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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

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Nummer 29. Amtliches Organ der Stadt Kaffel.

Freitag. 4. Februar 1927.

Amtliche» Organ der Stadt Kaffel. 17. Jahrgang

Gtresemann klopft wieder in Varis an.

Jer Regierungskurs wird noch fester

Marx spricht sich heute im Reichstag noch klarer aus / Keine Zusammenkunft der Loearnominister / Japan traut England nicht.

Wenn Völker hassen.

London will Moskau isolieren.

England hat sich im Reich der Himinelssöhne sehr in die- Nesseln gesetzt, denn die national­stolzen Asiaten wollen jetzt nicht eher mit John Bull verhandeln, als bis seine Söldner Chinas Boden verlassen haben. Da andererseits erst unlängst auch die nordchinesische Regierung sich mit aller Schärfe gegen die englische Expedition gewandt hat und die Besetzung gewisser Schang­hai sichernder strategischer Punkte als Kriegs­fall bezeichnete, so bleibt zunächst festzustellen, daß sich die Lage in bedenklichem Maße z u g e - spitzt hat. Es ist nicht unbegreiflich, daß über diese Entwicklung in London nicht gerade Ent­zücken herrscht und es ist auch verständlich, daß man die Russen für diese Vorgänge verant­wortlich machen möchte, denn, wenn es sich auch in China um eine nationale Bewegung handelt, so ist doch nicht ä« leugnen, daß die Kanton­regierung in Herrn Borodin einen sehr be­triebsamen Ratgeber Sowjetrußlands besitzt. Unter solchen Umständen mehren sich in Eng­land neuerdings wieher die Stimmen, die für einen Abbruch der Beziehungen zu Rußland Eintreten. So wenden sich jetzt auch Blätter und Kreise gegen den Sowjetstern, die bisher immer für eine ^Besserung der Beziehungen zu Ruß­land eingetreten waren. Die antirusflsche Kam­pagne ergreift naturgemäß jede Gelegenheit, um auf die Unterstützungen hinzuweisen, die Mos­kau den Chinesen gewährt und betont immer wieder, daß die Bolschewisten alles mögliche tun, um den bei den chinesischen Nationalisten vorhandenen Wunsch nach einer Versöhnung mit England zu durchkreuzen und Groß­britannien vor die Wahl einer unerhörten De­mütigung oder eines blutigen Zusammenstoßes zu stellen. Jetzt hat auch der Großindustrielle Leslie Urquart, der an der Spitze der Russo- Asiatischen Gesellschaft steht, in einem Zirkular an seine Aktionäre gegen die Aufrechterhaltung der diplomatischen Beziehungen zu Sowjetruß­land energischen Einspruch erhoben. Die Vor­gänge in China stärken zweifellos die antirussi­sche Front in England, doch dürfte auch heute die englische Regierung wohl kaum geneigt fein, die diplomatischen Beziehungen zu Rußland abzubrechen, wenn gleich auch im Kabinett die Meinungen über die Zweckmäßigkeit solcher Forderungen auseinandergehen.

Auf der anderen Seite schlägt man in Ruß­land recht kriegerische Töne an. Jede Gelegen­heit auf Parteikonferenzen ober ähnlichen Ver­anstaltungen wird dazu benutzt, über die drohende Jnterventionsgefahr, über Kriegsvorbereitungen usw. zu reden, wobei sich fast ausnahmslos die führenden Volkskommis­sare für eine Verstärkung der Roten Armee und für eine Militarisierung der Gesamtbevölkerung aussprechen. Die Gefahr, daß durch solche Rüstungen die an­deren Staaten provoziert werden könnten, sei viel kleiner als die Gefahr, im geeigneten Mo­ment nicht vorbereitet zu sein. Immer wieder tauchen auch in der russischen Presse, nebenbei bemerkt auch in der BerlinerRoten Fahne", Artikel auf, in denen von einer Be­drohung Rußlands gesprochen wird, in denen versichert wird, daß Großbritannien die bal­tischen Staaten als Sprungbrett zum Angriff gegen die Sowjetunion zu benutzen gedenke. Es wird daraus verwiesen, in wie starkem Maße englisches Kapital in Estland, Lettland und Finnland eingedrungen fei und es wird behauptet, daß beifpielsweife Estland sich nach Erhalt der geplanten Völkerbundsanleihe, die hauptsächlich in England aufgelegt Werden soll, geradezu in eineHalbkolonie" des briti­schen Kapitals verwandle. Ebenso taucht in der Sowjetpresse immer wieder die Behauptung aus, daß die Staatsumwälzung in Li­tauen von England begünstigt fei, da England auf diese Art und Weise Litauen in die baltisch- polnische Front einbeziehen zu können hasse.

Englands Ziel ist zweifellos' die wirt­schaftliche Isolierung Rußlands, die nicht nur dadurch erreicht werden soll, daß die englische Wirtschaft die Sowjetunion boykot­tiert, sondern auch dadurch, daß England die wirtschaftliche Annäherung anderer Nationen an Rußland zu verhindern sucht. Der wirtschaft­lichen Isolierung kann Rußland nur durch den Ausbau seiner Beziehungen zu Deuschland ent­gehen, dem jedoch trotz des deutschen Dreihnn- dert-Millionenkredits fast unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenstehen. Die russische Wirtschaft steht jedenfalls am Anfang einer Wirtschaftsperiode, die an die Organisation und die Vitalität der russischen Wirtschaft die außer­ordentlichsten Anforderungen stellt.

Berlin, 3. Februar. (Durch Funkspruch.) Die Fraktionen der Rcgierungskoalttion stnd ich, wie ein Büro hört, bisher noch nicht dar­über schlüssig geworden, ob sie sich mit einer gemeinsamen Erklärung begnügen, oder selbst Redner vorschicken sollen. Zur Entscheidung über die Frage find die Deutschnationalen um elf Uhr zu einer Fraktionssitzimg zufammenge- treten, während das Zentrum, die deutschS und die bayerische Volkspartei erst kurz vor Beginn der Plenarsitzung nm 1 Uhr ihre Sitzungen abhalten. Die Sozialdemokraten haben bereits ihre Redner bestimmt, nämlich die Abg. Mül­ler-Franken und Landsberg. Die Re­gierungserklärung dürste ziemlich lang sein. Ei­ne gemeinsame Erklärung der Regierungspar­teien wird nicht in Frage kommen.

* * *

Marx wirb noch deutlicher.

Das große Ereignis im Reichstag.

(Eigener Trahtbericht.)

Berlin, 3. Februar.

Ein Blatt will wissen, daß das Programm der neuen Reichsregierung, das beute im Reichs­tage von Reichskanzler Dr. Marx vorgetragen wird, nicht nur ausführlicher als die so­genannte» Richtlinien für die Kabinettsbil­dung sein werde, sondern auch Punkte umsaffen werde, die in den Richtlinien nicht ausge­nommen worden find, weil sie grundsätzlich nicht strittig waren. Die Frage des taktischen Verhaltens dürfte sich erst heute entscheiden.

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Eine saure Arbeit.

Berlin, 3. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Das Reichskabinett hat gestern abend den Wort­laut der Regierungserklärung sertiggestellt. Heu­te wird der Text von einem engeren Komitee noch einmal, überarbeitet. Der Auswärtige Aus­schuß soll heute zusammentreten. Einige An­träge erstrecken sich auf die Kriegsgerichte und die französ. Sommermanöver im Rheinland.

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In höchster Spannung.

London, 3. Februar.

Ein politischer Berichterstatter schreibt: Die Erbitterung der Konservativen über die Pro­pagandatätigkeit Moskaus argen Eng­land auf industriellem und politischem Gebiet nimmt derart zu, daß sie der Regierung ernste Verlegenheiten bereiten dürfte. Chamber­lain hat vereinzelte Forderungen nach einem endgültigen Bruch mit Rußland Wider­stand geleistet, aber die Forderung wird jetzt in breiteren Kreisen erhoben und sie wird sicher im Parlament zum Ausdruck kommen.

Japan runzelt die Stirn

. . über Englands Flottrnbollwerk Singapore. (Eigener Drabtbericht.z

London, 3. Februar.

Laut Nachrichten au« Tokio hat der japani­sche Martneminister erklärt, daß der Bau der Flotirnbasis Singapore durch Eng­land die japanischen politischen Kreise stark b e - unruhige, wenn England auch unbestreitbar in seinem Rechte fei. Es sei ihm nicht möglich, zu sagen, ob der Ban der Flottenbasis gegen Japan gerichtet fei. Aus alle Fälle werde cS sich um ein ncucS Einschüchterungs- Programm Englands handeln.

Ranton hält es mit den Arbeitern.

London, 3. Februar. (Eigene Drahtmeldung. In einem Telegramm an die Arbeiterpartei be­

setzt kann gesagt werden, daß Abg. Dr. Wirth (Zentrum) bei diesen Erörterungen sich von sei­ner Partei trennen und seine abweichende Meinung zum Ausdruck bringen wird.

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Ratschläge für den Arbeitsminifier.

Essen, 3. Februar. Kürzlich haben die indu­striellen und landwirtschaftlichen Körperschaften des Rheinlands und Westfalens gewisse Richt­linien für das Arbeitsbeschaffungsprogramm aufgestellt, die dem Reichsarbeitsminister unter­breitet wurden. Eine Bussprache im Reichs­arbeitsministerium wird folgen.

Ist Briauö wieder bereit?

Stresemanns zarte Anfrage. sFunktelegramm)

Berlin, 3. Februar.

Die Morgenblätter melden aus Genf: Wie ein Pariser Abendblatt meldet, hat der deutsche Botschafter Herrn Briänd den Wunsch nach Wiederaufnahme der deutsch-französischen Räu- mungsverhandlungen überbracktz. Briands Ant­wort steht noch aus. Man rechnet mit dem Wiederbeginn direkter deutsch-französischer Be- fpreümngen noch vor der nächsten Völkerbunds­ratstagung im März.

*

Auch Belgien wird ermuntert.

Berlin, 3. Februar. (Privat - Telegramms Ein Brüsseler Blatt meldet: Am Mittwoch ist ein Schritt der deutschen Gesandtschaft auch in Brüssel erfolgt, der der Wiederaufnahme von Besprechungen in der Besatzungsfrage galt.

Chamberlain unabkömmlich.

Kein Stelldichein der Loearnominister?

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 3. Februar.

Den Gerüchten, daß Ende nächster Woche eine neue Zusammenkunft der Außenminister von Locarno stattfinden werde, schenkt man hier we­nig Glauben. Chamberlain sei durch die chine­sische Krise so in Anspruch genommen, daß er keine Zeit finden werde, sich von England zu entfernen, um weniger dringende Angelegen­heiten im Augenblick zu erörtern.

tont der Außenminister Kantons, T s ch en, den Verständigungswillen der nationalistischen Re­gierung. Seine Regierung rechne bei der Ver­folgung ihrer Diplomatie des Friedens darauf, daß die britische Arbeiterschaft bei der Kon­trolle der abenteuerlichen Elemente in der heutigen britischen Regierung mithelsen werde.

Am Krieg vorbei.

England will nicht mehr in Schanghai landen.

(Eigener Trahtbericht.z

London, 3. Februar.

Ein diplomatischer Mitarbeiter spricht von der Möglichkeit, daß die britische Regierung die Verteidigungstruppen nicht in Schanghai landen werde, falls die Santontfen Garan­tien für Leben, Eigentum und die anderen Rechte der Engländer geben. Auch ein radikales Blatt deutet eine solche Möglichkeit an, wenn sie sie auch nicht für wahrscheinlich hält. Rach ame­rikanischen Meldungen würden die englischen Truppen vielleicht in Hongkong und Wei­haiwei statt in Schanghai gelandet werden.

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Versöhnung um jeden Preis.

London, 3. Februar. (Eigene Drahtmelbung.) Nach einer amtlichen Mitteilung wird demen­tiert, daß die Verhandlungen zwischen Han- kau und London abgebrochen seien. Sie hätten vielmehr eine neue Wendung genommen.

Wir sprechen zu teuer.

Rückschrittlicher Geist in der Reichspost.

Von

Neicstsminister a. D Dr. ing. Gotheim.

Der bekannte Parlamentarier behauptet in feiner Warfen Polemik gegen die zu teuren Tetegraobengebühren, daß trotz des kauimanW- fckeu Betriebes echter Kanfmannsgeist der Reichsvoft noch ein Buch mit sieben Siegeln fet und fährt dann fort:

Das beweist mit erschreckender Wahrheit die Begründung, die jetzt Staatssekretär Dr. Feyer- abend dem wunderlichen Plan einer Verteue­rung der Telephongebühren gegeben hat. Der ist diktiert von der Todesangst, die übergroße Nachfrage nach Telephonanschlüssen könne zu ei­ner neuen Anleihe und damit zu Milliarden­schulden führen. Zinsen und Tilgung fräßen sie aus. Daß wir von 1935 an, wo der Geburten­ausfall der Kriegsjahre uns ein D e f i z i t v o n 3,7 Millionen Menschen im heiratsfähi- higcn Alter bringt, und um die Wende der vier­ziger Jahre, wo der der Nachkriegsjahre von 322 000 jährlich sich auswirken wird, für lange Jahre überhaupt keinen Geburten- überfchutz mehr haben werden, übersieht Herr Feyerabend ebenso wie daß einmal ein Sättigissigsgrad mit Telephonen eintreten wird. Ist er tatsächlich so naiv, ober toenbet er sich nur an bie naiven Gemüter? Der Autokönig

Forb würbe sich totlachcn

über diese Rechnung, denn mit ihr wäre er im kleinen Handwerksbetrieb stecken geblieben. Doch dessen Rechnung will ernst genommen werden. Er rechnet nämlich aus, daß die Post an jedem Tclephonanschluß, der ihr aus Ortsgesprächs- gebühren nur Am. 90 im Iah- erbringt. 110 Rm. jährlich 5 it setzt. Diese Rechnung ist MM' lich eine umgekehrte M ilchrnädchenrechnung. Herr Feyerabend legt ihr ein neues Selbstan­schlußamt in teuerster Berliner Gegend mit lau­ter unterirdischen Kabeln zugrunde. Er schätzt die Abschreibungen zu hoch ein, schlägt vierzig Mark jährlich je Apparat Unterhaltungskosten dazu und für jedes Ortsgespräch zehn Pfennig Vermittlungs- und Verwaltungsunko­sten und das bei einem Selbstanschlußamte, wo jede Vermittlung fortfällt. Der gewöhnliche Sterbliche fragt sich freilich zweierlei: 1. wie ist es, wenn die Selbstkosten so hoch sind, möglich daß die anderen Staaten Europas mit Orts­gesprächsgebühren auskommen, die zwischen

einem Drittel und einem Zehntel der deutschen liegen. Nur die Vereinigten Staaten und Eng­land erheben noch höhere Gebühren. Aber sie mit ihrem Reichtum, ihrem hohen Lebenshal­tungsstandard können mit Deutschland unmöglich in Vergleich gesetzt werden. 2. Dann aber fragt man sich: Wenn nach den Angaben der Reichs­post der Brief- und Drucksachenverkehr mit dem niedrigen Vorkriegsporto unrentabel sind, wenn der Telegramm-, Funk- und Flugpostver­kehr ausgesprochene Verlustbetriebe stnd, der Postscheckverkehr seine Kosten nicht deckt und beim Fernsprechwesen zugesetzt wird, wie ist es dann möglich, daß die Reichspost im letzten Ge­schäftsjahr nicht weniger als 147 Millionen Mark Abschreibungen (40 Mill, weniger hätten völlig genügt) 34,65 Millionen Mark Rückstellun­gen vornahm und dabei noch einen

Reingewinn von 217,87 Millionen Mark auswerfen konnte, wovon 185,4 Millionen Mark allein aus diesem Jahr! Dazu kommen noch die Millionen-Neuanlagen. Wenn man solche Re­sultate sieht, da gehört schon weniger ein über- normales, als ein anormales Finanz- verständnis dazu, einzusehen, warum mehr als neunzig vom Hundert aller Fernsprechteil­nehmer das ohnehin so unsinnig teure Telephon noch weiter verteuert werden soll. Als Gegenleistung soll der Fernverkehr von 15 bis 75 Kilometer eine kleine Verbilli­gung um fünf bezw. dreißig Pfennig erfahren. Das ist aber kein Aequivalent für die gewaltige Verteuerung des Nahverkehrs. Früher hatte der Anschlußinbaber die Wahl, entweder eine Paufchalgebühr zu zahlen oder aber eine Gesprächsgebühr. Natürlich zog er in den meisten Fällen die Paufchalgebühr vor. Statt nun die Gesprächsgebühr, die das um­ständliche Zählen und Verrechnen, das Rück­rechnen der Fehlverbindungen mit all dem Aer- ger mit dem Publikum erfordert, anfzuaeben, ging man zur reinen Gesprächsgebühr über und staffelte sie später, was die Verrech­nung noch komplizierter machte. Und jetzt will man gar noch einen weiteren veränderlichen Faktor mit der Grundgebühr in die Rech­nung einschalten, die je nach der Größe des Fernsprechnetzes von fünf bis vierzehn Mark pro Monat schwanken würde. Das soll im In-

Bor dramatischen Reichstagsdebatten.

Berlin, 3. Februar.

Die heutige Regierungserklärung wird sicher­lich von der Linken mit geräuschvollen Kund- nebungen aufgenommen werden. Die Aus­sprache wird bei der ganzen Zuspitzung der Lage einen recht lebhaften Charakter annehmen. Schon

London über Moskau empört.

Aber keine Engländer-Landung in Schanghai.