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»r. 372. 16. Fahrs««.

Frettag, V. Mä/ter 0X&

gaben die Feuerbestattung erkennen lasten und dann Luft« und Wasserbestattungen bei den Wikingern sie verbrannten ein Schiff mit der Leiche, das dann ins Meer versank. Bei den Römern war das Feuer für den Freien, die Grube für Sklaven und Verbrecher. Und wie­der erstanden die düsteren Türme des Sckwei- gcns bei den Parsen. Schaurig waren Bilder von Ausgrabungen nach 50 Jahren. Unter de­nen, die früher schon für die Feuerbestattung eintraten, befand sich auch Jakob Grimm. Das erste moderne Krematorium entstand 1876 in Mailand, das erste in Deutschland 1878 in Go­tha. Der Trickfilm zeigt dann den technischen Vorgang bei einer Feuerbestattung in auf 1000 Grad erhitzter Luft. Schließlich wird eine Feuerbestattung vorgeführt, wie sie sich sicht­bar abspielt. Es ist eine Feierlichkeit, die der Erdbestattung in nichts nachstehl, die vielleicht größer ist. Unter Blumen steht der Sarg in der Kapelle:

Gebt Blumen unseren Toten, Nicht die Weißen nur, Auch die roten ...

Musik und Gesang begleitet die feierliche Handlung. Angepaßt an die Vorgänge hinter der Filmwand singt dann das Soloquartett vom Staatsthcater. U. a. erlebt ein als op. 72 von Johann Lewalter vertontes und bei Gadow itnb Sohn in Hildburghausen erschienenes Lied von Valentin Traudt seine Urauf­führung in Kassel: Heiliges Licht! Die Wirkung war ergreifend. Verschiedene Ge­sangvereine haben das als offizielles Lied bei Feuerbestattungen prädesttnierte Lied bereits cinstudicrt. Und ebenso feierlich mutet die Mu­sik an, in der das Harmonium die Orgel wie- dergab. Tas Stadtpark-Orchester mit Mainzer- Stein verdient neben den wie immer guten Sängern besondere. Anerkennung. >m<

* " * *

Sum heiligen Licht.

Feierliches Lied bei Feuerbestattungen.

Es werde Licht! rief Gottes Stärke Als erstes Wort voll Schöpsermacht, Und seiner weisen Wallung Werke Entwanden sich urtiefer Nacht.

Aus seinem Glanz sind wir gekommen, Sein reines Glühen hebt das Herz, Bis uns die Heimat aufgenomme» Am heil'gen Herde, sonnenwärts.

Aus hehrer Flamme ward geboren. Was hier auf Erden liebt und lebt, Ten dunklen Geistern abgeschworeu Empor zu sel'gcm Lichte strebt.

Verlohe drum in gold'nen Gluten, Du Leib, der einst aus Glut erstand, Entfliehe irdischer Leiden Fluten, Du Seele, in des Ew gen Hand.

Nicht in den Schoss der kalten Erde Versenkt, wes Erdenleid er trug;

Das Sonnengold des Allmachtwerde Umstrahle es auf seinem Flug.

Nimm hin dein Kind, du reine Güte, Du Kraft der lichten Ewigkeit;

In Nosenflammen heil'ger Blüte Sei dir sein Irdisches geweiht.

Valentin Traudt.

(Vertonung von Johann Lewalter.)

Auf ins Schwitzbad!

Das neueste Bad der Stadt Kassel.

Der Magistrat beschloß in seiner Sitzung, das in den Räumen des Luisenbades neu ein­gerichtete städtische Schwitzbad Anfang Dezem­ber zu eröffnen und legte den Tarif fest. Als Badezeiten kommen die Stunden von- 9 bis 1 und 4 bis 8 Uhr in Betracht. Den Frauen ivird das Bad den ganzen Mittwoch und den Freitag nachmittag ausschließlich zur Verfü­gung stehen. Die Einrichtung umfaßt Dampf­bad, Heißluftbad, elektrisches Lichtbad, zwei große in den Boden eingelassene Badebecken und mehrere Duschen. Ein Masseur, bei den Frauen eine Masseuse werden ständig zur Ver­fügung stehen. Das Mitbringen eigener Wäsche ist ans hygienischen Gründen nicht gestattet- Wenn auch die Frage des Ausbaues der medi­zinischen Bäder damit nicht gelöst ist, so ist doch mit dieser Neueinrichtung eine wesentliche Bes­serung der jetzigen Verhältnisse herbeigefihrt.

Milch und Brot

füt 4600 bedürftige Schulkinder.

Für die Schulspeisung an bedürftige Sinder in den Bürgerschulen bewilligte der Magistrat einen größeren Betrag. Es erhalten 4 600 Kin­der täglich % Liter Milch und 5Q Gramm Brot.

Mechanisierung

der Städtischen Verwaltung.

Der Dlagistrat gibt heute der Oeffentlichkeit bekannt, daß er zur schnelleren Abfertigung des Publikums und zur Verbesserung der Büro­technik die Anschaffung einer Registrierkasse und Additionsmaschine für die städtische Stenerkasse und einer Rechenmaschine für das Stadtsteuer- autt beschlossen hat.

Aus dem Reiche der Kleinkunst.

Kaffee Zeller.

Der starke Beifall, der schon am ersten Abend des neuen Programms nach jeder Darbietung einsetzte die Künstler quittierten ihn durch Zugaben war verdient... jede Nummer des Programms ist gut, es herrschte echte Ka- baretssttmmung, frei vom sogenannten Pikanten. Willy Robert geht in der Konference eigene Wege. Es gelingt ibm rasche Verbin­dung mit dene Publikum, Maria Einöds- hofer die Tochter des bestbckannten deutschen Kapellmeisters und Komponisten u. a. des Kleinen Kohns" besingt denErsten" als Kas­setag und... zündet,Robes, Modes" den be­kannten Schlager legt sie als Dacapo. Willy Robert, der nach einem rusgezeicknet zum Vorttag gebrachten Melodram zum lustigen Teil übergeht, erzielt mit derKleinkleckers- dorfer Feuerwehr" einen Bombenerfolg.Stimm- lichsinkt" Rolf Joachim von Körbervom Opcrettentenor zum Bariton und schließlich zum Bassisten. Ein mit ausgiebigen Stimmitteln

Kassel« Neueste Nachrichten

M Her MkllW Her MW lirH WM.

Heraus aus dem drückendsten Wohnungselend! / Das günzlich Aeberalterte fallt / Renaissance der Karls» aue / Was der Stadt die Hochwasser der Fnlda koste«.

über Frankreich liegendes starkes Fallgebiet deutet daraufhin, daß das Tief ostwärts vor­rückt und kräftigen Einfluß auf die Witterung unseres Bezirkes verlangt. Es ist daher mit weiteren Regenfällen zu rechnen. Die Tempera­turen bleiben bei südlichem bis südwestlichem Winde mild.

Letzte Depeschen.

In seiner schon erwähnten letzten Sitzung hat der Magistrat auch dem Beschluß der vorletzten Stadtverordnetenversammlung zugestimmt, wo­nach auch im Jahre 1927 weitere dreihundert städtische Kleinwohnungen aus Anleihemitteln errichtet und an die in unwägbaren Wohnungs- Verhältnissen lebenden Einwohner zu vergeben und mit der Sanierung der Altstadt, besonders der Freimachung der Jnnenhöfe, be­gonnen werden sollen. Weiter wurde die Ver­gebung der Abbruchsarbeiten für das berühmte" Hinterhaus Graben 31 beschlos­sen.Berühmt" waren auch die Holzbaracken amAktienpark" geworden. Eine dieser Barak- kcn wird jetzt einem wirklich guten Zweck zuge- sührt. Der Magisttat beschloß ihren Verkauf an den

Mitteldeutschen Flugverband.

Sie wird, da Ermietung anderer Räume Schwie­rigkeiten machte, als Werkstätte für die Segel- Flugzeugkonsttukteure verwendet werden. Eine gewisse Sanierung stellt auch die

Entschlammung der Aucgcwäffer dar. Schon ist das Wasser zu einem großen Teil abgeflossen. Der Umfang der Verschlam­mung tritt jetzt deutlich in die Erscheinung. Ein seltsames Bild ergibt sich. Da wird die Erin­nerung wach an früheres Ablassen. Es war Tagesgespräch weit über Kassel hinaus und Schauspiel für Tausende, die in der Aue zusam­menströmten. Uebrigens... die Entfischung durch denSchwimmt" hat Hechte und Karpfen von gewaltigem Gewicht an die Kasseler Küche geliefert. Soeben wurde nun vom Magisttat im Einvernehmen mit dem Staatlichen Kultur­bauamt das erste Los vergeben. Die Vorarbei­ten zum Auspumpen des Wassers aus dem Kü­chengraben sind soweit gediehen, daß schon in den nächsten Tagen mit der Aufnahme der ei­gentlichen Arbeiten begonnen werden kann. Der

Auedamm

soll auf fünfzehn Meter verbreitert und gleich­zeitig mit den erforderlichen Versorgungsleitun­gen versehen werden. Es werden hierzu etwa 70 000 Kubikmeter Boden erforderlich, die der

ausgezeichneter Sänger, der mit seinen Liedern nachhaltigsten Eindruck hinterläßt. Als Vertre­terinnen Terpsichorens lernen wirRy und L y kennen, zwei Tänzerinnen, deren gelöste Glieder Zauberttaft ausstrahlr«. Oswald Naumann weiß das Piwlikum richtig zu packen, mit seiner Reichstagsrede schleudert er die Zuhörer von einer Lachsalve in die andere. Alles in allem: ein auserwähltes Programm, bei dem die Künstler in dem Pianisten O. L. Herguth einen feinsinnigen Begleiter finden, das umrahmt wird von anerkannt guten Lei- stimgen der Kapelle Willi Apitz. »rl-

Auf dem Wochenmarkt.

Die Schatten des Totensonntages.

ihn 4 Uhr früh schon ging auf dem Königs­platz ein großes Leben und Treiben los. In großen Scharen kamen Landleule mit Tannen­zweigen, Kränzen und Buketts. Sie kamen so zeitig, um sich, da sie keine ständigen Plätze haben, einen Stand zu sichern, aber... die ältesten Leute" entsinnen sich nicht eines so ttostlosen Handels in diesem Gräberschmuckmale- rial am letzten Donnerstag vor dem Fest wie in diesem Jahre! Der Handel ging mehr als schleppend vor sich und das Meiste wurde wie­der mit der alleinigen Hoffnung auf einen Ab­satz am Sonnabend nach Hause getragen.

Anders war es bei Gänsen und anderem Geflügel . . . hier war die große Zufuhr rasch umgesetzt. Butter ging nur zu zwei Dritteln ab. Das Einzige, was sonst noch glatt geräumt wurde, waren einige Fuldafische. Diese konnten schon um 9 Uhr ihrAusverkauft" melden. Trostlos war es auch auf dem Fleisch- und Dru- selmarkt. Uoberall keine Nachfrage. Der heutige Markt war der fchwärzeste Donnerslagmarkt feit langer Zeit.

Daß aber auch die Adventszeit schon ihre Schatten vorauswirft, bewies eine Massenzusuhr von Weihnachtsäpfeln, aber... ganze schwere Körbe wurden mittags so vom Markt getragen, wie sie frühmorgens dorthin kamen. Die Rat­hausglocken läuteten deutlicher als je vernehm­bar ihr bekanntes Lied: Kein Geld...!" -e.

Lokalnachrichten vom Tage.

-4- Sttatzenbahnausweiche Kakensprung. Auf dem Polizeipräsidium liegt ein Plan zur allge­meinen Einsichtnahme und gegebenenfalls Ein­wendungserhebung aus, wonach die Große Kas­seler Straßenbahn die Ausweiche Katzensprung bis zur Vogtschen Mühle zu verlängern gedenkt.

Die alten Flakkameraden. Dieser Tage wurde auch in Kastel eineKameradschaftliche Vereinigung ehemaliger Angehöriger der Flug­abwehr" gegründet. Eine stattliche Zahl von Beitrittserklärungen bewies, daß dem Luft- schutzgedanken großes Interesse entgegengebraebt wird. Die Vereinigung tagt im Monat im Gast­haus Kleeblatt, die Vorstandsgeschäfte werden vorläufig von den Herren Kauffeld, Auf dem Graß 5 und B. Schubarth, Ringhofstraße 13 wahrgenommen.

Seit fünf Jahren vermißt. Die Landes- ttiminalpolizei beim Polizeipräsidium Kasse! forscht neuerdings wieder nach dem Verbleib des am 5. August 1910 geborenen Schülers Ge­org Wettläufer aus Oberkaufungen. Er hatte sich nach dem 6. Dezember 1921 angeblich noch einige Tage in Oberkaufungen aufgehal­ten, ohne die elterliche Wohnung aufzusuchen mid ist dann spurlos verschwunden. Alle ört­lichen Nachforschungen waren bisher erfolglos. Wettläufer war damals etwa ein Meter groß, schlank und mager, hatte dunkelblondes glattes kurzes Haar, rundes Gesicht,^schwar^e Augen,

Fulda enttiommen werden! Dadurch wird eine wesentliche Verbesserung der Vorflutverhältnisse in der Fulda erreicht und die

Hochwassergefahr vermindert.

Was das bedeutet, beweist allein schon folgender Beschluß: Zur Behebung der zu Beginn dieses Jahres in der Alt- und Unterneustadl entstan­denen Hochwasserschäden wurden 50000 Mark als Zuschuß und Darlehen bewilligt. Es werden int Einzelfalle gezahlt: 50 Prozent als Beihilfe und 20 Prozent als Darlehen, letzteres nur bann, wenn der Schaden mehr als fünf­hundert Mark beträgt. Die Beihilfen sollen den Geschädigten alsbald durch die Post zugestellt werden. Der Verminderung der Hochwasserge­fahr dient bekanntermaßen auch die Entfernung der Eisbrecher.

* * * Die Decke stürz! ein!

Ein Bußtagmittag des Schreckens.

Zeit und Ort derHandlung": Bußtagmit- tag in einer Erdgeschoß-Küche des Hauses We- sersttaße 14.

Das Haus, dem Katzensprung gegenüber, soll- le schon vor dem Kriege wegen Baufälligkeit ab­gerissen werden, aber ... die Wohnungsnot!

Die Familie eines Schreiners ist gerade in der Küche versammelt. Das Kleinste sitzt in der Mitte auf seinem Töpfchen. Kaum ist es auf- gestanden und zur Mutter gelaufen, da kracht es in der Decke und schon schlägt Lehm, zersplit­tertes Gebälk, Stroh und Schutt.-in Massen her­ab .. . die Leute stehen erstarrt bei einem mäch­tigen Trümmerhaufen. Gottlob, das Unglück ging an Haaresbreite vorüber!

Nun hängt der Rest des Balkens gefahrdro­hend in der Luft oben ist der Blick in das erste Stockwerk geöffnet. Auch dort ging es noch gut" ab.

Polizei und Baupolizei kommen und finden abermals das Wohnungselend im alten Kassel in furchtbarer Weise illustriert!

Bußtag ... ist noch weiterer Kommentar hierzu erforderlich . ..?!

bogenförmige Augenbrauen, breites Kinn, sehr kleine Hände und Füße. Bekleidet war er mit grauwollener Mütze mit weißer Kante, grau­blau gestreiftem Mantel, marineblauem Swea­ter, dunkelgrüner Hose, weißem Leinenhemd, schwarzen langen Strümpfen und schwarzen Schnürschuhen. Wer über den Verbleib des Knaben nach dem 6. Dezember 1921 irgendeine zweckdienliche Mitteilung machen kann, wird um Nachricht an die Landeskriminalpolizei gebeten.

-r- Die neue Friedhofskapelle. Zu der Ver­sammlung des Bezirksvereins der Holländischen Torgemeinde schreibt uns Friedhofsoberinspek­tor Kühne: Jnbezug auf die Zuwegung und Verbindungen von alten Friedhofsteilen wie auch von neuen, jenseits des Tannenhecker- weges ist die Lage der neuen Kapelle keine glück­liche. Diese fehlende organische Verbindung des Friedhofs mit der Gebäudegruppe ist und wird jetzt unter Aufwand erheblicher Mittel durch neue Wegezüge verbessert, wobei harte Eingrifse in die alte Anlage nicht zu vermeiden sind. Aber eine andere Lösung, der Kapelle eine mehr zen­trale Lage zu geben, war zur Zeit der Projektte- rung der neuen Friedhofsbauten nicht mehr möglich.

-T- Ein neuer Diebestrick. Am Sonnabend kaufte in der Holländischen Straße gerade beim Ladentschluß ein junger Mann noch rasch einige Kleinigkeiten. Er hatte aber fein Geld verges­sen und versprach sofort wiederzukommen. Kur­ze Zeit darauf überraschte der Ladeninhaber einen anderen etwas älteren Mann, als er ge­rade dabei war, die unverschlossene Kasse zu plündern. Der Ertappte rannte sofort zur Tür, über den Flur, wo er noch einen Teil feiner Beute verlor und von da auf die Straße, wo er in der Dunkelheit entkam. Offensichtlich ha­ben hier zwei Burschen Hand in Hand gearbei­tet. Während der eine feine angeblichen Be­stellungen machte, hotte sich der andere einge- schlichen und versteckt. Der erste hatte bei sei­nem Fortgang, um demKompagnon" die Flucht zu ermöglichen, die Tür nur angelehnt.

4- Allerlei vom Tage. Im Laufe eines Streites erhielt am Dienstag abend auf dem Pferdemarkt eine Frau einen heftigen Schlag mit einem Bierglas auf den Kopf. Sie erlitt eine klaffende stark blutende Verletzung. Eine schwere Verletzung erlitt ein Mann beim Holzhacken. Bei den Abbrucharbeiten am zweiten Eisbrecher löste sich ein schwerer Stein und zerschmetterte einem Arbeiter den Arm. In allen diesen Fällen leistete die Sanitätswache Fuldabrücke die erste Hilfe. In Bettenhausen kam ein Junge so schwer zur Fall, daß er sich erhebliche Knieverletzungen zuzog. Hier nahm sich die Arbeiter-Samariter-Wache. Waisenhaus­straße des Verletzten an. Bei einer Polizei­streife wurde Dienstag Nacht ein völlig sinnlos betrunkenes Mädchen in der Obersten Gas se aufgegriffen und zur Ausnüchterung nach der Fürsorgestelle am Steinweg gebracht, wo sie iy der ZelleZum grünen Kranz" dem Morgen entgegen döste.

Veranstaltungen am Freitag: StaatStbeater:Der Waneirschm«-". U s a:J-aast.

Palast-Theater: Harry Piel inAchttvn« Harry!

Augen auf!"

L«ndesverbanLSerD«ats<bnatio»alen Bolksvartei: tzanbesoartettas, StaStwirf, 8 U6r.

Vortrag über Atemtzogiene. Kva« Maria Genom, SeidelSerg lSur,us-Be»nn>. Bürger» fäle, 8 llbr. ________

Die Wetterlage

gestaltet sich laut Frankfurter Wetterdienst wie folgt: Im Westen hat sich ein sehr kräftiges Tiefdruckgebiet neuerdings ausgebildet. Ein

Gin AeMac? der Reichswehr.

Der Reichspräsident als Gast Dresdens.

(Eigener Drahtbericht.)

Dresden, 18. November.

Heute vormittag traf der Reichspräsident mit Reichsrvehrminister Dr. Getzler und General Heve zur Eröffnung der neuen Jnfanterie- sclMle hier ein. Nach einer kurzen Begrüßung und Entgegennahme der militärischen Melvun- gen fuhr der Reichspräsident im offenen Auto, von einer zahlreichen Menschenmenge stürmisch begrüßt, durch die KönigSbrückerstraße, wo Mili­tärvereine und Innungen Spalier bildeten, nach der G a r n i f o n k i r ch e. Bor der Kirche schritt der Präsident die Front der Ehrenkompagn.c ab. An dem kurzen Gottesdienst nahmen das Offizierkorps, sowie die Waffenschüler der In, fanteriefchnle und Truppenabordnungen teil.

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Wenn die Stützen wanken.

Marx führt die Parteien zusammen.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 18. November. '

In den noch immer bestehenden Differenzen zwischen Sozialdemokraten nnd Volkspartei hat der Kanzler eingegriffen und z« neuen Bespre chungen eingeladen. Der Kanzler will unter al len Umständen eine sichere Mehrheit für die weiteren Regierungsvorlagen im Reichstage zu-, sammenbringen.

Vomcar« weicht nicht.

Wie er sich aus der Ministerkrise rettet. 1 (Eigener Drahtbericht.)

Paris, 18. November.

Ministerpräsident Poincarc verlangte in äct Kammer, daß die Beratung der Interpellation über die Rede des Pensionsministers Marin bis zur Verabschiedung des Budgets vertagt werde. Marin habe nur feine persönliche Ansicht zum Ausdruck gebracht. Die Abstinnnung ergab eine Mehrheit für PoircareS Ver­tagungsantrag. Die Linke stimmte dagegen.

3tur noch 48 Stunden.

Die Streikst«! in. England verläuft.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 18. November.

Der Innenminister Hicks sprach die Hoffnung aus, daß der Kohlenstreit in achtundvier­zig Stünden beendet sein werde. Er fügte hinzu, wenn diefe schrecklichen wirtschaftlichen Kämpfe in England nicht verhindert würden, dann werde die englische Eisen- und Stahler­zeugung zugunsten Deutschlands und ande«r Länder äußerst beträchtlich zurückgehen.

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Wenn 6tr Äug durchgeht

Paris, 18. November. (Eigener Drahtvcrichtss Aus dem Bahnhof bei Auteuil überfuhr ein elektrischer Zug einen Puster und konnte erst an der Blauer des Bahnhoss zum Stehen ge­bracht werden. Ein Dach des Bahnhofes stürzte! ein und verletzte elf Personen.

Die Blutrot eines Verstörten.

Berlin, 18. November. (Funkdienst.) In der vergangenen Nacht erschoß der Grünkramhänd­ler Paul Lenz seine Ehefrau. Der geistig nicht normale Täter wurde in Haft genommen.

Mussolini verjagt Oie Lehrer.

Rom, 18. November. (Eigener Drahtbericht.)! Laut Pressenotiz geh! der Unterrichtsminister gegen die aniifaschistischer Propaganda beschul- digten Elemeniar- und Miiielschullehrer vor. Bis fetz! sind zehn Lehrer ihrer Aemier entho­ben worden.

<8in Shedrama in 6er Bußtagsnacht.

Leipzig, 18. Skovember. (Privattelegramm.)' In der Nacht zum Bußtag erschlug im Streit der vierundvierzigjährige Buchbinder Emil Thiele in feiner Wohnung feine Ehefrau und seinen zweijährigen Sohn. Der Tä­ter ist geflüchtet.

Typhus in 6er Glashütte,

Breslau, 18. November. Unter den Glas­arbeitern in Oranieuhütte sind neun Typhuserkrankungen aufgetreten, von denen ein Fall tödlich verlies. Schuld ist ver­mutlich das Trinkwaffer eines Fabrik- b r n n n e n s.

ytr «enzinhufar in 6er Turnerkoionne

Erfurt, 18. November. (Privattelegramm.) Am Bußtag abend fuhr ein Motorradfahrer ii eine etwa dreißig Mann starke Kolonne der E r= furter Tnrnerschast. Vier Mitglieds wurden verletzt, davon zwei schwer. Der Fahrer selbst erlitt schwere Kopfverletzungen. Seine mUfahrende Frau blieb unverletzt.

Tschitscherin iäfn sich tn Frankfurt behandeln,

Paris, 18. November. (Eigene Drahtmel düng.) Wie Havas berichtet, wird Tschttschern sich demnächst nach Frankfurt a. M. begeben, um dort einen Spezialisten wegen feines Gesurrd- hetiszustandes zu konsultieren. Hierauf geh» der Sowjetminister nach Südfrankreich.

Ein llng-ück lommt selten allein.

Portland, 18. November. Der Expreßzug Eineinuaty New-Orleans entgleiste beim Zusammenstoß mit einem Automobil. Zwei Personen wurden getötet, sechs verwun­det. Zwischen den zur Hilfe entfanbten M o - ter wagen kam es auch noch zu einem Zusam­menstoß, durch den fünf Personen getii« tet und neunzehn verletzt wurden.

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