Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 31
Sonntaq, 6. Februar 1927
'Amtliches Organ der Stadt Kassel.
Nncote nimmt sich Deutschland zum Muster
Bilanz der großen Reichslagsdebatten. I Vertrauen zum neuen Kabinett
gerwa
250 gegen 225
tOic der Reichstag heu e abstimmen wird.
lPnvat-Telegramm.)
der Sozia-
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den Zusammenhang der
glichen. Zur De. feit bestehe be
tereS abgeschoben, die Einvanderung müsse ver.
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Abg. Stegertvald (J r.) hat soeben im Reichst«; das Wort ergriffen. Der heurige Abstimmungsfieg im Reichstag qeflchrrt / Etwa zwanzig Stimmen Mehrheit / China gegen Amerikas KriezS- schrffpacade / Ramäniens Zank um die Kronprrnzea-Hriukehr.
ge Hilfe von Sowj trußland ankündigten Als die Polizei bei dem Versuch, die Redner zu verhaften, auf tätlichen Widerstand stieß, machte ste von der Waffe Gebrauch und gab zwei Saleen in die Menge ab. Es wurden fünf Personen getötet und sechs schwer verletzt.
Was führt Kkssog Im Echi'd?
Proteste gegen die Gewaltpolitik in China. (Fnnktelcgramm)
RLchste Woche Srwerbslosenvkrsicherung.
Der Reichstag wird sich am Montag zunächst mit dem Erwerbslosen - Versiche» rungSgesey beschäftigen. Don Sonnabend dem 12. bis einschl. Dienstag dem 15. Februar werden keine Plenarsitzungen abgehalten.
Warschau, 5. Februar.
Tie Stadt Koflaw in polnisch Weißrußland war Schauplatz blutiger Dorgängr. Aus dem Mo chenmarkt waren ungefähr fünfzehnhundert Bauern versammelt, vor denen zwei Agitatoren radikale Ansprachen hielten, in denen sie baldi-
!el« Anreiz zur Arbeitmchrbestehe. Einwei. teres Aoyilfsmiuel sei die Wiederbevölke- r u n g des flachen Londes, wo es an landwirt- schafMchen Arbeitern mangele und eine energische Wiederbelebung der Industrie.
Die tüftelet fteueften Aackrichie» trfdntncn rootbenthtb Ucksmal nadjmmaae. D« Abonnememsvrei« bcnäfli für Sen Monai 2.— J bei freier BufteÜuna .ns H>us. in Ser (SefdiäftefteHe jbaeholt l.sn Jt. Tur» die tzvft monäiHtb 2.— JI rusfLlieftlilb .gaftelliinasaebüb, Berta« und iHebüftion LchlaLiliofftrane 2s/3<>. AernforeAct >»51 und »52. Kür nnnerlangi einaefanbte Beiirnae kann die Ille» daknon eine Bcraniworiung oder ®croähr in keinem stalle übernehmen. :HBd. lublnnfl des Bc»u«saeldeS oder Äniorücke menen eiwaiaer ni*- ord"nnq«mafti«ei Liefernno »ft iii#aef(btoften •Poffitbedfonto strankfun am Main Nummer RS'-O.
Amtliches Organ ver Stadt Kaufet. 17. Jahrgang
zwar wie folgt: 111 DU., 69 Zentr., 51 Volks-
Partei, 19 6oi#r. Volkspartei, zusammen 250. OP-1 schäft und eine Handelsdelegation zu unlerhal- posltion: 131 Soz., 44 Som., ? Dem., 15 Völk. tcn. Ist es Vorspiegelung, um uns glauben zu ' . ' ' feindlich sind? Die ganze
Welt weiß, daß überall moskowitische Scndlinge xu finden sind, die versuchen, Unheil negen England anzustiften.« Der Minister schließt seine Ausführungen: Solange wir in nominellen Freundschaftsbeziehun-?en mit Rußland bleiben, kann ich nicht verhindern, daß russische diplomatischen Agenten hierher kommen und habe keine Kontrolle über ihre Tätigkeit.
ner wendet sich kurz nach li Uhr Abg. Dr. S i e- gerwald (Str.) gegen die sozialdemokratische Behauptung, daß eine große Koalition möglich gewesen fei. Diese Möglichkeit sei nicht mehr vorhanden gewesen, trotz aller Versuche. Es blieb schließlich keine and er e Lösung möglich, als die gegenwärtige Regierung. Sie ist, so erklärte der Redner, weder der Führung nach, oder nach der Besetzung der wich igsten Ministerien eine Rechtsregierung. (Widersprull links). Praktisch wird von ihr eine ähnliche Außenpolitik gemacht werden, wie ste von der großen Koalition gemacht worden ist.
den Ohren taub, hat Thoiry und Locarno längst verschlafen und beute die Verträge nur zu Deutschlands Schaden aus. Diese Grimassen wenigstens schneidet er den rutli Schreihälsen um Poincars. während ften Herzen vielleicht die heimliche Perständi- gunaSlicbe zum deutschen Michel trägt.
Freilich werden auch die Deutschnationalen nach dem anerkannten Vorbild Stresemanns.
Berlin, 5. Februar. (Durch Funkspruch.) Heute stehen im Reichstag zur Verhandlung das Vertrauensvotum der Regierungsparteien und die Mißtrauensvoten der Demokraten, Sozial- Demokraten und ftonununiften. Als erster Red-
den aalglatten Franzosen und die .Rührmich- nichtan-Pfyche' der gallischen hysterischen Angstmeier mit Glaeeebandschuhen anfassen müssen. Aber ein rascheres Demos in diesem BefreiungS- vorMarsch, ein nberlegenereS, umfassenderes AuSnutzen aller moralischen Schwächen und Blößen des längst überführten Schuldners (auch in der Krieosschuidlüge) würde den großen Ge- nesungs- und Wiederausbauprozeß auch nach außen beschleunigen, zumal nniin Stresemann selbst für längere Feit sich dem süßen und wohlverdienten Nirwana an srählingsleuchten- den Rivieragestaden überlassen sollte. Ob et dort mit Driand zusam.nentrifft. weiß noch niemand. Jedenfalls wird lebe Sabotage der Rheinlandräumung ans die granitene Einheitsfront aller deutschen Parteien stoßen. F. R.
(Sin gelehriger Schüler.
Poincare ahmt unser Programm nach.__
(Privat-Telegramm)
Paris, 5. Februar.
In der Arbeitslosendebatte betonte gestern Poincars u. a.: Man könne die legale Sta- b i l i f i e r u n g nur bei einer günstigen Zahlungsbilanz, Vertrauen in den Staatskredit und politischen Ruhe durchführen. Die Rcgie-
itnieiaenvrc'.fe: Einheimische Äeickäftsan^igcn .geile 2v aueivaniflc Geschäfts. I anzeizen .geile 2d 4. Kamilienanze'aen Seile 2<i Ji. Kleine 2ln»eieen das Son 1 4 4. :)leflamen die Seile 75 4. Cffengebübr 2ft 4 .be1 .Suienbunfl »ei Vfterien I 5U Jil. Aechnungshciraz- find innerhalb 5 Lagen zu bctiiblen. Kür die :>tichi>g- I teil aller durch Kernfvrccher aufgegebenen Sin,eigen sowie 'lii fluinahmebaten J und Plätze kann nichi gir>nnen werden. Kür tlnieigen mii heionders icbiuc. |' riaem Latz lINi Proieni Aufschlag. Druckerei: Srhlaiiftioiftrahe •«sftift. (Äefchäsis- I stelle: Kölnische Strafte 5. gegenüber der Soohrftrafte. Kernsprecher 951 und 952. I
Varis wieder an der Reihe.
Kabinettskrise wegen der Wahlresormen?
Par.s, 5- Februar.
Der Penflonenminister Louis Marin erklärte heute in den Wandelgängen der Kammer, er müsse als Minister demissionieren, falls die Kammer das Kreiswahlversahren annehmen sollte. Da der Innenminister bekanntlich dieses Projekt vorbereitet hat, scheint es ziemlich sicher, daß man einer Kabinettskrise entgegengeht. In einer Interpellation wird außerdem die Abschaffung des bisherigen Wahlsystems und die unverzügliche Eröffnung der Debatte über ein neues Wahlsystem gefordext.
list sogar unter der häßlichen Maske des Klassenkampfs. Aber während der betriebsame, wenn auch ins Leere lavierende Demokratenfährmann eine Stärkung der Reichsprästdenten- gewalt nach amerikanischem Muster für unvollziehbar und abträglich hielt, überraschte und ergriff das Bekenntnis der Ehrfurcht und Verehrung des Sozialdemokraten vor dem Haupt des Staatsprästdeiiten, »dem unser Herz gehört.*
So waren denn vielleicht auch diese letzten dreitägigen Redegewitterschlachten nicht völlig vergeudeter Zeit- und Kraftaufwand? Haben sie vor allem nicht die unumstößliche Friedensbereitschaft eines hilflos entwaffneten Sechzigmillionenvolks mit Flammenzungen bezeugt, nachdem auch die Radikalsten der Radikalen das männliche Opfer der Entsagung un'j des stummen Dulders dem Versailler Moloch gebracht haben? Aber gewappnet mit d'.csem klugen, wenn auch knirschenden Verzicht auf Revanche- und Abenteurerpolitik, kann uno muß sich nun das gefürchtete .Freiheitskabiuctt* zum letzten erbitterten Kampf um Rhein, Ruhr und die Reste der Entwafsnungsketteu stellen. Denn noch kann unS jeder obskure Denunziant vor das Völkerbundtribunal zu hochnotpeinlicher Ent- waffnungstortur schleppen, während in Berlin noch immer die verkappten und verhaßten Aus- vosser und Wafsenriecher herumspionieren dürfen. Noch immer ist dem von uns bis zur Selbstzerfleischung erfüllten Buchstaben des Versailler Korans in betug aus die nach Deutschlands selbstlosem Beispiel für alle gültige Abrüstung von der Gegenpartei noch nicht im geringsten Genüge geschehen. Noch immer macht Paris, trotz de' jetzt auch vom Großinguisator Foch feierlich verbürgten deutschen Entwaffnung keine Miene, auch nur einen einzigen Schießprügel vom Rhein zurückzuzichen Im Gegenteil. selbst Briand stellt sich neurdings auf bei-
Partei gegen Partei.
Die zweite große Reichstagsdebatte.
Nachdem einige Berliner Ltnlsbtaner weiten bei vieldeutigen Diese des (Stalen Westarp (£>iL) lureus von Gerückten über ickmere Äus- einanderievungen iiu Äabiuetisiroou, Rücktrltts- broüungeu Ves Sinanzm.niner» Nr. Kohler ujw. gemunteü batten, die hoi aber, wie auck im Leitart.tet weiter beleuchtet, als reichlich nber- trleben Heraus „er .eu, iafl man ver »weiten Te- baUeschlacht im Reichstag mit Hartem Kniereife entgegen. Sie im übrigen folg. Verlauf nah»:
In einer klug ahwägenden Rede, die als eine der Vesten reoneri,ajen Leistungen dieses an großen Rednern nicht gerade reichen Parlamen- res bewertet werden mutz, betonte Abg. v. GuLrard (Ztr.) einleitend, datz das Zentrum die Große Koalition erstrebt hätte, datz aber daS Zentrum eine Koalition mit den anderen bürgerlichen Parteien hätte ins Auge (affen müssen, da Die noch etwa bestehenden Möglichteiten durch die Rede Scheidemanns völlig vernichtet worden seien. Trotzdem zollte der Redner auch der — fozialdemotratifchen Partei seine Aner- tennung und kennzeichnete dadurch schon die Lage dahin, datz der tsn^ritt des Zentrums in die jetzige Regierungskoalition keine endgültige Schwenkung bedeute. „Uns trennt ja nur eine ganz kleine Linie" (Heiterkeit links, Unruhe rechts), v. Gnerard ließ allerdings auch leinen Zweifel daran, daß mancher- lei Formulierungen Zer Westarp'schen Rede wenig glücklich und nicht sehr fiar gewesen sei. So erbat er eine Aufklärung zu den Westarp'schen Ausführungen über die Gewaltpolitik, Ostsestungen und Verständi- gkngsmöglichkeiten. Die Guerard'sche Rede zeigte sehr klar, daß die Hoffnungen der Opposition auf einen
Regierungskonflikt völlig unbegründet
rung wolle sich völlige Handlungsfrei, heil bewahren, um der Industrie die Anpas. fang an dir neue Lage zu crmöi " feitigung der Arbeitslosig . .
teils ein Programm für .tzeereslieferungeu, Schulbauten, Herstellung billiger Wohnungen, Bahnhöfen und Postgebäuden. Die Höhe der Unterstützung hänge von der Finanzlage ab. Die ausländischen Arbeiter könnten nicht ohne wci-
sind und wer etwa nach den Guerard'schen Fragen trotzdem an solchen Hoffnungen sesthielt, konnte durch die Aeußerung Guerards, datz man auch von dem Abg. S ch e i d e m a n n, als er während des Krieges kaiserlicher Staafs- s e t r e t ä r wurde, nicht verlangt habe, ein Opfer feiner Ueberzeugung zu bringen, ersehen, daß diese Rechnung nicht stimmt. Abg. von Gnerard (zu Den Deutschnationalen): Wir erwarten von Ihrer Loyalität, daß dem ein Ende gemacht wird. Eine andere Einstellung würde .... Z..s___________*....„ gegenwärtigen Re
gierung gefährden. (Lebhaftes „Hört, bürt!" links). Die Erklärungen der Regierung
So haben denn nochmals drei kostbare Tage lang Die prominenten Zirluskunstreiter in Der Reichstagsmanege die schnaubenden Parteigäule in allen Gangaiten gegängelt. Drei unwiederbringlich ausgefallene Schaffenstage lang hat man aneinander vorbei- ober zum höheren Ruhme des z. T. bei Den Gläubigen stark in Mißkredit geratenen Parteifetifchs zum Fenster hinaus geredet. Einen zärtlichen Scheibe» und Wiederfehensgruß warf vor allem Der abtrünnige Zentrumskamerab der grollenden Unken Rachbarpartei der Sozialisten zu. Ter „Heine Strich", der sie trennt, soll selbst in der Rechtsehe zur festen Brücke werden, die ste nach kurzen schmerzlichen Trennungsjahren wieder zusammen führt. Mit drohendem Finger gegen Westarp und einem verliebten Händedruck für die Republikaner rechtfertigte v. Gnerard das Einschwen- ken in die Rechtsfront als einen Akt politifcher Vernunft zur Rettung und Stärkung der bar» lamrntarischen Slaa.sführuna. Gewandt und takwoll räumte er aber auch das von Westarps Kürassierstiefeln schon wieder halb zerbrochene Regierungsporzellan fort, indem er den aufsässigen Grafen nochmal zum Haren Schwur auf die Locarnobibel zwang (auch das Fcstungsab- kommen im Osten verantworten sie mit), sodaß nun der Regierungshimmel sanft und wolkenlos aus die bunt zusammengen'ürf.lte Ministerfamilie herabstrahlt. Rein fachlich vermochten auch die beiden rebegewaltigen Parteiadvokaten Koch unb Lanbsberg in das engmaschige Regierung’» netz nirgends einzuhaken. Beide schworen sie
Moskau an allem schuld.
Englands Innenminister in ohnmächtiger Wut. lEigener Lrabtver,cht.>
London, 5. Februar.
In einer konservativen Versammlung ließ der Innenminister eine Erklärung verlesen, in der er die Tätigkeit des Russen F o r o d i n in Han kau als den „bösen Einfluß" bezeichnete, der die friedlichen britischen Zlelr verhindere: „Ich wundere mich manchmal, was der Zweck Rußlands sein könne, hier in London eine Bot-
Zwei Salven auf dem Wochenmarkt
Weißrussische Bauern als Opfer polnischer Gewaltpolitik.
über die Reichswehr sind so klar, daß sie feine Auslegung im Sinne des Grasen Westarp vertragen. Wir wollen
keine Regierung haben gegen die Sozialdemokratie.
Wir haben nicht die Absicht, sie von der politischen Arbeit ai szuschalten. Wir denken auch gar nichtdaran.in den Landesregierungen die Koalition mit den Sozialdemokraten zu lö« s e n, die z B. in Preußen und Baden ganz ausgezeichnet gearbeitet haben. Wir bedauern Die Einstellung des Deutschnationalen Redners in dieser Beziehung. Sie kann nur zu einer Verschärfung der Gegensätze führen. (Beifall im Zentrum.)
Dom anderen Ufer.
Warum die Demokraten draußen blieben.
Rach einem Mitztrauensantrag (Hom.) gegen den Reichskanzler Dr. Marx, Außenminister Dr. Stresemann und Finanzminister Dr. Köhler erklärt Abg Koch-Weser (lern.): WaS man gestern erlebt habe, war kein Bekenntnis, sondern eine Maskerade. Die Deutschnaiio- italen seien überbemetratifdj in ihren Mitteln und undemokralisch in ihren Zielen. Man könne schon heute fagui, daß die Deutschnationalen keine eigene Außenpolitik machen werden, aber sie erschweren durch ihre Reden dem Außen- Minister. Vertrauen für feine gute Außen- Politik zu getoinn.n. Unerträglich fei es, wenn die Deutschnationalen sich jetzt um die Verantwortung wegen der Abmachungen über die O st- festungen zu drücken veisucken. Die Regierung müsse die Politik der Verständigung ohne Rücksicht auf Parteipolitik treiben, daß das Rheinland geräumt und die allgemeine Abrüstung herbeigeführt wird. Die Reichswehr werde nur bann ein taugliches Instrument sein, wenn sie mit allen Schickten des Volkes Fühlung hält. Ter Redner bespricht weiter Finanzragen. In der Schulpolitik sehe man die Richt- inicn nicht ohne Besorgnis. Am bedenklichsten ci die Entsiehnnosgelchichte der neuen Regierung. Nicht Rücksicht aut D-e Sozialdemokraten, sondern Mißtrauen gegen den neuen Regierungspartner halte die Demokraten von
Washington, 5. Februar.
Der chinesische OVefanbte in Washington vro cftierte gestern im Weißen Haus gegen di- Entsendung amerikanischer Schiffe nach Ehina. Staatsfekretär E.rew gab in Abwesenheit von Scllog die Versicherung, daß Amerika keine feindlichen Absichten gegen China h-ge, sondern lediglich seine Staatsang-HSrigen gegen jedwede Angriffe schützen wolle.
Washington, 5. Februar. Im Repräsentan- 'enhaus beschuldigte der Abg. Blanck den Staatssekretär Kellog, sich England mit feiner Gewaltpolitik gegenüber Chino angcschlossen Vt haben. Er forderte, daß Kellog unverzüglich dem Repräsentantenhaus R echeu scha f t'ab- legen solle. Amerikanische Frauen und Kinder die im Innern Chinas wohnen, erhielten den befehl, sich nach Schanghai zu begeben.
Off'zlere In der Lftine enaenne?
Keudell traut sich viel zu.
Berlin, 5. Februar.
Beachlsam ist die Antrittsrede des neuen Reichsinnenministers, er werde im Geiste der Versöhnung der Bolksklassen wirken, )ie Selbständigkeit der Länder achten und an einem Telle dazu beitragen, datz der innere Friede erhalten bleibe.
Berlin, 5. Februar.
Wie die Blätter glauben, ist bei der heutigen Nachmittags-Abstimmung im Reichstag die An nähme des von den Regierungsparteien eingebrachten Bertrauensvotums gesichert. Bei voller Besetzung des Hauses dürften die Regiernilgspaxteien 250 Stimmen auf sich vereinigen, denen höchstens 225 Stimmen der Opposition entgegenstehcn würden, und
lmmen 2oU. OP-1 ichaft und eine Handelsdel , Dem., 15 Söll.Itcn. Ist cs Vorspiegelung, und 2 Wilde, (Abg. Wirth), insgesamt 225. machen, datz sie nicht feint
London. 5. Februar (Eigener Drahtbericht.) Saut Pressenotiz ist den 15000 Offizieren, die vor kurzem aus dem Roten Seer in Rußland entlassen wurden, freigestellt worden, sich frei. ------„ „ willig zum Dienst in den chinesischen nationdi- hindert werden. Die Erhöhung der «rbeits- ftischen Heeren zu melden. Eine Anzahl von
losenunterstützung dürfe nicht soweit gehen, datz ihnen habe den Vorschlag angenommen