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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 21. Amtliches Srgaiider Stadt Kaffel. Mittwoch, 26. Januar 1927. Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang

Schon heute eine Rechtseegieeung?

Der 31. Januar rückt naher

Sin schweres Examen.

Günstige Aussichten in Berlin und Paris.

Lug oder Auto?

Der Verkehr von heute, morgen u. übermorgen^

Berlin, 25. Januar.

Das Zentrumsprogramm für die Regierungs­bildung kennt man bisher nur aus seiner gro­ßen Kundgebung, während über das von Marx aufgestellte Regierungsprogramm bisher so gut wie nichts verlautete. Das Zentrum deckt jeden­falls seine Karten nicht eher auf, bis die Ver­bandlungen zu irgendeinem Abschluß gekommen sind. Der dritte Abschnitt der Regierungsneu- btldung verläuft jedoch, wie auch die heutigen Morgendepcschen ergeben, überaus hoffnungs­voll. Die deutschnationalen Unterhändler haben nach der Aussprache mit Dr. Marx, dem Reichs- außenministcr Dr. Stresemann und dem Arbeits­minister Dr. Brauns die Partei über die Be­dingungen des Kanzlers unterrichtet und setzen ihre Rückfragen und Verhandlungen fort. Dr. Marx hat den Reichsautzenminister zu den offi­ziellen Beratungen mit den Deutschnationalen binzugezogen, um damit den Willen kundzuiun, daß die Parteien der Mitte auch in Zukunft in außenpolitischen Fragen zusam- menarbeiten werden und daß Dr. Strese­mann auch im neuen Kabinett die unumstrittene Führung der außenpolitischen Geschäfte zu­erkannt werden müsse. Es kommt für die Deutschnatinoalen infolgedessen darauf an, nicht nur den Kampf gegen die außenpolitischen Ziele der bisherigen Reichskabinette, sondern auch die persönliche Feindschaft gegen Dr. Stresemann selbst a u f z u g e b e n. An einen Wechsel in der Leitung des Auswärtigen Amtes ist nicht zu denken, und an den Regierungsstellen wird die ruhige Haltung des Auslandes gegenüber der innerpolitischen Entwicklung in Deutschland und der sich anbahnenden Rechtskoalition auf das bestimmte Verbleiben Dr. Stresemanns auf sei­nem Po st en zurückgeführt.

Es wird uns versichert, daß das Zentrum und die Deutsche Volkspartet die unbedingte Zustimmung zu dem außenpolitischen Programm von den Deutschnationalen fordern und sich auf Zugeständnisie irgend welcher Art nicht einlassen werden. Eine Einigung in den Fragen der Außenpolitik kann mit den Deutsckmationalen also nur erreicht werden, wenn sie sich das a u - ßenpolitische Programm Dr. Stre­semanns zu eigen machen. Weiter ist es sraglich, ob eine Einigung auf dem sozialpoliti­schen Gebiet und in den Ve r f a s s u n g s f r a - gen zu erreichen ist. Es wird zwar darauf hingewiesen, daß auch die Sozialdemokra­ten trotz ihrer antimonarchischen Gesinnung vor der Revolution den monarchischen Verfas- s n n g s e r d geschworen haben, ohne damit diese Staatsform in Herzen anzuerkennen. Auch wird der Appell des deutschnationalen Abg. Trevi­ra ii u s, in dem ausdrücklich die Meinungs­freiheit jeder Partei garantiert wird, als ein Zeichen dafür angesehen, daß die Deutschnatio­nalen nicht beabsichtigen, in den Ministerien, die sie evtl, übernehmen, einen Abbau republi­kanischer Beamter vorzunehmen. Diese Einglie­derung der Deutschnationalen in das jetzige Staatsgefüge würde auf allen Seiten begrüßt werden, da sie den tatsächlichen Anfang für die Neberbrückung der innerpolitischen Gegensätze zwischen den Parteien bedeutet. Dr. Brauns bemüht sich für seine Person, die Zweckmäßigkeit der bisherigen Sozialpoli­tik des Reichskabinetts den Deutschnationalen vor Augen zu führen. Solange der soziale Aus­gleich nicht gesunden ist, wird der Klassen­haß unvermindert fortbestehen. Es besteht kein Zweifel darüber, daß die A r be i t s l o s i g - feit in Deutschland ein Dauerzustand für län­gere Zeit ist. Jede Regierung wird in ihrem Programm darum einen wesentlichen Teil der Sozialpolitik zuwenden müssen. Das Gleiche gilt für das Verhältnis der einzelnen Parteien und Verbände zu der Reichswehr. Hier muß lebcr Verhetzung frühzeitig vorgebeugt wer­den, aber es erweist sich auch nach Ansicht der iiihrenden politischen Persönlichkeiten die Not­wendigkeit, daß jeder Versuch einer intimen Ver­bindung der Reichswehr mit den Organisatio­nen oder mit einer einzelnen Partei im Inter­esse des gesicherten Staatslebens unterbleiben muß.

Inzwischen verlaufen die Entwaffnungsver- handlungest in Paris und Berlin so günstig, daß bereits in Berlin Vereinbarungen über die Ausfuhr von Halbfabrikaten der Rüstungsindu­strie zustande gekommen sind. Offen ist jetzt nurmehr die Frage der Ost fest ungen, über die in Paris unsere Unterhändler verhandeln. Auch hier soll bereits eine Komvromißunterlage gefunden worden sein, wobei es die Pariser Presse so darstellt, als ob Deutschland seinen

Fortschritte in Paris und Berlin / England lobt Deutsch-

Von unserem Kopenhagener Berichterstatter.

Berlin, 25. Januar.

Splonenrazzla in Varis.

sich in

Deutschland jetzt erst

lands guten Willen / Auch Marx wird der Wurf gelingen Von der Rathaus- zur Regierungs- Krise in Wien?

Aus Paris wird gemeldet: Auch über die Festungen Königsberg und Küstrin wird man bis zum 31. Januar zu einer Einigung kom­men. In der Frage der schlesischen gefestigten Plätze hat Deutschland Verzicht geleistet. Ebenso in den nach 1921 errichteten Forts von Königsberg und Küstrin.

Paris, 25. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Die Botschastertonferenz erhielt aus Berlin einen Bericht der Kontrollkommisflon über die Besprechungen hinsichtlich des Kriegsmaterials, der geprüft wird. Die schließliche Annahme des Kompromisses soll außer Zweifel stehen.

Paris, 25. Januar. (Eigener Drahtberichl.) Vor einiger Zeit wurde unter Spionageverdacht eine gewisse Madeleine Berbet, genannt Sonja, in Paris verhaftet. Die Sache soll große Aehnlichkeit mit dem Fall haben, in dem drei Engländer und zwei Französinnen verwik- kelt waren, und der sich aus die französische Luftschifsahrt bezog.

Stresemann ist beschäftigt. Ehescheidung.

Berlin, 25. Januar. (Privattelegramm.) Reichsminister Dr. Stresemann war bei Be­ginn der heutigen Verhandlungen mit der deutschnationalen Fraktion wegen einer .Haus­haltssitzung nicht zugegen. Außer dem Haus­haltsausschuß traten heute auch bereits die an­deren Ausschüsse zusammen. Im Rechtsaus- schnß wird das Problem der Ehescheidung be­handelt, worüber der Kirchenrechtslehrer Abg. Dr. Kahl (D. Bpt.) ein großes Referat hielt.

Standpunkt nicht aufrecht erhalten habe und be­reit sei, alle Forderungen der Botschafterkonfe­renz bedingungslos anzunehmen. Demge­genüber legt man in maßgebenden politischen Kreisen Berlins Wert auf die Feststellung, daß diese Darstellung zumindest den Tatsachen vor­auseilt. Allerdings rechnet man auch in Berlin mit einer Beendigung der Verhandlungen vor dem 1. Februar. Wie bereits wiederholt von uns ausgesührt worden ist, liegt es durchaus im deutschen Interesse, daß die Verhandlungen bis zu dem genannten Termin zu einem gegenseiti­gen Einvernehmen führen. Denn der Abschluß

Der Klügere gibt nach.

London mit der Kriegsmateriallösung zufrieden. (Eigener Drahtbericht.)

London, 25. Januar.

Der günstige Abschluß der Verhandlungen in Berlin über die Ausfuhr des Kriegsmaterials hat in London guten Eindruck gemacht. Berlin habe seinen guten Willen dadurch kundgetan, daß es vor dem 31. Januar das Kompromiß angenommen und nicht darauf bestanden habe, die Meinungsverschiedenheiten vor ein Schiedsgericht zu bringen. In London steht man der kommenden deutschen Rechtsregierung neutral gegenüber. Nur müßten die Verträge und Abmachungen strikte innegehalten werden.

die Reichsminister Dr. Stresemann und Dr. Branns teil. Man erwartet in parlamentari­schen Kreisen auch für heute weiter ein günstiges Fortschreiten. An den heutigen Nachmittags- zusammenkünften werden auch Vertreter der übrigen für die Regierungsbildung in Betracht kommenden Parteien beteiligt sein.

Marx schafft es.

Das Rechtskabinett im Werden. Drei Kandidaten

(Sin wüstes Nachtkonzert.

Greift die Rathauskrise in Wien über? (Gigener Drahtbericht.)

Wien, 25. Januar.

Als im Wiener Gemeinderat heute nacht die sozialdemokratische Mehrheit, die von der christlich-sozialen Minderheit seit vielen Wochen geübte Obstruktion gegen dir Steuer­politik der Gemeinde durch Annahme eines An­trages auf Schluß der Debatte abschnitt mach­ten die Christlich-Sozialen mit Pfeifen, Trom­meln und anderen Instrumenten einen ohrenbe­täubenden Lärm. Ter Bürgermeister schloß nm Mitternacht die Sitzung. Das Verhältnis zwi- scheu der Sozialdemokratie und den Christlich- Sozialen hat sich so verschärft, daß eine vorzei­tige Auflösung des Gemeinderats nicht ausge­schlossen erscheint, was auch auf den National­rat in kritischer Weise zurückwirken würde.

Nur feinen Krieg!

England gibt viele Rechte in China preis.

(Eigener Drahtbericht. >

London, 25. Januar.

Neuere Nachrichten über dir Verhandlungett zwischen dem englischen Gesandten in Peking und dem chinesischen Außenminister Wellington Koo f'egcn" nicht vor. Eine Beschwerde des Marschall T,chngtsolins dürfte jedoch dazu bei­tragen, sie zu beschleunigen. Die Pekinger Re­gierung soll dieselben Zugeständnisse erhalten wie die Kantonesen in Hankau. Die englischen Kaufleute in China sind angewiesen, die zwei­einhalbprozentigen Zuschkagszölle zu bezahlen.

allmählich und zaghaft dazu, den Landstraßen ihr modernes Recht werden zu lassen, ein Recht das nur verknöcherte Bürokraten und rückstän­dige Beamte dem zukünftigen Verkehrsweg streitig zu machen suchen. Kann denn noch ein Zweifel bestehen, daß die Belebung und Herr­schaft der Landstraße nach einer laugen, langen Periode der Verwaisung wieder anhebt, daß die Poesie der Land st raße in neuer Gestalt und neuem Tempo wieder aufblüht, daß die Epoche des Schienenstranges, dieser 'alten phantasielosen Metallspur, ihrem Ende cnr- gegengeht? Ein Glied in der Kette dieser Ent- Wicklung, ja ein direkt symbolisches Beispiel für den Sieg der Landstraße über den Sch jenen sträng ist die Tatsache, daß, nach­dem die Kreisbahnen ihren Betrieb völlig nie­dergelegt haben, die Apenrader Routeautomo­bil-Gesellschaft beschlossen hat,

den Bahnhof zu kaufen, um ihn zum festen Halteplatz und Depot für ihre Autos zu machen. Es ist typisch, wie hier der Ueberwinder auf den Ruinen des Besiegten ein neues Leben erstehen läßt. Die Amtsbah­nen haben liquidieren und das Material ver­kaufen müssen, weil der Betrieb durch die Konkurrenz der Automobile fo unrentabel wur­de, daß es nicht mehr ging. Das Erfordernis der Zeit ist also ein erzwungenes Einstellen auf Fakta. Es nützt kein Grollen und Resignieren, man muß mit dem großen Neuen rechnen. Und das scheint jetzt auch endlich höheren Ortes in Dänemark durchzuschlagen und zwar bei dem größten trafikalen Proiekt, das Dänemark jetzt in Angriff nimmt: den Bau der

Brücke über den Kleinen Belt.

Dieses Werk, das nichts Geringeres als die Landfestmachung der In sel Fün en mit dem festländischen Jütland bedeutet, wurde noch bis vor kurzem unter einem Gesichtspunkt eng­ster Begrenzung angesehen, in dem die Staats- bahnleitung, nicht dafür zu haben war, daß au- ßer den Staatsbahnen auch andere Ver­kehrsmittel die Brücke benutzen dürsten. Man wollte sieb selbst keine Konkurrenz schaffen, hieß es. Nachdem sich aber die Oeffentlich'eit sebr stark für die Interessen aller Steuer­zahler ins Zeug gelegt hatte, wird jetzt der Bau einer kombinierten Bahn- und Verkebrsbrücke erwogen. Für die Staats­bahnen kommt jetzt ein neues schwieriges Pro­blem hinzu: Sie müssen die Güter-Tarife herab- setzen. Der neue tüchtige Verkehrsminister Ltensballe, ein alter Eisenbahnfachmann bat em Programm aufgestellt, in dem er diese Ta­rife um etwa zwanzig Prozent der jetzigen Höhe i herunterfeben will. d. h. eine Mindereinnahme von fünfzehn Millionen Kronen, ohne daß die Bilanz der Staatsbahnen verschoben wird. Dies ist natürlich angesichts der Tatsache, daß die Bahnen in den letzten Jahren durch die

Konkurrenz der Automobile sozusagen von Monat zu Monat einen Abstieg in den Eisenbahnen zu verzeichnen hatten, eine sehr schwer zu lösende Aufgabe. Der erhöhte Verkehr, bezw. die gesteigerte Benutzung nach Einführung der Verbilligung wird nicht an­nähernd den Ausfall decken können; es müssen also schon energische Einschränkungen eingelei­tet werden. Aber die P e r so n ale inschrä u-

dieser Verhandlungen wird für uns die Grund-> läge bilden, für das nächste und wichtigste Ziel der deutschen Außenpolitik, die Frage der v o r - zeitigen Räumung des Rheinlan- d e s. Aus diesem Grunde werden wir darauf dringen, daß jetzt endlich, und zwar noch in die­ser Woche, der Schlußstrich unter das uner­freuliche Kapitel der deutschen Entwaffnung ge­zogen wird. Wenn nämlich erst der Völker- bundrat ober das Haager Schiedsgericht sich die­ser Frage annebmen müßten, dann ist ein Ende dieses alle Verständigungsversuche lähmenden Streits nicht abzusehen.

Stauben die Franzosen den Neubau?

Kaiserslautern, 25. Januar. (Eigene Draht­meldung.) Die französischen Behö-den haben sich auf die deutschen Vorstellungen hin bereit erklärt, die nngebotencn Wohnungen zu besich­tigen. Es besteht somit die Möglichkeit, daß die Franzosen auf die Beschlagnahme eines Ren- baudoppelhanses verzichten, dessen Zwangsrän- nrung zum 25. Januar unter Strafandrohung dem Oberbürgermeister befohlen worden war.

Frankreich« Konsul al« Gefangener.

Paris, 25. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Der französische Konsul in Hongkong wurde von chinesischen Streitkräften gefangen genom­men, aber dann wieder freigelassen gegen die Versicherung, daß er nicht die Konzessionszone verlassen werde.

(Durch Funkspruch.)

Berlin, 25. Januar.

Ueber das von Dr. Marx vorgelegte Gerippe eines Regierungsprogramms ist, wie ein Rechts­blatt schreibt, zwischen Zentrum und Deutsch- nationalen ziemlich reibungslos verhandelt worden. Ein Regierungsocqan betrachtci die Einigung als faktisch vollzogen. Ein Volks­parteiblatt schließt aus dem deutschnationalen Fraktionsbericht, daß die Mehrheit einen gün­stigen Ausgang der Verhandlungen anstrebl. Ein Zentrumsblatt schreibt: Der Ton der VolkS- parteipreffe zeigt, wie wenig Verlaß im kulturpolitischem Sinne auf die Deutsche Volks­partei ist. Nach einem Demokratenblatt ist gestern bereits, wenn auch inoffiziell, hie Per­sonenfrage des neuen Kabinetts erörtert worden. Als deutschnationale Kandidaten für die Reichsministerien des Inneren, der Justiz und der besetzten Gebiete toerb-n die Abgeord- neten Wallraf, Stauffenberg und Tre- viranus genannt.

Sie kommen gut vorwärts.

An der Wiege der Reichsregierung.

Berlin, 25. Januar.

Reichskanzler Dr. Marx empfing. heute vor­mittag die deutschnationale Verhandlungskom- mission. Auch an dieser Besprechung nehmen

Sin blinder Schreckschuß au« pari«.

Paris, 25. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Die in Paris aus Hamburg verbreitete Presse­nachricht, Botschafter von Hoesch habe Lega- tionsrat Kühn nach» Berlin gesandt um auf die verhängnisvollen Einflüsse eines Rechtskabinetts auf die deutsch-französi­schen Beziehungen hinzuweisen, verlautet halb­amtlich, daß die Reise Kühns mit der Kabi­nettsbildung in keiner Weise etwas zu tun hat.

I« Däoemark »»Bliebt st» r. 3t. ei« evoche- me»enber II tu!» turntet des Verkehrswesens. Ausblübeade Technik u«b Laudschoftsciaenart dieses vom Äritfl verschonte« Ländchens brin- <te« hier ZvkuaftSsvmvtome zum Relle«, die st» auch dem übrige« in Kriegs- ««b Wirllckasts- «üiett «»» erstarrten Europa bald ausdräugc» werden.

Kopenhagen, Ende Januar.

Als man noch in Deutschland die Autos zählte, die durch die Straßen einer Kleinstadt tatterten, war in Dänemark dasSU* schon so populär, namentlich durch die Fordpropagan- ba, daß es als festes Glied in den Land- und Stadtverkehr hineingeglitten war. In rich­tiger Erkennung des neuzeitlichen Bedürfnisses begann Dänemark kurz vor und während des Krieges sein Landstraßennetz systhematisch zu tadellosen, staubfreien Autostraßen mit Asphalt- oder Teerbelag auszubauen. Die Landbevölkerung wie die Stadtbewohner konn­ten das verlangen, denn durch den preiswerten Absatz ihrer Produkte während des Krieges war jeder Hufner und fast jeder Kauf­mann oder Handwerkerin der Lage, sich ein viersitziges Fordcoupe anzuschasfen, wäh­rend gleichzeitig die Routenomnibusse wie Pilze aus der Erde schossen. Dagegen versteht man