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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

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Amtliches Organ der Stadt Kasiel. 17. Jahrgang

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Nummer 26. Amtliches Organ der Stadt Kassel. Dienstag, 1. Februar 1927

flnietqenDreife: i£tnbetmt,*r (SeftbäftbantetGin Mele 20 A. answärtige Geschäfts» angetaen 8etle 20 A, itarmlienanwaen «teilt Ä> A Kleine Anginen dar Wo« « A. Reklamen die.Heile 75 A. Dftertgebübr 20 A Ibet Sufenbung der Offerten 50 At. Recknunasberräge sind innerhalb 5 tagen ,u berablen. ftiir die Richtig» fett aller durch Nernivrecker auigeqebenen Anzeigen, sowie für Ausnabmedaien und Plätze kann nicht garantiert werden. ftftr Anzeigen mit besonders schwie­rigem Satz 100 Prozent «uifchlag. Druckerei! Scklachkhofttrake 28/30. Geschäfts­stelle: «»lntfche Strafft 5. gegenüber der Soobrftraffe Fernfvrecker BM und 952

Wieder eine Rechlsregierung in Thüringen?

Einheitsliste (Dtl-, Vp.

Berlin, 31. Januar. Laut Pressenotiz wer- t heute nur die Deutschnationalen eine Frak-

rnachen.

Verdachtes beschwerte. In seiner Wohnung wurden blutige Kleider und Wäschestücke vor- grfunden. Ein Geständnis hat Schultheis bis zur Stunde noch nicht abgelegt.

Sie wollen fein Krieg.

Arbeiterproteste gegen das Chinaabentcuer. (Eigener Trahtbericht.l

Ter mutmaßliche Raubmörder Schultheis, der auf Grund von Hondschriften-Verglrichungen stark verdächtig ist, wurde festgenommen, als er

tifaschistenblatt wundert sich besonders darüber, daß Mussolini dem A k s ch l u ß O e st e r r c i ch s an Deutschland sympathisch gegenüberzustehen scheine. Muflolini wolle sich damit offenbar die Freundschaft Deutschlands erwerben und dieses von der Locarnopolitik und von Frankreich ab- wendcn. Man dürfe sich über die Außenpolitik Mussolinis keine Illusionen mehr machen.

London, 31. Januar.

In einer der vielen gestrigen Arbeiterver­sammlungen wurden nach einer Rede Cooks in einer Entschließung Einspruch gegen die Inter­vention in China erhoben. Der Eisenbahner- sührer Thomas erklärte, ob die Entsendung von Truppen notwendig ist, muß das Kabinett ent­scheiden. Wenn aber einmal Truppen geschickt werden sollen, so ist es besser, eine große A e - mte als eine Handvoll Leute zu schicken. In den meisten übrigen Versammlungen erhoben die Redner nachdrücklichen Einspruch gegen die Absendung von Truppen zur Verteidigung Schanghais. Ein Blatt meldet, die Kommuni­sten bemühten sich, die Dockarbeiter zu veranlas­sen, die Entsendung von Truppen durchdirekte Aktion" zu verhindern und es sei auch der Ver­such gemacht worden, kommunistische Propa- ga nd«blätter zu verteilen. Ein Blatt ver­langt heute wiederum den Abbruch der diplo­matischen Beziehungen zu Rußland.

Gtmmnacht auf dem Meer.

Verschollene Fischer. Schneestürme im Norden.

Berlin, 31. Januar.

In der Sonntagnacht tobte im K a t t e g a t 1 und Skagerrak ein furchtbares Sturmwet- tcr, das große Zerstörungen anrichtete. Mehrere Fischkutter sind nicht zurückgekehrt. Auch in Norwegen hat das Unwetter großen Scha­den angerichtet. Ein Motorkutter scheiterte an der Küste, wobei ein Mann ertrank. Im norwe- gischen Hochgebirge herrschen Schneestürme.

Paris, 31. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Cherbourg und Le Havre treffen Nachrichten über heftige Südweststürme im Ka­nal ein. Ein amerikanischer Dampfer lies im Hasen von Le Havre aus die Mole und konn­te dieserhalb seine Ausreise nicht antreten.

Loudon, 31. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Bei den letzten Stürmen büßten in Schottland zwanzig Personen ihr Leben ein. Dreihun- der Personen erlitten Verletzungen. ,

Noch ein Doppel- und Raubmord.

Berlin, 31. Januar. (Durch Funkspruch.) Heute Nacht drangen mehrere Personen in ein KolonialwarengesckMst ein und durchwühlten alle Fäck-er Anscheinend wurden sie dabei von dem Ehepaar Tschenker gestört und er­drosselten die beiden. Der Mord wurde erst heute früh entdeckt.

Frankfurt, 31. Januar.

Der Mörder des am vorigen Sonntag in seinem Geschäft ermordeten Juweliers Gre­benau wurde gestern verhaftet. Es ist ein Friedrich Schultheis aus Miffclsheim bei Bad Nauheim, der erst vor kurzem aus dem Zuchthaus entlasien worden ist. Schultheis leug­net, doch ist der Indizienbeweis erdrückend.

Frankfurt, 31. Januar. (Funktelegramm.f

Die Sonntagsstimmen schon gezählt

Hirchenburg 's Einspruch gegen die Deutschnationalen Eine Gloffe Englands / Ein neuer Mussolinischreck an der Seine / Die letzte Sturmnacht auf dem Meere.

den heute ------- _

tionssttzung abhalten. Die Deutsche Volksparte, dürfte erst am Donnerstag wieder zusammen­treten Letztere will eine geplante Kundgebung bis zum vollständigen Abschluß der Regie­rungsbildung aufschieben. In der Kund­gebung soll auch der Brief des Reichspräsi­denten an Dr. Scholz veröffentlicht werden.

Erfurt, 31. Januar. (Privat-Telegramm.) Das vorläufige Schlußresultat der Thüringer Landtagswahlen stellt sich wie folgt dar: 1. Einheitsliste (Dtl., Vp., Ztr.) 270 526 Stimmen -(19 Mandate), 2. Sozialdemo­kraten 253 753 (18), 3. Kommunisten 113 470 (8), 4. Kommunistische Arbeits­gemeinschaft 3880 (kein Mandat), ^Na­tionalsozialistische Arbeiterpartei 27918 (2), 6. Deutsch-Völkische 9147 (1), 7. Demokraten 25126 (2), 8. Wirt-

DerFranksittterRaubmörder erwischt

Der Zuchthäusler Schultheiß leugnet hartnackt, das Verbrechen.

sich bei der K r i m i n a l p o l! z e i wegen dieses

beilslosen-- und Wirtschaftselend als Ziel zu setzen haben. Die Regierungsparteien selbst versichern mit Bestimmtheit, daß die Zusam­menarbeit reibungslos vor sich gehen wird, solange die beteiligten Fraktionen auf die Durchbrechung der gemeinsamen Richtlinien verzichten. Die Deutsche Volkspartei drängt jetzt aus eine schnelle Entscheidung in der Schul­frage, um die Gewißheit zu erlangen, daß ein Zusammenschluß des Zentrums mit den Deutschnationalen in kulturpolitischer Hinsicht gegen den Liberalismus nicht verabredet wor­den ist. Der Verabschiedung des Reichs­schulgesetzes sollen aber noch immer tech­nische Schwierigkeiten entgegenstehen.

Im demokratischen Lager wartet man die Dinge mit Ruhe ab. Man rechnet aber bei den Demokraten nicht damit, daß die Mehrheit der Koalition durch einen Zufall in Frage gestellt und das Kabinett bald gestürzt werden könnte. Hingegen zeigt man sich bereit, bei dem Wun­sche einer der Regierungsparteien, eine Aen- derung der Zusammensetzung vorzu- nchmen, die Verantwortung wieder mitzuüber- nehmen, falls dadurch dem Paralamentarismus und der Volksgesamtheil geholfen werden kann. Nach dem Austritt Dr. Geßlers aus der demo­kratischen Partei sind die Fäden der Reichs­lagsfraktion zum Kabinett so gut wie a b g e - schnitten, da sie lediglich durch die höheren Beamten in den Ministerien notdürftig fortbe- steht. Tie Sozialdemokraten sehen zwar im neuen Kabinett nur ein notdürftig zusam- mengekiltetes Gebilde, das jeden Tag beim lei­sesten Anstoß wieder zerbrechen kann und eigent­lich tn den Glasschrank gehört. Im Grunde ihres Herzens aber sind sie mit der Entwicklung aus parteipolitischen Gesichtspunkten heraus zu­frieden und werden durch Einreichung geschickt formulierter Anträoe in der Sozialpolitik lang­sam Material für die Neuwahlen vorbereiten und dem Kabinett dauernd Schwierigkeilen

Diele haben flch getäuscht.

Der Reichspräsident kein Chauvinist.

London, 31. Januar.

Das Veto des Präsidenten von Hindenburg bei der Zusammensetzung des neuen Kabinetts, so schreibt eilt diplomatischer Korrespondent, räumt mit der Ansicht jener Leute auf, die den Feldmarschtll einer zu wertgehenden Neigung zu den chauvinistischen Elementen bezichtigt hätten.

Varis ist entsetz».

Muflolini für Großdeutschland?

Paris, 31. Januar.

Aufsehen erregt hier die Aeutzerung Muflo- lknis zu einem Wiener Preffevertreter vomEx­plodieren des übervölkerten Italiens". Ein An-

Lhina will verbandeln.

London, 31. Januar. (Eigener Trahtbericht.) Ein Blatt meldet aus Schanghai, der vormalige chinesische Außenminister und Delegationsführer Wang erklärte gestern nach einer Konferenz mit dem britischen Generalkonsul wegen der Trup­pensendungen, China fei bereit, in Verhandlun­gen einzutreten, vorausgesetzt, daß John Bull sein Gewehr beiseite legt und China auf dem Boden voller Gleichberechtigung begegnet.

Nur halb fertig.

Hergt und Graef nicht genehm. Die Opposition.

Es wird doch manmal auch nicht alles gut was lange währt. War man sich nach einem aufreibenden Kamps endlich darüber einig ge­worden, daß vier Ministerposten von den Deutschnationalen zu besetzen seien, so entstan­den noch in letzter Stunde neue und ernste Dif­ferenzen, als die Deutschnationalen Hergt und Graes als Innen- bezw. Justizminister präsen­tierten. Mit diesen beiden Männern hätten zwei Angehörige des rechten radikalen Flü­gels der Deutschnationalen ihren Einzug in das Ministerium gehalten, zwei Männer, von denen der eine, nämlich Hergt, als Wortführer der Gruppe der Deutschnationalen hervorgetreten war, die die Dawesgesetze ablehnten, während der andere, Dr. Graes, seinerzeit als Vizepräsident des Reichstages dem Reichspräsi­denten Ebert den üblichen Besuch verweigerte. Deshalb erschien es auch anscheinend dem jetzi­gen Reichspräsidenten psychologisch außerordent­lich bedenklich, das Justizministerium einem Mann der scharfen Tonart anzuvertrauen.

War so die Besetzung der den Deutschnatio­nalen zugedachten Ministerien bis zum letzten Augenblick noch ungeklärt, so lagen für die an­deren Parteien die Dinge insofern günstiger, als sie zum größten Teil wieder die alten und bewährten Kräfte in das neue Kabinett ent­sandten. Stresemann, Geßler und Curtius bür­gen für Locarno, Reichswehr und Wirtschaft, wenn es auch für die Volkspartei sehr schmerz­lich ist, auf einen dritten Minister im Kabinett verzichten und nun das Verkehrsmirrifierium nicht mehr besetzen zu können. Geßler hat das Verbleiben im Kabinett allerdings mit dem Austritt aus der Demokratischen Partei bezah­len muffen, da die Demokraten ja eine Beteili­gung an der Regierung ablehnten. Sehr viel dürfte dieser immerhin harte Parteischlag aber sowohl für Herrn Dr. Geßler wie für die De­mokratische Partei nicht geändert haben. Für das Zentrum kam eine Neubesetzung des Ar- beitsministeriumS von vornherein nicht in Fra­ge. Reichsarbeitsminister Brauns gehört seit 1920 ununterbrochen der Regierung an. Als neuer Mann des Zentrums hält der badische Staatspräsident Dr. Köhl e-r seinen Einzug in das Finanzministerium, -wodurch zweifellos manche Bedenken, die auldem linken Flü­gel des Zentrums gegen die neue Regierung bestanden haben, gemildert werden dürsten.

DaS vierte Marx- und sechzehnte Reichska­binett wird sich wie hier schon wiederholt er­läutert vor allem die Bereinigung der Entwass- nungfragen und der Befreiung der Rhein­lande und die Erlösung von unerträglichem Ar-

schaftspartei 75 500 (5), 9. Auswer­tungspartei 22156 (1).

Insgesamt sechsundsünfzig Abgeordnete. Es sind abgegeben 801 546 gültige Stimmen (Wahl­beteiligung 79 Prozent). Wahlberechtigt waren 1030000. Man rechnet mit dem Fortbestand der jetzigen Regierung, wenn die Wirtschafts- Partei sie untersti^en wird. *

WieTWringengeftemwählte

Enttäuschte und gestärkte Parteien.

Weimar, 31. Januar.

Die Mandate bei den Thüringer Landtags­wahlen verteilen sich vorläufig wie folgt: Ein­heitsliste Deutschuationale, Deutsche Volkspartei, Landbund, Zentrum 19 (bisher 31), Sozialde- mokraten 18 (17), Kommunisten 8 (12), Natio­nalsozialisten 2 (3), Deutschvölkische voraussicht­lich 1 (4), Demokraten 2 (4), Wirtschafts­partei 5 (0), Aufwertungspartei 1 (0), Parteilos 0 (1), insgesamt sechsundsünfzig Mandate (bisher zweiundsiebzig).

Gin verunglücktes Kadmett.

Zwei Deutschnationale von ^indenburgabgelehnt

Der Reichspräsident hat die am Sonnabend mitgeteilte Ministerliste bis auf den deutsch­nationalen Justizminlster Graef und Innen­minister Hergt genehmigt.

Wo liegt Deutschland?

Ein Geschichtchen für kleine und große Leute.

Mit den in bleiet Woche auch in Kaffel anfzün- gelubeu Signalen, Mahnungen nnb werbenden Bitten wollen auch die felg, anfriittelnden Be­trachtungen uns lehren, was die nahe und wette Heimat non ihren treuesten Söhnen fordert.

Der kleine zehnjährige Bub zieht aus dem dicken Bauch seines Ranzens den Atlas. Alt sind sie beide und abgegriffen, der Ranzen und der Atlas Man steht es ihnen an, daß sie aus Vaters Kindheit erzählen köunnen und Wohl auch willig den Geschwistern gedient haben mö­gen. Da ist der Atlas. Zerrissen und geflickt und wieder zerrissen wie die ganze Welt, die er widerspiegelt. Mit dem rechten Mittelfin­ger fährt sich der Kleine bedächtig über die vor- gewölbe Unterlippe und sucht sich dann Deutsch­land heraus. Als ob das ein Kunststück wäre! Sie haben doch ein Jahr lang davon gesprochen. Da hat er es. Ein loses Blatt ist's, als ob es gar nicht hiueingehörte in den Atlas. Blau sieht es aus, und unbeholfene Tmtenstriche ho­len an jeder Seite weit aus, um große Teile herausznschneidcn.Das ist nicht mehr Deutsch­land, sondern Polen", hat ihn der Lehrer in Erdkunde lehren müssen.Und das ist jetzt Frankreich und das hier oben Danzig und das Dänemark" hat er noch gelernt.Und das?" Mein Finger zeigt auf Oesterreich und Südt'- rol.Tas war überhaupt nicht Deutschland, das ist doch Oesterreich Die neue Grenze haben wir erst heute früh gezogen, das hier unten ist jetzt Italien", belehrt er mich weiter.Es gibt auch schon einen neuen Atlas. Da ist alles in den richtigen Farben drin. Mer der ist zu

teuer."

Die richtige Farbe? Was weiß der kleine Wicht von der richtigen Farbe? Deckfarben sind : es für namenloses Elend und stilles Helden­tum. Was weiß Deutschlands Jugend von Obcrschkestens Not? Was vom deutschen Op­tantenlos? Wer zeigt ihr, daß die Stadt Dan­zig jetztfrei" ist? Wer verkündet mit leuchten­dem Blick, daß der Rhein die Deutschen einig aesehen hat? Kümmern wir uns um die Kla­gen aus Hochetsch dem LandeNamenlos", wie es die Tiroler nennen wollen, bis sie wieder jubeln dürfen:Tirol, mein heil'ges Land Ti- rol"? Wer läßt Deutschland die Millionen Stimmen der Deutschen Oesterreichs hören und den eindringlichen Ruf:Heim ins Reich! Heim ms Reich wollen wir!"? Wer führt sie hinüber zu unseren Brüdern in der Tschechoslo­wakei, ins Egerland, in den Böhmerwald, zu den Sudetendeutschen? Wer läßt sie im Geiste hineilen ins deutsche Haus nach Siebenbürgen, in die Batschka, ins Banat, in die Dobrudscha, an die Wolga und stellt sie mitten hinein in deutsches Volkstum im fremden Staat? Da wird's zum Erlebnis, was deutsche Treue heißt. Dort liegt auch Deutschland, du Jugend, du Er­wachsener!

Nicht Längen- und Breitengrade und Grenz­berichtigungen und Abstimmungen modellieren unser Deutschland zurecht. Es ziert nicht als geographischer Begriff den Globus fein säuber­lich mit Lineal und Zirkel in den richtigen Farben, Deittschland ist mehr als das zerstückte Deutsche Reich Deutschland liegt über die ganze Welt zerstreut. Wo die deutsche Zunge klingt und sie klingt heute nicht nur in Euro­pa, sondern in allen Teilen der Welt da ist auch Deutschland.

Vierzig Millionen Deutsche woh­nen beute außerhalb des Reiches auf fremder Scholle. Sie sollen ihrem Staat das willig ge­ben, waS er mit Recht von ihnen fordert Der Boden gehört dem Staat, das Herz muß man ihnen läffen. Das schlägt für das deutsche Volk und bildet ein Stück Deutschland,in der Fremde. Laßt diese Stücke Deutschlands zusam­menwachsen im Geist zu einer großen deutschen Schicksalsgemeinschaft.

Das ist eS, was der Verein für das Deuschtum im Ausland (V. D. A.) fett Jahrzehnten erstrebt. 45 Jahre hindurch ist er in klarer Erkenntnis eines großen kulturellen Deutschlands allen in der weiten Welt zet streu­

ten Landsleuten ein treuer Berater und Helfer gewesen, allen Deutschen in der Heimat aber ein Mahner und Wegweiser zu dem Ziel der deut­schen Volksgemeinschaft. Er ist es auch, der Hunderttausende von Jugendlichen tn seinen Schul- und Jugendgruppen um seine Fahne sammelt nd ihnen zeigt, wo in Wirklichkeit Deutschland liegt. Herbert Rudolph.

2m Königreich des Landwirt«.

Ein Rundgang durch dieGrüne Woche".

Berlin, 31. Januar.

Ein Rundgang durch die am Sottnabend er­öffnete große Landwirtschaftsausstellung zeigt