Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 6.
Sonnabend, 8. Januar 1927.
Amtliches Organ der Stadt Kassel.
v. Vawels ringt in Paris um die Freiheit
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toirb immer klarer, haft Enaland mit Die Lage in Hankau noch verschlimmert / Aber der Kanton.
Es wird immer klarer, daß England mit
um, wonach die Frage der Rückgabe von Eupen
-D.u.,ch.«
Verhandlungen wäre, daß diese Gerüchte jedoch
Ereignissen wohl vorauseilten.
den
London, 7. Januar.
In diplomatischen Kreisen gehen Gerüchte
Schanghai, 7. Januar.
Nach den letzten Nachrichten aus Hankan
schen Konzession wird von der chinesischen Polizei gemeinsam mit neuerdings gelandeten cngl. Marinetruppen aufrecht erhalten. Die Engländer haben im Einverständnis mit den Militärbehör
seinem vielbesprochenen Chinamemorandum den wichtigsten, ja vielleicht den l e tz t e n T r u m p f, der ihm für eine aktive Politik in China geblieben war, verspielt hat. Es hat mit seinen Vorschlägen weder die erhoffte Mitarbeit
tritt erwies, haben sich die weiser Voraussicht den Weg
lcrnächster »zeit wahrscheinlich sei, da die Behano- hing, der sie unterworfen würden, unerträglich sei. Ihr Leben sei in tatsächlicher Gefahr.
London, 7. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Ein Sonderberichterstatter tn Hankau drahtet, daß die Spannung noch nicht nachgelassen habe. Alle Geschäfte ruhen vollkommen.
London, 7. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Einer Meldung aus Washington hat der amerikanische Generalkonsul in Hankau seiner Regie- rvjtg telegraphiert. daß b’«“ «m l l st'ä n b i g - Räumung durch die Ausländer
isoliert. „ , . _ .
man es den übrigen Vertragsmächten kaum
Doch ein Zentrumökanzler?
Parteiparolen für die Kabinettsbildung.
(Prtvat-Telegramm.)
Berlin, 7. Januar.
Auch Japan«. Geschwader unter Dampf.
Berlin, 7. Januar. (Eigens Drahtmeldung.) Ein Pariser Blatt meldet aus Tokio: Der neue Mikado hat die Entscheidung des koreanischen Geschwaders zum Schutze der Japaner In die süd-chinesischen Gewässer befohlen.
*
Geht es In Peking los?
Minister beruhigt das Ausland / Hörfing ILßt sich nicht abschieben / Nicht Cnrtins sondern ein Zentrumskanzler?
oder gar nicht verdenken, daß sie sich weigern, an einer Aktion teilzunehmen, die in unverhältnismäßig hohem Maße unmittelbar englischen Interessen zugute kommen würde. Ebenso verständlich ist es, daß die gelindere Atmosphäre, die sich für einen Augenblick zwischen Kanton und England bilden zu wollen schien, über Nacht einem gefährlichen Temperatur stürz gewichen ist, der der Erkenntnis Kantons entstammt, daß in einem entscheidenden Augenblick Englanv den Versuch gemacht hat, ein Doppelspiel zu treiben. Denn in ver Tat muß es für die Kantonleute schwer sein, sich zu verhehlen, daß unter den üblichen Phrasen England die Gegner der Kantonregierung, die nordchinestschen Marschälle, mit neuen Mitteln für die vorbereitete Aktion gegen die Nangtsefront versehen wollte. Ebenso wenig konnten sich die hörigen Vertragsmächte lange darüber unklar sein, daß der springende Punkt des Memorandums — die vorgeschlagene Bewilligung der seit langem von China geforderten Zuschlagszölle — das Mittel dazu sein sollte, die Lasten, die sich aus der nordchinestschen Aktion gegen die Uangtsesront für die Geldgeber der nordchinesischen Marschälle ergeben würden, zu einem erheblichen Teil auf die Schultern der anderen Mächte abzuwälzen.
Nachdem England den Schritt getan hatte, der sich fast unmittelbar als ein glatter und
schwerer anderen Mm
Ruhe nach dem Sturm
England wieder Herr in Hankau? (Funktelegramm)
Amtliches Organ der Stadt Kaffel. 17. Jahrgang
Ein Rechtsblatt vermutet, daß die Erklärung der Zentrumspreffe, wonach das Zentrum bei einer neuen Mittelregierung den Kanzler für sich in Anspruch nehme, unmittelbar von Dr. Marx stamme. Auf die Deutsche Bolkspartei habe sie daher erheblichen Eindruck gemacht. Nachdem auch, so bemerkt das Blatt, die Deutschnationalen betont hätten, eine Mit- telregieruna nur dann eventuell zu unterstützen, wenn das Zentrum durch einen Kanzler aus seinen Reihen fest an die Koalition gebunden sei, hält man die Möglichkeit einer Kandidatur E. u r M u § für mißeLordentlüst geschmälert 2er „vorwärts" verlangt, daß die Deutsch- nationalen ihre Locarnoabsagen kategorisch widerrufen müßten, wen« sie in einer Koalition regierungsfähig sein wollten.
ü nzeiaenpreise: Etuhtimüche (StichäflSanztigeu Stil« 30 J, auSwSrtt« Geschäfts- -nztiaea Stile 30 -k. Saanlieaanztigen Stile »> 4. «leine Ünötigen das Wort 1 4. Siet tarnen die Stile 75 4. Dffertgebübr 30 4 (bei Zusendung der Offerten 50 4L Rechnungsbeträge find Innerhalb 5 tagen «t bezahlen, Für die Richtig- ren aller durch AemforetbeT anfgegebenen Anzeigen, sowie für anfnabmebaten and Platze kann nicht garantiert werden Für Anzeigen mit besonders schwie- rtaem Satz 100 «rojent Aufschlag Druckerei- Lchlachchosftrake 38/80. Geschäft», ftene: Kölnische Strafte fi. gegenüber der Soobrftrafte Aernfvrecher 051 und 953.
DasSchlimmste überstanden?
Kanton verbürgt den Engländerschutz.
lDurcb Funkfvruch.)
London, 7. Januar.
Wie der amtliche Funkdienst meldet, hat die Kantonregierung vor dem britisch. Generalkonsul die Beschädigung des britischen Kriegsdenkmals bedauert und Wiedergutmachung versprochen. Außenminister Tschen habe fernerhin die Räumung des britischen Konzessionsgebietcs durch die Frauen und Kinder als unnötig bezeichnet. Er selbst sei in der Lage, die Sicherheit gegenüber jeder Gefahr oder jeder Ruhestörung zu übernehmen. Die Ordnung werde bald wieder hergestellt und das Gefcksäftsleben bald wieder in Gang gebracht sein. Weiter meldet der Funkdienst noch, daß in Hankau auch einige amerikanische Frauen und Kinder nach Schanghai gebracht wurden. Ferner seien die englischen Frauen und Kinder aus Kinkiang nach mehreren Zusammenstößen abtranstorpiert worden.
Leichtes Blut.
Wie der ehern. Kronprinz sich die Zeit vertreibt.
Die Raffel« Meneften Nachnchre» erf«deinen wöchentlich sechsmal nachmittags. D« Äbouuemeutsortis beträgt für den Monat 3.— A bet frei« Sustellung mS Yao», tn der GefLäfiSttelle abgebolt 1.80 A. Durch bte Poft monatlich 3.— A auSichließb» SuftellungSgebüdr «erlag nnd Redaktion Sdtlatbtbofftraftt 38/80. Semfpredt« 951 und 852. Aüi anoerlangt tingelandie Beiträge kann bte Re» »attwn etne Verantwortung od« Gewähr tn teinem ftaUe übernehmen Rück» zahluim des «ezugSaeldeS oder Ansprüche wegen etwaig« nicht ordnungSmäftiger tiiefernng tft ausgeschlossen Postscheckkonto Frankfurt am Main Nummer ftSSO
chen ihres ältesten Sohnes auf den gestürzten Kaiferthron enorm schaden würde. Die hat es daher verstanden, kameradschaftliche Beziehungen zu ihrem Gatten herzustellen und aufrecht zu erhalten. Daß der Kronprinz als Kronprätendent nicht in Betracht kommt, weiß er selbst am besten. Das zeigt vor allem sein häufig mehr als u n ge - zwungenes Benehmen in der Oesfcnt- lichkeit, das er vermeiden würde, Wenn er sich noch irgend welche Hoffnungen auf die Kaiserkrone machte. Er würde sonst nicht auf dem Sechstagerennen einen Preis von fünfhundert Mark stiften und unter den Linden mittags um zwölf Uhr in
Oxfordhosen und ohne Hut spazieren gehen. Der Kronprinz hat,'eit seiner frühesten Jugend den Dr«v^Jeho.b^-^ch m'ig- lichst natürlich und ungezlvll""en ju' benehmen. Jede Etikette, jedes Zeremoniell war ihm unerträglich. So stand der Kronprinz eigentlich schon seit feiner Gymnasiastenzeit in Plön im ewigen Kampfe mit seinem Obergouver- u e u r, seinen militärischen Begleitern und Adjutanten. Vielleicht war es nicht klug von Wilhelm II., für diese Posten Männer auszu- suchen, die für die Jugendlichkeit und die sehr starke geistige Regsamkeit des Thronfolgers kein Verständnis hatten, wie etwa des späteren Generals von Lyncker und von Pritzelwitz. Beide waren ebenso trocken und nüchtern wie pedantisch und verstanden es nicht, das Temperament des Kronprinzen zur Zeit in richtige Bahnen zu lenken. So kam es schon in Bonn zu mancherlei Differenzen zwischen dem Kronprin- zen und von Pritzelwitz. In den ersten sehr glücklichen Ehejahren des Kronprinzen gelang es feiner jungen, ebenso klugen wie energischen Gattin, fein Temperament zu dämpfen. Der Kronprinz ist in dieser Zeit aus dem ihm gezogenen Rahmen nicht herausgetreten. Er empfand es zwar als ungerecht, daß seine jüngeren Brüder nach dem Theater im
Esplanade und Adlon soupieren durften, während es ihm verboten war, mit seiner Gemahlin in Restaurants zu speisen. In- dessen verstand es die Kronprinzessin, ihm eine so reizende Häuslichkeit zu machen, daß er sich mit den strengen Vorschriften des ihm auferlegten Zeremoniells abfand. Erst im Jahre 1909 fing er an „aus den Pantinen zu kippen". Bekannt ist der Zwischenfall im Reichstag, wo er dem Abg. von Heydebrandt, der die Marokkopolitik Bethmann-Hollwegs scharf kri- »fierte, begeistert zuklatschte, wofür er diesen in Gegenwart seines Vaters um Verzeihung bitten mußte. Unliebsames Aufsehen erregte es auch daß der Kronprinz eines Nachts mit feiner jungen Gattin das Sechstagerennen be- ,achte. Als dann der Kronprinz eines Tages zu lange bei einem Frühstück der Potsdamer Gardeulanen blieb und es dadurch versäumte, dem langjährigen Oberhofmarschall Grafen Perponcher als Beauftragter seines Vaters die letzte Ehre zu erweisen, ernannte der Kaiser ben damaligen Divisionskommandeur von schenck zum Generaladjutanten. Aber auch ihm, der gewissermaßen
Obervormund des Kronprinzen war, gelang es nicht, diesen von mancherlei Ungezwungenheiten abzubrinoen. Der Thronfolger war am liebsten mit jungen Freunden zusammen und nur äußerst schwer zu bewegen, einmal ältere Politiker oder Diplomaten einzu- aden Auch auf der Reise, die der Kronprinz 191041 nach Indien machte beging er mancherlei Zerstoße gegen das Zeremoniell, sodaß er auf Befehl des Kaisers früher als beabsichtigt war Hause zurückkehrte. Nicht minder unlieb- ,ames Auftehen erregte er in Danzig, wo er die 1. Leibhusare» kommandierte. Sein ungeniertes Benehmen auf dem u
Tennisplatz und beim Baden gab zu lebhaften Kritiken Anlaß. Seine Beob- achter glaubten, daß die Einsamkeit in Wie- »uv gehaltener machen wurde, indessen haben die beiden letzten sommer, die er als Gast seines Schwagers des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin in H e i- ligendamm verbrachte, dem Badepublj. kum gezeigt, daß er der alte geblieben ist und
der übrigen Vertragsmächte, noch das Verträum der Kantonregierung gewinnen können und sieht sich nun in der denkbar kritischsten Situation
zur leichteren Verständigung mit den eventuellen Herren des China von morgen offengehalten. Die Vereinigten Staaten befinden sich in der günstigsten Position: sie können bereits auf eine politische Praxis Hinweisen, die sich im Effekt den tatsächlich recht weitgehenden und liberalen englischen Vorschlägen stark nähert, ohne sich je allzu offenkundig an derartig verdächtige Bedingungen geknüpft zu haben, wie die Vorschläge Englands. Auch von französischer Seite muß sich England ziemlich umumwunden sagen lassen, daß man weder Veranlassung, noch Neigung habe, für die englischen Handelsinteressenten in China die Kastanien aus dem gefährlich aufgeflammten Feuer in China zu holen, daß es desgleichen äußerst untunlich gewesen sei, einen derartig entscheidenden Schritt gerade in dem Augenblick zu tun, wo der Boden, auf dem man ihn tue, den heftigsten Erschütterungen ausgesetzt sei, und daß endlich England der Gesamtheit der Vertragsmächte einen recht schlechten Dienst erwiesen habe, als es ihnen ben Zwang auserlegte, angesichts seines Memorandums hinter der „Einheitsfront" die Rivalitäten zu enthüllen. Japan erklärt sich mit der aus der ungeheuren Kluft zwischen dem japanischen und dem südchinesischen Regime ohne weiteres erklärlichen Entschiedenheit klipp und klar gegen jeden Kollektivschritt, gegen jegliche offizielle Ermächtigung irgend einer chinesischen Partei zur Erhebung der umstrittenen Zuschlagszölle und gegen die Anschneidung der Frage der Erterritorialitätsrechte im gegenwärtigenÄugen- blick. Aber auch im Lande selbst sieht sich die englische Regierung kritischen Stimmen von äußerster Schärfe gegenüber, die das Foreign Office in peinliche Verlegenheit setzen.
In diesem Dilemma hat sich die englische Regierung nicht anders zu helfen gewußt, als mit einer bei ihr sonst nicht gewohnten Planlosigkeit zu der alten Praxis der Betonung des Machtstandpunktes zurückzukehren. Alle verfügbaren Seestreitkräste aus den Gewässern des fernen Ostens sind zum Yangtse dirigiert, tn dessen Tal von Hankau bis Schanghai die nnheilschwangere Spannung sich allmählich bis zur Unerträglichkeit verschärft bat Und auch von London dampft jetzt eine Zerstör rrflottille heran. Marinesoldaten werden in Hankau gelandet und wieder auf die Schiffe zurückgenommen, man überläßt — ein beispielloser Vorgang in solcher Situation — chinesischen Polizei- kräften den Schutz der englischen Konzesstons- gebicte, nachdem man die Handelshäuser schloß und das bisher unantastbare Viertel fluchtarlig
Bon der Blättermeldung, das der OberprS- Üdentder Provinz Sachsen, HSrsing, mit Rücksicht auf feinen Gesundheitszustand am 1. April aus seinem Amte scheiden will, ist dem preußischen Innenministerium nichts bekannt. Laut Pressedienst soll die Krankheit Hörsings zwar noch nicht restlos behoben herrscht dort Ruhe. Die Ordnung "in de/engli-1 Absicht" am"l.^ Apri°? ftin^A^mi'"niederzulegem
Sn der Ehinefendölle.
Ausländerflucht aus Hankau?
(Eigene Trahtmeldung.)
London, 7. Januar.
Eine Meldung aus Schanghai besagt, die Lage in Hankau werde immer schlimmer. So gut, wie die ganze Bevölkerung ohne Unterschied dcr Klaffen befände sich in Aufruhr gegen die Eng- änder und es würden die übertriebendsten Forderungen erhoben.
Berlin, 7. Januar, (eigener Draht bericht) Die Morgenblätter melden- Auch in Peking verschärft sich die Lage für England. Vor dem Ge- sandschaftsviertel werden Engländer vom Pöbel angehalten und insultiert. Viele Ausländer haben Frauen nnd Kinder in das Gesandlcbafis- biertel gebracht, das nur schwach gnchützr ist
*
England« Flotte eilt zu Hilfe.
London, 7. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Ein Blatt will wiflen, daß bte Admiralität endgültig beschlossen hat, die 8. Zerstörungsflottille, bestehend aus neun Fahrzeugen, nach Chinazu senden.
Paris noch nicht zufrieden.
Eine ewige „Wacht am Rhein"?
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 7. Januar.
Zu der französischen Ansicht, wonach der Versailler Vertrag eine besondere ständige Kommission für das Rheinland fordere, um darauf zu achten, daß keinerlei Befestigungen angelegt werden, erklärt der Pariser Korrespondent eines Blattes daß im Vertrag eine solche Einrichtung nicht vorgesehen sei, und daß es hierzu der Zustimmung Deutschlands bedürfen würde, das aktives Mitglied einer solchen Kommission werden müsse.
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Vari« verhandelt in Moskau.
Paris, 7. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Der Regierungsbeamte Labonne ist nach Moskau abgereist um zu versuchen, die französisch- russischen Verhandlungen, die noch immer nicht wieder angenommen worden find, aus der Sackgasse herauszuführen.
Hörflng hält sich noch.
Kein Ausscheiden trotz schwacher Gesundheit (Prtvat-Telegratmn)
Berlin, 7. Januar.
^schehen wird Ministers auch die übrigen Ausländerviertel und weiß noch weniger, tote man sich den kom- ergreifen und Heimsuchen wird. Das ist das S^en ®r*»SmRen gegenüber verhalten soll, traurige Ergebnis des wertvollen TrumpfeZ Fast sieht es tognr aus, als ob der Chinesen- den England mit so großen Hoffnungen in orfan trotz aller Beteuerung des Kanton- Peking ausgefpielt hat Innungen tn
v. Vawels gegen Voincace
Die Schnüffler ziehen ab.
(Privat-Telegrarnrn.)
Berlin, 7. Januar.
Aus Paris wird gemeldet, daß neue Verhandlungen mit dem deutschen General von Pawels nur über die Entwaffnungsfrage (Entmilitarisierung der Ostscstungen ufw.) geführt werden. Die Besatzungsfrage stehe hierbei nicht zur Aussprache. Die deutschen Unterhändler haben gestern abend die erforderlichen Vollmachten durch das Reichskabinett erhalten. Der Ministerpräsident hat die Vertagung der Kammer-Aussprache über die deutsch- französische Annäherung durchgesetzt. — Weitere elf Mitglieder der internationalen Militärkon- troUkommission haben gestern Berlin verlassen.
Au den letzte» Krouvriuzeubesuch i« Doorn babe» sich mancherlei Vcrmuluuac» geknüpft. Während man hier von Vermögeasregrlnng und der kaiserliche« Rückkehr sprach, brachte« Pariser Zeituuge« die Nachricht, bet Kronprinz werde sich, wie seine Brüder Eitel Fritz, Anguft Wilhelm und Joachim, scheide« lalle«. Uuser mit der Materie g»t vertrauter Mitarbetter plaudert über diese Diuge wie solgt: m Das Letztere trifft natürlich nicht zu. Wenn ifaccn im truiDeqianome mit oen Mturaroenor-, au4 die Beziehungen des Kronprinzen zu seiden die Leitung der Konzession übernommen. «« Gemahlin nicht mehr so herzlich sind tote 'vor dem Kriege, so tst doch die Kronprinzessin klug genug um zu wissen, daß eine Scheidung den von den Monarchisten verfochtenen Ansprü»