglichst schnelles Eintreffen der Wagen an der Abholungsstelle und schnellste Fahrt nach dem Krankenhause nur bet Verwendung von Auto­mobilen möglich. Auch in Fällen, bei denen cs sich um sofortiges Einsetzen einer möglichst gro­ßen Zahl von Krankenwagen und möglichst chneäes Eintreffen an der Verwendungsstelle bandelt, wie bei Massennnfällen in Betrieben, Straßenbahn-, Eisenbahn- oder ähnlichen Un­fällen, kommt nur der Automobilkrankenwagen

Gekirnzirkulation durch" Erhöhung des Dl'tt- ,, , drucks fördert. Probatum est! Daß aber um

verschaffen will, nicht verlangen, daß er bereit willen nicht die Flaschen mit der Jnfek- oder schwimmen geht, daß er Motorrad oder tionsslüsngleit verwechselt werden! Dr. G. G. Auto fährt. Hier ist der alte Weggenosse des' Menschen, daS Pferd, der unersetzliche Kamerad und Freund geblieben. In allen Großstädten, besonders gerade in den Weltstädten, trifft man - - . ....

mitten im Herzen der Stadt, in dem Erholungs- Das Zauberwerkzeug einer Hexe gesunden, lentntm daher auch die Reiter sei es im Ausgrabungen in Glozel in Frankreich Bois de Boulogne oder tm Hhde-Park, sei es ^rde wie Camille Julian in der letzten Sit- im Prater oder im Twraarten. Maa Encker 6'el maii.-er Akademie der Schönen Wissen- aus dem Zeitalter der Erfindungen von Dampf ! icba:len 6eri<f)tet, zum ersten Male das vollstän- kraft, Elektrizität und Benzinmotor noch von . Jauberwerkzeug einer Here gefunden, die einem Wettkampf der neuen Kräfte nut bern . Meinung des Gelehrten etwa im dritten Pferde träumen. Der Wettkamps ist beendet und ->uhrhnndert n. Chr. gelebt hat Andere Ge- aeht dock immer wieder weiter. Leben werden toertretfn pj« Meinung, daß der Fund Pferd und Maschine auch m Zukunft neben» au§ g(tercr Zeit stammen müsse, weil zahl­einander. reiche Buchstaben in den Inschriften einem un-

(Schlnß unserer Um trage.) | (,etanntcn Alphabet angehören. Unter den Ge­

genständen des Fundes beftnben sich Puppen, wie sie von Hexen und Zauberern angefertigt wurden, um den Personen zu schaden, die unter diesen Puppen dargestellt waren. Die Schwarz- magier sprachen gegen die Personen bestimmte Verwünschen aus, wozu sie sich festgelegter Zau­berspruche bedienten. Tie übrigen Zauberer stachen täglich an eine bestimmte Stelle mit einer Radel, damit die Person an der gleichen Stelle die Stiche fühlen sollte. Man fleht noch die Spuren der Radeln. Außerdem sanden sich Masken, Zeichnungen, Talismane und verzier­tes Geschirr wie es ehedem von Zauberern und

Einspritzungen und ihre Folgen.

Neulich hat ein englischer Arzt hochinteres­sante Untersuchungen über den Traum ver­öffentlicht. Dieser Arzt spritzte einer Dame den Exttakt einer menschlichen Druse, bet Glandula, pitultaria. ein. Und siehe da: Sie träumte rm deutlichen Gegensatz zu frü^r angenehm, leb- hast, phantastisch, wahrend sonst ihre Traume eindruckslos und eintönig waren. Der Extrakt dieser Drüse erhöht nämttch den Blutdruck, iur- anlatzt infolgedessen eine gute Versorgung «s ifnfpr Kamerad I Gehirns mit Blut, und das Gehirn arbeitet

unier Hamerav. v toie irgendeine gut geheizte Maschine,

Bon dem Besitzer einer großen Reithalle. I ciafd£

Die Eigenart eines jeden Betriebes erfor- $a6 Arzt seiner Patientin Adremalin, dert individuelle Einstellung und vor allem be- ^ Blutgefäße zusammenzieht, den Blnt- nötigt auch die MaschineMensch" in der Heu-1 herabsetzt, die Arbeit des Gehirns hemmt, eigen nervös überfbannten Zeit besondere Be- toar c§ sofort aus mit der Herrlichkeit der Handlung. Wenn der Arzt seinem überarbeite- schönen Träume. Die Traumgattung veränderte ten Patienten, der im Büro und am Schreib- Gsch prompt in das Gegenteil, das Gehirn bekam tisck seine Lebenskraft verbraucht, eine Wohltat 6ettu6 Blut. Es arbeitete schlecht _ und erweisen will, eine Medizin verschreiben, die' - pieser gern nimmt, um neue Lebenskraft und Schaffensfreudigkeit aus ihr zu schöpfen, dann empfiehlt er ihm den Reitsport. Man kann vom .

soignierten älteren Herrn, der täglich oder doch Korber genannten Exttakt machen, d>e Ihre wenigstens einige Male in der Woche aus <&c- - - - w**-

sundheitsrücksichten seinem Körper Bewegung

Frau Gräfin verdient.

Finanzgeheimnisse der Damen von Welt, ips^d ist es" 1

Jedermann braucht heute mehr ,Geld als Träger der Aufklärung ,

^hsder^ReickmiVehr turüJiegangett und auch und steht im Wettstreit mit Bern Flugzeug, dem <

Jk^er jebenhlraftttmen oder dem Fahrrad. Das Pferd ist , konnte muss man heute sparen, nicht an Straßen und Wege gebunden, es kann , Tie Frau von Welt aber kann und will nicht Wälder Durchqueren und über @rab«t Wringen, Waren, und deshalb hat sie den Ausweg gc- während das Kraftfahrzeug oies^ Bewegung^ , n* Keld ru verdienen, das sie fürl fteiheit nicht aufweist, solange nicht ein wirklich

Bedürfnisse braucht I gutergeländegängiger" Wagon konstruiert ist,

«'iefe Erscheinung macht sich besonders in! den es anscheinend noch nicht gibt. ^>u= den Kreisen der englischen Ariswkratie bemerk-! rückbringen enter Meldung macht einer ineljr= b« wie uns eine Dame der Gesellschaft« ver- köpfigen berittenen Pattourlle weniger Schwie- rät.' Die meisten" Damen von Welt spielen rigkoiten als einem Gelandekraftwagen, der deute an der Börse/ schreibt sie. »Der verstör- ohne Beigabe von Motorradfahrern dies mcht bene Baron von Rothschild sagte einmal, daß! leisten kann. Die funkentelegraphische Ueber- man nur eins von den beiden Dingen könne: nrittlung hat ihre Schwierigkeit m der begrenz- entweder aut schlafen gder gut essen Die Da- ten Zahl der Sendeapparate. Das P,erd fiait mc von h^eute verzichtet lieber auf den guten geräMschloser auf Äs der Kraftwag-'i. Tie Scdlaf und vertraut sich dem wankelmutigeii Luftaufklärung hat heute noch nicht dre Mog< Glück^der Börse an, um gut zu essen und sich liehkeit, gut gedeckte Besetzung von Orter, und noch besser zu kleiden. Das kann man aus den Wäldern einwandfrei festzustellen, was die Pa- Nnterhaltungen deutlich erkennen. Wenn heute tronille durch Herauslocken von Feuer ehe. Damen der Gesellschaft zusammenkonnnen, so vermag. Das Reitpferd als sprechen sie nicht mehr von Ehemännern, Kin- Träger der Kampfkraft

der», Dienstboten und Schneiderinnen, sondern fotona6 Daseinsberechtigung, als das Stra- von Aktien und Genußscheinen, von besonderen ' br Länder eine große Bewegung zahl- Börsenthps und Transaktionen. reicher motorisierter Verbände einschrätckt oder

Es gibt aber auch Damen der höchsten Krei-

fe, die sich kühn ins Geschäftsleben wagen. Die P^rd ist bisher Zugkraft für Ge -

verwitwete Herzogin von 9tbercorn betreibt ,-e(6t§fabI$euge uub für rückwärttge Ko- cinc Mustermolkerei, deren Milch und ButterG^en '^wesen. Für letztere wird es immer an eine große Schiffahrisgesellschcht mliefert Lastkraftwagen ersetzt werden

werden. Der Name der Ladv Warwick steht mfi großen Entfernungen in kürzerer Zeit goldenen Buchstaben über einem Geschäft für » Ikutzlast überwindet. Als Zugpferd

Luxuswäsche. Eine Viscounts hat em Mode- die Artillerie, Maschinengewehrwagen und geschäft eröffnet. Andere verkaufen alte Mo- Gefechtsfahrzeuge hat es nach Wie vor

bei. Manche Dame von Welt verdient stch ihrI' Bedeutung, deren Gründe in der Unab- Laschcngeld, indem sie irgend. einen Artikel Gängigkeit von der festen Straße liegen. Im unter der Hand vertreibt; so verkauft emc ^*§1° ,-. Glichen Feuer bietet die Pferdebespannung fin eine gewisse Teesorte, und sie macht das Motorfahrzeug gegenüber Vorteile. Rach

geschickt, daß die Freundinnen, die ihr abkau- eines oder zweier Pferde bleibt ein

fen, noch tief m ihre Schuld zu sein Dauben. p^r 4fpznniges Fahrzeug noch immer be- Wieder andere Dmnen der Gesellschaft Md aes Kraftwagen mit zerschossenem

Einkäuferinnen für ^^"e Geschäfte tätig, bütt ver Stelle zu bewegen. Die

nenn sie besitzen den Geschmack^dafiir, was ge- fischte Marschordntmg mit Pferdezug und fällt, und das ist eine hochbezahlte Gigcnfdiaft. ^n|QUtTcrijt hält gleiches Tempo. Die rcibungs-

rrr. L, lose Einordnung von Kraftfahrzeugen in die

Die nmtiae Farve. hnfantrie macht solange Schwierigkeiten, als ' . J,2® nicht ein Motor Verwendung finden kann, der

Kunst der geschmackvollen Auswahl. ueberansttengung und ohne Verschwen-

Das farbige Element spielt in der Mooe p Don Betriebsstoff das langsame Marsch- unferer Tage eine immer größere Rolle u.n6l tentpo haften kann.

verleiht der Toilette der Dame bet dem em- Md die hauptsächlichsten Vorzüge des

förmigen Stil des Schnitts die hauptsächliche PMdes für die Kriegführung. Die weiter persönliche Note. Bei der Auswahl der Farben Entwicklung der Kraftfahrtechnik

die sich heute in so unzähligen Nuancen un° {türi, bamit nicht verkannt. Eine Armee wird immer neuen Schattierungen darbieten, komm. technischen Entwicklungen nicht ent»

man aber nicht mehr mit den alten Regeln ans nach denen sich noch unsere Mütter kleideten, wie etwa: Blondinen müssen Blau tragen, Brü­nett Rot usw. Die Farbenwahl ist zu einer, besonderen Kunst geworden, die der Dame den Schlüssel zur Lösung der Toilettenfrage darbie- tet. Wenn man die Farben herausgefunden hat, die einem wirklich stehen, dann kann man mit einem sicheren Erfolg der Toilette rechnen.

Die Schöne, die eine besondere Farbennuan-1 ee in ihrer Erscheinung besitzt, also vielleicht ei-t neu zarten roten Ton in ihrem braunen Haar hat oder ein grünes Lickt in grauen Augen, wird diese natürliche Besonderheit m der Trackt untcrstreicken und darin ihre Eigenart ausprägen. Eine helle Blondine wird durch ein zartes Gelb das Gold ihres Haares noch star­ker betonen, Damen, denen eigentlich nur dunk­le Farben stehen, können in ihre Kleidung doch eine buntere Rote bringen, indem sie einen farbigen Wzent am Kragen oder im Besatz an­bringen. Die Farbe am Kleide, die dem Ge­sicht am nächsten steht, und die Fache des Hutes sind am wichtigsten. Zwei idwwerungen der­selben Farbe oder die Verbindung emes gbal- ten Stoffes mit eingemusterten in demselben Farbenton wirken zusammen am Besten. Man! sgllte die Hauptfarbc im Kleid stets Mit einet harmonischen Rcbensarbe verbinden. Rur we­nige Damen kleidet eine starke Farbe, ^.ic Rebensarbe ist häufig für die Gesamtwirkung viel entscheidender als die Hauptfarbe; man bringt sie daher am besten .zweimal m bei: To>- I Ute an oder wiederholt sie in der Ansteckblume

ix dem Licht, in dem das Kleid gettagen wer- tröst außer Acht lassem denn die Dame zauk^rt den soll. Er kümmert sich nicht um die Farbe ja heutzutage die schönsten Rosen auf hre des Haars oder der Augen, sondern berückpch- Wangen und den stärksten Purpur aus ihre tiat nur den Farbton der Haut. Wer etwas Lippen. Jede Saison bringt neue Modefarben zuviel gelbliche Töne im Teint hat, wich diese und die Dame hat snh die Frage vvrzulegem am besten durch Blau neutralisieren. Die Ruck- welche ihr steht. va8 neue irisch-Blau ist A auf die blaffe Gesichtsfarbe kann man ge-t" »** .ft nur

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